Neuerwerbungen: Mai 2026

Der Bestand der Bibliothek wird durch zahlreiche interessante Neuerwerbungen laufend erweitert. Stöbern Sie in unserer virtuellen Buchausstellung, lesen Sie die eBooks. Ein Großteil der neu erworbenen Literatur wird in der Buchausstellung im Lesesaal präsentiert. Diese Bücher können Sie vormerken und nach der Ausstellung ausleihen.
[en]  Interesting new acquisitions expand our library’s collection. Browse through our virtual book exhibition and read the eBooks! Most of the books are presented in the book exhibition in the reading room, where they can be reserved and borrowed after the exhibition.

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Studierendenlesesaal 5C am 9.6.2026 geschlossen! Beschränkter Zugang zur Bibliothek

Sehr geehrte Bibliotheksbenutzer:innen!

Aufgrund einer großangelegten Katastrophenübung im AKH Wien bleibt der Studierendenlesesaal (Zugang 5C) am Dienstag, 9. Juni 2026, ganztägig geschlossen.

Die Universitätsbibliothek (Zugang 5E) bleibt grundsätzlich regulär geöffnet.

Bitte beachten Sie jedoch, dass es aufgrund der Übung im Zeitraum 10 – 14 Uhr zu beschränktem Zugang zum AKH kommen kann und ein Einlass evtl. nicht möglich sein wird.

Planen Sie wenn möglich Ihren Bibliotheksbesuch außerhalb dieser Zeiten!

Wie bitten um Ihr Verständnis!

Nature Masterclasses Webinars „Community Insights: Designing Your Research with Assistance from AI“ in June 2026

Artificial intelligence is reshaping how research questions are developed, studies are designed, and methodologies are refined. Used well, AI can help researchers explore existing literature, identify patterns, and strengthen research design. But it also raises important questions around bias, transparency, reproducibility, and responsible use.

This webinar will bring together expert perspectives from across research, publishing, and policy to help researchers use AI confidently and responsibly when designing their research.

This session will help researchers to:

  • Understand how AI can support different stages of research design, from research questions to methodology
  • Evaluate opportunities and limitations when incorporating AI tools
  • Identify key risks, such as bias, reproducibility issues, and over‑reliance, and how to mitigate them
  • Apply AI in ways that strengthen, rather than replace, critical thinking and research expertise

You will have the opportunity to submit your own questions when you register.

Session timings:

  • Wednesday 10th June, 18:00–19:00 (CEST)  –> Register
  • Thursday 11th June, 09:00–10:00 (CEST)  –> Register
  • Thursday 11th June, 15:00–16:00 (CEST)  –> Register

To find out more about Nature Masterclasses at the Medical University of Vienna, click here.

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [368]: Nussbaum, Julius – Oberbezirksarzt in Wien

Nussbaum, Julius – Oberbezirksarzt in Wien

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 04.05-2026

Keywords: Städtischer Bezirksarzt, Medizingeschichte, Wien

Julius Nussbaum wurde als Sohn von Abraham Adolf Nussbaum und Rosi Therese, geborene Schrötter, am 2. September 1861 in Ungarisch-Ostrau in Mähren (heute: Uherský Ostroh/Tschechien) geboren. Er war mit Vilma (21.7.1863-) verheiratet.

Nussbaum studierte seit dem Wintersemester 1882/83 an der Universität Wien Medizin und promovierte am 27. März 1886 zum Doktor der gesamten Heilkunde.

Von 1886 bis 1891 war er als Sekundararzt 1. Klasse im Allgemeinen Krankenhaus in Wien tätig und zugleich Assistent am Ambulatorium für Elektrotherapie bei Professor Moritz Rosenthal (1832-1889). Zwischen 1886 und 1888 widmete er sich am I. Neurologischen Institut bei Professor Heinrich Obersteiner jun. (1847-1922) dem Studium des Nervensystems. In diesem Zusammenhang publizierte er die Arbeit „Ueber die wechselseitigen Beziehungen zwischen den centralen Ursprungsgebieten der Augenmuskelnerven“.

Anschließend schlug er die Beamtenlaufbahn eines städtischen Arztes in Wien ein. Im Jänner 1891 wurde er zum provisorischen dritten städtischen Arzt des 2. Bezirks, Leopoldstadt, in Wien ernannt,[1] 1892 erfolgte seine definitive Ernennung zum städtischen Arzt für den 3. Bezirk.[2] 1895 wurde er dem 9. Bezirk, Alsergrund, zugeteilt.[3] 1913 erfolgte seine Ernennung zum Bezirksarzt 1. Klasse (für Armenbehandlung und Totenbeschau),[4] 1914 jene zum Oberbezirksarzt. Er führte eine private Arztpraxis zunächst in Wien 2, Herminengasse 18, anschließend in Wien 9, Alserstraße 4, später in Wien 3, Landstraße Hauptstraße 33[5], danach Löwengasse 29, ab 1895 Wien 9, Lichtensteinstraße 17, ab 1898 Wien 9, Berggasse 17 und zuletzt in Wien 9, Porzellangasse 50.

Nussbaum engagierte sich in ärztlichen Standesorganisationen, insbesondere in der Wiener Ärztekammer, in der er 1898 zum Kammermitglied gewählt wurde,[6] sowie im Ärztlichen Verein im 9. Bezirk, wo er zunächst 1902 zunächst zum zweiten Obmann-Stellvertreter gewählt wurde[7] und die Funktion des Vereinsobmannes übernahm.

Julius Nussbaum verstarb am 23. Oktober 1927 in Wien.

Nussbaum Julius: Todesanzeige, Neue Freie Presse, 24.10.1927, S. 7.

Quellen:

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0190, Nussbaum Julius (Nationalien Datum: 1882/83).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 177-266b, Nussbaum Julius (Rigorosum Datum: 1883).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 186-1789, Nussbaum Julius (Promotion Datum: 27.3.1886).

Friedhofsdatenbank der IKG Wien, Nussbaum Julius.

Literatur:

Nussbaum, Julius: Ueber die wechselseitigen Beziehungen zwischen den centralen Ursprungsgebieten der Augenmuskelnerven. Aus dem Laboratorium von Prof. Obersteiner zu Wien. Sonderdruck aus: Medizinische Jahrbücher. Wien: Druck von Gottlieb Gistel & Comp. 1887.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

 

[1] Allgemeine Wiener Zeitung, 6.1.1891, S. 10.

[2] Wiener medizinische Zeitung, Nr. 15, 1902, Sp. 604.

[3] Die Presse, 10.11.1889, S. 15.

[4] Illustriertes Wiener Extrablatt, 29.6.1913, S. 4.

[5] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 37, 1892, Sp. 1450.

[6] Neues Wiener Journal, 10.2.1898, S. 4.

[7] Wiener klinische Wochenschrift, Nr. 6, 1902, S. 159.

Normdaten (Person):  : BBL; GND:

VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien
BBL:  49355 (04.05.2026)
URL: https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=49355

Letzte Aktualisierung: 2026.05.04

Logo Margrit Hartl

Gastautor Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig: BIXONIMANIA & CO

BIXONIMANIA & CO
Autor: Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig

“Bixonimania is a condition caused by excessive exposure to blue light“.

Sir Karl Popper
(möglicherweise in statu perplexitatis)

“Beware of false knowledge. It is more dangerous than ignorance“.
(George Bernard Shaw)

Bixonimania is a condition caused by excessive exposure to blue light” which promts ‚patients‘ to visit an ophthalmologist.
Perplexity’s AI answer engine outlined its prevalence on April 27, 2024. However, this fake disease was invented by scientists, but Perplexity told people it was real [1]. Moreover, fake papers on Bixonimania were cited in peer-reviewed literature.

Der Begriff erinnert an Loriots Steinlaus [2] oder an das „Photo-Oculodynia-Syndrom (ICD 11: „not found“). Suchmaschinen bleiben die Antwort schuldig. Sie informieren über „Regionale Sympatholysis“ und „Botulinum-Toxin-Behandlungen“ bis zu „Beta-Blockers, Calcium Channel Blockers, Anticonvulsants, and CGRP Inhibitors“.
Immerhin wird auch „avoiding intense light“ erwähnt, ein geradezu prophetisch/prophylaktischer Schlusssatz, vorausgesetzt man nähme – vorausschauend – eine kleine Korrektur vor: „preventing intense light“ [3].

„… Perplexity ist eine Alternative zu konventionellen Suchmaschinen und bietet mit KI-Integration viel mehr Möglichkeiten und oft bessere Antworten“ (Perplexity.ai – Die beste KI-Suchmaschine [4]).
Na dann …

perplexity: “state of being confused or bewildered“
(Merriam Webster Cambridge Dictionary)

Perplexität: ratloses und verwirrtes Verhalten, Konfusion,
Widersprüchlichkeit (Jurisprudenz)

Epilog:
Autokorrektur-Hoppala (?);  vielleicht war etwa „Komplexität“ gemeint.

 

Literatur:

1. Stokel-Walker C (2026): Scientists invented a fake disease. AI told people it was real.
Nature News Feature, 7. April 2026

2. Dailymotion (2015): Loriots Steinlaus
https://www.dailymotion.com/video/x2mc4e7

3. Heilig P (2023): LICHTEMPFINDLICHKEIT – Photophobie
https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=42279

4. Meixner T, Ruof J (2024): Perplexity.ai – Die beste KI-Suchmaschine.
https://digitaleprofis.de/kuenstliche-intelligenz/ki-tools/perplexity-mehr-als-eine-ki-suchmaschine/

 

Gender: beyond
Interest: no conflict
AI/KI- free wording (exc. citations)

_________________________

Interessenkonflikt:
Der Autor erklärt, dass bei der Erstellung
des Beitrags kein Interessen –
konflikt im Sinne der Empfehlung des
International Committee of Medical
Journal Editors bestand.

Gastautor:
Korrespondenzadresse:
Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig
Augenheilkunde und Optometrie
peter.heilig@meduniwien.ac.at
_________________________

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Upcoming Webinars for scientific writing and publishing from Springer Nature

 

 

Springer Nature is offering online seminars in May and
June covering topics related to scientific writing
and publishing.

Participation is free.

Dates and registration links can be found on the
following webpage:

https://www.springernature.com/gp/open-science/oa-agreements#c27846888

Online-Schulung Datenbanken Psychologie am 6. 5. 2026, 10-11 Uhr.

Registrierungslink:
https://events.teams.microsoft.com/event/699a2c8f-bc70-4509-9fb0-68e9a57784b0@8ac76c91-e7f1-41ff-a89c-3553b2da2c17

Am 6. Mai 2026 findet von 10 bis 11 Uhr ein Webinar der Firma OVID statt, dass  sich mit den Datenbanken APA PsycInfo, APA PsycArticles sowie PSYNDEX beschäftigt:

    • Welche Stärken zeichnen die einzelnen Datenbanken aus?
    • Für welche Fragestellungen lohnt sich welche Ressource – und warum?
    • Wie ergänzen sich internationale und deutschsprachige Inhalte im Arbeitsalltag?

Anhand ausgewählter Beispiele wird gezeigt, wie sich die drei Datenbanken über Ovid kombinieren lassen und welchen Mehrwert dies für Recherche, Entscheidungsfindung und Qualität der Ergebnisse bietet.

Die Veranstaltung richtet sich an:

    • Forschende, wissenschaftliche Mitarbeitende und Lehrende
    • Bibliothekar:innen, Fachreferent:innen und Informationsspezialist:innen
    • Psycholog:innen und klinisch tätige Fachpersonen in Forschung und Praxis
    • Mitarbeitende in medizinischen, behördlichen oder forensischen Kontexten

Mag. Karin Cepicka erhält Ehrennadel der MedUni Wien

Die Leiterin der Universitätsbibliothek der MedUni Wien, Mag. Karin Cepicka, bekam von Rektor Markus Müller die Ehrennadel der MedUni Wien für besondere Verdienste um die Medizinische Universität Wien verliehen.

Cepicka leitete die Bibliothek nach dem plötzlichen Tod ihres Vorgängers, Mag. Bruno Bauer, seit Dezember 2020. Mit 30. April 2026 tritt sie den wohlverdienten Ruhestand an.

Neben der Bewältigung der Covid-19 Krise fiel etwa auch der Aufbau der Plagiatsprüfungsstelle an der Bibliothek in die Zeit ihrer Leitung. Mit Karin Cepicka an der Spitze stellte sich die Bibliothek der MedUni Wien zahlreichen Herausforderungen einer sich stets wandelnden Hochschul- und Bibliothekslandschaft und konnte, dank ihrer umsichtigen und vorausschauenden Leitung, das Ziel, die größte und innovativste medizinische Fachbibliothek Österreichs zu sein, hervorragend erfüllen.

Wir wünschen Karin Cepicka alles Gute für ihren nächsten Lebensabschnitt und bedanken uns für ihre langjährige, herausragende Arbeit als Kollegin und Leiterin!

Testzugang: TRIP Database Pro Version 21.4.-4.6.2026

*English version below*

Bis zum 4. Juni 2026 steht allen Angehörigen der MedUni Wien ein kostenloser Testzugang zur Pro Version der TRIP Database zur Verfügung. Der Zugriff funktioniert über die gewohnte URL; Layout und Funktionalitäten sind für die Dauer des Testzugangs angepasst. Es ist keine gesonderte Registrierung erforderlich.

TRIP enthält medizinische Fachliteratur, Patient:inneninformationen, Bilder und Videos mit dem Fokus auf evidenz-basierter Medizin.
Die Treffer können nach dem Typ der Evidenz gemäß der Evidenzpyramide gefiltert werden, was eine schnelle Auswahl klinisch relevanter Literatur ermöglicht.

Folgende Zusatzfunktionen bietet die Pro Version gegenüber der Free Version:

Folgende Youtube-Videos bieten eine gute Einstiegshilfe in die Suche mithilfe der TRIP Database.

Personen, die einen kostenlosen Account in TRIP anlegen, erhalten obendrein per E-Mail Literaturempfehlungen zu ihren Interessensgebieten.

MedUni Vienna offers a free trial of the Pro Version of the TRIP Database to its staff and students until 4th June 2026. Access to this version works via the default URL, the page’s layout and functionalities have been adapted for the duration of the trial period. It is not necessary to set up a TRIP account in order to access the Pro Version.

TRIP contains medical literature, patient information, images and videos with a focus on evidence-based medicine.
The results may be filtered by their level of evidence according to the evidence pyramid, which helps in identifying relevant literature more quickly.

The Pro version offers the following additional features compared to the Free version:

The following Youtube-Videos provide some general information on how to search on TRIP.

Persons that register for a free TRIP account are being updated via e-mail with literature recommendations matching their fields of interest.

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [367]: Gottlieb, Leopold – Balneologe, Radiumtherapeut, ärztlicher Leiter der Radium-Kuranstalt in St. Joachimsthal, Oberbezirksarzt im Statthalterei-Department Böhmen

Gottlieb, Leopold – Balneologe, Radiumtherapeut, ärztlicher Leiter der Radium-Kuranstalt in St. Joachimsthal, Oberbezirksarzt im Statthalterei-Department Böhmen

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 14.04,2026

Keywords: Balneologe, Radiumtherapeut, Radium-Kuranstalt, Oberbezirksarzt, Medizingeschichte, Böhmen, St. Joachimsthal, Wien

Leopold Gottlieb wurde am 17. März 1852 in Kardas Recic in Böhmen (heute: Kardašova Řečice/Tschechien) als Sohn des Strohhändlers Gabriel Gottlieb (1809-1896) und Johanna (1812-1870), geborene Straus, geboren. Er war mit Caroline Fürth (1858-1932) verheiratet; aus dieser Ehe ging der Sohn Erich Gottlieb-Fürth hervor.

Nach dem Schulabschluss in Neuhaus (heute: Jindřichův Hradec/Tschechien) studierte er Medizin an der Universität Wien, wo er am 14. Juni 1878 promovierte. Anschließend war er bis 1886 als Arzt in Kardas Recic tätig. Im Jahr 1889 wurde er zum Bezirksarzt in Joachimsthal (heute: Jáchymov/Tschechien) ernannt. 1892 folgte seine Ernennung zum Sanitätsassistenten für den Sanitätsbezirk Joachimsthal,[1] 1894 zum landesfürstlichen Bezirksarzt[2] und 1910 schließlich zum Oberbezirksarzt.[3] 1895 hatte Gottlieb vom Minister des Inneren eine besondere Anerkennung für seine Verdienste bei der Abwehr der Cholera in Böhmen erhalten.[4] 1908 wurde ihm der Titel eines kaiserlichen Rates verliehen.[5]

Radium-Kuranstalt Joachimsthal

In Joachimsthal befasste sich Gottlieb mit der Erforschung und den Möglichkeiten der medizinischen Nutzung des Radiums, das 1898 von der Physikerin Marie Curie (1867-1934) gemeinsam mit Pierre Curie (1859-1906) im Joachimsthaler Uranerz entdeckten worden war und wofür beide 1903 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden. Zunächst richtete er in einer Bäckerei eine provisorische Badeeinrichtung ein, in der er durch die Auslaugung von Abfallrückständen aus der Uranfabrik in Jáchymov Radium und Polonium gewonnen werden konnten. Die darauf gerichtete Aufmerksamkeit sowie die Messung der Radioaktivität erfolgten in Zusammenarbeit mit seinem Partner Josef Step (1863-1926), Oberbergrat und Leiter der Bergbau- und Hüttenverwaltung in Jáchymov.

Moderne illustrierte Zeitung für Reisen und Sport, Nr. 7, 1912, S. 17.

1906 erhielt Gottlieb vom Ackerbauministerium die Genehmigung zur Entnahme radioaktiven Grubenwassers aus dem Danielli-Stollen der Elias-Grube des Uranbergwerkes in Joachimsthal zur therapeutischen Nutzung in Radiumbädern.[6] 1907 berichtete er in der Zeitschrift „Illustriertes Bade-Blatt“ über „Die Wirkung und Anwendung der Joachimsthaler radioaktiven Grubenwässer“.[7]

1908 wurde die Radiumquelle provisorisch in Betrieb genommen, zugleich begann die Planung einer Badeanstalt für die dort angebotene Radiumtherapie sowie eines Kurhotels in Joachimsthal,[8] die 1910/11 fertiggestellt wurden. Ebenfalls 1910 veröffentlichte er die Studie „Die Joachimsthaler radioaktiven Wässer in der Therapie“.

Moderne illustrierte Zeitung für Reisen und Sport, Nr. 7, 1912, S. 29.

Die internationalen Kurgäste wie der britische König Edward VII (1841-1910) und der Schriftsteller Karl May (1842-1912) belegen die internationale Attraktivität des Kurortes.

Seit 1912 lebte er in Prag.

Leopold Gottlieb verstarb am 21. Juni 1916 in Aussig an der Elbe (heute: Ústí nad Labem/Tschechien).

Quellen:

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0096, Gottlieb Leopold (Nationalien Datum: 1874/75).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 177-109a, Gottlieb Leopold (Rigorosum Datum: 1875).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 186-793, Gottlieb Leopold (Promotion Datum: 14.6.1878).

Literatur:

Gottlieb, Leopold: Die Joachimsthaler radioaktiven Wässer in der Therapie. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: Verlag von Moritz Perles, k. und k. Hofbuchhandlung 1910.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Prager Abendblatt, 26.8.1892, S. 3.

[2] Prager Abendblatt, 12.8.1894, S. 5.

[3] Teplitz-Schönauer Anzeiger, 21.12.1910, S. 13.

[4] Prager Tagblatt, 6.5.1895, S. 4.

[5] Deutsch-Englischer-Reise Courier, Nr. 2, 1908, S. 9.

[6] Neue Freie Presse, 8.4.1907, S. 8.

[7] Illustriertes Bade-Blatt

[8] Prager Tagblatt, 15.9.1908, S. 4.

Normdaten (Person):  : BBL; GND:

VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien
BBL:  49274 (14.04.2026)
URL: https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=49274

Letzte Aktualisierung: 2026.04.14

Logo Margrit Hartl