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„1. Weltkrieg & Medizin“ [57]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.11 – Ärztinnen und Ärzte

Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Folge 8.11 – Ärztinnen und Ärzte

Die Ärzte im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)

T – Z

TAUSIK, Vladimir

Er wurde 1885 in Leitomyschl/Litomyšl  https://de.wikipedia.org/wiki/Litomy%C5%A1l geboren.

Nach einem Studium an der medizinischen Fakultät der böhmischen Universität in Prag promovierte er am 5. November 1910 ebenda.

Im Juli 1917 arbeitete er als Chirurg im Allgemeinen Krankenhaus in Wien und wurde im August desselben Jahres in die 6. Abteilung/Sektion des Kriegsspitals/Reservespitals Nr. 2 nach Pardubitz versetzt.

Aufgrund eines von ihm am 1. September 1917 an das Kriegsministerium in Wien gerichteten Versetzungsgesuchs wurde er am 25. September 1917 der Quartiermeisterabteilung der 4. Armee in Lublin als „Truppenarzt“ zugeteilt.

THEIN, Leo

Geboren 1871 fand er nach absolviertem Medizinstudium in Wien, das er am 27. Juni 1898 mit der Promotion abschloss, eine Anstellung als Fabriksarzt bei der Mineralöl-Raffinerie David Fanto & Co in Pardubitz.

Er wurde dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz ab Anfang 1917 zugeteilt und arbeitete in der 2. Abteilung/Sektion. Er verblieb hier bis zum Ende des Krieges.

  1. Dezember 1909 Großes Eisenbahnunglück in Pardubitz – Bergungsarbeiten

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19091227&seite=2&zoom=33&query=%22dr%2Bthein%22&provider=P03&ref=anno-search

Lesen sie zu David FANTO:

  1. Mai 1920 Großindustrieller David Fanto gestorben

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwg&datum=19200528&query=%22david+fanto%22&ref=anno-search&seite=4

TRYB, Antonin

Er wurde am 7. März 1884 in Karlshof bei Pürglitz in Böhmen geboren https://de.wikipedia.org/wiki/Karlova_Ves_(Tschechien).

Tryb studierte an der böhmischen Universität in Prag Medizin, wo er am 10. Februar 1909 promovierte. Vor dem Krieg im Jahr 1913 im Allgemeinen Krankenhaus in Prag tätig, spezialisierte er sich in den Fächern Dermatologie und Syphilis.

Bei Kriegsbeginn war er vom 25. Juli 1914 bis 15. September 1914 als Bataillonschefarzt des Landwehrinfanterieregiments (LIR) Nr. 9 in Leitmeritz zugeteilt. Aufgrund einer schweren Erkrankung bald darauf aus dem aktiven Militärdienst als Regimentsarzt der Reserve entlassen wurde er 1916 dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 als Kommandant der 2. Abteilung/Sektion als Spezialarzt für Dermatologie und Syphilis zugeteilt. 1917 zum Privatdozenten an der böhmischen Universität in Prag ernannt, verblieb er bis Kriegsende in Pardubitz. 

  1. März 1917 Neue Privatdozenten

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=rpt&datum=19170314&seite=14&zoom=33&query=%22anton%2Btryb%22&provider=P02&ref=anno-search

1918 Anzeige zum Artikel: Über die Frage der modernen Syphilisbehandlung auf Grund klinischer Erfahrungen der letzten Jahre

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=klr&datum=19180004&query=((text:%22anton+tryb%22))&ref=anno-search&seite=117

  1. Februar 1924 in Brünn

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=19240003&query=((text:%22anton+tryb%22))&ref=anno-search&seite=113

  1. September 1926 Stribrnys Offensive gegen Klofac beginnt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pit&datum=19260910&query=%22prof+tryb%22&ref=anno-search&seite=3

  1. September 1926 Das ärztliche Zeugnis gegen den früheren Minister Stribrny

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=19260910&query=%22dr+tryb%22&ref=anno-search&seite=4

12 Dezember 1930 Antonin Tryb erzählt von seinen Reisen und seinem Werk

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=raw&datum=19301212&query=%22tryb%22&ref=anno-search&seite=71

  1. Dezember 1932 Anton Tryb: Kinderlose Ehen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=raw&datum=19321202&query=%22anton+tryb%22&ref=anno-search&seite=49

  1. April 1934 Anton Tryb: Ethik in der Medizin

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=raw&datum=19340413&query=%22prof+tryb%22&ref=anno-search&seite=46

TUMPACH, Johann

Er wurde 1863 geboren und war heimatzuständig in Wasser-Aujezd/Bezirk Mies/ Stříbro https://de.wikipedia.org/wiki/St%C5%99%C3%ADbro.

Vor dem Kriege war er Krankenkassenarzt in Stein-Schönau in Nordböhmen https://de.wikipedia.org/wiki/Kamenick%C3%BD_%C5%A0enov.

Er meldete sich nach Kriegsbeginn freiwillig zum Dienst im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 und arbeitete hier von 8. Juli 1915 bis August 1916.

  1. Juni 1892 Militärpersonalnachrichten

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=18920602&seite=2&zoom=33&query=%22johann%2Btumpach%22&provider=P02&ref=anno-search

VITEK, Franz

Geboren im Jahr 1890 und heimatberechtigt in Chrudim https://de.wikipedia.org/wiki/Chrudim, absolvierte er sein Medizinstudium an der böhmischen Universität in Prag.

Im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz war er vom 20. März 1916 bis zur Übernahme des Spitals in die Heeresverwaltung im August 1916 tätig.

VOJAČEK, Karl

Er wurde 1874 in Pardubitz geboren und bekam nach Beendigung seines Studiums die Stelle eines Bahnarztes ebenda.

Bei Kriegsbeginn im Range eines Regimentsarztes kurz „im Felde“ gewesen, zog er sich bei einem Sturz vom Pferd schwere Verletzungen zu, worauf er – „nur für den Dienst im Hinterland geeignet“ – in seine Heimatstadt zurückkehrte und hier wieder als Bahnarzt und im Reservespital in Pardubitz arbeitete.

Kurz vor Kriegsende 1918 – aufgrund großen Ärztemangels – wurde er schließlich dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zugeteilt.

  1. August 1910 Zwischenfall in einem Eisenbahnzug

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=lvb&datum=19100830&seite=6&zoom=33&query=%22dr%2Bvojacek%22&provider=P03&ref=anno-search

WACHSMANN, Karl

Er wurde 1887 in Prag als Sohn eines Zahnarztes (Dr. Alois Wachsmann) geboren, studierte hier an der böhmischen Universität Medizin und promovierte am 5. Dezember 1911.

Er spezialisierte sich auf das Fach Zahnheilkunde (Stomatologie) und bekam eine Zahnarztstelle in der „Graf Strakaschen Akademie“ [Eröffnung 1897] http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wsz&datum=18970322&query=%22straka+akademie%22&ref=anno-search&seite=5 [Heute: Sitz der tschechischen Regierung in Prag].

Während des Krieges war er vom 2. Dezember 1914 bis zum Kriegende 1918 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz in den Abteilungen/Sektionen 3 und 4 tätig.

  1. Juli 1911 Hauskauf in Prag

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19110701&query=%22karl+wachsmann%22&ref=anno-search&seite=5

  1. Juli 1924 Ernennung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19240723&seite=5&zoom=33&query=%22karl%2Bwachsmann%22&provider=P03&ref=anno-search

WATZKE, Herbert

Geboren 1888, spezialisierte er sich nach seinem Medizinstudium im Fach Innere Medizin.

Im ersten Weltkrieg nahm er aktiv im Range eines „Assistenzarztes der Reserve“ teil, war vom 26. Jänner 1915 bis 21. Februar 1916 „im Felde“ und danach im Kriegsspital/Reservespital Nr.2 in Pardubitz bis Ende August 1916. Im September 1916 wurde er dann zu einem Einsatz nach „Konstantinopel“/Istanbul/Türkei eingesetzt.

  1. September 1917 Kriegsauszeichnung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19170922&query=%22herbert+watzke%22&ref=anno-search&seite=3

WECHSLER, Leo (Littmann)

Geboren 1870 in Nowosielitza https://de.wikipedia.org/wiki/Nowosselyzja.

Vor dem Krieg bekleidete er die Stelle des Gemeinde- und Bahnarztes in Nowosielitza.

Er arbeitete im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz vom 15. September 1915 bis Kriegsende in der 2. Abteilung/Sektion.

  1. November 1909 Ein Eisenbahnzusammenstoß am Hauptbahnhofe

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=czt&datum=19091126&query=%22dr+wechsler%22&ref=anno-search&seite=2

  1. November 1909 Zugszusammenstoß

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bup&datum=19091128&query=%22dr+wechsler%22&ref=anno-search&seite=5

  1. Juni 1910 Choleraabwehr

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bup&datum=19100628&query=%22dr+l+wechsler%22&ref=anno-search&seite=2

  1. September 1910 Inspektion der Cholera-Revisionsanstalt in Nowosielitza

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=czt&datum=19100922&query=%22dr+wechsler%22&ref=anno-search&seite=4

  1. September 1911 Falsche Meldung über Cholerafälle in österr.-Nowosielitza

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=czt&datum=19110905&query=%22dr+wechsler%22&ref=anno-search&seite=4

  1. Juli 1914 Tödlicher Unfall

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=cer&datum=19140712&seite=6&zoom=33&query=%22dr%2Bwechsler%22&provider=P02&ref=anno-search

WEINER, Richard

Geboren 1874 spezialisierte er sich nach seinem Medizinstudium in den Fächern Augenheilkunde und Hautkrankheiten.

Bis 1906/07 ordinierte er als Distriktsarzt im westböhmischen Wscherau https://de.wikipedia.org/wiki/V%C5%A1eruby_u_Plzn%C4%9B

1907/08 ließ er sich dann als „Spezialarzt für Augen- und Hautkrankheiten“ in Trautenau  https://de.wikipedia.org/wiki/Trutnov nieder.

Nach Kriegsbeginn war er vom 11. August 1914 bis 20. September 1914 „im Felde am russischen Kriegsschauplatze“.

Bis 15. Februar 1916 war er dann Chefarzt einer Rekonvaleszentenabteilung in Kaaden https://de.wikipedia.org/wiki/Kada%C5%88.

Als er dann von Kaaden wieder nach Trautenau versetzt wurde, stellte man bei ihm die „Zuckerkrankheit“ fest. In Trautenau übernahm er das Kommando des Chefarztes im Train-Bataillon Nr. 9. Hier blieb er bis zum 20 November 1917.

An diesem Tag wurde er dann nach Pardubitz ins Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in die 1. Abteilung/Sektion versetzt, da es in dem Spital seit längerem schon keinen Augenarzt mehr gab. 

  1. Oktober 1903 Danksagung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pit&datum=19031008&seite=7&zoom=33&query=%22richard%2Bweiner%22&provider=P03&ref=anno-search

Tod des Vaters

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19160531&seite=5&zoom=33&query=%22richard%2Bweiner%22&provider=P02&ref=anno-search

ZAHRADNICKÝ, Franz (František)

Er wurde am 21. September 1867 in Prag geboren. Er studierte Medizin an der böhmischen Universität in Prag, wo er am 21. Juli 1892 auch promovierte.

Er spezialisierte sich in der Folge für das Fach Chirurgie und war Schüler von Professor Karel Maydl (Leiter der chirurgischen Abteilung des Prager Allgemeinen Krankenhauses) und von Professor Jaroslav Hlava (pathologisch-anatomisches und bakteriologisches Institut in Prag).

1907 erhielt er bereits die Stelle eines Primararztes am Allgemeinen Krankenhaus in Deutsch Brod im Fach Chirurgie https://de.wikipedia.org/wiki/Havl%C3%AD%C4%8Dk%C5%AFv_Brod.

Kurz nach Kriegsbeginn übernahm er die Stelle eines chirurgischen Primararztes im Verwundetenspital in Mährisch Weisskirchen    https://de.wikipedia.org/wiki/Hranice_na_Morav%C4%9B.

Seit 5. Oktober 1915 leitete er die chirurgisch-orthopädische Abteilung im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz. Nach Übernahme des Spitals in die Militärverwaltung in der zweiten Hälfte des Jahres 1916 kehrte er wieder an das Allgemeine Krankenhaus nach Deutsch Brod zurück.

Er starb am 28. Juni 1930 in Podiebrad https://de.wikipedia.org/wiki/Pod%C4%9Bbrady

Zu seiner Tätigkeit am Allgemeinen Krankenhaus in Prag 1894-95:

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=klr&datum=18970004&query=((text:%22dr+zahradnicky%22))&ref=anno-search&seite=287

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=klr&datum=18970004&query=((text:%22dr+zahradnicky%22))&ref=anno-search&seite=308

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=klr&datum=18970004&query=((text:%22dr+zahradnicky%22))&ref=anno-search&seite=329

1898 Zeitschriftenartikel „Incarceration des Coecum und retrograde Incarceration des Processus vermiformis in einer linksseitigen Scrotalhernie“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=klr&datum=18980004&query=((text:%22dr+zahradnicky%22))&ref=anno-search&seite=673

1902 Zeitschriftenartikel „Über medullare Anästhesie“  http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=19020003&query=((text:%22dr+zahradnicky%22))&ref=anno-search&seite=1039

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=19020003&query=((text:%22dr+zahradnicky%22))&ref=anno-search&seite=1069

Sitzung vom 25. November 1901 im Verein böhmischer Ärzte in Prag

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=klr&datum=1902&page=311&size=45&qid=AFNV78FNS2A7J43XUMXJEVD5ATNWC9

Bericht in der Sitzung vom 16. Februar 1903 im Verein böhmischer Ärzte in Prag

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=klr&datum=19030004&query=((text:%22franz+zahradnicky%22))&ref=anno-search&seite=821

1906 Zeitschriftenartikel  „Über traumatische Hernien“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=klr&datum=19060004&query=((text:zahradnicky))&ref=anno-search&seite=81

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=klr&datum=19060004&query=((text:zahradnicky))&ref=anno-search&seite=104

  1. Juni 1907 Vollversammlung der Ärztekammer

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19070612&query=%22dr+zahradnicky%22&ref=anno-search&seite=5

  1. Februar 1911 Aus der Ärztekammer für Böhmen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwg&datum=19110217&query=%22dr+zahradnicky%22&ref=anno-search&seite=14

1913 Zeitschriftenartikel „Über die Behandlung des postoperativen, durch Adhäsionen bedingten Ileus“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1913&page=1013&size=45&qid=RZVEAhttp://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1913&page=1049&size=45&qid=5BD0SLBDD3CMP9N4WOD83OTG0VVDYQIRU8BXA2CMNRYCZV2QTIKN7NJ

  1. November 1914 Chirurg im Verwundetenspital in Mährisch Weisskirchen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=muh&datum=19141123&query=%22zahradnicky%22&ref=anno-search&seite=4

23 August 1917 Titel Medizinalrat verliehen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=fdb&datum=19170823&seite=5&zoom=33&query=%22franz%2Bzahradnicky%22&provider=P02&ref=anno-search

1919:  „Operative Anästhesie“ – Bericht über 30jährige Erfahrungen des Deutschbroder Krankenhauses

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=19190003&query=((text:zahradnicky))&ref=anno-search&seite=683

  1. Juni 1929 Ernennungen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=php&datum=19290622&query=%22dr+zahradnicky%22&ref=anno-search&seite=12

  1. Februar 1930: Auflösung der Ärztekammer Böhmens, Ernennung einer Verwaltungskommission

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pit&datum=19300228&query=%22f+zahradnicky%22&ref=anno-search&seite=2

ZUBER, Georg

Er wurde als „Sohn eines Großgrundbesitzers“ am 10. November 1870 in Tschechowitz https://de.wikipedia.org/wiki/Czechowice-Dziedzice geboren.

Er studierte an der Universität in Krakau Medizin und promovierte hier am 9. Juli 1900. Er beschritt eine Karriere bei der k. u. k. Armee und absolvierte die militärärztliche Applikationsschule „mit gutem Erfolg.“ Vor dem Krieg diente er in verschiedenen Garnisonsspitälern wie auch in Truppenspitälern in Mähren, Ungarn, Wien und anderen.

Am 1. November 1912 in den Ruhestand versetzt, wurde er nach Kriegsausbruch wieder zur Armee einberufen. Am 1. Oktober 1917 trat er seinen Dienst im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz als Kommandant des Offiziersspitals (7. Abteilung /Sektion) an.

In einem Brief an das Kriegsministerium in Wien Anfang April 1918 schreibt er eindrucksvoll über seinen Weg nach Kriegsbeginn folgendes:

„Nach 13jähriger aktiver Dienstleistung wurde ich am 1. November 1912 wegen hochgradiger Nervosität und allgemeiner Arterienverkalkung in den bleibenden Ruhestand versetzt. Trotz dieses schweren Leidens habe ich der Not gehorchend als praktischer Zahnarzt in Wien XIII. B[ezirk] (Hietzing) meinen Lebensunterhalt gesucht und auch gefunden.

Aufgrund des Mobilisierungsbefehles bin ich am 30. Juli 1914 zur aktiven Kriegsdienstleistung eingerückt. Ich war Kommandant des k. u. k. Reservespitales in Vesprem https://de.wikipedia.org/wiki/Veszpr%C3%A9m, hierauf Divisionssanitätschef bei der neunzehnten und zwanzigsten kaiserlich ottomanischen Infanteriedivision im Felde und wurde ich im September 1917, nachdem sich infolge der Strapazen des Frontdienstes meine Leiden sehr verschlechtert hatten, als Kranker in das Hinterland abgeschoben; seit 1. Oktober 1917 befinde ich mich auf dem gegenwärtigen Dienstposten.

Ich habe mit dem Einrückungstage meine Zivilpraxis, welche meinen Lebensunterhalt bildete, aufgeben müssen und hatte ich während dieser ganzen Zeit nur einmal im Jahre 1916 Gelegenheit während eines vierwöchentlichen Urlaubes nach meiner Zivilpraxis zu sehen – es ist klar, dass sich meine in schwerem Daseinskampf  mühevoll verstorbene Klientel in dieser Zeit zum großen Theile schon anderweitig umgesehen hat.

Ich stehe gegenwärtig im achtundvierzigsten Lebensjahr, mein Leiden verschlimmert sich mit zunehmendem Alter fortschreitend mithin werde ich in absehbarer Zeit dem schweren Konkurrenzkampfe nicht mehr gewachsen sein, wenn mir nicht die Möglichkeit gegeben wird wenigstens einen Teil meiner alten Klientel zu retten – letzteres wäre möglich, wenn ich in Kurzem mit meinen alten Patienten in Berührung kommen könnte.

Ich bin verheiratet, ohne Privatvermögen, zum aktiven Dienste wegen meines Leidens nicht geeignet, mithin nach Kriegsende neuerdings auf Erwerb angewiesen. Unter dem Zwange dieser traurigen Zukunftsperspektiven und gestützt auf den Umstand, dass ich seit Kriegsbeginn ununterbrochen, stets außerhalb meines Erwerbsortes im Dienste stehe, bitte ich das K. u. K. Kriegsministerium wolle meine Einteilung auf einem Dienstposten in Wien in Erwägung ziehen.“

Seinem Ansuchen wurde im Juni 1918 stattgegeben und er wurde dem Militärkommando Wien zur Dienstleistung zugewiesen.

Nach dem Krieg hat er seine Zahnarztpraxis in Wien-Hietzing noch ein paar Jahre weiterbetrieben.

  1. Juni 1916 Einweihung eines Kriegsspitales in Ungarn

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ZUNA, Rudolf

Er wurde am 15. Oktober 1872 in Olmütz  https://de.wikipedia.org/wiki/Olm%C3%BCtz geboren und studierte Medizin an der böhmischen Universität in Prag, wo er am 5. März 1898 zum Doktor der Gesamten Heilkunde promovierte.

Er arbeitete anschließend mehrere Jahre lang im Allgemeinen Krankenhaus in Prag und eröffnete dann im Mai 1904 eine Praxis in Prag. Er spezialisierte sich auf das Fach Dermatologie.

Er war zumindest im Jahr 1918 in der 2. Abteilung/Sektion des Kriegsspitals/Reservespitals Nr. 2 als Dermatologe tätig.

  1. April 1899 Aufgefischte Leiche

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  1. Juli 1899 Erste Hilfe

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=18990705&seite=3&zoom=33&query=%22dr%2Bzuna%22&provider=P02&ref=anno-search

  1. August 1899 Exzesse

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=18990821&seite=3&zoom=33&query=%22dr%2Bzuna%22&provider=P02&ref=anno-search

Anfang Mai 1904 Ordinationseröffnung

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Text: Reinhard Mundschütz

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Gastautor Prof. Dr. Peter Heilig: Blaue Schrift im Blau–Skotom

Blaue Schrift im Blau–Skotom

Concept Ophthalmologie 9/2018

Peter Heilig

„ . .war mit blaßblauer Tinte beschriftet gewesen“.

                                                Franz Werfel: Eine blassblaue Frauenschrift

Das Zentrum humaner Foveae ist „blaublind“ – tritanop (König 1894), denn S-cones fehlen im Bereich der Foveola. Dieses gewissermaßen physiologische Blauskotom bleibt unter üblichen Bedingungen unentdeckt, es sei denn, der zentrale blinde Fleck im Band des sichtbaren kurzwelligen Spektrums lässt sich im Rahmen sinnesphysiologischer Experimente – als negatives Nachbild z.B. – visualisieren.

Dicht gepackte M- und L-Zapfen in der Foveola ermöglichen optimierte zentrale Sehschärfe; der kurzwellige Bereich ist jedoch ausgeklammert, denn .. „blaue Zapfen liefern keinen wesentlichen Beitrag zu Sehschärfe oder Formensehen“ (Brindley 1954). Gelbes Licht reduziert chromatische Aberration („blue blur“) und verbessert Visus centralis sowie Kontrastsehen.

Andererseits dominieren immer helleres, meist kurzwelliges Kunstlicht (blue enriched white light), grell-blaustichige Monitore, Tablets, ‚Smart’phones, Scheinwerfer, Tagfahrlichter etc. die Szene und verursachen Schäden, nicht nur reversible. Als Krönung setzen die Bürger von Schilda blaue Schrift überall dort ein, wo sie meinen besonders Wichtiges und Bedeutungsvolles mitzuteilen zu müssen – als blaue Schrift im Blau-Skotom.

Dunkler Hintergrund – mit heller Schrift – reduziert integrale Helligkeit, verringert Blendung und verzögert Irritationen und Augenreizungen („Office Eye Syndrome“ etc.). Die Lichtbelastung der Netzhaut sinkt deutlich – cave temporale Summation potentiell phototoxischer Effekte. „Wenn schwarzer Text auf weißem Hintergrund gelesen wird, reduziert dies nach einer Stunde die Dicke der Chorioidea um 16 μm; beim Lesen weißen Textes auf schwarzem Hintergrund hingegen nimmt die Aderhautdicke um 10 μm zu.“ (OCT- Untersuchungen junger Probanden) Nicht nur beim Menschen, auch in Tierexperimenten konnte gezeigt werden, dass dünnere Chorioidea Myopie-Entwicklung begünstigt, während dickere Aderhaut dies verhindert: „black text on white paper heavily overstimulated retinal OFF pathways.“

Chronic fatigue syndrome (CFS) wurde in Zusammenhang mit dem trockenen Auge gebracht, ohne dass eine plausible Erklärung gefunden werden konnte. Möglicherweise simuliert reduzierter praecornealer Tränenfilm das Symptom allabendlicher Müdigkeit – ‚die Augen wollen mir zufallen‘.

Bei reduzierter Sehleistung wird meist dunkler Hintergrund mit heller Schrift vorgezogen. Unsensibel und unmotiviert verwendete blaue Schrift erweist nicht nur Patienten mit Augenproblemen einen Bärendienst. Blaue Schrift ist obsolet – und:

Dunkler Hintergrund auf allen Monitoren, auch auf ‚Smart’phone-Displays wird zum Gebot der Stunde.

Lit.

Aleman AC et al (2018) Reading and Myopia: Contrast Polarity Matters. Scientific Reportsvolume 8, Article number: 10840

König A (1894). Über den menschlichen Sehpurpur und seine Bedeutung für das Sehen.

Sitzungsberichte der Preussischen Akademie der Wissenschaften, 30, 577–598.

Wald, G. (1967). Blue-blindness in the normal fovea. Journal of the Optical Society of America, 57, 1289–1303.

Williams, D. R., MacLeod, D. I. A., & Hayhoe,M.M. (1981a). Foveal tritanopia. Vision Research, 21, 1341–1356.

Chen Y et al (2015) Size of the foveal blue scotoma related to the shape of the foveal pit but not to macular pigment. Vision Res;106:81-9. .

Rieger G. Improvement of contrast sensitivity with yellow filter glasses. Can J Ophthalmol. 1992;27(3):137-8.

Heilig P (2015) Prophylaxe durch Lichthygiene. Concept Ophthalmologie 02/2015: 16-17

Heilig P (2018) Myopie und die Müller’sche Stützzelle. Concept Ophthalmologie 6/2018: 30-31

Chen CS et al (2018) Dry eye syndrome and the subsequent risk of chronic fatigue syndrome-a prospective population-based study in Taiwan. Oncotarget. 17;9(55):30694-30703.

Morgan IG et al (2018) The epidemics of myopia: Aetiology and prevention. Progress in Retinal and Eye Research 62 134-149

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„1. Weltkrieg & Medizin“ [56]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.10 – Ärztinnen und Ärzte

Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Folge 8.10 – Ärztinnen und Ärzte

Die Ärzte im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)

S + SCH + ST

SAZAVSKY, Karl

Er wurde 1886 in Brünn/Brno geboren, und studierte Medizin an der böhmischen Universität in Prag, wo er am 1. Juni 1911 promovierte.

In den folgenden Jahren bis Kriegsbeginn 1914 war er als praktischer Arzt in Brünn tätig. Ab Jänner 1917 war er dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zugeteilt.

SCHEIBER, Leo

Geboren 1888 in Baja/Ungarn https://de.wikipedia.org/wiki/Baja

Er leistete vor dem Krieg seinen Präsenzdienst im Garnisonsspital Nr. 19 in Pressburg/Bratislava/Poszony und wurde Mitte 1913 zum Infanterieregiment Nr. 23 nach Baja in seine Geburtsstadt versetzt.

Mit Kriegsbeginn 1914 wurde er dem 3. Armee-Etappenoberkommando in Galizien zugeteilt, wo er bis zu seiner Abkommandierung Ende September 1916 ins Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz verblieb. Am 5. Februar 1918 erfolgte seine Versetzung in den Ruhestand.

  1. Jänner 1915 Ordensverleihung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pel&datum=19150116&seite=8&zoom=33&query=%22leo%2Bscheiber%22&provider=P02&ref=anno-search

SCHNEK, Maximilian

Stabsarzt der Reserve Dr. Maximilian SCHNEK, geboren 1864 in Wien, war eingerückt vom 3. Mai 1916 bis 2. September 1917 und wurde dann ins Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz versetzt. Hier leitete er bis zum Kriegsende die I. Sektion. (siehe: „1. Weltkrieg & Medizin“ [36]: Das Reservespital Nr. 2 in Pardubitz / Pardubice in Böhmen 1914 – 1918 (Teil 5.3).

Nach dem Krieg war er in Wien als Arzt tätig, wo er im November 1933 verstarb.

  1. November 1933 Dr. Maximilian Schneck verstorben

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19331121&seite=4&zoom=33&query=%22maximilian%2Bschneck%22&provider=P03&ref=anno-search

SCHNEIDER, Nusin=Nathan

Geboren in Zniesienie/Lemberg 1873, arbeitete er ebenda vor dem Krieg als Internist https://de.wikipedia.org/wiki/Lwiw

Vor den Russen nach Westen geflüchtet, meldete er sich im September 1915 zum ärztlichen Dienst im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz, wo er auch noch 1917 – nach der Übernahme des Spitals in die Heeresverwaltung – verblieb.

SCHUCK, Maximilian

Geboren 1864 in Wien, nahm er am Ersten Weltkrieg teil und war „im Felde vom 3. Mai 1916 bis 2. September 1917“. Hierauf wurde er ins Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz versetzt, wo er bis Kriegsende arbeitete.

SCHWARZ, Alexander

Er wurde in Prag (Königliche Weinberge) 1869 geboren.

Nach seinem Medizinstudium nahm er die Stelle eines Distriktarztes in Wottitz (Votic, BH Selčan https://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_Sel%C4%8Dan, an, wo er bis zum Kriegsausbruch 1914 verblieb

1915 war er dem Reservespital Nr. 3 in Prag zugeteilt und wurde Anfang 1918 in das Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz versetzt, wo er in der 6. Abteilung/Sektion arbeitete.

  1. Juli 1898 Danksagung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=18980713&query=%22dr+alexander+schwarz%22&ref=anno-search&seite=15

  1. September 1915 im Reservespital Nr. 3 in Prag tätig

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19150905&seite=9&zoom=33&query=%22alexander%2Bschwarz%22&provider=P02&ref=anno-search

SCHWARZBACH, Josef

Er wurde 1882 in Haida/Nordböhmen https://de.wikipedia.org/wiki/Nov%C3%BD_Bor geboren. Nach dem Medizinstudium in Prag und einer längeren praktischen Tätigkeit am allgemeinen öffentlichen Krankenhaus in seiner Geburtsstadt wurde er im Herbst 1914 hier zum provisorischen Primararzt ernannt.

Aufgrund des immer größer werdenden Ärztemangels während des Krieges musste er schließlich im August 1917 zur Feldarmee nach Albanien einrücken. Hier wurde er einem Malariaspital (Feldspital Nr. 1012/19. Korps) zugeteilt, bei dem er bis Jänner 1918 verblieb.

Aufgrund einer schweren Erkrankung vom Militärdienst beurlaubt, wurde er zur weiteren Dienstleistung dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zugeteilt, wo er bis zum Ende des Krieges seinen Dienst versah.

Nach Ende des Weltkrieges ließ er sich in Salzburg nieder (seine Frau war gebürtige Salzburgerin) und kaufte 1929 das sogenannte „Schlössel am Stein“ (heute Diakonie-Zentrum https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Diakonie-Zentrum_Salzburg  in Salzburg-Stadt, wo er ein Sanatorium einrichtete.   

  1. Oktober 1914 geheiratet

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tpt&datum=19141003&seite=5&zoom=33&query=%22josef%2Bschwarzbach%22&provider=P02&ref=anno-search

  1. November 1914 zum provisorischen Primararzt in Haida ernannt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=19141119&seite=4&zoom=33&query=%22josef%2Bschwarzbach%22&provider=P02&ref=anno-search

  1. Februar 1916 Primararzt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19160217&seite=4&zoom=33&query=%22josef%2Bschwarzbach%22&provider=P02&ref=anno-search

  1. August 1916 Ehrenzeichen verliehen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=19160811&seite=2&zoom=33&query=%22josef%2Bschwarzbach%22&provider=P01&ref=anno-search

  1. November 1931 Ein neues Sanatorium in Salzburg

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19311130&query=%22josef+schwarzbach%22&ref=anno-search&seite=8

  1. September 1932 Das Sanatorium Dr. Schwarzbach

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19320919&query=%22josef+schwarzbach%22&ref=anno-search&seite=5

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19320919&query=%22josef+schwarzbach%22&ref=anno-search&seite=6

  1. September 1934 Danksagung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19340929&query=%22josef+schwarzbach%22&ref=anno-search&seite=10

  1. Jänner 1935 Insolvenzen – Ausgleich

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19350108&query=%22josef+schwarzbach%22&ref=anno-search&seite=11

  1. April 1935 Aus dem Gerichtssaale – freigesprochen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19350402&query=%22josef+schwarzbach%22&ref=anno-search&seite=5

  1. Mai 1936 Das Sanatorium Schwarzbach

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19360520&query=%22josef+schwarzbach%22&ref=anno-search&seite=6

SEDIVEC (ŠEDIVEC), Johann

Er wurde 1877 in Senftenberg in Böhmen https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%BDamberk  geboren.

Nach Kriegsbeginn im Range eines Stabsarztes der Reserve zur Armee eingezogen, wurde er vom 11. Oktober 1914 bis 15. September 1915 am nördlichen Kriegsschauplatz eingesetzt (als Kommandant des Feldspitals 8/15).

Er erkrankte im Mai 1915 an „chronischer Blinddarmentzündung“, wurde daraufhin als „felddienstuntauglich“ ins „Hinterland“ geschickt und schließlich mit Dezember 1916 in den Ruhestand versetzt. Auf sein Ersuchen hin wurde er Mitte 1917 „auf Mobilitätsdauer aktiviert“ und zum Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz versetzt, wo er bis zum Kriegsende die Leitung der 5. Abteilung/Sektion übernahm.

SEDLAK, Emanuel

Geboren am 25. Dezember 1873 in Lub, Bezirk Klattau in Böhmen https://de.wikipedia.org/wiki/Klatovy, wurde er am 22. Mai 1894 als „einjährig freiwilliger Mediziner auf Staatskosten“ zur k. u. k. Armee gemustert und studierte während der Ableistung seines Militärdienstes an der böhmischen Universität in Prag Medizin. Hier wurde er am 13. Mai 1899 zum Doktor der gesamten Heilkunde promoviert.

Weitere Ausbildung nach dem Studium:

An den Prager Universitätskliniken:

– ½ Jahr Ohrenheilkunde bei Professor Emilian Kaufmann (5.1.1852-7.7.1912)

– ½ Jahr Hautkrankheiten bei Professor Viktor Janovsky (1847-1925)

– 16 Monate Chirurgie bei Professor Karel Meydl  http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_M/Maydl_Karel_1853_1903.xml

– 3 Monate Gynäkologie bei Professor Karl Pawlik  https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Karl_Pawlik

– 6 Monate Augenheilkunde bei Professor Jan Deyl (1855-1924)

Hierauf wechselte er nach Pardubitz, wo er 13 Monate als erster Sekundararzt im hiesigen allgemeinen Spital arbeitete. Nach Abschluss seiner Ausbildung ließ er sich als praktischer Arzt in Pardubitz nieder.

Tätigkeit im 1. Weltkrieg als Landsturmregimentsarzt:

Vom 27.7. 1914 bis 21. 9. 1914:

Im Feldspital Nr. 5/9 eingeteilt als Arzt für Chirurgie, mitgemachte Gefechte: Gefechte bei Magierow.

22.9.1914 bis 31.5.1916:

Beim k. u. k. 9. Korpskommando als zugeteilter Arzt beim Korps-San-Chef und Chefarzt der Korpskommandoabteilungen –

Gefechte: Vormarsch von Szaszkowka gegen San, Rückzug über Zmigrod, Krempna, Karpathen bis Ungarn.

In Ungarn, Vormarsch über Karpathen und Biecz, in Ropa Stellungskrieg am Dunajec.

Durchbruchschlacht über Tuchow, Rzeszow, Sieniawa, Bilgoroj, Lublin bis Adamow.

Weiterer Vormarsch über Lubartow, Lublin, Grubieszow gegen Cholm und Kowel, Eroberung von Luck, Stellungskrieg in Wolhynien bei Malin. Stellungskrieg nordwestlich Tarnopol an der mittleren Strypa.

Erkrankt: im Oktober 1915 im Feldspital 6/9 in Ostrzyce mit fieberhaftem Bronchialkatarrh 7 Tage. 

Er suchte Ende Juli 1917 um seine Versetzung nach Pardubitz ins Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 an (zu dieser Zeit war er tätig im Garnisonsspital Nr. 27 in Baden); mit der Begründung, dass er „…volle 35 Monate ununterbrochen bei der Armee im Felde diente und als praktischer Arzt seit 13 Jahren in Pardubitz etabliert bin.“  

Hier war er dann bis Ende des Krieges eingeteilt in der 4. Abteilung/Sektion.

  1. Juni 1917 Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens mit der Kriegsdekoration verliehen bekommen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=rpt&datum=19170626&seite=8&zoom=33&query=%22emanuel%2Bsedlak%22&provider=P02&ref=anno-search

SIKL (ŠIKL), Hermann

Er wurde 1888 in Pilsen https://de.wikipedia.org/wiki/Pilsen geboren. Er studierte an der böhmischen Universität in Prag Medizin, wo er am 11. Februar 1913 promovierte.

Nach der Promotion erhielt er an der böhmischen Universität in Prag eine Assistentenstelle im Institut für pathologische Anatomie, wo er neben weiteren Studien im Fach Bakteriologie auch die Funktion eines anatomischen Prosektors innehatte.

Im Krieg als Landsturmassistenzarzt zur Armee eingezogen wurde er dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz als Prosektor vom 6. September 1916 bis Kriegsende zugeteilt.

  1. Februar 1931 Lungenkrebs – Krankheit der Joachimsthaler Bergarbeiter

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19310218&query=%22dr+sikl%22&ref=anno-search&seite=3

  1. September 1937 Einbalsamierung Masaryks

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wst&datum=19370916&seite=6&zoom=33&query=%22dr%2Bschikl%22&provider=P03&ref=anno-search

  1. März 1938 Die Radiumkrankheit von St. Joachimsthal

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=fst&datum=19380304&query=%22dr+sikl%22&ref=anno-search&seite=3

SKACELIK, Franz

Geboren 1873. Er war vor dem Krieg Bezirksarzt in Rokitzan/Rokycany   https://de.wikipedia.org/wiki/Rokycany

Nach Kriegsbeginn meldete er sich zum Dienst im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 und wurde nach dessen Übernahme 1916 in die Heeresverwaltung weiter hier beschäftigt.

ŠLESINGER, Josef

Er war vor dem Krieg Stadtarzt in Chotieborsch/Chotěboř  https://de.wikipedia.org/wiki/Chot%C4%9Bbo%C5%99.

Während des Krieges wurde er im Range eines Landsturmoberarztes dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zugeteilt, wo er in der 4. Abteilung/Sektion arbeitete.

SMRŽ , Franz

Geboren 1888, war er heimatzuständig in Natscheradetz/Načeradec https://de.wikipedia.org/wiki/Na%C4%8Deradec.

Er wurde als Hörer an der böhmischen Universität in Prag für das Fach Medizin eingeschrieben, wo er am 7. Dezember 1914 auch promovierte. Er meldete sich bald darauf zum Dienst im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz, wo er seit 16. März 1915 angestellt war.

Nach Übernahme des Spitals in die Heeresverwaltung wurde er zur Dienstleistung „ins Feld“ nach Montenegro geschickt, wo er in einem Spital in Kolašin https://de.wikipedia.org/wiki/Kola%C5%A1in arbeitete.

ŠNAJDR, Josef

Vor dem Krieg war er als Sekundararzt im allgemeinen öffentlichen Krankenhaus in Beneschau/ Benešov https://de.wikipedia.org/wiki/Bene%C5%A1ov und später ab 1907 in Škvorec als praktischer Arzt https://en.wikipedia.org/wiki/%C5%A0kvorec tätig.

Er ist im Range eines Landsturmregimentsarztes im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz im Jahr 1918 zum Dienst eingeteilt gewesen.

STREIT, Vinzenz

Er wurde 1880 geboren in Jamnitz/Jemnice in Mähren https://de.wikipedia.org/wiki/Jemnice.

Er studierte Medizin an der böhmischen Universität in Prag und promovierte hier am 27. April 1904.

Anschließend als Sekundararzt am öffentlichen Krankenhaus in Deutsch Brod tätig, übernahm er später die Stelle eines Distriktarztes in Holitz  https://de.wikipedia.org/wiki/Holice_v_%C4%8Cech%C3%A1ch.

Nach Kriegsbeginn als Chirurg in mehreren Militärspitälern im Hinterland eingesetzt, gelang ihm schließlich nach mehreren Versuchen die Versetzung ins Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz. Hier arbeitete er bis zum Kriegsende als Chirurg in der 1. Abteilung/Sektion.

  1. November 1911 provisorischer Distriktsarzt in Holitz

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19111130&seite=3&zoom=33&query=%22vinzenz%2Bstreit%22&provider=P03&ref=anno-search

SVOBODA, Josef

Geboren 1889, war er heimatzuständig in Neubydžow 

https://de.wikipedia.org/wiki/Nov%C3%BD_Byd%C5%BEov.

Er studierte Medizin an der böhmischen Universität in Prag und war 1913 Sekundararzt im Bezirks-Hospital Königliche Weinberge/Prag.

Bei Kriegsbeginn als Sekundärarzt im Bezirkskrankenhaus in Pardubitz angestellt, meldete er sich freiwillig zum Dienst im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz, wo er seit dem 23. Februar 1915 arbeitete. Er wurde nach Übernahme des Spitals in die Heeresverwaltung in der zweiten Hälfte 1916 entlassen, da – nach Auskunft des Militärkommandos Prag – „der Betreffende ein eifriger Russophiler [Russenfreund] und Leibarzt des Fürsten Nikolai Nikolajewitsch  https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolai_Nikolajewitsch_Romanow_(1856%E2%80%931929) gewesen sein soll. Nach gepflogenen Erhebungen ist der Genannte mit Dr. MESANY (MESSANY) befreundet.“

Zu Dr. Franz Messany:

  1. November 1909 Prinz Alexander Taxis gestürzt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19091114&query=%22dr+mesany%22&ref=anno-search&seite=8

  1. Dezember 1909 Bei den Verletzten im Pardubitzer Spitale + Die Operation der Verletzten

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=19091227&query=%22dr+messany%22&ref=anno-search&seite=3

  1. Dezember 1909 Dr. Messany als Kläger (Dr. Swoboda erwähnt)

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19091230&query=%22dr+messany%22&ref=anno-search&seite=32

  1. Jänner 1910 Ein politischer Ehrenbeleidigungsprozeß

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nzg&datum=19100119&query=%22dr+messany%22&ref=anno-search&seite=2

  1. Februar 1911 Ein Bezirkskrankenhaus ohne Ärzte

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19110227&query=%22dr+mesany%22&ref=anno-search&seite=2

  1. März 1912 Ganz Europa lacht über Österreich

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19120312&query=%22dr+mesany%22&ref=anno-search&seite=5

  1. März 1912 Die Post als Sittenkommission

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=mtb&datum=19120313&query=%22dr+mesany%22&ref=anno-search&seite=6

SWIERZCHO, Anton

Geboren 1863, war er heimatzuständig in Czernowitz  https://de.wikipedia.org/wiki/Czernowitz.

Er studierte Medizin an der medizinischen Fakultät der Universität in Krakau, wo er am 16. März 1893 promovierte. In den darauffolgenden 2 Jahren spezialisierte er sich in den Fächern Augen- und Ohrenheilkunde und übernahm im Oktober 1895 eine Facharztstelle in Czernowitz. Später war er auch noch tätig im „israelitischen“ Spital in Czernowitz.

Als russische Truppen im August 1914 zum ersten Mal Czernowitz besetzten, war Schwierzcho bereits nach Westen geflohen und kam in ein Flüchtlingslager in Böhmen. Hier meldete er sich freiwillig zum Dienst im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz.

Vom 5. Oktober 1915 bis Mitte 1916 arbeitete er als Augen- und Ohrenarzt im Spital.

  1. Oktober 1895 als Arzt in Czernowitz niedergelassen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bur&datum=18951017&seite=4&zoom=33&query=%22anton%2Bswierzcho%22&provider=P02&ref=anno-search

  1. April 1910 Jüdisches Waisenhaus

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bup&datum=19100407&seite=2&zoom=33&query=%22anton%2Bswierzcho%22&provider=P03&ref=anno-search

SWIEZAWSKI, Leon

Er wurde geboren 1870 in Krakau. Studierte hier auch Medizin an der medizinischen Fakultät der Universität. Er diente 1890 im Garnisonspital Nr. 15 in Krakau und war vor dem Krieg praktischer Arzt im Gerichtsbezirk Pilzno https://de.wikipedia.org/wiki/Pilzno.

Ab dem 10. Jänner 1915 arbeitete er im Kriegsspital/Reservespital Nr. in Pardubitz. Er wurde nach Übernahme des Spitals von der Heeresverwaltung Mitte 1916 nicht mehr zur Dienstleistung herangezogen.


Text: Reinhard Mundschütz

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Dr. Werner Horvath: Mythologie, Kunst und Medizin – Pandora und die Seuchen

Mythologie, Kunst und Medizin – Pandora und die Seuchen

Pandora ist eine Figur aus der griechischen Mythologie. Auf Anweisung von Zeus wurde sie von Hephaistos aus Lehm als erste Frau geschaffen. Sie war ein Teil der Strafe für die Menschheit wegen des durch Prometheus gestohlenen Feuers. Prometheus’ Bruder Epimetheus heiratete sie gegen dessen Rat.

Zeus wies Pandora an, den Menschen eine Büchse zu schenken und ihnen mitzuteilen, dass sie unter keinen Umständen geöffnet werden dürfe. Doch sogleich nach ihrer Heirat öffnete Pandora diese Büchse. Daraufhin entwichen aus ihr alle Laster und Untugenden, Krankheiten und Seuchen. Zuvor hatte die Menschheit keine Übel, Mühen oder Krankheiten und auch den Tod nicht gekannt.

Das Bild „Die Seuchen – Pandora und Epimetheus“, Öl auf Leinwand, 70 x 100 cm von Werner Horvath, nimmt diese Thematik auf. Aus der geöffneten Büchse der Pandora entweichen die verschiedenen Krankheitserreger der großen Seuchen und zwar mikrobiologisch richtig dargestellt.

Die Reihenfolge der Seuchen auf dem Bild ist keine zufällige, sondern sie folgt deren chronologisch dokumentiertem  Auftreten über die Jahrhunderte. Den Erkrankungen der Antike wie  „Attische Seuche“ oder „Antoninische, Cyprianische und Justinianische Pest“, ist ein bestimmter Erreger nicht mit Sicherheit zuzuweisen. Aber dass es sich beim sog.  „Schwarzen Tod“, der 1346 – 1353 in der Alten Welt etwa 25 Millionen Tote forderte, um  die Pest gehandelt hat, gilt dagegen als sicher. So ist auch auf dem Bild ganz unten der Erreger der Pest dargestellt, nämlich das Bakterium Yersinia pestis.

Es folgt von unten nach oben Treponema pallidum, der Erreger der Syphilis, der um 1500 neu in Europa auftrat und seuchenartig grassierte. 30 Jahre später forderten Pockenviren in Mexiko 5 – 8 Millionen Tote und zwar vorwiegend Indianer. Pest und Pocken traten im Lauf der Jahrhunderte immer wieder auf. Um 1813 brach das Fleckfieber in Mainz aus, verursacht durch Rickettsien, die ebenso auf dem Bild dargestellt sind (ca. 30.000 Opfer). Es folgten Cholera (Erreger Vibrio cholerae, ein begeißeltes Bakterium), Poliomyelitis hervorgerufen durch Viren, und um 1900 dann Typhus in Südafrika mit ca. 58000 Betroffenen und  9000 Toten. Auch die „Spanische Grippe“, hervorgerufen durch die Virusgruppe Influenza, schlug um 1920 mit bis zu 50 Millionen Toten zu Buche. Seit 1980 ist das HIV-Virus weltweit bekannt und kostete bis 2016 bereits 36 Millionen Menschen durch „AIDS“ den Tod. Zika-Virus, Ebola und Dengue-Fieber ergänzen die Palette. Auch sie sind auf dem Gemälde zu sehen.

Auf diese Weise wird durch die stark an die mikrobiologische Realität angelehnte künstlerische Darstellung der Seuchenerreger ein großer Bogen von der griechischen Mythologie bis hin zur modernen Medizin gespannt. Auf die nicht minder interessante  Geschichte des Titanen Epimetheus, der im Hintergrund dargestellt ist, soll hier nicht näher eingegangen werden.

Weitere Gastbeiträge von Dr. Werner Horvath–>

Aktuelle Ausstellung von Dr. Werner Horvath:
Ausstellung des Österreichischen Ärztekunstvereines in der Galerie der Eingangshalle des AKH Wien
STILLLEBEN
1090, Währinger Gürtel 18-20 
 Dauer: 7. bis 30. November

Datenbank des Monats: PubMed (+ Link zu Volltexten der MedUni Wien)

PubMed + Link zu Volltexten der MedUniWien
(off-Campus–> Remote Access Login)

Inhalt:
(english)
PubMed enthält die von der U.S. National Library of Medicine® (NLM) herausgegebene Datenbank MEDLINE, die die Bereiche Medizin, Zahnmedizin, vorklinische Fächer, Gesundheitswesen, Krankenpflege, Tiermedizin u.a., aber auch Randbereiche wie Biologie, Biochemie, Psychologie oder Sportmedizin umfasst.
Für MEDLINE werden mehr als 5.200 biomedizinische Zeitschriften ausgewertet. Zusätzlich bietet PubMed den Zugang zu neuen, noch nicht vollständig bearbeiteten MEDLINE-Zitaten. Darüber hinaus werden „Links“ zu verwandten Artikeln und zu Artikeln im Volltext angeboten.
Fachgebiete: Biologie
Medizin
Pharmazie
Psychologie
Sport
Verfahrenstechnik, Biotechnologie, Lebensmitteltechnologie

PubMed
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?myncbishare=MedUniWien

Gastautor Prof. Dr. Peter Heilig: Der blinde Mann, der sehen kann. Der Zauber des Lichts.

Der blinde Mann, der sehen kann. Der Zauber des Lichts.

„Doch da war das Licht. Das Licht übte auf mich einen geradezu faszinierenden Zauber aus. Jeden Tag danke ich dem Himmel, dass er mich schon als Kind, im Alter von nicht ganz acht Jahren, blind werden ließ. Ich weiß, daß ich seit dem Tag, an dem ich blind wurde, niemals unglücklich gewesen bin.. Ich sah das Licht. Ich sah es, obwohl ich blind war. Auch die Farben – alle Farben des Prismas – bestanden weiterhin. Das Licht breitete seine Farben auf Dinge und Wesen. Sie waren alle in einer Weise farbig gegenwärtig, wie ich es niemals vor meiner Erblindung gesehen hatte. Das Licht war für mich der Grund des Lebens. Ich ließ es emporsteigen wie Wasser in einem Brunnen und ich freue mich ohne Ende.“

Lusseyran erlebt und „sieht“ – gewissermaßen – intensiver als viele seiner Freunde und Kollegen. Er erhält Auszeichnungen in der Schule, wird Professor renommierter Universitäten und ‚Mastermind‘ einer Resistance-Gruppe, nahezu unfehlbar bei der heiklen Auswahl potentieller Mitstreiter. „Die Freude kommt nicht von außen; sie ist in uns, was immer uns geschieht. Das Licht kommt nicht von außen; es ist in uns, selbst wenn wir keine Augen haben.“

Schon Shankara (~788 – 820 n Chr) meinte, dass wir die Wirklichkeit nur unvollkommen erfassen. „In mir selbst ist das unendliche ungeteilte Meer der Freude. Darüber weht der Wind der Maya und schafft die Dinge dieser Welt. Und löst sie wieder auf, den Wogen gleich.“

Unsere vermeintliche Wirklichkeit, ein komplexes Konstrukt kognitiver Prozesse, aufbauend auf höchst lückenhaften „Daten“, darf auch heute bis zu einem gewissen Grad als Illusion definiert werden. Lusseyran hatte das Glück – so empfand er es – nicht abgelenkt von trügerischen visuellen Stimuli dieses ‚innere Licht‘ als beglückende Freude zu (er)leben.   

https://faszinationmensch.com/2013/03/09/wie-wirklich-ist-die-wirklichkeit-ist-alles-nur-illusion/  (W Singer, Max Planck Inst. f. Hirnforschung)

‚Wenn die Katze aus dem Haus ist, haben die Mäuse Kirtag‘ – dies gilt offenbar auch für das ZNS – nicht nur beim Träumen, sondern auch bei fehlerhaftem bis fehlendem visuellen ‚Input‘. Ein Zuviel (Blendung, Inattentional Blindness durch Überstimulation – siehe Tagfahrlicht) oder Zuwenig (Nicht-Erkennen, Fehlinterpretationen etc.) kann grobe Störungen verursachen: Schlichtes Unscharf-Sehen, Dyschromatopsien (erworbene Farbsinnstörungen) bis Amaurose, (Pseudo-)Halluzinationen, ‚amorph‘ oder strukturiert (z.B. Festungs-Skotom der Migraine Ophtalmique), Mikropsien, Makropsien, Dysmorphopsien, Polyopsien, Telopsien/Pelopsien etc. Komplexere zentrale Sehstörungen können sich als Gesichter, karikaturhafte Fratzen und sogar als bizarre szenische Abläufe manifestieren.  (Schiefer U et al Praktische Neuroophthalmologie (2003) Kaden).

Von klinisch relevanten pathologischen Befunden abgesehen (Neuro-Ophthalmologie) können ‚Genussmittel‘, Drogen, Toxine, Medikamentenüberdosierungen und -Nebenwirkungen, aber auch Trance (Initiationsriten mit Nahrung- und Flüssigkeit-Entzug), psychische  Erkrankungen, Temporallappen-Epilepsie ((pseudo-)religiöse Erfahrungen, ‚Damaskus-Erlebnisse‘, Visionen) etc. für Anarchie und Chaos im ZNS verantwortlich gemacht werden. Die normalerweise geordneten Bottom Up-Top Down-Pozesse laufen dann aus dem Ruder. Aufklärung und beratende Gespräche haben auf diesem Gebiet besondere Bedeutung um Ängste oder Panikreaktionen Betroffener zu verhindern – und um verunsicherten Patienten mögliche Nicht-Evidence-Basierte-Maßnahmen alternativer ‚Experten‘ oder Esoterik-Scharlatane zu ersparen.

Epilog: Über Euphorie durch Licht-Halluzination wird selten berichtet, ausgenommen in den beeindruckenden Schilderungen von Nahtod-Erlebnissen. „Das Licht kam näher und näher und drehte sich und brachte Fäden aus reinem, hellen Licht hervor, die hier und da mit Gold gesprenkelt waren .. es war die eigenartigste schönste Welt, die ich je gesehen hatte. Großartig, lebendig, ekstatisch, atemberaubend.. (Eben A (2014) Blick in die Ewigkeit. Die faszinierende Nahtoderfahrung eines Neurochirurgen. Ansata.) 

Lusseyran J (1981) Das wiedergefundene Licht. Die Autobiographie eines Menschen, den seine Blindheit sehen lehrte. Klett-Cotta; Ullstein

Ramachandran VS, Blakeslee S (2002) Die blinde Frau, die sehen kann. Rätselhafte Phänomene unseres Bewußtseins. Rororo

Arcaro M J et al (2018) Psychophysical and neuroimaging responses to moving stimuli in a patient with the Riddoch phenomenon due to bilateral visual cortex lesions.  Neuropsychologia – available online May 2018 (Riddoch phenomenon: robust and reliable spared functionality of the middle temporal motion complex (MT+) bilaterally)

Gender: beyond

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Gastautor Prof. Dr. Peter Heilig: Neuromagie und Unfälle

Neuromagie und Unfälle

Allabendlich überlisten Magier auf der Bühne die kognitiven Prozesse ihres Auditoriums: Trickreich angewandte Neuromagie (‚magicology‘). Von magischen Cercles mit ihrer Mikromagie bis zur Groß-Illusion abgesehen, dürfen wir im Grunde unseren Augen nicht immer trauen. Vermeidbare Unfälle, vor Allem im Straßenverkehr, könnten die Folge sein.

Trompe l-Oeil/Trompe l’Esprit: Täuschung der Sinne/Täuschung des Sinnes (https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=25819). http://www.michaelbach.de/ot/

Visuelle, kognitive und multisensorische Illusionen, Neuronale Adaptation, Nachentladung,Blendung, Netzhaut-Wiedererholungszeit (Retinal recovery time), Nachbilder, das cerebrale ‚Wirklichkeit‘-Konstrukt, Motion Induced -, Inattentional-, Change-,Choice Blindness, ’stehende Welle der Unsichtbarkeit‘ etc, Masking, Camouflage, Tarnung, Mimikri, Signalfäschung, Somatolyse, Exogenous attentional capture, Sensory capture, Passive misdirection, Overt and covert misdirection, Time misdirection, Expectations and Assumptions, Superstimulus, habituation/dishabituation (Kandel) etc. – alles Prozesse, die bei Mann und Maus im ZNS fest verdrahtet sind und unveränderlich so bleiben werden – Liste nicht vollständig. (http://www.sleightsofmind.com/media/standingwave)

Magier, Zauberkünstler, Ballsportler via Dribbling-, Fußball-, Handball-, Basketball-Tricks etc.), Trickbetrüger und Hacker nützen die Schwächen unserer Aufmerksamkeits- und Wahrnehmung-Systeme. Sie führen uns an der Nase herum. Beratungsresistente Verkehrs-Experten gefährden ständig Leib und Leben – wider besseres Wissen.

“Gesehen” wird streng genommen gar nichts: Lichtstimuli, Signale und Muster werden nach hierarchischen Kriterien verarbeitet (processing), über den Thalamus, mit einem “Menue” aller Sinneseindrücke weitergeleitet zum Cortex und über -zig neuronale Schaltkreise als zunehmend detaillierte Informationen aufgearbeitet, verglichen (bottom up – top down via inferotemporalen Cortex, Hippocampus, Colliculus sup., praefrontalen Cortex etc.) mit Erwartungen, Erfahrungen und Vermutungen. Schließlich entsteht die scheinbar wirkliche Wahrnehmung; diese ist jedoch ein gelegentlich grob von der Realität abweichendes Konstrukt höchst komplexer und damit auch fehlanfälliger Vorgänge:

„Linienbus kollidiert mit Bahn (18.9.18). Buslenkerin starb an der Unfallstelle. Einsatzfahrzeug kollidiert mit.., Radfahrer wird von Bahn -, von Straßenbahn -, Kind wird am Schutzweg von PKW, oder LKW oder . . erfasst.“

ad ‚hierarchisch‘: Stärkere, dominierende Stimuli (Tagfahrlicht, Spotlights, Scheinwerfer..) ‚fangen‘ die Aufmerksamkeit; der ’sensory input‘ wird neuronal verstärkt. Zugleich werden die umliegenden Regionen des visuellen Raums aktiv unterdrückt. Die schwächeren, weniger auffälligen Inputs (Bild des Kindes am Schutzweg) werden im schlimmsten Fall ‚ausgelöscht‘, das heißt nicht wahrgenommen (QED).

Weder gespannte Aufmerksamkeit, noch Trainings-Effekte, auch nicht Erwartungshaltung, Habituation oder wasauchimmer es sonst noch gäbe, können die möglichen – wie oben skizziert – fatalen Folgen vermeiden. Auch ohne statistisch und wissenschaftlich (EBM) basierte Analyse leuchtet ein, dass JEDES ‚verkehrsrelevante‘ Objekt exakt gleich viel Aufmerksamkeit verdient – und dass Ablenkungen wie zum Beispiel Überstimulationen (Tagfahrlicht/LichtamTag uÄ.) laufend fatale Unfälle (Kind am Schutzweg) provozieren.

 

Epilog: Ablenkung ist out. Multitasking geht gar nicht.

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Einladung zu „VERSTRICKTES VERWIRRTES ENTWIRRTES ENTWICKELTES“

–>BÜCHERBÖRSE: Studierendenlesesaal AKH/Ebene 5C, Di. 30.10.2018 von 10.00 – 12.00 Uhr

TERMINE:

Di. 30.10.2018 von 10.00 – 12.00 und
Di. 13.11.2018 von 10.00 – 11.00 Uhr.

im Studierendenlesesaal der Universitätsbibliothek

Das Angebot umfasst alle
medizinischen Fachbereiche.

Studierendenlesesaal AKH/Ebene 5C

buecherboerse1a

Grafik–> Punkt 4, Studierendenlesesaal AKH/Ebene 5C

–>BÜCHERBÖRSE: Studierendenlesesaal AKH/Ebene 5C, Di. 16.10.2018 von 10.00 – 13.00 Uhr

TERMINE:

Di. 16.10.2018 von 10.00 – 13.00,
Di. 30.10.2018 von 10.00 – 12.00 und
Di. 13.11.2018 von 10.00 – 11.00 Uhr.

im Studierendenlesesaal der Universitätsbibliothek

Das Angebot umfasst alle
medizinischen Fachbereiche.

Studierendenlesesaal AKH/Ebene 5C

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