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„1. Weltkrieg & Medizin“ [51]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.5.2 – Ärztinnen und Ärzte

Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Folge 8.5.2 – Ärztinnen und Ärzte

 Die Ärzte im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)

 K

KOLAR, Heinrich

Geboren 1881 in Neuhaus/Böhmen https://de.wikipedia.org/wiki/Jind%C5%99ich%C5%AFv_Hradec.

Nach seinem Medizinstudium absolvierte er eine Ausbildung im Fach Interne.  

Mit Kriegsbeginn wurde er zum Kommandanten des Feldmarodenhauses (für leichtkranke und leichtverwundete Soldaten) Nr. 1/9 ernannt (vom 31. Juli 1914 bis 11. November 1914).

Am 1. Juni 1915 in den „Ruhestand versetzt“ wurde er dem Militärkommando Leitmeritz „zur Verfügung„ gestellt.

Zumindest seit Jänner 1917 war er dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zugeteilt, wo er im letzten Kriegsjahr 1918 als Kommandant des „Filialspitals“ eingeteilt war.

KORINEK, Karl

Geboren 1877

Als „Domizil“ wurde bei ihm 1918 Wien angegeben.

War im Felde von 23. Oktober 1916 bis 5. Mai 1917.

Er dürfte als „Internist“ 1917/1918 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 eingeteilt gewesen sein.

KOTESOVEC, Jaromir

Geboren am 23. April 1877 in Königseck https://de.wikipedia.org/wiki/Kun%C5%BEak als Sohn eines „Bürgerschuldirektors“.

Im Juni 1898 in die k. u. k. Armee als Einjährig-Freiwilliger eingetreten, verpflichtete er sich zu einer vierjährigen aktiven Dienstleistung.

Gleichzeitig studierte er Medizin an der „böhmischen“ Universität in Prag und promovierte hier am 1. Februar 1903 zum Doktor der gesamten Heilkunde.

Er diente ab 1. April 1903 im Garnisonspital Nr. 12 in Josefstadt  https://de.wikipedia.org/wiki/Josefov_(Jarom%C4%9B%C5%99), dann beim Infanterieregiment Nr. 36 und war ab 1. April 1904 im Garnisonspital Nr. 1 in Wien.

Hier besuchte er von Oktober 1904 bis Juli 1905 die militärärztliche Applikationsschule. http://woerterbuchnetz.de/Meyers/?sigle=Meyers&mode=Vernetzung&hitlist=&patternlist=&lemid=IM06006.

Ab 1. August 1905 war er dem Garnisonspital Nr. 13 in Theresienstadt zugeteilt, wurde dann im November 1906 zum Infanterieregiment „Freiherr v. Reinländer Nr. 24“ versetzt.

Vor Kriegsbeginn 1914 war er Distriktsarzt in Hermannstädtel/BH Chrudim,   https://de.wikipedia.org/wiki/He%C5%99man%C5%AFv_M%C4%9Bstec

Am 7. März 1915 in die Reserve versetzt.

Nach seiner Einteilung als Chirurg zum Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz absolvierte er am 17. April 1916 einen dreiwöchigen Kurs „behufs Schulung in der mechano-therapeutischen Behandlung Kriegsbeschädigter“ im Reservespital Nr. 11 in Wien. Er leitete in Pardubitz die 3. Abteilung/Sektion.

Zu ihm siehe noch:

  1. März 1909: Erzherzogin Marie Therese als Samariterin – Ein Kurs des Roten Kreuzes zur Heranbildung freiwilliger Krankenpflegerinnen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwj&datum=19090316&seite=3&zoom=33&query=%22dr%2Bkotesovec%22&provider=P03&ref=anno-search

KRASA, Karl

Oberbezirksarzt aus Chrudim https://de.wikipedia.org/wiki/Chrudim, geboren am 16. Dezember 1868 in Beneschau https://de.wikipedia.org/wiki/Bene%C5%A1ov, wurde am 27. November 1886 als einjährig freiwilliger „assentiert“ [=für tauglich zum Militärdienst erklärt] mit der Bestimmung als Mediziner auf 10 Jahre im „stehenden Heer“ https://de.wikipedia.org/wiki/Stehendes_Heer zu dienen.

Er studierte Medizin in Prag, wo er 1892 promovierte.

Er war beteiligt beim Aufbau der k. u. k. Beobachtungsstation in Kolin 1914-15  http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19150718&seite=9&zoom=33&query=%22karl%2Bkrasa%22&provider=P02&ref=anno-search.

1916 wurde er dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zugeteilt und übernahm die Leitung der 4. Abteilung/Sektion.

Siehe auch:

  1. August 1898 Von der Teplitz-Schönauer Curliste

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tsa&datum=18980831&seite=4&zoom=33&query=%22karl%2Bkrasa%22&provider=P02&ref=anno-search

  1. Juli 1915 K. u. k. Beobachtungsstation Kolin

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19150718&seite=9&zoom=33&query=%22karl%2Bkrasa%22&provider=P02&ref=anno-search

KRATOCHVIL, Franz

Geboren 1850 war er heimatzuständig nach Říčany https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%98%C3%AD%C4%8Dany.

Vor dem Krieg ordinierte er als praktischer Arzt in Elbeteinitz   https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BDnec_nad_Labem.

Im Krieg 1915 Spitals-Chefarzt in Ujpest (heute ein Bezirk von Budapest), war er seit 23. März 1916 dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zugeteilt.

Mit Übergabe des Spitals in die Heeresverwaltung im August 1916 wurde er aus „Altersgründen“ entlassen.

KRAUPA, Ernst

Geboren 1884 in Beneschau   https://de.wikipedia.org/wiki/Bene%C5%A1ov_nad_%C4%8Cernou, studierte er an der deutschen Universität in Prag Medizin, wo er am 29. Februar 1908 auch promovierte.

Anschließend war er bis zu seiner Übersiedlung im Jahr 1914 nach Teplitz-Schönau  https://de.wikipedia.org/wiki/Teplice als Assistent an der deutschen Augenklinik in Prag (bei Professor Anton Elschnig   https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Elschnig) beschäftigt.

Im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz war er als „Okulist (Augenarzt)“ zumindest seit Ende Jänner 1917 tätig bis zu seiner Versetzung in ein Kriegsspital nach Wien im Dezember 1917

Verheiratet mit KRAUPA, Marta (geborene RUNK) siehe https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?tag=kraupa-marta-geborene-runk

Siehe auch:

  1. März 1912 Dr. Wilhelm Kraupa (sein Vater) gestorben

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19120308&query=%22dr+kraupa%22&ref=anno-search&seite=19

  1. März 1912 Dr. Wilhelm Kraupa (Nachruf)

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19120312&query=%22dr+kraupa%22&ref=anno-search&seite=2

  1. April 1914 Neuer Arzt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tsa&datum=19140415&query=%22dr+kraupa%22&ref=anno-search&seite=7

  1. Jänner 1915 Die Gefahr der sogenannten ägyptischen Augenkrankheit

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tsa&datum=19150130&query=%22ernst+kraupa%22&ref=anno-search&seite=5

  1. Juni 1916 2. Wissenschaftlicher Vortragsabend der Militärärzte der Garnison Theresienstadt – Vortrag: Über Wesen, Behandlung und Verhütung des Trachoms

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=dma&datum=19170003&query=((text:%22ernst+kraupa%22))&ref=anno-search&seite=8

  1. September 1916 Der II. Kreistag des Kreises Aussig der deutschen Landeskommission für Kinderschutz und Jugendfürsorge i. B.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tsa&datum=19160916&seite=4&zoom=62&query=%22dr%2Bkraupa%22&ref=anno-search

  1. Dezember 1917 als Augenarzt in Wien niedergelassen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=19171229&query=%22ernst+kraupa%22&ref=anno-search&seite=15

  1. Juni 1931 ist er in Brünn

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19310627&query=%22ernst+kraupa%22&ref=anno-search&seite=4

KRAUS, Viktor

Geboren am 5. September 1883 war er heimatzuständig nach Říčany https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%98%C3%AD%C4%8Dany.

Spezialisiert auf die Fächer Innere Medizin und Neurologie, war er Ende 1913 im Allgemeinen Krankenhaus in Prag beschäftigt.

Vom August 1916 bis Anfang März 1918 war er im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz in der 4. Abteilung/Sektion als Neurologe beschäftigt.

Anfang März 1918 wurde er dann an die Italienfront zur 11. Armee versetzt.

In Pardubitz arbeitete er gemeinsam mit dem Neurologen Moritz Pappenheim, der zu dieser Zeit ebenfalls hier tätig war, an einer Studie über Neurosen bei türkischen Soldaten (siehe Beitrag Pappenheim, Moritz).

1942 wurde er in das KZ Theresienstadt gebracht. Seine Spur verliert sich mit einem Transport in eines der Konzentrationslager im Osten.

KREINER, Emanuel

Geboren 1853 war er heimatzuständig nach Lemberg.

Nach dem Medizinstudium war er als praktischer Arzt bis Kriegsbeginn in Lemberg tätig.

Nach seiner Flucht aus der von den Russen besetzten Stadt nach Westen fand er Arbeit im Kriegsspital/Reservespital Nr. in Pardubitz ab 1. Juli 1915.

Nach Übernahme des Spitals in die Verwaltung des österreichischen Militärs im August 1916 wurde sein Vertrag nicht mehr verlängert.

KUCERA, JAROMIR

Geboren 1868 war er heimatzuständig nach Pardubitz. 1891 bis 1895 diente er in der k. u. k. Armee im Garnisonspital Nr. 12 in Josefstadt https://de.wikipedia.org/wiki/Josefov_(Jarom%C4%9B%C5%99).

Vor dem Krieg als praktischer Arzt in Pardubitz tätig, war er seit 1. Dezember 1914 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (eingeteilt als „Stomatologe“ in der 5. Abteilung/Sektion) bis zum Kriegsende tätig.

Im „Verzeichnis der Automobil- und Motorradbesitzer in Böhmen“, das am 12. April 1914 im Prager Tagblatt erschien, wird er als Besitzer eines Autos erwähnt.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140412&seite=87&zoom=33&query=%22jaromir%2Bkucera%22&provider=P02&ref=anno-search

KUCERA, Wenzel

Geboren 1871 war er heimatzuständig nach Liban   https://de.wikipedia.org/wiki/Lib%C3%A1%C5%88.

Vor dem Krieg übernahm er hier die Stelle des Gemeindearztes und wurde auch zum Bürgermeister der Stadt gewählt.

Im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz war er seit 5. Oktober 1915 tätig bis zur Übergabe des Spitals an die Heeresverwaltung.

Text: Reinhard Mundschütz

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Gastautor Prof. Dr. Peter Heilig: Bücher

Bücher

An nescis, mi fili, quantilla prudentia mundus regatur?“ Weißt du denn nicht, mein Sohn, mit wie wenig Verstand die Welt regiert wird?“
Greve (Graf) Axel Gustafsson Oxenstierna af Södermöre

Versehentlich (?) sei die bedeutendste Bibliothek der Antike, gegründet von Alexander dem Großen, zerstört worden. Historiker schieben Caesar die Schuld in die Schuhe (Sandalen..). Kleopatra, gerade erst ihrer sagenhaften Teppichrolle (in Wahrheit einem Sack..) entstiegen, hätte gemeint – er, der Imperator Rex Totius Mundi et Gentium möge freundlicherweise die Bibliothek verschonen.
(Luciano Canfora, ital. Historiker)

Andereseits wird Amr ibn al ‚Aas unter Anderem als einer von vielen möglichen Schuldigen genannt – als kadavergehorsamer Befehlempfänger des Kalifen Omar: „Vernichte sie alle!“ –

die Bücher

Autodafés (Akte des Glaubens) sind Geschichte. Kadavergehorsam (aus der jesuitischen Nomenklatur) kam aus der Mode. Bücher verbrennen bewirkt gar nichts – außer heiße Luft mit Rauchentwicklung – gelegentlich begleitet von unfreiwilliger Komik: Pinocchio z.B. wurde ein Opfer der Flammen. Die ‚Pentacostal Church‘ (USA, Rural Western) fand das Holzpüppchen mit der Lügendetektornase “ungodly”. http://articles.latimes.com/2001/mar/28/news/mn-43678

‚Digitale Bücherverbrennungen‘ (https://www.reuters.com/article/us-usa-trumpepa-climatechange/trump-administration-tells-epa-to-cut-climate-page-fromwebsite-sources-idUSKBN15906G) – nicht einmal Klima-aktiv, bewirken weder’Schwaerzung‘ noch Datenverlust (https://www.reuters.com/article/us-usa- trumpepa-climatechange/trump-administration-tells-epa-to-cut-climate-page-fromwebsite-sources-idUSKBN15906G).

Kulturbanausen haben es heute schwer; allerdings frisst sich ein unterschätzter Verbündeter, Anobium punctatum (‚gemeiner‘ Bücherwurm) durch Kulturgut aller Art – als dekadente Metamorphose – als „vermis ignorantiae“.*

„Heu! inquit, quae ignorantiae caecitas, quae alienatio mentis, quae debilitas sensuum, quae … Haec est vermis, cujus morsu morbi data mentis sanitas contabescit …“ (http://www.thelatinlibrary.com/alanus/alanus1.html)

Übersetzung eines online Wörterbuches: „Oh! sagt, dass Ignoranz, Blindheit, geistige Entfremdung, die den Sinn lähmen, die … Dies ist ein Wurm, Tod den Gesundheitsdaten Fußball Verzweiflung geistige …“ – dem ist NICHTS hinzuzufügen. Diese literarische ElektronengehirnSpitzenleistung ließe sich als Tweet ‚absetzen‘, ein Beispiel meisterhafter moderner ‚artificial intelligent‘ Präzisierung – wie gewohnt..

Principiis obsta. Sero medicina parata, cum mala per longas convalueremoras.“ Wehre den Anfängen! Zu spät wird die Medizin bereitet, wenn die Übel durch langes Zögern erstarkt sind.“
Ovid. Remedia amoris.

*nicht ‚googeln‘. Kunstwort.

Interest: no

Gender: beyond

Weitere Beiträge: https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?s=heilig

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„Phantasie“

Erfahrenes und Erlesenes

vorgetragen und interpretiert von Katharina und Peter Heilig.

Phantasie ist nicht den Träumern und Phantasten reserviert.
Sie ist unverzichtbar  für das Gedanken-zu-Ende denken  und für umsichtig-nüchternes Erwägen aller, auch ausgefallener Möglichkeiten. Ein musikalisch begleiteter Abend, der durch Phantasien und Träume führt.

Am Donnerstag, 01. 03. 2018 um 19 Uhr

Im Otto Mauer Zentrum (Eintritt frei)

1090 Wien, Währingerstraße 2-4, Halbstock (Mezzanin) links

Mitarbeiter/in im Josephinum – Teamverstärkung gesucht!

Zur Verstärkung unseres Teams sind wir auf der Suche nach einem/einer Mitarbeiter/Mitarbeiterin im Bereich Kassa und Saalaufsicht im Ausmaß einer Teilbeschäftigung (25 Stunden pro Woche; befristet bis 31. Dezember 2018).

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Josephinum – Medizinische Sammlungen GmbH
Währinger Strasse 25
1090 Wien

Das Josephinum ist Teil der Medizinischen Universität Wien und wurde 1785 von Kaiser Joseph II. als medizinisch-chirurgische Militärakademie gegründet. Eine Besonderheit der Sammlungen sind die weltberühmten anatomischen Wachsmodelle, die Ende des 18. Jahrhunderts angefertigt wurden und vor allem der Ausbildung von Ärzten dienten. Sie zeigen den Bau des menschlichen Körpers in faszinierender Weise und beeindrucken durch die handwerkliche Kunst, mit der die anatomischen Details dargestellt werden.

„1. Weltkrieg & Medizin“ [50]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.5.1 – Ärztinnen und Ärzte

Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Folge 8.5.1 – Ärztinnen und Ärzte

 Die Ärzte im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)

 I/J – K

 JIRANEK, Franz

Geboren 1886, war er heimatzuständig in Loukonos/Bezirk Neubydžow     
https://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_Neubyd%C5%BEow.

Nach dem Studium der Medizin spezialisierte er sich auf das Fach Innere Medizin. Mit Kriegsbeginn meldete er sich zunächst zum Dienst in der Kranken- und Verwundetenstation Chrudim https://de.wikipedia.org/wiki/Chrudim, von wo er dann am 21. April 1915 in das Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz, in die 1. Abteilung/Sektion, versetzt wurde.

Nach Übernahme des Spitals in die Heeresverwaltung wurde er zum Frontdienst einberufen und Anfang November 1916 zur „Personalsammelstelle (ihnen oblag die Anweisung einzeln Reisender und kleiner Transporte, wie sie am raschesten ihre Bestimmungsstation erreichen konnten. Diese Einrichtung bestand hinter jeder Armee und war aus Geheimhaltungsgründen getroffen worden, damit nicht jedermann wisse, wo sich jede Truppeneinheit befand)“ Debrecen geschickt.

Im Jänner 1917 befand er sich bereits „im Felde.“

JIRASEK, Johann

Er wurde 1867 geboren und war heimatzuständig nach Humpoletz https://de.wikipedia.org/wiki/Humpolec.

Er studierte Medizin an der böhmischen Universität in Prag, wo er 1892 promovierte.

Nach einer Ausbildung in den Fächern Neurologie und Gynäkologie übernahm er eine Stelle als praktischer Arzt in Humpoletz.

Seit 18. März 1915 war er im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz in der 1. Abteilung/Sektion tätig.

Seine Versetzung ins Epidemiespital Bršadin https://en.wikipedia.org/wiki/Br%C5%A1adin bei Vukovar im November 1916 fand nicht statt, da er sich seit 21. Oktober 1916 mit „Lungenentzündung und Muskelrheumatismus im Krankenstand des hiesigen Spitals“ befand.

JODAS, Peter

Er war vor dem Krieg in Dobrowitz https://de.wikipedia.org/wiki/Dobrovice

Fabriks- und Krankenkassenarzt.

Im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz war er im Jahr 1918 in der 3. Abteilung/Sektion tätig.

KAPPER, Ignaz 

Geboren 1865 war er heimatzuständig in CERNIKAU       

https://de.wikipedia.org/wiki/%C4%8Cern%C3%ADkov.

Vor dem Krieg war er praktischer Arzt in Žižkov/Prag https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%BDi%C5%BEkov.

Im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz war er seit 5. Juni 1915 tätig.

Im Ärztestand des Spitals ist er 1918 nicht mehr verzeichnet.

1922 ordiniert er wieder in Prag.

KAPRALIK, Erich

1877 geboren war er heimatzuständig in Czernowitz/Bukowina.

Vor dem Krieg war er Bahnarzt (Oberarzt) der k. k. österreichischen Staatsbahnen.

Im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz war er ab 5. Oktober 1915 als Chefarzt in der internen Abteilung tätig.

Zu ihm siehe auch:

  1. Mai 1904 Heilung der Tuberkulose mit eingeatmetem Tuberculin

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwj&datum=19040526&query=%22erich+kapralik%22&ref=anno-search&seite=6

(dazu siehe: Erich Kapralik und Hermann Schrötter: Erfahrungen über die Wirkung der Einführung von Tuberkulin im Wege des  Respirations-Apparates IN: Wiener Klinische Wochenschrift 1904, Nr. 21-22) 

Biographisches:

  1. Juli 1909: Auszeichnung für den Leiter des Spitals „beim großen Tunnel in Mallnitz (Tauerbahn)“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bup&datum=19090708&seite=3&zoom=33&query=%22erich%2Bkapralik%22&provider=P03&ref=anno-search

  1. Juli 1912 Ordinationseröffnung in Czernowitz
  2. Juni 1913 Vom Zuge überfahren

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bkn&datum=19130620&query=%22doktor+kapralik%22&ref=anno-search&seite=3

  1. April 1914 Schwerer Unfall

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=cer&datum=19140418&query=%22dr+kapralik%22&ref=anno-search&seite=4

  1. Juli 1914 Danksagung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vof&datum=19140715&query=%22erich+kapralik%22&ref=anno-search&seite=4

  1. Juli 1914 Verein der Bahnärzte in der Bukowina

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=cer&datum=19140719&seite=5&zoom=33&query=%22erich%2Bkapralik%22&provider=P02&ref=anno-search

KLABER, Maximilian

In Prag 1884 geboren übernahm er 1915 die Leitung einer Abteilung in der Beobachtungsstation Kolin

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19150718&query=%22beobachtungsstation+kolin%22&ref=anno-search&seite=9

Seit Jänner 1917 war er im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz tätig.

Er verstarb Ende Juli 1922 im 38. Lebensjahr in Prag.

KLEIN, Wilhelm

Geboren 1868 war er heimatzuständig nach Zvěstov (Kreis Beneschau  https://de.wikipedia.org/wiki/Bene%C5%A1ov).

Nach seinem Medizinstudium eröffnete er eine Zahnarztpraxis in Prag.

Im Krieg war er tätig vom:

 – 1. Juli 1915 bis 14. April 1916 als leitender Arzt des k. u. k. Reservespitals Nr. 1 in KOLIN

 – seit 15. April 1916 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz – zuerst 2 Monate auf der 4. Abteilung/ Sektion (interne + neurologische Abteilung) und dann auf der 5. Abteilung/Sektion (chirurgische + interne Abteilung) bis Dezember 1917

1918 wurde er dem Militärkommando in Prag „zur Verfügung“ gestellt.

Er betätigte sich auch als „Schriftsteller“, wobei zwei im Prager Tagblatt 1914 bzw. 1915 erschienene Reportagen besonders lesenswert sind, und zwar über

Die Prager deutschen Kliniken:

Teil 1 vom 31. Mai 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140531&seite=5&zoom=33

Teil 2 vom 7. Juni 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140607&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=6

Teil 3 vom 11. Juni 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140611&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=4

Teil 4 vom 14. Juni 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140614&seite=5&zoom=31

Teil 5 vom 21. Juni 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140621&seite=6&zoom=31

Teil 6 vom 28. Juni 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140628&seite=6&zoom=31

Teil 7 vom 5. Juli 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140705&seite=6&zoom=33&query=%22w%2Bklein%22&ref=anno-search

 Ankündigung vom 19. Juli 1914 Die Prager deutschen Kliniken

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140719&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=4

Die Verwundetenfürsorge in Prag

Teil 1 vom 15. November 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19141115&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=7

Teil 2 vom 22. November 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19141122&seite=7&zoom=33

Teil 3 vom 21. März 1915

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19150321&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=8

Teil 4 vom 28. März 1915

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19150328&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=9

Teil 5 vom 11. April 1915

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19150411&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=6

Weitere interessante Artikel:

Juli 1912 Das Ende der Gifthütte

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19120721&seite=2&zoom=33&query=%22w%2Bklein%22&ref=anno-search

März 1914 Das soziale Elend der Hebammen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140329&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=4

Mai 1914 Das alte Josefstädter Krankenhaus

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140510&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=5

Mai 1914 Purkyne-Reliquien im deutschen physiologischen Institut

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140522&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=6

September 1914 Das Vereinsreservespital des Roten Kreuzes in der Marienanstalt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140916&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=4

September 1914 Verlobung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=19140929&query=%22wilhelm+klein%22&ref=anno-search&seite=4

Dezember 1914 Vermählung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=19141208&query=%22wilhelm+klein%22&ref=anno-search&seite=3

April 1915 Die „Barmherzigen Brüder“ im Dienste des Roten Kreuzes

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19150418&seite=6&zoom=33&query=%22verwundetenf%C3%BCrsorge%22&ref=anno-search

Dezember 1915 Ein neues, einfaches Verfahren zur genauen Bestimmung von Geschossen im Körper

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=gtb&datum=19151206&query=%22dr+wilhelm+klein%22&ref=anno-search&seite=4

April 1922 Von der deutschen Universität

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19220416&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=5

Text: Reinhard Mundschütz

Folge 8.5.2 – Ärztinnen und Ärzte–>05.02.2018

Alle Beiträge–> 1.Weltkrieg &Medizin

[Datenbanken]: Videos für Zahnmedizin und med. Bildgebung

[Autor/Feedback: Helmut Dollfuß]

Im Computernetz der MedUni Wien stehen jetzt 2 Plattformen des Verlages Alexander Street Press für englischsprachige medizinische Videos zur Verfügung.

Dental Education in Video

„Dental Education in Video is a video encyclopedia of dentistry and dental technique, delivering instant online access to hundreds of high-definition videos featuring world-renowned clinicians and educators. It provides hundreds of hours of demonstrations from American Dental Association-approved content partners, together with interviews and lectures, for students and faculty in dental surgery, medicine, oral hygiene, assisting, and nursing.“

Medical Imaging in Video

„Medical Imaging in Video gives students and practitioners a clear, direct way to observe highly technical imaging procedures before practicing them in a clinical setting. Available for the first time in one comprehensive online interface, this resource of training videos covers key topics in patient diagnosis and treatment.“

 

„1. Weltkrieg & Medizin“ [49]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.4.2 – Ärztinnen und Ärzte

Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Folge 8.4.2 – Ärztinnen und Ärzte  

Die Ärzte im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)

H (2.Teil)

HELLER, Anton

Geboren 1869, heimatzuständig in Prag, studierte er Medizin an der deutschen Universität in Prag, wo er 1894 promovierte.

Vor Kriegsbeginn mit eigener Zahnarztordination in Prag, war er ab 30. Juni 1915 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz tätig.

  1. Februar 1895 Anzeige Ordination Eröffnung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=18950223&query=%22dr+anton+heller%22&ref=anno-search&seite=13

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=18950219&query=%22dr+anton+heller%22&ref=anno-search&seite=6

  1. Oktober 1901 Verlobung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19011030&query=%22dr+anton+heller%22&ref=anno-search&seite=4

  1. November 1902 Geburt eines Sohnes

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19021109&query=%22dr+anton+heller%22&ref=anno-search&seite=6

Publikation „Die geschichtliche Entwicklung des Zahnersatzes“ IN: Österreichische Zeitschrift für Stomatologie 1907

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=19070310&query=%22dr+anton+heller%22&ref=anno-search&seite=42

  1. Februar 1911 tätig für Verein zur Ausspeisung mittelloser israelitischer Mädchen in Prag

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19110205&query=%22anton+heller%22&ref=anno-search&seite=7

HELLER, Erwin

Er wurde 1867 in Pilsen https://de.wikipedia.org/wiki/Pilsen geboren, und studierte Medizin an der deutschen Universität in Prag, wo er am 18. Jänner 1895 promovierte.

Er war, bevor er sich in Pilsen als praktischer Arzt am 1. Oktober 1896 niederließ, „gewesener Externarzt des k. k. allgemeinen Krankenhauses und des Kinderspitals in Prag, sowie der Universitäts-Frauen-Poliklinik in Berlin.“

Im Ersten Weltkrieg zum Militärdienst herangezogen, war er vom 11. Mai 1916 bis 1. Dezember 1916 „im Felde am russischen Kriegsschauplatz“. Im November 1916 wurde er zum Landsturmoberarzt ernannt. 

Im Jänner 1918 wurde er dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zugeteilt, wo er in der 5. Abteilung/Sektion eingesetzt wurde.

Auf sein Ansuchen hin wurde Heller bereits Ende März 1918 dem Militärkommando in Prag für eine „Einteilung in Pilsen“ zugewiesen.

Er war bis zu seinem Tod Mitglied des Bezirksvereines deutscher Ärzte in Pilsen.

Zu seiner Person:

  1. Juli 1902 Unfall

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pit&datum=19020716&query=%22erwin+heller%22&ref=anno-search&seite=3

  1. Dezember 1906 Aus dem Fenster gestürzt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pit&datum=19061221&query=%22erwin+heller%22&ref=anno-search&seite=3

  1. November 1907 Belobende Anerkennung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pit&datum=19071101&query=%22erwin+heller%22&ref=anno-search&seite=3

  1. Jänner 1910 Tod des Schwiegervaters Dr. Samuel Schwarzkopf

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pit&datum=19100107&seite=3&zoom=33&query=%22erwin%2Bheller%22&ref=anno-search

  1. Oktober 1911 Tod der Mutter

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pit&datum=19111004&query=%22erwin+heller%22&ref=anno-search&seite=2

HELLER, Robert

Geboren am 31. Oktober 1876 in Jitschin https://de.wikipedia.org/wiki/Ji%C4%8D%C3%ADn /gestorben am 11. November 1930.

In seinem Ansuchen um Anstellung im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz Ende 1916 schrieb er in seinem Lebenslauf, dass …“er am deutschen Staatsgymnasium in Prag-Altstadt 1896 die Maturitätsprüfung (=Matura) abgelegt [hat], [daraufhin] an der k. k. deutschen Karl-Ferdinands-Universität in Prag sechs Semester Medizin, hierauf nach Ablegung des ersten medizinischen Rigorosums Mathematik und Physik [studierte]. An der gleichen Universität war er durch zwei Jahre als ‚wissenschaftliche Hilfskraft‘ am Institut für theoretische Physik beschäftigt. Später ging er in die Schweiz, wo er an der Zürcher Universität zum Doktor der Philosophie und hernach zum Doktor der Medizin promoviert wurde und die Schweizer Staatsangehörigkeit annahm.

Vom Sommer 1911 bis 1. April 1916 war er als Assistent am gerichtlich-medizinischen Institut der Universität Zürich tätig, dessen selbständige Leitung er während der Erkrankung des Institutsvorstandes Professor Dr. [Heinrich] Zangger https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Zangger zwei Jahre hindurch (1913/1914) innehatte.

Auf wissenschaftlichem Gebiete hat [er] nachstehende Arbeiten veröffentlicht:

1) Beitrag zur Kenntnis der Wirkung elektrischer Ströme auf Mikroorganismen [IN: Österreichische botanische Zeitschrift 1897, Nr. 8]

2) Die Caissonkrankheit. (Eine Monographie) [= Gerichtlich medizinische Dissertation Zürich 1912]

3) Untersuchungen über die Gesammtform

4) Eine neue optische Methode zur Auffindung von Spermaspuren. [1915]

5) Grundzüge einer physiologischen Theorie der psychischen Invarianten [IN:  Pflügers Archiv für die gesamte Physiologie des Menschen und der Tiere, 1915, Heft 7/8, S. 487]

6) Die Fluoreszenz der Haemoglobinderivate und ihre Bedeutung für den forensischen Blutnachweis [IN: Vierteljahrsschrift für gerichtliche Medizin und öffentliches Sanitätswesen, Vol. 51, Heft 3, 1916, S. 219]  

7) Die Fluoreszenz der Alkaloide und ihre Anwendung bei toxikologischen Untersuchungen [IN: Internationale Zeitschrift für physikalische Chemie und Biologie, Vol. 2, 1910, S. 397]

8) Registrierung tachographischer Kurven mit Hilfe des Saitengalvanometers [IN: Pflügers Archiv, Vol. 163, 1913, S. 71-74]

9) Über die Verkennung von Kohlenoxydvergiftungen [IN: Prager medizinische Wochenschrift, Nr. 50, 1914, S.597-598]

10) Instrument zur hygienisch einwandfreien Entnahme kleinster Blutmengen aus dem Körper von Menschen und Tieren (Patentschrift)

Ausser diesen bereits publizierten Arbeiten sind nachfolgende Arbeiten experimentell vollständig abgeschlossen und gelangen in der nächsten Zeit zur Veröffentlichung:

1) Spektrographische Untersuchungen über das Hämoglobin und Hämatoporphyrin

2) Über die Grenzen des forensischen Blutnachweises

3) Das Hämatoporphyrin als Hautpigment von Tieren

4) Über die chemischen Ursachen der Lumineszenz leuchtender Organismen

5) Beziehungen zwischen Phosphoreszenz und Konstitution organischer Bestimmungen

 Der Unterzeichnete ist am 10. April 1916 aus Zürich nach Österreich übersiedelt und war bis 9. November 1916 in Prag mit der Nostrifikation seines medizinischen Doktorstudiums beschäftigt.

Am 8. November 1916 wurde er an der deutschen k. k. Karl-Ferdinands-Universität in Prag zum Doktor der Medizin promoviert.“

Danach suchte er um eine Stelle im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz an.

Sein Ansuchen wurde bewilligt und ihm wurde „nebst der Unterkunft ein Honorar von zwanzig Kronen täglich auf die Dauer seiner Verwendung“ zugestanden.

Am 1. Jänner 1917 trat er seinen Dienst im Reservespital Nr. 2 als „Schweizer Staatsangehöriger“ an und verbleib hier bis zum Kriegsende.

Seit 1910 war er verheiratet mit Dr. med. Est(h)er CHAZREWIN(A) (siehe „1. Weltkrieg & Medizin“ [44]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.1 – Ärztinnen und Ärzte); er war ein Freund von Albert Einstein https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein

Zu seiner Person siehe auch:

  1. November 1930 Sterbeanzeige

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19301115&query=%22dr+robert+heller%22&ref=anno-search&seite=3

HELLER, Rudolf

Er wurde geboren 1866 in Jeschin, im politischen Bezirk Schlan https://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_Schlan.

Nach seinem Medizinstudium ließ er sich in Prag nieder, wo er vor dem Krieg in der Gemeinde Königliche Weinberge https://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_K%C3%B6nigliche_Weinberge eine Ordination als praktischer Arzt betrieb.

Nach Kriegsbeginn war er seit 27. August 1915 bis (zumindest) zur Übergabe des Kriegsspitals/Reservespitals Nr. 2 in Pardubitz an die Heeresverwaltung in der zweiten Hälfte des Jahres 1916 tätig.

Siehe auch:

  1. Februar 1892 Verlobung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=18920204&query=%22rudolf+heller%22&ref=anno-search&seite=6

  1. Juni 1895 niedergelassen in Kgl. Weinberge

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=18950617&query=%22rudolf+heller%22&ref=anno-search&seite=3

  1. Dezember 1917 Tod seines Sohnes

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19171210&query=%22rudolf+heller%22&ref=anno-search&seite=2

  1. Dezember 1917 Begräbnis des gefallenen Sohnes

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19171213&query=%22rudolf+heller%22&ref=anno-search&seite=3

HERŠMAN, Victor/Viktor

Er wurde 1878 geboren und war heimatzuständig nach Nebužel bei Mělník https://de.wikipedia.org/wiki/M%C4%9Bln%C3%ADk.

Vor dem Krieg war er praktischer Arzt in Dolau bei Olmütz.

Seit 20. Mai 1910 hatte er seine Praxis krankheitshalber nicht mehr ausgeübt.

Er arbeitete im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz seit 10. Jänner 1915.

Ab Jänner 1917 war er dann dem Reservespital in Turnau zugeteilt. https://de.wikipedia.org/wiki/Turnov

HIRSCH, Ernst

Geboren 1884 und heimatzuständig nach Karlsbad, studierte er Medizin an der deutschen Universität in Prag, wo er auch am 26. November 1909 promovierte.

1911 war er “Operationszögling“ der deutschen chirurgischen Klinik in Prag.

Am 10. November 1914 war er am Handelsspital in Prag tätig.http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19141110&seite=21&zoom=33&query=%22ernst%2Bhirsch%22&provider=P02&ref=anno-search.

Am 21. April 1916 wurde er von der Beobachtungsstation Chrudim  https://de.wikipedia.org/wiki/Chrudim nach Pardubitz ins Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 versetzt.

Hier war er als Chirurg und auch als Internist in der 5. Abteilung/Sektion – auch noch im Jahr 1917 – tätig.

Publikation: Blutzuckeruntersuchungen bei Diabetes mellitus (Aus dem Prager Handelsspital. [Direktor: Prof. Dr. E. Münzer]) IN: Archiv für Verdauungskrankheiten 1918;Band 24, S. 441–451

HLAVA, Jaroslav

Geboren in Unter-Kralowitz 1855 https://de.wikipedia.org/wiki/Doln%C3%AD_Kralovice.

Er promovierte am 24. Dezember 1879 an der böhmischen Universität in Prag im Fach Medizin.

1883 erhielt er seine Zulassung als Privatdozent für pathologische Anatomie.

1884 wurde er zum außerordentlichen Professor der pathologischen Anatomie ernannt; 3 Jahre später zum ordentlichen Professor

Bald nach Kriegsausbruch übernahm er die Leitung des bakteriologischen Laboratoriums im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz, die er mit Übernahme des Spitals am 1. August 1916 abgeben musste, trotzdem er in einem Brief vom 6. August 1916 an den Generalstabsarzt Dr. Kunz in Wien um Belassung auf seinem Posten ersuchte.

Darin schrieb er folgendes:

„ Nachdem am 1. August [1916] die bakteriologische Abteilung des Pardubitzer Barackenspitals in militärische Verwaltung übernommen wurde, hört die Oberleitung dieses Institutes, die mir vertraut war, auf. Es wäre mir aber lieb, wenn mir die Inspektion dieses von mir kreierten Institutes … [unleserlich] überlassen würde, damit ich einerseits dem dort sezierenden Arzte eine Stütze sein könnte und anderseits damit ich meine Studien über Infektionskrankheiten dort weiter treiben könnte.

Es ist selbstverständlich, daß ich meine Dienste ohne jedwede Honorierung anbiete – nur sachliches Interesse führt mich dazu ebenso wie ich nur aus sachlichem Interesse die Sektionen und bakteriologischen Untersuchungen einiger Prager Militärspitäler schon das dritte Jahre ausführe.“

Die Antwort aus Wien war kurz und knapp:

 „Mit Beziehung auf das Schreiben vom 6 August dieses Jahres erlaubt sich das Kriegsministerium Eure H. für die Bereitwilligkeit, ihre Kraft dem bakteriologischen Laboratorium im Reservespital in Pardubitz auch weiter widmen zu wollen, den besten Dank auszudrücken.

Das Militärkommando in Leitmeritz wird … angewiesen, sich fallweise an E. H. zu wenden, wenn fachliche Fragen ihre konsiliare Mitwirkung nötig machen.“  

Weitere biographische Daten:

http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_H/Hlava_Jaroslav_1855_1924.xml

  1. Dezember 1883 Zulassung als Privatdozent für pathologische Anatomie

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=18831223&query=%22dr+jaroslav+hlava%22&ref=anno-search&seite=3

  1. September 1884 Ernennung zum außerordentlichen Professor der pathologischen Anatomie

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=18840919&query=%22dr+jaroslav+hlava%22&ref=anno-search&seite=1

  1. Mai 1887 Herr Uplavici

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=mbb&datum=18870516&query=%22prof+hlava%22&ref=anno-search&seite=4

  1. Oktober 1887 zum ordentlichen Professor der pathologischen Anatomie an der böhmischen Universität in Prag ernannt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=18871019&query=%22jaroslav+hlava%22&ref=anno-search&seite=4

  1. Juni 1902 Das Mundwasser im Lichte wissenschaftlicher Kritik

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tsa&datum=19020604&query=%22prof+hlava%22&ref=anno-search&seite=8

  1. Juni 1910 Robert Koch und Hofrat Pick

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19100620&query=%22hofrat+hlava%22&ref=anno-search&seite=2

  1. Jänner 1911 Zwei neue Aktiengesellschaften in Prag

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19110131&query=%22jaroslav+hlava%22&ref=anno-search&seite=31

  1. Dezember 1912 Neue Mitglieder des Obersten Sanitätsrates in Prag

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=19121230&query=%22jaroslav+hlava%22&ref=anno-search&seite=3

  1. Juni 1913 Österreichische Gesellschaft für Erforschung und Bekämpfung der Krebskrankheit

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=19130611&query=%22hofrat+hlava%22&ref=anno-search&seite=6

  1. Mai 1914 Verhängnisvolle Versuche mit Blatternserum

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vvf&datum=19140516&query=%22prof+hlava%22&ref=anno-search&seite=5

  1. März 1916 Ernennung zum obersten Sanitätsrat

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19160321&query=%22dr+jaroslav+hlava%22&ref=anno-search&seite=4

  1. November 1924 Todesanzeige

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19241104&query=%22jaroslav+hlava%22&ref=anno-search&seite=5

HOCH, Otto

Geboren 1879, studierte er Medizin in Prag und promovierte hier 1906. Anschließend leistete er einen Teil seiner militärischen Dienstpflicht 1906/1907 im Garnisonsspital Nr. 2 in Wien.

Später bekam er dann eine Stelle in der Poliklinik in Wien und eröffnete – nachdem er sich als Spezialist für „Haut- und Harnkrankheiten“ einen Namen gemacht hatte – noch vor Ende des Krieges eine Ordination in Wien. Er war auch Mitglied der Wiener dermatologischen Gesellschaft.

Im Krieg zur Armee eingezogen, wurde er im Range eines Landsturmoberarztes dem mobilen Reservespital 2/2 (Einsatz in Galizien und Wolhynien 1915/1916) zugeteilt, wo er bis Ende des Jahres 1916 verblieb.

1917/18 ist er dann als „diensttauglich für eine Sanitätsanstalt im Hinterlande“ in der 2. Abteilung/Sektion des Kriegsspitals/Reservespitals Nr. 2 in Pardubitz tätig.

Weiteres zu seiner Person:

  1. Februar 1908 Verlobungsanzeige

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19080223&seite=5&zoom=33&query=%22otto%2Bhoch%22&provider=P03&ref=anno-search

1913: Artikel „Mitteilungen über Gonorrhoe“ zusammen mit Alfred Brandweiner (1875-1932, Dermatologe, Abteilungsvorstand der Wiener Allgemeinen Poliklinik).

http://webapp.uibk.ac.at/alo_cat/card.jsp?id=8438152&pos=12&phys=

  1. August 1915 …“für tapferes Verhalten vor dem Feinde“…beim mobilen Reservespital 2/2

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=fdb&datum=19150830&query=%22otto+hoch%22&ref=anno-search&seite=7

  1. Juli 1921 Vortrag: „Wesen der Geschlechtskrankheiten und Schutz vor diesen“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19210703&query=%22otto+hoch%22&ref=anno-search&seite=11

  1. Februar 1922 Vortrag: „Sexuelle Hygiene“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19220217&query=%22otto+hoch%22&ref=anno-search&seite=9

  1. August 1923 wieder Ordination – vom Urlaub zurück

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=19230811&query=%22dr+otto+hoch%22&ref=anno-search&seite=9

  1. April 1929 Vortrag: „Geschlechtskrankheiten (mit Lichtbildern)“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19290414&query=%22otto+hoch%22&ref=anno-search&seite=16

  1. April 1929 Vortrag: „Die sexuelle Not“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19290416&query=%22otto+hoch%22&ref=anno-search&seite=10

  1. Juni 1929 Vortrag: „Geschlechtskrankheiten (mit Lichtbildern)“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19290623&query=%22otto+hoch%22&ref=anno-search&seite=16

  1. Dezember 1929 Lichtbildervortrag: „Geschlechtskrankheiten“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19291205&query=%22otto+hoch%22&ref=anno-search&seite=10

HYNEK, Paul

Geboren 1888.

Er arbeitete im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz seit November 1915.

Mit Übernahme des Spitals in die Heeresverwaltung wurde er – als „russophil“ https://de.wikipedia.org/wiki/Russophilie eingestuft – entlassen.

HYNEK, Rudolf

Geboren 1881, war er nach seinem Medizinstudium bis Kriegsbeginn Kurarzt in Grado (Hotel „Lacroma“).

Er war „im Felde vom 1. Februar 1916 bis 20. Mai 1918“, und wurde anschließend nach Pardubitz ins Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 versetzt.

Am Ende des Krieges war er bis 2. 11. 1918 „krankheitshalber beurlaubt.“

 März 1911 Tschechen an der Adria

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=gtb&datum=19110325&query=%22dr+r+hynek%22&ref=anno-search&seite=5

  1. Mai 1911 Anzeige (in tschechischer Sprache)

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=cdb&datum=19110520&query=%22dr+r+hynek%22&ref=anno-search&seite=8

Text: Reinhard Mundschütz

Folge 8.4.1

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