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Neuerwerbungen: April 2026

Der Bestand der Bibliothek wird durch zahlreiche interessante Neuerwerbungen laufend erweitert. Stöbern Sie in unserer virtuellen Buchausstellung, lesen Sie die eBooks. Ein Großteil der neu erworbenen Literatur wird in der Buchausstellung im Lesesaal präsentiert. Diese Bücher können Sie vormerken und nach der Ausstellung ausleihen.
[en]  Interesting new acquisitions expand our library’s collection. Browse through our virtual book exhibition and read the eBooks! Most of the books are presented in the book exhibition in the reading room, where they can be reserved and borrowed after the exhibition.

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Scientific Writing Hacks: NEUE TERMINE SoSe 26: Hochschulschriften erfolgreich erfassen: Workshop für Studierende

Hack #85:

Hochschulschriften erfolgreich verfassen: Workshop für Studierende

Die freiwilligen Workshops „Hochschulschriften erfolgreich verfassen“ unterstützen Studierende beim Schreiben ihrer Abschlussarbeit gemäß dem Leitfaden für das Erstellen von Hochschulschriften für Studierende. Nach kurzen Impulsreferaten zu Themen wie Literaturrecherche, Zotero, Datenschutz, Urheberrecht, wissenschaftliches Schreiben, Zitieren und Plagiat können Teilnehmende konkrete Fragen zu ihrer eigenen Arbeit stellen.

Anmeldung und >>NEUE TERMINE SoSe 26

Letzter Zugriff: 09.03.2026
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OSTERN 2026: Von 02.04 bis 06.04. EINGESCHRÄNKTE ÖFFNUNGSZEITEN!

Universitätsbibliothek MedUni Wien

Eingeschränkte Öffnungszeiten (Ostern)
Gründonnerstag, 02.04.2025 08:00-16:00 Uhr
Karfreitag, 03.04. bis Ostermontag, 06.04.2026 geschlossen!

Reguläre Öffnungszeiten:
bis 01.04.2025 und ab 07.04.2025
Montag bis Freitag
8:00–20:00 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag geschlossen!

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Studierendenlesesaal auf 5C

Montag bis Sonn- und Feiertag
09:00-21:30 Uhr

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Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin

Reguläre Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
09:00-12:00 und 13:00-16:00
Freitag 09:00-12:00 Uhr
Samstag, Sonn- und
Feiertag (Ostermontag 06.04.2026) geschlossen!

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» Öffnungszeiten Zweigbibliothek für Zahnmedizin

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Ostern

#SHOWCASE UB: Zum Internationalen Frauentag am 8. März: Publikationen von Bianca Bienenfeld

Die Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin der Ub MedUni Wien ist mit über einer halben Million Bände die größte medizinhistorische Bibliothek Österreichs. Neben rezenter Literatur zur Geschichte der Medizin gibt es acht historisch sehr wertvolle Bibliotheken mit Beständen aus 6 Jahrhunderten (15.-20. Jhdt.).

Wir präsentieren im Lesesaal der Universitätsbibliothek zu den Öffnungszeiten im #SHOWCASE UB Publikationen von Bianca Bienenfeld zum Internationalen Frauentag am 8. März.


Bianca Bienenfeld: In: Jahresbericht des Vereines für erweiterte Frauenbildung 1907/08.

Bianca Bienenfeld (1879–1929) zählte zur ersten Generation universitär ausgebildeter Medizinerinnen in Österreich, engagierte sich früh für den Zugang von Frauen zur Hochschulbildung und spezialisierte sich nach ihrer Promotion 1904 zur Gynäkologin. Sie forschte zu Themen wie Frauenmilch und gynäkologischen Erkrankungen und wurde 1919 zur ersten Fachärztin und Leiterin der gynäkologischen und geburtshilflichen Ambulanz an der Genossenschafts-Krankenkasse Wien und Niederösterreich ernannt. Neben ihrer klinischen Tätigkeit veröffentlichte und referierte sie zu  weiblicher Physiologie, Entwicklung, Mutterschaft und Frauenheilkunde und verband damit medizinische Forschung, praktische Frauenheilkunde und Engagement für Frauenbildung und Frauengesundheit. Sie starb 1929 bei einem Zugsunglück.

Ausgestellte Literatur im #Showcase UB:

Bienenfeld, Bianca: Das Verhalten der Leukozyten bei der Serumkrankheit. Sonderdruck aus: Jahrbuch der Kinderheilkunde und physische Erziehung. Berlin: Verlag von S. Karger 1907.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Bienenfeld, Bianca: Das Verhalten der Frauenmilch zu Lab und Säure. Aus dem Laboratorium der Spiegler-Stiftung, Wien (Leiter: S. Fränkel). Sonderdruck aus: Biochemische Zeitschrift. Berlin: Verlag von Julius Springer 1907.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Bienenfeld, Bianca: Beitrag zur Kenntnis des Lipoidgehaltes der Placenta. Aus der I. Universitäts-Frauenklinik [Vorstand: Hofrat Schauta] und dem chemischen Laboratorium der L. Spiegler-Stiftung [Vorstand: Prof. S. Fraenkel] in Wien. Sonderdruck aus: Monatsschrift für Geburtshülfe und Gynäkologie. Berlin: Verlag von S. Karger 1912.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Mentzel, W. (2025, 16. Juni). Bienenfeld, Bianca – Frauenärztin und Gynäkologin im Allgemeinen Krankenhaus Wien und erste Fachärztin des Verbandes der Genossenschafts-Krankenkassen Wien. https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=47046

Datenbank des Monats – Web of Science Research Assistant

Der Web of Science Research Assistant ist ein KI-gestütztes Tool, welches sich direkt auf der Startseite des Web of Science befindet. Es ermöglicht mehrsprachige Suchanfragen, liefert kompakte Ergebnisübersichten, geführte Schritt-für-Schritt-Anleitungen und anschauliche Visualisierungen. Weitere Informationen finden Sie >>hier.

Web of Science Core Collection

Die WoS Core Collection ist ein aus mehreren Zeitschriften-Indizes (21.000+) sowie Sammlungen von Konferenzen und Büchern bestehender interdisziplinärer Zitationsindex. Nur Zeitschriften von höchster Qualität und internationalem Einfluss werden indexiert. Die Auswahl erfolgt nach strikten Regeln 100% verlagsneutral. Details zum Kurationsprozess finden Sie hier. Alle Zeitschriften werden cover-to-cover inklusive aller Autoren und Affilierungen indexiert. Alle zitierten Referenzen sind erfasst und ermöglichen ein nahtloses Navigieren im Zitationsnetzwerk. Die multidisziplinäre Sammlung deckt 254 Web of Science Kategorien ab.

Die Web of Science Core Collection umfasst (abhängig vom Umfang der Lizenzierung der jeweiligen Institution):
Science Citation Index Expanded (SCI-Expanded) (1900 -) Social Sciences Citation Index (SSCI) (1900 -) Arts & Humanities Citation Index (A&HCI) (1975 -) Emerging Sources Citation Index (ESCI) (2005 – ) Conference Proceedings Citation Index (CPCI) Konferenzen (1990 -) Book Citation Index Bücher (BkCI) (2005 -) Medline (1950 – present)

Das Web of Science bietet folgende Funktionalitäten:

  • über die Zitate eines Artikels Cited References kann die Forschungsentwicklung retrospektiv verfolgt werden.
  • über die Cited Reference Search (Aufsätze, die einen Artikel zitiert haben) lässt sich die Forschungsentwicklung auch prospektiv verfolgen.
  • über die Suche verwandter Artikel, die die gleiche Literatur zitieren, können thematisch relevante Aufsätze (Find Related Records) ermittelt werden.
  • teilweise finden Sie eine direkte Verlinkung zu über 13 Millionen Open-Access-Volltexten
  • Möglichkeit zur Ermittlung des Hirsch-Faktors (H-Index) mittels der Funktion Create Citation Report.
  • Exportformat für Literaturverwaltungsprogramme wie EndNoteWeb®, EndNote®, Reference Manager® und mehr
  • gleiches Login für persönlichen Account in Web of Science, InCites, EndNote, Publons (Profile mit Web of Science ResearcherID), Master Journal List
  • interaktive Autoren-Records (persönliche Publikationslisten) mit Claim Funktion für AutorInnen (über Publons) oder Korrekturmöglichkeit für BibliothekarInnen (im Web of Science). Anleitung hier. Suche nach Autoren-Identifikatoren (WoS ResearcherID, ORCID) möglich.

Recherche starten: Web of Science Core Collection

Für den Campus der MedUni Wien lizenziert und freigeschaltet!

Literatur zu MedAT an der UB MedUni Wien

Informationen zur Internet-Anmeldung für die Aufnahmeverfahren zur Vergabe der Studienplätze für Human- und Zahnmedizin finden Sie hier: www.medizinstudieren.at

Die Universitätsbibliothek bietet zahlreiche Übungsbücher zum Thema MedAT:

MedAT : Band 1 : Lernskript für den BMS : Biologie, Chemie, Physik, Mathematik

Tafrali, Deniz [VerfasserIn]Barus, Sinan [VerfasserIn]Dax, Lena [VerfasserIn]Schöllkopf, Alexander [VerfasserIn]

2025

Peter Kugler MedAt und TMS Der menschliche Körper Naturwissenschaftlich-medizinische Grundlagen für Medizinertests 1. Auflage ELSEVIER Inhaltsverzeichnis 1…

MedAT 2024/25 – Band 1 : Das Lernskript für den BMS für Human- und Zahnmediziner

Tafrali, Deniz [VerfasserIn]Windisch, Paul, 1993- [VerfasserIn]Barus, Sinan [VerfasserIn]Dax, Lena [VerfasserIn]
2023
 

100% MedAT : KFF, SEK, TV : das ultimative Strategie- und Übungsbuch für den MedAT

Casetti, Pascal [VerfasserIn]Casetti, Pascal [VerfasserIn]Boztepe, Bedirhan [VerfasserIn]Akhondi, Arian [VerfasserIn]
2022
 

MedAT companion : kognitive Untertests, Textverständnis, sozial-emotionale Kompetenzen

Brehm, Alex [VerfasserIn]Brehm, Alex [VerfasserIn]Frey, Alexander [VerfasserIn]Lang, Clemens, 1991- [VerfasserIn]Vosshenrich, Jan [VerfasserIn]
 

MedAT – Simulation : Übungsbuch

Hetzel, Alexander [VerfasserIn]Hetzel, Alexander [VerfasserIn]Lechner, Constantin [VerfasserIn]Pfeiffer, Anselm [VerfasserIn]
2019
 

MedAt – Übungsbuch : der Basiskenntnistest medizinische Studien BMS

Pfeiffer, Anselm [VerfasserIn]Pfeiffer, Anselm [VerfasserIn]Hetzel, Alexander [VerfasserIn]Lechner, Constantin [VerfasserIn]
2019
 
 

Kognitive Fähigkeiten und akademisches Denken im MedAt : das Übungsbuch

Pfeiffer, Anselm [VerfasserIn]Pfeiffer, Anselm [VerfasserIn]Hetzel, Alexander [VerfasserIn]Lechner, Constantin [VerfasserIn]

 

 

Neuerwerbungen: März 2026

Der Bestand der Bibliothek wird durch zahlreiche interessante Neuerwerbungen laufend erweitert. Stöbern Sie in unserer virtuellen Buchausstellung, lesen Sie die eBooks. Ein Großteil der neu erworbenen Literatur wird in der Buchausstellung im Lesesaal präsentiert. Diese Bücher können Sie vormerken und nach der Ausstellung ausleihen.
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Scientific Writing Hacks: Free Wiley webinars „The Open Access Advantage: How Open Access Improves Your Impact“, „AI Tools for Writing and Research“ and „Demystifying the Publication Process and Tips for Early Career Researchers“

Hack #84:

Der Verlag Wiley bietet im Frühjahr 2026 mehrere kostenlose Webinare für Forschende und Autor:innen an. Die Themen umfassen die Vorteile von Open Access, den Einsatz von KI-Tools für Schreiben und Forschung sowie den Publikationsprozess mit Tipps für Nachwuchswissenschaftler:innen. Während der Veranstaltungen gibt es Zeit für Fragen, und angemeldete Teilnehmende erhalten auch eine Aufzeichnung, falls sie nicht live teilnehmen können.

Information und >>TERMINE

Letzter Zugriff: 27.02.2026
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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [360]: Sternberg, Tobias – Arzt an der Heilanstalt Alland, Schriftsteller und Verleger, NS-Verfolgter

Sternberg, Tobias – Arzt an der Heilanstalt Alland, Schriftsteller und Verleger, NS-Verfolgter

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 23.02.2026

Keywords: Schriftsteller, Heilanstalt Alland, Medizingeschichte, Wien, NS-Verfolgter

Tobias Sternberg wurde am 29. August 1900 in Bojan in der Bukowina (heute: Bojany/Ukraine) als Sohn von David und Sara Sternberg geboren. 1926 heiratete er in Wien die aus Großwardein in Ungarn (heute: Oradea/Rumänien) stammende Studentin Piroska Szanto (1901-1979).

Nach dem Besuch des Josefstädter Obergymnasiums begann er im Wintersemester 1918/19 mit dem Studium der Medizin an der Universität Wien, das er am 13. Juli 1925 mit der Promotion abschloss.

Literarisches und verlegerisches Wirken

Nach dem Ersten Weltkrieg war er schriftstellerisch und verlegerisch aktiv. Er veröffentlichte das Werk „Dichter. Ein Traumspiel“ und fungierte 1919 in Wien als Redakteur sowie zeitweise als Herausgeber der anarchistisch-pazifistisch Expressionisten-Zeitschrift „Aufschwung. Zeitschrift der Jüngsten“ und des gleichnamigen Verlages. Neben Arbeiten von heute teils vergessenen jungen Autor:innen – wie der Grafikerin Maria Szanto (1899-1988), der Schwester seiner Frau Piroska – enthielt das Blatt Beiträge prominenter Persönlichkeiten wie Franz Werfel (1890-1945), Gabriele d’ Annunzio (1863-1938), Friedrich Gustav Heinrich Stadelmann (1865-1948), des Journalisten Josef Kalmer (1898-1959), des Malers Georg Tappert (1880-1957) oder des Anarchisten Erich Mühsam (1878-1934).[1] Weiters schrieb Sternberg für die Literaturzeitschrift „Die Zeit im Buch“ und für „Die Aktion[2].

Wiener Kommunal-Kalender und städtisches Jahrbuch, Wien 1919.

Nach dem Studium führte er zunächst eine private Arztpraxis in Wien 15, Märzstraße 3, und publizierte 1926/1927 Fachaufsätze wie „Erfahrungen mit Peristaltin bei habitueller Obstipation[3] und „Über Nachtschweiß der Phtisiker“.[4] Gemeinsam mit Ernst Paulsen (Pollak) (1894-1965) führte er an der 3. Medizinischen Abteilung an der Rudolfstiftung Untersuchungen durch, die 1927 in der Arbeit „Wahl und Wertbestimmung antazider Mittel“ mündeten.[5]

Heilanstalt Alland

Ab 1927 war Sternberg als Sekundararzt sowie Haus- und Stationsarzt an der Lungenheilstätte Alland im Wienerwald tätig. Dort widmete er sich der Erforschung der Lungen- und Tuberkuloseerkrankungen und veröffentlichte eine Reihe von Arbeiten, darunter „Zur Behandlung der Grippe als Mischinfektion[6] und „Muskelzeichen bei Lungentuberkulose[7] sowie „Untersuchungen über das periphere und perifokale Blutbild bei Lungentuberkulösen“. Es folgten Studien „Über konservative Behandlung tuberkulöser Knochenprozesse“ und die „Konstitutionstherapie der Lungentuberkulose“.[8]

Nach seinem Ausscheiden in Alland führte er ab 1933 eine Praxis in Wien 15, Goldschlagstraße 1.[9]

Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft waren Tobias Sternberg und seine Ehefrau nach dem „Anschluss“ im März 1938 der nationalsozialistischen Verfolgung ausgesetzt. Ihnen gelang die Flucht nach England. Obwohl er für die Internierung erfasst worden war, blieb er von dieser Maßnahme ausgenommen.* 1941 konnte Sternberg seine medizinischen Qualifikationen erneut bestätigen (L.R.C.P., L.R.C.S. Edinburgh, L.R.F.P.S. Glasgow 1941) und erhielt im selben Jahr die britische Zulassung.[10] In Großbritannien etablierte sich Sternberg als Hausarzt im Londonder Stadtteil Highgate und arbeitete als Consultant Psychiatrist am St. Mary’s Hospital.[11]

Sein Adoptivsohn, der spätere Psychiater Michael Paul Sternberg (1933-2021), war der Sohn von Lilla Szanto (1910-1996), der Schwester seiner Frau, der die Flucht nach England erst später gelang.

Tobias Sternberg verstarb am 1. Jänner 1978 in London.

* Danke für den Hinweis von Dr.in Barbara Sauer (Wien 2026),

Quellen:

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0851, Sternberg Tobias (Nationalien Datum: 1918/19).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 196-0819, Sternberg Tobias (Rigorosum Datum: 3.7.1925).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 193-1212, Sternberg Tobias (Promotion Datum: 13.7.1925).

Matriken der IKG Wien, Heiratsbuch 1926, Sternberg Tobias, Szanto Piroska.

Home Office: Aliens Department: Internees Index, 1939-1947, Internees at Liberty in the UK, Sternberg Piroska.

Home Office: Aliens Department: Internees Index, 1939-1947, Internees at Liberty in the UK, Sternberg Tobias.

England and Wales, Death Registration Index 1837-2007, Tobias Sternberg, 1977.

Literatur:

Sternberg, Tobias: Untersuchungen über das periphere und perifokale Blutbild bei Lungentuberkulösen. Mit 4 Abbildungen im Text. Sonderdruck aus: Beiträge zur Klinik der Tuberkulose. Berlin: Verlag von Julius Springer 1929.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Sternberg, Tobias: Über konservative Behandlung tuberkulöser Knochenprozesse. Sonderdruck aus: Zeitschrift für Tuberkulose. Leipzig: Johann Ambrosius Barth 1931.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] https://verlagsgeschichte.murrayhall.com/?page_id=284#Heading10

[2] Die Aktion. Wochenschrift für Politik, Literatur, Kunst, 1925.

[3] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 35, 1926, S. 1052-1053.

[4] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 43, 1926, S. 1285.

[5] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 4, 1927, S. 137-138.

[6] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 19, 1927, S. 626.

[7] Medizinische Klinik, Nr. 2, 1927, S. 49-50.

[8] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 7, 1933, S. 208-209.

[9] Medizinische Klinik, Nr. 42, 1933, S. 2.

[10] The Lancet, 8.2.1941, S. 200.

[11] British Medical Journal, 14. Januar 1978, S. 119.

Normdaten (Person):  : BBL: ; GND:

VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien
BBL:   48569 (23.02.2026)
URL: https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=48569

Letzte Aktualisierung: 2026.02.23

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [359]: Fisch, Maurus – Kurarzt, Balneologe und Frauenarzt in Franzensbad und Wien

Fisch, Maurus – Kurarzt, Balneologe und Frauenarzt in Franzensbad und Wien

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 16.02.2026

Keywords: Balneologe, Frauenarzt, Kurarzt, Medizingeschichte, Franzensbad, Wien

Maurus (Moriz) Fisch wurde am 17. Mai 1874 als Sohn von Bernat Fisch und Klara (zirka 1836-1909), geborene Kalman, in Lugoj in Ungarn (heute: Rumänien) geboren. 1909 heiratete er in Wien-Alsergrund die aus Neutra in Ungarn stammende Irene Pach (1889-?). Aus der Ehe ging der Sohn Hans Kurt Fisch (1911-1946) hervor, der ebenfalls Mediziner wurde und 1939 aufgrund seiner jüdischen Herkunft vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten in die USA flüchtete.

Fisch begann im Wintersemester 1894/95 mit dem Studium der Medizin an der Universität Wien und promovierte am 30. September 1898. Seine weitere Ausbildung erhielt er als Operationszögling an der I. Chirurgischen und Gynäkologischen Abteilung bei Albert Mosetig von Moorhof (1838-1907), als Aspirant an der Klinik für Dermatologie und Syphilis bei Moriz Kaposi (1837-1902) sowie als Hospitant an der Internen Abteilung der I. Medizinischen Universitätsklinik bei Hermann Schlesinger (1866-1934) und an der Psychiatrisch-Neurologischen Universitätsklinik bei Emil Redlich (1866-1930). Danach war er als Hilfsarzt an der I. Frauenklinik bei dem Gynäkologen Julius Neumann (1868-1926) tätig.

Im Dezember 1900 erfolgte seine Ernennung zum Reserve-Assistenzarzt beim Infanterieregiment Erzherzog Joseph Nr. 37.[1]

Franzensbad – Trient – Wien

Seit 1900 arbeitete Fisch in den Monaten Mai bis Oktober im Kurort Franzensbad (heute: Františkovy Lázně) im „Palace Hotel“ als „Spezialarzt für Herz-. Nerven-, und Frauenkrankheiten“, und spezialisierte sich dort auf physikalische Behandlungsmethoden („Schott‘sche-schwedische Heilgymnastik, Oertel’sche Herzmassage, gynäkologische Massage nach Thure-Brandt, Herz-Gymnastik und Elektrotherapien). Zuletzt ordinierte er für seine internationalen Patienten in dem von ihm errichteten Kurhaus „Villa Dr. Fisch“. 1913 errichtete er in Franzensbad eine weitere diätisch-physikalische Heilanstalt.[2] Darüber publizierte er die Arbeiten „Die Behandlung von Herzkrankheiten in Franzensbad“ und „Combinirte Herztherapie“. 1908 publizierte er den Aufsatz „Balneotherapie bei durch Stoffwechselstörungen bedingten Herz- und Gefäßerkrankungen[3] und 1910 „Therapeutische Anwendung der Intensiv-Franklinisation mit dem Polyelektroid nach Dr. Fisch“.[4]

Polyelektroid: Medizinische Klinik, Nr. 35, 1910, S. 1377.

Ab 1901/02 arbeitete er in den Monaten von September bis Mai in Trient im Imperial Hotel Trento, wo er eine „Climatische Winterstation für Herz- und Nervenkranke“ zur Therapie betrieb.

Inserat: Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 4, 1902, Sp. 208.

In diesem Zusammenhang entwickelte neben seiner kurärztlichen Praxis ein Kohlensäurebad unter dem Namen „Aphor“, das er in Hallein in Salzburg herstellen ließ. Darüber publizierte er die Arbeit „Dosirte (künstliche) Kohlensäure-Bäder (nach System Dr. Fisch) „Aphor““.

Fisch nahm als Vortragender u.a. 1904 am Österreichischen Balneologen-Kongress in Abbazia[5] (heute: Opatja/Kroatien) und 1905 am Berliner Balneologen-Kongress[6] sowie 1910 am 31. Balneologen-Kongress teil.[7]

Ab zirka 1905/06 lebte Fisch – außerhalb der Kursaison in Franzensbad – in Wien. Zunächst bot er in Wien I, Krugerstraße 5, danach am Getreidemarkt 14 Winterbadekuren an; ab etwa 1910 ordinierte er in Wien 9, Mariannengasse 2.

Ethische Gesellschaft – Fürsorgestelle für Kurbedürftige

Im Jahr 1905 initiierte Fisch innerhalb der 1894 gegründeten Ethischen Gesellschaft in einem im Auftrag der Gesellschaft gehaltenen Referat Überlegungen zu Maßnahmen der unentgeltlichen Unterbringung mittelloser Personen in Kurorten und Heilstätten mit dem Ziel einer nachhaltigen Fürsorge „unter Schonung ihres Ehrgefühles“.[8] Dies führte im April 1905 zur Konstituierung der „Fürsorgestelle für unbemittelte Kurbedürftige“.

Dem von der Gesellschaft nominierten Komitee gehörten neben Maurus Fisch der Mineraloge Aristides Brezina (1848-1909), der Philosoph und Freidenker Wilhelm Börner (1882-1951), die in der sozialen Fürsorge in Wien tätige Frauenrechtsaktivistin Berta Frankl-Scheiber (1863-1942), der Gynäkologe Hugo Klein (1863-1937), der Jurist und Sozialpolitiker Julius Ofner (1845-1924), der Radiologe Sigmund Schick (1868-1928), der Sozialmediziner Ludwig Teleky (1872-1957), die Philanthropin und Organisatorin von Fürsorgeeinrichtungen Rosa Wien (1847-1935) sowie der Finanzbeamte Theodor Wolf (1865-1941) an.[9]

Während seiner Jahre in Wien war Fisch Arzt des Verbandes der Genossenschafts-Krankenkassen Wiens[10] und ab etwa 1910 auch der Gremial-Krankenkassen der Wiener Kaufmannschaft.

Fisch war Mitglied der Gesellschaft der Ärzte in Wien, der Gesellschaft deutscher Naturforscher und Ärzte, der Hufelandschen balneologischen Gesellschaft in Berlin, des Zentralverbands der Balneologen Österreichs in Wien, der königlich-ungarischen balneologischen Gesellschaft in Budapest, der Gesellschaft für innere Medizin und Kinderheilkunde, und der Gesellschaft für physikalische Medizin in Wien. Publizistisch war er als Redakteur der Balneologischen Revue (Wien-Berlin) und der „Heilmittel-Revue“ sowie als Mitarbeiter der „Deutschen Ärzte-Zeitung“ in Berlin tätig.

In Franzensbad engagierte er sich als Vorstandsmitglied der lokalen Esperanto-Gruppe und fungierte als Konsul der Weltvereinigung esperantischer Ärzte (T.E.K.A.).

Maurus Fisch verstarb am 6. November 1917 in Budapest in Folge der Ausübung seines Dienstes als Militärarzt.

Fisch Maurus: Todesanzeige, Neue Freie Presse, 9.11.1917, S. 14.

Quellen:

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0452, Fisch Maurus (Nationalien Datum: 1894/95).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 195-075b, Fisch Maurus alias Moriz (Rigorosum Datum: 27.9.1898).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 189-0001, Fisch Moriz (Promotion Datum: 30.9.1898).

Literatur:

Fisch, Maurus: Die Behandlung von Herzkrankheiten in Franzensbad. Sonderdruck aus: Wiener medicinische Wochenschrift. Wien: Verlag von Moritz Perles 1901.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Fisch, Maurus: Combinirte Herztherapie. Sonderdruck aus: Medicinische Blätter. Wien: Druck von Bruno Bartelt 1902.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Fisch, Maurus: Dosirte (künstliche) Kohlensäure-Bäder (nach System Dr. Fisch) „Aphor“. Sonderdruck aus: Prager medizinische Wochenschrift. Prag: Druck von Carl Bellmann 1903.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 16.12.1900. S. 49; Wiener Zeitung, 16.12.1900. Nr. 1.

[2] Egerer Anzeiger, 28.11.1913, S. 4.

[3] Medizinische Klinik, Nr. 23, 1908, S. 865-867

[4] Medizinische Klinik, Nr. 35, 1910, S. 1377-1378.

[5] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 16.10.1904, S. 9.

[6] Die Zeit, 14.3.1905, S. 8.

[7] Deutsch-Englischer-Reise Courier, Nr. 4, 1910, S. 9.

[8] Die Zeit, 5.4.1905, S. 4.

[9] Die Zeit, 12.4.1905, S. 6.

[10] Franzensbader Curliste, 1909.

Normdaten (Person):  : BBL: ; GND:

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BBL:  48567 (16.02.2026)
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Letzte Aktualisierung: 2026.02.16

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