Aktuell gilt in der Bibliothek: Nachweis über Grundimmunisierung: 3x geimpft oder 2x geimpft + genesen, FFP2-Pflicht und Bibliothekskarte!

Liebe Bibliotheksbenutzer*innen!

Pandemiebedingt und im Einklang mit den verschärften Regelungen für den sicheren Lehrbetrieb an der MedUni Wien ist bis auf Weiteres in der Universitätsbibliothek neben der Bibliothekskarte und dem Tragen einer FFP2-Maske ein gültiger Nachweis über die Grundimmunisierung (3x geimpft oder 2x geimpft + genesen) notwendig, der für den Eintritt erforderlich ist und vom  Sicherheitspersonal kontrolliert wird.

Wer von der Impfung ausgenommen ist, muss statt der Grundimmunisierung die Zutrittsbescheinigung der MedUni Wien und einen negativen PCR Test (<48 Std.) vorweisen.

Bitte beachten Sie, dass für die Nutzung von Lern- und Leseplätzen im Vorhinein ein Timeslot online reserviert werden muss.

Zum Buchungssystem: org-t4.meduniwien.ac.at/shiblogin/

Anleitung Buchungssystem: https://t3-org1.meduniwien.ac.at/fileadmin/ub/Timeslot_Buchungssystem_STUD_1.2.pdf

Wir danken für Ihr Verständnis und wünschen trotz aller Widrigkeiten viel Erfolg beim Lernen!

Ihr Bibliotheksteam

 

LESEPLATZ-RESERVIERUNG: Ab sofort Wunsch-Platzwahl möglich!

Liebe Bibliotheksbenutzer*innen!

In der Universitätsbibliothek der MedUni Wien stehen derzeit COVID-19-bedingt 75 Lern- und Leseplätze zur Verfügung.

Es ist notwendig, für einen Leseplatz im Vorhinein online einen Timeslot zu buchen.

Für die Buchung eines Tisches ist ein aktives Bibliothekskonto Voraussetzung.

Die Länge der buchbaren Timeslots beträgt immer 4 Stunden, wobei es aktuell kein Limit an maximal buchbaren Timeslots gibt. (also bis zu 3 pro Tag / 15 pro Woche)

!!! BITTE BUCHEN SIE NUR TIMESLOTS, VON DENEN SIE WISSEN, DASS SIE SIE WAHRNEHMEN KÖNNEN UND STORNIEREN SIE BUCHUNGEN, DIE SIE NICHT EINHALTEN KÖNNEN !!!

Bitte beachten Sie, dass sich jede/r Benutzer*in die Timeslots selber buchen muss und dass daher das Eintragen einer Reservierung am Schalter leider nicht möglich ist.

Ab sofort ist es im Timeslot-Buchungssystem möglich, einen bestimmten Wunschplatz zu buchen.

In der Buchungsansicht gibt es nun oben in der Filterleiste ein Dropdown-Menü in dem man einen einzelnen Tisch auswählen kann. Es wird dann zum Buchen nur dieser Tisch angezeigt und man kann ganz normal mit Setzen des Hakerls in das Feld ganz rechts diesen Wunschplatz reservieren. Um wieder zu allen verfügbaren Tischen zurück zu kommen, einfach auf „Alle Tische“ klicken.

Um längere Wartezeiten am Schalter zu vermeiden, bitten wir Sie, bereits vor dem Besuch der Bibliothek einen Timeslot online zu reservieren! Es stehen auch PCs in der Bibliothek zur Verfügung, um vor Ort buchen zu können.

Link zum Buchungssystem: org-t4.meduniwien.ac.at/shiblogin/

Anleitung Buchungssystem: https://t3-org1.meduniwien.ac.at/fileadmin/ub/Timeslot_Buchungssystem_STUD_1.2.pdf

»Zugangsplan zur Bibliothek

Wir freuen uns, Sie in der Universitätsbibliothek begrüßen zu dürfen!

Lärmentwicklung durch Bauarbeiten auf Ebene 6

Sehr geehrte Bibliotheksbenutzer*innen!

Aufgrund umfangreicher Bauarbeiten auf Ebene 6, genau über der Universitätsbibliothek, kann es in den kommenden Wochen zu Lärmentwicklung – vor allem im Bereich des Informations- und Entlehnschalters – kommen.

Um die Unannehmlichkeiten zu reduzieren, steht bei den Steh-PCs ggü. dem Schalter ein Automat mit Ohrstöpseln.

Wir bitten, diese Unannehmlichkeiten zu entschuldigen!

Ihr Bibliotheksteam

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [175]: Heinrich Bamberger – Pathologe, Internist an der II. medizinischen Klinik der Medizinischen Fakultät Wien

Heinrich Bamberger – Pathologe, Internist an der II. medizinischen Klinik der Medizinischen Fakultät Wien

Text: Dr. Walter Mentzel

Heinrich von Bamberger wurde am 27. Dezember 1822 als Sohn von Jakob Bamberger (1787-1861) und Theresia Henrietta (1797-1888), geborene Dormitzer, in Zvonarka bei Prag geboren. Er war seit 1854 mit Auguste, geborene Rechtenberg, verheiratet. Bamberger studierte nach Absolvierung des Akademischen Gymnasiums in Prag an den Fakultäten in Wien und Prag Medizin. Nach seiner Promotion an der Universität in Prag im Jahr 1847 zum Doktor der Medizin arbeitete er als Assistent am Allgemeinen Krankenhaus in Prag. Nachdem sein Lehrer Johann von Oppolzer (1808-1871) 1851 an die 2. Medizinische Klinik an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien berufen wurde, folgte Bamberger ihm als sein Assistent an die Klinik. Zu seinen Lehrern gehörten hier Josef von Skoda (1805-1881) und Carl von Rokitansky (1804-1878). Zwischen 1854 bis 1872 wirkte Bamberger als Leiter der Medizinischen Universitätsklinik in Würzburg, bis er 1872 zum Ordinarius für medizinische Pathologie, Therapie und Klinik ernannt die Nachfolge des verstorbenen Oppolzer an der II. medizinischen Klinik an der Universität Wien antrat und diese bis zu seinem Tod ausübte. In Würzburg publizierte er sein „Lehrbuch der Krankheiten des Herzens“. Im April 1872 hielt er seine Antrittsvorlesung an der medizinischen Klinik, die in der Wiener medizinischen Wochenschrift abgedruckt ist.[1] Als Pathologe und Internist führte Heinrich Bamberger die Laboratoriumsmedizin und die Mikroskopie in die Innere Medizin ein.


Heinrich von Bamberger

Seit 1886 war Bamberger Präsident der Gesellschaft der Ärzte in Wien. 1888 gründete er gemeinsam mit Ernst Fuchs (1851-1930) die „Wiener klinischen Wochenschrift“. Daneben war er Vorstand des Vereins zur Pflege kranker Studierender in Wien.[2] Sein Sohn Eugen von Bamberger (*5.9.1858 Würzburg, gest. 4.10.1921 Wien) arbeitete ebenfalls als Mediziner.

Heinrich von Bamberger verstarb am 9. November 1888 in Wien.[3] Ein umfassender Nachruf von Prof. Theodor Meynert (1833-1892), gehalten vor der Gesellschaft der Ärzte, findet sich in der Wiener klinischen Wochenschrift abgedruckt.[4]

Die Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin besitzt den Bestand der früheren II. Medizinischen Klinik, die zirka 1913/14 zum Aufbau des ehemaligen Institut für Geschichte der Medizin übernommen wurde. Im Bestand der Zweigbibliothek befinden sich heute zahlreiche seiner Arbeiten.

Eine ihm gewidmete Büste als Denkmal befindet sich seit 1899 im Arkadenhof der Universität Wien.

Quellen:

Neue Freie Presse. 14. Mai 1914. S. 9.

Neues Wiener Journal. 16.12.1920. S. 3.

Die Neuzeit. 10.11.1888. S. 3.

Neuburger, Max: Heinrich von Bamberger. Der Begründer der Wiener klinischen Wochenschrift. In: Wiener klinische Wochenschrift. Nr. 50. 1937. S. 2-4.

Literaturliste:

Bamberger, Heinrich von: Lehrbuch der Krankheiten des Herzens. Wien: Braumüller 1857.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 860]

Keywords:

Bibliothek, Heinrich Bamberger, Internist, Pathologe, Arzt, Wien

[1] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 17. 1872. Sp. 415-417.

[2] Wiener Allgemeine Zeitung. 7.12.1886. S. 5.

[3] Neue Freie Presse, 10.11.1888. S. 6 und S. 2 (Abendblatt).

[4] Wiener klinische Wochenschrift. Nr. 35. 1888. S. 713-717.

Normdaten (Person) Bamberger, Heinrich : BBL: 39061; GND: 119034581

Bio-bibliografisches Lexikon (BBL)/Liste aller Beiträge der VS-Blog-Serie: Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien

Bitte zitieren als VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien, BBL: 39061 (24.05.2022); Letzte Aktualisierung: 2022 05 24
Online unter der URL: https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=39061

Van Swieten Blog Logo Margrit Hartl

Most Wanted Book: Neurologie compact : für Klinik und Praxis

Unter den am meisten vorgemerkten Büchern der letzten Buchausstellung ist:

Neurologie compact : für Klinik und Praxis

Hufschmidt, Andreas, 1952- [HerausgeberIn]Rauer, Sebastian [HerausgeberIn]Glocker, Franz Xaver [HerausgeberIn]
2022
Abstract:
„Neurologie compact bietet maximale inhaltliche Informationsdichte und bleibt dennoch fokussiert auf die wichtigsten Fakten für Ihr Tagesgeschäft. Das Buch ist ideal als Nachschlagewerk für Klinik und Praxis geeignet: So viele Grundlagen wie nötig, so viel klinisch anwendbares Wissen wie möglich.
Aktualisierung der Inhalte anhand der DGN-Leitlinien 2020 und MS Leitlinien 2021Alle Krankheiten und Syndrome, alle diagnostischen Methoden und Therapieformen Alle Besonderheiten – von Intensivneurologie über Schmerztherapie und Neuro-Orthopädie bis hin zu Begutachtungswerten Detaillierte Hinweise für die Praxis, genaue Dosierungsangaben, übersichtliche Therapieschemata und Clinical Pathways für den raschen ÜberblickJetzt neu: Kapitel zur neurologischen Rehabilitation, Informationen zu COVID-19, Handouts für Patienten sowie viele nützliche Links zu wichtigen Quellen.“
Signatur: WL-39-3 /<9> 
 
 

Open Access Publikationen von Angehörigen der MedUni Wien [102]: Verlag Wiley

Open AccessOpen Access Publikationen von Angehörigen der MedUni Wien: Verlag Wiley

Für Wissenschaftler*innen der MedUni Wien besteht die Möglichkeit, als Corresponding Author in ca. 1.300 Zeitschriften des Verlages Wiley ohne zusätzliche Bezahlung von Article Processing Charges (APCs) Open Access zu publizieren.  Mehr Infos–>

Im Van Swieten Blog können Sie  kontinuierlich die Open Access Publikationen von Angehörigen der MedUni Wien nachlesen:

The formalin test does not probe inflammatory pain but excitotoxicity in rodent skin

Tal Hoffmann, Florian Klemm, Tatjana I Kichko, Susanne K Sauer, Katrin Kistner, Bernhard Riedl, Patrick Raboisson, Lei Luo, Alexandru Babes, Laurence Kocher, Giancarlo Carli, Michael J. M. Fischer, Peter W. Reeh

Physiol Rep. 2022 Mar; 10(6): e15194. Published online 2022 Mar 27. doi: 10.14814/phy2.15194

PMCID:

PMC8957662

ArticlePubReaderPDF–2.0MCite

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Digital opportunities to connect and complain – the use of Facebook in small animal practice

Svenja Springer, Thomas Bøker Lund, Peter Sandøe, Sandra A. Corr, Annemarie T. Kristensen, Herwig Grimm

Vet Rec Open. 2022 Dec; 9(1): e29. Published online 2022 Feb 28. doi: 10.1002/vro2.29

PMCID:

PMC8885750

ArticlePubReaderPDF–276KCite

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Prognostic impact of genetic alterations and methylation classes in meningioma

Anna S. Berghoff, Thomas Hielscher, Gerda Ricken, Julia Furtner, Daniel Schrimpf, Georg Widhalm, Ursula Rajky, Christine Marosi, Johannes A. Hainfellner, Andreas von Deimling, Felix Sahm, Matthias Preusser

Brain Pathol. 2022 Mar; 32(2): e12970. Published online 2022 Feb 25. doi: 10.1111/bpa.12970

PMCID:

PMC8877750

ArticlePubReaderPDF–361KCite

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Soluble neprilysin and survival in critically ill patients

Max Lenz, Konstantin A. Krychtiuk, Mira Brekalo, Dominik F. Draxler, Noemi Pavo, Christian Hengstenberg, Kurt Huber, Martin Hülsmann, Gottfried Heinz, Johann Wojta, Walter S. Speidl

ESC Heart Fail. 2022 Apr; 9(2): 1160–1166. Published online 2022 Jan 18. doi: 10.1002/ehf2.13787

PMCID:

PMC8934932

ArticlePubReaderPDF–1.4MCite

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Using telemedicine in nursing homes during the COVID‐19 pandemic: A multi‐perspective view on the implementation process

Petra Plunger, Magdalena Eitenberger, Maria Kletecka‐Pulker, Thomas Wochele‐Thoma, Elisabeth Klager, Ann Kathrin Ruf, Fabian Eibensteiner

Nurs Open. 2022 Mar; 9(2): 1155–1163. Published online 2021 Dec 16. doi: 10.1002/nop2.1155

PMCID:

PMC8859029

ArticlePubReaderPDF–390KCite

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A Quantitative Magnetic Resonance Cholangiopancreatography Metric of Intrahepatic Biliary Dilatation Severity Detects High‐Risk Primary Sclerosing Cholangitis

Emmanuel A. Selvaraj, Ahmed Ba‐Ssalamah, Sarah Poetter‐Lang, Gerard R. Ridgway, J. Michael Brady, Jane Collier, Emma L. Culver, Adam Bailey, Michael Pavlides

Hepatol Commun. 2022 Apr; 6(4): 795–808. Published online 2021 Nov 21. doi: 10.1002/hep4.1860

PMCID:

PMC8948671

ArticlePubReaderPDF–730KCite

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [174]: Albin Eder – Gründer und Leiter der Privat- Heilanstalt „Albin Eder“. Der Vorgängerinstitution des „Sanatorium Fürth“

Albin Eder – Gründer und Leiter der Privat- Heilanstalt „Albin Eder“. Der Vorgängerinstitution des „Sanatorium Fürth“

Text: Dr. Walter Mentzel

Albin Eder wurde am 3. Oktober 1830 in Melk in Niederösterreich als Sohn von Joseph Eder (1800-1860) und Maria, geborene Pfahler, geboren. In erster Ehe war er seit 1855 mit Sophie Auguste Pauer (1825-1881) verheiratet,[1] in zweiter mit Marie Edler von Rebhann-Aspernbruck.[2] Er studierte an der Universität Wien Medizin, promovierte im März 1854 zum Doktor der Medizin und erhielt im Juli 1854 die Sponsion im Fach Chirurgie. Im Juli 1854 wurde er zum Schriftführer einer Kommission im Allgemeinen Krankenhaus bestellt, die die vom Ministerium des Inneren mit Erlass bewilligte Behandlungsmethode an Krebserkrankter durch den Chirurgen Prof. Nicola Landolfi begleiten sollte.[3] Zu dieser Zeit eröffnete Eder eine private Ordination am Neuen Markt in Wien[4] und arbeitete als Sekundararzt und Internist an der 4. Medizinischen Abteilung im Allgemeinen Krankenhaus in Wien, von der er 1855 an die Abteilung für Syphilis wechselte.[5] Er referierte regelmäßig im medizinischen Doctoren-Kollegium und war Mitglied des Unterstützungs-Vereines für aus der hiesigen k.k. Irren-Anstalt geheilt entlassenen hilflosen Personen.[6]

1859 trat er als Zivilarzt in das Garnisonsspital Nr. 2 am Rennweg in Wien ein, und übernahm die Leitung einer chirurgischen Abteilung,[7] über deren Leistungen er in der Österreichischen Zeitschrift für praktische Heilkunde (1859) berichtete.[8] Hier hatte er im Sommer 1859 vor allem Verwundete aus dem Sardinischen Krieg und der Schlacht von Solferino zu betreuen.

Dr. Eder’s Privat-Heilanstalt

Im Jahr 1865 übernahm Eder die in Wien in der Josefstadt in der Lange Gasse 53 (vormals Nr. 115),[9] in dem um 1700 erbauten Palais (Karl August von Damian) gelegene und von Dr. Gustav Wertheim geführte Privat-Heilanstalt.[10]

Fremden-Blatt. 31.12.1865. S. 25.

Das hier angebotene medizinische Repertoire reichte von chirurgischen Eingriffen bis zur Gynäkologie, Dermatologie oder der Augenheilkunde und richtete sich vor allem an zahlungskräftige Patient*innen aus dem In- und Ausland. Die an dieser Anstalt behandelnden Ärzte zählten zu den renommiertesten Wiens, darunter Theodor Billroth (1829-1894), Johann von Dumreicher (1915-1880), Leopold von Dittel (1815-1898), Carl Ludwig Sigmund (1810-1883), Ferdinand Arlt (1812-1887), Franz Pitha (1810-1875), Gustav Braun (1829-1911), Adam Politzer (1835-1920), Heinrich von Bamberger (1822-1888) u.a. Eder publizierte jährliche ärztliche Berichte über die Arbeiten an dieser Anstalt.

Die Privat-Heilanstalt Dr. Albin Eder in Wien (späteres „Sanatorium Fürth)

In den Jahren 1886/87 ließ Eder in der Schmidgasse 14 in Wien Josefstadt durch den Architekt Prof. Hans Wilhelm Auer und dem bereits durch seine Arbeiten an der Ringstraßengebäuden bekannten Baumeister Johann Sturany (1831-1912)[11] auf einem Areal von 2530 m² auf 993 m² eine vierstöckige private Heilanstalt errichten, die er mit den modernsten medizintechnischen Geräten ausstatten ließ. Sie besaß eine eigene Zentralheizanlage sowie eine Warmwasseranlage und war vollständig elektrifiziert. Ein eigenes Ventilationssystem leitete den Luftstrom aus der Gartenanlage in die einzelnen Räume der Anstalt. Nach deren Fertigstellung übersiedelte er seine Anstalt an den neuen Standort.

Neue illustrierte Zeitung. 29.5.1887. S. 12.

Auch hier richtete sich das Angebot der Anstalt an finanzkräftige Patient*innen, die sich dem öffentlichen Spitalswesen verweigerten und ein luxuriöses Ambiente bevorzugten. Die Anstalt wurde im Mai 1887 eröffnet und enthielt vierzig Krankenzimmer, sowie Operationsräume, Dampfbäder, Gesellschafts- und Konversationsräume, Salons u.a. Sie galt besonders wegen ihrer hygienischen Standards und wegen der umfassenden Pflegeeinrichtungen als Musteranstalt. Wie schon in den Jahren zuvor bestand das medizinische Personal vor allem aus renommierten Medizinern aus dem Allgemeinen Krankenhaus in Wien, während als hauseigene Ärzte neben Albin Eder nur zwei Assistenzärzte fungierten sowie sein Sohn, der Mediziner Albin Eder jun. (1859-1916), und seine Tochter, die sich den organisatorischen Belangen der Anstalt widmete. Eder erhielt 1879 den Titel kaiserlicher Rat,[12] war Träger des Ritter des Franz Josefs-Ordens, und Mitglied des Doctoren-Kollegiums sowie der Gesellschaft der Ärzte in Wien.

Mit 1. Juli 1895 erwarb der Mediziner Julius Fürth (1859-1923) das Sanatorium, der es erweiterte und unter dem Namen „Sanatorium Fürth“ weiterführte.[13]

Die von Albin Eder jährlich herausgegebenen ärztlichen Berichte der Privat-Heilanstalt finden sich an der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin im Bestand der Obersteiner-Bibliothek.

Eder verstarb am 14. November 1911 in Wien.

Neue Freie Presse. 25.11.1911. S. 29.

Skizzen der Privat-Heilanstalt „Albin Eder“, Wien 8, Schmidgasse 14. Aus: Allgemeine Bau-Zeitung. 1888. Blatt. 1-10.

Quellen:

Geburtsbuch RK, Diözese St. Pölten, 1830, Sign. 01-06, Melk, Eder Albinus.

UAW, Medizinische Fakultät, Rigorosenprotokolle, Sign. 170-49a, Eder Albin (Rigorosum Datum 1853).

UAW, Rektorat, Medizinische Fakultät, Promotionsprotokolle, Sign. 176-1104, Eder Albin (Promotion Datum 27.3.1854).

Literaturliste:

Aerztlicher Bericht der Privat-Heilanstalt des Dr. Albin Eder von dem Jahre …. Hg.: Privatheilanstalt des Dr. Albin Eder. Wien: 1877-1889.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Obersteiner Bibliothek, Sign.: HOB-Bh-E]

Keywords:

Albin Eder, private Heilanstalt, Sanatorium, Wien, Arzt

[1] Neue Freie Presse. 19.10.1881. S. 4.

[2] Die Presse. 18.6.1893. S. 7.

[3] Zeitschrift der k.k. Gesellschaft der Ärzte zu Wien. 1. Bd. 1855. S. 533

[4] Fremden-Blatt. 20.10.1854. S. 16.

[5] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 23. 1855. Sp. 366.

[6] Wiener Zeitung. 6.1.1857. S. 48.

[7] Allgemeine Wiener medizinische Zeitung. 12.7.1859. S. 214.

[8] Jahrbücher der in- und ausländischen gesammten Medizin. Bd. 104. 1859. S. 383.

[9] Vollständiges Orientierungs-Häuserschema zur neuen Häuser-, Gassen- und Strassen-Ordnung der k. k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien. 1864: S. 103.

[10] Krippen-Kalender für das Jahr 1865, Jahrbuch für Frauen und Mütter. Wien: 1865. S. 74; Allgemeine Wiener medizinische Zeitung. 2.5.1865. S. 144.

[11] Allgemeine Bauzeitung. Nr. 4. 1888, S. 8ff.

[12] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 26. 1879. Sp. 727.

[13] Neue Freie Presse. 23.6.1895. S. 6.

Normdaten (Person) Eder, Albin: BBL: 38987GND:1258191423

Bio-bibliografisches Lexikon (BBL)/Liste aller Beiträge der VS-Blog-Serie: Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien

Bitte zitieren als VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien, BBL: 38941 (19.05.2022); Letzte Aktualisierung: 2022 05 19
Online unter der URL: https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=38987

Van Swieten Blog Logo Margrit Hartl

MOST WANTED eBOOKS Georg Thieme Verlag

Die Universitätsbibliothek stellt 9 887 lizenzierte eBooks zur Verfügung. Alle eBooks können im Volltext  am Campus der MedUni Wien oder via Remote Access (OFF Campus) abgerufen werden.

Folgende eBooks vom Georg Thieme Verlag* wurden am meisten genutzt :

E-Book

Prometheus LernAtlas der Anatomie : allgemeine Anatomie und Bewegungssystem

Schünke, Michael, 1950- [VerfasserIn]Schulte, Erik, 1956- [VerfasserIn]Schumacher, Udo, 1956- [VerfasserIn] Voll, Markus, 1961- [IllustratorIn]Wesker, Karl, 1953- [IllustratorIn]
E-Book

Anatomie

Aumüller, Gerhard, 1942- [VerfasserIn]
2020
 
E-Book

Prometheus LernAtlas der Anatomie : Kopf, Hals und Neuroanatomie

Schünke, Michael, 1950- [VerfasserIn]Schulte, Erik, 1956- [VerfasserIn]Schumacher, Udo, 1956- [VerfasserIn] Voll, Markus, 1961- [IllustratorIn]Wesker, Karl, 1953- [IllustratorIn]
 
*Berichtsjahr 2021

UpToDate: Online-Webinar am 22. 6. 2022, 15.00-15.30 Uhr.

Wie kann man schnell aktuelles Medizinwissen finden,
um klinische Fragen zu beantworten?

In dieser 30-Minuten Sitzung zeigt Frau  Nessie Cumur die praktische Anwendung von UpToDate und UpToDate Anywhere:

• Wie erhält man Zugriff über Mobile App & von zu Hause?
• Bewertete Behandlungsempfehlungen
• Arzneimittelwechselwirkungen analysieren
• Neuigkeiten aus Ihren Fachgebieten
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• Medizinische Rechenfunktionen
• Personalisierung von UpToDate

Link zur Teilnahme im PDF:

Kompetenz mit UpToDate stärken -Neue Funktionen – Webinar am 22. Juni um 15.00 Uhr

Thieme eBooks und eJournals offline lesen mit der eRef-App

Mit der eRef-App von Thieme können Sie ganze eBooks und  einzelne Hefte elektronischer Zeitschriften des Verlages Thieme herunter laden und auch offline lesen.

Legen Sie sich zuerst auf der Plattform eRef einen sogenannten Heimzugang an, also ein persönliches Konto. Entweder hier am Campus, oder auch via Remote Access.

Installieren Sie sich die entsprechende eRef-App aus dem App-Store auf ihrem Mobilgerät und loggen Sie sich dann mit Ihren persönlichen Zugangdaten des Heimzuganges in der App ein.

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Informationen des Verlages Thieme über diese App finden Sie hier:
==> Thieme eRef App