DIPLDISS-COACHING – „Gecoachtes Searching für MedUni Wien-DiplomandInnen / DissertantInnen“- TERMINE: 30. September 2017, 11. November 2017, 2. Dezember 2017

DiplDiss-Coaching  – „Gecoachtes Searching für MedUni Wien-DiplomandInnen/DissertantInnen“

Ein kostenfreies Angebot für Studierende der MedUni Wien

Vortragende: Mag. Brigitte Wildner

  • Grundlagen der Literaturrecherche
  • Auswahl der Datenbanken
  • Suchstrategien
  • Freies Arbeiten – Betreuung bei der Recherche

Samstage, 
30.September 2017
02.Dezember 2017

von 9:30 – 12:30 im Vortragsraum der UB MedUni

Email-Anmeldung: brigitte.wildner@meduniwien.ac.at
mit Angabe der Bibliotheks-ID Nr. ($A………)


Vortragende: Dr. Eva Chwala

Grundlagen der Literaturrecherche

  • Auswahl der Datenbanken
  • Suchstrategien
  • Freies Arbeiten – Betreuung bei der Recherche

Samstag,
11. November 2017

von 9:30 – 12:30 im Vortragsraum der UB MedUni

Email-Anmeldung: eva.chwala@meduniwien.ac.at
mit Angabe der Bibliotheks-ID Nr. ($A………)

Neuerwerbungen im September`17:

Der Bestand der Bibliothek wird durch zahlreiche interessante
Neuerwerbungen laufend erweitert.

Ein Großteil der neu erworbenen Literatur wird in der Buchausstellung im Lesesaal präsentiert.

Alle Neuerwerbungen finden Sie im Katalog–>LINK

Beispiele:

*************

Praxis der HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie
Strutz, Jürgen [HerausgeberIn] Arndt, Olaf [HerausgeberIn]
2017
**************

false
Cardiovascular medicine
Morris, Paul [VerfasserIn] Morton, Allison [VerfasserIn] Warriner, David [VerfasserIn]

**************

Herz-Kreislauf-System : Integrative Grundlagen und Fälle
Noble, Alan [VerfasserIn] Johnson, Robert [VerfasserIn] Thomas, Alan [VerfasserIn] Bass, Paul [VerfasserIn]
2017

**************

Demenzen
Wallesch, Claus-Werner, 1953- [HerausgeberIn] Förstl, Hans, 1954- [HerausgeberIn]
2017

**************

Mein erster Dienst – Anästhesie
Fink, Tobias, 1979- [VerfasserIn] Kiefer, Daniel Lorenz, Dominik
2017

**************

Memorix Zahnmedizin
Weber, Thomas, 1952- [VerfasserIn]
2017

**************

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [38]: Frankl, Viktor E.: … trotzdem ja zum Leben sagen. Drei Vorträge gehalten an der Volkshochschule Ottakring. Wien

Frankl, Viktor E.: … trotzdem ja zum Leben sagen. Drei Vorträge gehalten an der Volkshochschule Ottakring. Wien: Franz Deuticke 1946.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: D2045]

http://search.obvsg.at/primo_library

Abb. 1    Viktor Emil Frankl

Viktor Emil Frankl (*26.03.1905 Wien, gest. 02.09.1997 Wien), dessen Todestag sich am 2. September 2017 zum 20. Mal jährte, war ein österreichischer Neurologe und Psychiater. Er gilt als Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse sowie der Dritten Wiener Schule der Psychotherapie. Sein Werk … trotzdem ja zum Leben sagen […] (engl.: Man’s search for meaning: An introduction to logotherapy), worin er seine Erfahrungen als Häftling mehrerer nationalsozialistischer Konzentrationslager verarbeitete und einer breiten Öffentlichkeit darlegte, wurde in 26 Sprachen übersetzt und verkaufte sich über 12 Millionen Mal.

Viktor E. Frankl wuchs mit seinen Geschwistern Walter und Stella in einer jüdischen Beamtenfamilie in der Wiener Leopoldstadt auf. Seine Mutter stammte aus Prag, sein Vater aus Südmähren. Schon seine Schulzeit war geprägt von seinem Interesse für Psychologie und Psychoanalyse. Bereits mit 15 Jahren korrespondierte er mit Sigmund Freud (1856-1939). So erschien auch seine erste Publikation 1924, ein Jahr nach seiner 1923 abgelegten Matura, in der Internationalen Zeitschrift für Psychoanalyse auf ausdrückliche Empfehlung Freuds. Viktor E. Frankl studierte Medizin an der Universität Wien und promovierte 1930. Noch während seiner Studienzeit verkehrte er mit Individualpsychologen, wie Alfred Adler (1870-1937). Frankl publizierte 1925 in der Internationalen Zeitschrift für Individualpsychologie seine Arbeit Psychotherapie und Weltanschauung und gründete die Zeitschrift Der Mensch im Alltag, die er bis zum Bruch mit Alfred Adler 1927 leitete. Adler schloss Frankl wegen „Unorthodoxie“ aus dem Verein für Individualpsychologie aus. Frankl, der seit 1924 Obmann der Sozialistischen Mitschüler Österreichs war, gründete ab 1928 mehrere Jugendberatungsstellen und organisierte 1930 zur Zeit der Zeugnisvergabe eine besondere Beratungsinitiative, woraufhin sich in Wien die Zahl der Suizidversuche von SchülerInnen deutlich reduzierte. Dieser Erfolg machte auch die internationale Fachwelt auf ihn aufmerksam.

Abb. 2    Viktor Emil Frankl

Von 1933 bis 1937 leitete Viktor E. Frankl im Psychiatrischen Krankenhaus Wien am Rosenhügel den sogenannten „Selbstmörderinnenpavillon“, wo er als Oberarzt jährlich bis zu 3.000 selbstmordgefährdete Frauen betreute. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde ihm aufgrund seiner jüdischen Herkunft verboten „arische“ Patienten zu betreuen. 1940 übernahm er die Leitung der neurologischen Abteilung des Rothschild-Spitales, dem einzigen Krankenhaus in Wien, in dem Juden und Jüdinnen noch behandelt wurden. Obwohl ihm das US-Konsulat in Wien 1941 ein Visum für die Vereinigten Staaten in Aussicht stellte verzichtete er auf die Fluchtmöglichkeit, da er seine Eltern nicht in Wien zurücklassen wollte. Viktor E. Frankl wurde gemeinsam mit seiner Frau Tilly 1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Sein Vater wurde hier 1943 ermordet. 1973 schrieb Frankl über seinen Vater im KZ: „Bevor er im Lager Theresienstadt Hungers starb, wurde der Herr Direktor einmal dabei angetroffen, wie er aus einer leeren Tonne den Rest von Kartoffelschalen herauskratzte.“[1] Die Nationalsozialisten ermordeten seine Mutter ebenso wie sein Bruder Walter in den Gaskammern von Ausschwitz. Frankls Ehefrau Tilly wurde im Konzentrationslager Bergen-Belsen ermordet. Frankl selbst deportierten die Nazis am 19. Oktober 1944 von Theresienstadt nach Ausschwitz von wo er einige Tage später ins KZ-Außenlager Kaufering III und am 5. März 1945 ins KZ-Außenlager Kaufering VI, dem sogenannten Lager Türkheim, beides Außenlager des Konzentrationslagers Dachau, verschleppt wurde. Am 27. April 1945 erlebte Frankl seine Befreiung im Lager Türkheim durch die US-Armee.

Abb. 3    Titelblatt: Frankl: … trotzdem ja zum Leben sagen […]. Wien 1946.

Viktor E. Frankl verarbeitete seine Eindrücke und Erfahrungen in dem Buch … trotzdem ja zum Leben sagen. Drei Vorträge gehalten an der Volkshochschule Ottakring. Wien: Franz Deuticke 1946. Er vertrat schon kurz nach Ende des Krieges die Ansicht, dass vor allem Versöhnung einen sinnvollen Ausweg aus der Katastrophe des Weltkrieges und des Holocaust weisen könne. Der Titel des Buches enthält das Zitat: „trotzdem Ja zum Leben sagen“ aus dem Refrain des Buchenwaldliedes des KZ-Häftlings Fritz Löhner-Beda (1883-1942), einem österreichischen Librettisten, Schlagertexters und Schriftstellers. Im Buch geht es zunächst um die Auswirkung der Lagerhaft in einem KZ auf die Häftlinge, aber auch um die Beziehungen zwischen den Häftlingen.

Die zentrale Erfahrung im Konzentrationslager war für Frankl, dass es möglich ist, auch noch unter inhumansten Bedingungen einen Sinn im Leben zu sehen. So beschreibt er, dass diejenigen Häftlinge eine bessere Chance hatten, zu überleben, die jemanden hatten, der auf sie wartet. Für Frankl selbst war es die Vorstellung, dass er in der Zukunft Vorlesungen über die Auswirkungen des Lagers auf die Psyche halten werde. Auch in späteren Jahren stand für Frankl die Sinnfrage stets im Zentrum seiner Arbeiten zur Suizidprävention. Darüber entspann sich auch ein längerer Dialog zwischen Frankl, der nach dem Krieg auch im Fach Philosophie promovierte, und dem Philosophen Martin Heidegger (1889-1976).

Viktor E. Frankl kehrte 1945 wieder zurück nach Wien. 1946 wurde er zum Vorstand der Wiener Neurologischen Poliklinik berufen, die er bis 1971 leitete. Nach seiner Habilitierung 1949 erhielt er 1955 den ordentlichen Professorentitel der Universität Wien für Neurologie und Psychiatrie. Zahlreiche Gastprofessuren führten ihn unter anderem in die USA an die Universitäten Harvard und Stanford. Die U.S. International University in Kalifornien errichtete eigens für ihn eine Professur für Logotherapie, die von Frankl geschaffene Psychotherapierichtung. Frankl entwickelte verschiedene Methoden der Psychotherapie, die teils auch von anderen therapeutischen Richtungen übernommen wurden – die „paradoxe Intention“, die „Dereflexion“, die „Einstellungsänderung“, das „Logodrama“, die „existenzanalytische Traumdeutung“, den „sokratischen Dialog“ und andere.

Von 1947 bis zu seinem Tod war er in zweiter Ehe mit Eleonore Katharina Schwindt verheiratet, mit der er auch eine Tochter hatte. Viktor Emil Frankl verstarb 92-jährig am 2. September 1997 in Wien. Er galt als einer der größten Fachleute auf seinem Gebiet. Er verfasste 32 Bücher und erhielt weltweit 29 Ehrendoktorate. Sein wohl weltweit bekanntestes Buch – die amerikanische Ausgabe seines „…trotzdem ja zum Leben sagen […]“ ist laut Library of Congress „one of the ten most influential books in the USA“. 1992 wurde in Wien das Viktor Frankl Institut (http://logotherapy.univie.ac.at/d/institut_agenda.html) gegründet und seit 2015 gibt es in Wien auch ein Viktor Frankl Museum (https://www.franklzentrum.org/museum/das-museum.html).

Folgende weitere Erstausgaben wichtiger Werke Frankls aus der Nachkriegszeit befinden sich in den Beständen der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin:

Frankl, Viktor E.: Ärztliche Seelsorge. Wien: Franz Deuticke 1946.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 30155/Sign.: 68442]

http://search.obvsg.at/primo_library/

Frankl, Viktor E.: Die Psychotherapie in der Praxis. Eine kasuistische Einführung für Ärzte. Wien: Franz Deuticke 1947.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 63726]

http://search.obvsg.at/primo_library/

Text: Harald Albrecht

Quellen:

Kasper, Siegfried: Nachruf auf Prof. Viktor E. Frankl. In: Die Universität. (3) 1997. S. 11.

Doering, Dieter: Die Logotherapie Viktor Emil Frankls. (= Kölner medizinhistorische Beiträge, 19) Köln: Univ.-Diss. 1981

Univ.-Prof. Dr. Viktor Frankl. In: Österreicher, die der Welt gehören. Hrsg. von Mobil Oil Austria Aktiengesellschaft. Wien: Mobil Oil Austria AG 1979. S. [44]-53.

Asperger, Hans: Laudatio für Professor Dr. Viktor E. Frankl anläßlich der feierlichen Überreichung des Innitzer-Preises. In: Österreichische Ärztezeitung. (33/3) 1978. S. 146-147.

Frankl, Viktor E.: Viktor E. Frankl. In: Psychotherapie in Selbstdarstellungen. Hrsg. von Ludwig J. Pongratz. Bern, Stuttgart und Wien: Verlag Hans Huber 1973. S. 177-204.

Fabry, Joseph B.: Das Ringen um Sinn. Logotherapie für den Laien. Stuttgart: Paracelsus Verlag 1973.

[1] Frankl, Viktor E.: Viktor E. Frankl. In: Psychotherapie in Selbstdarstellungen. Hrsg. von Ludwig J. Pongratz. Bern, Stuttgart und Wien: Verlag Hans Huber 1973. S. 177.

Alle Beiträge der VS-Blog-Serie: Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien–>

Judith Huber: Praktikum an der Ub MedUni Wien (Juli 2017)

Judith Huber: Praktikum an der UB MedUni Wien (Juli 2017)

Die Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien hat als Hochschulbibliothek die Aufgabe die BenutzerInnen der Medizinischen Universität (Studierende, Lehrende, Forschende), MitarbeiterInnen des AKH und Externe mit Literatur und Medien über Medizin zu versorgen. Darüber hinaus ist diese Bibliothek jedoch auch sehr reich an besonderen Serviceangeboten, welche den gängigen Zugang zu den Ressourcen übersteigt und speziell auf die Bedürfnisse der MedizinerInnen zugeschnitten ist.
Ich verbrachte zwei Wochen an der MUW und durfte im Rahmen eines Turnus Einblick in die verschiedensten Abteilungen bekommen. Neben den Besonderheiten bei der inhaltlichen Erschließung, dem „e-only“ Angebot von Journalen so, wie dem Literaturlieferdienst und dem „e-book on demand“, durfte ich die Herausforderungen und den Prozess des unterstützenden Service „wissenschaftliche Recherche“ kennen lernen und sogar eigenständig einen Rechercheauftrag ausführen. Zu guter Letzt übernahm ich die Aufgabe historische Bücher einzuscannen, welche als Auftrag eines EOD eingelangt sind.
Besondere Highlights waren für mich zwei Führungen:
1. Die Zweigbibliothek für Zahnmedizin an der Universitätszahnklinik, welche als One Person Library geführt wird und erst vor kurzem diesen neuen Standort erhalten hatte. Herr Mag. Großhaupt berichtete nicht nur über die Herausforderungen einer OPL, sondern erzählte ebenso über die Planung der neuen Bibliothek, in welche er involviert war.
2. Die Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin, welche Provenienzforschung zur Retournierung von NS-Raubgütern betreibt und eine besonders gründliche und eigenständige Tiefenerschließung der historischen Bestände durchführt. Ich bin beeindruckt von der Menge an historischen Beständen. Da die Zweigstelle im Josephinum aus vielen verschiedenen Bibliotheken besteht, die im Laufe der Zeit zusammengeführt wurden, ist die Recherche und die Organisation aufwendiger als in anderen Bibliotheken.

Ich möchte mich herzlich beim gesamten Team für die offene Aufnahme und die vielen hilfreichen Gespräche bedanken.

Judith Huber, BA

Weitere Berichte über Praktika an der UB Med Uni Wien im Van Swieten Blog:

Open Access Publikationen von Angehörigen der MedUni Wien [14]: Published online 2017 Feb

Open Access-Publizieren ohne Zusatzkosten für AutorInnen der MedUni Wien

Die Medizinische Universität Wien hat mit dem Springer-Verlag ein neues Lizenzmodell „Springer Compact“ vereinbart. Publiziert kann in über 1.600 Subskriptionszeitschriften von Springer Open Access ohne zusätzliche AutorInnengebühren werden.  Mehr Infos–>

Im Van Swieten Blog können Sie  kontinuierlich die Open Access Publikationen von Angehörigen der MedUni Wien nachlesen:

The effect of slow release insemination on pregnancy rates: report of two randomized controlled pilot studies and meta-analysis

1Department of Obstetrics and Gynecology, Medical University of Vienna, Waehringer Guertel 18-20, 1090 Vienna, Austria
2Lin Medical Center, Haifa, Israel
3Department of Obstetrics and Gynecology, Interdisciplinary Center for Reproductive Medicine (UniKiD), University of Düesseldorf, Düesseldorf, Germany
4Aqueduct Medical Ltd., Nazareth, Israel
Johannes Ott, ta.ca.neiwinudem@tto.sennahoj.
corresponding authorCorresponding author.

Arch Gynecol Obstet. 2017; 295(4): 1025–1032. Published online 2017 Feb 14. doi: 10.1007/s00404-017-4290-3

PMCID:

PMC5350232

Article
PubReader
PDF–1.0M
Citation

****************************************

My personal highlights of ESMO 2016

1Department of Oncology, Sanador Hospital, Bucharest, Romania
2Department of Medicine, Division of Oncology, Medical University of Graz, Graz, Austria
3Department of Haematology and Medical Oncology, Wilhelminenspital Vienna, Vienna, Austria
4Department of Medicine 1, Division of Oncology, Medical University of Vienna, Waehringer Guertel 18-20, Vienna, 1090 Austria
corresponding authorCorresponding author.

Memo. 2017; 10(1): 46–47. Published online 2017 Feb 8. doi: 10.1007/s12254-017-0314-8

PMCID:

PMC5357251

Article
PubReader
PDF–161K
Citation

****************************************

Early enteral nutrition in critically ill patients: ESICM clinical practice guidelines

1Department of Anaesthesiology and Intensive Care, University of Tartu, Tartu, Estonia
2Center of Intensive Care Medicine, Lucerne Cantonal Hospital, Lucerne, Switzerland
3Department of Anaesthesiology and Intensive Care, Tartu University Hospital, Tartu, Estonia
4Department of Medicine, Division of Critical Care, McMaster University, Hamilton, Canada
5Department of Clinical Epidemiology and Biostatistics, McMaster University, Hamilton, Canada
6Services of Adult Intensive Care Medicine and Burns, Lausanne University Hospital, Lausanne, Switzerland
7Department of Intensive Care Medicine, University Hospital Leuven, Louvain, Belgium
8Discipline of Acute Care Medicine, University of Adelaide, Adelaide, Australia
9Department of Anaesthesiology and Intensive Care Medicine, Medical University of Graz, Graz, Austria
10Klinische Abteilung für Herz-Thorax-Gefäßchirurgische Anästhesie & Intensivmedizin, Medizinische Universität Wien, Vienna, Austria
11Intensive Care Unit, Hôpital Pasteur 2, University of Nice, Nice, France
12Department of Intensive Care Medicine, University Hospital, University of Bern, Bern, Switzerland
13Intensive Care Unit, Hospital Interzonal General de Agudos General San Martín de La Plata, Buenos Aires, Argentina
14Intensive Care Unit, Ziekenhuis Netwerk Antwerpen, ZNA Stuivenberg, Antwerp, Belgium
15Department of Intensive Care Medicine, Hospital Universitario 12 de Octubre, Madrid, Spain
16Anesthesiology and Perioperative Care Medicine Department, Hôpital Beaujon APHP, Clichy, France
17Department of Surgery/IntensiveCare Medicine, Maastricht University Medical Center, Maastricht, The Netherlands
18Department of Intensive Care, Erasme University Hospital, Université Libre de Bruxelles, Brussels, Belgium
19Intensive Care Department, Rabin Medical Center, Beilinson Campus, Petah Tikva, Israel
20Anesthesia and Intensive Care Division, Sackler School of Medicine, Tel Aviv University, Tel Aviv, Israel
21Department of Intensive Care Medicine, Gelderse Vallei Hospital, Ede, The Netherlands
22Department of Critical Care Medicine, Ghent University Hospital, Ghent, Belgium
23Department of Intensive Care Medicine, Division of Immunobiology and Transplantation, King’s College London, King’s College Hospital, London, UK
24Department of Anaesthesiology and Intensive Care Medicine, Karolinska University Hospital Huddinge and Karolinska Institutet, Stockholm, Sweden
25Department of Critical Care and Anaesthesia, Queen Elizabeth Hospital, Birmingham, UK
26Medical Intensive Care Unit, University Hospital Leuven, Leuven, Belgium
27Department of Intensive Care Medicine, VU University Medical Center, Amsterdam, The Netherlands
Annika Reintam Blaser, ee.tu@resalb.matnier.akinna.
corresponding authorCorresponding author.

Intensive Care Med. 2017; 43(3): 380–398. Published online 2017 Feb 6. doi: 10.1007/s00134-016-4665-0

PMCID:

PMC5323492

Article
PubReader
PDF–2.3M
Citation

****************************************

Milestones in the systemic treatment of lung cancer

Department of Medicine I, Medical University of Vienna, Währinger Gürtel 18–20, 1090 Vienna, Austria
Robert Pirker,  ta.ca.neiwinudem@rekrip.trebor.
corresponding authorCorresponding author.

Memo. 2017; 10(1): 22–26. Published online 2017 Feb 6. doi: 10.1007/s12254-017-0313-9

PMCID:

PMC5357246

Article
PubReader
PDF–181K
Citation

****************************************

Psychiatric comorbidities and photophobia in patients with migraine

Department of Neurology, Medical University of Vienna, Währinger Gürtel 18-20, A-1090 Vienna, Austria
Stefan Seidel,  ta.ca.neiwinudem@ledies.nafetS.
corresponding authorCorresponding author.

J Headache Pain. 2017; 18(1): 18. Published online 2017 Feb 9. doi: 10.1186/s10194-017-0718-1

PMCID:

PMC5307401

Article
PubReader
PDF–388K
Citation

****************************************

Understanding dog cognition by functional magnetic resonance imaging

1Comparative Cognition, Messerli Research Institute, University of Veterinary Medicine Vienna, Medical University of Vienna, University of Vienna, Veterinaerplatz 1, A- 1210 Vienna, Austria
2Social, Cognitive and Affective Neuroscience Unit, Department of Basic Psychological Research and Research Methods, Faculty of Psychology, University of Vienna, Liebiggasse 5, A-1010 Vienna, Austria
Ludwig Huber, ta.ca.inudemtev@rebuh.giwdul.

corresponding authorCorresponding author.

Learn Behav. 2017; 45(2): 101–102. Published online 2017 Feb 25. doi: 10.3758/s13420-017-0261-6

PMCID:

PMC5429371

Article
PubReader

PDF–203K

Citation

***************************************

Labour market marginalisation subsequent to suicide attempt in young migrants and native Swedes

1Suicide Research Unit, Department of Social and Preventive Medicine, Center for Public Health, Medical University of Vienna, Kinderspitalgasse 15, 1090 Vienna, Austria
2Department of Clinical Neuroscience, Division of Insurance Medicine, Karolinska Institutet, 17 177 Stockholm, Sweden
3Johns Hopkins School of Medicine, Baltimore, MD 21205 USA
4NYS Psychiatric Institute, Columbia University, New York, NY 10032 USA
T. Niederkrotenthaler, Phone: +43-1-40160-34611, ta.ca.neiwinudem@relahtnetorkredein.samohT.
corresponding authorCorresponding author.

Soc Psychiatry Psychiatr Epidemiol. 2017; 52(5): 549–558. Published online 2017 Feb 20. doi: 10.1007/s00127-017-1344-6

PMCID:

PMC5423932

Article
PubReader
PDF–542K

Citation

**************************************

Understanding dog cognition by functional magnetic resonance imaging

1Comparative Cognition, Messerli Research Institute, University of Veterinary Medicine Vienna, Medical University of Vienna, University of Vienna, Veterinaerplatz 1, A- 1210 Vienna, Austria
2Social, Cognitive and Affective Neuroscience Unit, Department of Basic Psychological Research and Research Methods, Faculty of Psychology, University of Vienna, Liebiggasse 5, A-1010 Vienna, Austria
Ludwig Huber, ta.ca.inudemtev@rebuh.giwdul.
corresponding authorCorresponding author.

Learn Behav. 2017; 45(2): 101–102. Published online 2017 Feb 25. doi: 10.3758/s13420-017-0261-6

PMCID:

PMC5429371

Article
PubReader
PDF–203K
Citation

Alle Beiträge zu Open Access–>
 

FRESH eBooks 2017

Mit der laufenden Erweiterung

des eBooks-Bestandes

gewährleistet  die

Universitätsbibliothek

ständig verfügbare Literatur .

Alle eBooks können über die Suche – Ubmed findit im Volltext abgerufen werden.

Die kürzlich lizenzierten eBooks finden Sie hier–>LINK

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Remote Access zum LOG-IN –>LINK
Nach dem Log-in –>
Suche – Ubmed findit

Achtung: Der Remote Access funktioniert nur für lizenzierte elektronische Ressourcen der Universitätsbibliothek und nur „off-campus“.

 

TOP-JOURNAL des Monats: IMMUNITY (Impact Factor: 22.845)

Die Universitätsbibliothek stellt DIE medizinischen Top-Journals am Campus der MedUni Wien und via Remote Access  zur Verfügung.

Das  TOP-JOURNAL des Monats im Van Swieten Blog ist:
IMMUNITY

Zu den Volltexten: Jg. 1, H. 1 (1994) –

Die ersten 20% der Zeitschriften eines bestimmten Fachgebietes im Journal Citation Reports JCR (geordnet nach der Höhe des Impact Factors) sind TOP-JOURNALE.

Mit dem Impact Factor 22.845 zählt  IMMUNITY zu den Top-Journalen in der Kategorie:

IMMUNOLOGY – SCIE

Languages

ENGLISH

12 Issues/Year;

Alle eJournals finden Sie hier–>Link

Datenbank des Monats – CINAHL

CINAHL

Cumulative Index to Nursing & Allied Health Literature
Recherche starten: CINAL
CINAHL ist die elektronische Form des Cumulative Index to Nursing & Allied Health Literature. In der Datenbank werden fast alle englischsprachigen Pflegezeitschriften, die Veröffentlichungen der American Nurses‘ Association (ANA) und der National League for Nursing (NLN) ausgewertet. Weiterhin werden zum Fachgebiet Pflege- und Gesundheitswissenschaften Monographien, graue Literatur (meist keine Verlagspublikationen), AV-Materialien, Dissertationen und ausgewählte Kongressberichte nachgewiesen.
CINAHL Complete enthält mehr als 4,8 Millionen Einträge und wertet mehr als 5.400 Zeitschriften aus.
CINAHL Plus with Full Text enthält fast 4,7 Millionen Einträge und wertet mehr als 5.000 Zeitschriften aus.
Fachgebiete: Medizin
Psychologie
Schlagwörter: Krankenpflege

„off-campus“–>
Remote Access

 
Achtung: Der Remote Access funktioniert nur für lizenzierte elektronische Ressourcen der Universitätsbibliothek und nur „off-campus“.

Nach dem Log-in kommen Sie auf die Website der Universitätsbibliothek
.
Im Menü „Recherche“ wählen Sie bitte Datenbanken, eJournals oder eBooks aus, oder durchsuchen Sie den Bibliothekskatalog nach elektronischen Medien.
Wenn Sie nach dem Log-in eine URL direkt in die Adressleiste eingeben oder über Bookmarks aufrufen, oder eine Ressource aufrufen, die nicht zu den lizenzierten elektronischen Medien gehört, verlassen Sie den Remote Access automatisch. Weiters erfolgt ein Log-out nach 60 Minuten Inaktivität.

Gastautor Prof. Dr. Peter Heilig: DE- und RE-NATURIERUNGEN

DE- und RE-NATURIERUNGEN

Die Seele wird vom Pflastertreten krumm. Mit Bäumen kann man wie mit Brüdern reden und tauscht bei ihnen seine Seele um.

Die Wälder schweigen. Doch sie sind nicht stumm. Und wer auch kommen mag, sie trösten jeden.
(Erich Kästner)

Europa, die Tochter des Agenor, König von Phoinikien und der Telepassa, welcher wie ein Haftelmacher auf das schöne Kind aufpasste, ging nichtsdestotrotz  einem Rindvieh auf den Leim – in der griechischen Mythologie.

Treu pflegt die EU diese Tradition aus dem alten Hellas weiter, geht noch immer manchem Einbläser auf den Leim und oktroyierte (pardon – flott formuliert: sie „drückte auf‘s Auge“) -die hochgepriesene „Energiesparlampe“ (Compact fluorescent lamp, CFL) für EU-Haushalte. Geschichte wird dieses Produkt schlussendlich. Die  erhofften „Einsparungen“ erreichten keineswegs die Erwartungen; auch Lebensdauer, Intensität etc. ließen zu wünschen übrig. Die meisten (>70%) dieser Quecksilber-hältigen Mini-Leuchtstoffröhren landen im Restmüll. Vor allem – kein natürliches, kontinuierliches, Sonnenlicht- oder Glühbirnen-Spektrum wird emittiert. Auch die meisten sogenannten Tageslicht-„Sparleuchten“ enttäuschten in dieser Hinsicht.

Da die Rechnung nicht aufging – siehe  EU-Transmissionshandel/Cap and Trade – die ‚Contraption‘ (merkwürdiges Konstrukt) Compact Fluorescent Lamp war das Geld nicht wert – steht sie nicht mehr oben auf der Liste verfügbarer Leuchtmittel. Die Haushalt-CFL hatte keinen wesentlichen „Klima-Beitrag“ geliefert, eine quantité négligeable, verglichen mit den  – theoretisch – möglichen Einsparungen (an CO2 – Ausstoß etc.) der Industrie, des Straßenverkehrs, des Luftverkehrs, des Schiffverkehrs, der militärischen Rüstung und ihrer Menschen-verachtenden (-vernichtenden) „Einsatzbereiche“, etc.

Zurück zur Natur heißt es wieder einmal, auch für das Kunstlicht. Zumal sich der Verdacht erhärtet, dass Kunstlichtspektra, welche vom natürlichen Spektrum abweichen, vielleicht als auslösende Faktoren für die auffällige Zunahme kindlicher Kurzsichtigkeit verantwortlich zu machen wären. Die einzige „Prophylaxe“ der Myopie-Forscher bestand seit jeher in der Empfehlung: „Viel Bewegung im Freien“. Jetzt schließt der Kreis – es gibt einen Erklärung-Versuch. Eine spezielle retinale Ganglionzelle (ONDelayed Retinal Ganglion Cell) reagiert empfindlich auf „denaturierte“ Spektra.

Waldspaziergänge: können den Stresshormonspiegel reduzieren, Serotonin-Ausschüttung stimulieren, das Immunsystem stärken, die NK (natural killer-cells)-Aktivität erhöhen, ADHD-Symptome verringern; sie wirken sich günstig auf den Kreislauf aus und – „ordnen vielleicht sogar die Gedanken“.  Als Therapie der Depression dürfen sie nicht empfohlen werden, aber mit der Kunstlicht-Therapie und manch anderer Behandlungsmethode kann „walking in the woods“ ab und zu möglicherweise erfolgreich konkurrieren. In allen Flecken mehr oder weniger unberührter Natur, am Berg, im Schnee, am Wasser, bei  Betrachtung des nächtlichen Sternenhimmels kommen ‚ Gipfel- und Plateau‘-Erlebnisse (Marcel Proust), Flow (Mihaly Csikszentmihailyi) samt ihrer segensreichen Wirkungen auf Psyche und Physis ungleich häufiger vor als in den ‚Städten der Steinzwerge‘.

Landschaft-„Behübschungen“ und –Zerstörungen, Wasser-„Regulierungen“, Monokultur-Landwirtschaft, grenzenlos – invasiv wachsende Urbanisierung, Brandrodung, Verkarstung und Verwüstungen ganzer Landstriche durch aggressiven Bergbau (Haldenlaugungen etc), Verschmutzungen aller Art („die Mittendorfer Senke ist überall“) trüben empfindlich die Freude.

Die Liste der Denaturierungen füllt Bände, die der Re-Naturierungen beschränkt sich auf vereinzelte schmale Heftchen. Dort allerdings wird die Rückkehr zur Artenvielfalt beschrieben, das Wieder-Finden verlorengegangener Paradiese, Natur-Reservate, Nationalparks, Nachthimmel mit Milchstraße(!) –  nicht weit weg von Wien (Großmugl, sollte aufgrund der Verdienste des Astronomen G. Wuchterl  evtl in „GroßWuchterl“ umgetauft werden).     

   

Epilog: Stöpsel bitte aus den Ohren ziehen – nicht nur im Wald, wo das Rauschen der Wipfel wie Musik klingen kann.

http://www.cell.com/current-biology/abstract/S0960-9822(16)31513-5

http://www.huffingtonpost.ca/2016/06/09/health-benefits-walking_n_10376896.html

http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/waldspaziergaenge-warum-sie-fuer-koerper-und-geist-gesund-sind-a-952492.html

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18394317

https://link.springer.com/content/pdf/bfm%3A978-3-8274-2161-6%2F1.pdf

http://www.umweltbundesamt.at/umweltsituation/naturschutz/sg/

http://www.umweltbundesamt.at/umweltsituation/naturschutz/naturrecht/
_______________________________________

Phantasie – Veranstaltung

von Katharina und Peter Heilig

Erfahrenes und Erlesenes

Donnerstag 28. September 2017 um 19:00 Uhr
Heiligenstädterstraße 155, 1190 Wien

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [37]: Josef Preindlsb(p)erger (Chirurg, Militärarzt und Vorstand des AKH in Sarajewo) und Milena Preindlsberger-Mrazović (Schriftstellerin und Rot-Kreuz-Mitarbeiterin).

Josef Preindlsb(p)erger (Chirurg, Militärarzt und Vorstand des AKH in Sarajewo) und Milena Preindlsberger-Mrazović (Schriftstellerin und Rot-Kreuz-Mitarbeiterin). Wien – Sarajewo

Von der Schriftstellerin und Journalistin Milena Preindlsberger-Mrazović erschien 1904 in der Zeitschrift „Die Zeit“ ein bis heute weitgehend unbekannt gebliebener Artikel unter dem Titel „Der weibliche Arzt in Bosnien und Herzegowina“.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger-Lesky Bibliothek, Sign.: SA 3016]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8627650&pos=9&phys=

Darin thematisiert sie die Schwierigkeiten, die mit der Durchsetzung der medizinischen Verwaltung Bosnien-Herzegowinas nach der Okkupation 1878 und im speziellen jene der weiblichen Ärzteschaft gegenüber der muslimischen Bevölkerung auftraten. Dabei kam den k.k. Amtsärztinnen eine bedeutende Rolle zu, die – auch im europäischen Vergleich – eine einzigartige institutionalisierte Stellung innerhalb der k.k. Sanitätsverwaltung in Bosnien-Herzegowina einnahmen. Der Grund für die Stärkung der Funktion von Amtsärztinnen in Bosnien-Herzegowina, lag in der ihnen zugewiesenen spezifischen Aufgabe die Gesundheitssituation der weiblichen muslimischen Bevölkerung zu verbessern, ihren Zugang zum Gesundheitssystem durchzusetzen und sie darin zu integrieren. Dazu wurden zwischen 1892 und 1918 insgesamt sieben österreichisch-ungarische Amtsärztinnen in die mehrheitlich von Muslimen bewohnten Gebiete berufen.

Milena Preindlsberger-Mrazović

Milena Preindlsberger-Mrazović war Journalistin, Schriftstellerin und Verlegerin (die erste in Bosnien-Herzegowina) und mit dem Wiener Chirurgen und Militärarzt Josef Preindlsberger verheiratet. Bis heute bekannt ist sie durch ihre seit den 1880er Jahren in deutscher Sprache publizierten Reiseberichte, Tagebücher und Romane, in denen sie sich mit dem sozialen und kulturellen Leben der Bevölkerung und der Landeskunde von Bosnien-Herzegowina befasste. Über ihr Geburtsdatum gibt es divergierende Angaben (zwischen 1863 und 1866) ebenso zu ihrem Geburtsort (Wien bzw. einem kroatischen Dorf im Nordwesten Bosniens). Gesichert ist, dass ihr Vater ein bosnischer Landesbeamte war und sie ihre Schulausbildung zunächst in Budapest erhielt. Nachdem ihr Vater nach der Okkupation Bosnien-Herzegowinas 1878 nach Sarajewo versetzt wurde, schloss sie hier ihren Schulbesuch ab. Milena begann ihre schriftstellerische Karriere 1884 als Mitarbeiterin der gerade in Sarajewo gegründeten einzigen deutschsprachigen Zeitung Bosniens, der „Bosnischen Post“, wo sie nach wenigen Jahren zur Chef-Redakteurin und schließlich 1889, nachdem ihr von der Regierung die Zeitung samt Druckerei übertragen worden war, zur Herausgeberin aufstieg. Daneben arbeitete sie als Sprachlehrerin für Französisch an einer Schule. Nach ihrer Heirat 1896 verkaufte sie das Verlagsunternehmen und widmete sich ausschließlich ihrer journalistischen Arbeit. Sie publizierte in zahlreichen deutschsprachigen Zeitschriften und Zeitungen, in denen sie den Lesern das multiethnische, vor allem aber das multikonfessionelle Bosnien-Herzegowina aus ethnografischer und anthropologischer Sicht näher zu bringen versuchte. Daneben hielt sie unter anderem Vorträge wie in Wien, wo sie auch durch ihre zahlreichen Artikeln in der Reichspost und der Neuen Freien Presse einen hohen Bekanntheitsgrad genoss und 1889 zum ersten weiblichen Mitglied der „Anthropologischen Gesellschaft in Wien“ ernannt wurde. Unter anderem verfasste sie auch einen Beitrag zu Bosnien-Herzegowina für das von Kronprinz Rudolf konzipierte Werk „Österreich-Ungarn in Wort und Bild“ (1899). Aus dieser Zeit resultierten Arbeiten wie „Selam, Skizzen und Novellen aus dem bosnischen Volksleben“, die 1893 (Berlin: Deutsche Schriftsteller-Genossenschaft) erschien und frühe Texte von Milena enthält. Preindlsberger-Mrazović wurde durch eine Reihe weiterer Monografien im deutschsprachigen Raum bekannt. Dazu zählten: „Bosnische Volksmärchen“ (Innsbruck: Edlinger 1905), der Roman „Das Grabenfenster. Eine Sarajevoer Geschichte aus dem Beginn der Okkupation“ (Innsbruck: Edlinger 1906), der Reiseführer „Die bosnische Ostbahn. Illustrierter Führer auf den bosnisch-herzegowinischen Staatsbahnlinien Sarajevo-Uvac und Megjegje-Vardiste“ (Wien: Hartleben 1908), sowie die Tagebuchaufzeichnungen „Bosnisches Skizzenbuch, Landschafts- und Kulturbilder aus Bosnien und der Herzegowina“ (Dresden, Leipzig: E. Pierson’s Verlag 1900). In diesen Arbeiten deklarierte sie sich als Befürworterin der Okkupation Bosnien-Herzegowinas und zu den von Österreich-Ungarn getroffenen Verwaltungsmaßnahmen, von denen sie sich eine Modernisierung, vor allem aber eine friedliche Entwicklung des Landes erwartete.

Seit 1896 war Milena Preindlsberger-Mrazović mit dem Wiener Chirurgen, Militärarzt und Landessanitätsrat in Bosnien-Herzegowina Josef Preindlsberger verheiratet, der am Allgemeinen Krankenhaus in Sarajewo die chirurgische Abteilung leitete.

Josef Preindlsberger

Joseph Preindlsberger wurde am 6. März 1863 in Wien als Sohn eines Kaufmannes geboren. 1881 begann er an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien mit dem Studium der Medizin, das er 1887 mit der Promotion abschloss. Im Jahr seiner Promotion trat er den Dienst als Militärarzt im Garnisons-Spital Nr. 1 in Wien an[1] und erhielt seine weitere Ausbildung bei Carl von Braun-Fernwald (1822-1891) an der gynäkologischen Klinik. Bis 1893 arbeitete er als Assistent von Prof. Josef Weinlechner (*3.3.1829 Altheim/Oberösterreich, gest. 30.9.1906 Bruck an der Leitha) an der I. chirurgischen und gynäkologischen Abteilung im Allgemeinen Krankenhaus in Wien. Im Herbst 1893 kam es zur Eröffnung des „Allgemeinen Krankenhauses in Sarajewo“ und zu einer Reihe von Besetzungen ärztlicher Funktionen durch Wiener Mediziner – darunter Josef Preindlsberger, der zum Vorstand und Primarius der chirurgischen Abteilung ernannt wurde.[2] Über seine Tätigkeit in den ersten Jahren im Allgemeinen Krankenhaus in Sarajewo finden sich Hinweise in den: Mitteilungen aus der chirurgischen Abteilung des Bosnisch-Herzegovinischen Landespitals in Sarajevo für die Jahre 1894-1896, 1897-1900. Wien: Verlag Josef Safar 1898 und Sarajevo 1898/1903.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger-Lesky Bibliothek, Sign.: 8766]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8627647

Weiters: Weiss Otto: Mittheilungen aus der geburtshilflich-gynäkologischen Abteilung des Bosnisch-Hercegovinischen Landesspitals in Sarajevo für die Jahre 1897-1900. Geordnet und ergänzt von Josef Preindlsberger. Sarajevo: ÖLandesdruckrei 1903.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger-Lesky Bibliothek, Sign.: 8669]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8662272&pos=3&phys=

1894 publizierte er: Die Behandlung der Gelenkstuberculose und ihre Endresultate aus der Klinik Albert. Mit einem Vorwort von Prof. E. Albert. Wien: Safar 1894.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger-Lesky Bibliothek, Sign.: 5763]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8627642

Seine Arbeiten, die sich an der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin befinden, veröffentlichte er vor allem in medizinischen Fachzeitschriften wie „Internationale klinische Rundschau“, „Wiener medizinischen Wochenschrift“, „Wiener klinischen Wochenschrift“, „Wiener medizinischen Presse“ und in der „Wiener klinischen Rundschau“. Von Preindlsberger, der auch zum Landessanitätsrat von Bosnien-Herzegowina ernannt wurde, stammt auch eine Abhandlung zur „Volksmedizin“ Bosniens-Herzegovinas, die unter dem Titel Beiträge zur Volksmedizin in Bosnien, in: Wissenschaftliche Mittelungen aus Bosnien und der Herzegowina, H. 8, 1902, S. 215-229, erschien.

Josef Preindlsberger und Milena Preindlsberger-Mrazović im Ersten Weltkrieg

Am Ersten Weltkrieg nahm Josef Preindlsberger als Militärarzt teil. Im November 1914 wurde er zum Oberstabsarzt ernannt[3] und leitete in dieser Funktion ein chirurgisches Operationsteam an der Balkanfront in Serbien, Montenegro, Mazedonien und in Albanien, wo er das gesamte Sanitätswesen an der Front leitete, sowie ab 1916 an der Isonzofront in Italien. Seine Frau Milena Preindlsberger-Mrazović, die als Rot-Kreuz-Helferin ebenfalls an der Front zum Einsatz kam, wurde der Chirurgengruppe ihres Mannes zugeteilt[4] und 1916 erst als dritte Sanitäterin für ihren Einsatz in einer mobilen Chirurgengruppe mit der „Tapferkeitsmedaille“ ausgezeichnet.[5]

1919 kehrten beide, nachdem sie vom neuen SHS-Staat (Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen) aus Bosnien abgeschoben worden waren, nach Wien zurück, wo Josef Preindlsberger als Facharzt für Chirurgie zu arbeiten begann und in den 1920er Jahren als Vorsitzender des „Wiener medizinischen Doktorenkollegiums“ fungierte. Preindlsberger war Mitglied der Gesellschaft der Ärzte in Wien.

Milena Preindlsberger-Mrazović verstarb am 20. Jänner 1927 in Wien. Ihre Ehemann Josef Preindlsberger starb am 13. Dezember 1938 in Wien. Sein Nachlass befindet sich heute im Österreichischen Staatsarchiv, Abteilung Kriegsarchiv.

Literatur:

Dzambo, Jozo: Milena Preindlsberger-Mrazović – eine Publizistin zwischen Folklore und Modernität, in: Tutavac Vesela, Korotin Ilse (Hg.), „Wir wollen der Gerechtigkeit und Menschenliebe dienen …“. Frauenbildung und Emanzipation in der Habsburgermonarchie – der südslawische Raum und seine Wechselwirkung mit Wien, Prag und Budapest. Wien: 2016. S. 173-214.

Fuchs, Brigitte: „Ärztinnen für Frauen“. Eine feministische Kampagne zwischen Wien, Prag und Sarajewo, in: Tutavac Vesela, Korotin Ilse (Hg.): „Wir wollen der Gerechtigkeit und Menschenliebe dienen …“. Frauenbildung und Emanzipation in der Habsburgermonarchie – der südslawische Raum und seine Wechselwirkung mit Wien, Prag und Budapest. Wien: 2016. S. 94-127.

Lindemann, Kristina: Explaining Bosnia – Milena Preindlsberger-Mrazović, and Austria’s own ‘Orient’, in: Zimmermann Tanja, Jakir Aleksandar (Hg.): Europe and the Balkans. Decades of „Europeanization“? Würzburg: 2015. S. 161-170.

Text: Walter Mentzel

[1] Neue Freie Presse, 7.5.1887, S. 3.

[2] Internationale klinische Rundschau, 6.8.1893, S. 1220.

[3] Der Militärarzt, 13.11.1914, S. 518.

[4] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 2.12.1914, S. 11.

[5] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 31.3.1916, S. 12. Österreichische Volks-Zeitung, 29.10.1916, S. 7.

Alle Beiträge der VS-Blog-Serie: Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien–>

Weblog der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien