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Gastautor Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig: Gegängelte Generation(en?)

Gegängelte Generation(en?)
Gastautor Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig

Am Nasenring gleichsam, lässt sich die „letzte Generation“ vorführen, von den „Geistern“ die sie rief – fremdbestimmt ausgeliefert – im schlimmsten Fall „Autonomen Systemen“, zwar hochtechnisiert, jedoch dementsprechend anfällig.
Ein Beispiel: “The design goal of autonomous driving technology should be a zero-accident rate, which contradicts the unavoidable loss assumption in the traditional trolley problem.“
https://doi.org/10.3390/wevj15090404

Probleme non peer-reviewter Systeme wurzeln in oft mangelhafter Expertise all derer, welche Weichen stellen um eventuelle zukünftige Probleme prophylaktisch zu „verunmöglichen“.
„Non-peer review involves the evaluation of research or work by individuals who are not experts in the field, while peer review involves the evaluation of research or work by experts in the same field“.
https://thisvsthat.io/non-peer-review-vs-peer-review
Vorausschauend, quasi mit dem unfehlbaren Wissen eines Laplace’schen Dämons ausgestattet, gälte es zukünftige unerwünschte Imponderabilien samt Risken zu vermeiden.

Ein besonders heikles Kapitel stellen Interaktionen von KI/AI mit Psychotherapie benötigenden Patienten dar. Immer mehr Jugendliche „chatten“ hilfesuchend mit empathisch scheinender KI/AI, in der Meinung verstanden zu werden. Anonym ist sie, rund um die Uhr abrufbar, scheinbar besonders verständnisvoll, nicht nachtragend und endlos geduldig. Bis zum Suchtverhalten entwickelten sich „Psycho-Chats“ verzweifelter User, welche anthropomorphisierend eine Bindung zu dem „Ding“ aufbauten.
CAVE: epigenetische Prägung!

Heilig P (2016): Viktor Frankl
https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=26794

Sämtlich KI/AI – Fehler, Halluzinationen, zufallsverteilte Autokorrekturen, etc. aufzulisten, könnte den Rahmen sprengen. Die psychisch-seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen – ein unersetzlich höchstes Gut – muss jedenfalls mit allen verfügbaren Mitteln geschützt werden, samt optimierter „digitaler Gesundheits-Determinanten“ und inklusive erforderlicher Transparenz.
https://www.who.int/europe/de/news/item/23-05-2025-online-lives–offline-consequences

Zudem kann die KI (Chat-GPT) Therapiepläne formulieren – dazu:

„Zur eigenständigen Behandlung psychischer Erkrankungen sind KI-Anwendungen aktuell auch unter dem Aspekt der Patientensicherheit, nicht geeignet„.
Dr. Andrea Benecke (Bundespsychotherapeutenkammer)

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention warnt vor erheblichen Defiziten in der Krisenintervention (im Jahr 2026). In suizidalen Krisen reagieren kommerziell verfügbare Chatbots unzureichend. Außerdem wird vor erheblichen datenschutzrechtlichen Risiken eindringlich gewarnt.

Dem „Ding“ geht der Verstand ab. Es ist Hirnlos. Und herzlos. Unruhige Kind werden „digital abgelenkt“ – ruhiggestellt sozusagen. Mit „Spielen“ zum Beispiel – bis spät in die Schlafenszeit hinein. Chronisch gestörte Biorhythmen verursachen chronische Müdigkeit, Dysphorien, Depressionen und zunehmende Präsuizidalität. Und ADHS.
„Missratene“ Kinder, gleichgültig welchen Alters, werden bestraft. Zu spät, sie wurden bereits bestraft, von Beginn an: Digital – Herzlos – Hirnlos.

Dazu:
Heilig P (2026): No Handy?
https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=47707
Heilig P (2015): „A e n d e r e d i e W e l t“. Jean Ziegler.
https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=22507

Ad Skalierung von Hilfsangeboten: dagegen besteht kein Einwand [1,2,3].

 

Anmerkungen:
Manche Chatbot-Einsätze erinnern an Unpolitische, welche Politik betreiben. Sie erinnern an Geist- und Seelenlose, welche kranke Seelen heilen sollen.
Politiker und ihre Ausbildung: «Nichts gelernt, nichts geleistet»?

Die ich rief, die Geister Werd’ ich nun nicht los.
(Johann Wolfgang Goethe, Der Zauberlehrling)

IDIOT (ἰδιώτης, idiōtēs): a private person, an individual (as opposed to the state), a private citizen (as opposed to someone with a political office), or a common man.
The Ancient Meaning Behind the Word “Idiot”.

 

Epilog:
Liebe brauchen sie, unsere Kinder, um selbst lieben zu können.

 

Literatur:
1 Arbanas G et al (2025): Patients prefer human psychiatrists over chatbots: a cross-sectional study.
Croat Med J.;66(1):13-19.
10.3325/cmj.2025.66.13

2 Aral A et al (2025): From promise to practice: insights into ChatGPT-4o use in child and adolescent mental health from professionals.
Front Psychiatry;16:1668814.
10.3389/fpsyt.2025.1668814

3 Khawaja Z et al (2023): Your robot therapist is not your therapist: understanding the role of AI-powered mental health chatbots.
Front Digit Health. 8;5:1278186
10.3389/fdgth.2023.1278186

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Gastautor Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig: URSPRUNG

URSPRUNG …
Gastautor Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig

… des Lebens: rein terrestrisch?

‚Darwins kleiner warmer Tümpel‘, die sagenhafte ‚Ursuppe‚ (Oparin/Haldane, Miller-Urey Experiment), Geysire und hydrothermale Brüter (black smoker) sowie synthetische Abiogenese werden von den ‚terrestrischen‘ Ursprungs-Befürwortern ins Treffen geführt.

 

Nein. Dies Ansicht wurde ad absurdum geführt – meint Fred Hoyle (1) und – „das Leben kommt aus dem All“. ‚Dormancy in a prebiotic world‘ (2), jedoch gewürzt mit lebenspendenden Komponenten kosmischen Ursprungs, wie etwa verschiedenen kurzkettigen, ‚lebensrelevanten‘ Molekülen, Peptiden, Nukleobasen etc., vor Allem aber gelöst im Lebens-Elixier Wasser all der ’schmutzigen Schneebälle‘ – der Kometen (aus Kuipergürtel, Oort-scher Wolke etc.).

Demnach wäre es im Grunde müßig nach außerirdischem Leben zu suchen, denn dieser Planet ist so sehr mit ALL- em ‚universal‘ verbunden (pars pro toto), dass er sich nicht einmal in spekulativ-theoretischen Konstrukten herauslösen ließe aus den kosmischen Szenarios.
Die ‚Kränkungen‘ eines eingebildeten, nur scheinbar privilegierten Homo sapiens sind schlicht als fehlgeleitete Emotionen zu werten – sine ira et studio – inklusive neulich halluzinierter sogenannter ‚digitaler‘ Kränkung. Zugegeben, die Geister die er rief, wird er zwar nicht los, der gute Meister, aber vor Dingen (res) sich zu fürchten, ist peinlich und nicht im Sinne des Erfinders.

Die Furcht vor „technisch überlegenen, feindlichen Außerirdischen“ , samt einer „Preisgabe des Standortes Erde – ein taktischer Fehler“ etwa an die womöglich super-intelligenten Bewohner des Exo-Planeten Gliese 832c (16 Lichtjahre (!) Entfernung  – „Intelligenzfalle“ – (sic..)) , und vor „mysteriösen Objekten“ wie zum Beispiel dem interstellaren Kometen 3I/ATLAS am 17. 12. 2025, welcher im Abstand von 223 Millionen Meilen friedlich an der Erde vorbeizog, diese Furcht erinnert an sogenanntes ‚Schwurbeln‘ (Neusprech) – nomina sunt odiosa, auch wenn verschiedene Urheber oben zitierter Phantasmen (welt)berühmte Namen tragen.

Die Durchdringung von ‚Mann und Maus‘ samt Materie durch Neutronenstrahlung ist ein besonders eindrucksvolles Beispiel von universaler Verquickung. Dieses Bombardement wird jedoch ignoriert bis vergessen. Völlig frei von Nebenwirkungen ist diese Strahlung jedoch nicht: ‚Rückstoßprotonen‘ im lebenden Gewebe samt diskreter thermischer Effekte und Strahlen-Schäden in Stahl (Kristallgitter, Versprödung, wie zum Beispiel in Reaktor-Kesseln) könnten sich à la longue bemerkbar machen – on dit.. Evidence?

Die Frage, ob ‚Diseases from Space‘ (3) in Science Fiction-Bibliotheken einzuordnen wären, wurde mit JA (’not evidence based‘) beantwortet – allerdings sollten diverse Raumfahrt-Risken im Zusammenhang mit dieser Thematik nicht bagatellisiert werden:

  • “Microgravity, radiation and psychological stress collectively perturb immune balance, affecting everything from T-cell activation to mitochondrial metabolism, microbial shifts, linked to altered immune signaling (4).
  • Space flight-associated neuro-ocular syndrome (SANS): unilateral and bilateral optic disc edema, globe flattening, choroidal and retinal folds, hyperopic refractive error shifts, and nerve fiber layer infarcts (i.e., cotton wool spots)“ (5).
  • Microgravity, radiation, and alternobaric factors (6).
  • Spaceflight-associated dry eye syndrome (SADES), radiation-induced accelerated atherosclerosis (RIAA) (7,8).
  • Decreased bone mineral density in the upper extremities and increases risk of fracture, especially upon return to gravitational environments (9).
  • Space radiation and microgravity pose potential threats to ovarian reserve and uterine function (10).
  • Microgravity affects brain structure and function (11).
  • Major concerns for space travel are galactic cosmic ray (GCR) risks of cancer and circulatory diseases (12).
  • Hippocampal volumetric changes (13).

Mehrfach wird die kosmische Strahlung in diesen Texten hervorgehoben – mit Recht, doch nun soll der Weltraumschrott (space debris) erwähnt werden:
… one of the fastest growing threats: over 36,000 tracked objects larger than 10 cm at speeds ~ 28,000 km/h – serious collision risks to International Space Station“ (14).

Von Asteroiden ‚mitgebrachte‘ Vorstufen des Lebens (Beweis z.B. Mikrofossilien) gibt es nicht nur am Heimatplaneten, dem vorkopernikanischen Zentrum (?) des Kosmos – siehe Kants kopernikanische Wende. Hier kommt der Zufall ins Spiel: alles ist möglich, jedoch mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:1040 000 (1), im Klartext – geht gegen Null – konkret: ein Laplace’scher Dämon (aus der Vor-AI-Ära) hätte folgendermaßen formuliert: „Nach all dem, was ich weiß, (er weiß alles) entstand das Leben nicht durch Zufall. Roma locuta – causa finita.“

 Epilog:
„Am Anfang war das Wort“ (Joh 1,1) – besser: ‚Gedanke, Idee, Konzept‘, frei nach Pinchas Lapide – ein ewig und überALL gültiges Konzept – von Makro- bis Mikrokosmos.

Mikrofossilien: “putative fossilized microorganisms that are at least 3,770 million and possibly 4,280 million years old in ferruginous sedimentary rocks, interpreted as seafloor-hydrothermal vent-related precipitates“ (15).

res: Ding, Sache, Gegenstand. Plural von res lautet res (Nomen), Vernunft – los.

ens a se: Unabhängigkeit (sufficientia), absolut im Creator, durch Teilnahme im Geschöpf, ontologisch im fernen Osten: tat tvam asi (Atman/Brahman – aus der Vedanta).

Phantasma: Trugbild, Hirngespinst

Logos: λόγος – Prae-Existenz (vor Beginn der Schöpfung)

 

Literatur:
1 Hoyle F, Wickramasinghe NC (1981): Evolution aus dem All. Über den Ursprung des irdischen Lebens.
Verlag Ullstein.

2 Webster KD et al (2025): Dormancy in the origin, evolution and persistence of life on Earth.
Proc Biol Sci;292(2038):20242035.
DOI: 10.1098/rspb.2024.2035

3 Hoyle F, Wickramasinghe NC (1980): Diseases from Space.
Verlag Harper and Row.

4 Winer DA et al (2026): Astroimmunology: the effects of spaceflight and its associated stressors on the immune system.
Nat Rev Immunol 26, 189–212.
DOI: 10.1038/s41577-025-01226-6

5 Lee AG et al (2018): Space flight-associated neuro-ocular syndrome (SANS).
Eye (Lond); 32(7):1164-1167.
DOI: 10.1038/s41433-018-0070-y

6 King SA (2024): Spaceflight Environment.
Emerg Med Clin North Am;42(3):695-709.
DOI: 10.1016/j.emc.2024.02.023

7 Ong J et al (2025): The ocular surface during spaceflight: Post-mission symptom report, extraterrestrial risks, and in-flight therapeutics.
Life Sci Space Res (Amst);46:169-186.
DOI: 10.1016/j.lssr.2025.05.005

8 Lee R et al (2025): Advanced ocular drug delivery in microgravity: Nanotherapeutic applications as cardiovascular and ophthalmic countermeasures.
Nanomedicine. 2025 Aug;68:102845.
DOI: 10.1016/j.nano.2025.102845

9 Fiedler B et al (2024): Impact of Spaceflight on Upper Extremity Orthopedic Health.
Aerosp Med Hum Perform;95(10):777-783.
DOI: 10.3357/AMHP.6482.2024

10 Marin L et al (2025): Beyond Earth, Beyond Time: Preserving Female Fertility in Space Missions.
J Clin Med;14(17):5975.
DOI: 10.3390/jcm14175975

11 Wuyts FL et al (2025): Brains in space: impact of microgravity and cosmic radiation on the CNS during space exploration.
Nat Rev Neurosci;26(6):354-371.
DOI:   10.1038/s41583-025-00923-4

12 Cucinotta FA (2024): Non-targeted effects and space radiation risks for astronauts on multiple International Space Station and lunar missions.
Life Sci Space Res (Amst). 40:166-175.
DOI: 10.1016/j.lssr.2023.08.003

13 Batool S et al (2025): Hippocampal Volumetric Changes in Astronauts Following a Mission in the International Space Station. NeuroSci;6(3):70.
DOI: 10.3390/neurosci6030070

14 Glanze P (2025): Space Debris and Orbital Pollution: Rising Space Junk Threats and Collision Risks Around Earth.
The Science Times, Section Space.

15 Dodd et al (2017): Evidence for early life in Earth’s oldest hydrothermal vent precipitates.
Nature. 2017;543(7643):60-64.
DOI: 10.1038/nature21377

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Gastautor Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig: NERVUS OPTICUS

NERVUS OPTICUS: Retinopetale (efferente -) zentrifugale Axone.
Gastautor Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig

 

Vorspann:
Die gesamte visuelle retinale Information wird jeweils in Gedankenschnelle optimal aufgearbeitet, umgeformt, umgeschaltet, komprimiert und schließlich im Dritten Retinalen Neuron über den Sehnerv zum Gehirn weitergeleitet.

In den Einzelfasern des Sehnerven – korrekt Tractus Opticus – wird die (Dauer-)aktivität der Ganglienzellen modifiziert. Diese, durch physiologische Sinnesreize ‚codierten‘ Spike-Intervalle tragen die Information. Dies alles klingt zugegebenermaßen kompliziert – ist es auch.

Um ein Beispiel herauszugreifen: Foveale ‚Intelligenz‘. Die hohe Schule des Sehens beginnt in der Retina. Schon in dieser ersten Station startet hochkomplexes Aufarbeiten des Lichtreizes – ‚processing‘ – die Phototransduktion mit den Ionenkanälen und Membranpotentialen, De- und Hyperpolarisierungen, biochemischen Prozessen, etc.
Die Aktionspotentiale, frequenzmodulierte Träger retinal aufgearbeiteter Informationen, zwängen sich durch den Flaschenhals Opticus. Im lateralen Kniehöcker und in der Sehrinde entstehen die Vorstufen der bewegten Bilder, welche ausgeklügelt, in komplexen kognitiven Prozessen ergänzt, korrigiert und angepasst, schließlich – bottom up–top down – weiter auf Hochtouren gebracht werden.
Abgeglichen mit den Daten der visuellen Erinnerungszentren und gleichsam gewürzt mit dem thalamischen Menü der Sinneseindrücke, werden komplexe Seh- und Wahrnehmungspotentiale den präfrontalen Instanzen kredenzt.
(https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=46542).
Damit ist es nicht getan: Bottom Up ist dem System nicht genug, Top Down mischt sich quasi ‚ungefragt‘ in das Geschehen ein.

Hauptteil:
Im Augenblick des Auftreffens von Photonen in der Retina schalten sich bereits retinopetale Axone ein (1) und beeinflussen Prozesse der intrinsic photosensitiven Melanopsin exprimierenden Retinalen Ganglionzellen (ipRGC) (2).
Diese, vielfach vernetzt, auch in der äußeren plexiformen Schicht, modulieren synaptische Inputs zum Zweck optimaler visueller Funktionen. Zum Beispiel: nach Blendung reduzieren sie die retinale Sensitivität. Außerdem beeinflussen sie die intrinsisch-circadianen retinalen Uhren (clock genes) samt Chronobiologie (pacemaking system) sowie die Phagozytose peripherer äußerer Photorezeptor-Segmente (via retinales P.E.) und deren Erneuerung (3). Durchtrennung des Nervus Opticus verhindert daher ein “shifting of the (bio-)rhythm to a new cycle“ (4, 5).
Interokuläre Verbindungen – retino-retinal – zusätzlich zu cortino/subcorticoretinalen ermöglichen einen sog. ‚cross talk‘ (6) bioelektrischer Aktivitäten:
ERG disappeared following acute experimental increase of IOP (um Streulicht-Artefakte auszuschließen), although efferent optic nerve signals from that eye still produced an xERG. Hormonal transmission would seem much too slow to explain xERG response times“ (7).
Der Einfluss efferenter Systeme auf den IOP:
„The neuroregulatory center of intraocular pressure (IOP) is located in the hypothalamus. An efferent neural pathway exists between the hypothalamic nuclei and the autonomic nerve endings in the anterior chamber of the eye.“ (8).
“Ocular hypertension (OHT) induced by the circadian rhythm, occlusion of the iridocorneal angle and glucocorticoids requires activation of transient receptor potential vanilloid isoform 4 (TRPV4), a stretch-activated cation channel, indicating a central role for TRPV4-dependent mechanosensing in trabecular outflow – a novel target for pressure control in glaucoma. Trpv4 knockdown induced IOP lowering in mice with an occluded iridocorneal angle and protected retinal neurons from pressure injury, indicating a central role for TRPV4-dependent mechanosensing in trabecular outflow“ (9,10).

Ein Silberstreif am (Glaukom) Horizont – zumindest ein neuer Denkansatz.

Literatur
1 Ortiz G et al (2017): Efferent influences on the bioelectrical activity of the retina in primates.
Doc Ophthalmol. 2017;134(1):57-73.
DOI: 10.1007/s10633-016-9567-5

2 Joo HR et al (2013): Recurrent axon collaterals of intrinsically photosensitive retinal ganglion cells.
Vis Neurosci. 2013;30(4):175-182.
DOI: 10.1017/S0952523813000199

3 Remé CE et al (1991): The visual input stage of the mammalian circadian pacemaking system: I. Is there a clock in the mammalian eye?.
J Biol Rhythms. 1991;6(1):5-29.
DOI: 10.1177/074873049100600104

4 Teirstein PS et al (1980): Evidence for both local and central regulation of rat rod outer segment disc shedding.
Invest Ophthalmol Vis Sci. 1980;19(11):1268-1273.

5 Heilig P (2025): Retinales Pigmentepithel.
CONCEPT Ophthalmologie. 09/2025:18-19

6 Tang X et al (2016): Retinal cross talk in the mammalian visual system.
J Neurophysiol. 2016;115(6):3018-3029.
DOI: 10.1152/jn.01137.2015

7 Tsai TI et al (2014): Effect of acute intraocular pressure challenge on rat retinal and cortical function.
Invest Ophthalmol Vis Sci. 2014;55(2):1067-1077.
DOI: 10.1167/iovs.13-13003

8 Ma L et al (2023): Paraventricular Hypothalamic Nucleus Upregulates Intraocular Pressure Via Glutamatergic Neurons.
Invest Ophthalmol Vis Sci. 2023;64(12):43.
DOI: 10.1167/iovs.64.12.43

9 Redmon SN et al (2025): TRPV4 controls circadian and pathological ocular hypertension.
J Physiol. 2025;603(14):4091-4111.
DOI: 10.1113/JP288706

10 Žavbi J et al (2026): TRPV4 regulates intraocular pressure through trabecular meshwork contractility and fibrosis.
Channels (Austin). 2026;20(1):2611702.
DOI: 10.1080/19336950.2025.2611702

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Gastautor Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig: BIXONIMANIA & CO

BIXONIMANIA & CO
Autor: Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig

“Bixonimania is a condition caused by excessive exposure to blue light“.

Sir Karl Popper
(möglicherweise in statu perplexitatis)

“Beware of false knowledge. It is more dangerous than ignorance“.
(George Bernard Shaw)

Bixonimania is a condition caused by excessive exposure to blue light” which promts ‚patients‘ to visit an ophthalmologist.
Perplexity’s AI answer engine outlined its prevalence on April 27, 2024. However, this fake disease was invented by scientists, but Perplexity told people it was real [1]. Moreover, fake papers on Bixonimania were cited in peer-reviewed literature.

Der Begriff erinnert an Loriots Steinlaus [2] oder an das „Photo-Oculodynia-Syndrom (ICD 11: „not found“). Suchmaschinen bleiben die Antwort schuldig. Sie informieren über „Regionale Sympatholysis“ und „Botulinum-Toxin-Behandlungen“ bis zu „Beta-Blockers, Calcium Channel Blockers, Anticonvulsants, and CGRP Inhibitors“.
Immerhin wird auch „avoiding intense light“ erwähnt, ein geradezu prophetisch/prophylaktischer Schlusssatz, vorausgesetzt man nähme – vorausschauend – eine kleine Korrektur vor: „preventing intense light“ [3].

„… Perplexity ist eine Alternative zu konventionellen Suchmaschinen und bietet mit KI-Integration viel mehr Möglichkeiten und oft bessere Antworten“ (Perplexity.ai – Die beste KI-Suchmaschine [4]).
Na dann …

perplexity: “state of being confused or bewildered“
(Merriam Webster Cambridge Dictionary)

Perplexität: ratloses und verwirrtes Verhalten, Konfusion,
Widersprüchlichkeit (Jurisprudenz)

Epilog:
Autokorrektur-Hoppala (?);  vielleicht war etwa „Komplexität“ gemeint.

 

Literatur:

1. Stokel-Walker C (2026): Scientists invented a fake disease. AI told people it was real.
Nature News Feature, 7. April 2026

2. Dailymotion (2015): Loriots Steinlaus
https://www.dailymotion.com/video/x2mc4e7

3. Heilig P (2023): LICHTEMPFINDLICHKEIT – Photophobie
https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=42279

4. Meixner T, Ruof J (2024): Perplexity.ai – Die beste KI-Suchmaschine.
https://digitaleprofis.de/kuenstliche-intelligenz/ki-tools/perplexity-mehr-als-eine-ki-suchmaschine/

 

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AI/KI- free wording (exc. citations)

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Upcoming Webinars for scientific writing and publishing from Springer Nature

 

 

Springer Nature is offering online seminars in May and
June covering topics related to scientific writing
and publishing.

Participation is free.

Dates and registration links can be found on the
following webpage:

https://www.springernature.com/gp/open-science/oa-agreements#c27846888

Online-Schulung Datenbanken Psychologie am 6. 5. 2026, 10-11 Uhr.

Registrierungslink:
https://events.teams.microsoft.com/event/699a2c8f-bc70-4509-9fb0-68e9a57784b0@8ac76c91-e7f1-41ff-a89c-3553b2da2c17

Am 6. Mai 2026 findet von 10 bis 11 Uhr ein Webinar der Firma OVID statt, dass  sich mit den Datenbanken APA PsycInfo, APA PsycArticles sowie PSYNDEX beschäftigt:

    • Welche Stärken zeichnen die einzelnen Datenbanken aus?
    • Für welche Fragestellungen lohnt sich welche Ressource – und warum?
    • Wie ergänzen sich internationale und deutschsprachige Inhalte im Arbeitsalltag?

Anhand ausgewählter Beispiele wird gezeigt, wie sich die drei Datenbanken über Ovid kombinieren lassen und welchen Mehrwert dies für Recherche, Entscheidungsfindung und Qualität der Ergebnisse bietet.

Die Veranstaltung richtet sich an:

    • Forschende, wissenschaftliche Mitarbeitende und Lehrende
    • Bibliothekar:innen, Fachreferent:innen und Informationsspezialist:innen
    • Psycholog:innen und klinisch tätige Fachpersonen in Forschung und Praxis
    • Mitarbeitende in medizinischen, behördlichen oder forensischen Kontexten

Gastautor Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig: No-Handy??Unmöglich!!

NO – HANDY ? ? UNMÖGLICH ! !

Autor: Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig

 

Ein talentierter, beruflich sehr erfolgreicher Freund (*1941) war dreißig Jahre lang in einer führenden Firma als System-Administrator und Programmierer (als einer der Ersten) tätig. Schließlich und endlich stellte sich bei ihm eine Art von ‚System-Unverträglichkeit‘ ein. Seither lebt er ohne Smartphone und ohne das ‚unverzichtbare‚ Internet – gesund und munter bis heute.

Ein nicht nur einmal im schönen Burgenland vergessenes Smartphone war besonders nach dem Rasenmähen leichter auffindbar.
Das Ding trug keine Schäden davon, auch nicht der Besitzer, weder milde Entzug-Erscheinungen noch gefürchtete ‚Cold Turkey‘ Symptome (1).
Die ‚Smartphone- und Online-Verhaltenssüchte‘ (synonym Internet-Nutzungsstörungen, internet disorders, internet addictions, gaming disorders) stehen längst im Ruf einer Reihe von Folgeerscheinungen und höchst unerwünschter Wirkungen. Davor wird in keinem Beipacktext gewarnt (2,3,4,5). Warum? Wegen potentieller Störung ökonomischer Interessen.

Wie ein Schleimpilz, scheinbar fern-, wenn nicht gar ‚Intelligenz‘- gesteuert, alles, sogar Labyrinthe überlistend (6), überzieht die AI/KI ihre Opfer. Womit? Mit einem Koschano* aus Wissen, Dafürhalten und Geflunker, Fakes, Bullshit, und ‚Halluzinationen‘.
Zu hart geurteilt? Es kommt ganz darauf an. AI/KI erwarb sich zweifellos Verdienste. Schade, dass kleine Schönheitsfehler inoperabel sind, sie sind als solche oft nicht zu erkennen und ‚spucken den Usern klammheimlich in die Suppe‚.

Unzumutbares, wie Social Media (SM) – Entartungen und deren bleibende Schäden, besonders auf Kinder- und Jugendpsyche samt Physis werden nun, da das Pendel allzu weit ausschwang, bekämpft. Jedoch etwas zu zögerlich und mit wechselndem Erfolg. Betreiber und Monsterkonzerne wehren sich zumeist erfolgreich.

Besagtes AI/KI-‚Schleimpilz-Monster‚ frisst sich bis in die letzten Synapsen, nicht nur in die der Heranwachsenden. Der freie Zugang via Handy etc. zu Entartungen und Abartigem, sowie der Kultur-Kahlschlag und Dünger für Pseudo-Wissen, Fakes etc. müsste längst gebremst worden sein – etwa durch ‚Bullshit-Defensoren‘? Sogenannte ‚Freie- Enzyklopädie-Gelehrte‚ stellen bereits Peer-Reviewed-Resultate in Frage und belehren ungefragt naseweis**.

Epilog: Prophylaxe ? (7)

 

*) Koschano (phonet.): ‚Buschkawü‘, Durcheinander, ungeordnete Mischung,
**) Naseweis: besserwisserisch

 

 

Literatur:

1 McGowan C, Broughton C and Jones A (2026): Can you guess our screen time? A priest, pensioner, tech CEO and teenager reveal all.
https://www.theguardian.com/media/2026/jan/31/can-you-guess-our-screen-time-a-priest-pensioner-tech-ceo-and-teenager-reveal-all

2 Li W et al (2025): The association between smartphone addiction and creativity in Chinese college students: the chain mediating effects of depression and executive function.
BMC Psychiatry;25(1):901.

3 Soriano-Molina E et al (2025): The Association Between Internet Addiction and Adolescents‘ Mental Health: A Meta-Analytic Review.
Behav Sci (Basel);15(2):116.

4 Lai X (2022): Trajectory of problematic smartphone use among adolescents aged 10-18 years: The roles of childhood family environment and concurrent parent-child relationships.
J Behav Addict;11(2):577-587.

5 Fuchs M et al (2024): Gaming Disorder According to the ICD-11: Background, Criteria and Possible Implications.
Prax Kinderpsychol Kinderpsychiatr. Nov;73(8):753-771.

6 Kippenberger S et al (2023): Learning in the Single-Cell Organism Physarum polycephalum: Effect of Propofol.
Int J Mol Sci;24(7):6287.

7 Heilig P (1. April 2023): PROPHYLAXE
https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=40686

 

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WELT DER TRAEUME, TRAEUME DER WELT
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Etwa fünf Prozent der ‚Wirklichkeit‘ stehen zur Verfügung; doch mit dunkler Energie und dunkler Materie haben wir nichts am Hut. Nur etwa 4,9% ‚Masse‘ besteht aus Standard-Teilchen. Gesehen und wahrgenommen wird allerdings auch nur ein Teil; aus diesem gilt es das Beste zu machen. Traumhaft – na-hoffen-wir-doch!

Magier (P. Wurnig), Dichter, Musikanten, Maler,
Philosophen und Spaßmacher.

ZEIT: Mittwoch 15. April 2026 um 19 Uhr c.t..
ORT: Otto-Mauer-Zentrum, (Halbstock links; Lift).
Währinger Straße 2-4, A-1090 Wien

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Der Autor erklärt, dass bei der Erstellung
des Beitrags kein Interessen –
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Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig
Augenheilkunde und Optometrie
peter.heilig@meduniwien.ac.at
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Gastautor Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig: Homo ludens

Homo ludens
Autor: Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig

Homo ludens
„Die Zeit geht weg.“ (*)

Musik (**) kann sie wegzaubern, diese Zeit, mehr als sie bloß stillstehen zu lassen. Für den homo ludens, im Spiel versunken, kann sie aufhören zu existieren; für spielende Kinder hat sie gar nicht begonnen. In der prädigitalen Epoche unterschieden sich deren Spiele ganz wesentlich von diversen Online-Spielwelten, Elektronik-Spielzeug und Gaming etc. heutiger Digitale Transformationen oktroyierten Scheinwelten – für Jung und Alt.

Dazu:Man kann in der Wahl seiner Eltern nicht vorsichtig genug sein.“
(
Paul Watzlawick)

 

Ständiger Peer-Gruppendruck ist entscheidend am Entstehen eines ‚Sucht erzeugenden Verhaltens‘ beteiligt, jedoch nicht als einziger Faktor. Den nicht selten überforderten Eltern darf allerdings keine ‚Hauptschuld‘ zugewiesen werden.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab ‚exzessives Spielen‘ unter dem Begriff „Gaming Disorder“ als psychische Erkrankung an (1). Symptome wie Kontrollverlust, Einengung von Denken und Verhalten, Weiterspielen trotz negativer Konsequenzen, ‚riskantes‘ Spielen samt psychischer oder physischer Folgen, psychosoziale Probleme, soziale Selbst-Isolation, Angst-Störungen und Dysphorien bis Depressionen sind ernstzunehmen.
Professionelle Hilfe unter:
https://broschuerenservice.sozialministerium.gv.at/Home/Download?publicationId=685

‚Homo ludens‘ ist heutzutage ein vergessener Begriff, denn der angeborene Spieltrieb geht zunehmend verloren. ‚Sitzlinge‘ (Bernhard Lötsch) bevölkern auch Spielplätze, doch man spielt kaum mehr mit-einander. In seinen ‚Spielen der Thiere‘ (2) weist Groos, gelobt als der „größte Spieltheoretiker“, darauf hin, dass „der Spieltrieb durch natürliche Auslese entstanden ist, als das Mittel zum Üben essentieller Lebensfähigkeiten“, ein Katalysator der Kreativität, eine Nische des friedlichen Zusammen-Lebens und -Arbeitens.

Zu Groos‘ Zeiten, wie auch heute, definieren viele Menschen Spiel zum Teil als Aktivität, die keinem nützlichen Zweck dient. Und nicht nur das – Groos erkannte, dass Spielen mit Kosten verbunden ist: „Es verbraucht Energie, ist manchmal laut und lockt Raubtiere an, und einige Spielformen, wie das Herumschwingen in hohen Bäumen, sind geradezu gefährlich. Es wäre sicherer und weniger Energie-aufwändig, freie Zeit ruhig in einem Bau oder einer Höhle zu verbringen, als sie mit lautem Spiel zu verbringen.“

Doch ohne das Spiel in Kindheit und Jugend wäre das erwachsene Tier schlecht für die Aufgaben des Lebens gerüstet. Es hätte bei weitem nicht die nötige Übung im Laufen und Springen, im Aufspringen auf die Beute, im Ergreifen und Erwürgen des Opfers, in der Flucht vor seinen Feinden, im Kampf mit seinen Gegnern, usw. Die Muskulatur wäre für all diese Aufgaben nicht ausreichend entwickelt und trainiert. Außerdem würde viel in der Struktur seines Skeletts fehlen, viel, das durch funktionelle Anpassung während des Lebens jedes Individuums, sogar in der Wachstumsphase, ausgeglichen werden muss.”
In ‚The play of man‘ wies Groos darauf hin, dass alles, was er über das Spiel der Tiere sagte, auch auf den Menschen zuträfe: Mit dem Spiel treten wir aus der Wirklichkeit heraus und in einen Zauberkreis, einen Magic Circle. Es tut sich ein Erfahrungsraum auf, in dem wir uns ausprobieren, in dem wir Erfahrungen sammeln können, die uns das „ernste“ Leben nicht liefert.“ (3).

Dazu: „Ich bin fast nie ernst. Es lohnt sich zu selten“.
(Erich Kästner)

Das Lachen aus der Kindheit darf nicht verloren gehen und das innere Kind darf nicht sterben, mit oder ohne (non-digital -) Spiel. Ein Indikator wäre das Lachen. Bei verbissenen Wett-‚Spielen‘ wird nicht gelacht, bei Online-Spielen, Elektronik-Spielen und Gaming wird selten, vielleicht nie gelacht. KI ist humorlos und hirnlos – ohne das Ding ganz zu verteufeln. So gut wie sicher kommt ‚Macher kein Lacher‘ aus (Jugendsprache, Internet-Communities, KI Nerds, etc.).

Beim Herumtollen im Freien, im Wasser, im Schnee, beim Spielen (vorzüglich ohne strikte Spiel-‚Regeln‘) lachen Kinder innerhalb weniger Minuten mehr als Erwachsene während eines ganzen Tages. Davon profitieren Immunsysteme – on dit – stärker, als von sogenannten Immun-‚Kuren‘ (4).
Doch während des Surfens vergeht das Lachen mehr oder weniger, je nach KI-Topic. Trotzdem zu lachen – frei nach Viktor Frankl – wäre durchaus eine Option (5).

*„Die Zeit geht weg “ – Ronaldo Villazón. Niemand könnte es schöner sagen als dieser liebenswürdige und hochtalentierte Spaßmacher – apropos: ein glühender Mozart-Fan.

 

**Musik: „Vom Mittelalter bis zur französischen Revolution gehörte die Musik zu den Grundpfeilern unserer Kultur. Heute ist Musik zu einem bloßen Ornament geworden. So ist der paradoxe Fall eingetreten, dass wir heute viel mehr Musik haben als früher – nahezu pausenlos -, dass sie aber für unser Leben fast nichts mehr bedeutet – eine nette kleine Verzierung!“
Nikolaus Harnoncourt (6).

 

 

Epilog:
„Im Letzten ist alles ein Geheimnis.“
(Pater Josef Garcia Cascales)+

ludere, lat.:
spielen, tanzen, scherzen, spaßen …

Homo ludens:
Huizinga J (2014): Homo Ludens – A Study of the Play-Element in Culture.
Angelico Press, Brooklyn (NY).
https://angelicopress.com/products/homo-ludens

Stöcklin N (2022): Homo Ludens – Die 9 Dimensionen des neuen Menschen.
https://spieldeinleben.ch/homo-ludens/

Bäumer B (1969) Schöpfung als Spiel: der Begriff līlā im Hinduismus, seine philosophische und theologische Bedeutung.
Dissertation, Univ. München.

 

LITERATUR:

1 Musetti A et al (2025): Gaming disorder in the ICD-11: the state of the game.
BMC Psychiatry 25(1): 1114
https://link.springer.com/content/pdf/10.1186/s12888-025-07576-8.pdf

2 Groos K. (1898): The play of animals.
Appleton NY

3 Groos K. (1901): The play of man.
Appleton NY

4 Louie D et al (2016): The Laughter Prescription: A Tool for Lifestyle Medicine.
Am J Lifestyle Med;10(4):262-267
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6125057/

5 Heilig P (2016): V. Frankl, trotzdem lachend
https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=26794

6 Harnoncourt N (1982): Musik als Klangrede. Wege zu einem neuen Musikverständnis.
Residenz Verlag

 

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Etwa fünf Prozent der ‚Wirklichkeit‘ stehen zur Verfügung; doch mit dunkler Energie und dunkler Materie haben wir nichts am Hut. Nur etwa 4,9% ‚Masse‘ besteht aus Standard-Teilchen. Gesehen und wahrgenommen wird allerdings auch nur ein Teil; aus diesem gilt es das Beste zu machen. Traumhaft – na-hoffen-wir-doch!

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Gastautor Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig: WELT DER TRAEUME – TRAEUME DER WELT

WELT DER TRAEUME – TRAEUME DER WELT
Autor: Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig

 

„Denn ein Traum ist alles Sein. Und die Träume selbst sind Traum.“
(Pedro Calderón de la Barca y Barreda González de Henao Ruiz de Blasco y Riaño)

Wie schwerelose Wolken im Wind schweben die Tagträume über uns, als Wünsche, Pläne und verträumte Sehnsüchte. Manche gehen tatsächlich in Erfüllung (1), anders als die nächtlichen ‚Mainstream‘- Träume; diese sind zumeist ohne Sinn und Bedeutung. Stimmt das und – warum träumen wir?

„Vielleicht ist es gar nicht der Schlaf, den wir brauchen, sondern der Traum“ (2,3).

Das Träume- ‚Ruhezustand- Netzwerk‘ (Default- Mode- Network) ist jedoch alles andere als ruhig, ähnlich wie beim Charles-Bonnet-Syndrom (4), wenn visuelle Stimuli komplett oder teilweise fehlen. Es wird in vielen ZNS-Regionen aktiv (5) und bereitet gewissermaßen den Boden für Kreativität und neue Ideen (1,6). Der zu Unrecht in Verruf geratene Müßiggang – „aller Laster Anfang“ – wird hiermit, nicht nur von Bertrand Russell (7), quasi aufgewertet.

Die Hypothese eines nicht-lokalen Bewusstseins (non-local consciousness), welches demnach nicht auf den physischen Körper beschränkt wäre, besagt, dass Informationen von ‚außerhalb‘ ihren Weg in unsere Traumwelten fänden: „..the possibility that human emotions and behaviors can be entangled with past transgenerational traumas. If cell-cell communication mediates between local and non-local states of consciousness – then it may be plausible for these pathways to be employed to change epigenetic marks for clients whose ancestors suffered from the ravages of recent history.“ (8).

Darüber hinaus können derartige Wahrnehmungen, bei ‚vollem Bewusstsein‘ – nicht nur während des Schlafes, sondern auch im Wachzustand bis zum praefrontalen Cortex vordringen und sich dort als wahre Begebenheit – falsifizierbar quasi, manifestieren.

Beispiele:

Eine Mutter schreckt aus tiefem Schlaf hoch: „Ein Autounfall, mein Sohn hat einen Unfall! “ So war es auch.
Besagter Sohn sprang einmal mitten in einer Besprechung – kreidebleich im Gesicht – auf, raste wie verrückt zum Haus und rettete seine Mutter vor einer Schar übler Gesellen.

Ein Verwandter berichtete, er hätte seine Mutter an der Tür klopfen gehört. Er stand sofort auf um zu öffnen, doch niemand stand vor der Tür.
Damals starb seine Mutter – in Europa; er träumte jedoch nächtens – in Denver (Co).

etc..

 

Der Begriff „entangled“: verschränkt, verknüpft, verbunden etc. wird auch in der Quantenphysik verwendet um mittels „entanglement“ von zwei Teilchen die „spooky action at a distance“ zu beschreiben (A. Einstein).
Besagte zwei Teilchen befänden sich in einem Zustand, welcher „als EIN System zu beschreiben sei.“ (C. Fabjan). Die Einheit Mutter-Kind erinnert daran – sie überwindet Zeit und Raum.

 

TRAEUME DER WELT: In that city, then, there shall be free will, one in all the citizens, and indivisible in each, delivered from all ill. Filled with all good, enjoying indefeasibly the delights of eternal joys, oblivious of sins, oblivious of sufferings, and yet not so oblivious of its deliverance as to be ungrateful to its Deliverer“.
(
De civitate Dei.  Augustinus.)

….. dem ist nichts hinzuzufügen!

Esoterik: auch dieser Begriff erlitt die übliche Bedeutungsverschlechterung. Ursprünglich Gegenpol der Exoterik – auch in der traditionellen indischen Philosophie.
Empfohlen wird Distanzierung von jeglicher ‚Fake-Esoterik‘.

Navneet, R. (2025). Traditionelle indische Philosophie als Leitbild für eine zeitgenössische Weltanschauung.
In: Sahni et al (eds): Spiritualität und Management.
Springer VS, Singapore.
https://doi.org/10.1007/978-981-97-9358-7_5

 

Literaturangaben

1 Heilig P (2017): Academia di Fantasia
https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=27103

2 Mutti C et al (2025): Dreaming conundrum.
Journal of Sleep Research, 34(2),e14338.
https://doi.org/10.1111/jsr.14338

3 Jandial R (2024): Warum wir träumen.
Rowohlt Verlag

4 Heilig P (2021): Die Kunst und Charles Bonnet
https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=37223

5 E Said S et al (2025): Multi-region processing during sleep for memory and cognition.
Proc Jpn Acad Ser B Phys Biol Sci.;101(3):107-128.
https://dx.doi.org/10.2183/pjab.101.008

6 Fayed Mret al (2024): Sleep and quiet wakefulness signify an idling brain hub for creative insights.
Philos Trans R Soc Lond B Biol Sci;379:20230226.
https://royalsocietypublishing.org/rstb/article-lookup/doi/10.1098/rstb.2023.0226

7 Russell, B (1950, Jahr des Nobelpreises): Lob des Müßiggangs. Verlag Coron, Zürich.

8 Cohen D (2024): Family Constellation therapy: A nascent approach for working with non-local consciousness in a therapeutic container. Prog Biophys Mol Biol;186:33-38.
https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S0079-6107(23)00101-3

 

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Gastautor Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig: WEISHEIT

WEISHEIT

Autor: Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig

Gibt es so etwas wie Weisheit oder ist das, was uns als Weisheit erscheint, nur letzte, höchste Torheit?
(Bertrand Russel)

 Die unsäglichen Torheiten auf diesem Planeten überschritten die Schmerzschwelle – genug!
In der Augenklinik des Prof Blodi (Iowa, USA) hatte Fortbildung den höchsten Stellenwert, aber auch der Humor rangierte ganz oben. Residents hielten stets eine Spraydose mit der Aufschrift ‚Bullshit-Defensor‘ bereit – schon vor fünfzig Jahren.

Vielleicht ließe sich eine Pilotstudie in den (A-)Social Media starten. Möglicherweise erfasste ein solcher peer reviewed ‚Defensor‘ sukzessive vor Allem die aus dem Ruder gelaufenen AI/KI – Halluzinationen sowie gezielt destruktive Fehlinformationen natürlicher ‚Intelligenzen‘ und all das beängstigend Absurde, womöglich in ‚Kanak Sprak‘ verbalisiert. Ein tiefer Friede breitete (coniunctivus irrealis (?)) sich aus, unaufhaltsam, unüberwindbar und global – der ewige Menschheits-Traum.

Men are born ignorant, not stupid. They are made stupid by education„.
(Bertrand Russel)

Literatur

Heilig P (2023) Phänomenologie des Vergessens
https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=40165

Heilig P (2016) Viktor Frankl, trotzdem lachend
https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=26794

Russel B (2004): Philosophie des Abendlandes.
12. Auflage, Piper Taschenbuch.

Stein H (2008): Endlich Nichtdenker. Handbuch für den überforderten Intellektuellen.
5. Auflage, Piper Taschenbuch

Zaimoglu F (2004): Kanak Sprak. 24 Mißtöne vom Rande der Gesellschaft.
7. unveränderte Auflage, Rotbuch Verlag.

 

Literatur zu „Bullshit Detektor“:

Creati.ai (2024): Bullshit Detector.
https://creati.ai/de/ai-tools/bullshit-detector/

Github.com (k.A.): Bullshit Meter.
https://github.com/steinathan/bullshitmeter

Langer MA (2025): Haben Sie einen guten Bullshit-Detektor.
Neue Züricher Zeitung – Blog
https://www.nzz.ch/technologie/der-computer-experte-bruce-schneier-raet-haben-sie-einen-guten-bullshit-detektor-ld.1863481

Osama M (2004): Cambridge Researchers Build AI „Bullshit“ Detector.
https://www.azoai.com/news/20241202/Cambridge-Researchers-Build-AI-Bullshit-Detector.aspx

Petrocelli JV (2021): The Life-Changing Science of Detecting Bullshit.
‎St. Martin’s Press.

waildworld.com (k.A.): Bullshit Detector – Wichtige Features, Preise, Nützliche Tipps.
https://waildworld.com/de/tools/bullshit-detector

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