Archiv der Kategorie: News1

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FRESH eBOOKS: Liste der kürzlich hinzugefügten eBooks: Kindergesundheit und Klimawandel u.v.m.

Alle aktuellen eBooks der Universitätsbibliothek können von MedUni Wien Angehörigen im Volltext  am Campus der MedUni Wien oder via Remote Access  abgerufen werden.

Externe Benutzer:innen können nach Erhalt der Bibliothekskarte über das WLAN MUW-Bibliothek im Lesesaal der UB eBooks downloaden.

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Fresh eBooks: recently added eBooks: Members of MedUni Vienna can get access to all current eBooks from the University Library in full text on the MedUni Vienna campus or via Remote Access . External users can download eBooks after receiving the library card via the MUW library WiFi in the UB reading room. Check out the list of the latest eBooks we’ve just added.

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E-Book

Anatomie : Mit Klinik, Topografie und Embryologie

Claassen, Horst [VerfasserIn]
2026
 

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E-Book

Paediatric Neurorehabilitation

Mole, Tracey [HerausgeberIn]Martinuzzi, Andrea [HerausgeberIn]
2026
 

4

 
 
E-Book

Heilmittel-Report 2026 : Qualität der Heilmittelversorgung

Schröder, Helmut [HerausgeberIn]Kopkow, Christian [HerausgeberIn]Waltersbacher, Andrea [HerausgeberIn]Bachayov, Nadescha [HerausgeberIn]Schreyögg, Jonas [HerausgeberIn]
2026
 

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E-Book

Kindergesundheit und Klimawandel

Holzinger, Dirk, 1976- [HerausgeberIn]
2026
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Letzte Aktualisierung: 13.08.2026

Scientific Writing Hacks: JoVE: Information Literacy: Plagiarism & Citation Ethics

Hack #91: JoVE: Plagiarism & Citation Ethics
Plagiat bedeutet die Übernahme fremder Worte, Ideen oder Daten ohne korrekte Quellenangabe und gilt als schwerer Verstoß gegen wissenschaftliche Integrität, der durch richtiges Zitieren und transparente Quellenarbeit vermieden werden muss.
JoVE: Video: https://www.jove.com/v/41462/plagiarism-citation-ethics

JoVE ist ein wissenschaftliches Journal mit Peer Review, das auf Video aufgezeichnete Experimente aus den Life Sciences publiziert (Video-Streaming-Portal). Zusätzlich zu den Videos sind auch die Anleitungen und Methoden zur Durchführung der Experimente als PDF verfügbar. Ziel ist es, die Reproduzierbarkeit und die Transparenz bei Experimenten zu verbessern.Die JoVE-Artikel, sind in allen relevanten Datenbanken (inklusive PubMed/MEDLINE, SciFinder, Scopus, Chemabstract und Web of Science) indiziert.

Letzter Zugriff: 30.06.2026
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Neues aus der Bibliothek: Universitätsbibliothek MedUni Wien nach ISO 9001:2015 rezertifiziert!

Qualitätsmanagement und Zertifizierung gemäß ISO 9001:2015 an der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien!

Liebe Bibliotheksbenutzer:innen!

Seit ihrer Erstzertifizierung 2011 als erste wissenschaftliche Bibliothek Österreichs konnte sich die Universitätsbibliothek MedUni Wien mit Unterstützung durch Evaluation und Qualitätsmanagement im Rahmen der ISO-Zertifizierung qualifizieren. Auch heuer wurde die Universitätsbibliothek MedUni Wien nach erfolgreicher Absolvierung des internen und externen Audits nach DIN EN ISO 9001:2015 rezertifiziert!

Wichtige Punkte für die Zertifizierung sind:

Qualitätsmanagementhandbuch

Das Qualitätsmanagementhandbuch beinhaltet Informationen über die Organisation und thematisiert die Organisationspolitik, Vision und Leitbild der Organisation, messbare Ziele, Selbstverpflichtungserklärung der Leitung, Informationen über die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten, die Dokumentenlenkung sowie das Management von Ressourcen, die Prozesslandkarte und die Prozesse sowie das einmal jährlich stattfindende Management Review.

Ziele der Organisation

Ein wesentlicher Punkt des Qualitätsmanagements ist die Festlegung von Organisationszielen und von Kenngrößen, deren Erreichen jährlich überprüft wird.

Prozessdokumentation

Sämtliche kund:innenrelevanten Prozesse sind zu erstellen und laufend zu überarbeiten und in die Prozesslandkarte der Organisation einzuarbeiten.

Dokumentenlenkung

Ein Kriterium für ein Qualitätsmanagementsystem gemäß ISO 9001:2015 ist die Etablierung einer Lenkung von Dokumenten und Aufzeichnungen. Alle Schriftstücke sind mit Informationen über Version, Ersteller, Pfad, Erstellungsdatum und Druckdatum zu versehen.

Personelle Ressourcen

Auch im Bereich der personellen Ressourcen fordert die internationale Norm ISO 9001:2015 entsprechende Maßnahmen, wie die ständige Aktualisierung von Organigramm und Arbeitsplatzbeschreibungen, die regelmäßige Durchführung von Mitarbeiter:innengesprächen sowie geeignete Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung von Mitarbeiter:innen. Ein wesentlicher Aspekt ist in diesem Zusammenhang auch die Mitarbeiter:innenzufriedenheit.

Lieferant:innenbewertung

Ein weiteres Instrument für das Qualitätsmanagement ist eine regelmäßige Lieferant:innenbewertung.

Kund:innenzufriedenheit

Ein zentraler Aspekt für die ISO 9001:2015 ist die Kund:innenzufriedenheit. Die Ermittlung der Kund:innenanforderungen ist sicherzustellen und die Kund:innenzufriedenheit zu erhöhen.

Fehler- und Verbesserungsmanagement

Ein weiterer zentraler Punkt der internationalen Norm ISO 9001:2015 ist das Streben der Organisation nach ständiger Verbesserung. Es ist sicherzustellen, dass eine geeignete Infrastruktur für das Beschwerde- und Fehlermanagement geschaffen wird, die einen wichtigen Beitrag zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess liefert und ein Element des betrieblichen Vorschlagswesens bildet.

Mit der ISO-Zertifizierung wurde ein Ziel des aktuellen Entwicklungsplans der Medizinischen Universität Wien für die Universitätsbibliothek erneut erreicht.

Die Bibliotheksleitung

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [383]: Weinstein, Nathan – Städtischer Armenarzt in Wien Leopoldstadt und der Brigittenau

Weinstein, Nathan – Städtischer Armenarzt in Wien Leopoldstadt und der Brigittenau

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 06.08.2026

Keywords: Armenarzt, Städtische Bürger-Versorgungsanstalt, Medizingeschichte, Wien

Nathan Weinstein wurde am 2. März 1858 Wien als Sohn des aus Ratzersdorf in Ungarn (ungarisch Recse, heute Raca, ein Stadtteil von Bratislava) stammenden Schächters und Beamten der israelitischen Kultusgemeinde Wien, Julius Weinstein (1821-1895) und dessen Ehefrau Rosalie (1827-1901), geborene Kurzweil, geboren. Seit 1893 war er mit der aus Krakau in Galizien stammenden Regine Rebekka Rittermann (1872-1952) verheiratet.

Weinstein studierte an der Universität Wien Medizin und wurde am 18. Februar 1882 promoviert. Im selben Jahr veröffentlichte er den Aufsatz „Zur Kasuistik der Hirntumoren“, der aus der von Anton Drasche (1826-1904) geleiteten Krankenabteilung des Allgemeinen Krankenhauses hervorging.

Im Herbst 1882 trat Weinstein als Einjährig-Freiwilliger in den militärärztlichen Dienst ein.[1] Im November 1883 wurde er als Assistenzarzt der Reserve dem Garnisonsspital Nr. 1 zugewiesen[2] und im Dezember desselben Jahres zum Oberarzt des Feldjägerbataillon Nr. 3 ernannt.[3] Danach gehörte er als nichtaktiver Oberarzt der k.k. Landwehr zunächst dem galizischen Landwehr-Infanterie-Bataillon Stryj und danach dem galizischen Landwehr-Infanterie-Bataillon Nr. 65 in Kolomea an.[4] Zuletzt war er dem Landwehr-Infanterie-Bataillon Korneuburg Nr. 2 zugeteilt.

Nach seinem Studienabschluss führte Weinstein eine private Ordination, zunächst in der elterlichen Wohnung in Wien 2, Antonsgasse 30. Danach ordinierte er in Wien 9, Alser Straße 4, und später an mehreren Adressen in der Brigittenau: Wallensteinstraße 50, 18, Nr. 20 und Nr. 56. Ab etwa 1893 befand sich seine Ordination in der Rauscherstraße 16, ab etwa 1895 wieder in der Wallensteinstraße 56 und ab etwa 1902 auf Nr. 52.

Armenarzt in der Leopoldstadt und der Brigittenau sowie Hilfsarzt im der Städtischen Bürger-Versorgungsanstalt

Ab zirka 1888 war Weinstein als Hilfsarzt in der Städtischen Bürger-Versorgungsanstalt in Wien 9, Spitalgasse 23, tätig.[5] Daneben arbeitete er als städtischer Armenarzt der Gemeinde Wien in der Leopoldstadt beziehungsweise im Bezirksteil Zwischenbrücken.[6] Im Jahr 1892 übertrug ihm der Wiener Gemeinderat zusätzlich eine Armenarztstelle in der Brigittenau.[7]

In den 1880er und 1890er Jahren war Weinstein außerdem als Arzt der Kranken-Unterstützungs-Abteilung des Wiener kaufmännischen Vereins tätig. Im Jahr 1926 erhielt er den Titel eines Medizinalrates.[8]

Neben seiner ärztlichen Tätigkeit engagierte sich Weinstein im Israelitischen Bethaus-Verein Brigittenau.[9] Er gehörte dessen Vorstand an und ist 1898 als Bethausverwalter nachgewiesen. Obmann des Vereins war Hermann Ellbogen. Der Verein betrieb die Errichtung des späteren Brigittenauer Tempels in der Kluckygasse 11, der 1900 eingeweiht wurde.

Weinstein gehörte zum Bekanntenkreis des Mediziners und Schriftstellers Arthur Schnitzler (1862-1931). Vermutlich nahm er auch an der sogenannten Riedhof-Runde teil, einem geselligen Kreis von Wiener Ärzten und Angehörigen des akademischen Milieus.

Nathan Weinstein verstarb am 13. Oktober 1927 in Wien

Todesanzeige, Nathan Weinstein: Neue Freie Presse, Neue Freie Presse, 14.10.1927, S. 17.

Quellen:

Matriken der IKG, Heiratsbuch 1893.

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0142, Weinstein Nathan (Nationalien Datum: 1878/79).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 177-433b, Weinstein Nathan (Rigorosum Datum: 1879).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 186-1309, Weinstein Nathan (Promotion Datum: 18.2.1882).

Friedhofsdatenbank der IKG Wien: Weinstein Nathan.

Literatur:

Weinstein, Nathan: Zur Kasuistik der Hirntumoren. K.k. allgemeines Krankenhaus, Abtheilung des Prof. Drasche in Wien. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Presse. Wien: Druck von G. Gistel & Cie. 1882.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Neue Freie Presse, 22.9.1882, S. 19.

[2] Fremdenblatt, 17.11.1883, S. 15.

[3] Wiener Zeitung, 1.12.1883, S. 1.

[4] Österreichischer Soldatenfreund, 24.1.1888, S. 6.

[5] Wiener Kommunal-Kalender und städtisches Jahrbuch, Wien 1888, S. 1380.

[6] Wiener Kommunal-Kalender und städtisches Jahrbuch, Wien 1895, S. 130.

[7] Amtsblatt der k.k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, Nr. 78, 4.10.1892, S. 2384.

[8] Illustrierte Kronen-Zeitung, 25.12.1926, S. 7.

[9] Die Neuzeit, 7.1.1898, S. 9.

Normdaten (Person):  : BBL; GND:

VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien
BBL:  50093 (06.08.2026)
URL: https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=50093

Letzte Aktualisierung: 2026.09.06

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [382]: Lanzer, Oskar – Militärarzt, Konsular-Arzt in Wien

Lanzer, Oskar – Militärarzt, Konsular-Arzt in Wien

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 06.08.2026

Keywords: Militärarzt, Medizingeschichte, Wien

Oskar Lanzer wurde am 16. September 1851 als Sohn von Ignaz Lanzer und Amalie Lanzer, geborene Eisner, in Ustron in Österreichisch-Schlesien (heute: Ustroń/Polen) geboren. Er war mit Charlotte Tugendhat (1860-1933) verheiratet, mit der er die Tochter Ella Hilda Winternitz hatte (1883-nach 1944), die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und nach 1944 im KZ Auschwitz ermordet wurde.

Nach der Absolvierung des Gymnasiums in Teschen (heute: Cieszyn/Polen) studierte Lanzer an der Universität Wien Medizin und promovierte am 14. Juli 1876 zum Doktor der gesamten Heilkunde.

Anschließend war er als praktischer Arzt in Wien tätig. Seine Ordination befand sich zunächst in Wien 7, Burggasse 35, später in der Kirchengasse 34, danach in der Siebensterngasse 32-34 und zuletzt in der Westbahnstraße 20.

Neben seiner ärztlichen Praxis beschäftigte sich Lanzer mit Fragen des militärärztlichen Sanitätswesens und des freiwilligen Sanitätshilfsdienstes. Nach Ableistung seines Militärsanitätsdienstes wurde er 1876 zum Assistenzarzt ernannt und dem Garnisonsspital Nr. 1 in Wien zugewiesen.[1] 1882 wurde er als nichtaktiver Militärarzt im Rang eines Bataillonsarzt mit Oberarztrang vom niederösterreichischen Landwehr-Schützenbataillon Wien Nr. 1 zum schlesischen Landwehr-Infanterie-Bataillon nach Teschen transferiert.[2] 1884 erfolgte seine Ernennung zum Regimentsarzt.[3]

Darüber hinaus engagierte sich Lanzer im österreichischen Militärveteranenwesen. Er war u.a. Vereinsarzt des Militär-Veteranen-Vereins „Feldmarschall Fürst Edmund zu Schwarzenberg“ und wirkte auch in dessen Vereinsleitung mit.[4]

1885 veröffentlichte er das vom k.k. Kriegsministerium approbierte „Lehrbuch zum Unterrichte im freiwilligen Sanitäts-Hilfsdienst auf dem Kriegsschauplatz“, das in mehreren Auflagen erschien. Die 1889 im Auftrag des k.k. Ministerium des Inneren herausgegebene dritte Auflage „Lehrbuch zum Unterrichte im freiwilligen Sanitäts-Hilfsdienste auf dem Kriegsschauplatze. Mit einer Skizze und 131 Illustrationen“ war ein Sonderdruck der vom Ministerium veröffentlichten Schrift: „Gemeinverständliche Belehrung über Cholera und Cholera-Maßnahmen“. Mit dem Lehrbuch verfolgte Lanzer das Ziel, eine einheitliche Ausbildung der Sanitätsabteilungen im freiwilligen Sanitätshilfsdienst zu fördern.

Für sein Engagement wurde Lanzer mehrfach ausgezeichnet. 1891 erhielt er als Regimentsarzt erster Klasse, der in der Evidenz des Landwehrbataillons Wien Nr. 1 geführt wurde, „in Anerkennung seines gemeinnützigen und patriotischen Wirkens“ das Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens.[5] 1900 wurde ihm das Ritterkreuz erster Klasse des königlich sächsischen Albrechts-Ordens verliehen.[6] Die Auszeichnung erfolgte aufgrund seiner seit etwa 1887 ausgeübten Tätigkeit als Arzt des Deutschen Hilfsvereins in Wien,[7] eines Unterstützungsvereins für in Wien lebende deutsche Staatsangehörige. 1903 erhielt er den Titel eines königlich-bayrischen Medizinallrates[8] und 1905 den königlich-preußischen Roten-Adler-Orden.[9] 1912 wurde ihm der Titel eines Medizinalrates verliehen.[10]

1896 veröffentlichte Lanzer noch die Arbeit „Erfahrungen über Creosotal-Kefir und Guajacolcarbonat-Kefir“.

Neben seiner Tätigkeit als praktischer Arzt und Militärarzt war Lanzer Chefarzt der Hilfskasse „Einigkeit“,[11] eines Selbsthilfevereins und einer privaten Sozialversicherung für kaufmännische Angestellte und Handlungsgehilfen. Außerdem fungierte er als Arzt des Deutschen Konsulats in Wien.

Oskar Lanzer verstarb am 18. Jänner 1914 in Wien.

Oskar Lanzer: Todesanzeige: Neue Freie Presse, 19.1.1914, S. 13.

Quellen:

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0066, Lanzer Oskar (Nationalien Datum: 1870/71).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 177-218a, Lanzer Oskar (Rigorosum Datum: 1874).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 186-461, Lanzer Oskar (Promotion Datum: 14.7.1876).

Friedhofsdatenbank Wien, Lanzer Oskar.

Literatur:

Lanzer, Oskar: Lehrbuch zum Unterrichte im freiwilligen Sanitäts-Hilfsdienste auf dem Kriegsschauplatze. Zum Gebrauche für die Sanitäts-Abtheilungen der österr. Militär-Veteranen- und Kriegercorps. Mit einer Skizze und 131 Illustrationen. 2. Aufl. Wien: Anger 1886.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 41483]

Lanzer, Oskar: Lehrbuch zum Unterrichte im freiwilligen Sanitäts-Hilfsdienste auf dem Kriegsschauplatze. Mit einer Skizze und 131 Illustrationen. 3. unveränderte Aufl. Wien: Hölder 1889.

[Zweigbibliothek für Zahnmedizin/ÖGZMK, Sign.: G-0153]

Lanzer, Oskar: Erfahrungen über Creosotal-Kefir und Guajacolcarbonat-Kefir. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Presse. Wien: Druck von Gottlieb Gistel & Comp. 1896.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Wiener Zeitung, 30.8.1876, S. 2.

[2] Österreichischer Soldatenfreund, 2.5.1882, S. 6.

[3] Neue Freie Presse, 13.11.1884, S. 20.

[4] Neuigkeits-Welt-Blatt (Provinz-Ausgabe), 14.2.1885, S. 9.

[5] Wiener Zeitung, 16.5.1891, S. 1.

[6] Wiener klinische Rundschau, Nr. 37, 1900, S. 748.

[7] Deutsches Volksblatt, 24.4.1900, S. 6.

[8] Wiener klinische Rundschau, Nr. 36, 1903, S. 662.

[9] Wiener Zeitung, 17.9.1905, S. 1.

[10] Wiener klinische Rundschau, Nr. 28, 1912, S. 445.

[11] Kaufmännische Zeitung, 15.4.1903, S. 61.

Normdaten (Person):  : BBL; GND:

VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien
BBL:  50082 (06.08.2026)
URL: https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=50082

Letzte Aktualisierung: 2026.09.06

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [381]: Felsenreich, Anton – Professor für Geburtshilfe und Gynäkologe am Allgemeinen Krankenhaus Wien

Felsenreich, Anton – Professor für Geburtshilfe und Gynäkologe am Allgemeinen Krankenhaus Wien

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 06.08.2026

Keywords: Gynäkologe, Allgemeine Krankenhaus Wien, III. geburtshilfliche Klinik, I. Gebärklinik, Medizingeschichte, Wien

Anton Gottfried Leopold Felsenreich wurde am 25. Mai 1848 als Sohn des k.k. Hofwundarztes Gottfried Felsenreich (1813-1871) und Leopoldine Josepha, geborene Preissler, in Wien geboren. Er war mit Rosa Maria Mayr verheiratet. Aus der Ehe ging der Sohn Gustav Otto Felsenreich (1888-1949) hervor, der ebenfalls Mediziner wurde.

Felsenreich besuchte das Akademische Gymnasium in Wien und studierte anschließend an der Universität Wien Medizin. Am 30. Dezember 1873 promovierte er zum Doktor der gesamten Heilkunde. Nach der Ableistung seines militärärztlichen Dienstes wurde er als Assistenzarzt der Reserve 1876 zum Oberarzt ernannt und dem Garnisonsspital Nr. 1 zugewiesen.[1]

Nach Abschluss seines Studiums war Felsenreich zunächst außerhalb von Wien als Choleraarzt und als Vertretung von Landärzten tätig. Danach arbeitete er bis 1874 als Aspirant an der Laryngologischen Klinik des Allgemeinen Krankenhauses in Wien sowie an der II. chirurgischen Abteilung des Wiedner Krankenhauses. Bis 1875 war er Externist am St. Anna-Kinder-Spital und anschließend bis 1877/78 Sekundararzt an der niederösterreichischen Landes-Findel-Anstalt. Danach trat er als Assistent in die III. geburtshilfliche Klinik unter Gustav Braun (1829-1911) ein. Von 1881 bis 1883 arbeitete er als Assistent von Carl Braun (1822-1891) an der I. Gebärklinik.

Während seiner Tätigkeit an diesen beiden Kliniken veröffentlichte Felsenreich unter anderem 1879 „Hämophilie in der ersten Lebenswoche“, 1880 „Sectio caesarea nach E. Posso mit Erfolg für Mutter und Kind“ 1881 „Beitrag zur Behandlung der Uterusruptur durch Drainage“ und 1883 „Zur operativen Behandlung der hernia funiculi umbilicalis“.

Am 3. November 1883 habilitierte sich Felsenreich an der Universität Wien zum Privatdozenten im Fach Geburtshilfe und Gynäkologie. Seinen Habilitierungsvortrag publizierte er im selben Jahr unter dem Titel „Carcinoma uteri als Komplikation von Schwangerschaft und Geburt“. 1898 erhielt er den Titel eines außerordentlichen Professors.

Zu seinen weiteren wissenschaftlichen Arbeiten zählen die 1889 erschienen Beiträge „Totalexstirpation des Uterus per vaginam wegen Carcinom des ganzen Cervix“, „Dystokie durch eine parametrane und peritoneale Exsudatschwiele“, und „Casuistische Beiträge zur Complication der Schwangerschaft durch Fibromyome“. 1891 folgte „Zur Interstitialschwangerschaft“, 1893 „Zur blutigen Erweiterung des Scheideneinganges während der Geburt“ und 1894 „Eine neue Verpackung sterilisirter Bruns’scher Watte für Geburtszwecke“.

Ein ausführliches Verzeichnis seiner wissenschaftlichen Publikationen findet sich in dem Band „Personalbibliographien von Professoren und Dozenten der I. und II. Universitätsfrauenklinik und der III. geburtshilflichen Klinik in Wien im ungefähren Zeitraum von 1875-1905 mit kurzen biographischen Angaben und Überblick über die Hauptarbeitsgebiete“. Einige seiner Arbeiten veröffentlichte Anton Felsenreich unter der Autorenbezeichnung „T. Felsenreich“.

1879 trat Felsenreich der Gesellschaft der Ärzte in Wien bei.

Anton Felsenreich verstarb am 3. Februar 1926 in Wien.[2]

Todesanzeige: Felsenreich Anton, Neue Freie Presse, 4.2.1926, S. 18.

Quellen:

Rk. Erzdiözese Wien. 02, St. Leopold, Taufbuch 01-28c, Folio 267, Felsenreich Anton.

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 177-84a, Felsenreich Anton (Rigorosum Datum: 1873).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 186-34a, Felsenreich Anton (Promotion Datum: 30.12.1873).

Personalbibliographien von Professoren und Dozenten der I. und II. Universitätsfrauenklinik und der III. geburtshilflichen Klinik in Wien im ungefähren Zeitraum von 1875-1905 mit kurzen biographischen Angaben und Überblick über die Hauptarbeitsgebiete

Literatur:

Felsenreich, Anton: Hämophilie in der ersten Lebenswoche. Aus der geburtshilflichen Klinik des Prof. Gustav Braun in Wien. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Presse. Wien: Druck von G. Gistel & Cie. 1879.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Felsenreich, Anton: Sectio caesarea nach E. Posso mit Erfolg für Mutter und Kind. Aus der geburtshilflichen Klinik des Prof. Gustav Braun in Wien. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: L.W. Seidl & Sohn 1880.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Felsenreich, Anton: Beitrag zur Behandlung der Uterusruptur durch Drainage. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: L.W. Seidl & Sohn 1881.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Felsenreich, Anton: Zur operativen Behandlung der hernia funiculi umbilicalis. Aus der Klinik des Hofr. Prof. Braun-Fernwald in Wien. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Presse. Wien: Druck von G. Gistel & Cie. 1883.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Felsenreich, Anton: Carcinoma uteri als Komplikation von Schwangerschaft und Geburt. Habilitationsvortrag. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Presse. Wien: Druck von G. Gistel & Cie. 1883.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Felsenreich, Anton: Totalexstirpation des Uterus per vaginam wegen Carcinom des ganzen Cervix. Vorläufig 3 Monate ohne Recidive. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Presse. Wien: Druck von Gottlieb Gistel & Comp. 1889.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Felsenreich, Anton: Dystokie durch eine parametrane und peritoneale Exsudatschwiele. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: Verlag von Moritz Perles 1889.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Felsenreich, Anton: Casuistische Beiträge zur Complication der Schwangerschaft durch Fibromyome. Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Druck von Friedrich Jasper 1889.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Felsenreich, Anton: Zur Interstitialschwangerschaft. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: Verlag von Moritz Perles 1891.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Felsenreich, Anton: Zur blutigen Erweiterung des Scheideneinganges während der Geburt. Sonderdruck aus: Allgemeine Wiener medizinische Zeitung. Wien: Druck von R. Spies & Co. 1893.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Felsenreich, Anton: Eine neue Verpackung sterilisirter Bruns’scher Watte für Geburtszwecke. Sonderdruck aus: Allgemeine Wiener medizinische Zeitung. Wien: Druck von R. Spies & Co. 1894.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Fremden-Blatt, 22.6.1876, S. 10.

[2] Wiener klinische Wochenschrift, Nr. 8, 1926, S. 224.

Normdaten (Person):  : BBL; GND:

VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien
BBL:  50076 (06.08.2026)
URL: https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=50076

Letzte Aktualisierung: 2026.09.06

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Scientific Writing Hacks: JoVE: Information Literacy: Reading Research Papers

Hack #90: JoVE: Video zum Thema Information Literacy: Reading Research Papers
Wissenschaftliche Artikel lassen sich effizient lesen, indem man zunächst Titel, Abstract und Autoren prüft und anschließend Einleitung, Methodik, Ergebnisse, Diskussion sowie Quellen kritisch auswertet, um Relevanz, Qualität und Aussagekraft der Studie zu beurteilen.
JoVE: Video: https://www.jove.com/v/41458/reading-research-paper

JoVE ist ein wissenschaftliches Journal mit Peer Review, das auf Video aufgezeichnete Experimente aus den Life Sciences publiziert (Video-Streaming-Portal). Zusätzlich zu den Videos sind auch die Anleitungen und Methoden zur Durchführung der Experimente als PDF verfügbar. Ziel ist es, die Reproduzierbarkeit und die Transparenz bei Experimenten zu verbessern.Die JoVE-Artikel, sind in allen relevanten Datenbanken (inklusive PubMed/MEDLINE, SciFinder, Scopus, Chemabstract und Web of Science) indiziert.

Letzter Zugriff: 30.06.2026
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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [380]: Wasserthal, Ignaz – Balneologe in Karlsbad

Wasserthal, Ignaz – Balneologe in Karlsbad

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 27.07.2026

Keywords: Balneologe, Badearzt, Karlsbad, Medizingeschichte, Wien

Ignaz (Ignacy Izaak Aron) Wasserthal wurde am 10. Juli 1840 in Krakau in Galizien (heute: Kraków/Polen) im Kaisertum Österreich als Sohn von Dawid Leibel Wasserthal (1812-1898) und Ester (1810-1875), geborene Lefler, geboren. Seit 1873 war er mit Chana Anna Najman (Neuman) (1855-1919) verheiratet. Aus der Ehe ging der Sohn Jakub (Jakób) Wasserthal (1874-1943) hervor.

Wasserthal studierte an der Universität Wien Medizin und promovierte am 5. November 1872 zum Doktor der gesamten Heilkunde und am 2. Juli 1873 zum Doktor der Chirurgie.

Anschließend übersiedelte Wasserthal nach Tschenstochau (heute: Częstochowa/Polen) in Russisch-Polen. Dort war er als Fabrikarzt der Jutespinnerei und Weberei „Warta“ tätig und führte daneben eine ärztliche Privatpraxis.

Karlsbad (Karlovy Vary)

Seit etwa 1900 war Wasserthal während der Sommermonate auch als Kur- und Badearzt in Karlsbad tätig. Dort spezialisierte er sich auf Erkrankungen des Verdauungstraktes sowie der Nieren und Harnwege. Aus dieser Tätigkeit gingen mehrere wissenschaftliche Arbeiten hervor, darunter „Über die Bedeutung von Flagellaten im Stuhl bei Achylia gastrica“, „Sur la valeur de la reaction de Molliere (violet de methyle) pour deceler l`acide chlorhydrique libre dans l’estomac“(1907 und 1908), „Ueber Zylindrurie im eiweissfreien Harn und ihre Beziehungen zur chronischen Obstipation“ (1909), sowie kurz vor seinem Tod „Bemerkungen zur Balneotherapie der Harnkrankheiten“.

Posthum erschienen noch „Recherches sur l’adsorption des ferments digestifs par les poudres usitées en therapeutique“, Les mátieres dialysables du contenu stomacal décelables par la réaction de la ninhydrine“ sowie 1913 eine weitere Fassung von „Recherches sur l’adsorption des ferments digestifs par les poudres usiteés en therapeutique“ und „L’examen microscopique des feces au polariscope“, die er gemeinsam mit René Goiffon (1882-1964) verfasste, der im Laboratorium des Gastroenterologen Albert Mathieu (1855–1917) in Saint-Antoine tätig war. Albert Mathieu, in dessen Laboratorium die Arbeiten entstanden, hatte am Hôpital Saint-Antoine in Paris eine der führenden Schulen der Gastroenterologie begründet und 1907 die Fachzeitschrift Archives des maladies de l’appareil digestif ins Leben gerufen.

Neben der häufig unentgeltlichen Behandlung mittelloser Patienten und Fabrikarbeiter:innen engagierte er sich beim Aufbau von Ferien- und Sommerkolonien für Kinder aus verarmten Elternhäusern in Częstochowa, die er auch medizinisch betreute, um der weit verbreiteten Tuberkulose und Unterernährung entgegenzuwirken.

Wasserthal war Mitglied in regionalen Ärztegesellschaften wie der Ärzteschaft des Gouvernements Piotrków und hielt regelmäßig Fachvorträge.

Wasserthal verstarb am 21. Dezember 1910 während eines Behandlungsaufenthaltes in Berlin, wo er am städtischen jüdischen Friedhof (Berlin-Weißensee) beigesetzt wurde.

Quellen:

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0085, Wasserthal Isak (Nationalien Datum: 1870/71).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 182-1166, Wasserthal Isak (Promotion Datum: 5.11.1872).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 182-828, Wasserthal Isak (Promotion/Chirurgie Datum: 2.7.1873).

Setowski Juliusz: Wassertal (Wasserthal), https://www.czestochowajews.org/wp-content/uploads/WASSERTAL-Ignacy-pp-462-462.pdf

Literatur:

Wasserthal, Ignaz: Über die Bedeutung von Flagellaten im Stuhl bei Achylia gastrica. Sonderdruck aus: Archiv für Verdauungskrankheiten. Berlin: Verlag von S. Karger 1907.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Wassertahl, Ignaz: Sur la valeur de la reaction de Molliere (violet de methyle) pour deceler acide chlorhydrique libre dans l’estomac. Sonderdruck aus: Archives des maladies de l’appareil digestiv et de la nutrition. O.O.: 1908.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Wasserthal, Ignaz: Ueber Zylindrurie im eiweissfreien Harn und ihre Beziehungen zur chronischen Obstipation. Sonderdruck aus: Berliner klinische Wochenschrift. Berlin: Druck von L. Schumacher 1909.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Wasserthal, Ignaz: Bemerkungen zur Balneotherapie der Harnkrankheiten. Sonderdruck aus: Berliner klinische Wochenschrift. Berlin: Druck von L. Schumacher 1910.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Wasserthal, Ignaz und René Gioffon: Recherches sur l’adsorption des ferments digestifs par les poudres usitees en therapeutique. Sonderdruck aus: Archives des maladies de l’appareil digestiv et de la nutrition. Paris: Imprimerie Ch. Herissey, Paul Herissey 1913.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Wasserthal, Ignaz: Les matieres dialysables du contenu stomacal decelables par la reaction de la ninhydrine. Sonderdruck aus: Archives des maladies de l’appareil digestiv et de la nutrition. Paris:
Imprimeri Ch. Herissey 1914.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Wasserthal, Ignaz und René Gioffon: Recherches sur l’adsoption des ferments digestifs par les poudres usitiees en therapeutique. Laboratoire du Dr. A. Mathieu a Sint-Antoine. Sonderdruck aus: Archives des maladies de l’appareil digestiv et de la nutrition. Paris: Imprimeri Ch. Herissey, Paul Hersissey 1913.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Wasserthal, Ignaz und René Gioffon: L’examen microscopique des feces au polariscope. Travail du laboratoire de M. le Dr. A. Mathieu a Saint-Antoine. Sonderdruck aus: Archives des maladies de l’appareil digestiv et de la nutrition. Paris: Imprimerie Ch. Herrissey, Paul Herissey 1913.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

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Letzte Aktualisierung: 2026.07.27

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [379]: Pernitza, Emil – Kinderarzt, Chirurg, Bahn- und Fabriksarzt, Primararzt am St. Josefs-Kinderspital und Chefarzt der I. Allgemeine Beamten-Versicherungs-Gesellschaft

Pernitza, Emil – Kinderarzt, Chirurg, Bahn- und Fabriksarzt, Primararzt am St. Josefs-Kinderspital und Chefarzt der I. Allgemeine Beamten-Versicherungs-Gesellschaft

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 27.07.2026

Keywords: Kinderarzt, Chirurg, Bahn-Arzt, St. Josefs-Kinderspital, I. Allgemeine Beamten-Versicherungs-Gesellschaft, Medizingeschichte, Wien

Emil Pernitza wurde am 7. Oktober 1845 als Sohn des Justiziars Karl Pernitza und dessen Ehefrau Anna, geborene Glass, in Maleschau in Böhmen (heute: Malesov/Tschechien) geboren.

Seit 1872 war er mit Emilie Hein (-1919) verheiratet. Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor, der Postkommissar im Handelsministerium Dr. Hans Pernitza, der Regimentsarzt Dr. Gustav Pernitza (1873-?) und den Sekretär der niederösterreichischen Finanzprokuratur Dr. Viktor Pernitza (1874-1939).

Pernitza studierte an der Universität Wien Medizin und promovierte am 2. März 1869 zum Doktor der gesamten Heilkunde und zum Magister der Geburtshilfe sowie am 11. Juni 1869 zum Doktor der Chirurgie.

Nach Abschluss seines Studiums erhielt er seine chirurgische Ausbildung an der Klinik von Theodor Billroth (1829-1894), wo er zu dessen frühem Mitarbeiter- und Schülerkreis gehörte. 1871 legte Pernitza der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien in deren Sitzung vom 9. März die Arbeit „Bau und Entwicklung des Erstlingsgefieders, beobachtet am Hühnchen“ vor.

Nach seiner Promotion eröffnete Pernitza eine private Arztpraxis in Wien 8, Schmiedgasse 5. Spätestens seit 1873 ordinierte er in Wien 4, Favoritenstraße 52, danach in der Favoritenstraße 27 und ab 1878 in der Favoritenstraße 2. Zuletzt befand sich seine Praxis bis zu seinem Tod in Wien 4, Wiedner Hauptstraße 16.

Bahn- und Fabriksarzt, St. Josefs-Kinderspital, Versicherungsarzt

Daneben arbeitete Pernitza seit 1871 als Bahn- und Fabriksarzt bei der k.k. priv. Staats-Eisenbahn-Gesellschaft in Wien.[1] Ab etwa 1896 war er außerdem als Primarchirurg am 1842 eröffneten und seit 1857 unter dem Protektorat von Erzherzogin Maria Karolina (1825-1915) stehenden St. Josefs-Kinderspital in Wien 4, Kolschitzkygasse 9-11 tätig. Ab 1900 übernahm er zusätzlich die Funktion eines Chefarztes bei der 1895 gegründeten I. Allgemeinen Beamten-Versicherungs-Gesellschaft.

Pernitza gehörte dem Verwaltungsausschuss des Pensionsinstituts des Wiener medizinischen Doktoren-Kollegiums an und war Geschäftsrat des Wiener medizinischen Doktoren-Kollegiums.[2] 1908 erhielt er das Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens verliehen.[3]

Emil Pernitza verstarb am 7. Jänner 1914 in Wien.

Quellen:

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 170-200a, Pernitza Emil (Rigorosum Datum: 1869).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 182-201, Pernitza Emil (Promotion Datum: 2.3.1869).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 182-290, Pernitza Emil (Promotion/Chirurgie Datum: 11.6.1869).

Rk. Erzdiözese Wien, 04, St. Elisabeth, 1873, Taufbuch 01-07, Folio 113, Pernitza Gustav.

Friedhofsdatenbank der Stadt Wien, Pernitza Emil

Literatur:

Pernitza, Emil: Bau und Entwicklung des Erstlingsgefieders, beobachtet am Hühnchen. (Vorgelegt in der Sitzung am 9. März 1871). (Mit 1 Tafel). Sonderdruck aus: Sitzungsberichte der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Wien: 1871.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 13, 1871, Sp. 301.

[2] Wiener klinische Rundschau, Nr. 14, 1906, S. 277.

[3] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 49, 1908, Sp. 2715.

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Letzte Aktualisierung: 2026.07.27

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [378]: Munk, Heinrich – Frauenarzt und Badearzt in Karlsbad

Munk, Heinrich – Frauenarzt und Badearzt in Karlsbad

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 27.07.2026

Keywords: Frauenarzt, Badearzt, Karlsbad, Medizingeschichte

Heinrich Munk wurde am 24. September 1862 als Sohn von Gabriel Munk (1831-1896) und Anna Munk (1835-1881), geborene Frank, in Struharov bei Beneschau in Böhmen (heute: Struhařov u Benešova/Tschechien) geboren. Er war mit Charlotte Kraus (1871-1942) verheiratet, die aus einer Karlsbader Ärztefamilie stammte. Ihr Vater Ignaz Kraus (1869-1938) war Arzt und Mitglied des Ärztevereins in Karlsbad. Auch ihre Brüder Friedrich Kraus (1869-1938), der als Mediziner in Prag tätig war, und Emil Kraus (1873-1927), der in Wien praktizierte, waren Ärzte. Ein Sohn von Emil Kraus war der Wiener und spätere in New Yorker lebende Antiquar Hans Peter Kraus (1907-1988), der nach dem „Anschluss“ Österreichs im März 1838 zunächst nach Schweden flüchtete und danach in die USA emigrierte. Das „arisierte“ Warenlager seines Wiener Antiquariats war Gegenstand einer Restitution durch die Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien.

Nach Abschluss seines Studiums der Medizin an der Deutschen Universität in Prag war Munk als Operateur und erster Assistent an der Geburtshilflich-Gynäkologischen Klinik der Deutschen Universität in Prag bei Professor Friedrich Schauta (1849-1919) tätig. Hier veröffentlichte er 1890 die Arbeit „Ein Beitrag zu den selteneren Indicationen für Sectio caesarea“. Daneben publizierte er regelmäßig in der Prager medizinischen Wochenschrift, darunter zahlreiche Rezensionen.

Nachdem er seinen Militärdienst absolviert hatte, wurde er 1888 als nichtaktiver Assistenzarzt der Reserve dem Garnisonsspitals Nr. 11 in Prag zugewiesen.[1] 1892 erfolgte seine Zuteilung zum Landwehr-Bataillon Nr. 57[2] und 1894 als nichtaktiver Oberarzt zum Landwehr-Bataillon Nr. 51 in Eger.[3] 1899 wurde er als in Evidenz geführter Oberarzt vom böhmischen Landwehr-Infanterieregiment Nr. 6 in Eger zum Landwehr-Infanterieregiment Nr. 7 in Pilsen versetzt.[4]

Badearzt in Karlsbad

Von 1893 bis zu seinem Tod arbeitete er in Karlsbad (heute: Karlovy Vary/Tschechien) als Badearzt und ordinierte im Haus „Billroth“.[5] Daneben engagierte er sich unter anderem als Ausschussmitglied im Ärztlichen Verein in Karlsbad und in der Karlsbader Sektion des Zentralvereins deutscher Ärzte in Böhmen. Außerdem gehörte er der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte sowie der Lese- und Redehalle der deutschen Studenten in Prag an. 1902 veröffentlichte er seinen vor der Sektion Karlsbad des Vereins deutscher Ärzte in Böhmen gehaltenen Vortrag „Ein Beitrag zur Kenntnis und Behandlung des Pruritus vulvae“.

Bei den Wahlen zur deutschen Sektion der Ärztekammer für das Königreich Böhmen wurde Munk 1907 und 1911 zum Kammermitglied gewählt.[6]

Seit 1897 war er Träger des serbischen Ritterkreuzes des Sava-Ordens.[7]Während des Ersten Weltkrieges erhielt er das Ehrenzeichen II. Klasse vom Roten Kreuz.[8]

Heinrich Munk verstarb am 30. Dezember 1929 in Karlsbad. Seine Ehefrau Charlotte wurde wegen ihrer jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten verfolgt, in das KZ Treblinka deportiert und dort im Oktober 1942 ermordet.

Literatur:

Munk, Heinrich: Ein Beitrag zu den selteneren Indicationen für Sectio caesarea. Aus Prof. Schauta´s geburtshilfl.-gynäkol. Klinik. Sonderdruck aus: Prager medizinische Wochenschrift. Prag: 1890.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Munk, Heinrich: Ein Beitrag zur Kenntnis und Behandlung des Pruritus vulvae. Vortrag gehalten in der Section Karlsbad des Vereins deutscher Aerzte in Böhmen. Sonderdruck aus: Prager medicinische Wochenschrift. Prag: 1902.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Wiener Zeitung, 4.4.1888, S. 1.

[2] Prager Tagblatt, 2.1.1892, S. 4.

[3] Prager Tagblatt, 3.1.1894, S. 7.

[4] Prager Tagblatt, 8.9.1899, S. 6.

[5] Fremdenblatt. Internationales Bade- und Reisejournal, 14.5.1893, S. 8.

[6] Prager Tagblatt, 21.11.1907, S. 5, Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 11, 1911, Sp. 730.

[7] Prager Tagblatt, 12.9.1897, S. 7.

[8] Illustriertes Bade-Blatt, 15.2.1917, S. 4.

Normdaten (Person):  : BBL; GND:

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BBL:  50044 (27.07.2026)
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Letzte Aktualisierung: 2026.07.27

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