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SOMMERÖFFNUNGSZEITEN: 13.07. bis 20.09.2026

Wissenschaftliche Bibliothek
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Publikation MedUni Wien Mitarbeitende: Neuer MedUni-Wien-Ratgeber zu Essstörungen: Wissen zu Diagnose, Therapie und Prävention

Buchtipp:

Essstörungen : erkennen – verstehen – überwinden

Autor: Univ.-Prof. Dr. Andreas Karwautz
2026
 
Regalstandort/Signatur: WM-175-21  
 
Abstract:

Fundiertes Wissen zu Diagnose, Therapie und PräventionEssstörungen wie Anorexie, Bulimie oder Binge-Eating sind längst keine Randerscheinungen mehr, sondern betreffen Menschen jeden Alters und Geschlechts – oft unbemerkt von ihrem Umfeld.Dieses Buch bietet einen fundierten und praxisnahen Überblick über die unterschiedlichen Ausprägungen krankhaften Essverhaltens. Es richtet sich an Betroffene, Angehörige sowie Fachpersonal und vermittelt verständlich:verschiedene Formen von EssstörungenRisikofaktoren und ErklärungsmodelleWarnsignale und diagnostische VerfahrenTherapieansätze und Strategien zur VorbeugungBasierend auf jahrzehntelanger klinischer Erfahrung und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen beleuchtet Univ.-Prof. Dr. med. Andreas Karwautz von der MedUni Wien die Herausforderungen im Umgang mit Essstörungen und zeigt Wege zu ihrer Überwindung auf. Ein Ratgeber für alle, die sich fundiert mit dem Thema Essstörungen auseinandersetzen wollen.“

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FRESH eBOOKS: Konservative Orthopädie und Unfallchirurgie; Facharztwissen Endokrinologie und Diabetologie : Klinik, Diagnostik, Therapie u.v.m.

FRESH eBOOKS: Liste der kürzlich hinzugefügten eBooks
 

Alle aktuellen eBooks der Universitätsbibliothek können von MedUni Wien Angehörigen im Volltext  am Campus der MedUni Wien oder via Remote Access  abgerufen werden.

Externe Benutzer:innen können nach Erhalt der Bibliothekskarte über das WLAN MUW-Bibliothek im Lesesaal der UB eBooks downloaden.

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Fresh eBooks: Members of MedUni Vienna can get access to all current eBooks from the University Library in full text on the MedUni Vienna campus or via Remote Access . External users can download eBooks after receiving the library card via the MUW library WiFi in the UB reading room. Check out the list of the latest eBooks we’ve just added.

 
 
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Apert Syndrome : Comprehensive Care of the Patient and Family

Meara, John G. [HerausgeberIn]Proctor, Mark R. [HerausgeberIn]Alonso, Nivaldo [HerausgeberIn]
2026
 
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Salutogene Kommunikation für Gesundheitsberufe : Praxis der gesundheitsfördernden Gesprächsgestaltung

Lübken, Andrea [VerfasserIn]Wiemer, Matthias [VerfasserIn]
2026
 
 
 
 
E-Book

A World History of Neuroradiology : 1990 to Present Day

Birchall, Daniel [HerausgeberIn]
2026
 
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Konservative Orthopädie und Unfallchirurgie

Roth, Philipp [VerfasserIn]
2026
 
 
 
 
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Geschichte der Koloskopie

Moser, Matthias [VerfasserIn]
2026
 
 
 
 
 
 
 
 
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Mein erster Dienst Pädiatrie – Kindernotfälle

Nussberger, Erika [VerfasserIn]Garcia, Daniel [VerfasserIn]
2026
 
 
 
 
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Ultraschalldiagnostik in Geburtshilfe und Gynäkologie

Gembruch, Ulrich [HerausgeberIn]Hecher, Kurt [HerausgeberIn]Steiner, Horst [HerausgeberIn]
2025
 
 
 
 
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Facharztwissen Endokrinologie und Diabetologie : Klinik, Diagnostik, Therapie

van de Loo, Iris [VerfasserIn]Harbeck, Birgit [VerfasserIn]
2026
 
 
 
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Palliativversorgung und Trauerbegleitung in der Neonatologie

Garten, Lars, 1973- [HerausgeberIn]von der Hude, Kerstin [HerausgeberIn]
2026

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Letzte Aktualisierung: 25.06.2026

20 Jahre Van Swieten Blog: Von historischen Schätzen bis zu den neuesten KI-Tools

Logo Margrit HartlIm Juni 2006 ging der Blog der Universitätsbibliothek der MedUni Wien online. Die veröffentlichten Beiträge befassen sich mit Informationsangeboten und Services der Universitätsbibliothek und halten Studierende, Lehrende, Forschende sowie alle Interessierten über Themen aus Medizin, Wissenschaft und der Bibliothekswelt auf dem Laufenden.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie viel sich in zwei Jahrzehnten getan hat: Zwischen Juni 2006 und Juni 2026 wurden rund 4.670 Beiträge veröffentlicht – das sind durchschnittlich 230 Beiträge pro Jahr.

Alles, was Studium, Lehre und Forschung leichter macht

Viele Beiträge beschäftigen sich mit Themen, die Studierende, Lehrende und Forschende direkt unterstützen. Dazu gehören Informationen zu  Datenbanken, Webinar- und Workshop-Angeboten, wissenschaftlichem Arbeiten, E-Books, E-Journals, Open Access, Neuerwerbungen, Literaturrecherche, Lernressourcen, Veranstaltungen sowie Bibliotheksservices. Zu den beliebtesten Beiträgen zählt jener über die besten Lernplattformen für Studierende und Angehörige der MedUni Wien – ein gutes Beispiel dafür, wie praktische Informationen im Blog auf großes Interesse stoßen.

Künstliche Intelligenz und Academic Integrity sind in den letzten Jahren zentrale Themen geworden. Der Van Swieten Blog greift das auf – unter anderem mit Infos zu KI-Tools und Workshops.

Zeitreise durch die Medizingeschichte

Zahlreiche Blogserien widmen sich medizinhistorischen Themen und machen die einzigartigen Bestände der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin sowie der Zweigbibliothek für Zahnmedizin sichtbar.

Zu den beliebtesten Serien zählen: „Aus den medizinhistorischen Beständen der UB MedUni Wien“; „Aus den Büchern“; „Vertrieben 1938“; „400 Jahre Hortus Eystettensis“ u.v.m.

Perspektiven aus der Welt von Wissenschaft und Bibliotheken

Seit 2007 kommen auch Gastautor:innen im Van Swieten Blog zu Wort. Expert:innen aus Medizin, Wissenschaft und Bibliothekswesen teilen ihre Erfahrungen, Forschungsergebnisse und persönlichen Perspektiven.

Auch Bibliothekskolleg:innen aus dem In- und Ausland berichten seit vielen Jahren über ihre Praktika und Erfahrungen an der Universitätsbibliothek der MedUni Wien.

Vielen Dank an alle Autor:innen und Leser:innen!

20 Jahre Van Swieten Blog bedeuten 20 Jahre Wissen, Service, Geschichte und digitale Innovation. Vor allem aber bedeuten sie 20 Jahre Leser:innen, die unsere Beiträge verfolgen, teilen und nutzen.

Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft über Aktuelles aus Studium, Forschung, Medizingeschichte und KI sowie über alle Angebote und Services der Universitätsbibliothek zu berichten.

Ihre Van Swieten Blog-Redaktion

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [373]: Nather, Karl – Chirurg an der I. chirurgischen Klinik am Allgemeinen Krankenhaus in Wien, Leiter der chirurgischen Abteilung am Städtischen Krankenhaus in St. Pölten

Nather, Karl – Chirurg an der I. chirurgischen Klinik am Allgemeinen Krankenhaus in Wien, Leiter der chirurgischen Abteilung am Städtischen Krankenhaus in St. Pölten

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 24.06.2026

Keywords: Chirurg, Krebsforscher, I. chirurgischen Klinik am Allgemeinen Krankenhaus, Städtische Krankenhaus St. Pölten, Medizingeschichte, Wien, St. Pölten

Karl Wilhelm Nather wurde am 1. April 1893 als Sohn von Karl Nather und Maria, geborene Kiesler, in Wien geboren. Seit 1927 war er verheiratet.

Nather studierte Medizin an der Universität Wien und promovierte am 31. Jänner 1919. Danach führte er eine private Arztpraxis in Wien III., Erdbergstraße 21,[1] und arbeitete an der I. Chirurgischen Universitätsklinik bei Anton Eiselsberg (1860-1939). Aus dieser Zeit stammt die gemeinsam mit Viktor Orator (1894-1954) 1922 verfasste Arbeit „Refraktometrische Serumuntersuchungen über Krebskrankheit und Disposition“.

Chirurgische Klinik der Universität Zürich

Seit 1922 war Nather Assistent des österreichischen Chirurgen Paul Clairmont (1875-1942) an der Chirurgischen Universitätsklinik Zürich. Während seines Aufenthalts in Zürich beschäftigte er sich insbesondere mit modernen Methoden der Bluttransfusion, die er nach seiner Rückkehr nach Wien weiter propagierte. Gemeinsam mit anderen Medizinern der Klinik veröffentlichte er eine Reihe von Studien, darunter mit dem amerikanischen Chirurgen Alton Ochsner (1896-1981) die Arbeit „Die Bluttransfusion nach Percy“[2], „Erfahrungen mit der Bluttransfusion nach Percy: Untersuchungen über die hämostatische Wirkung der Bluttransfusion“[3] sowie „Der Douglasabszess im Gefolge der geschlossenen Peritonitisbehandlung“.[4] Gemeinsam mit Max Meyer publizierte er „Refraktometrische Serumuntersuchungen über Krebskrankheit und Disposition“[5]. Weiters veröffentlichte er 1923 die Arbeit „Meningitis posttraumatica oder suburales Hämatom?“.[6]

  1. Chirurgische Klinik im Allgemeinen Krankenhaus Wien

Nach seiner Rückkehr nach Wien nahm er seine Tätigkeit als Assistent von Anton Eiselsberg wieder auf. In Wien setzte er sich für die Verbreitung moderner Bluttransfusionsmethoden ein, mit denen er während seiner Assistentenzeit in Zürich vertraut geworden war. Neben seiner klinischen Tätigkeit hielt er im Rahmen des Fortbildungskurses der Wiener medizinischen Fakultät Vorträge u.a. zu Themen wie „Über Bluttransfusion“.[7] Im April 1925 veröffentlichte er im Neuen Wiener Tagblatt den Artikel „Die Bedeutung der Bluttransfusion“.[8] Im selben Jahr unternahm er eine Studienreise nach London; darüber entstand die Arbeit „Ueber die neueste Krebsforschung in London: Bericht über eine Studienreise“.

1926 erschienen die gemeinsam von ihm mit dem Chirurgen Johann (Hans) Schnitzler (1895-1967) – Neffe des Schriftstellers und ebenfalls Arztes Arthur Schnitzler (1862-1931) – verfassten Arbeiten „Experimentelle Untersuchungen zur Frage des Teercarcinoms“, „Zum Problem der Krebsmetastasen“, und „Immunisierungsversuche beim Mäusekrebs“. Im selben Jahr veröffentlichte Nather die Darstellung „Der heutige Stand der Bluttransfusion“.[9] In einem Vortrag vor der Wiener Gewerkschaftskommission warb er für die Bluttransfusion und schlug die Einrichtung einer Blutspenderorganisation vor.[10]

Nachdem sein Assistentenvertrag an der I. Chirurgischen Universitätsklinik im Jänner 1927 nicht verlängert worden war, erhob Nather beim Bundesministerium für Unterricht Beschwerde gegen seine Nichtweiterbestellung. In diesem Zusammenhang machte er geltend, dass gegen ihn von anderen Assistenten das Gerücht einer Mitgliedschaft in der Sozialdemokratischen Partei verbreitet worden sei. Die Nichtverlängerung seines Vertrages wurde jedoch vom Ministerium bestätigt; eine dagegen eingebrachte Beschwerde wies der Verfassungsgerichtshof im März 1928 ab.[11]

Städtisches Krankenhaus in St. Pölten

Seit Juli 1927 war Nather Leiter der der chirurgischen Abteilung des städtischen Krankenhauses in St. Pölten.

Nather war Mitglied der Gesellschaft für Tuberkuloseforschung, der Gesellschaft der Ärzte in Wien, sowie der Freien Vereinigung der Chirurgen Wiens.

Karl Nather verstarb am 15. Juli 1932 bei einem Flugzeugabsturz in Salzburg.

Illustrierte Kronen Zeitung, 4.8.1932, S. 7.

Quellen:

Erzdiözese Wien, Rk, 03, Erdberg, St. Peter und Paul, 1893, Taufbuch, 32, Folio 66, Nather Karl Wilhelm.

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 196-0510, Nather Karl (Rigorosum Datum: 28.1.1919).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 191-1468, Nather Karl (Promotion Datum: 31.1.1919).

Friedhofsdatenbank: Bestattung: 19.7.1932 Zentralfriedhof

Literatur:

Nather, Karl und Viktor Orator: Refraktometrische Serumuntersuchungen über Krebskrankheit und Disposition. Aus der I. Chirurgischen Universitätsklinik in Wien (Vorstand: Prof. A. Eiselsberg). Sonderdruck aus: Mitteilungen aus den Grenzgebieten der Medizin und Chirurgie. Jena: Verlag von Gustav Fischer 1922.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Nather, Karl: Ueber die neueste Krebsforschung in London. Bericht über eine Studienreise. Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Verlag von Julius Springer 1925.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Nather, Karl und Hans Schnitzler: Experimentelle Untersuchungen zur Frage des Teercarcinoms. Aus der Ersten Chirurgischen Universitätsklinik Wien (Vorstand: Prof. Dr. A. Eiselsberg). Sonderdruck aus: Zeitschrift für die gesamte experimentelle Medizin. Berlin: Verlag von Julius Springer 1926.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Nather, Karl und Hans Schnitzler: Zum Problem der Krebsmetastasen. Aus der I. Chrirurgischen Universitätsklinik in Wien (Vorstand: Prof. E. Eiselsberg). Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Verlag von Julius Springer 1926.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Nather, Karl und Hans Schnitzler: Immunisierungsversuche beim Mäusekrebs. Aus der I. Chirurgischen Universitätsklinik in Wien (Vorstand: Prof. E. Eiselsberg). Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Verlag von Julius Springer 1926.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 19, 1919, Sp. 960.

[2] Wiener klinische Wochenschrift, Nr. 36, 1923, S. 687-692.

[3] Archiv für klinische Chirurgie 132, 1924, S. 420-469.

[4] Deutsche Zeitschrift für Chirurgie 188, 1924, S. 124–149.

[5] Wiener klinische Wochenschrift, Nr. 22, 1922, S. 382-384.

[6] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 6, 1923, Sp. 282-288.

[7] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 38, 1925, Sp. 2137.

[8] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 11.4.1925, S. 8.

[9] Wiener klinische Wochenschrift, Nr. 37, 1926, S. 203.

[10] Arbeiter-Zeitung, 11.2.1927, S. 7.

[11] Neues Wiener Journal, 24.3.1928, S. 12.

Normdaten (Person):  : BBL; GND:

VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien
BBL:  49519 (24.06.2026)
URL: https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=49519

Letzte Aktualisierung: 2026.06.24

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [372]: Schüller, Hugo – Urologe, Vorstand der urologischen Abteilung am Kaiser Franz Joseph-Ambulatorium, NS-Verfolgter

Schüller, Hugo – Urologe, Vorstand der urologischen Abteilung am Kaiser Franz Joseph-Ambulatorium, NS-Verfolgter

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 17.06.2026

Keywords: Urologe Rothschild-Spital, Kaiser Franz Joseph-Ambulatorium, Medizingeschichte, Wien, NS-Verfolgter

Hugo Schüller wurde am 5. September 1875 als Sohn von Siegmund Schüller (1840-1911) und Emma (1847-1934), geborene Kohn, in Brünn in Mähren (heute Brno/Tschechien) geboren. Seit 1904 war er in erster Ehe mit Lili Fanto (1883-1984) verheiratet, mit der er die Kinder Herbert Hugo (1905-2003) und Georg (1909-2005) hatte. Nach der Scheidung im Jahr 1918 heiratete er 1924 in zweiter Ehe Marie Schiff (1888-1971).

Nach der Matura im Jahr 1893 studierte er an der Universität Wien Medizin und promovierte am 24. Juli 1899 zum Doktor der gesamten Heilkunde.

Rothschild-Spital

Anschließend absolvierte er seine weitere Ausbildung an der chirurgischen Abteilung des Rothschild-Spitals, wo er 1902 zum Sekundararzt bei dem Urologen und Chirurgen Otto Zuckerkandl (1861-1921) bestellt wurde.[1] Hier veröffentlichte er 1904 die Arbeit „Beitrag zur Lehre von den Blutungen aus anscheinend unveränderten Nieren“ sowie 1905 „Kasuistisches zur Frage der sogenannten essentiellen Nierenblutung“.[2] Im selben Jahr verließ er das Rotschildspital und ließ sich als Facharzt für Urologie in Wien 9, Schwarzspanierstraße 15, nieder.[3]

Kaiser Franz Joseph-Ambulatorium

1907 wechselte Hugo Schüller an das Kaiser Franz Joseph-Ambulatorium, wo er bis 1938 als Abteilungsvorstand die II. Urologische Abteilung leitete.[4] Seine wissenschaftliche Tätigkeit konzentrierte sich unter anderem auf den Einsatz der Radiumtherapie bei urologischen Erkrankungen. In diesem Zusammenhang publizierte er 1913 gemeinsam mit Wilhelm Latzko (1863-1945) am Bettina-Stiftungspavillon „Zur Radiumbehandlung des Krebses“ und zusammen mit Egon Ranzi (1875-1939) an der I. Chirurgischen Klinik des Allgemeinen Krankenhauses in Wien die Studie „Erfahrungen über Radiumbehandlung der malignen Tumoren“. Im selben Jahr nahm er am Internationalen medizinischen Kongress in London teil.[5]

Während des Ersten Weltkrieges diente Schüller als Landsturmassistenzarzt. 1916 erhielt er das Goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen.[6] Darüber hinaus erfolgte seine Ernennung zum Landsturm-Oberarzt;[7] und war am Garnisonsspital Nr. 18 tätig.

1924 veröffentlichte er die Arbeit „Zur Kasuistik der lordotischen Albuminurie“.[8]

Seit 1906 war Schüller Mitglied der Gesellschaft für innere Medizin und Kinderheilkunde in Wien[9] sowie der Wiener urologischen Gesellschaft.

Vor dem Ersten Weltkrieg engagierte er sich politisch für die liberale Fortschrittspartei und gehörte dem Wahlkomitee fortschrittlicher Bürger des 2. Wiener Gemeindebezirkes an.[10]

Hugo Schüller war jüdischer Herkunft und flüchtete nach dem „Anschluss“ im März 1938 aufgrund der Verfolgung durch die Nationalsozialisten nach London und emigrierte 1939 gemeinsam mit seiner Ehefrau in die USA, wo er 1941 die US-Staatsbürgerschaft erhielt.

New York, U.S. District and Circuit Court Naturalization Records, 1824-1991, Hugo Schuller, Maria, 1941.

Schüller verstarb am 8. April 1969 in Washington DC, USA.

Quellen:

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0490, Schüller Hugo (Nationalien Datum: 1894/95).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 195-363b, Schüller Hugo (Rigorosum Datum: 19.7.1899).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 189-0285, Schüller Hugo (Promotion Datum: 24.7.1899).

ÖStA, AdR, E-uReang, VVSt., VA, 9658, Schüller Hugo.

New York, U.S. District and Circuit Court Naturalization Records, 1824-1991, Hugo Schuller, Maria, 1941.

United States, Social Security Death Index, Hugo Schueller, Apr 1969, (= citing U.S. Social Security Administration, Death Master File, database (Alexandria, Virginia: National Technical Information Service, ongoing).

Literatur:

Schüller, Hugo: Beitrag zur Lehre von den Blutungen aus anscheinend unveränderten Nieren. Aus der chirurgischen Abteilung des Rothschild-Spitales in Wien (Primararzt Doz. Dr. Zuckerkandl). Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien, Leipzig: Wilhelm Braumüller k.u.k. Hof- und Universitäts-Buchhändler 1904.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Latzko, Wilhelm und Hugo Schüller: Zur Radiumbehandlung des Krebses. Aus dem Bettina-Stiftungspavillon (Vorstand: Professor W. Latzko). Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Wilhelm Braumüller k.u.k. Hof- und Universitäts-Buchhändler 1913.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Ranzi, Egon, Schüller, Hugo und R. Sparmann: Erfahrungen über Radiumbehandlung der malignen Tumoren. Aus der I. chirurg. Universitätsklinik in Wien (Vorstand: Freiherr v. Eiselsberg). Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien, Leipzig: Wilhelm Braumüller k.u.k. Hof- und Universitäts-Buchhändler 1913.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Die Neuzeit, 18.4.1902, S. 165.

[2] Wiener klinische Rundschau, Nr. 13, 1905, S. 217-220.

[3] Wiener klinische Rundschau, Nr. 15, 1905, S. 268.

[4] Neues Wiener Tagblatt (Tagesausgabe), 30.11.1907, S. 4.

[5] Neue Freie Presse, 31.7.1913, S. 8.

[6] Der Militärarzt, Nr. 10, 1916, Sp. 199.

[7] Der Militärarzt, Nr. 22, 1916, Sp. 536.

[8] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 47, 1924, Sp. 2514-2515.

[9] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 11, 1906, Sp. 522.

[10] Neues Wiener Tagblatt (Tagesausgabe), 13.2.1910, S. 6.

Normdaten (Person):  : BBL; GND:

VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien
BBL:  49501 (17.06.2026)
URL: https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=49511

Letzte Aktualisierung: 2026.06.17

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [371]: Saxl, Paul – Internist, Professor an der I. medizinischen Klinik im Allgemeinen Krankenhaus in Wien

Saxl, Paul – Internist, Professor an der I. medizinischen Klinik im Allgemeinen Krankenhaus in Wien

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 15.06.2026

Keywords: Internist, I. medizinischen Klinik, Allgemeinen Krankenhaus, Medizingeschichte, Wien

Paul Saxl wurde am 2. November 1880 in Wien als Sohn des Kaufmannes Wilhelm Saxl (1845-1925) und Irma Saxl (1856-1920), geborene Falk, geboren. Seit 1910 war er mit der akademischen Malerin und Frauenrechtsaktivistin Marianne Deutsch (1885-ermordet 1942 Maly Trostinec) verheiratet, mit der er zwei Kinder hatte.

Nach der Matura am Maximiliangymnasium in Wien im Jahr 1899,[1] studierte Saxl seit dem Wintersemester 1899/1900 an der Universität Wien Medizin und promovierte am 18. Mai 1905 zum Doktor der gesamten Heilkunde.

Als Student gehörter er 1901 zu den Mitunterzeichnern eines Aufrufes zu einer „Sympathiekundgebung“ für russische Studenten. Anlass waren Proteste an der Universität in St. Petersburg gegen die disziplinären Maßnahmen, staatliche Repressionen und die Einschränkung der akademischen Freiheiten, deren unmittelbarer Auslöser die Zwangsrekrutierung von Studenten zum Militärdienst gewesen war. Zu den Mitunterzeichnern zählten unter anderem Max Adler (1873-1937), die spätere Medizinerin Margarete Hilferding-Hönigsberg (1871-1942), der damalige Medizinstudent und spätere Ökonom Rudolf Hilferding (1877-1941) sowie der Pädagoge und Psychologe Carl Furtmüller (1880-1951).[2]

Bereits während seines Studiums arbeitete Saxl seit 1903 an der I. medizinischen Klinik bei Professor Hermann Nothnagel (1841-1905). Gemeinsam mit Albert Müller-Deham (1881-1971) veröffentlichte er die Arbeiten „Über die Chlorausscheidung im Harn und ihre Beziehungen zur Verdauung“ sowie 1905 „Die Chlorausscheidung im Harn und ihre Beziehungen zu den Verdauungsvorgängen“. Nach seiner Promotion war er zunächst als Volontär und anschließend als Aspirant tätig; 1911 wurde er Assistent von Professor Carl von Noorden (1858-1944). Im Jahr 1912 übernahm er die Leitung einer Krankenabteilung der Klinik.

In diesen Jahren erschienen von Saxl mehrere wissenschaftliche Arbeiten. Gemeinsam mit Albert Müller-Deham publizierte er 1908 die Studie „Ueber den Vorgang der Magenfüllung. Zugleich ein Beitrag zur Kenntnis vom Wesen der Atonie“. 1910 veröffentlichte er zusammen mit Fritz Falk und Hugo Salomon (1872-1954) die Arbeit „Ueber vermehrte Ausscheidung von Polypeptiden im Harne Krebskranker[3] sowie mit Salomon „Harnbefund bei Carcinometösen: zugleich ein Beitrag zur Kenntnis der Oxyproteinsäureausscheidung beim Menschen“. Ebenfalls 1910 gab er gemeinsam Karl Rubinger die Monografie „Biologie des Menschen. Aus den wissenschaftlichen Ergebnissen der Medizin für weitere Kreise dargestellt“ heraus.[4]

1912 erschien seine Arbeit „Über die Störungen im Eiweißstoffwechsel Krebskranker“.[5] Saxl blieb unter den Nachfolgern Noordens, Karel Frederik Wenckebach (1864-1949) und Otto Porges (1879-1967), an der I. medizinischen Klinik im Allgemeinen Krankenhaus in Wien tätig. Nach seiner Habilitation für Innere Medizin im Jahre 1918[6] wirkte er dort als Privatdozent; 1929 erfolgte seine Ernennung zum außerordentlichen Professor[7].

Zwischen 1905 und 1908 führte Saxl am Chemischen Laboratorium des Physiologischen Instituts bei Otto Fürth (1867-1938) Untersuchungen durch, die in den Arbeiten „Über die Mengenverhältnisse der Muskeleiweißkörper unter physiologischen und pathologischen Bedingungen“ (1906) und „Über die Beziehungen der Autolyse zur Zellverfettung“ (1907) ihren Niederschlag fanden.

Militärdienst und Teilnahme am Ersten Weltkrieg

Nachdem Saxl seinen Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger absolviert hatte, erfolgte 1905 seine Ernennung zum Assistenzarzt-Stellvertreter,[8] 1910 zum Assistenzarzt der Reserve,[9] und 1913 zum Oberarzt.[10] Während des Ersten Weltkrieges war er zunächst Leiter des k.k. Militär-Rekonvaleszentenheims in Piesting-Wöllersdorf,[11] wo er Ende 1914 zum Regimentsarzt ernannt wurde.[12] 1915 veröffentlichte er hier „Über das Vorkommen und den Nachweis von Pepsin im Blutserum“.[13] Ab 1916 war Saxl im Reservespital Bruck-Kiralihyda tätig; hier erschienen von ihm „Über die Einwirkung pyrogener Substanzen auf Fieber, besonders bei Typhus abdominalis[14] und „Physostigmin als Expektorans“,[15] sowie 1917 „Über die keimtötende Fernwirkung von Metallen und Metallsalzen[16] und „Über den Skorbut und seine Beziehungen zu den hämorrhagischen Diathesen“.[17]

Nach dem Ersten Weltkrieg erschienen von Saxl an der I. medizinischen Klinik zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten. Darunter 1920 „Ueber die Periodizität der Erscheinungen beim Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür“, 1921 gemeinsam mit dem Medizinstudenten Robert Heilig „Über die Novasuroldiurese[18] und 1923 „Über die therapeutische Verwendung einiger Metallsalzemulsionen“.[19] 1924 veröffentlichte Saxl „Die oligodynamische Wirkung der Metalle und Metallsalze“ und „Ueber perorale antiluetische Therapie mit Kalomelsuspension (Kalomel-Metem), 1925 „Ueber die Behandlung des chronischen Magenkatarrhs“ sowie gemeinsam mit Alexander Kelen (1898-1975) die Studie „Die Trypsinflockungsreaktion im Serum in ihrer biologischen Bedeutung“.[20] Ebenfalls 1925 publizierte er noch „Letale Quecksilberintoxikation nach einmaliger Novasurolinjektion“ und 1926 „Über Stauungserscheinungen im Abdomen und ihre Behandlung[21] und die Monografie „Fortschritte und Probleme in der Therapie innerer Krankheiten“.

Eine Reihe von Publikationen verfasste Saxl gemeinsam mit Ferdinand Donath, darunter 1925 „Ueber erfolgreiche Schutzwirkung von „chemisch-therapeutischen“ Substanzen gegen Infektionskrankheiten (im Tierversuch)“ und „Eine Funktionsprüfung der Abfangorgane des reticulo-endothelialen Systems“, 1926 „Klinische, experimentelle und pharmakologische Studien über die Abfangfunktion des Retikulo-Endothelialen System“, 1927 „Die therapeutische Beeinflussung des retikulo-endothelialen Systems[22] und 1929 „Die septischen Erkrankungen in der inneren Medizin“ sowie „Über Salyrganwirkung und Leberfunktion (Beobachtungen an Fällen von Leberzirrhose“.[23] 1930 erschien von ihm „Fortschritte der Diuresetheraphie[24] und 1931 noch „Das Sepsisproblem“.[25]

Saxl engagierte sich als Referent vor dem Ersten Weltkrieg im Rahmen des Programms der Ferialkurse an der Medizinischen Fakultät,[26] sowie nach dem Krieg in den Fortbildungskursen der Medizinischen Fakultät.

Saxl Paul: Wiener Bilder, 20.3.1932, S. 4.

Saxl war Mitglied der Gesellschaft für innere Medizin und Kinderheilkunde in Wien sowie der Gesellschaft der Ärzte in Wien. Als Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SDAP) trat er bereits vor dem Ersten Weltkrieg als Referent im sozialdemokratischen Bildungs- und Organisationswesen hervor. Dabei hielt er Vorträge zu medizinischen und naturwissenschaftlichen Themen wie „Bau und Funktionen des menschlichen Organismus“,[27] aber auch zu weltanschaulichen Fragen, darunter „Moderne Weltanschauung“[28] und „Darwin und seine Lehren“.[29]

Paul Saxl verstarb am 13. März 1932 auf der Rax in Niederösterreich.

Seine Ehefrau Marianne Saxl-Deutsch wurde aufgrund ihrer jüdischen Herkunft nach dem „Anschluss“ im März 1938 von den Nationalsozialisten verfolgt und am 26. Mai 1942 im Vernichtungslager Maly Trostinec bei Minsk ermordet. Den beiden Kindern des Ehepaares gelang die Flucht nach England.

Saxl Paul: Todesanzeige, Neue Freie Presse, 16.3.1932, S. 17.

Quellen:

Matriken der IKG Wien, Geburtsbuch, 1880, Saxl Paul.

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0577, Saxl Paul (Nationalien Datum: 1902/03).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 195-345b, Saxl Paul (Rigorosum Datum: 12.5.1905).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 190-0212, Saxl Paul (Promotion Datum: 18.5.1905).

Literatur:

Müller, Albert und Paul Saxl: Über die Chlorausscheidung im Harn und ihre Beziehungen zur Verdauung. Sonderdruck aus: Zentralblatt für Physiologie. Wien: Im Selbstverlage 1903.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Müller, Albert und Paul Saxl: Die Chlorausscheidung im Harn und ihre Beziehungen zu den Verdaungsvorgängen. Aus der I. medicinischen Klinik (Hofrath Nothnagel) in Wien. Sonderdruck aus: Zeitschrift für klinische Medicin. Berlin: Druck von L. Schumacher 1905.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Müller, Albert und Paul Saxl: Ueber den Vorgang der Magenfüllung. Zugleich ein Beitrag zur Kenntnis vom Wesen der Atonie. Sonderdruck. Wien: Wilhelm Braumüller k.u.k. Hof- und Universitäts-Buchhändler 1908.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Salomon, Hugo und Paul Saxl: Harnbefund bei Carcinometösen. Zugleich ein Beitrag zur Kenntnis der Oxyproteinsäureausscheidung beim Menschen. Die Temperaturherabsetzende Wirkung von Gewebspreßsäften und Lipoiden. (= Beiträge zur Carcinomforschung). Berlin: Urban & Schwarzenberg 1910.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 64734/2]

Saxl, Paul: Über die Mengenverhältnisse der Muskeleiweißkörper unter physiologischen und pathologischen Bedingungen. Zugleich ein Beitrag zur Totenstarre. Ausgeführt unter Leitung des Privatdozenten Dr. Otto v. Fürth, Assistenten am k.k. physiologischen Institut der Universität Wien. Sonderdruck aus: Beiträge zur chemischen Physiologie und Pathologie. Zeitschrift für die gesamte Biochemie. Braunschweig: Druck von Friedrich Vieweg und Sohn 1906.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Saxl, Paul: Über die Beziehungen der Autolyse zur Zellverfettung Ausgeführt unter Leitung des a.O. Professor Dr. O. v. Fürth im physiologischen Institut der Wiener Universität. Sonderdruck aus: Beiträge zur chemischen Physiologie und Pathologie. Braunschweig: Druck und Verlag von Vieweg und Sohn 1907.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Brunn, F., Saxl, Paul und K. Hitzenberger: Ueber die Periodizität der Erscheinungen beim Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür. Aus der I. medizinischen Klinik in Wien (Vorstand: Prof. K.F. Wenckebach). Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Wilhelm Braumüller k.k. Universitäts- Verlagsbuchhandlung 1920.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Saxl, Paul: Die oligodynamische Wirkung der Metalle und Metallsalze. (= Abhandlungen aus dem Gebiet der Medizin) Wien: Springer 1924.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Gesellschaft der Ärzte Bibliothek, Sign.: GÄ-21162]

Saxl, Paul: Ueber perorale antiluetische Therapie mit Kalomelsuspension (Kalomel-Metem). Aus der I. medizinischen Klinik in Wien (Vorstand: Prof. K.F. Wenckebach). Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Buchdruckerei Bruno Bartelt 1924.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Saxl, Paul: Ueber die Behandlung des chronischen Magenkatarrhs. Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Druck von Bruno Bartelt 1925.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Saxl, Paul: Letale Quecksilberintoxikation nach einmaliger Novasurolinjektion. Bemerkungen zu dem Aufsatze in Nr.13 von Dr. Fritz Redlich. Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Buchdruckerei Bruno Bartelt 1925.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Saxl, Paul: Fortschritte und Probleme in der Therapie innerer Krankheiten. Wien: Springer 1926.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Gesellschaft der Ärzte Bibliothek, Sign.: GÄ-21697]

Saxl, Paul, Donath, Ferdinand und Endre Kelen: Ueber erfolgreiche Schutzwirkung von „chemisch-therapeutischen“ Substanzen gegen Infektionskrankheiten (im Tierversuch). Aus der I. medizinischen Universitätsklinik in Wien (Vorstand: Prof. K.F. Wenckbach). Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Buchdruckerei Bruno Bartelt 1925.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Saxl, Paul und Ferdinand Donath: Eine Funktionsprüfung der Abfangorgane des reticulo-endothelialen Systems. Aus der I. mediz. Universitätsklinik in Wien (Vorstand. Prof. K. Wenckebach). Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Buchdruckerei Bruno Bartelt 1925.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Donath, Ferdinand und Paul Saxl: Die septischen Erkrankungen in der inneren Medizin. (= Abhandlungen aus dem Gesamtgebiet der Medizin). Wien: Springer 1929.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Gesellschaft der Ärzte Bibliothek, Sign.: GÄ-21161]

[1] Jahresbericht des k.k. Maximiliangymnasium in Wien, Wien 1900, S. 44.

[2] Illustriertes Wiener Tagblatt, 25.4.1901, S. 7.

[3] Medizinische Klinik, Nr. 13, 1910, S. 510.

[4] Saxl Paul, Rubinger Carl, Hess Leo, Heinrich Joseph: Biologie des Menschen. Berlin 1910.

[5] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 28, 1913, Sp. 1730-1731.

[6] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 7, 1918, Sp. 322.

[7] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 23, 1929, Sp. 763.

[8] Die Zeit, 24.9.1905, S. 5.

[9] Neue Freie Presse, 19.4.1910, S. 24.

[10] Allgemeine Wiener medizinische Zeitung, 5.11.1912, S. 492.

[11] Neue Freie Presse, 20.11.1914, S. 1.

[12] Wiener Zeitung, 6.12.1914, S. 9.

[13] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 10, 1915, Sp. 458-459.

[14] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 3, 1916, Sp. 115-120.

[15] Medizinische Klinik, Nr. 25, 1916, S. 672.

[16] Medizinische Klinik, Nr. 28, 1917, S. 764-765.

[17] Medizinische Klinik, Nr. 37, 1917, S. 986-988.

[18] Wiener Archiv für innere Medizin; Teil 2, 1921, S. 141-152.

[19] Medizinische Klinik, Nr. 2, 1923, S. 59-61.

[20] Wiener Archiv für innere Medizin, Teil 2, 1925, S. 549-560.

[21] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 34, 1926, S. 1012-1014.

[22] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 26, 1927, S. 865-867.

[23] Wiener Archiv für innere Medizin, Teil 2, 1929, S. 597-402.

[24] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 9, 1930, S. 293-295.

[25] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 9, 1931, S. 286-289.

[26] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 34, 1912, Sp. 2279.

[27] Arbeiter-Zeitung, 7.2.1904, S. 11.

[28] Arbeiter-Zeitung, 20.1.1907, S. 11.

[29] Arbeiter-Zeitung, 26.1.1908, S. 13.

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Letzte Aktualisierung: 2026.06.15

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [370]: Lerch, Alexander – Primararzt an der Krankenanstalt der Barmherzigen Brüder, Wiener Gemeinderat

Lerch, Alexander – Primararzt an der Krankenanstalt der Barmherzigen Brüder, Wiener Gemeinderat

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 01.06.2026

Keywords: Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, Medizingeschichte, Wien

Alexander Lerch wurde am 17. September 1842 als Sohn von Genofeva (-1873) Lerch, geborene Hauer, und des Mediziners Johann Alexander Lerch (1813-1897) in Wien geboren. Sein Vater wirkte zunächst als Armenarzt in Wien, nahm an der Revolution 1848 teil, arbeitete später als Ordinarius am Spital der Barmherzigen Brüder in Wien und stand der Medizinischen Fakultät der Universität Wien von 1847 bis 1849 als Dekan vor. Darüber hinaus gehörte er zwischen 1863 und 1866 sowie erneut zwischen 1879 und 1887 als Mitglied der liberalen Mittelpartei dem Wiener Gemeinderat an. Im Jahr 1877 veröffentlichte er die „Mittheilungen aus dem Spitale der barmherzigen Brüder in Wien“. Seit 1868 war Lerch mit Karolina Cäcilia Theresia Kutschera (1845) verheiratet.

Nachdem Lerch 1860 am Schottengymnasium in Wien maturiert hatte,[1] studierte er an der Universität Wien Medizin. Am 27. März 1866 promovierte er zum Doktor der Medizin und Magister der Gynäkologie, am 12. April 1867 zum Doktor der Chirurgie. Ebenfalls 1866 wurde er in das Medizinische Doktoren-Kollegium aufgenommen.[2] In der Folge arbeitete als Arzt im Zweiten Wiener Bezirk Leopoldstadt, wo er in der Karmelitergasse 12 ordinierte und wohnhaft war.

Darüber hinaus war Lerch als Chefarzt der seit 1867 bestehenden Donauregulierungskommission tätig. In dieser Funktion war er für die Erstellung und Überwachung der sanitären Reglements verantwortlich, die für die beim Donauausbau eingesetzten tausenden Wanderarbeiter aus den Kronländern der Monarchie galten.

Leiter des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder und Ordinarius der medizinischen Abteilung

Von 1888 bis 1913 war Lerch – wie zuvor sein Vater – Ordinarius am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in der Leopoldstadt und hatte zugleich die Leitung des Spitals inne. Bereits seit 1866 war er dort als Sekundararzt tätig, beziehungsweise übernahm er die Vertretung seines Vaters.[3] Im Jahr 1894 veröffentlichte er hier die Arbeit „Ein Fall von Milzbrand“.[4] Seine Tätigkeit im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder fiel in eine wichtige Ausbauphase des Hauses, gerade in den 1880er und 1890er Jahren wurde das Krankenhaus erheblich erweitert und modernisiert.

Mitglied des Wiener Gemeinderates und Mitbegründer des Wiener Fortschrittsklubs

1887, ein Jahr vor dem Ausscheiden seines Vaters aus dem Wiener Gemeinderat, kandidierte Lerch für den von ihm mitbegründeten liberalen Fortschrittsklub und gehörte dem Wiener Gemeinderat bis September 1895 an. Ein Schwerpunkt seiner politischen Arbeit lag im Bildungswesen. Er war Mitglied des Bezirks- und Landesschulrates für die Stadt Wien.[5] Neben seiner Tätigkeit im Gemeinderat fungierte er als Obmann-Stellvertreter des Fortschrittsklubs im Zweiten Bezirk, der in den 1880er Jahren zum liberalen Vereinsmilieu Wiens gehörte und eng mit den Bildungs- und Kommunalreformen verbunden war.[6]

Darüber hinaus engagierte sich Lerch in zahlreichen sozialen und karitativen Einrichtungen. Er wirkte im Wiener Frauenheim,[7] war Gründer und Obmann der Sektion Leopoldstadt des Vereins gegen Verarmung und Bettelei, mehr als dreißig Jahre lang Obmann im Leopoldstädter Humanitätsverein sowie seit spätestens 1879 Vorstandsmitglied des Leopoldstädter Frauen-Wohltätigkeits-Verein.[8] Zudem war er in den 1880er Jahren im Deutschen Schulverein vertreten und gehörte dem Ortschulrat der Leopoldstadt an. Im Jahr 1885 hielt er vor dem Lehrerverein des Bezirkes einen Vortrag den er unter dem Titel „Ueber die Stellung des Lehrers“ veröffentlichte. 1896 wurde er zum k.k. niederösterreichischen Landesschulrat gewählt.[9]

Lerch wirkt außerdem in zahlreichen ärztlichen Interessensvertretungen mit, darunter als Vizepräsident des Witwen- und Waisen-Unterstützungs-Instituts des Österreichischen Ärzteverbandes sowie zeitweilig als Obmann des Ärztlichen Vereins im Zweiten Wiener Bezirk. Dort hielt er 1881 einen Vortrag, der im selben Jahr unter dem Titel „Der Mutterhals als Geburtshinderniss“ publiziert wurde. 1896 erfolgte seine Wahl zum Vorsitzenden des Centralkomités der ärztlichen Bezirksvereine Wiens.[10] 1882 hatte er vor dem Fortschritts-Club einen Vortrag gehalten, der im Selbstverlag unter dem Titel „Ueber die sanitären Verhältnisse des II. Bezirkes“ erschien. Darin setzte er sich mit den Folgen des rasanten Bevölkerungswachstums sowie der hygienisch problematischen Verbauung der Leopoldstadt nach der Donauregulierung auseinander.

Alexander Lerch verstarb verarmt am 9. Juni 1921 in Wien.

Lerch Alexander, Todesanzeige; Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 10.6.1921, S. 12.

Quellen:

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 170-149r, Lerch Alexander (Rigorosum Datum: 1865).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 182-42, Lerch Alexander (Promotion Datum: 27.3.1866).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 182-107, Lerch Alexander (Promotion Datum: 12.4.1867).

Matriken der Erzdiözese Wien, 01, Dom- und Metropolitan-Pfarre St. Stephan, Trauungsbuch, 02-090, Folio 261, 22.11.1868, Lerch Alexander Johann, Kutschera Karolina Cäcilia Theresia.

Matriken der Erzdiözese Wien, 02, St. Leopold, 1842, Taufbuch, 01-26c, Folio 309, Lerch Alexander Johann.

Literatur:

Lerch, Alexander: Mitteilungen aus dem Spitale der Barmherzigen Brüder in Wien. Wien: Braumüller 1877.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 1302]

Lerch, Alexander: Der Mutterhals als Geburtshinderniss. Vortrag gehalten im ärztlichen Vereine des II. Bezirkes in Wien. Sonderdruck aus: Medicinisch-chirurgisches Central-Blatt. Wien: Druck und Verlag von Chr. L. Praetorius 1881.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Jahresbericht Schottengymnasium Wien, Wien 1861, S. 81.

[2] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 64, 1866, Sp. 1029.

[3] Mittheilungen aus dem Spitale der Barmherzigen Brüder in Wien, Wien 1877, S. 7

[4] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 65, 1894, Sp. 1916-1918.

[5] Verwaltungsbericht der Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, Wien 1887, S. 18.

[6] Neue Freie Presse, 31.7.1880, S. 2.

[7] Jahresbericht des Vereines ‚Wiener Frauenheim‘, Wien 1897, S. 24

[8] Neue Freie Presse, 31.12.1879, S. 5.

[9] Wiener Kommunal-Kalender und städtisches Jahrbuch, Wien 1896, S. 435.

[10] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 11, 1896, Sp. 468.

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Letzte Aktualisierung: 2026.06.01

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [369]: Foges, Arthur – Privatdozent für Gynäkologie

Foges, Arthur – Privatdozent für Gynäkologie

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 01.06.2026

Keywords: Gynäkologe, Medizingeschichte, Wien

Arthur (Artur) Foges wurde am 29. Oktober 1868 als Sohn des Knopffabrikanten Josef Foges (1828-1881) und Lucie (Louise) (1834-1889), geborene Flekeles, in Prag geboren. Seit 1897 war er mit Helene Kuffler (1873-1950) verheiratet, mit der er die Kinder Georg (1898-1960), Walter Arthur (1900-1970) und Wolfgang (1910-1986) hatte.

Forges legte 1887 die Matura am Josefstädter Obergymnasium in Wien ab[1] und begann anschließend das Studium der Medizin an der Universität Wien, das er am 24. Juni 1893 mit der Promotion zum Doktor der gesamten Heilkunde abschloss. Seinen Militärdienst beendete er im Mai 1894 als Reserve-Assistenzarzt-Stellvertreter.[2]

Rudolfinerhaus

Danach war Foges bis zu seinem Tod im Jahr 1920 am Rudolfinerhaus in Wien-Döbling tätig. In dieser Zeit veröffentlichte er zahlreiche wissenschaftlichen Arbeiten, darunter 1895 „Tetanus – Antitoxinbehandlung (nach Tizzoni) – Oesophagotomie – Tod“,[3] 1896 „Casuistische Beiträge zur Klinik der Appendicitis simplex“, sowie „Schwangerschaftshypertrophie der Mamae und Nebenmammae“.

1910 erschien sein „Atlas der rectalen Endoskopie“; im selben Jahr erhielt er den Titel eines Privatdozenten für Geburtshilfe und Gynäkologie.[4] Zahlreiche weitere Arbeiten von Foges befinden sich heute in den Beständen der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin, darunter die 1906 publizierte Monografie „Physikalische Therapie der Erkrankungen der weiblichen Sexualorgane“.

Neben seiner Tätigkeit am Rudolfinerhaus führte Foges eine private Arztpraxis zunächst in Wien 14, Schönbrunner Straße 63, danach in Wien 8, Wickenburggasse 3, ab 1895 in Wien 9, Rossauer Lände 43 und schließlich ab 1897 in Wien 9, Schlickplatz 4.

Während des Ersten Weltkrieges war er im Vereins-Reservespital Nr. 3, am Standort des Rudolfinerhauses tätig.

Seit 1898 war Foges Mitglied der Gesellschaft der Ärzte in Wien,[5] des Vereins der Ärzte im 9. Bezirk, sowie des 1907 von Hugo Klein (1863-1937) gegründeten Österreichischen Bundes für Mutterschutz, dem unter anderem auch der Professor für Kinder- und Jugendheilkunde Josef Karl Friedjung (1871-1946), Sigmund Freud (1856-1939), Rosa Mayreder (1858-1938), Julius Ofner (1845-1924) und Marianne Hainisch (1839-1936) angehörten.

1907 zählte er zum Kreis der Mitunterzeichner eines Aufrufes zur Gründung einer Gesellschaft zur Bekämpfung der Tuberkulose.[6]

Volksbildner im Wiener Volksbildungsverein

Foges engagierte sich darüber hinaus im Wiener Volksbildungsverein, in dem er als Vorstandsmitglied tätig war, Vorträge hielt und den Lesehallenfonds des Vereins unterstützte. 1914 verfasste er einen Nachruf auf den Philosophen und Leiter des Wiener Volksbildungsvereines Friedrich Jodl (1849-1914).[7]

Zudem war Foges Mitglied des Wiener Photo-Klubs und nahm gemeinsam mit dem Dermatologen Eduard Schiff (1849-1913) im Jahr 1905 an dessen Ausstellung im Bereich „Photographie als Wissenschaft“ teil.[8]

Auch im Unterstützungsverein für Hebammen engagierte sich Foges und hielt dort regelmäßig Vorträge. 1907 gehörte er zudem zu den Mitunterzeichnern des Aufrufes zur Gründung der Österreichischen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten.[9]

Arthur Foges verstarb am 4. Oktober 1920 in Wien.

Foges Arthur: Todesanzeige, Neue Freie Presse, 6.10.1920, S. 12.

Quellen:

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0369, Foges Arthur (Nationalien Datum: 1890/91).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 177-100b, Foges Arthur (Rigorosum Datum: 1891).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 187-987, Foges Arthur (Promotion Datum: 24.6.1893).

Friedhofsdatenbank der IKG Wien, Foges Arthur.

Literatur:

Foges, Arthur: Casuistische Beiträge zur Klinik der Appendicitis simplex. Aus dem Rudolfinerhause in Wien-Döbling. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: Verlag von Moritz Perles 1896.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Foges, Arthur: Schwangerschaftshypertrophie der Mamae und Nebenmammae. Aus dem Rudilfinerhaus in Wien. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: Druck von Friedrich Jasper 1902.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Foges, Arthur: Atlas der rectalen Endoskopie nebst einer Einführung in die Technik der rectalen Endoskopie. Berlin, Wien: Urban & Schwarzenberg 1910.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 61344]

Foges, Arthur und Ortfried Otto Fellner: Physikalische Therapie der Erkrankungen der weiblichen Sexualorgane. (= Physikalische Therapie in Einzeldarstellungen/22) Stuttgart: Enke 1906.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 17918/22]

[1] Jahresbericht des Josefstädter Obergymnasiums, Wien 1888, S. 61

[2] Pester Loyd, 13.4.1894, S. 5.

[3] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 24, 1895, Sp. 1057-1059; Nr. 25, 1895, Sp. 1100-1102.

[4] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 3.8.1910, S. 4.

[5] Wiener klinische Wochenschrift, Nr. 14, 1898, S. 355.

[6] Illustriertes Wiener Tagblatt, 21.4.1907, S. 17.

[7] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 27.1.1914, S. 10.

[8] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 17.4.1905, S. 3.

[9] Illustrierts Wiener Extrablatt, 21.4.1907, S. 19.

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Gastautor Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig: NERVUS OPTICUS

NERVUS OPTICUS: Retinopetale (efferente -) zentrifugale Axone.
Gastautor Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig

 

Vorspann:
Die gesamte visuelle retinale Information wird jeweils in Gedankenschnelle optimal aufgearbeitet, umgeformt, umgeschaltet, komprimiert und schließlich im Dritten Retinalen Neuron über den Sehnerv zum Gehirn weitergeleitet.

In den Einzelfasern des Sehnerven – korrekt Tractus Opticus – wird die (Dauer-)aktivität der Ganglienzellen modifiziert. Diese, durch physiologische Sinnesreize ‚codierten‘ Spike-Intervalle tragen die Information. Dies alles klingt zugegebenermaßen kompliziert – ist es auch.

Um ein Beispiel herauszugreifen: Foveale ‚Intelligenz‘. Die hohe Schule des Sehens beginnt in der Retina. Schon in dieser ersten Station startet hochkomplexes Aufarbeiten des Lichtreizes – ‚processing‘ – die Phototransduktion mit den Ionenkanälen und Membranpotentialen, De- und Hyperpolarisierungen, biochemischen Prozessen, etc.
Die Aktionspotentiale, frequenzmodulierte Träger retinal aufgearbeiteter Informationen, zwängen sich durch den Flaschenhals Opticus. Im lateralen Kniehöcker und in der Sehrinde entstehen die Vorstufen der bewegten Bilder, welche ausgeklügelt, in komplexen kognitiven Prozessen ergänzt, korrigiert und angepasst, schließlich – bottom up–top down – weiter auf Hochtouren gebracht werden.
Abgeglichen mit den Daten der visuellen Erinnerungszentren und gleichsam gewürzt mit dem thalamischen Menü der Sinneseindrücke, werden komplexe Seh- und Wahrnehmungspotentiale den präfrontalen Instanzen kredenzt.
(https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=46542).
Damit ist es nicht getan: Bottom Up ist dem System nicht genug, Top Down mischt sich quasi ‚ungefragt‘ in das Geschehen ein.

Hauptteil:
Im Augenblick des Auftreffens von Photonen in der Retina schalten sich bereits retinopetale Axone ein (1) und beeinflussen Prozesse der intrinsic photosensitiven Melanopsin exprimierenden Retinalen Ganglionzellen (ipRGC) (2).
Diese, vielfach vernetzt, auch in der äußeren plexiformen Schicht, modulieren synaptische Inputs zum Zweck optimaler visueller Funktionen. Zum Beispiel: nach Blendung reduzieren sie die retinale Sensitivität. Außerdem beeinflussen sie die intrinsisch-circadianen retinalen Uhren (clock genes) samt Chronobiologie (pacemaking system) sowie die Phagozytose peripherer äußerer Photorezeptor-Segmente (via retinales P.E.) und deren Erneuerung (3). Durchtrennung des Nervus Opticus verhindert daher ein “shifting of the (bio-)rhythm to a new cycle“ (4, 5).
Interokuläre Verbindungen – retino-retinal – zusätzlich zu cortino/subcorticoretinalen ermöglichen einen sog. ‚cross talk‘ (6) bioelektrischer Aktivitäten:
ERG disappeared following acute experimental increase of IOP (um Streulicht-Artefakte auszuschließen), although efferent optic nerve signals from that eye still produced an xERG. Hormonal transmission would seem much too slow to explain xERG response times“ (7).
Der Einfluss efferenter Systeme auf den IOP:
„The neuroregulatory center of intraocular pressure (IOP) is located in the hypothalamus. An efferent neural pathway exists between the hypothalamic nuclei and the autonomic nerve endings in the anterior chamber of the eye.“ (8).
“Ocular hypertension (OHT) induced by the circadian rhythm, occlusion of the iridocorneal angle and glucocorticoids requires activation of transient receptor potential vanilloid isoform 4 (TRPV4), a stretch-activated cation channel, indicating a central role for TRPV4-dependent mechanosensing in trabecular outflow – a novel target for pressure control in glaucoma. Trpv4 knockdown induced IOP lowering in mice with an occluded iridocorneal angle and protected retinal neurons from pressure injury, indicating a central role for TRPV4-dependent mechanosensing in trabecular outflow“ (9,10).

Ein Silberstreif am (Glaukom) Horizont – zumindest ein neuer Denkansatz.

Literatur
1 Ortiz G et al (2017): Efferent influences on the bioelectrical activity of the retina in primates.
Doc Ophthalmol. 2017;134(1):57-73.
DOI: 10.1007/s10633-016-9567-5

2 Joo HR et al (2013): Recurrent axon collaterals of intrinsically photosensitive retinal ganglion cells.
Vis Neurosci. 2013;30(4):175-182.
DOI: 10.1017/S0952523813000199

3 Remé CE et al (1991): The visual input stage of the mammalian circadian pacemaking system: I. Is there a clock in the mammalian eye?.
J Biol Rhythms. 1991;6(1):5-29.
DOI: 10.1177/074873049100600104

4 Teirstein PS et al (1980): Evidence for both local and central regulation of rat rod outer segment disc shedding.
Invest Ophthalmol Vis Sci. 1980;19(11):1268-1273.

5 Heilig P (2025): Retinales Pigmentepithel.
CONCEPT Ophthalmologie. 09/2025:18-19

6 Tang X et al (2016): Retinal cross talk in the mammalian visual system.
J Neurophysiol. 2016;115(6):3018-3029.
DOI: 10.1152/jn.01137.2015

7 Tsai TI et al (2014): Effect of acute intraocular pressure challenge on rat retinal and cortical function.
Invest Ophthalmol Vis Sci. 2014;55(2):1067-1077.
DOI: 10.1167/iovs.13-13003

8 Ma L et al (2023): Paraventricular Hypothalamic Nucleus Upregulates Intraocular Pressure Via Glutamatergic Neurons.
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DOI: 10.1167/iovs.64.12.43

9 Redmon SN et al (2025): TRPV4 controls circadian and pathological ocular hypertension.
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DOI: 10.1113/JP288706

10 Žavbi J et al (2026): TRPV4 regulates intraocular pressure through trabecular meshwork contractility and fibrosis.
Channels (Austin). 2026;20(1):2611702.
DOI: 10.1080/19336950.2025.2611702

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Interessenkonflikt:
Der Autor erklärt, dass bei der Erstellung
des Beitrags kein Interessen –
konflikt im Sinne der Empfehlung des
International Committee of Medical
Journal Editors bestand.

Korrespondenzadresse:
Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig
Augenheilkunde und Optometrie
peter.heilig@meduniwien.ac.at
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