WELT DER TRAEUME – TRAEUME DER WELT (2026)
Autor: Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig
„Denn ein Traum ist alles Sein. Und die Träume selbst sind Traum.“
(Pedro Calderón de la Barca y Barreda González de Henao Ruiz de Blasco y Riaño)
Wie schwerelose Wolken im Wind schweben die Tagträume über uns, als Wünsche, Pläne und verträumte Sehnsüchte. Manche gehen tatsächlich in Erfüllung (1), anders als die nächtlichen ‚Mainstream‘- Träume; diese sind zumeist ohne Sinn und Bedeutung. Stimmt das und – warum träumen wir?
„Vielleicht ist es gar nicht der Schlaf, den wir brauchen, sondern der Traum“ (2,3).
Das Träume- ‚Ruhezustand- Netzwerk‘ (Default- Mode- Network) ist jedoch alles andere als ruhig, ähnlich wie beim Charles-Bonnet-Syndrom (4), wenn visuelle Stimuli komplett oder teilweise fehlen. Es wird in vielen ZNS-Regionen aktiv (5) und bereitet gewissermaßen den Boden für Kreativität und neue Ideen (1,6). Der zu Unrecht in Verruf geratene Müßiggang – „aller Laster Anfang“ – wird hiermit, nicht nur von Bertrand Russell (7), quasi aufgewertet.
Die Hypothese eines nicht-lokalen Bewusstseins (non-local consciousness), welches demnach nicht auf den physischen Körper beschränkt wäre, besagt, dass Informationen von ‚außerhalb‘ ihren Weg in unsere Traumwelten fänden: „..the possibility that human emotions and behaviors can be entangled with past transgenerational traumas. If cell-cell communication mediates between local and non-local states of consciousness – then it may be plausible for these pathways to be employed to change epigenetic marks for clients whose ancestors suffered from the ravages of recent history.“ (8).
Darüber hinaus können derartige Wahrnehmungen, bei ‚vollem Bewusstsein‘ – nicht nur während des Schlafes, sondern auch im Wachzustand bis zum praefrontalen Cortex vordringen und sich dort als wahre Begebenheit – falsifizierbar quasi, manifestieren.
Beispiele:
Eine Mutter schreckt aus tiefem Schlaf hoch: „Ein Autounfall, mein Sohn hat einen Unfall! “ So war es auch.
Besagter Sohn sprang einmal mitten in einer Besprechung – kreidebleich im Gesicht – auf, raste wie verrückt zum Haus und rettete seine Mutter vor einer Schar übler Gesellen.
Ein Verwandter berichtete, er hätte seine Mutter an der Tür klopfen gehört. Er stand sofort auf um zu öffnen, doch niemand stand vor der Tür.
Damals starb seine Mutter – in Europa; er träumte jedoch nächtens – in Denver (Co).
etc..
Der Begriff „entangled“: verschränkt, verknüpft, verbunden etc. wird auch in der Quantenphysik verwendet um mittels „entanglement“ von zwei Teilchen die „spooky action at a distance“ zu beschreiben (A. Einstein).
Besagte zwei Teilchen befänden sich in einem Zustand, welcher „als EIN System zu beschreiben sei.“ (C. Fabjan). Die Einheit Mutter-Kind erinnert daran – sie überwindet Zeit und Raum.
TRAEUME DER WELT: „In that city, then, there shall be free will, one in all the citizens, and indivisible in each, delivered from all ill. Filled with all good, enjoying indefeasibly the delights of eternal joys, oblivious of sins, oblivious of sufferings, and yet not so oblivious of its deliverance as to be ungrateful to its Deliverer“.
(De civitate Dei. Augustinus.)
….. dem ist nichts hinzuzufügen!
Esoterik: auch dieser Begriff erlitt die übliche Bedeutungsverschlechterung. Ursprünglich Gegenpol der Exoterik – auch in der traditionellen indischen Philosophie.
Empfohlen wird Distanzierung von jeglicher ‚Fake-Esoterik‘.
Navneet, R. (2025). Traditionelle indische Philosophie als Leitbild für eine zeitgenössische Weltanschauung.
In: Sahni et al (eds): Spiritualität und Management.
Springer VS, Singapore.
https://doi.org/10.1007/978-981-97-9358-7_5
Literaturangaben
1 Heilig P (2017): Academia di Fantasia
https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=27103
2 Mutti C et al (2025): Dreaming conundrum.
Journal of Sleep Research, 34(2),e14338.
https://doi.org/10.1111/jsr.14338
3 Jandial R (2024): Warum wir träumen.
Rowohlt Verlag
4 Heilig P (2021): Die Kunst und Charles Bonnet
https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=37223
5 E Said S et al (2025): Multi-region processing during sleep for memory and cognition.
Proc Jpn Acad Ser B Phys Biol Sci.;101(3):107-128.
https://dx.doi.org/10.2183/pjab.101.008
6 Fayed Mret al (2024): Sleep and quiet wakefulness signify an idling brain hub for creative insights.
Philos Trans R Soc Lond B Biol Sci;379:20230226.
https://royalsocietypublishing.org/rstb/article-lookup/doi/10.1098/rstb.2023.0226
7 Russell, B (1950, Jahr des Nobelpreises): Lob des Müßiggangs. Verlag Coron, Zürich.
8 Cohen D (2024): Family Constellation therapy: A nascent approach for working with non-local consciousness in a therapeutic container. Prog Biophys Mol Biol;186:33-38.
https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S0079-6107(23)00101-3
Gender: beyond
Interest: no conflict
AI/KI – free wording
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Veranstaltungseinladung:
WELT DER TRAEUME, TRAEUME DER WELT
(EINTRITT FREI)
Etwa fünf Prozent der ‚Wirklichkeit‘ stehen zur Verfügung; doch mit dunkler Energie und dunkler Materie haben wir nichts am Hut. Nur etwa 4,9% ‚Masse‘ besteht aus Standard-Teilchen. Gesehen und wahrgenommen wird allerdings auch nur ein Teil; aus diesem gilt es das Beste zu machen. Traumhaft – na-hoffen-wir-doch!
Magier (P. Wurnig), Dichter, Musikanten, Maler,
Philosophen und Spaßmacher.
ZEIT: Mittwoch 15. April 2026 um 19 Uhr c.t..
ORT: Otto-Mauer-Zentrum, (Halbstock links; Lift).
Währinger Straße 2-4, A-1090 Wien
Einladung als PDF:
TRAEUME Einladung
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Interessenkonflikt:
Der Autor erklärt, dass bei der Erstellung
des Beitrags kein Interessen –
konflikt im Sinne der Empfehlung des
International Committee of Medical
Journal Editors bestand.
Gastautor:
Korrespondenzadresse:
Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig
Augenheilkunde und Optometrie
peter.heilig@univie.ac.at
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