Kategorie-Archiv: Neuburger Lesky Bibliothek

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [28]: Bárány, Robert: Nobel-Vortrag, gehalten am 11. September in Stockholm. 1916.

Bárány, Robert: Nobel-Vortrag, gehalten am 11. September in Stockholm. Särtryck ur Nordisk tidskrift för oto-rhino-laryngologi. Stockholm: 1916.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger-Lesky Bibliothek, Sign.: 9056]

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Abb. 1    Robert Bárány

Robert Bárány (*22.04.1876 Wien, gest. 08.04.1936 Uppsala/Schweden) war der erste österreichische Nobelpreisträger für Medizin. Er wuchs als ältestes von sechs Geschwistern in einer Familie jüdischer Abstammung in Wien auf. Sein Vater, Iganz Bárány, ein Holzfachmann stammte aus Ungarn. Seine Mutter, Maria, geborene Hock, kam aus einer angesehenen Prager Gelehrtenfamilie, die das wissenschaftliche Interesse Robert Báránys von Kindheit an förderte. Unmittelbar nach seinem Schulabschluss begann er auf Wunsch seiner Mutter an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien mit dem Studium der Medizin, das er am 2. April 1900 mit seiner Promotion abschloss. Im Anschluss daran arbeitete er an unterschiedlichen Kliniken: bei Carl von Noorden (1858-1944) in Frankfurt am Main, bei Emil Kraepelin (1856-1926) in Heidelberg und als Assistent der Psychiatrischen Universitätsklinik in Freiburg im Breisgau.

1902 kehrte er zurück nach Wien und begann zuerst für einige Monate bei Adam Politzer (1835-1920) als Aspirant zu arbeiten, bevor er für ein Jahr zu Karl Gussenbauer (1842-1903) als Operationszögling an die II. Chirurgische Klinik wechselte. Von 1903 bis 1905 war Bárány als Demonstrator und von 1905 bis 1911 als Assistent, an der Universitätsklinik für Ohrenheilkunde tätig. „Durch eine gute Beobachtungsgabe, aber auch mit Hilfe des Zufalls gelang es Bárány, Fragen des noch jungen Gebietes der Vestibularforschung zu klären. […] In diese Zeit fielen auch Báránys erste selbständige Forschungen mit eigenen Versuchen an Taubstummen und Normalhörenden und er begann sich für das Phänomen der Gegenrollung der Augen zu interessieren.“[1]

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Abb 2     Titelblatt: Bárány: Physiologie und Pathologie […] des Bogengan-Apparates […]. Leipzig u. Wien: 1907. Mit einer Widmung Báránys an seinen Lehrer Adam Politzer.

Das Thema Vertigo (Schwindel) beschäftigte die Ärzte schon seit dem Mittelalter. Im 19. Jahrhundert wurden in ganz Europa intensive Forschungen dazu betrieben. 1825 wies der Franzose Jean Marie Pierre Flourens (1794-1867) erstmals nach, dass der Bogenapparat ein Gleichgewichtsorgan ist. Durch zahlreiche Forschungsbeiträge während der nächsten Jahrzehnte war die Medizin in dieser Frage zwar weiter gekommen, es fehlte jedoch die Möglichkeit die Funktion der Bogenapparate einzeln und unabhängig voneinander zu prüfen. Hier setzten Báránys Forschungen an. Er konnte erstmals die Gesetzmäßigkeit des „kalorischen Nystagmus“ – die Augenzuckungen, die durch Differenzen der Wassertemperatur bei Ohrspülungen auftreten – nachweisen. Aus den Studien über die bei der Vestibularreizung auftretenden Gleichgewichtsstörungen erlangte er zudem genaue Kenntnisse über ihren Sitz im Kleinhirn. Erkrankungen des Innenohres konnten nun frühzeitig diagnostiziert werden. 1906 publizierte Bárány seine Untersuchungsergebnisse in der österreichischen Monatsschrift für Ohrenheilkunde, 1907 erfolgte die Veröffentlichung über die „Physiologie und Pathologie des Bogenganges beim Menschen“. In seinem Geleitwort schrieb Adam Politzer: „Die vorliegende Monographie meines Assistenten Dr. Robert Bárány enthält die neuesten Untersuchungsmethoden des Bogenapparates und ihre Ergebnisse […] Durch die Untersuchungen Dr. Báránys ist die Klinik dieses Sinnesorganes in ein neues Stadium getreten und die Diagnostik der in der Ohrenheilkunde so wichtigen Erkrankungen des Bogenapparates auf eine sichere Grundlage gestellt worden […].“[2]

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Abb 3     Geleitwort Adam Politzers in: Bárány: Physiologie und Pathologie […] des Bogengan-Apparates […]. Leipzig u. Wien: 1907.

Zum Beginn des Ersten Weltkrieges meldete sich Robert Bárány freiwillig zum Kriegsdienst und wurde ins Spital der Festung Przemysl in Galizien abkommandiert, wo er ein Lazarett zur Behandlung von Kopfschüssen und eine otolaryngologische Abteilung einrichtete. Nachdem die Festung Przemysl im Frühjahr 1915 von den Russen eingenommen wurde geriet Bárány in Kriegsgefangenschaft und wurde nach Merv/Turkestan gebracht. Dort erhielt er auch die Nachricht, dass er den Medizin-Nobelbreis erhalten sollte. Der Nobelpreis für Physiologie und Medizin 1914 wurde in Folge des Ersten Weltkrieges erst in der Sitzung des Nobel-Komitees des Carolinischen Medizinisch-Chirurgischen Institutes in Stockholm am 29. Oktober 1915 vergeben. Mehrere Versuche des Schwedischen Thronfolgers, Prinz Karl, Bárány durch Vermittlungen von Gefangenenaustauschen aus der russischen Kriegsgefangenschaft zu bekommen schlugen – auch durch Schuld der Österreicher, die den international angesehen Arzt nicht auf ihre Austauschlisten setzten – fehl. Erst im Rahmen eines Invalidenaustausches am 16. Juli 1916 gelang es Brárány Freilassung zu erwirken. Auf der Heimreise über Stockholm konnte Robert Bárány schließlich seine Nobelpreise-Rede halten und den begehrten Preis entgegennehmen.

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Abb 4     Titelblatt: Bárány: Nobel-Vortrag. Stockholm: 1916.

Zurück in Wien war er mit den Neidern seines Erfolges in der Medizinische Fakultät in Wien konfrontiert. Es wurde ihm die Ernennung zum a.o. Professor verwehrt und sogar seine wissenschaftliche Integrität in einer Untersuchungskommission am Medizinischen Dekanat infrage gestellt, ohne ihm die Möglichkeit einer Stellungnahme zu gewähren. Noch während dieser Auseinandersetzung nahm Bárány das Angebot Schwedens an den neu errichteten Lehrstuhl für Otologie der Universität von Uppsala zu bekleiden. Die Österreichischen Zeitungen übten scharfe Kritik am akademischen Senat der Universität Wien. „In der Wiener Zeitung beispielsweise erschien eine Karikatur von Bárány mit der Nobelpreisurkunde im Hintergrund und der Unterschrift:

Alle Ohrenleiden habe ich ergründet – nur die Taubheit der Wiener Fakultät nicht‘“.[3]

Bárány blieb bis zu seinem Tod in Schweden. 1926 wurde er zum Ordinarius für Ohren-Nasen-Hals-Heilkunde er Universität Uppsala ernannt. Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in Deutschland begann er sich für sein eigenes Jüdisches Erbe zu interessieren. Er vermachte seine Bibliothek der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek in Jerusalem. Robert Bárány starb 8. April 1936 in Uppsala.

Auswahlliteratur zu Robert Báránys Arbeiten zum Vestibularapparat in der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin:

Bárány, Robert und Jakob Rothfeld: Untersuchungen des Vestibularapparates bei akuter Alkoholintoxikation und bei Delirium tremens. o.O. 1913.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger-Lesky Bibliothek, Sign.: 9051]

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Bárány, Bobert: Weitere Untersuchungen und Erfahrungen über die Beziehungen zwischen Vestibularapparat und Zentralnervensystem. Sonderabruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: Perles 1912.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger-Lesky Bibliothek, Sign.: 16590]

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Bárány, Robert: Weitere Untersuchungen und Erfahrungen über die Beziehungen zwischen Vestibularapparat und Zentralnervensystem. Nachbarschafts- und Fernwirkungen auf Kleinhirn und Vestibularapparat bei Hirntumoren. Sonderabdruck aus: Deutsche Zeitschrift für Nervenheilkunde. Leipzig: 1912.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger-Lesky Bibliothek, Sign.: 9050/1]

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Bárány, Robert und Karl Wittmaack: Funktionelle Prüfung des Vestibular-Apparates. Referat, erstattet v. R. Bárány u. K. Wittmaack. Sonderabdruck aus: Verhandlungen der Deutschen Otologischen Gesellschaft auf der 20. Versammlung in Frankfurt/M am 2. u. 3. Juni 1911. Jena: Fischer 1911.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger-Lesky Bibliothek, Sign.: 43576]

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Bárány, Robert: Vestibularapparat und Gleichgewicht. Neue Stimmgabelversuche und Methoden der Funktionsprüfung. 39 S. (S. 156-194). Sonderabdruck aus: Verhandlungen der Deutschen otologischen Gesellschaft. Jena: Fischer 1909.

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Bárány, Robert: Funktionlle Diagnostik der eiterigen Erkrankungen des Bogengangapparates. Sonderabdruck aus: Int. Centralblatt für Ohrenheilkunde. Leipzig: Barth 1908.

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Bárány, Robert: Physiologie und Pathologie des Bogengangapparates beim Menschen. Sonderabdruck aus: Österreichische Aerzte-Zeitung. o.O.: 1907.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata-Bibliothek]

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Bárány, Robert: Die Untersuchungen der reflektorischen vestibulären und optischen Augenbewegungen und ihre Bedeutung für die topische Diagnostik der Augenmuskellähmungen. Sonderabdruck aus: Münchener med. Wochenschrift. München: Lehmann Jg. 1907.

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Bárány, Robert: Physiologie und Pathologie (Funktionsprüfung) des Bogengang-Apparates beim Menschen. Klinische Studien. Leipzig und Wien: Franz Deuticke 1907.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger-Lesky Bibliothek, Sign.: 11493]

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Bárány, Bobert: Beitrag zur Lehre von den Funktionen der Bogengänge. Sonderabdruck aus: Zeitschrift für Sinnesphysiologie. Leipzig: Barth 1906.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger-Lesky Bibliothek, Sign.: 16591]

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Quellen:

Homepage: The Official Web Site of the Nobel Prize. Stand: 22.05.2016

http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/medicine/laureates/1914/barany-bio.html

Angetter, Daniela: Die österreichischen Medizinnobelpreisträger. (= Österreichisches Biographisches Lexikon – Schriftenreihe 8). Wien: Institut Österreichisches Biographisches Lexikon und biographische Dokumentation 2003.

Sablik, Karl: Robert Bárány. In: Arzt, Presse, Medizin. (13) 1977. S. 1-3.

Text: Harald Albrecht

[1] Angetter, Daniela: Die österreichischen Medizinnobelpreisträger. (= Österreichisches Biographisches Lexikon – Schriftenreihe 8). Wien: Institut Österreichisches Biographisches Lexikon und biographische Dokumentation 2003. S. 12.

[2] Angetter, Daniela: Die österreichischen Medizinnobelpreisträger. (= Österreichisches Biographisches Lexikon – Schriftenreihe 8). Wien: Institut Österreichisches Biographisches Lexikon und biographische Dokumentation 2003. S. 15.

[3] Angetter, Daniela: Die österreichischen Medizinnobelpreisträger. (= Österreichisches Biographisches Lexikon – Schriftenreihe 8). Wien: Institut Österreichisches Biographisches Lexikon und biographische Dokumentation 2003. S. 22.

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Politzer, Adam: Die Beleuchtungsbilder des Trommelfells im gesunden und kranken Zustande. Klinische Beiträge zur Erkenntniss und Behandlung der Ohren-Krankheiten. Wien: Wilhelm Braumüller 1865.

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [27]: Wertheim, Zacharias: Versuch einer medicinischen Topographie von Wien. Wien: Bey Kupffer & Wimmer 1810.

Wertheim, Zacharias: Versuch einer medicinischen Topographie von Wien. Wien: Bey Kupffer & Wimmer 1810.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB5634]

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  1810 erschien bei Kupfer & Wimmer ein 458 Seiten umfassendes Werk des Wiener Augenarztes Zacharias Wertheim. Diese Arbeit, die er dem Stadt-Pyhsikus von Wien und Landes-Protomedicus der niederösterreichischen Regierung, Vincenz Peter Anton Guldner von Lobes (13.4.1762-30.3.1827), widmete, galt bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein als Standartwerk zur medizinischen Versorgung Wiens und deren medizinischen Einrichtungen.

Zacharias Wertheim wurde am 5. Juli 1780 in Wien geboren. Seine Familie lebte bereits in der fünften Generation – seit dem 17. Jahrhundert – in Wien und stammte ursprünglich aus Worms, wo sie bis in das 16. Jahrhundert nachweisbar ist.

Wertheim studierte zunächst an der Universität Wien Medizin und promovierte 1802 zum Dr. Med. Danach folgten weitere Studien im Ausland u.a. in Göttingen. Nach seiner Rückkehr nach Wien war er 1809 während einer Typhusepidemie an der ungarischen Grenze als Arzt tätig. Von 1816 bis zu seinem Ableben war er Primararzt am Israelitischen Spital in Wien sowie dessen Leiter.

Wertheim war Mitglied des Doktoren-Kollegiums und der Gesellschaft der Ärzte in Wien seit deren Gründung. Zacharias Wertheim verstarb am 31. Dezember 1852 in Wien.

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Die Doktorjubiläums-Feier des Herrn Zacharias Wertheim. Wien: Klopf & Eurich 1852.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger-Lesky Bibliothek, Sign.: 40291]

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Ein über ihn verfasster Nekrolog erschien in der Wiener Medizinischen Wochenschrift vom 1. Jänner 1853, Spalte 27-28.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1853&page=18&size=45&qid=40TGKIEHQ040XDEJ2ATDTTV1KJYYPU

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger-Lesky Bibliothek, Sign.: Z10002/3]

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Wertheim, Zacharias: Versuch einer medicinischen Topographie von Wien. Bey Wien: Kupffer & Wimmer 1810.

ABB-02_JB-5634_01 Wertheim schuf mit dieser Arbeit erstmals eine „medizinische Topografie“ für Wien, wie sie zu dieser Zeit bereits für andere Städte wie Berlin und Hamburg vorlagen. Wertheim konnte für seine Arbeit nur auf wenige Statistiken und Vorarbeiten zurückgreifen, vielmehr versuchte er selbst die ihm notwendig erscheinenden Daten zu erheben. Das Buch enthält sechs Kapitel, die sich in zwei Themenbereiche gliedern. In den ersten Kapiteln (Klima, Bevölkerung Wiens, Physische und moralische Bildung, Speisen und Getränke) werden die Resultate seiner Beobachtungen zur Stadt und Bevölkerung Wiens dargestellt. In den beiden letzten Abschnitten wird die Beschaffenheit des Gesundheitswesens, die Krankheitsformen und deren Häufigkeiten, das „Medicinal- und Armenwesen“, die Entwicklung der Medizinischen Fakultät, das Universitätsleben, die Organisation des Gesundheitswesens, die Kliniken, das Zwangs-, Arbeitswesens und die Besserungsanstalten, Waisen- und Gebärhäuser, Irrenanstalten, Taubstummen-Institute und Spitäler (Siechenhäuser) skizziert.

Das Buch liest sich wie eine Reportage über die Stadt Wien und ihrer Bevölkerung am Beginn des 19. Jahrhunderts. Wertheim beschreibt die unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und Bevölkerungsgruppen aus ethnologischer, kulturalistischer und sozialpsychologischer Perspektive, mit durchaus gesellschaftskritischen – häufig humoristisch versehenen – Bemerkungen. Im Mittelpunkt seiner Beobachtungen steht das Alltagsleben der Bevölkerung, deren Lebensbedingungen und -gewohnheiten, sowie die Wohnverhältnisse aber auch die städtebauliche Beschaffenheit Wiens in Wechselwirkung zu den medizinischen und gesundheitlichen Verhältnissen. Insgesamt bietet diese Arbeit eine umfassende Skizze der Stadt und Bevölkerung Wiens um 1800: eine frühe Kultur- und Sozialgeschichte Wiens unter besonderer Berücksichtigung der hygienischen und sanitären Verhältnisse der Stadt.

Zacharias Wertheim war mit Johanna Wertheim, geborene Baruch, verheiratet und hatte acht Kindern: darunter der Chemiker Theodor Wertheim (*25.12.1820 Wien, gest. 6.7.1864 Wien), der Physiker Wilhelm Wertheim (*22.2.1815 Wien, gest. 20.1.1861 Wien) und Gustav Wertheim (*28.10.1822 Wien, gest. 8.1.1888 Wien), Professor für Dermatologie und Syphilis sowie Primarius am Rudolphinerspital.

Quellen:

Vaterländische Blätter, 2.5.1812, S. 213-216.

Medizinisch-chirurgische Zeitung, Nr. 8, 28.1.1811, S. 129-131.

Text: Walter Mentzel

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [24]: Sigismund Peller: Die Ernährungsverhältnisse der Wiener Arbeiterschaft im Jahre 1925.

Sigismund Peller: Die Ernährungsverhältnisse der Wiener Arbeiterschaft im Jahre 1925.

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Abbildung 1 Titelblatt: Peller: Statistik der Lebenshaltungskosten […]. Wien: 1928.

1925 veröffentlichte die Arbeiterkammer Wien eine unter der Leitung von Benedikt Kautsky (1894-1960), gemeinsam mit dem Sozialmediziner Sigismund Peller durchgeführte Studie in der sie die Ernährungsverhältnisse der Wiener Arbeiterschaft mit jenen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg verglich. Diese Studie wurde auch unternommen, da es zu dieser Zeit noch an exakten Berechnungen der Preisstatistiken und der Inflationsberechnungen fehlte, und die tatsächliche Lebenssituation der „Verbraucher“ unklar war. Dazu wurden über ein Jahr lang umfangreiche und detaillierte Erhebungen zu den Hauhalten (Familienstrukturen, Größe der Familien, Alter, Beruf, Wohnungsgröße u.a.), der Einnahmen (Einkommenssituation) und der ausgabenseitigen Lebenserhaltungskosten, insbesondere die anteiligen Ausgaben für die Ernährung von Arbeiterfamilien vorgenommen. Dabei wurde festgestellt, dass vor allem der nach dem Krieg in Wien eingeführte Mieterschutz, der auch eine Verbilligung des Wohnraumes brachte, eine wesentliche Entlastung für breite Bevölkerungsschichten Wiens darstellte. Neben detailliierten Erhebungen und Auswertungen der Struktur der Nahrungsmittelverbrauchs und der Ernährungsverhältnisse wurden diese mit den zeitgenössischen ernährungswissenschaftlichen Untersuchungen und Expertisen verknüpft, sodass im Vergleich zur Vorkriegszeit eine erhebliche Verschiebung in Richtung Fleischgenuss und der erhöhte Konsum an Obst, Zucker, Tier- und Pflanzenfetten und insgesamt ein ökonomischeres Wirtschaften breiter Bevölkerungsschichten, als vor 1914, konstatiert wurde. Mitberücksichtigt wurden die Differenzen zwischen den einzelnen Einkommensklassen und deren Auswirkungen auf die Ernährung und ausgabenseitigen Verteilung der Nahrungsmittelkonsumation.

Peller, Sigismund: Statistik der Lebenshaltungskosten und Ernährung von 42 Wiener Arbeiterfamilien im Jahre 1925. (= Sonderabdruck aus: Löhne und Lebenshaltungskosten der Wiener Arbeiterfamilie im Jahre 1925). In: Statistische Veröffentlichungen der Wiener Kammer für Arbeiter und Angestellte. 1928.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign. I 49000]

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Eine zeitgenössische Besprechung der Arbeit findest sich unter:[1]

Statistik

Abbildung 2 Peller: Statistik der Lebenshaltungskosten […]. Wien: 1928. Tabelle 11a. S. 16.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19280401&seite=7&zoom=46&query=%22dr.%2Bpeller%22&ref=anno-search

Die Studie konstatierte für das Jahr 1925 im Allgemeinen die Überwindung der Nahrungskrise der Kriegs- und Nachkriegsjahre, beanstandet jedoch noch erhebliche qualitative Unterschiede zwischen den Einkommensklassen. Insgesamt sollte mit dieser Studie die soziale Situation und Entwicklung umfassend dargestellt werden und Schlüsse daraus gezogen werden.

Sigismund Peller wurde als Sohn eines jüdischen Kaufmanns am 16.12.1890 in Tarnopol (heute Tarnopil/Galizien (heute Ukraine) geboren. Er studierte zunächst 1908/09 Rechtswissenschaften und zwischen 1909 und 1913 Medizin an der Universität Wien. 1914 promovierte er zum Doktor der Medizin. Er begann schon sehr früh sich mit statistischen Methoden und deren Anwendung in den medizinischen Forschungsfeldern zu interessieren: vor allem im Bereich der Sozialmedizin aber auch in der Krebsforschung, auf dem Gebiet er seit den 1920er Jahren bis in die 1960er Jahre arbeitete. 1914 erschien von ihm in der von seinem Lehrer, dem Sozialmediziner und Sozialhygieniker Prof. Ludwig Teleky (1872-1957), herausgegebenen Zeitschrift „Wiener Arbeiten aus dem Gebiet der sozialem Medizin“ eine Untersuchung über die Auswirkungen der sozialen Verhältnisse von Müttern auf die körperliche Entwicklung ihrer Neugeborenen[2] und 1917 eine Untersuchung in der Zeitschrift „Statistische Monatsschrift“ über die Morbidität im Wiener Drechslergewerbe.[3] Unmittelbar nach dem Krieg forschte Peller über die Auswirkungen des Krieges auf die Bevölkerung, vor allem auf jene der Kinder und Säuglinge – 1919: zur Frage des Rückganges der Geburten während des Krieges:

Peller, Sigismund: Rückgang der Geburtsmasse als Folge der Kriegsernährung. In: Wiener klinische Wochenschrift. (32/29) 1919.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 13259]

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Ebenfalls 1919 erschien seine Aufsatz „Die Ernährungsverhältnisse der Wiener Arbeiterbevölkerung (Jahre 1912-1914) in der Zeitschrift „Archiv für Soziale Hygiene und Demographie“ (Bd. 13, H. 1, S. 97-130) und 1920 ein Aufsatz über die Tuberkulosesterblichkeit:

Peller, Sigismund: Die Tuberkulosemortalität in Wien vor und nach dem Kriege. gbd. 10 S. Wien: Braumüller 1920. In: Wiener klinische Wochenschrift. (33/41) 1920.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 12353]

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Im selben Jahr veröffentlichte er eine historische Studie zur städtischen Mortalität im 18. Jahrhundert bei der er statistisches Material anhand der Totenbeschauprotokolle auswertete:

Peller, Sigismund: Zur Kenntnis der städtischen Mortalität im 18. Jahrhundert mit besonderer Berücksichtigung der Säuglings- und Tuberkulosesterblichkeit. In: Zeitschrift für Hygiene und Infektionskrankheiten. (90) [1920]. S. 227-262.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 5726]

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Während seiner Studentenzeit war Peller in der zionistischen Bewegung aktiv. 1914 bis 1916 war er im Flüchtlingslager Bruck an der Leitha in Niederösterreich als Arzt tätig und danach bis 1917 im Allgemeinen Krankenhaus in Wien. 1917 bis 1918 war er als Militärarzt in der österreichisch-ungarischen Armee eingerückt. 1918 bis 1923 arbeitete Peller als Arzt am Allgemeinen Krankenhaus in Wien, studierte daneben 1919 bis 1922 weiter an der Universität Wien. Eine universitäre Karriere blieb ihm in Wien jedoch verwehrt, dafür war er zu sehr in der Sozialdemokratischen Partei politisch exponiert. 1921 brachte Peller an der Universität Wien sein Habilitationsansuchen ein, das jahrelang verschleppt und sein Fall im Juli 1924 auch zum Gegenstand einer parlamentarischen Anfrage zum Thema „Die politische Universität Wien“ wurde. 1930/31 erfolgte die endgültige Ablehnung seines Habilitationsverfahrens.

1923 bis 1926 arbeitete Peller als Arzt an der Wiener Allgemeinen Poliklinik, und zwischen 1926 und 1929 ein erstes Mal in Palästina als Gesundheitsorganisator. Danach kehrte er nach Wien zurück und war hier bis 1933 als Direktor und Arzt des Wiener Städtischen Gesundheitsamtes tätig. Er setzte sich vehement für die Abschaffung des § 144 und der Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruches[4] und für weitere Sexualreformen ein, wie u.a. als Referent am Kongress der „Weltliga für Sexualreform“ in Wien im Juli 1930.[5] 1929 war er zum Mitglied des wissenschaftlichen Komitees der „Sozialistischen Vereinigung für Gesellschafts- und Wirtschaftsforschung“ bestellt worden.[6]

Er war Mitglied der „Vereinigung der sozialdemokratischen Ärzte Wiens“ und publizierte regelmäßig in deren Organ der „Sozialärztlichen Rundschau“ u.a. über Mieterschutz (Dezember 1932) und war in der Volksbildung aktiv, wo er sich vor allem den Fragen der Hygiene widmete. Nach seiner Reise in die Sowjetunion hielt er 1931 und 1932 Vortragsreihen über seine Reiseeindrücke und propagierte für die „Geserd“-Gesellschaft (Österreichische Gesellschaft zur Förderung des jüdischen Siedlungswerkes in der Sowjetunion“, deren Obmann er war und setzte sich darin für die Aufbaupläne der seit 1915 bestehenden und seit 1928 offiziell geführten jüdischen Ansiedlung in Biro-Bidschans in der Sowjetunion ein.[7] In diesem Rahmen hielt er auch Vorträge wie u.a. im Juni 1932 unter dem Titel „Der drohende Krieg gegen die Sowjetunion“.[8] 1933 heiratete Sigismund Peller die Montessori-Lehrerin und Psychoanalytikerin Lili Esther Roubiczek (1898–1966).

Nach dem Bürgerkrieg im Februar 1934 emigrierte Peller im April 1934 nach Palästina, um seiner drohenden Verhaftung zu entgehen. Hier arbeitete er zunächst als Arzt und zwischen 1935 und 1938 als Dozent für medizinische Statistik und Demografie an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Dazwischen fiel ein einjähriger (1936/37) Aufenthalt an der School of Hygiene and Public Health der Johns Hopkins University in Baltimore/Maryland, wo er als Gastdozent eingeladen war.

1938 emigrierte Peller endgültig in die USA, wo er bis 1940 Fellow in Human Biology an der Johns Hopkins University, war, danach bis 1943 Research Associate an der Graduate School of New York University und Lektor am Columbia University Hygiene Institute. Peller war auch Vorsitzender der „Pirquet Medical Society“, einer von Emigranten gegründeten Ärzte-Organisation, die die Zeitschrift „Pirquet Bulletin“ herausgab. Von 1945 bis 1968 arbeitete Peller in seiner Privatpraxis in New York. Peller verstarb 94 jährig am 12. Juli 1985 in San Diego in California.

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Abbildung 3 Cover: Peller: Not in my time. New York 1979.

Sein Nachruf in der New York Times vom 16. Juli 1985:

http://www.nytimes.com/1985/07/16/nyregion/dr-sigismund-peller-studied-lung-cancer.html

Auswahl seiner Literatur an der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin:

Peller, Sigismund: Not in my time. The story of a doctor. New York: Philosophical Library 1979.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 54662]

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Peller, Sigismund: Population Explosion and the world order. Remarks a propos the International Development Conference, Nov. 1968, Washington, D.C. In: Pirquet bulletin. (16/3) 1969. S. 7-8.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek,  Sign.: 31.494/16,3]

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Peller, Sigismund: Dr. Kaspar Blond, 1889-1964. In: Pirquet bulletin. (12/1-2) 1965.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek,  Sign.: 31.494/12,1-2]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8623744&pos=5&phys#

Peller, Sigismund: Paul Klemperer, August 1887 – March 1964. In: Pirquet bulletin. (11/4) 1964. S. 228.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 31.494/11,4]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8623751&pos=11&phys#

Peller, Sigismund: Rudolf Paschkis, January 1879 – January 1964. . In: Pirquet bulletin. (11/4) 1964. S. 228-229.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 31.494/11,4]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8623756&pos=15&phys#

Peller, Sigismund: In Memoriam Ludwig Teleky, July 1872 – August 1957. In: Medical circle bulletin. (4/7) 1957. S. 9-11.

Neub_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 31494/4,7]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8623767&pos=16&phys#

Peller, Sigismund: Studies on mortality since the Renaissance. (Part) A-E. In: Bulletin of the history of medicine. (13; 16; 21) 1943-1947. S.427-461; 362-381; 51-101.

Neub_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: K18035/13; 16; 21]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8623766&pos=15&phys#

Peller, Sigismund: Der Geburtstod. Mutter und Kind. Leipzig und Wien: Deuticke 1936.

Ub[UniversitätsbibliothekMedUni Wien/AKH, Sign.: Magazin 1998-04282]

http://search.obvsg.at/primo_library/libweb/action/search.do;jsessionid=20522DA82BBE4211004931955D04EFC5?fn=search&ct=search&initialSearch=true&mode=Basic&tab=default_tab&indx=1&dum=true&srt=rank&vid=UMW&frbg=&tb=t&vl%28freeText0%29=Peller+Sigismund+Geburtstod&scp.scps=scope%3A%28ACC_acc05_M900%29%2Cscope%3A%28UMW_aleph_acc%29%2Cscope%3A%28UMW_O_SFX%29

Peller Sigismund und Ilse Zimmermann: Nachuntersuchungen von Elektrotechnikern und Ledergalanteriearbeitern im Lehralter. In: Archiv für Gewebepathologie. (5/3) 1934. S. 424-428.

separata_m-hartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata-Bibliothek, Sign.: Separata GdÄW Zimmermann]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8467795&pos=2&phys=#

Peller, Sigismund: Erfordert die Bekämpfung der prä-, intra- und postnatalen Sterblichkeit medizinische oder sozialmedizinische Reformen? (S. 268-275) In: Zentralblatt für Gynäkologie. (5) 1931. S. 268-275.

separata_m-hartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata-Bibliothek, Sign.: Separata GdÄW Peller]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8452411&pos=0&phys=#

Peller, Sigismund: Statistik der Lebenshaltungskosten und Ernährung von 42 Wiener Arbeiterfamilien im Jahre 1925. (= Sonderabdruck aus: Löhne und Lebenshaltungskosten der Wiener Arbeiterfamilie im Jahre 1925). In: Statistische Veröffentlichungen der Wiener Kammer für Arbeiter und Angestellte. 1928.

Neub_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: I49000]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8623748&pos=8&phys#

Peller, Sigismund: Über Geschlechtsdisposition zu Infektionskrankheiten. In: Zeitschrift für Konstitutionslehre. (11/2,5) 1925. S. 460-504.

Neub_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 12387]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8623749&pos=9&phys#

Peller, Sigismund und Friedrich Bass: Die Rolle exogener Faktoren in der intrauterinen Entwicklung des Menschen mit besonderer Berücksichtigung der Kriegs- und Nachkriegsverhältnisse. In : Archiv für Gynäkologie. (122/1,2) 1924. S. 208-238.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 12562]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8623762&pos=12&phys#

Peller, Sigismund: Die Tuberkulosemortalität in Wien vor und nach dem Kriege. gbd. 10 S. Wien: Braumüller 1920. In: Wiener klinische Wochenschrift. (33/41) 1920.

Neub_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 12353]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8623768&pos=17&phys#

Peller, Sigismund: Zur Kenntnis der städtischen Mortalität im 18. Jahrhundert mit besonderer Berücksichtigung der Säuglings- und Tuberkulosesterblichkeit. In: Zeitschrift für Hygiene und Infektionskrankheiten. (90) [1920]. S. 227-262.

Neub_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 5726]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8623750&pos=10&phys#

Peller, Sigismund: Rückgang der Geburtsmasse als Folge der Kriegsernährung. In: Wiener klinische Wochenschrift. (32/29) 1919.

Neub_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 13259]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8623763&pos=13&phys#

Peller, Sigismund: Births and deaths among Europe’s ruling families since 1500. In: Population in history. O.J. S. 87-100.

Neub_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 34799]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8623743&pos=4&phys#

Quellen, Literatur und weiterführende Links:

Hubenstorf, Michael: Österreichische Ärzte-Emigration. In: Stadler, Friedrich (Hg.): Vertriebene Vernunft I. Emigration und Exil österreichischer Wissenschaft 1930-1940. Bd. 2. S. 359-415.

http://agso.uni-graz.at/marienthal/biografien/peller_sigismund.htm

Archiv der Universität Wien, Med. Fak. Zl. 322/1921/22 Peller Sigismund – Habilitationsansuchen.

Text: Walter Mentzel

[1] Arbeiter Zeitung, 1.4.1928, S. 7 „Wie die Wiener Arbeiter wirtschaften und wie sie sich ernähren“.

[2] Arbeiter Zeitung, 24.2.1914, S. 5; 25.8.1915, S. 7 Einfluss der Stadtkultur auf die Menschheit.

[3] Mährisches Tagblatt, 6.7.1917, S. 7.

[4] Arbeiter Zeitung, 1.1.1931, S. 8.

[5] Arbeiter Zeitung, 18.7.1930, S. 6.

[6] Arbeiter Zeitung, 2.7.1929, S.4.

[7] Rote Fahne, 11.3.1932, S. 8.

[8] Die Rote Fahne, 23.6.1932, S. 6.

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [23]: Jakob Anton Neuner, Karl Ambros Bernard, Lorenz Rigler und Sigismund Spitzer: Mediziner des Josephinum im Dienste des Osmanischen Reiches zwischen 1839-1850

Jakob Anton Neuner, Karl Ambros Bernard, Lorenz Rigler und Sigismund Spitzer: Mediziner des Josephinum im Dienste des Osmanischen Reiches zwischen 1839-1850

In den Jahren 1830er Jahren kam es im Zuge der diplomatischen ABB-01_01_Mahmud_II-_LithoAnnäherung zwischen der Habsburgermonarchie und dem Osmanischen Reich zur Unterstützung der Monarchie bei den anstehenden militärischen Reformen des Osmanischen Reiches und in diesem Kontext auch der militärärztlichen Ausbildung. In dieser Hinsicht geriet die militärärztliche-josephinische Akademie zum Vorbild für die Modernisierung des osmanischen Sanitätswesens. Ab 1838 entsendete auf Ansuchen des Sultans Mahmud II. (1785-1839) das Josephinum Ärzte nach Konstantinopel, um im Zuge der Modernisierung der Armee, die Heranbildung von Militärärzten und Pharmazeuten in der Medizinschule in Galatasaray zu unterstützen.

Die Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin besitzt die Arbeiten dieser Mediziner des Josephinums, die in den 1830er bis 1850er Jahre im Dienste des osmanischen Reiches an der Organisation des Sanitätswesens wirkten.

Einen kurzen Überblick darüber bietet der Aufsatz von Max Neuburger, verfasst im Jahr 1917:

Neuburger, Max: Österreichische Ärzte als Pioniere der wissenschaftlichen Medizin und des Sanitätswesen in der Türkei (1839-1856). In: Wiener medizinische Wochenschrift. (38) 1917.

Neub_MHartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 5179]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8618710&pos=10&phys=

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1917&page=740&size=45&qid=NH2UUDYC02HVJK3RGFO8LMVX15VWOX

ABB-02_02_Friedrich_Jaeger_von_Jaxtthal

Mit der Auswahl der Mediziner für Sultan Mahmud II. war Friedrich Jäger von Jaxtthal (1784-1871), der als Vertrauter von Fürst Clemens von Metternich und dessen Leibarzt galt, und zwischen 1825 und 1848 als Professor für Ophthalmologie an der Josephinischen Akademie lehrte, betraut.

Die Wahl fiel zunächst auf zwei junge Mediziner und Absolventen der Josephinischen Akademie und zwar: Karl Ambros Bernard und Jakob Anton Neuner, die im Spätherbst 1839 nach Galatasaray aufbrachen.

Jakob Anton Neuner (*30.10.1806 Cilli/Untersteiermark (heute Slowenien), gest. 27.1.1842 Leoben) begann zunächst als feldärztlicher Gehilfe im Infanterieregiment 12 in Mailand und studierte danach in Wien an der Josephs-Akademie Medizin, das er 1834 mit dem Doktorat der Chirurgie und Magister der Augenheilkunde und Geburtshilfe abschloss.
ABB-03_D-3444_NeunerIm Anschluss daran unterrichtete er an der Lehrkanzel der theoretischen Medizin. Ende des Jahres 1838 ging er gemeinsam mit Karl Ambros Bernard nach Konstantinopel, um hier die Reformen im Spitals- und Apothekenwesen einzuleiten. Er wurde hier auch Leibarzt des Sultans, kehrte jedoch bereits nach dessen Tode 1839 nach Wien an das Josephinum zurück. 1840 wurde er zum Regimentsarzt und ein Jahr darauf zu einem Infanterieregiment nach Leoben bestellt.

Karl Ambros Bernard (19.12.1808 Starkenbach/Böhmen, gest. 2. 11. 1844/Konstantinopel) studierte in Prag Philosophie und danach in Wien am Josephinum Medizin, wo er den Titel Magister der Chirurgie erlangte. Danach diente er als Arzt in einem Infanterieregiment in Czernowitz/Bukowina, wo er an der Grenze zu Russland am Aufbau eines Sanitätskordons zur Bekämpfung der Cholera mitwirkte. Nach seiner Rückkehr nach Wien setzte er am Josephinum sein Studium fort, legte hier 1838 seine Dissertation vor und schloss sein Studium mit dem Titel Doktor der Medizin und Chirurgie sowie Magister der Geburtenhilfe und der Augenheilkunde ab.
ABB-04_D-2164_Bernhard
Bernard, Karl Ambros: De functionibus fluidi electrici prae reliquis corporis humani sub statu sano et morboso. Wien: typ. Ghelen 1838.

Histor.Diss_M.Hartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D2164]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8416424&pos=2&phys#

Histor.Diss_M.Hartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D1838/3]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8416423&pos=1&phys#

Bernard blieb fünf Jahre in Galatasaray als Direktor und Professor der „medizinischen Schule zu Galatasaray zu Konstantinopel“ und wirkte hier am Aufbau des medizinischen Unterrichts mit. Bernard veröffentliche 1844 – wenige Monate vor seinem Ableben – seinen Bericht über seine Tätigkeit und die Entwicklungen, zu denen der Aufbau eines Schulbetriebes und die nachhaltige Heranbildung eines Ärzte- und Lehrpersonales zählten.

Bernard, Karl Ambros: Die medicinische Schule zu Galata-Serai. In: Allgemeine Zeitung für Militair-Aerzte. (2) 1844. S. 141-142; 159-160; 165-167.

Neub_MHartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 38615]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8544598&pos=1&phys#

Einen Nekrolog zu Ambros Karl Bernard findet sich in der Wiener Zeitung, vom 13.1.1845, S. 3.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=18450113&seite=3&zoom=33&query=%22ambros%2Bbernard%22&ref=anno-search

Der dritte Arzt, der Neuer und Bernard unmittelbar nachfolgte, war Lorenz Rigler (*20.9.1815 Graz, gest. 16.9.1862 Graz). Er begann 1833 mit dem Studium der Medizin an der Josephs-Akademie, das er 1838 als Doktor der Medizin und Chirurgie, Magister der Augenheilkunde und Geburtshilfe abschloss.
ABB-05_05_Lorenz_Rigler_LithoRigler, Lorenz: Über die Wuthkrankheit des Menschen. Wien: typ. Mechitaristen 1838.

Histor.Diss_M.Hartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek,  Sign.: D3722]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8420146&pos=1&phys#

ABB-06_D-3722_Rigler
ABB-07_D1838-1_Rigler1842 wurde er auf Ansuchen der osmanischen Regierung nach Konstantinopel gesandt, um das Spitalswesen zu reformieren. Bereits 1844 erfolgte seine Bestellung zum Generalinspektor sämtlicher Spitäler und zum Sanitätsreferenten im Kriegsministerium. 1852 erschien von ihm eine Monografie unter den Titel „Die Türkei und deren Bewohner in ihren naturhistorischen, physiologischen und pathologischen Verhältnissen vom Standpunkte Constantinopels“, die sich – methodisch beeinflusst – an der von dem Statistiker und Militärarzt Francois Joesph Boudin (1806-1867) etablierten medizinischen Geografie orientierte. Rigler versuchte darin die lokalen Umwelteinflüsse mit medizinisch-statistischen Daten zu verbinden und damit Erklärungsmodelle für verschiedene Krankheiten zu entwerfen.[1]

ABB-08_297_Rigler

Rigler, Lorenz: Die Türkei und deren Bewohner in ihren naturhistorischen, physiologischen und pathologischen Verhältnissen vom Standpunkte Constantinopels. Wien: Gerold 1852.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 297]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8632352&pos=8&phys#

Ein Jahr später verfasste er dazu noch einen Aufsatz:

Rigler, Lorenz: Beitrag zur medizinischen Geographie. In: Wiener medizinische Wochenschrift. (3) 1853. Sp. 721-724; 737-741; 753-756.

Neub_MHartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: Z10002/3]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8632355&pos=0&phys=

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1853&qid=SGIDBBICJ21RGY9TVCFNWR3FCL3COQ&size=45&page=369

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1853&qid=SGIDBBICJ21RGY9TVCFNWR3FCL3COQ&size=45&page=377

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1853&qid=SGIDBBICJ21RGY9TVCFNWR3FCL3COQ&size=45&page=385

1856 kehrte er nach Graz zurück, wo er zum Professor für spezielle medizinische Pathologie und Therapie ernannt wurde.

1841 erschien in der Zeitung „Der österreichische Zuschauer. Zeitschrift für Kunst, Wissenschaft und geistiges Leben“ (Nr. 6, 13.1.1841, S. 9) ein Bericht über „Die medizinische Schule zu Konstantinopel“, der einen Einblick über die Arbeiten von Neuner, Bernard und Spitzer gibt.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=doz&datum=18410113&seite=9&zoom=33&query=%22dr.%2Bbernard%22&ref=anno-search

Der vierte Arzt, der in den Dienst des osmanischen Reiches trat, war der Anatom, Pathologe und langjährige Diplomat Sigismund Spitzer (*21.4.1813 Nikolsburg/Mähren, gest. 23. 12. 1894 Wien). Spitzer studierte zunächst in Wien an der militärärztlich-josephinischen Akademie Medizin, das er 1837 mit seiner Dissertation abschloss.

ABB-09_D-4029_SpitzerSpitzer, Sigismund: De morbo Brighti. Wien: typ Congregatio Mechitaristica 1837.

Histor.Diss_M.Hartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D4029]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8420834&pos=1&phys#

Danach ging er an die militärisch-medizinische Schule in Galatasaray, wo er 1839 zum Professor für Anatomie ernannt wurde und zwischen 1846/47 und 1850 als Nachfolger von Bernard als Direktor die Schule leitete. 1845 wurde er zum Leibarzt und engen Vertrauten des Sultans Abdül-Medjid (1823-1861) bestellt. Er reformierte das medizinische Studium, führte das Sezieren an den Spitälern ein und errichtete ein anatomisches Museum, darunter finden sich von Josef Hyrtl  (1810-1894) gespendete Präparate. 1847 promovierten vier Studenten der Schule von Galatasaray an der Josephinischen Akademie in Wien.

Diese werden wie folgt genannt und beschrieben: „Mousa Effendi, Muselmann, Stefan Asbrian, Grieche, Nikolaus Aprillof, Armenier, Gregoir Ivovicz, Katholik“.

Spitzer trat 1850 in den diplomatischen Dienst des osmanischen Reiches ein und wurde bis 1856 zu dessen Botschaftsrat in Wien und darauf von 1857 bis 1860 zum Geschäftsträger in Neapel bestellt. Danach lebte er als Privatmann in Paris und Italien und zuletzt bis zu seinem Tod in Wien.

Literatur zu:

Lorenz Rigler – Primärliteratur:

Rigler, Lorenz: Antritts-Rede gehalten bei Gelegenheit der Übernahme der medizin. Klinik in Gratz am 8. Oktober 1856. In: Wiener medizinische Wochenschrift. (6) 1856. Sp. 681-668.

Neub_MHartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: Z10002/6]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8632356&pos=14&phys#

Rigler, Lorenz: Beitrag zur Geschichte der Cholera. In: Wiener medizinische Wochenschrift. (5) 1855. Sp. 161-165; 177-180.

Neub_MHartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: Z10002/5]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8632354&pos=12&phys#

Rigler, Lorenz: Beitrag zur medizinischen Geographie. In: Wiener medizinische Wochenschrift. (3) 1853. Sp. 721-724; 737-741; 753-756.

Neub_MHartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: Z10002/3]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8632355&pos=13&phys#

Rigler, Lorenz: Die Türkei und deren Bewohner in ihren naturhistorischen, physiologischen und pathologischen Verhältnissen vom Standpunkte Constantinopels. Wien: Gerold 1852.

Neub_MHartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 297]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8632352&pos=8&phys#

Rigler, Lorenz: Über die Wuthkrankheit des Menschen. Wien: typ. Mechitaristen 1838.

Histor.Diss_M.Hartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D3722]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8420146&pos=1&phys#

Rigler, Laurenz: De rabie hominum morsu hydrophobico acquisita. Wien: typ. Congreg. Mechit. 1838.
Histor.Diss_M.Hartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D1838/1]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8420145&pos=0&phys#

Lorenz Rigler – Sekundärliteratur:

Kernbauer, Alois: Lorenz Rigler, Istanbul und die „Medizinische Geographie“ In: Österr.-türkische med. Beziehungen, Berichte des Symposions vom 28. u. 29.4.1986 in Istanbul. 1987. S. 121-142.

Neub_MHartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: SA915]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8595493#

Kernbauer, Alois: Zur Reorganisation der türkischen Medizin durch österreichische Ärzte um die Mitte des 19. Jh. Die medizinische Schule von Galatasaray in Istanbul im Spiegel der Berliner Allgemeinen Medicinischen Central-Zeitung. 7 S. (S. 175-181). Wien: Österr. Ges. f. Wissenschaftsgesch. 1993 (Mitt. d. öst. Ges. f. Wissenschaftsgesch. Jg 13, H. 1-2)

Neub_MHartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 55.016/13, 1-2]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8595492#

Heschl, Richard Ladislaus: Prof. Dr Lorenz Rigler (+). In: Wiener medizinische Wochenschrift. (12/42) 1862. Sp. 667-669.

Neub_MHartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: Abschr. 101]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8585034#

Karl Ambros Bernhard – Primärliteratur:

Bernard, Karl Ambros: Les Bains de Brousse, en Bythinie, Turquie d’Asie, avec une vue des bains et un plan des environs de Brousse. Constantinopel: Imprimerie de la Bonne Esperance 1842.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB2829]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6172478&pos=13&phys=

Bernard, Karl Ambros: Die medicinische Schule zu Galata-Serai. In: Allgemeine Zeitung für Militair-Aerzte. (2) 1844. S. 141-142; 159-160; 165-167.

Neub_MHartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 38615]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8544598&pos=1&phys#

Bernard, Karl Ambros: De functionibus fluidi electrici prae reliquis corporis humani sub statu sano et morboso. Wien: typ. Ghelen 1838.

Histor.Diss_M.Hartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D2164]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8416424&pos=2&phys#

Histor.Diss_M.Hartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D1838/3]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8416423&pos=1&phys#

Karl Ambros Bernhard – Sekundärliteratur:

Schmidt-Wyklicky, Gabriela: Dr. Karl Ambros Bernard nach österreichischen Quellen: Seine Verdienste als Arzt und Akademischer Lehrer. In: Acta Turcica Historiae Medicinae. Verhandlungen des V. Symposions über öst.-türk. mediz. Beziehungen II. 1995. S. 111-114.

Neub_MHartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: SA4582]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8640075&pos=0&phys#

Sehsuvaroglu, Bedi N.: Muallim-i evvel Ordiaryüs Profesör Dr. Charles Ambroise Bernard (1808-1844). In: Türk Istanbul’da tip ögretiminin 500. yildönümü. 1971. S. 62-70.

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8643932#

Eyice, Semavi: Mekteb-i Tibbiye’nin ilk müdürü Dr. Bernard’in Mezari. In: Tarih Dergisi. (2/3-4) 1952. S. 89-96.

Neub_MHartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 43774]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8566319#

Jakob Anton Neuner – Primärliteratur:

Neuner, Jakob Anton: De febri intermittente oculi larvata, sub forma ophthalmitidis adparente. Wien: typ. Grund 1834.

Histor.Diss_M.Hartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D1834/2]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8419517&pos=0&phys#

Histor.Diss_M.Hartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D3444]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8419518&pos=1&phys#

Jakob Anton Neuner – Sekundärliteratur:

Holubar, Karl: Carl Ludwig Sigmund in der Türkei insbesondere seine Besuche in Istanbul im Mai, Juli und August 1849. In: Die hohe Medizinschule Galatasaray und ihre Bedeutung für die moderne türkische Medizin. 1993. S. 95-106.

Neub_MHartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: SA5169]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8588086&pos=15&phys#

Neuburger, Max: Österreichische Ärzte als Pioniere der wissenschaftlichen Medizin und des Sanitätswesens in der Türkei (1839-1856). In: Wiener medizinische Wochenschrift. (67/38) 1917.

Neub_MHartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 5179]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8566319#

Sigismund Spitzer – Primärliteratur:

Spitzer, Sigismund: De morbo Brighti. Wien: typ Congregatio Mechitaristica 1837.

Histor.Diss_M.Hartl
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D4029]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8420834&pos=1&phys#

Text: Walter Mentzel

[1] Kernbauer, Alois: Lorenz Rigler, Istanbul und die „Medizinische Geographie“ In: Österr.-türkische med. Beziehungen, Berichte des Symposions vom 28. u. 29.4.1986 in Istanbul. 1987. S. 121-142.

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Friedrich Jäger von Jaxtthal (1784-1871):
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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [21]: Berres Joseph (Christian)

Berres Joseph (Christian)

Joseph Berres (ab 1842 Edler von Perez) (*18.3.1796 in Göding/Mähren, gest. 24.12.1844 Wien) war ein österreichischer Arzt und Anatom. Berres1Berres war der Sohn eines Wundarztes und begann in Wien mit dem Studium der Chirurgie, das er 1816 mit der Promotion zum Magister chirurgiae und der Geburtshilfe abschloss. Während des Studiums und danach als Assistent am Allgemeinen Krankenhaus in Wien beschäftigte er sich mit der Anfertigung von Präparaten, die er als Sammlung dem Museum im Allgemeinen Krankenhaus übergab.

Berres und die Cholera in Lemberg

1817, erst 21 Jahre alt, wurde er mit Entschließung des Kaisers, zum Professor der Anatomie an die k.k. Franzens-Universität in Lemberg ernannt, wo er zunächst ein anatomisches Museum aufbaute und begann sich intensiv mit der mikroskopischen Anatomie zu beschäftigen.[1] Hier verfasste er seine ersten Arbeiten:

Berres, Joseph: Anthropotomie oder Lehre von dem Baue des menschlichen Körpers. Als Leitfaden zu seinen anatomischen Vorlesungen. Bd. 1: Wien: Heubner 1821. Bd. 2-4: Lemberg: typ. Piller 1826-1828.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB723]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6172523&pos=1&phys=#

(2. Auflage 1835 gänzlich umgearbeitet aufgrund seiner mikroskopischen Forschungen) und:

Berres, Joseph: Über die Holzsäure und ihren Werth. Zum Gebrauche für Arzte, Wundärzte, Chemiker, Ökonomen und Technologen. Wien: typ. Wallishausser 1823.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger-Lesky Bibliothek, Sign.: 17.221]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8544792&pos=1&phys#

Berres zeichnete sich bei der 1829 in Indien ausgebrochenen Choleraepidemie, die sich 1831 über Russland nach Mittel- und Osteuropa ausbreitete, als Arzt und Organisator eines Cholera-Spitales aus. Auch bei der Bekämpfung der Epidemie sowie durch seine Aktivitäten bei der Spendensammlung für die Hinterbliebenen der Epidemie-Opfer in Lemberg spielte er eine wesentliche Rolle. Darüber verfasste er noch im selben Jahr in Lemberg eine Arbeit unter dem Titel: Berres, Joseph: Praktische Erfahrungen über die Natur der Cholera in Lemberg und Behandlungsart derselben. In: Cholera. (43) 1831.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger-Lesky Bibliothek, Sign.: 3285/43]

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Im Oktober 1831 wurde er durch Entschließung des Kaisers zum Professor der Anatomie in Wien berufen und 1834 ihm von der Universität Wien der Titel Dr. h.c. verliehen.

Rückkehr nach Wien – Berres und die Mikroskopie und Daguerreotypie

Nach seiner Rückkehr nach Wien modernisierte er als Direktor des anatomischen „Museums und Theaters“ den Sezier-Saal und beschäftigte sich weiter intensiv mit der anatomischen Mikroskopie (er führte das Mikroskop in die anatomische Forschung ein), die ihn erstmals einem weiteren Kreis bekanntmachten. Zusätzlich widmete er sich der Herstellung aufwendiger Tafeln zu Unterrichtszwecken. Diese Arbeiten schlugen sich in seiner 1837 erschienen Veröffentlichung nieder: Berres, Joseph: Anatomie der mikroskopischen Gebilde des menschlichen Körpers/Anatomia partium microscopicarum corporis humani. Wien: Gerold 1837.

Joseph_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB6274]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6172522&pos=0&phys#
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Berres wandte als einer der ersten künstliches Licht (Hydro-Oxygengas-Mikroskop) zur Herstellung von Mikrofotografien an, wobei er sich dabei dem sogenannten Plössl‘schen Mikroskop bediente (erstmalige Mikroaufnahme in Österreich). Dies führte ihn zu dem im August 1839 in Paris erstmals veröffentlichten Verfahren der Daguerreotypie, das einen Durchbruch in der Fototechnik brachte und zwischen 1839 und 1853 seinen Höhepunkt erlebte. Mit der Daguerreotypie gelang es Berres, die von ihm fotografierten mikroskopischen Gegenstände (Mikrofotografie) bildhaft zu fixieren und sie druckfähig zu reproduzieren („Phototypie“). Berres zählt damit zu den bedeutenden Pionieren der Geschichte der wissenschaftlichen Fotografie. Seit Ende 1839/Anfang 1840 unternahm er Versuche, diese neue Methode der Daguerreotypie für die medizinische Forschung nutzbar zu machen. Es gelang ihm die Daguerreotypien (auf Silberplatten) durch galvanische Ätzungen und durch Kupferabdrucke – womit er eine Verbesserung der Bildqualität der zu druckenden Fotoplatten erreichte – festzuhalten und sie vervielfältigbar zu machen. Unterstützt wurde er dabei vom österreichischen Kupferstecher Josef Axmann (*7.3.1793 Brünn, gest. 9.11.1873 Salzburg), der ihn dabei 1843 unterstütze und die Retuschierungen vornahm. Berres machte seine neue Methode am 5. März 1840 und am 30. April 1840 in den Sitzungen der Gesellschaft der Ärzte in Wien bekannt.[2] Im Dezember 1841 stellte Berres seine Arbeiten, die er mit der Daguerreotypie schuf, in der Pariser Akademie der Wissenschaft vor.[3]

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=18420318&seite=3&zoom=33&query=%22berres%22&ref=anno-search

Polytechnisches Journal, Dezember 1841, S. 149. „Neue Aufschlüsse über das Daguerreotyp. Von Professor Dr. Berres“,

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=ptj&datum=1841&page=1137&size=45&qid=HCYQM22W4EMYRIHMQSS4FAMIMZYYLO

Polytechnisches Journal, 1842, S. 274.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=ptj&qid=I311MR2HXXC9DPZ7D3KTLK8QJZI1LY&datum=1842&page=323&size=45

Ein weiterer zeitgenössischer Artikel zu den Versuchen Berres findet sich in der Wiener Zeitung: 16.3.1842, S. 3-5 und 18.3.1842, S. 3-4.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=18420316&seite=3&zoom=33

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=ptj&qid=I311MR2HXXC9DPZ7D3KTLK8QJZI1LY&datum=1842&page=323&size=45

Die Wertschätzung und Bedeutung, die Joseph Berres in der wissenschaftlichen Fotografie-Historiografie wiederfuhr, widerspiegeln die Einhundertjahre später veröffentlichten Aufsätze des Fotochemikers und ehemaligen Leiters der Portraitsammlung an der Preußischen Staatsbibliothek, Erich Stenger: „Joseph von Berres und die Frühgeschichte der Photographie in Wien 1840-1841“ In: „Photographischen Korrespondenz“ (April 1932, S. 68-75) und „Frühgeschichte der Daguerreotypie in Wien“ (ebenda, Oktober 1933, S. 149-153).

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=phc&datum=1932&size=45&page=74

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=phc&qid=GAE1QZKETJ5S311XBC4BFK949U2NZY&datum=1933&page=257&size=45

Berres war Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Vereine und Akademien, darunter der: k. k. Gesellschaft der Ärzte in Wien, der Gesellschaft des böhmischen Museums, Ehrenmitglied des Atheneums in Venedig, korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften und schönen Künste in Padua, Ehrenmitglied der kaiserlichen russisch-medizinischen-chirurgischen Akademie in St. Petersburg und der Gesellschaft Russischer Ärzte in St. Petersburg. Weiters korrespondierendes Mitglied des ärztlichen Vereins in München, der Gesellschaft zur Beförderung der Naturwissenschaften zu Freiburg und der physikalisch-medizinischen Gesellschaft in Erlangen, der Gesellschaft zur Beförderung nützlicher Künste und Hilfswissenschaften in Frankfurt am Main, korrespondierendes Mitglied der Gesellschaft zur Beförderung der Naturwissenschaften in Freiburg und der physikalisch-medizinischen Gesellschaft zu Bonn. Weiters war er Ehrenbürger der Stadt Lemberg.[4]

In einem Nekrolog über Joseph Berres hieß es 1845: „Berres war einer jener Charakter, die mitten unter einem kriechenden Geschlechte aufrechtstehen“.[5]

Literatur von Joseph Berres:

Berres, Joseph: Anthropotomie oder Lehre von dem Baue des menschlichen Körpers. 2. Aufl. Wien: Gerold 1835-1841.

Joseph_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB724]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6172524&pos=2&phys#

Gesellschaft_M-Hartl

[Zweigbibilothek für Geschichte der Medizin, Gesellschaft der Ärzte Bibliothek, Sign.: GÄ-18700/1-2]

http://search.obvsg.at/primo_library/libweb/action/search.do;jsessionid=40066D34473B42F3DB2E0EF2D55BCF01?fn=search&ct=search&initialSearch=true&mode=Basic&tab=default_tab&indx=1&dum=true&srt=rank&vid=UMW&frbg=&tb=t&vl%28freeText0%29=G%C3%84-18700*&scp.scps=scope%3A%28ACC_acc05_M900%29%2Cscope%3A%28UMW_aleph_acc%29%2Cscope%3A%28UMW_O_SFX%29

Berres, Joseph: Anatomie der mikroskopischen Gebilde des menschlichen Körpers/Anatomia partium microscopicarum corporis humani. Wien: Gerold 1837.

Joseph_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB6274]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6172522&pos=0&phys#

Berres, Joseph: Praktische Erfahrungen über die Natur der Cholera in Lemberg und Behandlungsart derselben. In: Cholera. (43) 1831.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger-Lesky Bibliothek, Sign.: 3285/43]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8544791&pos=0&phys#

Berres, Joseph: Anthropotomie oder Lehre von dem Baue des menschlichen Körpers. Als Leitfaden zu seinen anatomischen Vorlesungen. Bd. 1: Wien: Heubner 1821. Bd. 2-4: Lemberg: typ. Piller 1826-1828.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB723]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6172523&pos=1&phys=#

Berres, Joseph: Über die Holzsäure und ihren Werth. Zum Gebrauche für Arzte, Wundärzte, Chemiker, Ökonomen und Technologen. Wien: typ. Wallishausser 1823.

neuburger_m-hartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger-Lesky Bibliothek, Sign.: 17.221]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8544792&pos=1&phys#

Literatur zu Joseph Berres:

Goldinger, Walter: Zur Wissenschaftsförderung im österreichischen Vormärz. In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. (71) 1963. S. 408-419.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger-Lesky Bibliothek, Sign.: 32675]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8576060#

Text: Walter Mentzel

[1] Lemberger Zeitung, 7.4.1817, S. 1; Wiener Zeitung, 31.1.1845, S. 5

[2] Wiener Zeitung, 9.3.1840, S. 3 und 3.5.1840, S. 3.

[3] Morgenblatt für gebildete Stände, 10.2.1842, S. 8.

[4] Wiener Zeitung, 31.12.1844, S. 4.

[5] Österreichisches Morgenblatt – Zeitschrift für Vaterland, Natur und Leben, 4.1.1845, S. 2.

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [20]: Politzer, Adam: Die Beleuchtungsbilder des Trommelfells im gesunden und kranken Zustande. Klinische Beiträge zur Erkenntniss und Behandlung der Ohren-Krankheiten. Wien: Wilhelm Braumüller 1865.

Politzer, Adam: Die Beleuchtungsbilder des Trommelfells im gesunden und kranken Zustande. Klinische Beiträge zur Erkenntniss und Behandlung der Ohren-Krankheiten. Wien: Wilhelm Braumüller 1865.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 3033]

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Abbildung 1: Adam Politzer

Adam Politzer (*01.10.1835 Albertirsa/Ungarn, gest. 10.09.1920 Wien) gründete 1873 gemeinsam mit Josef Gruber (1827-1900) die weltweit erste Universitäts-Ohrenklinik in Wien. Er stammte aus einer Familie des Bildungsbürgertums – der Vater war Lehrer, der Großvater, ein angesehener Chirurg, war Leibarzt des Grafen Pallfy. Nach einem Jahr Medizinstudium (1854) in Budapest setze er dieses in Wien fort, wo Josef Hyrtl (1810-1894), Ernst Wilhelm von Brücke (1819-1892), Carl von Rokitanksy (1804-1878), Johann von Oppolzer (1808-1871) und Joseph Skoda (1805-1881) zu seinen Lehrern zählten. Politzer promovierte 1859 an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien. 1860 arbeitete er beim Physiologen Carl Ludwig (1816-1895) in der medizinisch-chirurgischen Militärakademie im Josephinum, wo er tierexperimentelle Reizungen des Nervus trigeminus und facialis durchführte, sowie den Einfluss der Luftdruckschwankungen im Mittelohr auf die Druckverhältnisse im Labyrinth studierte. Danach unternahm er eine Studienreise nach Würzburg zu Albert von Kölliker (1817-1905) und Heinrich Müller (1820-1864), wo er seine mikroskopischen Kenntnisse verfeinerte bzw. durch Manometeruntersuchungen im äußeren Gehörgang den Druckausgleich im Mittelohr beim Schluckakt nachweisen konnte. Nach einem Aufenthalt bei Hermann von Helmholtz (1821-1894) in Heidelberg ging er nach Paris zu Claude Bernard (1813-1878) und Rudolph Koenig (1832-1901). Politzers Untersuchungen über die Schwingungen der Gehörknöchelchen bei der Fortleitung des Schalles wurden von Bernard der Akademie der Wissenschaften in Paris präsentiert. Schließlich studierte er bei Joseph Tynbee (1815-1866) in London dessen große Sammlung von Schläfenbeinpräparaten, um so die grundsätzliche Bedeutung der pathologischen Anatomie und Histologie für die richtige Beurteilung von Ohrenkrankheiten kennen zu lernen.

Nach seiner Rückkehr nach Wien habilitierte sich Adam Politzer 1861 an der Medizinischen Fakultät im Fach Ohrenheilkunde und wurde zum ersten Dozenten in Österreich für dieses Spezialgebiet. Aus diesem Jahr stammt auch folgende Publikation:

Politzer, Adam: Beiträge zur Physiologie des Gehörorgans. In: Sitzungsberichte der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. 1861. S. [427]-438.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 14827]

Es ist dies die erste von insgesamt 103 wissenschaftlichen Publikationen aus der Feder von Adam Politzer. Die Zweigbibliothek

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für Geschichte der Medizin besitzt einen Sonderdruck dieses Artikels

aus dem Nachlass von Politzer, der, neben einem Besitzstempels Politzers, mit einer persönlichen Widmung an seine spätere Ehefrau Julie Rosenfeld (1842-1928)“ versehen ist: „[…] liebenswürdigen/Fräulein Julie Rosenfeld/mit den Gefühlen der iṅigsten Liebe und/Verehrūng/Der Verfasser“.

1863 veröffentlichte er einen Aufsatz über das Verfahren der Lufteinblasung ins Mittelohr zur Behandlung der Schwerhörigkeit, das als Politzer-Verfahren bekannt wurde:

Politzer, Adam: Beiträge zur Ohrenheilkunde. Aus seine Cursen mitgetheilt. In: Allgemeine Wiener medizinisch Zeitung. (33) 1863.

http://search.obvsg.at/

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 16441]

Im Jahr 1865 publizierte er seine erste umfassende Monografie:

Politzer, Adam: Die Beleuchtungsbilder des Trommelfells im gesunden und kranken Zustande. Klinische Beiträge zur Erkenntniss und Behandlung der Ohren-Krankheiten. Wien: Wilhelm Braumüller 1865.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 3033]

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Es handelt sich hierbei um einen Atlas der Otoskopie: This atlas included 48 drawings made by Politzer himself. It was completed and reedited in 1896 with a slightly modified title: ,Atlas der Beleuchtungsbilder des Trommelfells im gesunden und kranken Zustande’ (Atlas of the membra tympani in health and disease). This work was based on a diagnostic approach and the examination of the tympanic membrane with its different normal and pathologic images described by means of its color, transparency, position, integrity, cicatrisation, and mobility. Because it was the first real atlas on otoscopy, and with its new approach, it very quickly became indispensable to the study of otology. […] For the first time, it was possible to learn in an colored atlas the different pathologic conditions of the tympanic membrane, which is the window of the middle ear. Never before had the diagnosis of otologic diseases been presented in such a way, which revolutionized the study of pathologic conditions of the tympanic membrane.”[1]

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Abbildung 3: Politzer: Die Beleuchtungsbilder des Trommelfells […]. Tafel II.

1864 gründete Politzer gemeinsam mit Anton Friedrich von Tröltsch politzer4(1829-1890) und Hermann Schwartze (1837-1910) das Archiv für Ohrenheilkunde – es war die erste deutsch- sprachige medizinische Fachzeitschrift für Otologie. 1871 wurde Politzer zum ao. Universitätsprofessor ernannt. 1873 wurde ihm gemeinsam mit Josef Gruber die Leitung der neugegründeten Universitäts-Ohrenklinik übertragen. 1878 konnte er erstmals die Ursache der Otosklerose (Mittelohrschwerhörigkeit) nachweisen. 1894 wurde er zum ordentlichen Professor ernannt und seit dem Rücktritt Grubers 1897, führte er als Vorstand die Universitäts-Ohrenklinik alleine bis zu seiner Pensionierung 1907.

Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen weiter:

Politzer Adam: Lehrbuch der Ohrenheilkunde für practische Ärzte und Studirende. Stuttgart: Enke 1878-1882.

http://search.obvsg.at/primo_library/libweb/action/search.do?&vid=UMW&vl%28freeText0%29=AC03348333&fn=search&vl%28D48333145UI5%29=addsrcrid

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 3042]

Dieses Werk war für Jahrzehnte ein Standardwerk und wurde bis 1908 fünfmal aufgelegt, sowie ins Englische, Französische und Spanische übersetzt. Die Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin besitzt die persönliche Ausgabe dieses Exemplars aus dem Nachlass von Adam Politzer, das einige Blätter mit eigenhändigen anatomischen Zeichnungen aus der Feder Politzers beigebunden hat.

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Abbildung 5: Politzer: Lehrbuch der Ohrenheilkunde […]. Titelblatt und anatomische Zeichnungen

Politzer, Adam: Geschichte der Ohrenheilkunde. Stuttgart: Enke 1907-1913.

http://search.obvsg.at/primo_library/libweb/action/search.do?&vid=UMW&vl%28freeText0%29=AC03650148&fn=search&vl%28D48333145UI5%29=addsrcrid

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: OT001/1-2]

Während seiner 46jährigen Lehrtätigkeit hat Adam Politzer die Otologie aus einer „sterilen, hoffnungslosen Disziplin“ zu einem akademischen Fach in Österreich gemacht. Er starb am 10. September 1920 in Wien. Adam Politzers Grab befindet auf dem Wiener Zentralfriedhof (israelit. Abt. Gr, 8/1/45).

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Abbildung 6: Exlibris von Adam Politzer

Quellen:

Mudry, Albert: The role of Adam Politzer (1835-1920) in the history of otology. In: The American journal of otology. (21) 2000. S. 753-763.

Majer, Eduard Herbert: Adam Politzer (1835-1920). In: Laryngologie, Rhinologie, Otologie. (57/8) 1978. S. 769-772.

Lederer, Francis L.: A tribute to Adam Politzer. In: Archives of otolaryngology. (74) 1961. S. 130-133.

Text: Harald Albrecht

[1] Mudry, Albert: The role of Adam Politzer (1835-1920) in the history of otology. In: The American journal of otology. (21) 2000. S. 754-755.

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [19]: Burkard Eble: Mediziner, Autor und Bibliothekar am Josephinum

Burkard Eble: Mediziner, Autor und Bibliothekar am Josephinum

Burkard Eble (*6.11.1799 Weil der Stadt/Baden-Württemberg, gest. 3.8.1839 Wien) wurde als Sohn seines gleichnamigen Vater, eines Wundarztes und Magistratsrates, in Weil der Stadt in Baden-Württemberg geboren. Nach seinem Schulabschluss am Lyceum in Rastatt im Großherzogtum Baden, das bis heute wegen seiner historischen Bibliothek, die bis in das Jahr 1716 reicht bekannt ist, kam er 1816 nach Wien, wo er – wie seine beiden älteren Brüder Dominik und Ferdinand Eble zuvor – an der medizinisch-chirurgischen Josephsakademie einen zweijährigen Kurs absolvierte. Danach trat er als Unterfeldarzt in das in Wien stationierte 2. Feldartillerie-Regiment ein und setzte ab 1818 neben dem Studium der Philosophie jenes der Medizin an der Universität Wien fort, das er 1827 mit der Promotion zum Doktor der Medizin abschloss. (Eble, Burkard: Commentatio De Studio Anatomico. Vindobonae: Heubner 1827). Währen seines Studiums war er bereits als Oberarzt im Wiener Garnisons-Spital tätig, wo er sich auch intensiv mit der Augenheilkunde beschäftigte und ab 1821 dem Wiener Garnisons-Artilleriedistrikt zugeteilt wurde.

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1822 wurde er zum Prosector an der medizinisch-chirurgischen Josephsakademie ernannt und übte diese Position bis 1832 aus. In dieser Funktion war er auch Leiter des Museums und der Bibliothek an der medizinisch-chirurgischen Josephsakademie.

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1830 promovierte er zum Doktor der Chirurgie und erhielt das Diplom eines Magisters der Augenheilkunde und der Geburtenhilfe.

1832 ereilte ihn die Beförderung zum Regiments-Arzt. Im selben Jahr übernahm er schließlich die Leitung der Bibliothek und des Museums am Standort des heutigen Josephinum, die er bis zu seinem krankheitsbedingten Ausscheiden am 10. Juli 1837 bekleidete.

Hier arbeitete er als Autor an seinen wissenschaftlichen Studien. In nur wenigen Jahren legte er hier mehrere – darunter auch historische – Monografien vor. Bekannt wurde er mit seinen Arbeiten „Die sogenannte contagiöse oder ägyptische Augenentzündung“ aus dem Jahr 1839, oder „Ueber die in der belgischen Armee herrschende Augenkrankheit“ aus dem Jahr 1836, die noch Jahrzehnte später rezipiert worden sind,[1] oder die historische Arbeit „Versuch einer pragmatischen Geschichte der Anatomie und Physiologie vom Jahre 1800-1825“ aus dem Jahr 1836, die ein Selbstbildnis von ihm enthält.

Max Neuburger (1868-1955) bezeichnete Burkard Eble als einen Militärarzt und Bibliothekar, der den „Ruf der österreichischen medizinischen Geschichtsschreibung begründete“[2].

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Eble war Mitglied mehrerer nationaler und internationaler medizinischer Gesellschaften. Darunter der physikalisch-medizinischen Gesellschaft Erlangen (1833)[3], der Kaiserlichen Leopoldinisch-Carolingischen Akademie der Naturforscher in Breslau, die Gesellschaft für Natur- und Heilkunde in Dresden (1833)[4], die Med. Chirurgica Provinciale des Sciences etc. à Mons, die Soc. Littéraire à Mons, der Cercle médical à Montpellier (1837), die Provincial medical et surgical association in Bath (183?), die Soc. de médecine de Lyon (1839) und die Gesellschaft der Ärzte in Wien (1839).[5]

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Literatur von Burkard Eble:

Sprengel, Kurt Polykarp Joachim und Burkard Eble: Versuch einer pragmatischen Geschichte der Arzneikunde. Bd. 1-6. Bd. 6 fortgesetzt von Burkard Eble. Bd. 1-5 Halle: Gebauer 1800-1803/Bd. 6 Wien: Gerold 1837-1840

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB5698]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6182727#

neuburger_m-hartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliohtek, Sign.: MG021]

http://search.obvsg.at/

Eble, Burkard: Die sogenannte contagiöse oder ägyptische Augenentzündung. Stuttgart: Imle & Liesching 1839.

Joseph_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB4266]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6174641#

Eble, Burkard: Taschenbuch der Physiologie nach dem neuesten Standpunkte dieser Wissenschaft und zunächst für praktische Ärzte entworfen. 2. Aufl. Wien: Gerold 1837.

Joseph_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB975]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6174656#

Gesellschaft_M-Hartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Gesellschaft der Ärzte Bibliothek, Sign.: GÄ-18715]

http://search.obvsg.at/

Eble, Burkard: Ueber die in der belgischen Armee herrschende Augenkrankheit. Als Commentar zu Prof. Dr. Johann Christian Jüngkens Schrift über denselben Gegenstand. Wien: Gerold 1836.

Joseph_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB4264]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6174642#

neuburger_m-hartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliohtek, Sign.: 45911]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8562808&pos=0&phys=#

Eble, Burkard: Versuch einer pragmatischen Geschichte der Anatomie und Physiologie vom Jahre 1800-1825. Wien: Gerold 1836.

Joseph_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB734]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6174657#

neuburger_m-hartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliohtek, Sign.: AN006]

http://search.obvsg.at/

Eble, Burkard: Considérations sur la blépharophthalmie catarrhale des armées qui règne épidémiquement parmi les troupes Belges. Bruxelles: Tircher/Louvain: Massar-Meyer 1836.

Joseph_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB4265]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6174643#

neuburger_m-hartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger-Lesky Bibliohtek, Sign.: 47037]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8562807&pos=1&phys=

Eble, Burkard: Encyclopädisches Handbuch für angehende Wundärzte. Wien: Gerold 1834.

Joseph_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: WOB-116]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6174648#

Eble, Burkard: Methodologie oder Hodegetik als Einleitung in das gesamte medizinisch-chirurgische Studium. Wien: Gerold 1834.

Joseph_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB5520]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6174651#

Eble, Burkard: Die Bäder zu Gastein. Wien: typ. Grund 1834.

Joseph_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB2781]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6174644#

Eble, Burkard: Taschenbuch der allgemeinen Pathologie und Therapie mit Inbegriff der Semiotik nach dem neuesten Standpunkte dieser Wissenschaften und zunächst für praktische Ärzte entworfen. Wen: Gerold 1833.

Joseph_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB1140]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6174655#

Eble, Burkard: Das Wildbad Gastein in seinen Beziehungen zum menschlichen Organismus und die neu errichtete Filial-Bad-Anstalt zu Hof-Gastein. Wien: typ. Sollinger 1832.

Joseph_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB2780]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6174647#

Eble, Burkard: Das Strahlenband im Auge. Dresden: typ. Ramming 1832.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB4263]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6174653#

Eble, Burkard: Taschenbuch der Anatomie und Physiologie nach dem neuesten Standpuncte beider Wissenschaften und zunächst für practische Ärzte entworfen. Wien: Gerold 1831.

Joseph_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB369]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6174654#

Eble, Burkard: Die Lehre von den Haaren in der gesammten organischen Natur. Wien: Heubner 1831.

Joseph_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB4707]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6174650#

wolf

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Wolf Bibliothek, Sign.: JB4707]

http://search.obvsg.at/

Eble, Burkard: Über den Bau und die Krankheiten der Bindehaut des Auges, mit besonderem Bezuge auf die contagiöse Augenentzündung. Nebst einem Anhange über den Verlauf und die Eigentümlichkeiten der letzteren unter der Garnison von Wien vom Jahre 1817-1827. Wien: Heubner 1828.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB4262]

http://search.obvsg.at/

Eble, Burkard: Commentatio de studio anatomico. Vindobonae: Heubner 1827.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB638]

http://search.obvsg.at/

Quellen:

Medizinisch chirurgische Zeitung, 2.1.1840, S. 10-11.

Populäre österreichische Gesundheits-Zeitung, 25.11.1839, S. 6-7.

Nachruf von Ernst Freiherr von Feuchtersleben in: Wiener-Zeitung, 11.10.1839, S. 3.

Text: Walter Mentzel

Burkard Eb le, Feldarzt, Garnisons-Spital, Josephinum, K.K. Medizinisch-Chirurgische Josephs-Akademie, Militärarzt, Ophthalmologie

[1] Wiener Medizinische Wochenschrift, 5.1.1918, S. 98-102.

[2] Wiener Medizinische Wochenschrift, 1.1.1921, S. 69-70.

[3] Neue Militärische Zeitschrift, H. 12, 1834, S. 95.

[4] Wiener Zeitung, 11.9.1834, S. 3.

[5] Medizinisch chirurgische Zeitung, 2.1.1840, S. 10-11.

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [18]: Skoda, Joseph: Abhandlung über Perkussion und Auskultation. Wien: Bei J. G. Ritter von Mösle’s Witwe & Braumüller 1839.

Skoda, Joseph: Abhandlung über Perkussion und Auskultation. Wien: Bei J. G. Ritter von Mösle’s Witwe & Braumüller 1839.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 3243]

http://search.obvsg.at/

Aufgegeben sei der Gedanke, die Grunderscheinung des Lebens zu enthüllen – ein Lebensprinzip aufzustellen –, da die Erfahrung nirgends eine solche Fundamentalerscheinung nachweise; und bei der Erforschung der Gesetze des tierischen Organismus seien dieselben Hilfsmittel anzuwenden, welche Physik und Chemie zur Ermittlung der Gesetze der anorganischen Welt anzuwenden pflegen.[1] [Aus der Antrittsrede Joseph Skodas 1846]

Skoda

Abb. 1    Joseph Skoda. Josephinum – Medizinische Sammlungen, MedUni Wien. Sign.: MUW-FO-IIR-000149-0007-001

Joseph Ritter von Skoda (*10.12.1805 Pilsen, gest. 13.06.1881 Wien) gilt als Begründer der physikalischen Diagnostik sowie, zusammen mit Ferdinand von Hebra (1816-1880) und Carl von Rokitansky (1804-1878), als Begründer der II. Wiener Medizinischen Schule. Er wurde als Sohn eines Schlossers in Pilsen geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend in großer Armut. 1825 begann er mit dem Studium der Medizin an der Universität Wien, was nur durch die Unterstützung der Wiener Seidenzeugfabrikantin Anna Bischoff möglich war. Nebenbei belegte er auch bei Andreas von Baumgartner (1793-1865) und Andreas von Ettingshausen (1796-1878) Physik und Mathematik, was für die Richtung seiner späteren Forschungen bestimmend sein sollte. Nachdem er das Studium im Juli 1831 abgeschlossen hatte, trat er im selben Jahr eine Arbeitsstelle als Choleraarzt in Böhmen an, die er nach einem Jahr wieder aufgab, um nach Wien zurückzukehren. Dort arbeitete er von 1832 bis 1837 als unbesoldeter Sekundararzt am Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien. Skoda, der noch nach der Humoralpathologie (Vier-Säftelehre) im Geiste Maximilian Stolls (1742-1787) und Johann Valentin von Hildenbrands (1763-1881) ausgebildet worden war stand dieser jedoch kritisch gegenüber und verließ sich nur auf seine selbst beobachteten Ergebnisse. Dies erzeugte natürlich Missfallen bei den Hütern der Tradition. Schon ein kleiner Verstoß, die ungenehmigte Tracheotomie bei einem Erstickenden, brachte ihm ein Jahr Strafdienst in der Irrenabteilung ein. Skoda ließ sich jedoch nicht beirren und arbeitete an der Weiterentwicklung der Perkussion (Abklopfen der Körperoberfläche zu diagnostischen Zwecken) von Leopold von Auenbrugger (1722-1809) und Auskultation (Abhören des Körpers) von René Théophile Hyacinthe Laënnec (1781-1826), dem Erfinder des Stethoskops. 1839 veröffentlichte Škoda sein wohl bekanntestes und wichtigstes Werk, Abhandlung über Perkussion und Auskultation, das seinen Weltruhm begründen sollte. „Percussion of the chest, introduced by the Austrian L. Auenbrugger in his book, published in 1771 in Latin, remained unnoticed in his country. It was promoted, on the other hand, by J. N. Corvisart (1755-1821) in Paris, and together with auscultation, introduced by R. T. H. Laennec (1748-1822), the French clinicians moved ahead of the old Austrian school. Their diagnostic conclusions, however, were reached intuitively, and percussion or auscultation phenomena were ascribed as typical for specified organ disease (liver, lung, tuberculosis, etc.) Skoda reimported Auenbrugger’s use of percussion. His approach – in contrast to that of the French colleagues – was based solely on the objective description of physical signs. To him, the acoustic phenomena produced by percussion were not specific for a given organ, but for the amount of air or fluid; hollow, empty, tympanic, high, deep, clear, dull. Based on acoustic phenomena, Skoda tried to explain the physical changes in an organ and then, from the anatomical and pathologic possibilities, he reached a clinical diagnostic conclusion.”[2]

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Abb. 2    Titelblatt: Skoda, Joseph: Abhandlung über Perkussion und Auskultation. Wien: Bei J. G. Ritter von Mösle’s Witwe & Braumüller 1839.

Nachdem er ab 1838 eine Arbeitsstelle als Armenarzt in St. Ulrich (Wien-Neubau) angenommen hatte, kehrte er 1840 als Leiter an die neu eingerichtete Abteilung für Brustkranke im Allgemeinen Krankenhaus Wien zurück, die von Ludwig von Türkheim (1777-1846) eigens für ihn geschaffen worden war. Im selben Jahr gelang, zusammen mit Franz Schuh (1804-1865), die Punktion eines Herzbeutels. 1841 wurde Skoda zum Primar ernannt und stand neben der Abteilung für Brustkranke auch den Abteilungen für Innere Medizin sowie Hautkrankheiten vor. In den folgenden Jahren scheiterten Bewerbungen für Professuren in Prag und Wien, bis er schließlich 1846 zum Professor und Vorstand der Klinik für Innere Medizin in Wien ernannt wurde. Joseph Skoda hat ebenso wie Carl von Rokitansky eine Vielzahl von Schülern ausgebildet, mit denen die Wiener Primariate und internistischen Lehrkanzeln von Innsbruck und Graz versorgt wurden. Sein bedeutendster Schüler war Leopold Schrötter von Kristelli (1837-1908), der das klinische und sozialhygienische Erbe seines Lehrers antrat. Im Dezember 1871 wurde Skoda emeritiert, blieb allerdings weiterhin in diversen Ehrenämtern, u. a. als Ehrenpräsident der Gesellschaft der Ärzte in Wien. Bereits zu Lebzeiten spendete Skoda sein Vermögen diversen Armenhäusern und karitativen Einrichtungen.

Quellen:

Ehrlich, Anna: Ärzte, Bader, Scharlatane. Die Geschichte der Heilkunst in Österreich. Wien: Amalthea 2007.

Fejfar, Zdeněk und Ludmilla Hlavačkova: Joseph Skoda. In: Clinical cardiology. (20) 1997. S. 740-741.

Wyklicky, Helmut: Die Vollendung der Erfindungen von Auenbrugger und Laennec durch Josef Skoda. In: Wiener klinische Wochenschrift. (93) 1981/Nr. 15. S. 501.

Lesky, Erna: Die Wiener medizinische Schule im 19. Jahrundert. (= Studien zur Geschichte der Universität Wien, Bd. 6). Graz und Köln: Verlag Hermann Böhlaus Nachf. 1965.

Lesky, Erna: Joseph Skoda. In: Wiener klinische Wochenschrift. (68) 1956/Nr. 38/39. S. 726-729.

Text: Harald Albrecht

[1] Wyklicky, Helmut: Die Vollendung der Erfindungen von Auenbrugger und Laennec durch Josef Skoda. In: Wiener klinische Wochenschrift. (93) 1981/Nr. 15. S. 501.

[2] Fejfar, Zdeněk und Ludmilla Hlavačkova: Joseph Skoda. In: Clinical cardiology. (20) 1997. S. 740.

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [17]: Bibliothek Heinrich von Bamberger – Ein Teilbestand an der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin

Bibliothek Heinrich von Bamberger – Ein Teilbestand an der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin

An der Neuburger Lesky Bibliothek
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an der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin befindet sich als Teilsammlung die ehemaligen Bibliothek des zwischen 1872 und 1888 der II. medizinischen Klinik im Allgemeinen Krankenhaus in Wien vorstehenden Prof. Heinrich von Bamberger. Bamberger1Diese Bibliothek wurde spätestens 1913 von Max Neuburger am provisorischen Standort an der I. medizinischen Klinik für den Aufbau der Institutsbibliothek am Josephinum einverleibt. Sie gehört damit zu den ältesten Bibliotheksbeständen der heutigen Neuburger Lesky Bibliothek und umfasst zirka 600 Bände. Darunter befindet sich folgendes Werk aus dem Jahr 1521:
Ferrari de Gradi, Giovanni Matteo: Practica Jo. Matthei de gradi Cum tabula. Praxis in Nonvm Almansoris: omnibus medicine studiosis apprime necessaria: profundissimi artium & medicine doctoris dñi Joannis Matthei de gradi mediolanēsis: que a vertice ad plantam pedis vnius cuiusq particularis egritudinis signa: cuasas: & curas absolutissime discutit: nouissime post oēs īpressiones vbiq terraruz excussas: collatis multis exēplarib‘ affatim recognita: cūctisq mendis: & errorib‘ expurgata: ad ditis in margine qplurib‘ vtilissimis apostilis: nec nō reformato insigni repertorio qď oīa notabilia: distinctiones: & qq digna cognitu optime demōstrat. Adiūcto insup denuo singularissimo tractatu de febrib‘ dñi Antonij de gradi mediolanēsis: totā febriū materiā ad vnguē cōplectēte: quē in alijs Matthei de gradi practicis hactenus impressis non reperies. Venedig: Impressa mādato & expensis nobilis viri dñi Luceantonii de Giunta Florentini 1521.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin, Josephinische Bibliothek, Sign.: JB 442]

http://search.obvsg.at/primo_library

Bamberger2
Der Pathologe Heinrich von Bamberger (*27.12.1822 Ivonarka bei Prag, gest. 9.11.1888 Wien) war der Sohn von Koppel Dormitzer aus Rakonitz, einem Rabbi. Bamberger3Bamberger studierte Medizin an der Medizinischen Fakultät in Wien und Prag. Zu seinen Lehrern gehörten Josef von Škoda (1805-1881) und Carl von Rokitansky (1804-1878). Nach seiner Promotion 1847 arbeitete er zunächst am Allgemeinen Krankenhaus in Prag 1849/50 und danach zwischen 1851 bis 1854 als Assistent bei Johann von Oppolzer (1808-1871) in Wien. 1854 wurde er an die Universität Würzburg und 1872 zum Universitätsprofessor in Wien berufen, wo er als Nachfolger seines Lehrers Oppolzer bis 1888 als Professor und Vorstand der zweiten Medizinischen Universitätsklinik in Wien tätig war. Er war gemeinsam mit Ernst Fuchs (1851-1930) 1887 Mitbegründer der „Wiener klinischen Wochenschrift“ und ab 1886 Präsident der Gesellschaft der Ärzte in Wien. Sein Sohn Eugen von Bamberger (*5.9.1858 Würzburg, gest. 4.10.1921 Wien) war ebenfalls Mediziner, zunächst Assistent unter Carl Wilhelm Hermann Nothnagel (1841–1905) und ab 1891 als Primararzt der Internen Abteilung der Krankenanstalt Rudolfstiftung tätig.

Der Nachruf zu Heinrich Bamberger in: Neue Freie Presse vom 10.11.1888. S. 6.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=18881110&seite=6&zoom=33&query=%22bamberger%22&ref=anno-search

und S. 18.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=18881110&seite=18&zoom=33&query=%22bamberger%22&ref=anno-search

Literatur von Heinrich Bamberger an der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin:

Bamberger, Heinrich: Handbuch der speciellen Pathologie und Therapie (bearbeitet von Bamberger Heinrich u.a., red. Von Rudolf Virchov). Erlangen: Enke 1854-1876.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 2017]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8581288&pos=0&phys=

Bamberger, Heinrich: Antrittsrede, gehalten […] am 22. April 1872. In: Wiener medizinische Wochenschrift. (22) 1872. Sp. 415-417.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: Z10002/22]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8540538&pos=8&phys=

Bamberger, Heinrich: Lehrbuch der Krankheiten des Herzens. Braumüller: Wien 1857.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 860]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8540547&pos=1&phys=

Bamberg Heinrich: Manuale delle malattie del cuore e delle arterie. Padova: 1859.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 49297]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8540549&pos=10&phys=

Bamberg Heinrich: Krankheiten des chylopoetischen Systems. (= Handbuch der speciellen Pathologie und Therapie, hrsg. von Rudolf Virchow, Bd. 6,1). Erlangen: Enke 1855.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Gesellschaft der Ärzte Bibliothek, Sign. 2017/6,1]

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8540544#

Literatur:

Lesky, Erna: Die Wiener medizinische Schule im 19. Jahrhundert. (= Studien zur Geschichte der Universität Wien, Bd. 6). Wien: Böhlau 1965. S. 310 ff.

Neuburger, Max: Heinrich von Bamberger, der Begründer der Wiener klinischen Wochenschrift. In: Wiener klinische Wochenschrift. (50) 1937. S. 2-4.

Quellen:

Neue Freie Presse. 14. Mai 1914. S. 9.

Neues Wiener Journal. 16.12.1920. S. 3.

Die Neuzeit. 10.11.1888. S. 3.

Text: Walter Mentzel

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [16]: Böhler, Lorenz: Technik der Knochenbruchbehandlung. Mit 234 Abbildungen. Wien: Verlag von Wilhelm Maudrich 1929.

Böhler, Lorenz: Technik der Knochenbruchbehandlung. Mit 234 Abbildungen. Wien: Verlag von Wilhelm Maudrich 1929.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Lesky Bibliothek, Sign.: 42401]

http://search.obvsg.at/primo_library

ExLib

Abb. 1    Exlibris Lorenz Böhler

„Das Wichtigste bei der Behandlung eines Verletzten mit einem Knochenbruch ist, das Leben zu erhalten, dann folgt die Erhaltung des Gliedes, und wenn beides gelungen ist, muß man trachten, in möglichst kurzer Zeit die volle Gebrauchsfähigkeit des Gliedes wieder herzustellen.“[1]

Titelblatt
Abb. 2   Titelblatt: Böhler, Lorenz: Technik der Knochenbruchbehandlung. Mit 234 Abbildungen. Wien: Verlag von Wilhelm Maudrich 1929.

Lorenz Böhlers Technik der Knochenbruchbehandlung in der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin

Lorenz Böhlers Hauptwerk ist unbestritten die „Technik der Knochenbruchbehandlung“. Das Werk wurde zwischen 1929 und 1963 insgesamt 13 Mal aufgelegt und in acht Sprachen übersetzt. Es hatte ursprünglich 176 Seiten mit 234 Abbildungen. Der letzte Nachdruck des im Laufe der Zeit auf drei Bände angewachsenen Standardwerks aus dem Jahre 1996 hat 2.483 Seiten und etwa 4.800 Abbildungen. Die Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin besitzt eine Erstausgabe aus dem Jahr 1929 aus dem Privatbesitz von Lorenz Böhler. Es wurde im März 1967 persönlich von Böhler als Geschenk überreicht. Der Band trägt neben Böhlers Stempel sein wunderschönes privates Exlibris. Es handelt sich hierbei um jenes Exemplar, das Lorenz Böhlers Notizen, Anmerkungen, Änderungen und Erweiterungen für die zweite Auflage von 1930 enthält.

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Abb. 3    Böhler, Lorenz: Technik der Knochenbruchbehandlung. Mit 234 Abbildungen. Wien: Verlag von Wilhelm Maudrich 1929. S. 120.

Lorenz Böhler

Lorenz Böhler (15.01.1885 Wolfurt/Vorarlberg, gest. 20.01.1973 Wien) gilt neben Ludwig Rehn (1849-1930), Martin Kirschner (1879-1942), Heinrich Bürkle de la Camp (1895-1974) und Gerhard Küntscher (1900-1972) als einer der Wegbereiter der modernen Unfallchirurgie. Er stammte aus einer Handwerkerfamilie und studierte ab 1905 Medizin an der Universität Wien wo er 1911 zum Doktor der gesamten Heilkunde promoviert wurde. Schon vor dem ersten Weltkrieg beschäftigte sich Böhler intensiv mit den Methoden der operativen Knochenbruchbehandlung als er auf einer Studienreise in Chicago und an der Mayo Clinic in Rochester/Minnesota weilte. Während des Ersten Weltkrieges stand er einem Lazarett in Bozen, einer Spezialabteilung für Knochenschussbrüche und Gelenkschüsse, vor. Ein Augenzeuge aus dieser Zeit berichtete: „Ich erlebte hier die großartige, imponierende Systematik der Arbeit dieses Mannes, die, wie ich mit der Zeit erfuhr, sein ganzes wissenschaftliches Wirken bestimmte. Da lagen in einem Saal die Oberarmbrüche, im anderen die Unterarmbrüche, im dritten die Schenkelhalsfrakturen, im nächsten die Oberschenkelschußbrüche, in einem anderen die Unterschenkelfrakturen. Am Galgen liefen die Züge zur Einrichtung der verschobenen Knochenbrüche über Rollen. Es war die Ordnung um der Sache willen. Mit Farbstift war auf jedem Gipsverband die Art des Bruches aufgezeichnet, ferner die Daten vom Anfang der Behandlung mit Gipswechseln oder Eingriffen, kurz alles, was zur schellen Orientierung Wissenswertes nötig schien. Auf den sinnvollen Prinzipien des Zuges und Druckes der Ruhigstellung beruhte die Scheinbar so einfache Behandlung.“[2] Alles wurde spezialisiert und genormt, genau dokumentiert und für spätere Analysen statistisch erfasst.

Ab 1919 trat Lorenz Böhler mit der Allgemeinen Unfallversicherung (AUVA) in Wien in Kontakt. Er versuchte den Vorstand mit Hilfe seiner Bozener Statistiken von einer spezialisierten Behandlung in einem eigenen Unfallkrankenhaus zu überzeugen und versprach durch seine planmäßige Behandlung der Frischverletzten die Zahl und Höhe der vorrübergehenden und der Dauerrenten der Wiener AUVA um 50%-70% senken zu können. Schließlich eröffnete die AUVA 1925 in Wien 20, Webergasse 2-6, ihr erstes Unfallkrankenhaus mit Lorenz Böhler als Ärztlichem Direktor. Am 29. März 1930 habilitierte er sich für das Fach Chirurgie an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien und 1936 wurde ihm der Titel eines a.o. Universitätsprofessors verliehen.

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Abb. 4    Illustrierte Kronen-Zeitung. 19. Jänner 1926. Nr.9337. S. 3.

Lorenz Böhler war seit März 1934 Mitglied der Vaterländischen Front, der Einheitspartei des austrofaschistischen Ständestaates. Bereits im Februar 1938 wurde er Mitglied der NSDAP, später noch der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt, des Reichsluftschutzbundes, des Nationalsozialistischen Deutschen Ärztebundes und schon ab Juni 1938 war er förderndes Mitglied der SS. Während des Zweiten Weltkrieges war er hauptsächlich Oberfeldarzt im Reservelazarett XIa (Rudolfstiftung, 1030 Wien). Nach 1945 verlor Böhler seine Lehrbefugnis an der Universität Wien, erhielt diese jedoch 1947 durch den persönlichen Einsatz von Karl Renner (1870-1950) und anderer wieder zurück. 1954 wurde ihm der Titel eines o. Universitätsprofessors durch den Bundespräsidenten verliehen. Er leitete das Unfallkrankenhaus bis zu seiner Pensionierung 1963. Lorenz Böhler war 1957 als Bundespräsidentschaftskandidat der FPÖ im Gespräch und hatte bereits zugesagt, als er kurz danach durch den nun gemeinsamen Kandidaten von ÖVP und FPÖ, Wolfgang Denk (1882-1970), ebenfalls Chirurg, ersetzt wurde. Denk verlor die Wahl gegen Adolf Schärf (1890-1965), den Kandidaten der SPÖ.

Quellen:

Lehne, Inge: Lorenz Böhler. Die Geschichte eines Erfolges. Maudrich: Wien u.a. 1991.

Wyklicky, Helmut: Lorenz Böhler zum 100. Geburtstag. Sonderdruck aus: Unfallchirurgie (11) 1985/Nr. 3. S. 103-106.

Skopec, Manfred: Begründer der Unfallchirurgie. Lorenz Böhlers neue Prinzipien. In: Das größere Österreichbuch. Geistiges und soziales Leben von 1880 bis zur Gegenwart. Hrsg. von Kristian Sotriffer. Wien: Edition Tusch 1982. S. 292-295.

Text: Harald Albrecht

[1] Böhler, Lorenz: Technik der Knochenbruchbehandlungen. Mit 234 Abbildungen. Wien: Verlag von Wilhelm Maudrich 1929. S. 1.

[2] Skopec, Manfred: Begründer der Unfallchirurgie. Lorenz Böhlers neue Prinzipien. In: Das größere Österreichbuch. Geistiges und soziales Leben von 1880 bis zur Gegenwart. Hrsg. von Kristian Sotriffer. Wien: Edition Tusch 1982. S. 294.

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