Archiv der Kategorie: News

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Die Universitätsbibliothek trauert um Bruno Bauer

Die Universitätsbibliothek trauert um Bruno Bauer

Wir trauern um unseren lieben und sehr geschätzten Kollegen und Vorgesetzten, Mag. Bruno Bauer, den langjährigen Leiter der Universitätsbibliothek, der am 1. Dezember 2020 völlig unerwartet von uns gegangen ist.

Sein Tod hinterlässt in der deutschsprachigen Bibliothekslandschaft ein großes Loch. Als Präsident der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare war er maßgeblich an der Entwicklung des österreichischen Bibliothekswesens beteiligt. Durch seine Vortragstätigkeit in der universitären Bibliotheksausbildung gab er sein großes Wissen vielen Generationen von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren weiter. Im Bereich Open Access wurde seine umfassende Expertise weit über die MedUni Wien hinaus anerkannt. Weiters trug er als Pionier auf dem Gebiet e-only wesentlich zur Transformation vom gedruckten zum elektronischen Bibliotheksangebot bei.

Er war ein kluger Kopf, strukturierter Denker, großer Diplomat und Stratege, stets visionär, innovativ, zukunftsorientiert.

Wir verlieren mit Bruno Bauer einen verständnisvollen, auf Kollegialität und das Wohl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedachten Chef. Das ausgezeichnete Betriebsklima ist nicht zuletzt seiner umsichtigen, von Achtung und Respekt getragenen Führung zu verdanken.

Mag. Karin Cepicka und das gesamte Team der Universitätsbibliothek

Am 08.12. und am 09.12.2020 ist die Bibliothek (POP UP COUNTER) GESCHLOSSEN!

Neuer POP UP COUNTER für Studienjahr 2020/21

Wir freuen uns, dass wir für Sie für das Studienjahr 2020/21 ab 12. Oktober 2020 einen winterfesten POP UP COUNTER an der Universitätsbibliothek einrichten konnten.

Der Zugang erfolgt über die Nordseite des AKH (vom Haupteingang links!).
Lageplan:

Am 08.12. und am 09.12.2020 ist die
Bibliothek (POP UP COUNTER) geschlossen.

Covid-19- bedingte Öffnungszeiten.:
MO, MI, FR 11-16 Uhr
DI + DO 11-19 Uhr

ab 24.12. Weihnachtsöffnungszeiten

Bitte beachten Sie:

Bücher online vorbestellen
Buchbestellung über das Benutzer*innenkonto–> dann Entlehnung von Büchern ausschließlich nach erfolgter Benachrichtigung per E-Mail

Gebührenbegleichung über Kassenautomat ist wieder möglich.

Terminal für Studierendenausweise ist wieder benutzbar.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass nicht alle unsere Services im Normalbetrieb angeboten werden können.

Was wir für Sie anbieten können:

  • Abholung von bereitgestellten Büchern
  • Rückgabe von Büchern, Rückgabe auch durch andere Personen möglich
  • Abholung von Literaturbestellungen
  • Verlängerung der Bibliothekskarte
  • Gebührenbegleichung über Kassenautomat
  • Terminal für Studierendenausweise
  • Benutzung unserer E-Ressourcen mit MedUni Wien-Remote-Account (für Angehörige und Studierende der MedUni Wien) 

Was wir Ihnen leider noch nicht anbieten können:

  • Recherche vor Ort
  • Zugang zu den Bücherregalen (Freihandbereich und Magazin)
  • Kopiermöglichkeiten
  • Nutzung der Leseplätze

Worum wir Sie bitten:

  • Eigene MN-Schutzmasken
  • Abstand halten
  • Hände desinfizieren

*************************************** 

Hier finden Sie die genaue Anleitung, wie Sie die gewünschten Medien über Ihr Benutzer*innenkonto vormerken können –>PDF

Neuerwerbungen–>

Recherche im Bibliothekskatalog–>

Remote Access (OFF-Campus)–>

Neuerwerbungen im Dezember 2020

Der Bestand der Bibliothek wird durch zahlreiche interessante
Neuerwerbungen laufend erweitert. Besuchen Sie unsere virtuelle Buchausstellung, lesen Sie die eBooks oder bestellen Sie aktuelle Bücher…

–>Neuerwerbungen im Dezember 2020–>

alle Neuerwerbungen 2020–>

FAQ: Vormerken/Bestellen von Büchern, CDs, Lernmaterialien

Anmeldung Benutzer*innenkonto–>

Recherche im Bibliothekskatalog–>

Foto: M.Hartl

Datenbank des Monats – DynaMed (+Covid-19 auf DynaMed)

Datenbank des Monats – DynaMed

https://www.dynamed.com/

Die Plattform DynaMed ist ein evidenzbasiertes, klinisches Referenztool, das von Ärzten direkt für den Einsatz am Behandlungsort entwickelt wurde. DynaMed unterstützt Ärzte dabei, die bestmöglichen Entscheidungen für Ihre Patienten zu treffen. Die Datenbank enthält mehr als 4.500 klinische Themen inklusive zahlreicher Unterthemen für den Einsatz am Behandlungsort. Das DynaMed Team sichtet über 500 renommierte Fachzeitschriften sowie Publikationen von 100 Fachgesellschaften in einem strikt evidenzbasierten redaktionellen Prozess.

Inhaltlich bietet DynaMed:

  • Spezifische evidenzbasierte Informationen zu Erkrankungen mit mehr als 1.500 Abschnitten speziell zu Auswertung, Diagnose und Behandlung sowie zu Vorbeugung, Früherkennung, Prognosen, Epidemiologie und Ätiologie aus über 25 medizinischen Disziplinen
  • Übersichten und Empfehlungen zu Krankheiten mit besonderem Fokus auf Evaluation und Krankheitsmanagement mithilfe von über 1.100 GRADE-Klassifikationen
  • Mehr als 1.900 Arzneimittelinformationen inklusive Inhalten zu Wechselwirkungen und IV Kompatibilität
  • Mehr als 600 Laborinformationen
  • Inhalte mit Fokus auf Symptom- und Differentialdiagnosen mit Informationen zu diagnostischen und interventionellen Prozeduren
  • Mehr als 100.000 prägnante Zusammenfassungen von Evidenzen
  • Über 20.000 Leitlinien zur klinischen Praxis, sortiert nach Thema und Region
  • Wöchentlich werden ca. 50 neue Zusammenfassungen von Evidenzen hinzugefügt
  • Über 650 verschiedene Kalkulatoren, die die wichtigsten medizinischen Gleichungen hinsichtlich der Dosierung abdecken sowie Decision Trees, Umrechnung von Dosierungen etc.
  • Optimierter Zugriff auf zusätzliche Informationen wie etwa ICD Codes, Patienteninformationen
  • Zugriff auf die OriginalquellenFür den Campus der MedUni Wien lizenziert und freigeschaltet.

https://www.dynamed.com/

=> Covid-19 auf DynaMed

Datenbanken »

Gastautor Prof. Dr. Peter Heilig: COCA, FREUD und (Coca-) KOLLER

COCA, FREUD und (Coca-) KOLLER

‚Coca-Koller‘ pflegte Sigmund Freud seinen Freund Karl Koller zu nennen, nach seiner weltweit aufsehenerregenden Entdeckung. Erstmals, am 15. September 1884, in der Versammlung deutscher Augenärzte in Heidelberg wurde Kollers Kokain-Lokalanästhesie vorgestellt. Als  Sekundararzt der Zweiten Wiener Augenklinik hatte er sie eingeführt. Vergeblich hatte er bereits Chloral, Brompräparate und Morphium etc. getestet. Trotz anfänglicher Mißerfolge ließ er sich keineswegs entmutigen. „Obschon erfolglos, hatten diese Versuche doch die Wirkung, daß ich vorbereitet war die Gelegenheit zu erfassen, sobald ich einem wirklichen Lokalanästhetikum begegnen würde“.

Im Sommer des Jahres 1884 ‚fiel der Groschen‘: Sigmund Freud und Karl Koller standen inmitten einer Gruppe junger Sekundarärzte im Hof des Allg. Krankenhauses. Einer der Kollegen klagte über Zahnschmerzen. S. Freud reagierte daraufhin prompt: „Ich glaube Ihnen  kann geholfen werden!“ Ein paar Tropfen vom Extrakt der Koka-Pflanze stillten die Schmerzen ‚im Augenblick‘.

„Meinem Freunde, dem Augenarzt L. Königstein, legte ich nahe zu prüfen inwieweit sich die anaesthesierenden Eigenschaften des Kokains am kranken Auge verwerten ließen. Als ich vom Urlaub zurückkehrte, fand ich, daß nicht er, sondern ein anderer Freund, Karl Koller die entscheidenden Versuche am Tierauge angestellt hatte. Er gilt darum mit Recht als der Entdecker der Lokalanaesthesie mit Kokain“  sowie – „Ich habe meine damaligen Versäumnisse meiner Braut nicht nachgetragen“ meinte Sigmund Freud etwas kryptisch.

S. Freud war in erster Linie an der zentralen Wirkung von Kokain interessiert; Karl Koller untersuchte die lokalanaesthetischen Effekte am Auge. Der Pharmakologe B. von Anrep hatte im Jahre 1880 die Kokain-Lokalanaesthesie ‚übersehen‘, die K.- Mydriasis jedoch erwähnt. „Herr von Anrep ging an dieser Entdeckung vorbei, so hart er auch an ihr war. Die Wunderblume hatte ihm entgegengeleuchtet, er aber sah nicht ihren Schein“, so formulierte dies Josef Meller als Festredner poetisch-blumig am fünfzigsten Jahrestag (1934) der Kokain- Lokalanaesthesie-Geburtstunde.

Zweiprozentige Kokainlösung anästhesierte Conjunctiva und Cornea eines Versuchstieres und machte es völlig unempfindlich gegen taktile, chemische, thermische und elektrische Schmerzreize. In Selbstversuchen, in Praktika und schließlich bei der entscheidenden Anwendung am Patienten zeigte sich das volle Potential dieser Substanz: Die erste Cataractoperation in Lokalanaesthesie wurde am 11. September 1884 durchgeführt – eine Sternstunde – nicht nur für die Ophthalmologie. Noch nie hatte eine Nachricht so schnell die Runde um den Erdball gemacht.

Karl Kollers sehnlicher Wunsch als Assistent an die Wiener Augenklinik aufgenommen zu werden, ging nicht in Erfüllung. Ein Kollege hatte ihn böse insultiert; es kam zum damals unvermeidlichen (verbotenen) Duell; dies erinnert ein wenig an Schnitzler’s ‚Lieutenant Gustl‘ und den ‚Ehrenkodex‘. 1885 verließ Koller gezwungenermaßen die Klinik, für die er im höchsten Maße qualifiziert gewesen wäre. Seine ophthalmologische Fachausbildung erhielt er am Gasthuis voor Oglijders in Utrecht um schließlich in USA am Mount Sinai und Montefiori Hospital (bis 1942) als erfolgreicher Augenarzt weitere Karrieregipfel zu erleben – „He received many distinctions during his life span.“  Mehrmals war er für den Nobelpreis in Medizin und Physiologie nominiert worden. Karl Koller starb am 22. März 1944 in New York.

Eduard Jaeger von Jaxtthal (* 25. Juni 1818, † 5. Juli 1884) fungierte nur für kurze Zeit als Vorstand  der II. Wiener  Universitäts-Augenklinik, von 1883 bis 1884. In diesem Hause, im Interregnum unter August Ritter von Reuss, initiierte Koller die örtliche Betäubung, welche den Patienten unerträgliche  Schmerzen ersparte und der Ophthalmochirurgie ermöglichte ihr hohes Niveau zu erreichen. 

Epilog: Was blieb von der ruhmreichen Vergangenheit der Zweiten Wiener Universitäts- Augenklinik, was erinnert an Sternstunden und Meller’s Wunderblume ? Etwa der Cocain-Test (Horner*-Syndrom). Doch andere Pharmaka treten nun an die Stelle des berühmt- berüchtigten Kokain – gleichsam eine Metapher: Surrogate statt Originale . .

Ueber die Verwendung des Cocaȉn zur Anästhesirung am Auge. Von Dr. Karl KOLLER, Sekundararzt des k. k. Allgemeinen Krankenhauses in Wien. Vortrag, gehalten in der Sitzung der k. k. Gesellschaft der Aerzte vom 17. Oktober 1884. Wr. Med. Wochenschr. (1884) 43/44; 1276-1278/1310-1312

 Koller C (1884) On the Use of Cocaine for Producing Anæsthesia on the Eye. Lancet II: 990-992

Lesky E (1981) Meilensteine der Wiener Medizin. Große Ärzte in drei Jahrhunderten. Maudrich

Wyklicky H (1984) Zur Geschichte der Augenheilkunde in Wien. C. Brandstätter

Hirschmüller A (Ed) (1996) Sigmund Freud. Schriften über Kokain. Fischer

Grzybowski A (2008) Cocaine and the Eye: A Historical Overview. Ophthalmologica; 222: 296-301

*Johann Friedrich Horner, Schweizer Ophthalmologe, hatte ebenfalls in Wien bei Eduard Jaeger von Jaxtthal gearbeitet.

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Katharina und Peter Heilig
VIDEO ON DEMAND: KUNSTLICHT IN UNSEREN AUGEN:
https://youtu.be/k9k_wG5lacA

Weitere Beiträge–>

TOP-JOURNAL des Monats: NATURE REVIEWS NEUROSCIENCE (Impact Factor: 33.654)

Die Universitätsbibliothek stellt die medizinischen Top-Journals am Campus der MedUni Wien und via Remote Access  zur Verfügung.

Das  TOP-JOURNAL des Monats im Van Swieten Blog ist:

NATURE REVIEWS NEUROSCIENCE

Zu den Volltexten: Jg. 1, H. 1 (2000) – 

Die ersten 20% der Zeitschriften eines bestimmten Fachgebietes im Journal Citation Reports JCR (geordnet nach der Höhe des Impact Factors) sind TOP-JOURNALE.

Mit dem Impact Factor 33.654 (2019) ist NATURE REVIEWS NEUROSCIENCE ein Top-Journal in der Kategorie: NEUROSCIENCES — SCIE

ISSN: 1471-003X
12 issues/year

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [118]: Hugo Klein (1863-1937) – Frauenarzt, Gynäkologe – Frauenrechtsaktivist und Begründer des Mutterschutzes in Österreich

Hugo Klein (1863-1937) – Frauenarzt, Gynäkologe – Frauenrechtsaktivist und Begründer des Mutterschutzes in Österreich

Text: Dr. Walter Mentzel

Hugo Klein initiierte als praktizierender Frauenarzt eine Reihe von Vereinen und Einrichtungen zur Verbesserung der Situation schwangerer und vor allem unehelicher Frauen und deren Kinder. Als Gründer des Österreichischen Bundes für Mutterschutz und des Ottakringer Mütter- und Säuglingsheimes in Wien, wo er in leitenden Positionen tätig war, galt er schon zu seinen Lebzeiten als Vater des Mutterschutzgedankens. Zu seinen engen Wegbegleiter*innen, die ihn auch bei seinen Aktivitäten unterstützten und mit ihm in zahlreichen Vereinigungen zusammen arbeiteten, zählten der Jurist und Abgeordnete zum Reichsrat und 1918/19 Mitglied der Provisorischen Nationalversammlung Julius Ofner (1845-1924), der Kinderarzt Karl Josef Friedjung (1871-1946) sowie Frauenrechts- und Friedensaktivistinnen wie Rosa Mayreder (1858-1938) und Olga Misar (1876-1950).

Hugo Klein wurde am 19. Juni 1863 als Sohn des aus Budapest stammenden Unternehmers und Inhabers der Firma Ruff & Klein, David Abraham Klein, und Elise, geborene Rosenberg, in Wien geboren. Er studierte an der Universität Wien Medizin und schloss das Studium am 10. April 1886 mit seiner Promotion ab. 1893 heiratet er Marie Kadelburg (*14.7.1871), mit der er gemeinsam die Tochter Maria Anna hatte. Nach dem Studium arbeitete er als Assistent an der Abteilung für Frauenkrankheiten an der Wiener Poliklinik und führte daneben eine Arztpraxis in Wien 2, Stephaniestraße 2 (Stephaniehof) (heute Hollandstraße) und ab 1893 in Wien 1, Vorlaufstraße 5.

Abb. 1    Hugo Klein. In: Die Unzufriedene. 6.2.1932. S. 4

Mutterschutz und Pflegeausbildung – Der Verein „Lucina“

Sein Engagement auf dem Gebiet des Mutterschutzes lässt sich erstmalig im Jahr 1895 nachweisen, als er zur Ausbildung von Wöchnerinnenpflegerinnen und eines Wöchnerinnenasyls Statuten für einen Frauenverein ausarbeitete und Proponenten für die Vereinsgründung zu gewinnen versuchte. Dabei stützte er sich auf die Arbeiten von Johannes Benjamin Brennecke (1849-1931) und nahm Anleihen an dessen 1880 in Magdeburg errichteten Wöchnerinnenasyl und Provinzial-Hebammenlehranstalt. Im Dezember des Jahres 1896 kam es schließlich im Rahmen des Wissenschaftlichen Clubs zur konstituierenden Generalversammlung des „Vereins zur Begründung und Unterhaltung von Wöchnerinnenasylen und zur Heranbildung von Wochenpflegerinnen“ sowie zu seiner Wahl in den Vereinsausschuss. Mitwirkende an diesem Vorhaben waren u.a. der Schriftsteller Heinrich Glücksmann (1863-1943) und die Schriftstellerin und Frauenrechtsaktivistin Rosa Mayreder.[1] Dem Verein, der den Namen „Lucina“ erhielt und seinen Sitz in Wien 1, Oppolzergasse 4 hatte, standen als gewählte Präsidentin Marie Auspitz (1842-1919) und als Vizepräsidentinnen Olga Lewinsky (1853-1935) und Sophie Necker (1861-1919) vor. Seine programmatischen Vorstellungen, die er mit der Vereinsgründung verband stellte er im August 1897 vor der Versammlung des Unterstützungs-Vereines für Hebammen vor.[2] 1899 erhielt der Verein von der Gemeinde Wien in Wien-Favoriten in der Knöllgasse 22-24, inmitten eines ArbeiterInnen- und Elendsviertel, einen Baugrund überlassen, auf dem das erste österreichische Wöchnerinnenheim unter dem Namen „Kaiserin Elisabeth-Wöchnerinnenheim“ errichtet wurde und dessen Leitung Hugo Klein übernahm. Hier konnten gänzlich verarmte Mütter kostenfrei entbinden.[3] Das Heim verfügte um 1908 durch bereits erfolgte Zubauten zirka 40 Betten, zwei Kreißsäle und einen Operationssaal, in dem jährlich bis zu 800 Geburten durchgeführt wurden. Das Heim war auch eine Ausbildungsstätte für Pflegerinnen, wo Schülerinnen nach der Absolvierung einer dreimonatigen theoretischen Ausbildung in der praktischen Arbeit eingeschult wurden. Berichte über diese Anstalt finden sich in der Neuen Freien Presse und dem „Das interessante Blatt“. 1902 trat Klein wegen Zerwürfnissen mit der Vereinsleitung von seiner Funktion als Anstaltsarzt und als Vereinsorgan zurück.

Abb. 2    Kaiserin Elisabeth-Wöchnerinnenheim. In: Das interessante Blatt. 21.2.1901. S.2.

Abb. 3    Einzelzimmer bei der Aufnahme. In: Das interessante Blatt. 21.2.1901. S.2.

Abb. 4    Krankensaal mit Wiegen der neugeborenen Kinder. In: Das interessante Blatt. 21.2.1901. S.2.

Um diese Zeit war er auch Vorstandsmitglied und gemeinsam mit Josef Breuer (1842-1925) im Beirat der von Regine Ulmann (1847-1939) geleiteten „Frauenvereinigung für soziale Hilfstätigkeit“ aktiv, die sich speziell der Kranken- und Armenpflege annahm.[4] Weiters engagierte er sich im Unterstützungs-Verein für Hebammen,[5] im Komitee der 1905 gegründeten „Fürsorgestelle für unbemittelte Kurbedürftige“, im Verein für erweiterte Frauenbildung, in der Österreichischen Liga zur Bekämpfung des Mädchenhandels sowie im Kuratorium des Wohlfahrtsfonds des Akademischen Vereines für Sexualhygiene in Wien[6] und während des Ersten Weltkrieges im „Kuratorium der Kriegspatenschaft für hilfsbedürftige Mütter und Säuglinge in der Kriegszeit“.[7]

„Verein zur Verbesserung der Frauenkleidung“

1902 gründete Klein gemeinsam mit Elisabeth Semek zur Propagierung einer rationellen und Gesundheitsschäden vermeidenden Reformkleidung den „Verein zur Verbesserung der Frauenkleidung“, der später in „Verein Frauenkleidung und Frauenkultur“ und zuletzt in „Verein zur Reform der Frauenkleidung“ unbenannt wurde. Dafür entwarf Klein 1903 einen von ihm konstruierten Hüftgürtel, den er in der Wiener geburtshilflich-gynäkologischen Gesellschaft vorstellte.[8]

Klein, Hugo: Ueber Leibbinden. Sonderabdruck aus: Wiener klinische Rundschau. Wien: Verlag der „Wiener klinischen Rundschau“ 1903.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Abb. 5    Titelblatt: Klein: Ueber Leibbinden. […]. Wien: 1903.

Abb. 6    Klein: Ueber Leibbinden […]. Wien: 1903. S. 8.

Am Gründungskonvent hielt der Architekten Adolf Loos (1870-1933) einen Vortrag zur „Psychologie der Frauenkleidung“.[9] In den folgenden Jahren thematisierte Klein die Idee einer Reform der Frauenkleidung („Nieder mit dem Mieder“), die er vor allem durch seine Vortragstätigkeit, wie beispielsweise vor der „Vereinigung der arbeitenden Frauen“,[10] sowie in sozialdemokratischen Frauenversammlungen, zu verbreitern versuchte. Im Verein wirkten u.a. der Galerist Hugo Haberfeld (1875-1946)[11], oder der Schriftsteller Wilhelm Dworaczek (Pseudonym) Wilhelm Paul (1873-1916).[12] Öffentlich wirksam erwies sich seine von ihm arrangierte und vom Verein in Wien 1904 durchgeführte Ausstellung zur Reformkleidung, in der neben einzelnen von Vereinsmitgliedern hergestellten Exponaten auch nach Angaben von Ärzten und Künstlern individuell angefertigte Modeschöpfungen Wiener Modefirmen präsentiert wurden. In einem eigenen Schauraum wurde durch eigens plastisch angefertigte skelettierte Frauenkörper, die durch die traditionelle Frauenbekleidung hervorgerufenen körperlichen Schäden zur Abschreckung drastisch dargestellt.[13]

Nach seinem Ausscheiden aus dem Verein „Lucina“ war Hugo Klein 1903 Mitgründer und Vorstandsmitglied der Auskunftsstelle für Wohlfahrtseinrichtungen, die als eine Anlaufstelle für Hilfesuchende zur Orientierung gedacht war.[14] 1906 initiierte er unter Mitwirkung des Philosophen und Pädagogen Wilhelm Jerusalem (1854-1923), des Politikers Julius Ofner (1845-1924) und des Kinderarztes Karl Josef Friedjung in dem von ihm einberufenen „philanthropischen Komitee“ die Gründung eines „Österreichischen Bundes für Mutterschutz“ für verarmte, hilf- und schutzlose Mütter und deren Kinder.[15] Als Vorbild diente der in Berlin existierende „Bundes für Mutterschutz in Deutschland“. Nachdem der Verein sich im Jänner 1907 konstituiert hatte, kam es zur Wahl von Klein zum Vorsitzenden.[16] Als langjährige Vizepräsidentin fungierte ab 1908 Rosa Feri-Fliegelmann (1878-1942, KZ Theresienstadt). Im Verein, der auch als Mitglied dem „Bund österreichischer Frauenvereine“ angehörte, waren Politiker, Juristen, ÄrztInnen und Pädagogen wie der Gynäkologe Friedrich Schauta (1849-1919), der oben erwähnte Professor für Kinder- und Jugendheilkunde Karl Josef Friedjung, Sigmund Freud, Rosa Mayreder, Julius Ofner oder Marianne Hainisch (1839-1936) tätig.[17] Als Vereinsorgan – unter der Redaktion der Schriftstellerin und Frauen- und Friedensaktivistin Olga Misar – bestanden seit 1911 die „Mitteilungen des Österreichischen Bundes für Mutterschutz“. In den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellte diese Organisation den Beratungsdienst für uneheliche Mütter und deren Kinder, der neben der Klärung juristischer Fragen auch eine ärztliche und soziale Beratung anbot. Dem Grundsatz von Karl Josef Friedjung folgend, das Mutterschutz das bestes Mittel zum Jugendschutz sei, forderte der Bund den gewerblichen Schutz für Mütter, eine obligatorische Krankenversicherung, eine daran anzugliedernde Mutterschutzversicherung und die Gleichstellung unverheirateter Mütter und unehelicher Kinder vor dem Gesetz.[18] In diesem Kontext wandte sich der Bund auch durch Intervention mittels einer Petition an den österreichischen Reichsrat zur Reform der Arbeitsversicherung.[19] Der Bund für Mutterschutz richtete in Wien 16, Maderspergerstraße 2, ein Mütter- und Säuglingsheim ein, dass nach den Vorstellungen von Klein nicht als Wohltätigkeitsinstitution sondern als soziale Einrichtung geführt wurde und demensprechend mit der bisherigen Pflege- und Aufnahmepraxis an Wohlfahrtseinrichtungen brach und gezielt unverheirateten Frauen seine Unterstützung anbot. Laut den zeitgenössischen Statistiken des Vereines beanspruchten überwiegend arbeitslose Frauen, Frauen, die während ihrer Schwangerschaft ihren Arbeitsplatz verloren hatten, sowie Hausgehilfinnen und obdachlose Frauen den Verein oder das Mütterheim. In dieser Einrichtung bekleidete Klein das Amt des Direktors.

Abb. 7    Die Mutter. 16.4.1925, S. 15.

Abb. 8    Die Mutter. 16.4.1925. S. 15.

Zu diesem Mutter- Frauenasyl erschienen ausführliche Berichte: 1923 von Max Winter[20] (1870-1937), 1925 in der Zeitschrift „Die Mutter[21], 1928 in der Zeitung „Der Tag[22] und im selben Jahr ein Artikel von Käthe Leichter[23] (1895-1942, NS-Tötungsanstalt Bernburg) sowie 1932 in der Wiener Medizinischen Wochenschrift anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Vereins,[24] ein weiterer in der Zeitung „Die Unzufriedene“.[25]

Seine Tätigkeit auf dem Gebiet des Mutter- und Jugendschutzes brachte Klein internationales Ansehen ein, das sich auch in seiner Präsenz an internationalen Konferenzen, wie u.a. am I. internationalen Kongress für Mutterschutz und Sexualreform in Dresden 1911 niederschlug, auf dem er über die soziale Lage unehelicher Mütter und ihrer Kinder referierte.[26]

In der Ersten Republik wurde er 1921 mit dem Titel eines Obermedizinalrates ausgezeichnet,[27] und nahm seine Vortragstätigkeit wieder auf u.a. im Rahmen des Sozialdemokratischen Schulvereins Freie Schule und der Kinderfreunde, zu den Themen „Nie wieder Krieg“, Erziehung, Kulturbewegung und der Elternmitbestimmung in den Elternräten.[28] Eine weitere von ihm mitgestaltete Einrichtung zur fachkundigen Beratung, bestand in der von ihm 1926 mitgegründeten „Gemeinschaft für Mutter- und Erziehungsberatung, in der neben ihm ÄrztInnen wie Felix Bauer, Marie Frischauf-Pappenheim (1882-1966), Karl Josef Friedjung, Mina Margulies, Dora Brücke-Teleky (1879-1963) oder Siegfried Weiss ihre Dienste anboten.[29] 1928 finden wir ihn als Unterzeichner einer Petition an den Nationalrat zur Abschaffung des § 144 (straffreier Schwangerschaftsabbruch),[30] und 1929 als Teilnehmer am österreichischen Fürsorgetag, auf dem er Freiwohnungen zur Bekämpfung der Wohnungsnot, Freitische für mittellose Mütter und weitere Unterbringungsstätten für Schwangere und junge Mütter forderte.[31] 1935 bereits 72-jährig – legte er die Präsidentschaft des Vereines Bund für Mutterschutz zurück. Klein verstarb am 26. Mai 1937 in Wien. Nach seinem Tod kam es im November 1937 zur Auflösung des Vereins „Österreichischer Bund für Mutterschutz“ und des Mütterheimes in Wien 16. Der Verein beriet während seiner dreißigjährigen Tätigkeit zirka 10.000 Mütter und nahm im Mutterheim zirka 4.000 Frauen und ihre Kinder auf.[32]

Publikationen:

Klein, Hugo: Wöchnerinnenheim des Vereins „Lucina“. In: Neues Frauenleben. (12/5) 1904.

Klein, Hugo: Ein Fall von ektopischer Schwangerschaft. Bauchschnitt. Genesung. In: Wiener Medizinische Wochenschrift. (44/39) 1895. Sp. 1660-1661.

Quellen:

Archiv der IKG Wien, 1863, Klein Hugo.

UAW, Dekanat, Promotionsprotokoll – 1874-1890, Sign. 186, Zl. 1798, Klein Hugo.

UAW, Dekanat, Rigorosenprotokoll – 1872-1894, Sign. 177, Zl. 192a, Klein Hugo.

[1] Neues Wiener Journal. 6.12.1896. S. 5.

[2] Hebammen-Zeitung. 30.8.1897. S. 1.

[3] Ulmann, Regine: Blatt der Hausfrau. H. 33. 1900. S. 2. Arbeiter Zeitung. 5.1.1899. S. 4. Hebammen-Zeitung. 15.9.1900. S. 3.

[4] Neue Freie Presse. 5.12.1898. S. 3; 22.3.1904. S. 8.

[5] Hebammen-Zeitung. 30.8.1897. S. 1.

[6] Neues Wiener Journal. 12.4.1905. S. 5; Wiener Zeitung. 22.12.1905. S. 4; Bericht der Österreichischen Liga zur Bekämpfung des Mädchenhandels. 1910. S. 26; Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe). 2.3.1914. S. 4.

[7] Neue Freie Presse. 26.11.1914. S. 11.

[8] Die Zeit. 15.12.1903. S. 14.

[9] Neues Wiener Journal. 22.4.1902. S. 4.

[10] Österreichische Frauenrundschau – Mitteilungen der Vereinigung der arbeitenden Frauen. Oktober 1903. S. 1.

[11] Neue Freie Presse. 18.3.1903. S. 7.

[12] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe). 22.4.1903. S. 8.

[13] Neue Freie Presse. 22.1.1904. S. 8.

[14] Illustriertes Wiener Extrablatt. 17.5.1903. S. 4.

[15] Die Zeit. 30.12.1906. S. 6.

[16] Arbeiter Zeitung. 24.1.1907. S. 7.

[17] Rechenschaftsbericht des Bundes Österreichischer Frauenvereine. 1907, S. 14.

[18] Hruschka, Ella: Verfemte Mütter. In: Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe). 16.2.1907. S.1-2.

[19] Hebammen-Zeitung. 15.9.1908. S. 9.

[20] Arbeiter Zeitung. 2.12.1923. S. 15.

[21] Die Mutter. 16.4.1925. S. 15.

[22] Der Tag. 15.8.1928. S. 4.

[23] Arbeiter Zeitung. 25.11.1928. S. 2.

[24] Wiener Medizinische Wochenschrift. Nr. 26. 1932. S. 864-865.

[25] Die Unzufriedene. 6.2.1932. S. 4.

[26] Mitteilungen des Österr. Bundes für Mutterschutz. H. 1. 1911. S. 2.

[27] Neue Freie Presse. 19.7.1921. S. 6.

[28] Arbeiter Zeitung. 12.11.1921. S. 10; 22.7.1922. S. 12; 20.9.1922. S. 9; 27.9.1922. S. 7; 13.10.1922. S. 7.

[29] Die Mutter. 16.6.1926. S. 2.

[30] Die moderne Frau. H. 10. 1928. S. 4.

[31] Wiener Zeitung. 12.5.1929. S. 4; Hebammen Zeitung. 1.6.1929, S. 8.

[32] Der Tag. 24.11.1937. S. 7.

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Eine Auswahl der Wissenschaftsbücher der Longlist „Medizin/Biologie“ können Sie vormerken und nach Benachrichtigung entlehnen:

 

Das Ende der Evolution : der Mensch und die Vernichtung der Arten

Glaubrecht, Matthias, 1962- [VerfasserIn]
 

Der designte Mensch : wie die Gentechnik Darwin überlistet

Metzl, Jamie, 1968- [VerfasserIn] Gockel, Gabriele, 1954- [ÜbersetzerIn]Schuhmacher, Sonja [ÜbersetzerIn]Varrelmann, Claus [ÜbersetzerIn]
2020
 

Krebs fühlen : eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts

Hitzer, Bettina, 1971- [VerfasserIn]
2020
 

Mensch werden : eine Theorie der Ontogenese

Tomasello, Michael, 1950- [VerfasserIn] Schröder, Jürgen. [ÜbersetzerIn]
2020
 

Die Weisheit unserer Zellen : wie wir unsere guten Gene aktivieren können

Rosnay, Joe͏̈l de, 1937- [VerfasserIn] Palézieux, Nikolaus de, 1950- [ÜbersetzerIn]
2020
 
 

Heilmittel, Partydroge, Teufelszeug : die unglaublichen Karrieren der zehn wichtigsten Wirkstoffe der Welt

Hager, Thomas, 1953- [VerfasserIn] Tschöpe, Annika [ÜbersetzerIn]
2020
 

 

FAQ: Vormerken/Bestellen von Büchern, CDs, Lernmaterialien

 
 

 

Open Access Publikationen von Angehörigen der MedUni Wien [73]: Springer-Verlag

Open AccessOpen Access-Publizieren ohne Zusatzkosten für Autor*innen der MedUni Wien

Die Medizinische Universität Wien hat mit dem Springer-Verlag ein neues Lizenzmodell „Springer Compact“ vereinbart. Publiziert kann in über 1.600 Subskriptionszeitschriften von Springer Open Access ohne zusätzliche Autor*innengebühren werden.  Mehr Infos–>

Im Van Swieten Blog können Sie  kontinuierlich die Open Access Publikationen von Angehörigen der MedUni Wien nachlesen:

Child murder in the Early Bronze Age: proteomic sex identification of a cold case from Schleinbach, Austria

Katharina Rebay-Salisbury, Lukas Janker, Doris Pany-Kucera, Dina Schuster, Michaela Spannagl-Steiner, Lukas Waltenberger, Roderick B. Salisbury, Fabian Kanz

Archaeol Anthropol Sci. 2020; 12(11): 265. Published online 2020 Oct 23. doi: 10.1007/s12520-020-01199-8

PMCID:

PMC7584537

ArticlePubReaderPDF–1.5MCitation

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Acute respiratory failure in immunocompromised patients: outcome and clinical features according to neutropenia status

Djamel Mokart, Michael Darmon, Peter Schellongowski, Peter Pickkers, Marcio Soares, Jordi Rello, Philippe R. Bauer, Andry van de Louw, Virginie Lemiale, Fabio Silvio Taccone, Ignacio Martin-Loeches, Jorge Salluh, Katerina Rusinova, Sangeeta Mehta, Massimo Antonelli, Achille Kouatchet, Andreas Barratt-Due, Miia Valkonen, Precious Pearl Landburg, Ramin Brandt Bukan, Frédéric Pène, Victoria Metaxa, Gaston Burghi, Colombe Saillard, Lene B. Nielsen, Emmanuel Canet, Magali Bisbal, Elie Azoulay, for the Efraim investigators and the Nine-I study group

Ann Intensive Care. 2020; 10: 146. Published online 2020 Oct 22. doi: 10.1186/s13613-020-00764-7

PMCID:

PMC7581668

ArticlePubReaderPDF–1.0MCitation

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Imaging features and differential diagnoses of non-neoplastic diffuse mediastinal diseases

Flavian Tabotta, Gilbert R. Ferretti, Helmut Prosch, Samia Boussouar, Anne-Laure Brun, Justus E. Roos, Lukas Ebner, Igor Letovanec, Michel Brauner, Catherine Beigelman-Aubry

Insights Imaging. 2020 Dec; 11: 111. Published online 2020 Oct 15. doi: 10.1186/s13244-020-00909-z

PMCID:

PMC7561640

ArticlePubReaderPDF–2.2MCitation

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Do Women with Diabetes Need More Intensive Action for Cardiovascular Reduction than Men with Diabetes?

Jürgen Harreiter, Helena Fadl, Alexandra Kautzky-Willer, David Simmons

Curr Diab Rep. 2020; 20(11): 61. Published online 2020 Oct 9. doi: 10.1007/s11892-020-01348-2

PMCID:

PMC7544714

ArticlePubReaderPDF–571KCitation

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Structure of the space of taboo-free sequences

Cassius Manuel, Arndt von Haeseler

J Math Biol. 2020; 81(4): 1029–1057. Published online 2020 Sep 17. doi: 10.1007/s00285-020-01535-5

PMCID:

PMC7560954

ArticlePubReaderPDF–727KCitation

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Biological properties of bone marrow plasma cells influence their recovery in aspirate specimens: impact on classification of plasma cell disorders and potential bias to evaluation of treatment response

Svitlana Demyanets, Alexandra Kaider, Ingrid Simonitsch-Klupp, Günther Bayer, Almira Subasic, Renate Thalhammer, Harald Esterbauer, Maria T. Krauth, Hermine Agis, Thomas Reiter, Ilse Schwarzinger

Ann Hematol. 2020; 99(11): 2599–2609. Published online 2020 Sep 15. doi: 10.1007/s00277-020-04249-2

PMCID:

PMC7536141

ArticlePubReaderPDF–423KCitation

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Apalutamide, enzalutamide, and darolutamide for non-metastatic castration-resistant prostate cancer: a systematic review and network meta-analysis

Keiichiro Mori, Hadi Mostafaei, Benjamin Pradere, Reza Sari Motlagh, Fahad Quhal, Ekaterina Laukhtina, Victor M. Schuettfort, Mohammad Abufaraj, Pierre I. Karakiewicz, Takahiro Kimura, Shin Egawa, Shahrokh F. Shariat

Int J Clin Oncol. 2020; 25(11): 1892–1900. Published online 2020 Sep 14. doi: 10.1007/s10147-020-01777-9

PMCID:

PMC7572325

ArticlePubReaderPDF–859KCitation

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Aspiration in lethal drug abuse—a consequence of opioid intoxication

Johannes Nicolakis, Günter Gmeiner, Christian Reiter, Monika Heidemarie Seltenhammer

Int J Legal Med. 2020; 134(6): 2121–2132. Published online 2020 Sep 14. doi: 10.1007/s00414-020-02412-y

PMCID:

PMC7578170

ArticlePubReaderPDF–589KCitation

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Elevation of phosphate levels impairs skeletal myoblast differentiation

Adalbert Raimann, Alexander Dangl, Alireza Javanmardi, Susanne Greber-Platzer, Monika Egerbacher, Peter Pietschmann, Gabriele Haeusler

Cell Tissue Res. 2020; 382(2): 427–432. Published online 2020 Jul 28. doi: 10.1007/s00441-020-03254-1

PMCID:

PMC7584532

ArticlePubReaderPDF–559KCitation

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Prognostic value of testosterone for the castration-resistant prostate cancer patients: a systematic review and meta-analysis

Noriyoshi Miura, Keiichiro Mori, Hadi Mostafaei, Fahad Quhal, Reza Sari Motlagh, Mohammad Abufaraj, Benjamin Pradere, Abdulmajeed Aydh, Ekaterina Laukhtina, David D’Andrea, Takashi Saika, Shahrokh F. Shariat

Int J Clin Oncol. 2020; 25(11): 1881–1891. Published online 2020 Jul 17. doi: 10.1007/s10147-020-01747-1

PMCID:

PMC7572350

ArticlePubReaderPDF–2.2MCitation

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Clinical-Pathological Conference Series from the Medical University of Graz: Case No 171: A 37-year-old engineer with bolus hold-up (esophageal food impaction)

Elisabeth Fabian, Hans Peter Gröchenig, Philipp K. Bauer, Andreas J. Eherer, Markus Gugatschka, Lukas Binder, Cord Langner, Peter Fickert, Guenter J. Krejs

Wien Klin Wochenschr. 2020; 132(17): 551–559. Published online 2020 Jun 29. doi: 10.1007/s00508-020-01694-x

PMCID:

PMC7518999

ArticlePubReaderPDF–1.2MCitation

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The Kaiser score reliably excludes malignancy in benign contrast-enhancing lesions classified as BI-RADS 4 on breast MRI high-risk screening exams

Ruxandra Iulia Milos, Francesca Pipan, Anastasia Kalovidouri, Paola Clauser, Panagiotis Kapetas, Maria Bernathova, Thomas H. Helbich, Pascal A. T. Baltzer

Eur Radiol. 2020; 30(11): 6052–6061. Published online 2020 Jun 6. doi: 10.1007/s00330-020-06945-z

PMCID:

PMC7553895

ArticlePubReaderPDF–805KCitation

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The impact of total body water on breath alcohol calculations

Gregor S. Reiter, Markus Boeckle, Christian Reiter, Monika H. Seltenhammer

Wien Klin Wochenschr. 2020; 132(17): 535–541. Published online 2020 May 25. doi: 10.1007/s00508-020-01663-4

PMCID:

PMC7518982

ArticlePubReaderPDF–331KCitation

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Factors influencing agreement of breast cancer luminal molecular subtype by Ki67 labeling index between core needle biopsy and surgical resection specimens

Kristina A. Tendl-Schulz, Fabian Rössler, Philipp Wimmer, Ulrike M. Heber, Martina Mittlböck, Nicolas Kozakowski, Katja Pinker, Rupert Bartsch, Peter Dubsky, Florian Fitzal, Martin Filipits, Fanny Carolina Eckel, Eva-Maria Langthaler, Günther Steger, Michael Gnant, Christian F. Singer, Thomas H. Helbich, Zsuzsanna Bago-Horvath

Virchows Arch. 2020; 477(4): 545–555. Published online 2020 May 7. doi: 10.1007/s00428-020-02818-4

PMCID:

PMC7508960

ArticlePubReaderPDF–1.7MCitation

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Management and outcome of traumatic subdural hematoma in 47 infants and children from a single center

Harald Binder, Thomas M. Tiefenboeck, Marek Majdan, Micha Komjati, Rupert Schuster, Stefan Hajdu, Johannes Leitgeb

Wien Klin Wochenschr. 2020; 132(17): 499–505. Published online 2020 Apr 24. doi: 10.1007/s00508-020-01648-3

PMCID:

PMC7518988

ArticlePubReaderPDF–323KCitation

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Long-term vertigo control after cochlear implantation in patients with end-stage Menière’s disease: A retrospective questionnaire-based cross-sectional study

Annabella Kurz, Alice Auinger, Christoph Arnoldner

Wien Klin Wochenschr. 2020; 132(17): 521–525. Published online 2020 Jan 29. doi: 10.1007/s00508-019-01605-9

PMCID:

PMC7518986

ArticlePubReaderPDF–248KCitation

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Alle Beiträge zu Open Access–>

„Aus den Büchern“ der medizinhistorischen Bibliotheken der Ub MedUni Wien [15]: „Exlibris Lorenz Böhler“

Im Van Swieten Blog werden exemplarisch digitalisierte Exlibris aus medizinhistorischen Büchern „Exlibris in situ“, der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin [1], präsentiert, die im  Bibliothekskatalog recherchierbar sind.

 „Aus den Büchern“ der medizinhistorischen Bibliotheken der Ub MedUni Wien [15]:

Exlibris Lorenz Böhler

Lanzinger, Hubert, 1880-1950

 

Ärzte-Exlibris: Die triptychonartige Anordnung hebt das zentrale Schriftfeld „Ex Libris“, Eignername „Lorenz Böhler“ und das dahinter dargestellte Buch mit auf dem Buchrücken befindlicher Beschriftung „Knochenbrüche“ auf eine Ebene höherer Bedeutsamkeit. Der linke Teil zeigt einen stehenden und einen auf einer Krankentrage sitzenden Mann mit Verbänden. Der rechte Teil zeigt zwei mit Langhanteln trainierende Männer in einer Kraftkammer. Im Hintergrund links und rechts befinden sich Ausschnitte von anatomischen Darstellungen der unteren Extremitäten, sowie rechts oben senkrecht die Signatur: Lanzinger

Exlibris in situ:

Seuchenbekämpfung im Kriege : zehn Vorträge ; mit 16 Abbildungen im Text

Zentralkomitee für das Ärztliche Fortbildungswesen in Preußen [VerfasserIn] Adam, Curt, 1875-1941Flügge, Carl, 1847-1923Friedberger, Ernst, 1875-1932Jochmann, Georg, 1874-1915Kirchner, Martin, 1854-1925Lentz, Otto, 1873-1952Neufeld, Fred, 1869-1945Wassermann, August von, 1866-1925
1915

Handbuch der medizinischen Statistik

Prinzing, Friedrich, 1859- [VerfasserIn]
1931
 
 

@Lorenz Böhler:
Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [16]: Böhler, Lorenz: Technik der Knochenbruchbehandlung. 1929.

@Exlibris-Grafiker: Hubert Lanzinger (1880-1959) in: Wikipedia – Die Freie Enzyklopädie: URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Hubert_Lanzinger (Stand: 15.09.2019)

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Ein Exlibris ist ein grafisch gestalteter Eigentumsvermerk, der entweder in Zettelform auf die Innenseite von Bucheinbänden geklebt oder eingestempelt wird. Bucheignerzeichen gibt es bereits seit dem Ende des 15. Jahrhunderts. Sie stellen neben ihrer kunst- und kulturhistorischen Bedeutung auch ein wichtiges Provenienzmerkmal dar, da der Weg eines Buches nachvollzogen werden kann. Aufgrund vielfältigster Exlibris von künstlerischem Wert sind diese auch begehrte Objekte von Sammlungen und buchkünstlerischer Betätigung „Exlibris-Kunst“ geworden.

„Aus den Büchern“ der medizinhistorischen Bibliotheken der Ub MedUni Wien [15]: „Exlibris Lorenz Böhler“ weiterlesen