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Literaturhinweis
Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [204]: Adlersberg, David – Internist an der I. medizinischen Klinik im Allgemeinen Krankenhaus Wien und Clinical Professor of Medicine an der Columbia University
Adlersberg, David – Internist an der I. medizinischen Klinik im Allgemeinen Krankenhaus Wien und Clinical Professor of Medicine an der Columbia University
Text: Walter Mentzel
David Adlersberg wurde am 23. Juli 1897 als Sohn von Viktor Adlersberg (1876-1961) und Dwora, geborene Belzer (1870-?), in Rohatyn in Galizien (heute: Ukraine) geboren. Seit 1929 war er mit Gisela Magasanik (*26.4.1904 Berditschew/Russland, heute: Berdytschiw/Schytomyr/Ukraine, gest. 1997) verheiratet, mit der er die Tochter Margarethe (*13.2.1932 Wien) hatte.
Nach dem Besuch des Gymnasiums in Wien studierte er an der Universität Wien Medizin und promovierte am 22. März 1921. Danach war er bis 1936 an der I. Medizinischen Klinik des AKH Wien zunächst als Assistent unter Prof. Karl F. Wenckebach (1864-1940), von 1929 bis 1933 als Mitarbeiter von Prof. Otto Porges (1879-1967), und seit 1933 von Prof. Hans Eppinger (1879-1946), tätig. 1921 eröffnete er eine Arztpraxis in Wien,[1] 1922 trat er als Mitglied der Gesellschaft für innere Medizin in Wien bei.[2] Weiters war er Mitglied der Gesellschaft der Ärzte in Wien.
Im Mittelpunkt seiner Forschung standen Fragen der Stoffwechselpathologie – insbesondere der Diabetes mellitus und die Hypercholesterinämie. Zudem beschäftigte er sich mit Leberfunktionstests und der Gallensekretion. Im Wiener Archiv für innere Medizin publizierte er 1924 mit Otto Porges „Die neurotische Atmungstetanie, eine neue klinische Tatanieform“[3] und 1925 mit E. Neubauer „Über die therapeutische Verwendung der Dehydrocholsäure bei fieberhaften Erkrankungen der Gallenwege“.[4]
Seine mit Otto Porges unternommenen Forschungen zum Insulin und die von ihnen entwickelten Behandlungsmethoden und eine Diabetes-Diät veröffentlichte er gemeinsam mit Porges 1929 in einer 377 Seiten starken Studie unter dem Titel „Die Behandlung der Zuckerkrankheit mit fettarmer Kost“. 1930 veröffentlichten beide den Aufsatz „Beobachtungen bei Diabetes inspidus“.[5] 1932 stellten Adlersberg und Porges ihre Forschungs- und Therapieergebnisse am 11. Stoffwechselkongress in Wien vor.[6]
Der Tag, 12.10.1932, S. 6.
In der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin befinden sich weitere Arbeiten von David Adelsberg.
Nachdem er bereits 1931 eine Einladung an das Mount Sinai Hospital in New York erhalten hatte, sowie im September 1934 bei einer Reise in die USA wissenschaftliche Kontakte knüpfen konnte, und er sich von dem sich den Nationalsozialismus annähernden Vorgesetzten Eppinger entfremdete, emigrierte er am 22. April 1936 mit seiner Familie über Le Havre mit der SS Champlain nach New York. Zuvor hielt er noch Anfang April 1936 seinen letzten Vortrag in der Gesellschaft der Ärzte in Wien zum Thema „Ein neues Insulin“.[7]
New York, Southern District, U.S District Court Naturalization Records, 1824-1946, Petitions for naturalization and petition evidence 1942 no 407101-407450
In New York arbeitete er zunächst am Mount Sinai Hospital als Attending Physician/Clinical Assistant der Medical Division und als Research Assistant am Department of Chemistry und danach als Chefarzt der Sektion Clinical Nutrition und Metabolic Diseases. 1952 wurde er zum Leiter des Nutrition Laboratory ernannt. Daneben lehrte er als Assistant Clinical Professor of Medicine an der Columbia University, College of Physicans and Surgeons in New York und war als Konsiliararzt für Gastroenterologie am Beth Israel Hospital und am Seton Hospital tätig. Adlersberg war Mitglied der American Gastro-Enterological Association und der Endocrine Society und Fellow des American College of Physicians. In den USA publizierte er in führenden Fachzeitschriften zum Cholesterinstoffwechsel, zum Diabetes mellitus, zu Fragen der Malabsorption, zur Sprue sowie zum Postgastrektomie Syndrom.
David Adlersberg verstarb am 10. Jänner 1960 in New York. Seinen Eltern, die wegen ihrer jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. gelang die Flucht aus Österreich nach England, von wo sie in die USA emigrierten und im Februar 1939 New York erreichten.
Literatur:
Porges, Otto und David Adelsberg: Die Behandlung der Zuckerkrankheit mit fettarmer Kost. Berlin und Wien: Urban & Schwarzenberg 1929.
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 58022]
Quellen:
Matriken der IKG Wien, Trauungsbücher, 1929, Adlersberg David, Magasanik Gisela.
UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, 134-0772, Adlersberg David (Nationalien Datum 1918/19).
UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, 192-0517, Adlersberg David (Promotion 22.3.1921).
UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, 196-009, Adlersberg David (Rigorosum 26.6.1920).
Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957; (National Archives Microfilm Publication T715, roll 5795; Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85).
New York, Southern District, U.S District Court Naturalization Records, 1824-1946, Petitions for naturalization and petition evidence 1942 no 407101-407450; (NARA microfilm publication M1972, Southern District of New York Petitions for Naturalization, 1897-1944. Records of District Courts of the United States, 1685 – 2009, RG 21. National Archives at New York), Adlersberg David.
United States Deceased Physician File (AMA), 1864-1968; American Medical Association, Chicago, Adlersberg David.
George B. Jerzy Glass, In Memoriam David Adlersberg, 1897–1960, in: Proceedings of the Rudolf Virchow Medical Society in the City of New York, 19 (1961), S. 22–27.
Sobottka H., In Memoriam: David Adlersberg, 1897–1960, in: Journal of The Mount Sinai Hospital, New York, 27 (July–August 1960), S. 379–381.
Popper H. David, Adlersberg 1897–1960, in: Gastroenterology, 39 (Juli 1960), S. 111–112.
Gedenken & Erinnern. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin in der Zeit des Nationalsozialismus. David Adlersberg: https://www.dgim-history.de/biografie/Adlersberg;David;1027
Keywords:
Adlersberg David, Allgemeines Krankenhaus Wien, Diabetes, Wien, Medizingeschichte, Arzt
[1] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 41, 1921, Sp. 1783.
[2] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 5, 1922, Sp. 232.
[3] Wiener Archiv für innere Medizin, Hauptteil 1, 1924, S. 185-238.
[4] Wiener Archiv für innere Medizin, Hauptteil 1, 1925, S. 59-70.
[5] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 21, 1930, S. 687-694.
[6] Der Tag, 12.10.1932, S. 6.
[7] Der Tag, 4.4.1936, S. 6.
Normdaten (Person) Adlersberg, David: BBL: 40419; GND: 1280160128;
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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [203]: Hermann Sternberg – Arzt an der Universitäts-Klinik für Ohren- Nasen- und Halskrankheiten und Assistent an der Allgemeinen Poliklinik in Wien
Hermann Sternberg – Arzt an der Universitäts-Klinik für Ohren- Nasen- und Halskrankheiten und Assistent an der Allgemeinen Poliklinik in Wien
Text: Dr. Walter Mentzel
Hermann Sternberg wurde am 24. Juni 1888 in Wien als Sohn des in Berlin geborenen Adolf Sternberg (1852-1909) und Regine, geborene Kolisch (1866-1936), geboren. Er war mit Henriette (Rita) Breitbart (*18.3.1892 Wien) verheiratet.
Sternberg studierte an der Universität Wien Medizin und schloss das Studium an 21. Dezember 1912 mit seiner Promotion ab. 1913 und 1914 war er am Pathologisches Institut der Universität Freiburg im Breisgau bei Professor Ludwig Aschoff (1866-1942) tätig und kehrte danach nach Wien zurück. In Freiburg publizierte er die Beiträge „Die Nebenniere bei physiologischer (Schwangerschaft-) und artifizieller Hypercholesterinämie“ und „Zur Frage des Isthmus uteri“ die sich heute in der Separata-Bibliothek an der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin befinden.
Von 1919 bis 1920 arbeitete er an der unter der Leitung von Richard Hermann Jaffe (1888-1938) stehenden Prosektur des Garnisonsspitals Nr. 1 in Wien, wo von ihm die Arbeit „Über klinische ungeklärte Todesfälle vom laryngologischem Interesse“ entstand. Ab 1921 war er an der Universitäts-Klinik für Kehlkopf- Nasen- und Ohrenkrankheiten in Wien im Allgemeinen Krankenhaus in Wien bei Professor Markus Hajek (1861-1941) und ab 1928 für ein Jahr am Pharmakologischen Institut der Universität Wien und an der Klinik für Ohren- Nasen- und Halskrankheiten bei Professor Heinrich Neumann (1873-1939) tätig. Aus dieser Zeit besitzt die Zweigbibliothek eine Reihe von Arbeiten im Bestand der Separata-Bibliothek wie u.a. die Aufsätze „Ein diagnostisch schwieriger Fall von infiltrierendem Lymphosarkom der oberen Luftwege“ oder „Veränderungen der Nase und deren Nebenhöhlen bei myeloischer Leukämie“.
Danach bewarb er sich um die Assistentenstelle an der Hals- Nasen- und Ohrenkrankheiten-Abteilung der Allgemeinen Poliklinik in Wien bei a.o. Professor Hermann Marschik (1878-1969), die er 1929 erhielt. Daneben führte er an seinem Wohnort in Wien 9, Ferstelgasse 6 eine Arztpraxis. Er war Mitglied der Otologischen Gesellschaft in Wien.
Viele seiner Arbeiten entstanden in Zusammenarbeit mit Kolleg:innen an verschiedenen medizinischen Einrichtungen wie den embryologischen Institut an der Universität Wien oder dem pathologisch-anatomischen Institut an der Universität Wien. Zahlreiche seiner Publikationen finden sich ab 1920 in der im Organ der Österreichischen otologischen Gesellschaft und der Wiener laryngo-rhinologischen Gesellschaft, in der Monatsschrift für Ohrenheilkunde und Laryngo-Rhinologie, wo er auch immer wieder Buchrezensionen einbrachte.
Sternberg verstarb am 7. November 1931 in Wien.
Neue Freie Presse, 9.11.1931, S. 8.
Ein Werkverzeichnis samt einem Nachruf von Hermann Marschik findet sich in der Monatsschrift für Ohrenheilkunde (H. 3 1932, S. 261-263).
Seine Ehefrau Henriette, die wegen ihrer jüdischen Herkunft nach dem „Anschluss“ im März 1938 von den Nationalsozialisten verfolgt wurde, lebte zuletzt bis zu ihrer Deportation bei ihrer Mutter in Wien 2, Herminengasse 16/4. Sie wurde am 9. Juni 1942 nach Maly Trostinec deportiert und am 15. Juni 1942 ermordet.
Literatur:
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
Quellen:
Matriken der IKG Wien, Geburtsbuch 1888, Sternberg Hermann.
UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 196-0800, Sternberg Hermann (Rigorosum Datum: 18.12.1912)
UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 191-1334, Sternberg Hermann (Promotion Datum: 21.12.1912).
Friedhofsdatenbank der IKG Wien: Sternberg Hermann.
Yad Vashem: Henriette Sternberg.
Keywords:
Sternberg Hermann, HNO, Allgemeines Krankenhaus Wien, Allgemeine Poliklinik Wien, Arzt, Medizingeschichte, Wien
Normdaten (Person) Sternberg, Hermann: BBL: 40419; GND: 1212623533
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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [202]: Hammerschlag, Victor – HNO-Arzt, Leiter der Ohrenambulanz im Wilhelminenspital, Friedens- und Menschenrechtsaktivist, NS-Verfolgter
Hammerschlag, Victor– HNO-Arzt, Leiter der Ohrenambulanz im Wilhelminenspital, Friedens- und Menschenrechtsaktivist, NS-Verfolgter
Text: Walter Mentzel
Victor Hammerschlag wurde am 17. Juni 1870 in Lipnik bei Olmütz als Sohn des aus Reichenau in Böhmen stammenden Mediziners Hermann Hammerschlag (1833-1899) und Johanna Pollak (1845-1899) geboren. Seit 1899 war er mit Hedwig Bunzl (*16.9.1874 Wien) verheiratet, mit der er die beiden Söhne, den Schriftsteller und Kabarettisten Peter Hammerschlag, und Valentin Hammerschlag hatte.
Nachdem er 1888 das Gymnasium in Brünn absolviert hatte, studierte Hammerschlag an der Universität Wien Medizin und promovierte am 23. Februar 1895. Danach arbeitete er bis 1897 als Aspirant und danach bis 1901 als Assistent an der Ohrklinik des Allgemeinen Krankenhauses in Wien bei Professor Adam Politzer (1835-1920).[1] Hier entstand 1896 seine Arbeit „Ueber Athem- und Pulsationsbewegungen am Trommelfelle“, die er zuvor auf dem 1. Österreichischen Otologentag in Wien im Juli 1896 vorgestellt hatte. Im Oktober 1900 erhielt er nach einem Beschluss des Professorenkollegiums vom Minister für Cultus und Unterricht die Zulassung und Habilitation zum Privatdozenten für Ohrenheilkunde an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien.[2] Im April 1912 erfolgte seine Ernennung zum a.o. Professor an der Universität Wien.[3] Hammerschlag baute die Ohrenambulanz im Wilhelminenspital auf und leitete sie bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1936 als Abteilungsvorstand. Daneben führte er von 1906 bis 1938 seine Facharztpraxis an seinem Wohnort Wien 9, Alserstraße 26, wo 1938 sich auch der Sitz des „Akademischen Vereins jüdischer Mediziner“ befand und die Medizinerin Gabriele Possanner (1860-1940) wohnhaft war.
Hammerschlag war seit spätestens 1903 Mitglied der Vereinsleitung des Ärztevereines des 9. Bezirkes in Wien,[4] sowie der Gesellschaft der Ärzte, der Deutschen otologischen Gesellschaft und der Österreichischen otologischen Gesellschaft. Über viele Jahre wirkte er in der Monatsschrift für Ohrenheilkunde und Laryngo-Rhinologie als Autor und im Herausgeberkomitee mit.
Zahlreiche seiner Arbeiten befinden sich heute in der Separata-Bibliothek an der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin, wie u.a. die 1904 publizierten Aufsätze „Über die Simulation von Ohrerkrankungen mit besonderer Berücksichtigung der Unfallerkrankung des Ohres“ und „Zur Diagnose der funktionellen Erkrankungen des schallperzipierenden Apparates“, der 1906 erschienene Artikel „Beitrag zur Frage der Vererbbarkeit der ‚Otosklerose‘“ oder die 1917 gemeinsam mit Conrad Stein (1870-1940) publizierte Arbeit „Die chronische progressive labyrinthäre Schwerhörigkeit (Manasse). Ein kritischer Beitrag zur Wertung der konstitutionellen Disposition“.
Aus seinen zahlreichen Arbeiten sind noch vor allem seine Monografie „Therapie der Ohrenkrankheiten“ aus dem Jahr 1903 zu nennen, die 1906 unter dem Titel „Thérapeutique des maladies de l’oreille“ in französischer Sprache erschien, sowie seine beiden in der Zeitschrift für Ohrenheilkunde publizierten Arbeiten aus dem Jahr 1907 „Zur Kenntnis der hereditär-degenerativen Taubstummheit. V. Über pathologische Augenbefunde bei Taubstummen und ihre differential-diagnostische Bedeutung“ bzw. aus dem Jahr 1909 „Zur Kenntnis der hereditär-degenerativen Taubstummheit. VII. Über die Vergesellschaftung der hereditären Taubheit mit anderen hereditären, pathologischen Zuständen“.
Hammerschlag war Mitbegründer einer Reihe von zivilgesellschaftlichen Organisationen in denen er sich über viele Jahre engagierte. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg wandte er sich auch der Österreichischen Sozialdemokratie zu, in deren Organisationen er Funktionen ausübte.
Zunächst war er in seinem ersten Studienjahr in Wien im Jahr 1888 an der Universität einer von fünf Mitbegründern der deutsch-freisinnigen-akademischen Verbindung „Wiener Akademisches Corps Marchia“.[5] Als Vorstandsmitglied des Verbandes der Ärzte Wiens 1903 trat er in einer von ihm mitunterzeichneten öffentlichen Stellungnahme gegen die Gründung des antisemitischen und deutschnationalen „Vereins deutscher Ärzte in Österreich“ auf.[6] Seit spätestens 1906 engagierte er sich im Verein „Freie Schule“,[7] u.a. zum Thema Schulärzte,[8] und trat vehement gegen den Einfluss der Klerikalen in das Schulwesen auf,[9] wozu er auch an öffentlichen Aktionen teilnahm.[10] Seine Ansichten zu den Schulärzten formulierte er im Artikel „Der Schularzt“ in der Rubrik „Die pädagogische Zeit“ in der Zeitung „Die Zeit“ im Jahr 1908.[11] Hammerschlag trat regelmäßig als Referent im Wiener Volksbildungsverein auf, wo er u.a. im Technischen Gewerbemuseum in Wien zu Fragen von Gehörschäden[12], oder zur Taubstummheit referierte.[13] Ebenso nahm er als Referent zum Thema „Die Rückständigkeit der Volkshygiene in Österreich“ an der Protestversammlung gegen die Gegner des Baues eines Kinderheimes teil.[14] 1907 gehörte er jenen 300 Professoren der Universität Wien an, die sich mit einem öffentlichen Protest gegen die vom Wiener Bürgermeister Karl Lueger am Katholikentag in Wien getätigten wissenschafts- und universitätsfeindlichen Äußerungen wandten.[15] Dieser Protest wurde von Hammerschlag und der Verein Freie Schule mit einer Demonstrationsversammlung gegen den Katholikentag fortgeführt.[16] Seit 1913 gehörte er als Mitglied der Freimaurer-Loge Zukunft der Großloge Wien aus, aus der er wegen seiner Stellung als Universitätsprofessor unter dem austrofaschistischem Regime im Jahr 1934 austreten musste, jedoch nach seiner Pensionierung 1936 wieder eintrat.
Während des Ersten Weltkrieges wurde er 1915 zum Obmann des Vereins der Kassenärzte Wiens“ gewählt,[17] weiters engagierte er sich in dem im Juli 1915 von Adam Politzer u.a. gegründeten Verein Vox – Schutzverband der Schwerhörigen Österreich-Ungarns, der sich den durch Kriegseinwirkungen Gehörgeschädigten annahm,[18] und zuletzt war er als Militärarzt im Kriegsspital in Wien 19 in Grinzing tätig.[19]
Österreichische Liga für Menschenrechte
Hammerschlag war Mitbegründer der 1926 gegründeten Österreichischen Liga für Menschenrechte, die als Teilorganisation der 1922 gegründeten Internationalen Liga für Menschenrechte angehörte,[20] und in der Arbeitsgemeinschaft der Friedensvereine aktiv. 1933 gehörte er zu den Unterzeichnern des Friedensaufrufes anlässlich der Invasion Japans in die Mandschurei.[21]
Präsident des Vereins „Bereitschaft – Verein für soziale Arbeit (ab 1918 Verein für freiwillige Fürsorge)“
Hammerschlag war 1913 neben dem Schriftsteller und Journalisten Carl Colbert (1855-1929), dem Kinderarzt und Mitarbeiter von Max Kassowitz (1842-1913) am Ersten öffentlichen Kinder-Kranken-Institut und Karl Josef Friedjung (1871-1946), Mitbegründer des Vereins Bereitschaft. Der Verein zählte zu jenen zivilgesellschaftlichen Initiativen, die aus wissenschaftlichen Erkenntnissen heraus eine professionelle und strukturierte Wohltätigkeits- und Sozialarbeit sowie den Aufbau sozialer Fürsorgeinstitutionen herzustellen versuchten. Dazu gehörte auch der Ausbau von Ausbildungsstätten in Form einer Sozialakademie mit eigenem Lehrplan, womit die künftige Sozialarbeit als Berufsform auf wissenschaftlicher Grundlage neue organisiert werden sollte. Der Verein förderte die Erwachsenenbildung, und versuchte durch Versammlungen und eigene Publikationen, die im Verlag der Brüder Wilhelm und Phillip Suschitzky (Verlag-Anzengruber) herausgegeben wurden, eine breite Öffentlichkeit zu gewinnen. Dem Verein gelang es Kinderheime und Pflegschaftsgruppen für Jugendliche zu organisieren. Hammerschlag referierte bis in die 1920er Jahre hinein regelmäßig auf Veranstaltungen des Vereines, wie u.a. im Rahmen der Ortsgruppe Leopoldstadt im April 1918 gemeinsam mit dem Juristen, Sozialpolitiker und liberalen Reichsratsabgeordneten Julius Ofner (1845-1924) über die Ziele des Vereins und der sozialen Fürsorge,[22] oder im Oktober 1918 zum Thema „Wie werden wir nach dem Krieg leben können?“.[23]
Nach dem Krieg trat Hammerschlag der 1919 gegründeten „Sozialistischen Vereinigung geistiger Arbeiter“[24] und 1922 der „Vereinigung sozialdemokratischer Ärzte Wiens“ bei. Im Frühjahr 1919 kandidierte er für die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Österreichs bei den Gemeinderatswahlen in Wien Josefstadt.
Nach dem „Anschluss“ im März 1938 wurde Victor Hammerschlag wegen seiner jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten verfolgt. Seine Venia legendi wurde widerrufen und am 22. April 1938 erfolgte seine Amtsenthebung und seine Vertreibung von der Universität Wien. Nachdem die Familie Hammerschlag aus ihrer Wohnung vertrieben worden war, lebten Victor, Hedwig und sein Sohn Paul Hammerschlag bis zu ihrer Deportation in einer Sammelwohnung in Wien 1, Salzgries 16. Victor und Hedwig Hammerschlag wurden am 20. Juni 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und ermordet (Victor am 14. Mai 1943, Hedwig am 16.7.1942). Sein Sohn Peter, dem Verfasser von Prosa- und Lyriktexten für Wiener und Berliner Kabaretts sowie für die Zeitung Prager Tagblatt, wurde am 17.7.1942 in das KZ Auschwitz deportiert und ermordet. Seinem zweiten Sohn, dem Chemieingenieur Valentin, gelang 1938 die Flucht nach Buenos Aires, von wo er 1966 nach Österreich zurückkehrte und im Oktober 1975 in Wien verstarb.
Quellen:
Matriken der IKG Wien, Trauungsbuch 1899, Hammerschlag Victor, Bunzl Hedwig.
UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. Zl. 134-0380, Hammerschlag Victor (Nationalien Datum 1890/91).
UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. Zl. 188-104, Hammerschlag Victor (Promotionsdatum 23.2.1895).
UAW, Rektoratsarchiv, Akademischer Senat, Akten-Sonderreihe, Personalblätter, Senat S 304.430 Hammerschlag, Victor (17.06.1870-1943; Ohrenheilkunde).
ÖStA, AdR, E-uReang, VVSt, VA, Zl. 8.907, Hammerschlag Victor.
Opfer-Datenbank des Ghetto Theresienstadt: https://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/61706-viktor-hammerschlag/ (Hammerschlag Victor)
Literatur:
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
Keywords: HNO, Wilhelminenspital, Verein Bereitschaft, NS-Verfolgter, Arzt, Medizingeschichte, Wien, Victor Hammerschlag, HNO-Arzt, Leiter der Ohrenambulanz im Wilhelminenspital, Friedens- und Menschenrechtsaktivist, NS-Verfolgter
[1] Allgemeine Wiener medizinische Zeitung, 27.7.1897, S. 9.
[2] Wiener klinische Wochenschrift, Nr. 48, 1900, S. 1001; Prager Tagblatt, 23.10.1900, S. 30.
[3] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 6.4.1912, S. 2; Allgemeine Wiener medizinische Zeitung, 9.4.1912, S. 170.
[4] Die Zeit, 17.2.1903, S. 16
[5] Die Zeit, 15.11.1908, S. 8.
[6] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 22, 1903, Sp. 1073-1074.
[7] Neue Freie Presse, 23.12.1906, S. 12.
[8] Die Zeit, 15.3.1908, S. 9.
[9] Floridsdorfer Zeitung, 24.4.1909, S. 1.
[10] Die Zeit, 5.10.1912, S. 6.
[11] Die Zeit, 25.3.1908, S. 18.
[12] Illustriertes Wiener Extrablatt, 5.1.1902, S. 28.
[13] Neue Freie Presse, 19.1.1908, S. 14.
[14] Der Morgen. Wiener Montagblatt, 14.4.1913, S. 4; Die Zeit, 17.4.1913, S. 5.
[15] Neue Freie Presse, 26.11.1907, S. 2.
[16] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 30.11.1907, S. 6.
[17] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 29, 1915, Sp. 1120.
[18] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 31.7.1915, S. 16.
[19] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 36, 1918, Sp. 1587.
[20] Österreichische Anwalts-Zeitung, Nr. 10, 1926, S. 158.
[21] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 5.4.1933, S. 1.
[22] Neue Freie Presse, 8.4.1918, S. 7.
[23] Die Zeit, 26.10.1918, S. 6.
[24] Der Morgen. Wiener Montagblatt, 6.1.1919, S. 3.
Normdaten (Person) Hammerschlag, Victor: BBL: 40400; GND: 126365083;
Bitte zitieren als VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien, BBL: 40400 (31.01.2023); Letzte Aktualisierung: 2023 0131
Online unter der URL: https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=40400

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [201]: Feldmann, Pauline – Gynäkologin, Vertreterin der Organisation der Ärztinnen Österreichs und NS-Verfolgte
Feldmann, Pauline – Gynäkologin, Vertreterin der Organisation der Ärztinnen Österreichs und NS-Verfolgte
Text: Walter Mentzel
Pauline Feldmann wurde am 19. Juli 1884 als Tochter des aus Teplitz in Böhmen stammenden Rudolf Feldmann (1855-1937) und der aus Prag stammenden Bertha, geborene Feldmann, in Wien geboren.
Feldmann studierte während des Ersten Weltkrieges an der Universität Wien Medizin und schloss das Studium am 9. März 1918 mit ihrer Promotion ab. Danach erhielt sie ihre Facharztausbildung für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Universitäts-Kinderklinik und an der I. Universitäts-Frauenklinik im Allgemeinen Krankenhaus in Wien unter dem Vorstand von Dozent Ludwig Adler (1876-1958), wo sie 1920 die Arbeit „Der schematische Dämmerschlaf nach Siegel“ publizierte. Zwischen 1921 und 1924 war sie provisorische Leiterin des Ambulatoriums für Frauenkrankheiten am Kaiser Franz-Josef-Spital in Wien. Danach führte sie eine Privatpraxis in Wien 9, Berggasse 8.
Feldmann war von Beginn an Mitglied in der von Dora Brücke-Teleky (1879-1963) im Februar 1919 gegründeten Organisation der Ärztinnen Österreichs (OÖA), die im Oktober 1919 in die internationale Ärztinnenorganisation Medical Women’s International Association (MWIA) aufgenommen wurde, sowie der ebenfalls im Februar gegründeten Organisation der Wiener Ärztinnen, wo sie in den ersten Jahren als Rechnungsführerin und danach als Schriftführerin fungierte. Im April 1928 nahm sie als Delegierte gemeinsam mit Dora Brücke-Teleky an der Delegiertenversammlung der 3. Internationalen Ärztinnenversammlung in Bologna teil und referierte, so wie auch die teilnehmenden Ärztinnen Frida Becher-Rüdenhof (1874-1951), Marie Proksch, Wilhelmine Brill-Löwenstein (1884-1971), und Else Volk-Friedland (1880-1953), auf der Versammlung.[1] Im September 1931 nahm sie als Ersatzdelegierte an dem in Wien abgehaltenen 6. Internationalen Ärztinnenkongress teil.[2] Daneben engagierte sie sich als Funktionärin in der „Wirtschaftlichen Organisation der Ärzte Wiens“.
New York, Southern District, U.S District Court Naturalization Records, 1824-1946, Pauline Feldmann, 1940.
Pauline Feldmann war nach dem „Anschluss“ wegen ihrer jüdischen Herkunft der NS-Verfolgung ausgesetzt und flüchtete nach England, von wo sie im Dezember 1939 über Southampton in die USA emigrierte. Sie nahm in New York ihren Beruf als Ärztin wieder auf und war Mitglied der New York County Medical Society und der Medical Society of the State of New York. Sie verstarb im April 1986 in New York.
Quellen:
Matriken der IKG Wien, Geburtsbuch, 1884, Feldmann Pauline.
UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 196-0149, Feldmann Pauline (Rigorosum Datum: 2.7.1918)
UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 191-1334, Feldmann Pauline (Promotion Datum: 3.9.1918).
ÖStA, AdR, E-uReang, VVSt, VA, Zl. 7.149, Feldmann Pauline.
ÖStA, AdR, E-uReang, Hilfsfonds-Abgeltungsfonds, Zl. 1.636, Feldmann Pauline.
United Kingdom, Outgoing Passenger Lists, 1890-1960, Pauline Feldmann, 1939.
New York, Southern District, U.S District Court Naturalization Records, Pauline Feldmann.
New York, Southern District, U.S District Court Naturalization Records, 1824-1946, Pauline Feldmann, 1940.
New York, Southern District, U.S District Court Naturalization Records, 1824-1946, Pauline Feldmann, 1941.
New York State Journal of Medicine, Nr. 1, January 1987, S. 137.
United States Social Security Death Index, Pauline Feldmann, Apr 1986, U.S. Social Security Administration, Death Master File, database (Alexandria, Virginia: National Technical Information Service, ongoing).
Literatur:
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
Keywords:
Pauline Feldmann, Gynäkologin, Organisation der Ärztinnen Österreichs, NS-Verfolgte, Ärztin, Medizingeschichte, Wien
[1] Neue Freie Presse, 8.4.1928, S. 13.
[2] Das Wort der Frau, 13.9.1931, S. 3.
Normdaten (Person) Feldmann, Pauline: BBL: 40387; GND: 1279518596;
Bitte zitieren als VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien, BBL: 40251 (30.01.2023); Letzte Aktualisierung: 2023 0130
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Most Wanted Book/eBook: Prometheus LernAtlas der Anatomie : Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem
Unter den am meisten vorgemerkten Büchern der letzten Buchausstellung ist: Prometheus LernAtlas der Anatomie : Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem
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Prometheus LernAtlas der Anatomie : Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem
Prometheus LernAtlas der Anatomie : Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem
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Praxishandbuch Schreiben in der Hochschulbibliothek
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Wissenschaftliche Bibliotheken als Orte des Schreibens : Infrastrukturen, Ressourcen, Services
Patientenfragebögen in der Harninkontinenzdiagnostik : Psychometrische Eigenschaften der deutschen Versionen des Questionnaire for Urinary Incontinence Diagnosis (QUID) und des Incontinence Severity Index (ISI) bei Frauen mit Harninkontinenz
Practical Clinical Andrology
How Can we Use Simulation to Improve Competencies in Nursing?
Wirkung ohne Wirksamkeit : Unspezifische therapeutische Wirkungen in der Medizin
Anal Incontinence : Clinical Management and Surgical Techniques
Von der Idee zum Text : eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben
Löffler/Petrides Biochemie und Pathobiochemie
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Most Wanted Book/eBook: Morbus Sudeck (CRPS) : Fortschritte in Pathogenese, Diagnose und Therapie
Unter den am meisten vorgemerkten Büchern der letzten Buchausstellung sind:
Morbus Sudeck (CRPS) : Fortschritte in Pathogenese, Diagnose und Therapie
Morbus Sudeck (CRPS) : Fortschritte in Pathogenese, Diagnose und Therapie
2022
Morbus Sudeck (CRPS) : Fortschritte in Pathogenese, Diagnose und Therapie / von Reiner Bartl
In diesem essential wird das „Complex Regional Pain Syndrome“ (CRPS), früher als „Morbus Sudeck“ bezeichnet, als zermürbende, die Lebensqualität zerstörende chronische Schmerzkrankheit vorgestellt. Sie manifestiert sich als lokale akute Entzündung oft nach Bagatelltraumen, charakterisiert durch Schmerz, Schwellung, Temperaturunterschiede und livide Verfärbung der betroffenen Extremität. Neue Erkenntnisse in der Pathophysiologie dieser immer noch rätselhaften Erkrankung führten zu Fortschritten im Verständnis, in der Diagnostik und vor allem in der Therapie. Das mit dem CRPS assoziierte Knochenmarködem ist heute mit Bisphosphonat- Infusionen heilbar. Sonderformen des CRPS bei Kindern und Jugendlichen, bei Schwangeren und im hohen Alter werden vorgestellt. (Angaben aus der Verlagsmeldung)





