Alle Beiträge von ub_admin

FRESH eBOOKS: NeuroRehabilitation : Ein Praxisbuch für interdisziplinäre Teams; Intraocular Lens Calculations; uvm.

FRESH eBOOKS [en]
 
Alle aktuellen eBooks der Universitätsbibliothek können von MedUni Wien Angehörigen im Volltext  am Campus der MedUni Wien oder via Remote Access  abgerufen werden.

Externe Benutzer:innen können nach Erhalt der Bibliothekskarte über das WLAN MUW-Bibliothek im Lesesaal der UB eBooks downloaden.

 
E-Book

Chirurgie des unteren Gastrointestinaltrakts und Allgemeine Chirurgie

Kreis, Martin E. [HerausgeberIn]Beyer, Katharina [HerausgeberIn]
2024
*****
 
 
E-Book

Die Geburtshilfe

von Kaisenberg, Constantin [HerausgeberIn]Klaritsch, Philipp [HerausgeberIn]Hösli-Krais, Irene [HerausgeberIn]
2024
*****
 
 
E-Book

NeuroRehabilitation : Ein Praxisbuch für interdisziplinäre Teams

Frommelt, Peter [HerausgeberIn]Thöne-Otto, Angelika [HerausgeberIn]Grötzbach, Holger [HerausgeberIn]
2024
 
*****
E-Book

Sexualität, Reproduktion, Schwangerschaft, Geburt

Dadak, Christian, 1950- [HerausgeberIn]
2023
*****
E-Book

Frauenheilkunde : Tertial

Dadak, Christian, 1950- [HerausgeberIn]
2023
*****
 
 
E-Book

Antibiotic Stewardship in Krankenhaus und Arztpraxis

Schulz-Stübner, Sebastian [VerfasserIn]
2024

*****

 
E-Book

Adipositas : Ätiologie, Folgekrankheiten, Diagnostik, Therapie

Hauner, Hans [HerausgeberIn]Wirth, Alfred [HerausgeberIn]
2024

*****

 
E-Book

Mikroneuroanatomie und Chirurgie : Ein praktischer anatomischer Leitfaden

Chaddad-Neto, Feres [VerfasserIn]Silva da Costa, Marcos Devanir [VerfasserIn]
2024
*****
 
 
E-Book

Atemtherapie

Rutte, Rega, 1957- [VerfasserIn]Sturm, Sabine, 1961- [VerfasserIn]
2024

*****

[en] Members of MedUni Vienna can get access to all current eBooks from the University Library in full text on the MedUni Vienna campus or via remote access. External users can download eBooks after receiving the library card via the MUW library WiFi in the UB reading room.
 
 
E-Book

Financial, Staffing and Societal Sustainability of Dutch Health Care : An Urgent Need for Clear Choices

Werner, Gijsbert [VerfasserIn]Riel, Arthur van [VerfasserIn]Gijsberts, Mérove [VerfasserIn]Visser, Marianne de [VerfasserIn]
2024
********
 
 
E-Book

Primary Adrenal Malignancies

Tiberio, Guido A. M. [HerausgeberIn]
2025
*********
 
E-Book

Intraocular Lens Calculations

Aramberri, Jaime [HerausgeberIn]Hoffer, Kenneth J. [HerausgeberIn]Olsen, Thomas [HerausgeberIn]Savini, Giacomo [HerausgeberIn]Shammas, H. John [HerausgeberIn]
2024
*********
 
E-Book

PET and SPECT of Neurobiological Systems

Dierckx, Rudi A.J.O [HerausgeberIn]Otte, Andreas [HerausgeberIn]de Vries, Erik F.J [HerausgeberIn]van Waarde, Aren [HerausgeberIn]Lammertsma, Adriaan A [HerausgeberIn]
*********
 
 
E-Book

Sexual Behaviour and Health in Older Adults

Smith, Lee [HerausgeberIn]Grabovac, Igor [HerausgeberIn]
*********
 
 
E-Book

Intensive Care Fundamentals : Practically Oriented Essential Knowledge for Newcomers to ICUs

Duška, František [HerausgeberIn]Al-Haddad, Mo [HerausgeberIn]Cecconi, Maurizio [HerausgeberIn]
 

Logo Margrit Hartl

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [301]: Pirquet, Clemens – Professor und Leiter der I. Universitäts-Kinderklinik im Allgemeinen Krankenhaus in Wien

Pirquet, Clemens – Professor und Leiter der I. Universitäts-Kinderklinik im Allgemeinen Krankenhaus in Wien

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 12.09.2024

Keywords: Kinderarzt, I. Universitäts-Kinderklinik, Allgemeines Krankenhaus Wien, St. Anna-Kinderspital, Allgemeinen Poliklinik in Wien, Völkerbund, Österreichische Gesellschaft für Volksgesundheit, Medizingeschichte, Wien

Clemens Pirquet Freiherr von Cesenatico wurde am 12. Mai 1874 als Sohn des Abgeordneten zum österreichischen Reichsrat und zum niederösterreichischen Landtag, Peter Zeno Pirquet Freiherr von Cesenatico (1838-1906), und Flora, geborene Pereira-Arnstein, in Hirschstetten in Wien geboren. Nach dem Besuch mehrerer Gymnasien maturierte er im Theresianum in Wien und begann danach in Innsbruck ein Studium der Theologie und ab 1893 in Löwen der Philosophie, das er 1894 mit dem Magisterium abschloss. Ab 1895 studierte er zunächst in Wien und Königsberg Medizin und promovierte im Jahr 1900 an der Universität in Graz. In der Separata-Sammlung der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin befindet sich seine erste wissenschaftliche Veröffentlichung aus dem Jahr 1897 als Student der Medizin am Physiologischen Institut in Königsberg mit dem Titel „Prüfung der d’Arsonval’schen Electrode auf Gleichartigkeit und Unpolarisierbarkeit“ (= Separatabdruck aus dem Archiv für die gesamte Physiologie Bd. 65, Bonn 1897).

Nach der Ableistung seines Militärdienstes als Militärarzt arbeitete er als Voluntär im St. Anna Kinderspital. 1901 bildete er sich an der Berliner Kinderklinik an der Charité bei Otto Heubner (1843-1926) zum Kinderarzt aus. Noch 1901 kehrte er nach Wien zurück und begann zunächst als Sekundararzt und danach als Assistent bei Theodor Escherich (1857-1911) an der Wiener Kinderklinik im St. Anna Kinderspital. Daneben war er bei Rudolf Kraus (1868-1932) am Institut für Serotherapie tätig, wo er seine Interessen an der Bakteriologie, Immunologie und Serologie nachging.

Zunächst wurde Pirquet vor dem Ersten Weltkrieg durch seine Forschungen auf den Gebieten der Bakteriologie, der Immunologie und der Tuberkulose bekannt. 1903 stellte er die mit Béla Schick (1877-1967) durchgeführte Arbeit „Zur Theorie der Inkubationszeit“ vor der Akademie der Wissenschaften in Wien vor. Ebenfalls 1903 erschien die am Hygienischen Institut in München von ihm und Max Gruber (1853-1927) durchgeführte Studie „Toxin und Antitoxin“ und 1905 beschrieb er wieder gemeinsam mit Béla Schick erstmals „Die Serumkrankheit“. 1906 führte Pirquet mit dem Aufsatz „Allergie: aus der k.k. Universitäts-Kinderklinik in Wien“ den Begriff „Allergie“ in die medizinische Fachsprache ein, veröffentlichte 1907 dazu die Arbeiten „Allergie – Diagnostik“, „Klinische Studien über Vakzination und vakzinale Allergie“ und entwickelte im selben Jahr eine Methode zur Früh-Diagnose der Tuberkulose, die auch als „Pirquet-Reaktion“ bekannt wurde und die er im Aufsatz „Die kutane Tuberkulinprobe“ beschrieb. Im selben Jahr erschien noch seine Studie „Der diagnostische Wert der kutanen Tuberkulinreaktion bei der Tuberkulose des Kindesalters auf Grund von 100 Sektionen“.

Clemens Pirquet: Österreichische Blätter für Krankenpflege, Nr. 3, März 1929.

Nachdem sich Pirquet 1908 an der Universität Wien im Fach Pädiatrie habilitiert hatte, wurde er 1909 als Professor für Kinderheilkunde an der Johns Hopkins University in Baltimore und als Chefarzt am Harriet Lane Home for Invalid Children in den USA berufen.

Universitäts-Kinderklinik

Nach einem kurzen Aufenthalt (1910) an der Universität Breslau erfolgte 1911 seine Ernennung als Nachfolger von Theodor Escherich zum Vorstand der noch unter Escherich neuerrichteten Universitäts-Kinderklinik in Wien. Diese Funktion bekleidete er bis zu seinem Ableben. Seine Vorstellungen zu dieser von ihm modernisierten Klinik publizierte er 1911 unter dem Titel „Die neue Wiener pädiatrische Klinik“. Noch im selben Jahr gründete er hier eine heilpädagogische Abteilung, die sich als erste weltweit mit der klinischen Forschung und Behandlung von hirnorganischen Schädigungen und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern beschäftigte. Hier wirkte er während des Krieges mit seinen Mitarbeitern Béla Schick, der bis 1923 an der Klinik als Assistent arbeitete und den nach ihm benannten „Schick-Test“ zur Erkennung von Diphtherie entwickelte, und mit Ernst Mayerhofer (1877-1957), der sich 1911 in Wien habilitierte und ab 1923 als Professor für Kinderheilkunde in Zagreb arbeitete. Ein weiterer Mitarbeiter war Edmund Nobel (1883-1946), der von 1912 bis 1930 an der Kinderklinik und zwischen 1930 und 1937 als Primarius der Internen Abteilung am Mautner-Markhof‘schen-Kinderspital tätig war.

Erster Weltkrieg

Während des Ersten Weltkrieges begann Pirquet sich angesichts der rasanten und immer akuter werdenden Ernährungskrise mit ernährungswissenschaftlichen Fragen zu beschäftigen, ebenso beschäftigte er sich weiterhin in der Tuberkuloseforschung. Pirquet zählt zu den Bahnbrechern der modernen Ernährungswissenschaft, erforschte dabei zahlreiche Kinderkrankheiten, entwarf Ernährungspläne und entwickelte die Organisation einer systematischen und rationellen medizinischen Ernährungsfürsorge, vor allem zur ausreichenden Versorgung von Kleinkindern. 1915 – noch vor der in den folgenden Jahren sich verschärfenden Ernährungskrise – publizierte er über die „Ernährung des Kindes während des Krieges“.[1]

Pirquet erstellte Konzepte zur Ernährung, in denen das von ihm sogenannte NEM-System (Nähreinheit Milch) im Mittelpunkt stand und nach dem Krieg an der Kinderklinik und in den Wiener Fürsorgeanstalten bei den organisierten Kinderausspeisungen umgesetzt wurde. Darüber hinaus versuchte er seine neuen Ernährungsmethoden für breite Bevölkerungsschichten zu popularisieren. Mithilfe seiner aus seinem Aufenthalt in den USA in der Vorkriegszeit geknüpften Kontakte organisierte er gemeinsam mit seinen Mitarbeitern zwischen 1919 und 1921 österreichweit die Ausspeisungen der amerikanischen Kinderhilfsorganisation von zirka 400.000 unterernährten und unter Mangelerscheinungen leidenden Kindern. Diese Hilfsaktion zur Sicherung der Lebensmittelversorgung für die notleidende europäische Bevölkerung wurde nach dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg vom späteren US-Präsident Herbert Hoover (1874-1964) als Leiter der United States Food Administration und ab 1918 als Koordinator deren Nachfolgeorganisation (American Relief Administration) organisiert. Von dieser Hilfsorganisation profitierte besonders die Republik Österreich, wo beispielsweise in Wien im Jahr 1919 96% der Kinder an Unterernährung litten. Über diese Aktionen berichtete Pirquet 1919 im Artikel „Der Ernährungszustand der Wiener Kinder[2] und 1920 „Die amerikanische Kinderhilfsaktion in Österreich“ (Teil 1)[3], (Teil 2)[4] sowie 1921 in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte in Wien über „Die amerikanische Schulausspeisung in Österreich“.[5]

Zur Ermittlung der zu verabreichenden notwenigen Nahrungsmittelmenge pro Kind entwarf Pirquet schon 1914 die sogenannte Pelidisi-Formel, eine Berechnungsmethode, die Körpergröße, Gewicht u.a. in Relation zur auszugebenden Nahrungsmittelmenge herstellte.

Piquet Clemens, Pelidisi-Tafel, Wien Leipzig, 1921.

1918 veröffentlichte er dazu die „Ergebnisse der Kinderernährung nach einem neuen System“,[6] die er auf der Tagung der Waffenbrüderlichen Vereinigung in Berlin im Jänner 1918 vortrug. Zur Ernährungsfrage vom medizinischen Standpunkt aus publizierte Pirquet nach dem Krieg eine Reihe von Arbeiten, darunter 1919 „System der Ernährung. 3: Nemküche“, 1920 das „Lehrbuch der Volksernährung: nach dem Pirquet’schen System“, 1921 „Grundriß der Diätverordnungslehre nach dem Pirquetschen System in der Pädiatrie“, 1927 gemeinsam mit Nobel als Herausgeber „Kinderküche. Ein Kochbuch nach dem Nemsystem“ und 1928 das Kochbuch „Die Ernährung des Diabetikers“.

1926 erschien von ihm als Herausgeber und Mitautor unter dem Titel „Volksgesundheit im Krieg, Teil 2, (= Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Weltkrieges: Österreichische und ungarische Serie)“ eine bis heute zum Standardwerk der Medizingeschichte im Ersten Weltkrieges zählende Arbeit in der von der Carnegie-Stiftung konzipierten Reihe zur Geschichte des Ersten Weltkrieges.

In den 1920er Jahren forschte Pirquet zu den Folgewirkungen des Krieges und den Auswirkungen der Ernährungskrise in der Nachkriegszeit im internationalen Vergleich. Hinsichtlich der Entwicklung der Geburtenraten erschienen 1927 von ihm die Arbeiten „Geburtenerminderung in und nach dem Weltkriege“ und „Geburtenhäufigkeit und Säuglingssterblichkeit“.

Während und in den Jahren nach dem Krieg erfuhr unter ihm die Universitäts-Kinderklinik einen weiteren Modernisierungsschub. 1919 kam es nach einem Vorschlag von Béla Schick zur Überdachung eines Teils der Dachterrasse des Hauptgebäudes, womit eine Art „Freiluftspital“ für die Patienten, darunter tuberkulöse Kinder, an der Klinik geschaffen werden konnte.

Das interessante Blatt, 25.9.1919, S. 1.

Ebenso kam es an der Klinik zur Errichtung eigener Isolierbetten, worüber Pirquet in der „Zeitschrift für das gesamte Krankenhauswesen“ (1928, Heft 26) berichtete.

Sonderdruck aus: Zeitschrift für das gesamte Krankenhauswesen, H. 26, 1928, S. 54.

Pirquet war in zahlreichen öffentlichen Funktionen tätig, wie u.a. als Mitglied des Obersten Sanitätsrats für Österreich, als Präsident der Wiener Gesellschaft für Kinderheilkunde, und ab 1919 Mitglied der Landeskommission für Volkspflegestätten.[7] Weiters war er Mitglied der Gesellschaft der Ärzte in Wien.

Österreichische Gesellschaft für Volksgesundheit und Vorsitzender des Völkerbundkomitees für Säuglingsfürsorge in Genf (L’Union Internationale de Secours aux Enfants)

Pirquet war Initiator der 1926 gegründeten Österreichischen Gesellschaft für Volksgesundheit in Wien, die sich mit der öffentlichen Gesundheitspolitik und der Popularisierung von Gesundheitsfragen befasste und dazu die Zeitschrift „Volksgesundheit“ herausgab. In diesem Sinn war Pirquet auch kontinuierlich in der Wiener Volksbildung und im „Radio Wien“ als Vortragender präsent. Er stand der Gesellschaft seit ihrer Gründung als Präsident vor.[8] 1928 engagierte er sich in der mit dem Hygiene-Museum in Dresden und der Österreichischen Gesellschaft gemeinsam veranstalteten Ausstellung „Frau und Kind“.[9] Weiters erfolgte seine Berufung zum Präsidenten der 1919 gegründeten L’Union Internationale de Secours aux Enfants beim Völkerbund in Genf. Im Hygiene-Komitee des Völkerbundes wirkte er als Mitglied mit. Darüber berichtete er in seinem Aufsatz „Die Leistungen des Völkerbundes auf dem Gebiet der Hygiene“.[10]

Förderer der Pflegeberuf-Ausbildung

Pirquet befasste sich inhaltlich wie organisatorisch mit der Frage der Professionalisierung des Krankenpflegeberufes und besonders der Krankenpflegerinnenausbildung. 1918 gründete er die „Schwesternschaft der Universitäts-Kinderklinik in Wien“, und verpflichtete ab 1924 Medizinerinnen an seiner Klinik zur Absolvierung eines Krankenpflegepraktikums. Dazu verfasste er gemeinsam mit Edmund Nobel und den beiden Krankenpflegerinnen Hedwig Birkner und Paula Panzer 1925 den Lehrbehelf „Kinderheilkunde und Pflege des gesunden Kindes: für Schwestern und Fürsorgerinnen“, der 1928 von Nobel und ihm ein weiteres Mal unter denselben Titel erschien. 1927 veröffentlichte er mit Hedwig Birkner und Paula Panzer das Lehrbuch „Kinderpflege“.

Medizinische Lehr- und Dokumentarfilme unter Mitwirkung von Clemens Pirquet

Im Jahr 1919 entstanden an der Kinderklinik der Medizinischen Fakultät der Universität Wien von Pirquet und seinen Mitarbeitern im Auftrag und mit Unterstützung der staatlichen Filmhauptstelle – der späteren Bundesfilmhauptstelle –, der auch die technische Durchführung oblag, zwei Filme über das durch Unterernährung hervorgerufene Kinderelend im Nachkriegsösterreich und die Versorgungsmaßnahmen an der Kinderklinik. Beide Dokumentarfilme gehören zu den ersten medizinisch-wissenschaftlichen Filmen, die in der Ersten Republik an der Medizinischen Fakultät in Wien gedreht worden sind und tragen den Titel „Kinderelend in Wien“ und „Die Kinderklinik in Wien“. Sie befinden sich heute im Filmarchiv Austria. In beiden Filmen wirkte Pirquet mit.

„Kinderelend in Wien“ (Filmmaterial: 35 mm, Nitratfilm, Positiv, Vollbild; Stummfilm; Filmlänge: ca. 20 min/543 m; Farbe/Schwarz-weiß: s/w) entstand aufgrund von Aufnahmen aus dem Jahre 1914 über den Gesundheitszustand von Schülern einer Wiener Volksschule, die nunmehr zu Vergleichszwecken im Jahre 1919 in derselben Schule wiederholt wurden.

Ein kurzer Ausschnitt (2.01 Minuten) aus dem Film ist hier zu sehen.

„Die Kinderklinik in Wien“ (Filmmaterial: 35 mm; Filmlänge: Ca. 6 min/200 m; Farbe/Schwarz-weiß: s/w; Stummfilm) zeigt verschiedene Szenen aus der Kinderklinik, darunter ärztliche Untersuchung mit Perkussion, Krankenschwestern beim Baden, Abwiegen und Vermessen unterernährter Kinder und erklärt das Zubereiten der richtigen Nahrungsmenge. Der Film zeigt weiters Kinder mit Tuberkulose in Luft- und Lichttherapie. Hergestellt wurde der Film an der Universitätsklinik für Kinderheilkunde an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien.

Pirquet, der für seine wissenschaftlichen Leistungen fünfmal für den Nobelpreis nominiert worden war, und seine Ehefrau begingen am 28. Februar 1929 in Wien Suizid. Heute erinnert eine Büste im Arkadenhof der Universität Wien an Clemens Pirquet.

Quellen:

UAW, Rektoratsarchive, Akademischer Senat, Akten-Sonderreihe, S 303 Personalblätter, Senat S 304.961 Pirquet, Clemens Freiherr von Cesenatico (12.05.1874-28.02.1929; Kinderheilkunde).

Literatur:

Pirquet, Clemens: Prüfung der d’Arsonval’schen Electrode auf Gleichartigkeit und Unpolarisierbarkeit. Sonderdruck aus: Archiv für die gesamte Physiologie. Bonn: 1897.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 39938]

Pirquet, Clemens: Zur Theorie der Inkubationszeit. Vortrag des Dr. Clemens Frh. v. Pirquet über eine gemeinsame Arbeit mit Dr. Bela Schick aus dem St. Annen-Kinderspital in Wien (Vorstand: Prof. Escherich). Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Druck von Kratz, Helf & Comp. 1903.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Gruber, Max von und Clemens Pirquet: Toxin und Antitoxin. Aaus dem hygienischen Institut zu München. Sonderdruck aus: Münchener medizinische Wochenschrift. München: Verlag von J.F. Lehmann 1903.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 9170]

Pirquet, Clemens: Die Serumkrankheit. Leipzig, Wien: Deuticke 1905.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Sign.: 3246-N]

Pirquet, Clemens: Allergie. Aus der k.k. Universitäts-Kinderklinik in Wien (Vorst.: Hofrat Escherich). Sonderdruck aus: Münchener medizinische Wochenschrift. München: Lehmann 1906.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 33325]

Pirquet, Clemens: Allergie – Diagnostik. Sonderdruck aus: Therapeutische Monatshefte. Berlin: Verlag von Julius Springer 1907.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Pirquet, Clemens: Klinische Studien über Vakzination und vakzinale Allergie. Leipzig, Wien: Deuticke 1907.

[Universitätsbibliothek Medizinische Universität Wien/Magazin, Sign.: 2024-01224]

Pirquet, Clemens: Die kutane Tuberkulinprobe. Sonderdruck aus: Medizinische Klinik. Berlin: Gedruckt bei Julius Sittenfeld 1907.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Pirquet, Clemens: Der diagnostische Wert der kutanen Tuberkulinreaktion bei der Tuberkulose des Kindesalters auf Grund von 100 Sektionen. Aus der k.k. Universitäts-Kinderklinik in Wien (Vorstand: Hofrat Escherich) und der Kinderabteilung des k.k. Franz-Joseph-Spitales in Wien (Vorstand: Primarius Dozent Dr. Moser). Sonderduck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Druck von Bruno Bartelt 1907.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Pirquet, Clemens: Die neue Wiener pädiatrische Klinik. Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Druck von Bruno Bartelt 1911.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Pirquet, Clemens und Johanna Dittrich: System der Ernährung. Band 3: Nemküche. Berlin: Springer 1919.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 2248/3]

Pirquet, Clemens, Heussler, Josef und E. Mayerhofer: Lehrbuch der Volksernährung. Nach dem Pirquet’schen System. Mit 32 Abbildungen im Texte. Wien, Berlin: Urban & Schwarzenberg 1920.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 1263]

Ambrožič, Matija und Clemens Pirquet: Grundriß der Diätverordnungslehre nach dem Pirquetschen System in der Pädiatrie. Für Ärzte und Studierende. Leipzig, Wien: Deuticke 1921.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 64809]

Kinderküche. Ein Kochbuch nach dem Nemsystem. Hg: Edmund Nobel und Clemens Pirquet. Wien: Springer 1927.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 49576]

Pirquet, Clemens und Richard Wagner: Die Ernährung des Diabetikers. Berlin, Wien: Urban & Schwarzenberg 1928.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 49567]

Pirquet, Clemens: Volksgesundheit im Krieg. Band 2. Wien: Hölder-Pichler-Tempsky 1926.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 55675/2]

Pirquet, Clemens: Geburtenverminderung in und nach dem Weltkriege. Sonderdruck aus: Volksgesundheit. Wien: Urban & Schwarzenberg 1927.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 12953]

Pirquet, Clemens: Geburtenhäufigkeit und Säuglingssterblichkeit. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: Verlag Moritz von Perles 1927.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 12952]

Nobel, Edmund, Pirquet, Clemens, Birkner, Hedwig und Paul Panzer: Kinderheilkunde und Pflege des gesunden Kindes. Für Schwestern und Fürsorgerinnen. Wien: Springer 1925.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 49578]

Nobel, Edmund, Pirquet, Clemens, Birkner, Hedwig und Paula Panzer: Kinderpflege. Mit 28 Textabbildungen und 2 farbigen Tafeln. Wien: Verlag von Julius Springer 1927.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 3738]

[1] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 31, 31.7.1915, S. 1169-1172.

[2] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 1, 1919, S. 5-9.

[3] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 19,1920, S. 853-857.

[4] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 20, 1920, S. 908-911.

[5] Wiener klinische Wochenschrift, Nr. 34, 1921, S. 27.

[6] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 5, 1918, Sp., 217-223.

[7] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 37, 1919, Sp. 1827.

[8] Medizinische Klinik, Nr. 24, 1926, S. 940.

[9] Sonderdruck der Zeitschrift für soziale Hygiene „Volksgesundheit“. Organ der österreichischen Gesellschaft für Volksgesundheit, H. 5, 1928.

[10] Wiener medizinischen Wochenschrift, Nr. 11, 1926, S. 340-341.

Normdaten (Person): Pirquet von Cesenatico, Clemens Peter; BBL: 44834; GND: 117689238;

VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien
BBL:  44834 (12.09.2024)
URL: https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=44834

Letzte Aktualisierung: 2024 09 12

Logo Margrit Hartl

SAVE THE DATE! Workshop für Studierende: Hochschulschriften erfolgreich verfassen

Hochschulschriften erfolgreich verfassen: Workshop für Studierende

Beim Erstellen von wissenschaftlichen Abschlussarbeiten eröffnen sich schnell viele Fragen. In den freiwilligen Workshops für Studierende „Hochschulschriften erfolgreich verfassen“ haben Sie die Möglichkeit zu erfahren, wie Sie Ihre Abschlussarbeit konform des Leitfadens für das Erstellen von Hochschulschriften für Studierende verfassen können. Nach themenspezifischen Impulsreferaten können Sie konkrete Fragen zu Ihrer Abschlussarbeit stellen. Von wissenschaftlicher Recherche in Literaturdatenbanken, Arbeiten mit dem Literaturverwaltungsprogramm Zotero, Datenschutz, Bildrecht, Urheberrecht, Erstveröffentlichungsrecht bis hin zum wissenschaftlichen Schreiben, Zitierstilen und Wissenswertem rund ums Plagiat reichen die Themen, die dabei behandelt werden.

Termin:

Dienstag, 14.01.2025

Zeit:

16:00 – 19:00 Uhr

Ort

Mehrzweckraum (5.E0.03), Universitätsbibliothek der MedUni Wien, AKH Wien, Ebene 5

Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Anmeldung zu einem Workshoptermin über Moodle notwendig.

Anmeldelink

https://moodle.meduniwien.ac.at/course/view.php?id=2953

Programm

• Rund ums Plagiat
• Datenschutz & verantwortungsvolle Verwendung
von Chat GPT & CO
• Wissenschaftliche Recherche in Literaturdatenbanken
• Literaturdatenbanken & Literaturverwaltung mit
Zotero
• Tipps zum wissenschaftlichen Schreiben
• Urheberrechtliche Aspekte bei wissenschaftlichen
Abschlussarbeiten
• Zitierstile, Handbücher & Checkliste

Einladung Writing Theses WS-2024-25 für Studierende.pdf

Fragen und Antworten

„Aus den Büchern“ der medizinhistorischen Bibliotheken der Ub MedUni Wien: Exlibris Hans Wittak

Im Van Swieten Blog werden exemplarisch digitalisierte Exlibris aus den Büchern der medizinhistorischen Bibliotheken präsentiert, die im  »Bibliothekskatalog und im »Repositorium recherchierbar sind.

Exlibris Hans Wittak


Published online:
01.08.2024

Keywords: Exlibris, Holzschnitt, Klischeédruck, Grafik, Bibliophiler, Buchkunst

Bücher-Exlibris

Gezeigt wird eine stilisierte Hell-Dunkel-Darstellung der Entstehung eines Buches auf schwarzem Hintergrund. Über das Sujet verteilt und auf hellen Hilfslinien in Negativschrift-Versalien ausgeführt steht das lateinische Sprichwort „HABENT SUA FATA LIBELLI“ (Bücher haben ihre Schicksale vgl. Terentianus Maurus).
Dargestellt wird:
links oben ein bis zur Hälfte mit Federkiel beschriebenes Blatt Papier;
nach rechts absteigend ein Satzspiegel mit der Initiale „A“ auf ein Blatt Papier gedruckt;
weiter nach rechts absteigend ein Heftling mit zwei rechtsseitigen Bundschnüren;
weiter absteigend ganz rechts drei aufgestellte Bücher in der Buchrückenansicht sowie darunter ein aufgeschlagenes Buch in der Fußschnittansicht;
ganz unten links ein aufgeschlagenes Buch mit zwei Buchschließen an der rechten Buchseite sowie links auf dem Vorsatz ein Typografisches Exlibris auf schwarzem Quadrat in heller Schrift „Dr. H W“;
auf der untersten hellen Hilfslinie ganz rechts das Monogramm „RK“ des Exlibris-Künstlers Rudolf Köhl;
ganz oben über dem rechteckigen Sujet „EXLIBRIS“ sowie ganz unten der Exlibris-Eignername „Dr. HANS WITTAK“ jeweils in schwarzer Schrift;

Exlibris in situ
Ein Exlibris stellt neben der kunst- und kulturhistorischen Bedeutung auch ein wichtiges Provenienzmerkmal dar, da der Weg des Buches nachvollzogen werden kann. Dieses Exlibris entstanden um 1928 ist ein grafisch gestalteter Eigentumsvermerk, der in Zettelform (Maße der Darstellung: 82 x 62 mm) auf die Innenseite folgendes Bucheinbandes geklebt wurde.

Buch

Freymüthige Breife an Herrn Grafen von B. über den gegenwärtigen Zustand der Gelehrsamkeit der Universität und der Schulen zu Wien

Sattler, Johann Tobias, 1748-1774 [Verfasser]
Mieg, Johann Friedrich, 1744-1819 [Verfasser]
Afsprung, Johann Michael, 1748-1808 [Verfasser]
1774 [Jahr]
___

Normdaten (Person, Exlibriseigner): Wittak, Hans: VSB: 44850; GND: 1090805896;

Normdaten (Person, Exlibriskünstler): Köhl, Rudolf: VSB: 44850; GND: 129220930;

VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien
URL: https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p= 44850

Exlibris Hans Wittak: https://repositorium.meduniwien.ac.at/obvumwoa/content/titleinfo/10021938

Letzte Aktualisierung: 2024 07 25

Logo Margrit Hartl

 

Neuerwerbungen: September 2024

Der Bestand der Bibliothek wird durch zahlreiche interessante Neuerwerbungen laufend erweitert. Stöbern Sie in unserer virtuellen Buchausstellung, lesen Sie die eBooks. Ein Großteil der neu erworbenen Literatur wird in der Buchausstellung im Lesesaal präsentiert. Diese Bücher können Sie vormerken und nach der Ausstellung ausleihen.
[en]  Interesting new acquisitions expand our library’s collection. Browse through our virtual book exhibition and read the eBooks! Most of the books are presented in the book exhibition in the reading room, where they can be reserved and borrowed after the exhibition.

>>Neuerwerbungen im September

>>Neuerwerbungen 2024

>>alle Neuerwerbungen

Nützliche Links: Buch vormerken, Foto: M.HartlRecherche im Bibliothekskatalog,Benutzer:innenkonto Login, Ausstellung und Verlängerung der Bibliothekskarte per E-Mail

Logo Margrit Hartl

Datenbank des Monats: Suchportal für Lebenswissenschaften LIVIVO

LIVIVO – Das Suchportal für Lebenswissenschaften

LIVIVO ist das Suchportal von ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften für die Fächer Medizin, Gesundheitswesen, Ernährungs-, Umwelt- und Agrarwissenschaften. LIVIVO durchsucht rund 55 Millionen Datensätze aus rund 70 Fachdatenquellen. Die Trefferliste in LIVIVO bietet zudem Informationen, wie User:innen auf die Texte oder andere Materialien zugreifen können. Wenn möglich, werden frei zugängliche Quellen verlinkt, der Volltext bereitgestellt und Artikel mit Links der zugrunde liegenden Forschungsdaten verknüpft.

Video-Tutorials, LIVIVO Help Topics

Frei zugängliche Online-Datenbank: https://www.livivo.de

TOP-JOURNAL des Monats: Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology

Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology (Journal Impact Factor: 45.9*)[en]

Die Universitätsbibliothek stellt die medizinischen Top-Journals am Campus der MedUni Wien und via Remote Access  zur Verfügung.

Das  TOP-JOURNAL des Monats im Van Swieten Blog ist:

Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology

Zu den Volltexten: Jg. 9, H. 1 (2012) –  

Laut den Habilitationsrichtlinien der MedUni Wien werden die ersten 20% der Zeitschriften eines bestimmten Fachgebietes in den Journal Citation Reports als Top Journals gewertet. Die zwischen 20% und 60% liegenden Zeitschriften gelten als Standard Journals.

Mit dem 2023 Journal Impact Factor 45.9 ist Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology ein Top-Journal in der Kategorie: GASTROENTEROLOGY & HEPATOLOGY

ISSN: 1759-5045
12 issues/year

***

[en] The University Library offers top medical journals available on the MedUni Vienna campus and via Remote Access .

TOP JOURNAL of the month in the Van Swieten Blog is:

Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology

To the fulltexts: Jg. 9, H. 1 (2012) –   

According to the habilitation guidelines defined by MedUni Vienna, the first 20% of journals in a specific JCR category are classed as Top Journals. Journals positioned between 20% and 60% are classed as Standard Journals.

In the Impact Factor ranking with the 2023 Journal Impact Factor 45.9 is Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology a Top Journal in the category: GASTROENTEROLOGY & HEPATOLOGY

ISSN: 1759-5045
12 issues/year

*2023 Journal Impact Factor

Habilitationsrichtlinien: https://www.meduniwien.ac.at/web/karriere/karriere-an-der-medizinischen-universitaet-wien/wissenschaftliche-karriere-an-der-meduni-wien/habilitation

habilitation guidelines:
https://www.meduniwien.ac.at/web/en/career/careers-at-the-medical-university-of-vienna/scientific-careers-at-the-meduni-vienna/venia-docendi/

Letzter Abruf: 29.08.2024

***

Weiterlesen: Datenbank des Monats – Journal Citation Reports (JCR)

Open Access Publikationen von Angehörigen der MedUni Wien [148]: Springer-Verlag

Open AccessOpen Access-Publizieren ohne Zusatzkosten für Autor:innen der MedUni Wien

Autor:innen der Medizinischen Universität Wien können aufgrund eines transformativen Open-Access-Verlagsabkommens mit Springer in mehr als 2.000 Zeitschriften des Verlags ohne Zusatzkosten Open Access publizieren.
Mehr Infos–>

Im Van Swieten Blog können Sie  kontinuierlich die Open Access Publikationen von Angehörigen der MedUni Wien nachlesen.

[en: Authors affiliated with the Medical University of Vienna can publish Open Access without any additional charges in over 2,000 Springer journals under a transformative Open Access publishing agreement. Please find the agreement details here>>

In our Blog you can continuously read the Open Access publications by members of MedUni Vienna.]

Targeting sphingolipid metabolism in chronic lymphocytic leukemia

Flora Nguyen Van Long, Trang Le, Patrick Caron, Délya Valcourt-Gendron, Roxanne Sergerie, Isabelle Laverdière, Katrina Vanura, Chantal Guillemette

Clin Exp Med. 2024; 24(1): 174. Published online 2024 Jul 30. doi: 10.1007/s10238-024-01440-x

PMCID:

PMC11289351

AbstractArticlePDF–6.1M

*********************

Development of an initial training and evaluation programme for manual lower limb muscle MRI segmentation

Jasper M. Morrow, Sachit Shah, Lara Cristiano, Matthew R. B. Evans, Carolynne M. Doherty, Talal Alnaemi, Abeer Saab, Ahmed Emira, Uros Klickovic, Ahmed Hammam, Afnan Altuwaijri, Stephen Wastling, Mary M. Reilly, Michael G. Hanna, Tarek A. Yousry, John S. Thornton

Eur Radiol Exp. 2024 Dec; 8: 85. Published online 2024 Jul 25. doi: 10.1186/s41747-024-00475-9

PMCID:

PMC11282017

AbstractArticlePDF–1.9M

*********************

Timely integration of palliative care. the reality check. a retrospective analysis

Adamidis, N. S. Baumgartner, A. Kitta, L. Kum, F Ecker, J Bär, C. Marosi, G. Kreye, C. Fischer, E. L. Zeilinger, C. Paschen, C. Wenzel, E. K. Masel

Support Care Cancer. 2024; 32(8): 518. Published online 2024 Jul 17. doi: 10.1007/s00520-024-08721-x

PMCID:

PMC11254969

AbstractArticlePDF–667K

*********************

Cleavage site-directed antibodies reveal the prion protein in humans is shed by ADAM10 at Y226 and associates with misfolded protein deposits in neurodegenerative diseases

Feizhi Song, Valerija Kovac, Behnam Mohammadi, Jessica L. Littau, Franka Scharfenberg, Andreu Matamoros Angles, Ilaria Vanni, Mohsin Shafiq, Leonor Orge, Giovanna Galliciotti, Salma Djakkani, Luise Linsenmeier, Maja Černilec, Katrina Hartman, Sebastian Jung, Jörg Tatzelt, Julia E. Neumann, Markus Damme, Sarah K. Tschirner, Stefan F. Lichtenthaler, Franz L. Ricklefs, Thomas Sauvigny, Matthias Schmitz, Inga Zerr, Berta Puig, Eva Tolosa, Isidro Ferrer, Tim Magnus, Marjan S. Rupnik, Diego Sepulveda-Falla, Jakob Matschke, Lojze M. Šmid, Mara Bresjanac, Olivier Andreoletti, Susanne Krasemann, Simote T. Foliaki, Romolo Nonno, Christoph Becker-Pauly, Cecile Monzo, Carole Crozet, Cathryn L. Haigh, Markus Glatzel, Vladka Curin Serbec, Hermann C. Altmeppen

Acta Neuropathol. 2024; 148(1): 2. Published online 2024 Jul 9. doi: 10.1007/s00401-024-02763-5

PMCID:

PMC11233397

AbstractArticlePDF–5.1M

*********************

Stable responses to danicopan as add-on to ravulizumab in two patients with paroxysmal nocturnal hemoglobinuria

Wolfgang Füreder, Peter Valent

Ann Hematol. 2024; 103(8): 3235–3238. Published online 2024 Jun 26. doi: 10.1007/s00277-024-05858-x

PMCID:

PMC11283385

ArticlePDF–1019K

*********************

Population Pharmacokinetics of Inotuzumab Ozogamicin in Pediatric Relapsed/Refractory B-Cell Precursor Acute Lymphoblastic Leukemia: Results of Study ITCC-059

Jen-Hao Wu, Edoardo Pennesi, Francisco Bautista, May Garrett, Kei Fukuhara, Erica Brivio, Anneke C. J. Ammerlaan, Franco Locatelli, Inge M. van der Sluis, Claudia Rossig, Christiane Chen-Santel, Bella Bielorai, Arnaud Petit, Jan Starý, Cristina Díaz-de-Heredia, Susana Rives, Aengus O’Marcaigh, Carmelo Rizzari, Gernot Engstler, Karsten Nysom, Alba Rubio-San-Simón, Benedicte Bruno, Yves Bertrand, Benoît Brethon, Fanny Rialland, Geneviève Plat, Uta Dirksen, Lucie Sramkova, C. Michel Zwaan, Alwin D. R. Huitema

Clin Pharmacokinet. 2024; 63(7): 981–997. Published online 2024 Jun 22. doi: 10.1007/s40262-024-01386-z

PMCID:

PMC11271359

AbstractArticlePDF–2.0M

*********************

Optimizing SUV Analysis: A Multicenter Study on Preclinical FDG-PET/CT Highlights the Impact of Standardization

Claudia Kuntner, Carlos Alcaide, Dimitris Anestis, Jens P. Bankstahl, Herve Boutin, David Brasse, Filipe Elvas, Duncan Forster, Maritina G. Rouchota, Adriana Tavares, Mari Teuter, Thomas Wanek, Lena Zachhuber, Julia G. Mannheim

Mol Imaging Biol. 2024; 26(4): 668–679. Published online 2024 Jun 21. doi: 10.1007/s11307-024-01927-9

PMCID:

PMC11281957

AbstractArticlePDF–3.7M

*********************

Challenges in assessing the immunization status of adults in Germany—lessons from a population-based VACCELERATE survey on polio vaccination

Julia A. Nacov, Jannik Stemler, Jon Salmanton-García, Louise M. Cremer, Markus Zeitlinger, Patrick W. G. Mallon, Zoi Dorothea Pana, Heinz-Josef Schmitt, Oliver A. Cornely, On behalf of the VACCELERATE Consortium

Infection. 2024; 52(4): 1563–1574. Published online 2024 May 28. doi: 10.1007/s15010-024-02296-9

PMCID:

PMC11289296

AbstractArticlePDF–2.3M

*********************

Sarcomatoid Dedifferentiation as a Predictor of Cancer-Specific Mortality in Surgically Treated Localized Renal Cell Carcinoma

Reha-Baris Incesu, Simone Morra, Lukas Scheipner, Andrea Baudo, Cristina Cano Garcia, Francesco Barletta, Anis Assad, Zhe Tian, Fred Saad, Shahrokh F. Shariat, Alberto Briganti, Felix K. H. Chun, Luca Carmignani, Sascha Ahyai, Nicola Longo, Derya Tilki, Markus Graefen, Pierre I. Karakiewicz

Ann Surg Oncol. 2024; 31(8): 5457–5464. Published online 2024 May 21. doi: 10.1245/s10434-024-15431-5

PMCID:

PMC11236926

AbstractArticlePDF–635K

*********************

Incidence and pattern of urgent revascularization in acute coronary syndromes treated with ticagrelor or prasugrel

Alp Aytekin, Maria Scalamogna, J. J. Coughlan, Shqipdona Lahu, Gjin Ndrepepa, Maurizio Menichelli, Katharina Mayer, Jochen Wöhrle, Isabell Bernlochner, Bernhard Witzenbichler, Willibald Hochholzer, Dirk Sibbing, Dominick J. Angiolillo, Rayyan Hemetsberger, Ralph Tölg, Christian Valina, Arne Müller, Sebastian Kufner, Christoph Liebetrau, Erion Xhepa, Alexander Hapfelmeier, Hendrik B. Sager, Michael Joner, Gert Richardt, Karl-Ludwig Laugwitz, Franz Josef Neumann, Heribert Schunkert, Stefanie Schüpke, Adnan Kastrati, Salvatore Cassese

Clin Res Cardiol. 2024; 113(7): 1060–1069. Published online 2024 May 13. doi: 10.1007/s00392-024-02454-x

PMCID:

PMC11219404

AbstractArticlePDF–1.3M

*********************

Long-term clinical outcomes in patients with CIS treated with interferon beta-1b: results from the 15-year follow up of the BENEFIT trial

Ludwig Kappos, Gilles Edan, Mark S. Freedman, Hans-Peter Hartung, Xavier Montalbán, Frederik Barkhof, Ralf Koelbach, David G. MacManus, Eva-Maria Wicklein, for the BENEFIT and BENEFIT 15 Study Groups

J Neurol. 2024; 271(7): 4599–4609. Published online 2024 May 10. doi: 10.1007/s00415-024-12417-x

PMCID:

PMC11233376

AbstractArticlePDF–1.2M

*********************

Comparison of discovery rates and prognostic utility of [68Ga]Ga-PSMA-11 PET/CT and circulating tumor DNA in prostate cancer—a cross-sectional study

Kilian Kluge, Holger Einspieler, David Haberl, Clemens Spielvogel, Dominik Amereller, Gerda Egger, Gero Kramer, Bernhard Grubmüller, Shahrokh Shariat, Marcus Hacker, Lukas Kenner, Alexander Haug

Eur J Nucl Med Mol Imaging. 2024; 51(9): 2833–2842. Published online 2024 May 2. doi: 10.1007/s00259-024-06698-7

PMCID:

PMC11224100

AbstractArticlePDF–1.6M

*********************

Multicenter PET image harmonization using generative adversarial networks

David Haberl, Clemens P. Spielvogel, Zewen Jiang, Fanny Orlhac, David Iommi, Ignasi Carrió, Irène Buvat, Alexander R. Haug, Laszlo Papp

Eur J Nucl Med Mol Imaging. 2024; 51(9): 2532–2546. Published online 2024 May 2. doi: 10.1007/s00259-024-06708-8

PMCID:

PMC11224088

AbstractArticlePDF–4.3M

*********************

Validation of cardiac image-derived input functions for functional PET quantification

Murray Bruce Reed, Patricia Anna Handschuh, Clemens Schmidt, Matej Murgaš, David Gomola, Christian Milz, Sebastian Klug, Benjamin Eggerstorfer, Lisa Aichinger, Godber Mathis Godbersen, Lukas Nics, Tatjana Traub-Weidinger, Marcus Hacker, Rupert Lanzenberger, Andreas Hahn

Eur J Nucl Med Mol Imaging. 2024; 51(9): 2625–2637. Published online 2024 Apr 27. doi: 10.1007/s00259-024-06716-8

PMCID:

PMC11224076

AbstractArticlePDF–1.7M

*********************

ENSEMBLE PLUS: final results of shorter ocrelizumab infusion from a randomized controlled trial

Hans-Peter Hartung, Thomas Berger, Robert A. Bermel, Bruno Brochet, William M. Carroll, Trygve Holmøy, Rana Karabudak, Joep Killestein, Carlos Nos, Francesco Patti, Amy Perrin Ross, Ludo Vanopdenbosch, Timothy Vollmer, Regine Buffels, Monika Garas, Karen Kadner, Marianna Manfrini, Qing Wang, Mark S. Freedman

J Neurol. 2024; 271(7): 4348–4360. Published online 2024 Apr 22. doi: 10.1007/s00415-024-12326-z

PMCID:

PMC11233283

AbstractArticlePDF–553K

*********************

Which parameters influence cognitive, psychiatric and long-term seizure outcome in mesial temporal lobe epilepsy after selective amygdalohippocampectomy?

Judith Jud, Harald Stefanits, Ellen Gelpi, Valérie Quinot, Susanne Aull-Watschinger, Thomas Czech, Christian Dorfer, Karl Rössler, Christoph Baumgartner, Gregor Kasprian, Clara Watschinger, Doris Moser, Jonas Brugger, Ekaterina Pataraia

J Neurol. 2024; 271(7): 4249–4257. Published online 2024 Apr 15. doi: 10.1007/s00415-024-12343-y

PMCID:

PMC11233333

AbstractArticlePDF–533K

*********************

Improving the sensitivity of myelin oligodendrocyte glycoprotein-antibody testing: exclusive or predominant MOG-IgG3 seropositivity—a potential diagnostic pitfall in patients with MOG-EM/MOGAD

  1. Jarius, M. Ringelstein, K. Schanda, K. Ruprecht, M. Korporal-Kuhnke, A. Viehöver, M. W. Hümmert, P. Schindler, V. Endmayr, M. Gastaldi, C. Trebst, D. Franciotta, O. Aktas, R. Höftberger, J. Haas, L. Komorowski, F. Paul, M. Reindl, B. Wildemann

J Neurol. 2024; 271(7): 4660–4671. Published online 2024 Apr 13. doi: 10.1007/s00415-024-12285-5

PMCID:

PMC11233316

AbstractArticlePDF–1.3M

*********************

Naming fMRI-guided white matter language tract volumes influence naming decline after temporal lobe resection

Karin Trimmel, Sjoerd B. Vos, Lawrence Binding, Lorenzo Caciagli, Fenglai Xiao, Louis A. van Graan, Matthias J. Koepp, Pamela J. Thompson, John S. Duncan

J Neurol. 2024; 271(7): 4158–4167. Published online 2024 Apr 7. doi: 10.1007/s00415-024-12315-2

PMCID:

PMC11233363

AbstractArticlePDF–1.3M

*********************

Perioperative Complications and In-Hospital Mortality in Partial and Radical Nephrectomy Patients with Heart-Valve Replacement

Carolin Siech, Andrea Baudo, Mario de Angelis, Letizia Maria Ippolita Jannello, Francesco Di Bello, Jordan A. Goyal, Zhe Tian, Fred Saad, Shahrokh F. Shariat, Nicola Longo, Luca Carmignani, Ottavio de Cobelli, Alberto Briganti, Marina Kosiba, Philipp Mandel, Luis A. Kluth, Felix K. H. Chun, Pierre I. Karakiewicz

Ann Surg Oncol. 2024; 31(8): 5449–5456. Published online 2024 Mar 25. doi: 10.1245/s10434-024-15228-6

PMCID:

PMC11236841

AbstractArticlePDF–469K

*********************

Radiotherapy in localized prostate cancer: a multicenter analysis evaluating tumor control and late toxicity after brachytherapy and external beam radiotherapy in 1293 patients

Matthias Moll, Elisabeth Nechvile, Christian Kirisits, Oxana Komina, Thomas Pajer, Bettina Kohl, Marcin Miszczyk, Joachim Widder, Tomas-Hendrik Knocke-Abulesz, Gregor Goldner

Strahlenther Onkol. 2024; 200(8): 698–705. Published online 2024 Mar 15. doi: 10.1007/s00066-024-02222-w

PMCID:

PMC11272802

AbstractArticlePDF–649K

*********************

ROP-ET: a prospective phase III trial investigating the efficacy and safety of ropeginterferon alfa-2b in essential thrombocythemia patients with limited treatment options

Jean-Jacques Kiladjian, Francisca Ferrer Marin, Haifa Kathrin Al-Ali, Alberto Alvarez-Larrán, Eloise Beggiato, Maria Bieniaszewska, Massimo Breccia, Veronika Buxhofer-Ausch, Olga Cerna, Ana-Manuela Crisan, Catalin Doru Danaila, Valerio De Stefano, Konstanze Döhner, Victoria Empson, Joanna Gora-Tybor, Martin Griesshammer, Sebastian Grosicki, Paola Guglielmelli, Valentin García-Gutierrez, Florian H. Heidel, Arpád Illés, Ciprian Tomuleasa, Chloe James, Steffen Koschmieder, Maria-Theresa Krauth, Kurt Krejcy, Mihaela-Cornelia Lazaroiu, Jiri Mayer, Zsolt György Nagy, Franck-Emmanuel Nicolini, Francesca Palandri, Vassiliki Pappa, Andreas Johannes Reiter, Tomasz Sacha, Stefanie Schlager, Stefan Schmidt, Evangelos Terpos, Martin Unger, Albert Wölfler, Blanca Xicoy Cirici, Christoph Klade

Ann Hematol. 2024; 103(7): 2299–2310. Published online 2024 Mar 4. doi: 10.1007/s00277-024-05665-4

PMCID:

PMC11224110

AbstractArticlePDF–919K

*********************

Transrectal ultrasound for intraoperative interstitial needle guidance in cervical cancer brachytherapy

  1. Knoth, A. Sturdza, A. Zaharie, V. Dick, G. Kronreif, N. Nesvacil, J. Widder, C. Kirisits, M. P Schmid

Strahlenther Onkol. 2024; 200(8): 684–690. Published online 2024 Feb 26. doi: 10.1007/s00066-024-02207-9

PMCID:

PMC11272749

AbstractArticlePDF–950K

*********************

Postoperative outcome and influencing factors of strabismus surgery in infants aged 1–6 years

Laetitia Hinterhuber, Sandra Rezar-Dreindl, Ursula Schmidt-Erfurth, Eva Stifter

Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol. 2024; 262(7): 2299–2307. Published online 2024 Feb 16. doi: 10.1007/s00417-024-06404-1

PMCID:

PMC11222223

AbstractArticlePDF–796K

*********************

Perceptions of radiologists on structured reporting for cancer imaging—a survey by the European Society of Oncologic Imaging (ESOI)

Doris Leithner, Evis Sala, Emanuele Neri, Heinz-Peter Schlemmer, Melvin D’Anastasi, Michael Weber, Giacomo Avesani, Iztok Caglic, Damiano Caruso, Michela Gabelloni, Vicky Goh, Vincenza Granata, Wolfgang G. Kunz, Stephanie Nougaret, Luca Russo, Ramona Woitek, Marius E. Mayerhoefer

Eur Radiol. 2024; 34(8): 5120–5130. Published online 2024 Jan 11. doi: 10.1007/s00330-023-10397-6

PMCID:

PMC11254975

AbstractArticlePDF–2.4M

*********************

Eeny, meeny, miny, moe—Summer time and out are you? The working population in the EU would likely benefit from elimination of daylight saving time

Eva S. Schernhammer, Susanne Strohmaier, Philip Vonderlind

Wien Klin Wochenschr. 2024; 136(13-14): 375–377. Published online 2023 Dec 8. doi: 10.1007/s00508-023-02311-3

PMCID:

PMC11239733

AbstractArticlePDF–1.0M

*********************

Statements of Austrian hospices and palliative care units after the implementation of the law on assisted suicide: A qualitative study of web-based publications

Anna Kitta, Franziska Ecker, Elisabeth Lucia Zeilinger, Lea Kum, Feroniki Adamidis, Eva Katharina Masel

Wien Klin Wochenschr. 2024; 136(13-14): 382–389. Published online 2023 Mar 9. doi: 10.1007/s00508-023-02157-9

PMCID:

PMC11239715

AbstractArticlePDF–300K

*********************

Klinische Wirksamkeit der aurikulären Vagusnervstimulation in der Behandlung chronischer und akuter Schmerzen: Eine systematische Übersichtsarbeit

Rudolf Likar, Christophe Perruchoud, Stefan Kampusch, Markus Köstenberger, Sabine Sator, Caroline Stremnitzer, Andreas Wolf, Stefan Neuwersch-Sommeregger

Schmerz. 2024; 38(4): 267–278. German. Published online 2023 Jan 2. doi: 10.1007/s00482-022-00686-2

PMCID:

PMC11271441

AbstractArticlePDF–1.0M

Logo Margrit Hartl

Gastautor Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig: RETINALES PIGMENTEPITHEL (RPE)

RETINALES PIGMENTEPITHEL (RPE)

Autor: Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig  

„Die faszinierendste Zelle“ der Netzhaut sei „das retinale Pigmentepithel“ meinten Experten (1). Nicht ‚außerhalb‘ der Netzhaut läge das RPE. Nein – integrierender Bestandteil des retinalen Systems wäre die RPE-Zelle, ganz besonders als untrennbare funktionelle Einheit mit peripheren Rezeptoren – via Mikrovilli – mit einem “thick basal cushion of mitochondria“ und der Interfotorezeptormatrix. Sie trennt  nicht – im Gegenteil, sie verbindet, über Ionenkanäle, über den Transport (‚Transportepithel‘) von Nährstoffen und Metaboliten und die Außensegment-Phagozytose. 

Das ’nonsynaptische Interface‘ zwischen RPE und den äußeren Rezeptor-Segmenten, komplex und in optimaler Ausdehnung, wird als das erste Microconnectom des visuellen Systems beschrieben. Basolaterale Einfaltungen vergrößern die Fläche etwa um den Faktor zehn. Verlust dieser Einfaltungen und Ansammlungen extrazellulärer Matrix etc. – an diesen Stellen – sind Anzeichen retinaler Alterungprozesse (2). Das RPE sorgt für eine perfekte Pump-Funktion (Na,K-ATPase) und passt sich an die retinalen Erfordernisse sowie an die der Choriocapillaris an.

Sowohl RPE- als auch Photorezeptor-Zellen sind postmitotisch und müssen daher ein Leben lang fehlerfrei funktionieren. Die Phagozytose der Außensegmentfragmente zum morgendlichen Licht stellt eine außerordentliche Belastung dar: „RPE-Zellen sind der am stärksten phagozytische Zelltyp im Körper“. Der phagozytische Schub, ausgelöst durch eine orchestrierte ‚Signalgebung‘: „Friss mich“ muss rasch beendet und die Rezeptor-Fragmente komplett ‚verdaut‘ werden. Unverdaute Reste, ‚autofluoreszierende Lipofuszingranula‘, wären toxisch. Ionenkanäle regulieren zirkadiane Rhythmen der Phagozytose.

Über Ionenkanäle können bei RPE-Versagen Krankheiten (channelopathies) verursacht werden, zum Beispiel bei Dystrophien und anderen hereditären und immunassoziierten Problemen. „Krebszellen können ihr Wachstum durch ‚Ca2+ getriebene  Wachstumsfaktorsekretion‘ fördern“. Licht bewirkt eine passagere Zunahme extrazellulären retinalen Flüssigkeitsvolumens – ATP Energie betreibt beim transepithelialem Transport Na+  und K+ sowie Clsamt Flüssigkeits-Austausch. Die hochsensible Zell-Flüssigkeit-Volumen-Regulation erfolgt über volumensensitive Cl-Kanäle.

Licht reduziert die subretinale K+ – Konzentration und setzt „eine bislang unbekannte ‚Lichtanstieg‘-Substanz frei, die an einen Rezeptor an der apikalen Membran der RPE bindet“, was zu einer Erhöhung des transepithelialen Cl- Transports und höhere transepitheliale basolaterale negative Potentiale auslöst, welche elektro-okulographisch (EOG) registriebar sind. Eine Vielfalt von diversen Wachstumsfaktoren (VEGF-A z.B.) und Zytokinen wird durch das RPE sezerniert. Interaktionen mit den Photorezeptoren und dem Endothel der Choriocapillaris garantieren Regulation und Stabilität sowie die Integrität der Photorezeptoren samt retinaler Neuronen.

Toll-Like Rezeptoren (TLR) Immun-Erkennungs- (oder Wächter-) Moleküle – erkennen mikrobielle molekulare Pathogen-Muster. TLRs lassen die Bedeutung des RPE bezüglich angeborener Immunität, Immun-Regulation sowie adaptativer okulärer Immunität erkennen. Die RPE-Zelle „kann als Ersthelfer bei Infektionsangriffen fungieren“ und mit „adaptiver Antwort auf eine zweite Antigen Exposition reagieren“ (immunologisches Gedächtnis).

Zytokine: proinflammatorisch, immunsuppressiv; Stimulation mit Zytokinen bewirkt hohe VEGF-Produktion. RPE können zu einer Quelle chemotaktischer Zytokine – Chemokine und Adhaesionsmolekülen werden. In der Folge – Rekrutierung von Leukozyten und lokalen profibrotischen und proangiogenen Prozessen sowie fibrovaskulären Membranen und Kontraktion durch myofibroplastisch differenzierte Müller Zellen. Pigmentepithel abgeleitete Faktoren (PEDF) hemmen unter normalen Bedingungen proliferative Tendenzen. Hyperglykämische sowie  hypoxische Faktoren können allerdings diese PEDF Expression hemmen.

Phototoxische Stimuli können nicht nur Rezeptoren und RPE irreversibel schädigen, sondern auch Mitochondrien fragmentieren: “Mitochondrial dynamics were disrupted with characteristics of fusion-related obstruction after blue-light irradiation“ (3)

Myopie: Das RPE ist mit Synthese und Sekretion von Wachstumsfaktoren, Rezeptor-Expression und Aktivierung von Neurotransmittern, mit Ionaustausch und Flüssigkeits-Bewegung an der Regulation des Augenwachstums maßgeblich beteiligt, besonders durch seine induktive Weichensteller-Position zwischen Retina und Choroidea.

RPE-Zellen: ein ‚Pluraletantum‘; sie fungieren wie eine hochorganisierte einzige – groß(artig)e Zelle..

VEGF: Vascular Endothelial Growth Factor, konstitutiv vom RPE exprimiert; wichtigster angiogener Wachstumfaktor, Erhaltung von RPE, Choriocapillaris etc. Auslöser Hypoxie, oxydativer Stress, Hyper- oder Hypo-Glykämie, Hyperthermie.

Embryonal-Entwicklung: Verlust bloß eines einzelnen VEGF-Allels kann fatale Folgen haben.

Chronodisruption: Lichtschübe zur Unzeit: belasten das System über Gebühr und können unerwünschte Langzeitwirkungen lostreten wie eine falsche Skispur im Lawinenhang.

Epilog: Pfleglich will das RPE behandelt werden. Möge es verschont werden von unphysiologischen (Kunst-) Licht-Torturen. Eines Tages wird  sich die Vernunft durchsetzen – angenehm warmes Licht wird die Augen erfreuen und niemals blenden oder ablenken – das Kontrastsehen verbessern und Phototoxicity vergessen lassen.

„Wir werden’s nicht erleben“ (Kassandra). 

1 Klettner K., Dithmar S. (Hrsg.) (2024) Das Retinale Pigmentepithel – Physiologie und Pathologie. Springer

2 Lindell M et al (2023) Volumetric Reconstruction of a Human Retinal Pigment Epithelial Cell Reveals Specialized Membranes and Polarized Distribution of Organelles. Invest Ophthalmol Vis Sci;64(15):35.

3 Zhang C et al (2024) High correlated color temperature artificial lighting impairs retinal pigment epithelium integrity and chloride ion transport: A potential mechanism for choroidal thinning; Biochem Biophys Res Com 718,150078

Gender: beyond

Interest: no conflict

_________________________

Veranstaltung:

Wahrgenommen
15.10.24 um 19.00 h

im Otto-Mauer-Zentrum – KAVÖ
Währinger Str. 2-4  A-1090 Wien

Veranstaltung Wahrgenommen

_________________________

Interessenkonflikt:
Der Autor erklärt, dass bei der Erstellung
des Beitrags kein Interessen –
konflikt im Sinne der Empfehlung des
International Committee of Medical
Journal Editors bestand.

Korrespondenzadresse:
Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig
Augenheilkunde und Optometrie
peter.heilig@univie.ac.at

Weitere Beiträge »