Hack #60:
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Scientific Writing Hacks: NEU: aktualisierte Leitfäden zur Erstellung von Hochschulschriften
Hack #59:
Leitfäden zur Erstellung von Hochschulschriften
Die aktualisierten Leitfäden fassen alle aktuellen und wichtigen Themen zum Erstellen von Masterarbeit, Diplomarbeit und Dissertation zusammen, u.a. wissenschaftlich Schreiben
und AI, die Themen Plagiat, Qualitäts-Check, Datenschutz, Urheberrecht, Ethik und weiterführende Informationen und Links.
Auf der Website werden die aktualisierten Leitfäden zur Erstellung von Hochschulschriften für Studierende und Betreuer:innen zum Download angeboten:
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Letzter Zugriff: 23.01.2025
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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [315]: Weinberger Maximilian – Primararzt, Internist, NS-Verfolgter
Weinberger Maximilian – Primararzt, Internist, NS-Verfolgter
Autor: Dr. Walter Mentzel
Published online: 23.01.2025
Keywords: Internist, Primararzt und Vorstand der Medizinischen Abteilung im Rudolfspital und an der IV. Medizinischen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses in Wien, Facharzt für Lungen- und Herzkrankheiten, Interne Diagnostik und Therapie, NS-Verfolgter, Medizingeschichte, Wien
Maximilian Weinberger wurde am 4. Juni 1875 in Schaffa in Mähren (heute: Šavov/Tschechien) als Sohn von Alois Weinberger (1847-?) und Julia, geborene Sinaiberger (1857-?), geboren. Im Jahr 1923 heiratete er die Wienerin Hermine Schereschewsky (1884-1985).
Weinberger besuchte das Staatsgymnasium in Znaim, wo er 1892 die Matura ablegte und begann im Wintersemester 1892/93 an der Universität Wien mit dem Studium der Medizin. Am 21. Dezember 1898 promovierte er. Bereits seit März 1898 gehörte er als Aspirant dem Personalstand des Allgemeinen Krankenhauses in Wien an. Hier durchlief er zur Ausbildung eine Reihe von Kliniken, darunter die Dermatologische Klinik von Eduard Lang (1841-1916), an der er 1899 „Die perinale Hodenverlagerung“ veröffentlichte. Ab Oktober 1898 war er zudem auch an der III. Medizinischen Klinik von Leopold Schrötter (1837-1908) tätig, wo er von Juli 1900 bis Dezember 1901 als unbesoldeter klinischer Assistent und anschließend von 1901 bis 1909 als besoldeter Assistent arbeitete. Während dieser Jahre widmete er sich vornehmlich der Tuberkulose und der Röntgendiagnostik und publizierte zahlreiche Arbeiten darunter „Eine seltene Form von Aneurysma der Aorta thorica descendens“, „Ueber die Röntgenographie des normalen Mediastinum“, „Atlas der Radiographie der Brustorgane“, „Ueber Diagnostik und klinischen Verlauf der mykotisch-embolischen Aneurysmen und Gefässrupturen sowie der Influenzaendokarditis“, „Ueber eine seltenere Ursache der rechtsseitigen Recurrenslähmung. (Aneurysma der Arteria anonyma dextra nach Tuberculose derselben mit folgender allgemeiner acuter Miliartuberculose)“, „Ueber fortgepflanzte Tuberculose der Kieferhöhle“, „Ueber periphere Verengerung der Pulmonalarterie und die klinischen Zeichen derselben“, sowie „Über lymphoides und myeloides Chlorom, sowie dessen Beziehung zur Lymphoiden und myeloiden Leukämie“.
Nach seiner Habilitation im Fach Innere Medizin im Jahr 1908 und seiner Ernennung zum Privatdozenten war er von Februar 1909 bis 1932 Primararzt und Leiter der Medizinischen Abteilung im Krankenhaus Rudolfstiftung. Anschließend arbeitete er bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1936 als Vorstand an der IV. Medizinischen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses in Wien. Am 22. Juli 1921 erhielt er den Titel eines a.o. Professors verliehen. In dieser Zeit publizierte er u.a. „Über neuere Ergebnisse der Diagnostik der Lungentuberkulose. Neue Perkussionsmethoden, Röntgen-Diagnostik und Tuberkulindiagnostik“, „Allgemeininfektion durch Sproßpilze (generalisierte Blastomykose) mit tödlichem Ausgang“, „Über eine chronisch verlaufende Polymyositis mit Ausgang in progressive Muskelatrophie“ sowie „Chinintherapie der Pneumonien“.
Im Ersten Weltkrieg wurde Weinberger für seine Tätigkeit an der Rudolfstiftung im Jahr 1916 mit dem Offiziersehrenzeichen des Roten Kreuzes mit Kriegsdekoration ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt er sowohl die Preußische Rote Kreuzmedaille 2. und 3. Klasse als auch 1917 das Ritterkreuz des Franz Josefs-Ordens mit Kriegsdekoration verliehen. Weinberger war zudem Mitglied mehrerer Gesellschaften, darunter der Gesellschaft der Ärzte in Wien, der Gesellschaft für Innere Medizin, der Neurologisch-psychiatrischen Gesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, der Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten, sowie der Tuberkulose-Gesellschaft. Darüber hinaus war er gerichtlich beeideter Sachverständiger für innere Medizin und engagierte sich als Mitglied in der Vereinigung Sozialdemokratischer Ärzte.[1]
Maximilian Weinberger lebte im Jahre 1938 mit seiner Familie in Wien 4, Brucknerstraße 4. Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft waren er und seine Familie der NS-Verfolgung ausgesetzt. Am 22. April 1938 wurde er von seinem Amt an der Universität Wien enthoben und vertrieben. Am 26. Juni 1941 flüchtete er zusammen mit seiner Ehefrau über Lissabon, Portugal, mit der SS Mouzinho in die USA, wo er in New York City eine Arztpraxis eröffnete und die US-Staatsbürgerschaft erhielt. Bis zu seinem Tod im Jahr 1954 lebte er wegen seines nie überwundenen Verlustes seiner Heimat völlig zurückgezogen. Seine Ehefrau Hermine verstarb am 25.2.1985 in Chicago, Illinois. Seine Schwester Adele Reismann und deren Tochter Julie Reismann wurden im Ghetto Theresienstadt ermordet.
Das gesamte Vermögen der Familie Weinberger wurde durch den Oberfinanzpräsidenten Berlin-Brandenburg-Vermögensverwertungsstelle aufgrund der 11. Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 25. November 1941 (RGBl. I, 722) eingezogen. Während das bewegliche Inventar im Dorotheum Wien zur Veräußerung kam, dürfte seine private Bibliothek vor der Flucht zwangsverkauft oder ihm zur Bedeckung der ihm auferlegten „Reichsfluchtsteuer“ entzogen worden sein. Drei Bücher aus seiner ehemaligen privaten Bibliothek konnten im Bestand der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin an der Medizinischen Universität Wien identifiziert werden. Diese Bücher wurden 1941 vom ehemaligen Institut für Geschichte der Medizin von einem Wiener NS-Antiquariat angekauft. Derzeit erfolgt die Suche nach Erb:innen zum Zweck der Restitution.
Quellen:
Matriken der IKG Wien, Trauungsbuch 1923, Weinberger Maximilian, Schereschewski Hermine.
UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 143-0602, Weinberger Maximilian (Nationalien Datum 1894/95).
UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 195-441b, Weinberger Maximilian (Rigorosum Datum 8.3.1898).
UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 189-0057, Weinberger Maximilian (Promotion Datum 21.12.1898).
UAW, Med. Fak., Senat, Personalblätter, S 304, Sign. 1350, Maximilian Weinberger.
ÖStA, AdR, E-uReang, FLD, Zl. 6595, Hermine Weinberger.
ÖStA, AdR, E-uReang, FLD, Zl. 7603, Maximilian Weinberger.
ÖStA, AdR, E-uReang, VVSt, VA, Zl. 29926, Hermine Weinberger.
ÖStA, AdR, E-uReang, VVSt, VA, Zl. 29927, Maximilian Weinberger.
ÖStA, AdR, E-uReang, Hilfsfonds, Abgeltungsfonds, Zl. 7.655, Hermine Weinberger.
ÖStA, AdR, E-uReang, Hilfsfonds, Sammelstellen A und B, Negativ-Akten Handel und Gewerbe, N 126, Maximilian Weinberger.
llinois, District and Circuit Court Naturalization Records, 1856-1991, Maximilian und Hermine Weinberger, 28. October 1941.
Wiener klinische Wochenschrift, Nr. 45, 1954, S. 874.
Find a grave, Hermine Weinberger.
Lexikon der Provenienzforschung: Walter Mentzel, Weinberger Maximilian: https://www.lexikon-provenienzforschung.org/weinberger-maximilian
Literatur:
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 32366]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Gesellschaft der Ärzte Bibliothek, Sign.: GÄ-17797]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
Referenzen:
[1] Tagblatt, 22.5.1924, S. 5.
Normdaten (Person): Weinberger, Maximilian: BBL: 45866; GND: 1354044150;
VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien
BBL: 45866 (23.01.2025)
URL: https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=45866
Letzte Aktualisierung: 23.01.2025
Scientific Writing Hacks: VOR dem Hochladen einer Diplomarbeit/Masterarbeit
Folgende Punkte sollten VOR dem Hochladen einer Diplomarbeit/Masterarbeit gecheckt werden (aus der QualtätsCheckliste*):
» Seiten der Hochschulschrift durchnummeriert?
» Seiten des Anhangs mit römischen Ziffern (i, ii, iii, iv, …) versehen?
» Formatvorgaben eingehalten?
» Struktur der Diplomarbeit nach Vorgaben
- Inhaltsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- Formelverzeichnis
- Hilfsmitteltabelle
- Abkürzungs- und Symbolverzeichnis
- Literaturverzeichnis
» Alle Kapitel im Inhaltsverzeichnis angegeben?
» Alle Abbildungen/Tabellen/Grafiken/Formeln
nummeriert und standardgemäß beschriftet?
» Veränderte Abbildungen/Tabellen/Grafiken kenntlich gemacht (modifiziert von, adaptiert von, etc.)?
» Copyrights vorhanden?
» Qualitäts-Check der zitierten Quellen
» Überprüfung des Literaturverzeichnisses auf Vollständigkeit der zitierten Quellen
» Überprüfung der Einträge des Literaturverzeichnisses auf Einheitlichkeit und Korrektheit
» Überprüfung von URLs bzw. Links im Literaturverzeichnis auf Funktionalität
» Überprüfung, ob personenbezogene Daten durchgehend entfernt oder geschwärzt wurden
» Alle verwendeten Hilfsmittel ausgewiesen (z.B. KI, …)?
» Daten in MedCampus überprüfen und ggf. aktualisieren/korrigieren:
- Korrekter Titel (engl. bzw. deutsch)
- Korrekte OE
*aus dem Leitfäden zur Erstellung von Hochschulschriften
Auf der Website werden die aktualisierten Leitfäden zur Erstellung von Hochschulschriften für Studierende und Betreuer:innen zum Download angeboten:
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Letzter Zugriff: 27.01.2025
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Scientific Writing Hacks: IM Schreibprozess einer Diplomarbeit/Masterarbeit
Folgende Punkte sollten
IM Schreibprozess
einer Diplomarbeit/Masterarbeit beachtet werden (aus der QualtätsCheckliste*):
» Vollständig und korrekt dem Zitierstil entsprechend zitieren, sowohl im Text als auch im Literaturverzeichnis
» Gedruckte Handbücher der Fachgesellschaften zu Zitierstilen finden Sie unter anderem in der Universitätsbibliothek.
- Vancouver-Stil
- NLM (Citing Medicine)
- AMA (Manual of Style, 11th Edition)
- IEEE (Reference Guide)
- Harvard-Stil
- B. AGPS
- APA (Publication Manual, 7th Edition)
- Chicago (Manual of Style, 17th Edition)
- “Fußnoten-System”
- Chicago (Manual of Style, 17th Edition)
- Überblick Cite them right
- Cite them right (in Buchform)
- Cite them right (Online-Version, Login via “Medizinische Universität Wien”)
» „Cite and Write“ – relevante Quellenangaben unmittelbar direkt beim Schreiben notieren (ggf. seitengenau)
» Von anderen übernommene Gedanken/ Inhalte/ Ideen als solche ausweisen
» Zitieren an der relevanten Textstelle (nicht nur am Absatzende)
» Konkrete Zahlen nachvollziehbar ihrer Quelle zuordnen
» Konkret angesprochene Studien immer zitieren (Ausnahme: Sekundärzitat)
» Direktes Zitat mit Anführungszeichen kennzeichnen und seitengenau zitieren. Text original- und buchstabengetreu übernehmen, editorische Änderungen durch [ ] kennzeichnen.
» 1:1 übersetzte Textstellen sind wie ein Direktzitat zu kennzeichnen/zitieren (zzgl. Anmerkung, wer/was übersetzt hat)
» Textstelle mit starker Nähe zum Originaltext mit Seitenangabe zitieren
» Seitengenaues Referenzieren von Abbildungen/Tabellen/ Grafiken/ Formeln (oder ggf. Angabe der originalen Abb.-/Tab.-/Grafik-/Formel-Nummer)
» Nummerierung der Abbildungen/ Tabellen/ Grafiken/ Formeln
» Veränderungen an Abbildungen/ Tabellen/ Grafiken anmerken (z.B. adaptiert von, modified from, …) und beim Verlag/Rechteinhaber um eine Lizenz zur Bearbeitung der Abbildung ansuchen.
» Quellenbezug und Einverständniserklärung des Verlages (Identifikatoren z.B. Rechnungsnummer, Lizenznummer, Datum der Einwilligung) müssen vorhanden sein und darauf referenziert werden z.B. im Abbildungsverzeichnis oder bei der jeweiligen Abbildung, Lizenzbestimmungen lesen und befolgen!
» Website zum Einholen von Genehmigungen: www.copyright.com
» Gegebenenfalls für die Abschlussarbeit das rahmengebende Forschungsprojekt erwähnen.
» Bereits erfolgte (Teil-)Publikationen der Abschlussarbeit anführen (inkl. Posterpräsentationen, Abstracts), Textübernahmen umformulieren und relevante Stellen ggf. seitengenau zitieren.
» Methodenteil: möglichst eigene Worte – kein copy/paste aus veröffentlichten Publikationen/ anderen Hochschulschriften.
» KI-Verwendung ausweisen, Prompts und KI-Ausgabe speichern, mittels Hilfsmitteltabelle dokumentieren und Überarbeitungsgrad beschreiben
*aus dem Leitfäden zur Erstellung von Hochschulschriften
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Letzter Zugriff: 27.01.2025
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Scientific Writing Hacks: VOR dem Schreiben einer Diplomarbeit/Masterarbeit
Folgende Punkte sollten
VOR dem Schreiben einer Diplomarbeit/Masterarbeit beachtet werden (QualtätsCheckliste*):
» Sorgfältige Auswahl eines Literaturverwaltungs-/Wissensmanagementsystems
» Sorgfältige Literaturrecherche:Wissenschaftliche (Online-)Literatur ist anderen Veröffentlichungen immer vorzuziehen (Unterstützung bei Datenbankrecherche/E-Journals/Bibliotheksnutzung durch Teaching Library:schulung-bibliothek@meduniwien.ac.at)
» In Publikationen vor Approbation auf Abschlussarbeit hinweisen, Beitrag der Abschlussarbeit beschreiben und an relevanten Stellen zitieren.
» Formvorschriften gem. PDF/A-Erstellung beachten
» Verwendung von KI-Tools mit Betreuung abklären
*aus dem Leitfäden zur Erstellung von Hochschulschriften
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Scientific Writing Hacks: VOR Einreichung des Projektplans (Diplomarbeit/Masterarbeit)
Folgende Punkte sollten
VOR der Einreichung des Projektplans zur Erstellung einer Diplomarbeit/Masterarbeit beachtet werden (QualtätsCheckliste*):
» Der:die Studierende wählt ein Thema aus und
meldet die Diplom- bzw. Masterarbeit bei der Studienabteilung an.
» Es ist die Notwendigkeit eines positiven Votums (z.B. Ethikvotum, Tierversuchsvotum, etc.) zu prüfen – die Kennzahl muss in der Diplom- bzw. Masterarbeit angegeben werden bzw. hat ein Hinweis zu erfolgen, dass eine Genehmigung vorliegt!
» Ist die Befassung der Datenschutzkommission/Clearing Stelle Lehre notwendig?
» Ist eine Vereinbarung zwischen dem:der Studierenden und der MedUni Wien abzuschließen
(falls die Abschlussarbeit im Rahmen von Forschungsprojekten verfasst wird)? Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an die Abteilung Recht und Compliance der MedUni Wien. rechtsabteilung@meduniwien.ac.at
*aus dem Leitfäden zur Erstellung von Hochschulschriften
Beachten Sie die Vorgaben aus dem Leitfaden für das Erstellen von Hochschulschriften für Studierende auch beim Erstellen des Projektplans! Auf der Website werden die aktualisierten Leitfäden zur Erstellung von Hochschulschriften für Studierende und Betreuer:innen zum Download angeboten:
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Letzter Zugriff: 27.01.2025
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Scientific Writing Hacks: Hochschulschriften Leitfaden konform betreuen: 19.03.2025 16:00 – 19:00 Uhr
Hack #54:
https://moodle.meduniwien.ac.at/course/view.php?id=3079
Letzter Zugriff: 23.01.2025
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ACHTUNG: die Bibliothek schließt am 22.01.2025 bereits um 19 Uhr!
!!! ACHTUNG !!!
Aufgrund dringend notwendiger und kurzfristig angesetzter Server-Arbeiten schließt die Universitätsbibliothek am Mittwoch, 22.01.2025, bereits um 19 Uhr!
Danach kann es zu Problemen mit der Anmeldung im Netzwerk bzw. WLAN kommen.
Der Studierendenlesesaal beim Zugang 5C bleibt wie gehabt bis 21.30 Uhr geöffnet.
Nähere Informationen:
https://www.meduniwien.ac.at/web/mitarbeiterinnen/it-hilfe-support/it-wartungsfenster/
Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [314]: Weil, Carl – Chirurg im Allgemeinen Krankenhaus in Wien und der Poliklinik in Prag
Weil, Carl – Chirurg im Allgemeinen Krankenhaus in Wien und der Poliklinik in Prag
Autor: Dr. Walter Mentzel
Published online: 17.01.2025
Keywords: Chirurg, Allgemeines Krankenhaus Wien, Poliklinik Prag, Medizingeschichte, Wien, Prag
Carl (Karl) Weil wurde am 18. März 1844 in Alt Sattel in Böhmen (heute: Staré Sedlo u Tachova, Tschechien) als Sohn von Samson Weil (1801-1882) und Karoline, geborene Fürth (1811-1882), geboren. Er war mit Hermine Fürth (1854-1928) verheiratet.
Weil begann sein Medizinstudium in Prag, das er an der Universität Wien fortsetzte und am 17. Mai 1867 mit seiner Promotion abschloss. Anschließend führte er eine private Arztpraxis in Klattau in Böhmen (heute: Klatovy, Tschechien) und war als Gerichtsarzt tätig. Im Jahr 1869 trat er als Aspirant in das Allgemeine Krankenhaus in Wien ein und war ab 1871 als Operationsassistent von Theodor Billroth (1829-1894) an der II. chirurgischen Klinik beschäftigt. 1872 veröffentlichte er „Beiträge zur Kenntniss der Entwicklung der Knochenfische“. Im darauffolgenden Jahr, nachdem er 1873 in die Gesellschaft der Ärzte in Wien aufgenommen worden war,[1] publizierte er in deren Vereinsorgan den Aufsatz „Beiträge zur Kenntnis der Befruchtung und Entwicklung des Kanincheneies“, den er ein weiteres Mal in den Medicinischen Jahrbüchern veröffentlichte.[2] Zudem erschien von ihm aus dem Institut für experimentelle Pathologie die Arbeit „Beiträge zur Kenntniss des Muskelkrebses“. Ebenfalls 1873 wechselte er nach Prag, wo er bis 1879 als Assistent an der 1873 eingerichteten chirurgischen Klinik der Deutschen Universität Prag bei Professor Carl Wilhelm von Heines (1838-1877) arbeitete. 1877 habilitierte er sich im Fach Chirurgie zum Privatdozenten und wurde im gleichen Jahr nach dem Tod Heines für zwei Semester zum supplierenden Leiter der chirurgischen Klinik ernannt. 1879 erfolgte seine Ernennung zum a.o. Professor.[3] Zudem führte er seit diesem Jahr eine Arztpraxis in Prag. Im Jahr 1881 übernahm er die Leitung der chirurgischen Ambulanz der Poliklinik in Prag und 1887 wurde er zum Vorstand der Chirurgischen Abteilung der Poliklinik berufen. In diesen Jahren publizierte er u.a. „Ueber den Descensus Testiculorum nebst Bemerkungen ueber die Entwicklung der Scheidenhaeute und des Scrotums“, „Untersuchungen über die Schilddrüse“ sowie „Beiträge zur Kenntniss der Angiome“
In den Jahren 1894/95 erhielt er ein weiteres Mal supplierend die Leitung der Chirurgischen Klinik an der Deutschen Universität in Prag übertragen.[4] Darüber hinaus war er seit 1890 auch als Operateur am Krankenhaus des Prager Handelsgremiums und am Josefstädter Krankenhaus in Prag tätig. 1913 emeritierte er und trat in den Ruhestand.
Weil verstarb am 21. Oktober 1922 in Prag.[5]
Quellen:
UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 177-294, Weil Karl (Rigorosum Datum 1866).
UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 170-294r, Weil Karl (Rigorosum Datum 1868).
UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 182-169, Weil Karl (Promotion Datum 17.5.1867).
Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20. Jahrhundert. (Hg. Österreichischen Nationalbibliothek), München 2002.
Literatur:
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]
[1] Allgemeine Wiener medizinische Zeitung, 8.4.1873, S. 227.
[2] Zeitschrift der k.k. Gesellschaft der Ärzte zu Wien, 1. Band, 1873, S. 18-29
[3] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 12, 1879, Sp. 328.
[4] Internationale klinische Rundschau, Nr. 44, 1894, Sp. 1600.
[5] Prager Tagblatt, 22.10.1922, S. 6.
Normdaten (Person): Weil, Carl: BBL: 45864 ; GND: 1353630609;
VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien
BBL: 45864 (17.01.2025)
URL: https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=45864
Letzte Aktualisierung: 17.01.2025