Archiv der Kategorie: Literaturhinweis

Literaturhinweis

TOP-JOURNAL des Monats: NATURE MEDICINE (Journal Impact Factor: 82.9*)

Die Universitätsbibliothek stellt die medizinischen Top-Journals am Campus der MedUni Wien und via Remote Access  zur Verfügung.

Das  TOP-JOURNAL des Monats im Van Swieten Blog ist:

NATURE MEDICINE

Zu den Volltexten: Jg. 1, H. 1 (1995) – 

Die ersten 20% der Zeitschriften eines bestimmten Fachgebietes im Journal Citation Reports JCR (geordnet nach der Höhe des Journal Impact Factors) sind TOP-JOURNALE.

Mit dem 2022 Journal Impact Factor 82.9 ist NATURE MEDICINE ein Top-Journal in den Kategorien:

BIOCHEMISTRY & MOLECULAR BIOLOGY – SCIE

CELL BIOLOGY – SCIE

MEDICINE, RESEARCH & EXPERIMENTAL – SCIE

ISSN: 1078-8956
12 issues/year

*2022 Journal Impact Factor 82.9

Most Wanted Book: 50 studies every neurologist should know

Unter den am meisten vorgemerkten Büchern der letzten Buchausstellung ist:  

50 studies every neurologist should know

Hwang, David Y. [HerausgeberIn]Greer, David M., 1966- [HerausgeberIn]
 
Signatur: WL-100-16
 
 

„50 Studien, die jeder Neurologe kennen sollte“:

Es werden wichtige Studien, die die aktuelle klinische Praxis der Neurologie auf allen neurologischen Fachgebiete, mit Schwerpunkt auf neurokritische Pflege und Gefäßneurologie präsentiert.

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [241]: Rudolf Ritter von Aberle von Horstenegg – Orthopädische Chirurgie

Rudolf Ritter von Aberle von Horstenegg – Orthopädische Chirurgie

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 11.09.2023

Keywords: Rudolf Aberle, Rudolf Ritter von Aberle von Horstenegg, Chirurg, Orthopädie, Medizingeschichte, Wien

Aberle wurde am 6. Juli 1869 in Salzburg als Sohn des Arztes und Professors an der damals dort bestehenden Medizinischen Fakultät, Karl Aberle (1818-1892), und Amalie Stanke (1836-1915), geboren. Er war seit 1896 mit Berta Baumgartner verheiratet (1872-1957).

Nach Absolvierung der Matura am Schottengymnasium in Wien im Jahr 1889,[1] studierte er an der Universität Wien Medizin und schloss das Studium am 27. Juli 1895 mit seiner Promotion ab.

Danach eröffnete er in Wien 1 seine Arztpraxis und arbeitete von Oktober 1895 bis März 1896 zunächst als Assistenzarzt-Stellvertreter und darauf von April 1896 bis Jänner 1897 als Aspirant an der III. Medizinischen Klinik bei Professor Leopold Schrötter (1837-1908). Von Jänner bis Juli 1897 gehörte er als Aspirant der Abteilung für Kinderkrankheiten von Professor Ferdinand Frühwald (1854-1908) und zwischen Oktober 1897 und September 1900 als Assistent der II. anatomischen Lehrkanzel von Professor Carl Toldt (1840-1920) an. Ab Oktober 1900 bis September 1902 arbeitete er als Operations-Zögling an der I. chirurgischen Klinik bei Professor Anton Eiselsberg (1860-1939) und seit Oktober 1902 zunächst als unbesoldeter Assistent und ab Oktober 1908 als 1. Assistent von Professor Adolf Lorenz (1854-1946) am k.k. Universitäts-Ambulatorium für orthopädische Chirurgie.

Hier publizierte er 1908 „Orthopädische Aufgaben des Schularztes“, im selben Jahr noch die Arbeiten „Über das modellierende Redressement des Klumpfusses Erwachsener“ und „Über die Wahl des Zeitpunktes zur Korrektur rachitischer Verkrümmungen“. Er war Mitwirkender in dem von Julius Hochenegg (1859-1940) herausgegebenen „Lehrbuch der speziellen Chirurgie für Studierende und Ärzte“ und in dem von Fritz Lang (1864-1952) 1914 herausgegebenen „Lehrbuch der Orthopädie“.

Am 24. Juni 1914 erfolgte seine Ernennung zum Privatdozent für Othopädie. Seine Habilitationsschrift lautete „Ueber Fettembolie nach orthopädischen Operationen“.

1915 hielt er in der Urania in Wien einen Vortrag zum Thema „Künstliche Gliedmaßen für Kriegsverwundete“,[2] des Weiteren gehörte er ab Februar 1915 dem Kuratoriums des Vereins „Die Technik für die Kriegsinvaliden“ an.[3]

Aberle verstarb am 18. Jänner 1916 in Wien.

Aberle Rudolf, Todesanzeige, Neue Freie Presse, 19.1.1916, S.18.

Quellen:

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 188-307, Aberle Ritter von Horstenegg Rudolf (Promotion Datum: 27.7.1895).

UAW, Med. Fakultät, Personalakten, MED PA 947 Rudolf Ritter Aberle von Horstenegg, 1898 (ca.)-1916 (ca.).

UAW, Rektorat, Akademischer Senat, Akten-Sonderreihe des Akademischen Senats, Personalblätter, Senat S 304.4 Aberle von Horstenegg, Rudolf Ritter von (06.07.1869-18.01.1916, Orthopädische Chirurgie).

Friedhofsdatenbank der Gemeinde Wien, Aberle Ritter von Horstenegg Rudolf.

Literatur:

Aberle, Rudolf von: Orthopädische Aufgaben des Schularztes. Aus den Verhandlungen der „Österreichischen Gesellschaft für Kinderforschung“ unter Vorsitz von Hofrat Prof. Dr. Th. Escherich im Jänner 1908. Sonderdruck aus: Monatsschrift für Gesundheitspflege. Wien: Im Selbstverlage des Verfassers 1908.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Aberle, Rudolf von: Über das modellierende Redressement des Klumpfusses Erwachsener. Aus des Universitäts-Ambulatorium für orthopädische Chirurgie des Prof. Dr. A. Lorenz in Wien. Nach dem auf der 78. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte zu Stuttgart am 20. September 1906 in extenso gehaltenen Vortrage. Sonderdruck aus: Verhandlungen der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte. Leipzig: Verlag von F.C.W. Vogel 1908.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Aberele, Rudolf von: Über die Wahl des Zeitpunktes zur Korrektur rachitischer Verkrümmungen. Aus dem Universitäts-Ambulatorium für orthopädische Chirurgie des Prof. Dr. A. Lorenz in Wien. Vortrag, gehalten auf der 79. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte zu Dresden am 17. September 1907. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: Verlag von Moritz Perles, k. und k. Hofbuchhandlung 1908.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Lehrbuch der speziellen Chirurgie für Studierende und Ärzte. Hg.: Julius von Hochenegg. Berlin, Wien: Urban & Schwarzenberg 1918.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 67838]

Lehrbuch der Orthopädie. Hg.: Fritz Lange. Jena: Fischer 1914.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Gesellschaft der Ärzte Bibliothek, Sign.: GÄ-21566]

[1] Jahresbericht Schottengymnasium Wien, Wien 1890, S. 76.

[2] Wiener Zeitung, 7.3.1915, S. 7.

[3] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 22.2.1915, S. 10.

Normdaten (Person): Aberle , Rudolf: BBL: 41874; GND: 136031218;

VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien
BBL: 41874 (11. 09. 2023)
URL: https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=41874

Letzte Aktualisierung: 2023 09 11

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [240]: Karl Bettelheim – Innere Medizin, Primararzt am Rudolfinerhaus, Herausgeber der medicinisch-chirurgischen Rundschau

Karl Bettelheim – Innere Medizin, Primararzt am Rudolfinerhaus, Herausgeber der medicinisch-chirurgischen Rundschau

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 05.09.2023

Keywords: Karl Bettelheim, Internist, Rudolfinerhaus, Redakteur, medicinisch-chirugischen Rundschau, Arzt, Medizingeschichte, Wien

Karl Bettelheim wurde am 28. September 1840 als Sohn von Leopold Bettelheim (zirka 1807-1866) und Rosalie (Rosalia Rosina), geborene Oppenheim in Pressburg in Ungarn (heute: Bratislava/Slowakei), geboren. Aus seiner Ehe mit Henriette Elise Meyer (1844-1926) stammen die beiden Kinder Helene Leopoldine Bettelheim (1870-1932) – verheiratet mit dem Mediziner Felix Kauders (1858-1937) – und Heinrich Wolfgang Bettelheim (1873-1924). Seine Schwester Jenny (1846-1880), war mit dem Balneologen Julius (Gyula) Sterk verheiratet.

Bettelheim studierte an der Universität Wien Medizin und promovierte am 26. Jänner 1866. Zu seinen Lehrern gehörten neben Joseph Hyrtl (1810-1894), Ernst Wilhelm Brücke (1819-1892), Carl von Rokitansky (1804-1878) und Joseph von Skoda (1805-1881). Aus seiner Studienzeit ist ein im Archiv der Universität Wien überliefertes 14-seitiges Manuskript aus dem Jahr 1862 überliefert, das er an der Chirurgischen Klinik im Allgemeinen Krankenhaus in Wien unter dem Vorstand Professor Johann von Dumreicher (1815-1880) verfasste. „Über zwei Krankheitsfälle (Luratio trumeri sinistri, Luratio trumeri sinistri)“.

Nach seinem Studium arbeitete er von 1868 bis 1870 neben Joseph Breuer (1842-1925) als 2. Assistent von Johann Oppolzer (1808-1871) an der Medizinischen Klinik unter dem Vorstand Joseph Skoda.[1] Während dieser Zeit publizierte er 1868 „Ueber bewegliche Körperchen im Blut“[2] und 1869 „Fall von Phosphorvergiftung“.[3]

Redaktion der Medizinisch-chirurgischen Rundschau

1870 übernahm er die Redaktion der Zeitschrift Medizinisch-chirurgischen Rundschau, die er bis 1878 behielt. Darin veröffentlichte er 1870 „Ein Fall von Darmkrebs“.

Allgemeine Poliklinik in Wien und Primarius Rudolfinerhaus

1873 erfolgte nach dem Beschluss des Doktoren-Kollegiums durch den Minister für Cultus und Unterricht seine Ernennung zum Privatdozenten für praktische Medizin.[4] Er wirkte danach als Abteilungsvorstand an der Allgemeinen Poliklinik in Wien. Hier veröffentlichte er „Ein eigenthümlicher Fall von Nephritis, Lebercirrhose, und Adenie“. Er gehörte dem „Ärztlichen Verein Wien“ an, in dessen Zeitschrift er u.a. seine Arbeiten „Ueber die Salzsäure-Medikation bei Magenkrankheiten“,[5] und gemeinsam mit Ferdinand Strebl „Zwei Fälle von Bronchitis crouposa“[6] publizierte.

Ab 1883 arbeitete er auf Betreiben seines Freundes Professor Theodor Billroth (1829-1894) als Primararzt an der Abteilung für innere Krankheiten im Rudolfinerhaus,[7] wo er auch in der Pflegeausbildung tätig war, die Pflegeschule unterstützte und als Mitglied dem Ausschuss des „Rudolfiner-Vereins“ angehörte.[8] Daneben hielt er noch Vorlesungen an der Medizinischen Fakultät zur „Medizinischen Propädeutik“ und „Physikalische Diagnostik“, und besaß eine private Arztpraxis. Am Rudolfinerhaus publizierte er u.a. 1884 „Ein (polemischer) Beitrag zur „Wasserbehandlung“ des Typhus abdominalis“, 1885 „Diagnostik der Rückenmarkskrankheiten“, 1886 „Ein Fall von `Fremitus hypochondriacus`“, 1887 „Die Modifikation der Bandwurmkur“, „Zwei Fälle von Hirnabscessen, beobachtet im Rudolfinerhause in Unterdöbling bei Wien. I. Metastatischer Hirnabscess nach Empyem“.

Bettelheim trat auch als Übersetzer von Fachliteratur aus dem Englischen in Erscheinung, darunter übersetzte er 1883 von R. Lepine „Die akute Pneumonie“,[9] sowie 1886 gemeinsam mit M. Scheimpflig die Monografie von W.R. Gowers, Diagnostik der Rückenmarkskrankheiten.[10]

Seine zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten finden sich in der Separata-Bibliothek sowie in der Neuburger-Bibliothek.

1884 arbeitete Bettelheim mit Sigmund Freud (1856-1939) zusammen, um den Einfluss von Elektrizität auf das Nervensystem zu untersuchen.

Weiters engagierte er sich als Mitglied im Verein für erweiterte Frauenbildung in Wien,[11] sowie im Asylverein für Obdachlose in Wien.[12]

Bettelheim war Träger des Ritterkreuzes des königlichen spanischen Ordens Isabella der Katholischen,[13] Mitglied der Gesellschaft der Ärzte in Wien und seit 1888 Mitglied der Leopoldina.[14]


Todesanzeige, Neue Freie Presse, 27.7.1895, S. 20.

Karl Bettelheim verstarb am 27. Juli 1895 in Wien

Quellen:

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0002, Bettelheim Karl (Nationalien Datum: 1862/63).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 182-21, Bettelheim Karl (Promotion Datum: 26.1.1866).

UAW, Med. DRKOLL 21.1.6 Bettelheim, Karl, Über zwei Krankheitsfälle (Luratio trumeri sinistri, Luratio trumeri sinistri), 1862.

UAW, Med. Fak., Doktoren-Kollegium der Med. Fak., Med. DrKoll., Prüfungsprotokoll des ersten Rigorosums am 16. Mai 1867 zum Dr. der Chirurgie, und das Abgangszeugnis der Univ. Wien für den Zeitraum 1861 bis 1865.

Friedhofsdatenbank der IKG Wien, Bettelheim Karl

Literatur:

Bettelheim, Karl: Ein Fall von Darmkrebs. Sonderdruck aus: Medizinisch-chirurgische Rundschau. Wien: 1870.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Bettelheim Karl: Ein eigenthümlicher Fall von Nephritis, Lebercirrhose und Adenie. Sonderdruck aus: Mittheilungen des Vereines der Aerzte in Nieder-Oesterreich. Verlag von Ch.L. Praetorius 1877.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Bettelheim, Karl: Ein (polemischer) Beitrag zur „Wasserbehandlung“ des Typhus abdominalis. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Blätter. Wien: Verlag von L. Bergmann & Comp, 1884.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Gowers, William, Bettelheim, Karl und W. Scheimpflug: Diagnostik der Rückenmarkskrankheiten. 3. Aufl. Wien: Braumüller 1885.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Gesellschaft der Ärzte Bibliothek, Sign.: GÄ-18260]

Bettelheim, Karl: Ein Fall von „Fremitus hypochondriacus“. Sonderdruck aus: Centralblatt für klinische Medicin. 1886.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Bettelheim, Karl: Eine Modifikation der Bandwurmkur. Sonderdruck aus: Centralblatt für klinische Medicin. 1887.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Bettelheim, Karl: Zwei Fälle von Hirnabscessen, beobachtet im Rudolfinerhause in Unterdöbling bei Wien. I. Metastatischer Hirnabscess nach Empyem. Sonderdruck aus: Deutsches Archiv für klinische Medicin. Leipzig: 1887.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Referenzen:

[1] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 85, 1869, Sp. 1378.

[2] Wiener medicinische Presse, Nr. 9, 1868, S. 13.

[3] Wiener medicinische Presse, Nr. 9, 1869, S. 41.

[4] Wiener Zeitung, 3.12.1873, S. 6.

[5] Mittheilungen des ärztlichen Vereins in Wien, III, 1874, S. 14.

[6] Mittheilungen des ärztlichen Vereins in Wien, II, 1871, S. 23.

[7] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 50, 1882, Sp. 1510.

[8] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 18.4.1888, S. 4.

[9] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 51, 1884, Sp. 1547.

[10] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 47, 1885, Sp. 1444.

[11] Jahresbericht des Vereines für erweiterte Frauenbildung in Wien, 1889, S. 10.

[12] Wiener Zeitung, 25.6.1870, S. 6.

[13] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 50, 1882, Sp. 1495.

[14] Neue Freie Presse, 16.11.1888, S. 1.

Normdaten (Person): Bettelheim, Karl : BBL: 41840; GND: 136031218;

VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien
BBL: 41840 (05. 09. 2023)
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Letzte Aktualisierung: 2023 08 31

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FRESH eBOOKS: Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen; Gehirn-Computer-Schnittstellen-Technologien : Beschleunigung der Neurotechnologie zum Nutzen der Menschen; Praxis der Intensivmedizin : konkret, kompakt, interdisziplinär..;

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Arztbriefe in der Neurologie : Schreiben – Formulieren – Argumentieren

Schmidt-Wilcke, Tobias [HerausgeberIn]Sturm, Dietrich [HerausgeberIn]
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Kolposkopie in der Praxis : Lehrbuch und Atlas

Lellé, Ralph J [VerfasserIn]Küppers, Volkmar [VerfasserIn]
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Instrumente des Care und Case Management Prozesses

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Die Urologie : in 3 Bänden

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Kindliche Handfehlbildungen in Ergotherapie und Physiotherapie : Manuelle Behandlung und Schienentherapie

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Praxis der Intensivmedizin : konkret, kompakt, interdisziplinär

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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen

Melzig, Matthias F [VerfasserIn]Hiller, Karl [VerfasserIn]
2023
 

Neuerwerbungen im September 2023

Der Bestand der Bibliothek wird durch zahlreiche interessante Neuerwerbungen laufend erweitert. Stöbern Sie in unserer virtuellen Buchausstellung, lesen Sie die eBooks. Ein Großteil der neu erworbenen Literatur wird in der Buchausstellung im Lesesaal präsentiert. Diese Bücher können Sie vormerken und nach der Ausstellung ausleihen.

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [239]: Johann Teich – Städtischer Arzt in Wien

Johann Teich – Städtischer Arzt in Wien

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 30.08.2023

Keywords: Johann Baptist Teich, Johann Maximilian Teich (Taufname), Stadtarzt, Arzt, Medizingeschichte, Wien

Johann Teich wurde am 20. Februar 1852 als Sohn des Schlossermeisters Karl Teich und Theresie, geborene Mosbauer, in Wien geboren.

Nach seinem Studium der Medizin an der Universität Wien, das er am 15. Mai 1879 mit seiner Promotion abschloss, und der Absolvierung einer Spitalspraxis, war er in verschiedenen Gemeinden als Arzt tätig, darunter 1885 in Rückersdorf im Bezirk Korneuburg in Niederösterreich.

Seit 1901 arbeitete er in der Gemeinde Kagran als Gemeinde- und Armenarzt, nach der Eingemeindung Kagrans im Jahr 1905 nach Wien (22. Bezirk) wurde er 1906 zum provisorischen städtischen Arzt bestellt.[1] 1909 erfolgte seine Ernennung zum städtischen Arzt 1. Klasse für Armenbehandlung und Totenbeschau[2] und 1913 seine Bestellung zum städtischen Oberarzt.[3] 1903 publizierte er „Ein neuer einfacher Impfschutzverband

Teich verstarb am 18. Oktober 1925.

Nach ihm wurde mit Gemeinderatsbeschluss vom April 1932 eine Straße im Wien 22 (Siedlung Freihof) benannt,[4] da er in den Jahren als Arzt in Kagran „sich durch seine langjährige aufopfernde Tätigkeit und seine soziale Einstellung der arbeitenden Bevölkerung des Bezirkes gegenüber große Verdienste erworben hatte“. 1955 erfolgte eine Umbenennung in Straßmeyergasse.

Quellen:

Matriken der Rk. Erzdiözese Wien, 9. Rossau, Taufbuch, Sign. 1-13, 1852, Folio 18, Teich Johann Baptist Maximilian.

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign, 177-405a, Teich Johann (Rigorosum Datum: 1877).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign, 186-929, Teich Johann (Promotion Datum: 17.5.1879).

Rathaus-Korrespondenz: PID ; rk-aktuell, April 1932, Stadt Wien. Wien.

Literatur:

Teich, Johann: Ein neuer einfacher Impfschutzverband. Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Druck von Kratz, Helf & Co. 1903.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Amtsblatt der Stadt Wien, Wien 1906, S. 777.

[2] Neues Wiener Journal, 17.7.1909, S. 2. Amtsblatt der Stadt Wien, Wien 1909, S. 1874.

[3] Wiener Zeitung, 29.6.1913, S. 5. Amtsblatt der Stadt Wien, Wien 1913, S. 1994.

[4] Rathaus-Korrespondenz: PID ; rk-aktuell, April 1932, Stadt Wien. Wien.

Normdaten (Person): Teich, Johann: BBL: 41823; GND: 1300558105;

VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien
BBL: 41823 (30. 08. 2023)
URL: https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=41823

Letzte Aktualisierung: 2023 08 31

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [238]: Manfred Damask – Physikalische Medizin

Manfred Damask – Physikalische Medizin

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 25.08.2023

Keywords: Manfred Damask, Physikalische Medizin, Radiumtherapie, Rudolf-Stiftung, Arzt, Medizingeschichte, Wien, New York

Moriz Damask wurde am 15. September 1880 als Sohn des Eduard Chaskel Damask (1844-1905) aus Dabrowa in Galizien (heute: Dąbrowa Górnicza/Polen) und Rosa (1850-1918), geborene Robinsohn, in Wien geboren.

Er studierte an der Universität Wien Medizin und promovierte am 18. Jänner 1906. Danach besaß er in Wien 6, Getreidemarkt 15, eine Arztpraxis und arbeitete als Assistent an der I. medizinischen Abteilung der k.k. Krankenanstalt Rudolf-Stiftung unter dem Vorstand Professor Gustav Singer (1867-1944). Hier publizierte er 1912 „Zur Kasuistik der luetischen Nephritis“,[1] 1913 „Beitrag zur Behandlung des Fiebers bei der Lungentuberkulose[2] und 1915 am pathologisch-anatomischen Institut der Rudolfstiftung „Beschleunigter Nachweis der Tuberculose im Tierversuch durch Milzimpfung“.

Radium-Kurhaus St. Joachimsthal

Bereits seit Mai 1914 war Damask als leitender Arzt für Radiumtherapien und physikalische Behandlungstherapien im Radium-Kurhaus in St. Joachimsthal bei Karlsbad in Böhmen tätig.[3] 1916, bereits als emeritierter Assistent im Spital Rudolfs-Stiftung, veröffentlichte er den Aufsatz „Zur Therapie des Gelenkrheumatismus (Elektrargol, Salvarsan, Tuberkulin)“.[4] Im selben Jahr publizierte er als Mitautor neben den Professoren Josef Wiesel (1876-1928), Friedrich Pineles (1868-1936), und den Doktoren Gustav Singer (1867-1944), Anton Bum (1856-1925), Rudolf Bassenge, Max Herz (1865-1956), Eduard Weiß, und Ernst Freund (1876-1942) in der im Verlag Moriz Perles erschienen Monografie „Der Rheumatismus. Aetiologie, Klinik, Therapie“, die jene in der Gesellschaft für physikalische Medizin in Wien gehaltenen Vorträge zum Inhalt hatte.

Moderne illustrierte Zeitung für Reisen und Sport, H. 8, 1914, S. 32.

Während des Ersten Weltkrieges diente er im Kriegsspital Nr. 6 in Wien Simmering als Regimentsarzt, wo er in dem im Spital errichteten Institut für Mechanotherapie tätig war.

Im Jänner 1923 emigrierte Damask in die USA, nahm hier den Namen Morris an, und arbeitete in New York am Brooklyn State Hospital. Er verstarb am 3. Oktober 1925 in New York.

Quellen:

Matriken der IKG Wien, Geburtsbuch, 1880, Damask Moriz.

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0555, Damask Moriz (Nationalien Datum: 1902/03).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 190-0325, Damask Moriz (Promotion Datum: 18.01/1906).

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 3245); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85.

United States Deceased Physician File (AMA), 1864-1968, Morris Manfred Damask, 1924.

United States Deceased Physician File (AMA), 1864-1968, Morris M Damask, 1941.

New York City Death Index, Damask Manfred.

Find a Grave: Damask Manfred Dr.

Literatur:

Damask, Moriz und F. Schweinburg: Beschleunigter Nachweis der Tuberculose im Tierversuch durch Milzimpfung. Aus der I. und III. med. Abr. (Vorstände: Prim.-Prof. Dr. G. Singer und Prim.-Doc. Dr. M. Weinberger) und dem path.-anat. Inst. (Vorstand: Prof. Dr. R. Paltauf) der k.k. Krankenanstalt „Rudolfstiftung“ zu Wien. Sonderdruck aus: Zeitschrift für experimentelle Pathologie und Therapie. Berlin: Verlag von August Hirschwald 1915.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 39, 1912, Sp. 2546-2549.

[2] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 19, 1913, Sp. 1184-1191.

[3] Neues Wiener Journal, 12.4.1914, S. 21.

[4] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 24, 1916, Sp. 895-898.

Normdaten (Person): Damask, Manfred: BBL: 41766; GND: 130028806X;

VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien
BBL: 41766 (24. 08. 2023)
URL: https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=41766

Letzte Aktualisierung: 2023 08 31

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eBook on Demand: Medizinhistorische Dissertation von Moriz Heider (1816-1866)

eBooks on Demand (EOD) ist ein Service zur Digitalisierung von urheberrechtsfreien Büchern, deren Verfasser:innen seit mehr als 70 Jahren verstorben sind.

Die Van Swieten-Blog Serie “eBook on Demand” setzen wir mit folgender medizinhistorischen Dissertation fort:

Dissertatio Inauguralis Medica De Neuropathiis In Genere Subsequis Casibus Clinicis, Quam Consensu Et Auctoritate Illustrissimi Ac Magnifici Domini Praesidis Et Directoris, Perillustris Et Spectabilis Domini Decani, Nec Non Clarissimorum Ac Celeberrimorum DD. Professorum pro Doctoris Medicinae Laurea Summisque In Medicina Honoribus Ac Privilegiis Rite Obtinendis in antiquissima et celeberrima Universitate Vindobonensi publicea eruditorum disquisitioni submittit Mauritius Heider, Vindobonensis : In these adnexas disputabitur in aedibus Universitatis die [ ] mensis [ ] anni 1840
Überreuter, Carl [Drucker]
Erscheinungsjahr: 1840

Art/Umfang/Format: Online-Ressource

Sprache: Latein
Hochschulschrift: Dissertation, Universität Wien, 1840

Keywords: Neuralgie; Geschichte 1840

Inhalt:

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [237]: Gstettner, Mathilde – Augen- und Schulärztin, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Staatsamt für Volksgesundheit, Frauen- und Friedensaktivistin

Gstettner, Mathilde – Augen- und Schulärztin, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Staatsamt für Volksgesundheit, Frauen- und Friedensaktivistin

Autor: Walter Mentzel

Published online: 24.08.2023

Keywords: Mathilde Gstettner, Augenärztin, Schulärztin, Allgemeine Poliklinik, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Staatsamtes für Volksgesundheit, Ärztin, Medizingeschichte, Wien

Mathilde Gstettner wurde am 9. März 1869 als Tochter des technischen Assistenten und späteren Vorstand am k.k. Militär-Geographischen-Institut, Gustav Gstettner (1832-1905), und der Lehrerin Johanna Elisabeth, geborene Wegele, in Wien geboren.

Gstettner arbeitete seit spätestens 1892 zunächst als Unterlehrerin (die Ernennung erfolgte 1895)[1] an der Mädchen-Volksschule in Gaudenzdorf in Wien 6 und seit 1897 als Bürgerschul-Lehrerin[2] in der Stumpergasse (bis 1914).[3] 1898 wirkte sie durch ihre zur Verfügung gestellten Exponate an der Jubiläumsausstellung im Wiener Rotundengelände anlässlich des 50-Jahr-Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. mit. 1900 erhielt sie vom Wiener Stadtrat ein Reisestipendium zur Pariser Weltausstellung,[4] worüber sie 1901 in ihrem Referat „Über die Volksschulen in Paris“ vor dem Verein der Lehrerinnen und Erzieherinnen in Österreich berichtete.[5] Vor dem Ersten Weltkrieg war sie noch Präsidentin des Wiener Damen-Stenographen-Vereins „Gabelsberger“, Mitglied des Vereins der Lehrerinnen und Erzieherinnen Österreichs und des 1903 gegründeten Neuen Frauenklubs. 1906 schloss sie sich öffentlich dem Protest des Klubs gegen die diskriminierenden Äußerungen des Unterrichtsministeriums im Hinblick auf die Zulassung von Mädchen in Knaben-Mittelschulen in Brünn und die Ablehnung der Finanzierung des Studiums für Frauen an.[6]

Neben ihrer Lehrerinnentätigkeit begann sie an der Universität Wien mit dem Studium der Medizin, das sie am 23. Dezember 1905 mit ihrer Promotion abschloss. Danach ließ sie sich beurlauben und eröffnete in Wien 5, Margaretenstraße 97, eine Praxis für Augenkrankheiten und chirurgische Kosmetik, die sie später nach Wien 7, Neubaugasse 80 verlegte.[7] Bereits während ihres Studiums hatte sie 1904 am Physiologischen Institut in Wien „Über Farbenveränderungen der lebenden Iris bei Menschen und Wirbeltieren“ publiziert.

Wiener allgemeine Poliklinik

Zwischen 1912 und 1920 war sie als Assistentin an der Augenabteilung der Allgemeinen Poliklinik in Wien bei Prof. August Leopold von Reuss (1841-1924) tätig. Während dieser Zeit publizierte sie auch populärwissenschaftliche Artikel u.a. in der Zeitschrift „Die Frau und Mutter“, darunter „Etwas über die Kurzsichtigkeit“[8] oder „Zur Hygiene des Auges“[9].

Österreichischer Verein für Schulhygiene

Gstettner widmete sie schon vor dem Ersten Weltkrieg schulärztlichen Themen und gehörte der 1912 gegründeten und von Leo Burgerstein (1853-1928) geleiteten Gesellschaft für Schulhygiene als Mitglied an, wo sie von Beginn an auch die Funktion der Vereinssekretärin übernahm.[10] Sie erhielt rasch auf dem schulärztlichen Gebiet internationales Ansehen, ihre Arbeiten fanden in der Fachpresse eine positive Rezeption. 1915 hielt sie in der Gesellschaft für Schulhygiene einen Vortrag zur „Schulhygiene in Nordamerika“.[11] Im April 1913 nahm sie an einer von der Wiener Ärztekammer organisierten schulärztlichen Enquete[12] und im August 1913 als Vertreterin der Österreichischen Gesellschaft für Schulhygiene gemeinsam mit Hans Spitzy (1872-1956), Siegmund Exner (1846-1926), Franz Hamburger (1874-1954), Clemens von Pirquet (1874-1929) und Ernst Finger (1856-1939) am 4. internationalen Congress of School Medicine in Buffalo, New York teil. Hier referierte sie zum Thema Schulhygiene. Im selben Jahr publizierte sie noch „Noviform in der Augenheilkunde“.[13]

Vor dem Ersten Weltkrieg engagierte sich Gstettner in der Friedensbewegung, und arbeitete an den Vorbereitungen für die zwischen den 15. und 19. September 1914 geplante Weltfriedenstagung in Wien im Organisationssekretariat mit.[14]

Während des Ersten Weltkrieges erschienen von ihr im Jahr 1915 der Aufsatz „Versuche mit Linse, Glaskörper, Kammerwasser und Serum in bezug auf ihr Verhalten zu einigen anorganischen Alkalien und alkalisch-reagierenden Salzlösungen“,[15] ansonsten beschäftigte sie sich weiterhin auf dem schulärztlichen Gebiet, wie ihr 1917 erschienener Artikel „Einige Schularzteinrichtungen in Holland“[16] belegt.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Staatsamtes für Volksgesundheit in Wien und Schulärztin der Gemeinde Wien

Nach dem Krieg wurde Gstettner im Dezember 1918 im neu errichteten Staatsamt für Volksgesundheit neben Ernst Brezina (1874-1961), Siegfried Rosenfeld (1863-1933), Hans Spitzy und Ludwig Teleky (1872-1957) zur wissenschaftlichen Mitarbeiterin ernannt, sowie der Presseabteilung zugeteilt.[17] Hier widmete sie sich der Frage der Errichtung und Ausgestaltung schulärztlicher Einrichtungen und deren gesetzlicher Verankerung, aber auch der Organisation der Fortbildungsmaßnahmen von Mediziner:innen. Daneben war sie als Schulärztin der Gemeinde Wien tätig. 1919 publizierte sie „Ärztliche Fortbildungskurse[18], „Über Schulärztekurse“, „Über Untersuchung der weiblichen Schuljugend“ sowie die Artikel „Skizze zu einem Schularztgesetz“ und „Hygienische Beratungsstellen“.[19] Nach der Errichtung des Bundesministeriums für soziale Verwaltung im Jahr 1920 und der damit einhergehenden Integration des früheren Staatsamtes zur Abteilung „Volksgesundheitsamt“, fand sie hier in der Abteilung 3 Verwendung. 1920 veröffentlichte sie im Rahmen ihrer neuen beruflichen Tätigkeit die Aufsätze „Einige Winke zur Errichtung von Freiluftschulen“[20], 1922 „Neue Skizze zu einem Schularztgesetz[21] und im selben Jahr „Zur Errichtung von Schulkliniken und Schülerambulatorien“.[22] 1921 hielt sie im Rahmen einer Vortragsreihe des Vereins Freie Schule einen Vortrag über „Die Tätigkeit des Schularztes“.[23]

1923 schied sie aus dem Ministerium aus und führte ihre Praxis in Wien 7, Neubaugasse 80, als Augenfachärztin weiter, bzw. nahm sie wieder an der Allgemeinen Poliklinik in Wien ihre Arbeit auf. In den 1920er Jahren gehörte sie noch dem Ärztlichen Wirtschaftsverband „Praxisfreiheit“ an, in dessen Vorstand sie auch gewählt wurde.[24] Weiters war sie noch Mitglied des Leitungsgremiums in der 1919 gegründeten und nach Karl von Reichenbach (1788-1869) benannten „Gesellschaft Reichenbach“, zu deren Proponenten und Initiatoren Professor Moriz Benedikt (1835-1920) zählte. [25]

Mathilde Gstettner verstarb im März 1933 in Wien.

Quellen:

Taufbuch, Erzdiözese Wien. 6, Bezirk, St. Josef ob der Laimgrube, Buch 35, Folio 20, 1869, Gstettner Mathilde.

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 196-0172, Gstettner Mathilde (Rigorosum Datum: 23.10.1905).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 190-0300, Gstettner Mathilde (Promotion Datum: 23.12.1905).

WStLA, 1.1.10.A1. 8512/1933, Totenbeschaubefund, Grabanweisung Gstettner Mathilde (März 1933)

Literatur:

Gstettner, Mathilde: Über Farbenveränderungen der lebenden Iris bei Menschen und Wirbeltieren. Aus dem Physiologischen Institut der Universität Wien. Sonderdruck aus: Archiv für die gesamte Physiologie. Bonn: Verlag von Martin Hager 1904.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Gstettner, Mathilde: Über Schulärztekurse. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: Verlag von Moritz Perles 1919.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Gstettner, Mathilde: Über Untersuchung der weiblichen Schuljugend. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: Verlag von Moritz Perles 1919.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Gstettner, Mathilde: Skizze zu einem Schularztgesetz. Sonderduck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Verlag von Moritz Perles 1919.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Die Presse, 7.8.1895, S. 11.

[2] Neues Wiener Journal, 24.2.1897, S. 3.

[3] Wiener Kommunal-Kalender und städtisches Jahrbuch, Jh. 1893-1902.

[4] Neue Freie Presse, 28.6.1900, S. 6.

[5] Österreichische Lehrerinnen-Zeitung, 10.7.1901, S. 133-139.

[6] Der Bund. Zentralblatt des Bundes österreichischer Frauenvereine, H. 6, 1906, S. 7.

[7] Der Bund. Zentralblatt des Bundes österreichischer Frauenvereine, H. 3, 1910, S. 10

[8] Die Frau und Mutter, H. 4, 1913, S. 89-90.

[9] Die Frau und Mutter, H. 11, 1913, S. 313-315.

[10] Medizinische Klinik, Nr. 30, 1912, S. 1258.

[11] Wiener Zeitung, 17.9.1915, S. 10.

[12] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 17, 1913, Sp. 1097.

[13] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 23, 1913, Sp. 1418-1420.

[14] Die Friedenswarte, Nr. 6, 1914, S. 238.

[15] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 30, 1915, Sp. 1149-1155; Nr. 32, 1915, Sp. 1210-1217; Nr. 34, 1915, Sp. 1415-1422.

[16] Das Österreichische Sanitätswesen, Nr. 9-26, 1917.

[17] Arbeiter Zeitung, 3.12.1918, S. 3.

[18] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 21, 1919, Sp. 1052-1057.

[19] Wiener klinische Rundschau, Nr. 9/10, 1919, S. 51-52; Nr. 11/13, 1919, S. 64.

[20] Wiener klinische Rundschau, Nr. 31/32, 1921.

[21] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 23, 1922, Sp. 1004-1008; Nr. 24, 1922, Sp. 1046-1050.

[22] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 50, 1922, Sp. 2091-2098

[23] Neue Freie Presse, 18.3.1921, S. 7.

[24] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 5, 1926, S. 178.

[25] Wiener klinische Rundschau, Nr. 42/43, 1919, S. 233.

Normdaten (Person): Gstettner, Mathilde: BBL: 41764; GND:1300259027;

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BBL: 41764 (24. 08. 2023)
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Letzte Aktualisierung: 2023 08 28

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