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Allgemeines – nicht kategorisiert

„1. Weltkrieg & Medizin“ [44]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.1 – Ärztinnen und Ärzte

„1. Weltkrieg & Medizin“ [42]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Folge 8.1 – Ärztinnen und Ärzte

Zum Abschluss werden in den folgenden Beiträgen die Ärztinnen und Ärzte, die während des Krieges im Kriegsnotspital/Reservespital Nr. 2 tätig waren, kurz vorgestellt.

Verwendet wurden dabei ungedruckte Namensverzeichnisse, die vom Korpskommando Nr. 9 in Leitmeritz    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Korps_der_%C3%96sterreichisch-Ungarischen_Armee#9._Korpskommando  zusammengestellt worden waren.

Daneben wurden zahlreiche gedruckte Quellen wie Adressbücher, Zeitungsartikel etc. zum Zweck der Recherche (siehe ANNO http://anno.onb.ac.at/) herangezogen.

Für die Ärztinnen war die ergiebigste Quelle die Dissertation von Angelika STADLER (Ärztinnen im Krieg am Beispiel der Ärztinnen Österreich-Ungarns, Graz 2003).

Generell wird besonderes Augenmerk auf die Tätigkeit der Ärztinnen und Ärzte in der Zeit des Ersten Weltkriegs gelegt. Es finden aber auch Angaben zur weiteren beruflichen Tätigkeit vor bzw. nach dem Ersten Weltkrieg sowie vereinzelt – soweit bekannt – Sterbedaten Eingang.

Das Verzeichnis stellt einen momentanen Wissensstand dar, ein Anspruch auf Vollständigkeit wird nicht erhoben.

Alphabetisches Verzeichnis der Ärztinnen im „Kriegsnotspital/Reservespital  Nr.2„ http://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=24880

Bei Übernahme des Kriegsnotspitals als Reservespital Nr. 2 in die Heeresverwaltung wurden die sogenannten „landsturmpflichtigen“ (=militärpflichtigen) Ärzte dem k. u. k. Kriegsministerium zur Verfügung gestellt.

Die Dienstverträge der übrigen Ärztinnen und Ärzte wurden erneuert bzw. gekündigt. 

*********************************************************************

Die Ärztinnen im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)

ANTLER, Gustava

Geboren 1888, heimatzuständig (http://www.zwittau.de/verweise/ff/heimatschein.htm) in MONASTYRYSKA https://de.wikipedia.org/wiki/Monastyryska.

Sie studierte an der medizinischen Fakultät in Wien und Prag und promovierte 1915.

Seit 30. Dezember 1915 war sie im Kriegsnotspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz tätig und versah ihren Dienst in der 1. Abteilung/Sektion.

BOBKOVSKA, Helena[e]

Geboren 1882, heimatzuständig: KRAKAU    https://de.wikipedia.org/wiki/Krakau

Sie studierte an der medizinischen Fakultät der Universität in Krakau, an der sie am 31. Juli 1914 promovierte.

  1. August 1914 bis 15. August 1915: tätig im Allgemeinen Krankenhaus in Krakau.
  2. August 1915 bis 30. Juni 1916: Arbeit im Kriegsnotspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz in der 1. Abteilung/Sektion.

Ihr Ansuchen um Versetzung an die Südwestfront (Italien) zog sie zurück, da sie seit 15. Juli 1916 im Reservespital TARNOW    https://de.wikipedia.org/wiki/Tarn%C3%B3w angestellt war.

1922 war sie als Ärztin wieder in Krakau tätig.

CELAREK, Marie Agnes

Geboren 1884, heimatzuständig: CHRZANOW https://de.wikipedia.org/wiki/Chrzan%C3%B3w

Nach Kriegsbeginn arbeitete sie im Epidemiespital Nr. 2 in Krakau.

Seit 2. August 1915 war sie im Kriegsnotspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz in der 1. Abteilung/Sektion tätig.

 HALPERN, Regina

Geboren am 16. Februar 1884, heimatzuständig ZALOSCE   https://de.wikipedia.org/wiki/Saliszi

Nach Kriegsbeginn war sie – nach eigenen Angaben – in folgenden Militärspitälern tätig:

  1. Dezember 1914 – 1. März 1915: Reservespital in TULLN
  2. März 1915 – 28. September 1916: K. u. k. Militärbeobachtungsspital, dann k. u. k. Reservespital in STERNBERG/MÄHREN https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%A0ternberk
  3. September 1916 – 16. Jänner 1917: K. u. k. Epidemiespital in WADOWICE https://de.wikipedia.org/wiki/Wadowice
  4. Jänner 1917 – April 1918: K. u. k. Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ – hier war sie der 5. Abteilung/Sektion zugeteilt.

Im Juli 1917 erhielt sie ein Angebot im besetzten Albanien „zur Behandlung der malariakranken mohammedanischen Bevölkerung“ zu arbeiten; sie lehnte die Stelle aber ab.

Am 25. Dezember 1917 suchte sie um Versetzung nach Wien an, wobei sie folgendes in ihr Gesuch an das Kriegsministerium schrieb:

„…Während der ganzen Kriegsdauer von der Familie, welche in Wien lebt, getrennt, will Gesuchstellerin wieder mit den Angehörigen zusammenleben, zumal die kranke Mutter deren Anwesenheit in Wien erfordert und das nur durch eine Transferierung nach Wien möglich ist…Ich war im Laufe der Zeit sowohl auf internen wie chirurgischen Abteilungen tätig…“

Da eine Versetzung nicht bewilligt wurde, kündigte Regina Halpern schließlich am 15. April 1918 ihren Vertrag mit dem Reservespital Nr. 2 in Pardubitz.

Siehe auch:

Im November 1914 ließ sie über eine Annonce in der Zeitung ihre Schwiegereltern suchen, die aus Lemberg vor den Russen geflüchtet waren. Dazu siehe: http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=19141101&seite=40&zoom=33&query=%22regina%2Bhalpern%22&ref=anno-search

HAMMERSCHLAG, Therese

Geboren 1888, heimatzuständig WIEN

Nach Beendigung ihres Studiums arbeitete sie als Aspirantin im Allgemeinen Krankenhaus in Wien.

Seit 5. Oktober 1915 war sie im Kriegsnotspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz in der 3. Abteilung/Sektion tätig.

Sie verstarb Ende November 1920 in Wien. (Siehe: Wiener Medizinische Wochenschrift vom 4. Dezember 1920, S. 2141)

HELLER, Ester/Else  (geborene CHAZREWIN)

Geboren 1886 in WITEBSK/Weißrussland    https://de.wikipedia.org/wiki/Wizebsk, studierte Medizin in Zürich, wo sie 1910 promovierte (Thema ihrer Dissertation: Klinische Studien über den Gelenkrheumatismus); im selben Jahr heiratete sie Dr. phil. Robert Heller (in Österreich geboren, war er noch vor dem Krieg Schweizer Staatsbürger geworden).

Sie war bei Übernahme des Kriegsnotspitals in die Heeresverwaltung in der 4. Abteilung/ Sektion tätig bis ins Jahr 1918 hinein.

Siehe auch:

Vermählungsanzeige 1910

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19100724&seite=20&zoom=33&query=%22esther%2Bheller%22&provider=P03&ref=anno-search

Promotion ihres Mannes in Prag 1916 

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19161121&query=%22dr+robert+heller%22&ref=anno-search&seite=20

Verkauf der Ordination ihres Mannes 1931

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19310524&query=%22mudr+heller%22&ref=anno-search&seite=25

KRAUPA, Marta (geborene RUNK)

Geboren in TROPPAU https://de.wikipedia.org/wiki/Opava  am 21. Jänner 1887

Sie studierte Medizin an der Deutschen Universität in Prag, wo sie am 13. Juni 1914 promovierte.

Wohnhaft in TEPLITZ https://de.wikipedia.org/wiki/Teplice, meldete sie sich (Schreiben vom 31. Oktober 1916) freiwillig für den Dienst im Kriegsnotspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz, für eine „augenärztliche Tätigkeit“, wie sie schrieb.

Ihr Ansuchen wurde im November 1916 vom k. u. k. Kriegsministerium in Wien befürwortet.

Vermählungsanzeige vom 18. Mai 1914

KASZUBSKA-KUCZKOVSKA/KASENUBSKA-KUCZOWSKA, Vanda/Wanda

Geboren 1884, heimatzuständig WARSCHAU.

Mit Kriegsbeginn tätig in:

Kriegsbeginn 1914 – 5. Juli 1915: Reservespital Nr. 2 in Prag

  1. Juli 1915 – 4. August 1916: Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz (im Ambulatorium für Schwestern und Pflegerinnen)

August 1916 – 15. März 1917: Gynäkologische Abteilung des Barackenlagers Deutsch Brod

https://de.wikipedia.org/wiki/Havl%C3%AD%C4%8Dk%C5%AFv_Brod (Barackenlager für Flüchtlinge aus dem Süden, vor allem für Italiener)

  1. Juni – 8. November 1917: Venerologische Abteilung des Rot Kreuz Spitals in Lublin

Am 11. November 1917 meldete sie sich in einem Schreiben beim k. u. k. Kriegsministerium, Abteilung 14, in Wien für eine Stelle in TRIENT, dort war im September 1917 eine Venerologin angefordert worden.

In ihrem Schreiben gibt sie an, dass sie ihre derzeitige Stellung bereits gekündigt habe. Aus der Aktenlage ist leider nicht zu erkennen, ob sie dort auch wirklich ärztlich tätig wurde.

Mit Stand vom 5. Juli 1918 wurde sie im k. u. k. Reservespital in Leipnik

https://de.wikipedia.org/wiki/Lipn%C3%ADk_nad_Be%C4%8Dvou  als „secundär Ärztin“ der internen Abteilung der Baracken 8, 9, 10, 12, 13 geführt. Sie wird auch als Sekundarärztin der 3. Abteilung/Sektion (Internistin), später Zivil-Ärztin der 3. Internen Abteilung für „Allgemeine Heilkunde nebst Chirurgie“ geführt.

ROTHFELD, Franziska (geborene RAFF)

Geboren in PRZEMYSL 1884,  heimatzuständig in ROHATYN/Galizien https://de.wikipedia.org/wiki/Rohatyn.

Sie studierte Medizin in Lemberg, wo sie am 3. April 1909 promovierte.

Tätigkeit vor und im Krieg:

  1. April 1909 – 1. September 1911: Allgemeines Krankenhaus in Lemberg auf der chirurgischen Abteilung
  2. September 1911 – 1. September 1912: Praktikum der Zahnheilkunde in den Kliniken in Wien und Berlin

September 1912 – zum August 1914:  praktische Ärztin in Lemberg

  1. Oktober 1914 bis Ende Dezember 1914 im Epidemiespital in KASCHAU https://de.wikipedia.org/wiki/Ko%C5%A1ice

Jänner 1915 – 1. November 1915: K. k. Beobachtungsstation in NYÍREGYHÁZA (chirurgische Abteilung) https://de.wikipedia.org/wiki/Ny%C3%ADregyh%C3%A1za,

  1. November 1915 – 1. Juli 1916: Kriegsnotspital/Reservespital Nr. 2, Dienst in der 2. Abteilung/Sektion

RUBLIC-POSVAR/Rublicova-Posvarova, Aloisia/Aloisie

Geboren 1889

Sie studierte Medizin an der böhmischen Universität in Prag, wo sie 1913 auch promovierte.

Sie arbeitete vor dem Krieg im böhmischen Kinderspital in Prag und war 1915 als niedergelassene Ärztin in Prag II, Tyrsova ul., gemeldet.

Ab 23. Oktober 1915 in der Verwundeten- und Krankenstation in Kolin tätig, findet man sie als Ärztin im Jahr 1916 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz, in der 4. Abteilung/ Sektion.

SCHÄRF, Josefine

Geboren 1884 in SELETIN/Bukowina   https://de.wikipedia.org/wiki/Seljatyn,  heimatzuständig in Wien, Tochter eines angesehenen Holzhändlers.

Sie studierte an der medizinischen Fakultät der Universität in Wien, wo sie am 18. November 1911 promovierte. Danach als Sekundarärztin im Allgemeinen Krankenhaus in Wien tätig; Seit 5. Oktober 1915 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz.

Im August 1917 arbeitete sie im Krankenhaus Rudolfstiftung in Wien. Hier war sie von 1913 bis 1922 an folgenden Adressen gemeldet: 1090, Meynertgasse 6; 1090, Alserstraße 4; 1090,Höfergasse 18; 1180, Messerschmidtgasse 46; 1030, Rudolfsgasse 25.

Sie und ihre drei Schwestern waren vor 1914 zum Studium nach Wien gekommen, zwei von ihnen sollten den Kriegsbeginn nicht erleben!

Lesen sie bitte folgende Artikel:

Doppelselbstmord zweier Studentinnen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wsz&datum=19131215&seite=6&zoom=33&query=%22josefine%2Bsch%C3%A4rf%22&provider=P03&ref=anno-search

oder

Tragödie zweier Studentinnen – Doppelselbstmord aus unbekannten Gründen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dmo&datum=19131215&query=%22frau+dr+sch%c3%a4rf%22&ref=anno-search&seite=5

oder

Tragödie zweier Studentinnen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wnm&datum=19131215&seite=2&zoom=48&query=%22josefine%2Bsch%C3%A4rf%22&provider=P03&ref=anno-search

und

Die Tragödie zweier Studentinnen – gemeinsam beerdigt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwg&datum=19131217&query=%22anna+sch%c3%a4rf%22&ref=anno-search&seite=52

SCHNEIDER, Marie (geborene KALMUS/KALMUß/KALMUß-SCHNEIDER)

Geboren 1879, zuständig ZNIESIENIE [Vorort von Lemberg] https://pl.wikipedia.org/wiki/Zniesienie_(Lw%C3%B3w)

Sie arbeitete vor dem Krieg als praktische Ärztin in Lemberg.

Seit 22. September 1915 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz tätig.  

Sie gehörte 1909 der „Österreichischen Liga zur Bekämpfung des Mädchenhandels“ an?

http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_SIAK/4/2/1/2011/ausgabe_2/files/Nautz_2_2011.pdf

Siehe auch:

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=bol&datum=19110004&query=((text:%22dr+kalmus%22))&ref=anno-search&seite=29

SEIDMANN, Susanne/Suzanne/Susanna 

Geboren 1888 in CZERNOWITZ, heimatzuständig in Czernowitz.

Sie studierte an der medizinischen Fakultät der Universität Wien, wo sie am 3. Juli 1914 promovierte.

Tätigkeit im Kriege nach ihren eigenen Angaben:

Sie war Aspirantin im Rudolfspital in Wien; sie erwarb sich Kenntnisse auf dem Gebiet der internen Medizin und arbeitete eineinhalb Jahre auf der Infektionsabteilung in der Verwundeten- und Krankenstation in MÄHRISCH-WEISSKIRCHEN https://de.wikipedia.org/wiki/Hranice_na_Morav%C4%9B

Anschließend war sie zwei Jahre in einer chirurgischen Abteilung tätig [wahrscheinlich im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz].

In Pardubitz war sie seit 5. Oktober 1915 – 7. Oktober 1917 in der 3. Abteilung/Sektion [siehe blog-Beitrag Folge 5.3  https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=25431] tätig (da hat sie ihren Vertrag gelöst). Sie hatte bereits im September 1917 um Zuweisung in ein Spital nach Czernowitz angesucht. Nach zwei Tagen Dienst im Reservespital in Czernowitz kündigte sie aber wieder.

Infolge einer Erkrankung an der Lunge wurde sie im November/Dezember 1917 in der Lungenheilanstalt STERNBERG in Mähren behandelt. https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%A0ternberk

Zur Verwundeten- und Krankenstation in Mährisch-Weisskirchen siehe:

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=mtb&datum=19141019&query=%22m%c3%a4hrisch+weisskirchen%22+%22krankenstation%22&ref=anno-search&seite=4

TRYB(OVA), Marie ( geborene VEYBORNY (VEYBORNA)

Sie stammte aus KREMSIER https://de.wikipedia.org/wiki/Krom%C4%9B%C5%99%C3%AD%C5%BE

Sie studierte an der tschechischen Universität in Prag Medizin, wo sie am 21. März 1914 zum Doktor der gesamten Heilkunde promovierte.

Im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 arbeitete sie in der 4. Abteilung/Sektion.

Promotion 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tsa&datum=19140321&seite=4&zoom=33&query=%22marie%2Btryb%22&provider=P02&ref=anno-search

WEISS/WEISZ, Malvine/Malwine

Geboren 1885 in KASCHAU https://de.wikipedia.org/wiki/Ko%C5%A1ice, heimatzuständig nach BJELINA/Bosnien https://de.wikipedia.org/wiki/Bijeljina

Sie studierte an der medizinischen Fakultät der Universität in Wien und promovierte hier am 10. Juni 1910.

1915 war sie in Wien als praktische Ärztin im neunten Bezirk, Alserstraße 4, gemeldet.

Nach Kriegsbeginn arbeitete sie zunächst in der Kranken- und Verwundetenstation in CHRUDIM  https://de.wikipedia.org/wiki/Chrudim und ab 12. Februar 1916 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz.

Am 19. November 1917 erging vom k. u. k. Kriegsministerium der Befehl sie zur 1. Isonzoarmee an die Südwestfront zu entsenden. Daraufhin wandte sie sich mit der Bitte in Pardubitz verbleiben zu dürfen an das Armeeoberkommando (AOK), wo ein entsprechendes Telegramm am 12.12.1917 eintraf. Tags darauf, am 13.12.1917, wandte sich das AOK an das zuständige Militärkommando in Leitmeritz und teilte mit, dass die Entscheidung Frau Dr. Weiss zu entsenden, nicht mehr rückgängig gemacht werden könne.

In einer Mitteilung vom Militärkommando Leitmeritz wird allerdings am 18.12.1917 mitgeteilt, dass die Ärztin ohnehin bereits am 28.11.1917 zur Personalsammelstelle LAIBACH gefahren sei.

Text: Reinhard Mundschütz

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„1. Weltkrieg & Medizin“ [43]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914-1918, Folge 7.3 – „Verleumdungen und Beschwerden – das Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 im Blickpunkt“

Folge 7.3 – „Verleumdungen und Beschwerden – das Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 im Blickpunkt“

Die Abläufe in einem so großen Spital durch eine so lange Zeitperiode (1915-1918) hindurch verliefen nicht reibungslos. Neben Problemen im Tagesbetrieb, bei der Behandlung der Patienten, den immer knapper werdenden Ressourcen (Medikamenten, Heizmaterialien, Lebensmittel, etc.), kam es immer wieder auch zu „zwischenmenschlichen Differenzen.“

Drei ausgewählte Fälle, die alle dem Militärkommando Leitmeritz bekannt und letztendlich hier behandelt wurden, lassen uns ein wenig hinter die Kulissen blicken:   

I) „Eine Beschwerde mit Folgen: der langsame Rücktritt des ersten militärischen Kommandanten“

In einem Brief an das k. k. Ministerium für Landesverteidigung in Wien vom 23. Juni 1916 beschweren sich die in der Beobachtungsstation/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz angestellt gewesenen Krankenschwestern Tony Syrnckova und Marie Beerova (beide aus Pardubitz):  …daß sie in der Kranken- und Verwundetenstation Pardubitz von Oberstabsarzt Eder über Einschreiten seiner Frau ohne Angabe des Grundes plötzlich entlassen und wegen ihrer Angehörigkeit zur tschechischen Nation von beiden beschimpft worden sind. Die Frau des Oberstabsarztes mischte sich in alle Angelegenheiten und spielt den eigentlichen Kommandanten.“

Mitte August 1916 legte das Militärkommando in Leitmeritz an das k. u. k. Kriegsministerium in Wien einen Brief von Eder vor, in dem er um die „Einteilung bei der Armee im Felde“ bat. Dazu das Militärkommando Leitmeritz: „Die Hauptveranlassung zu dieser Bitte scheint mit der angeblichen Einmengung seiner Frau in den Dienstbetrieb im Zusammenhang zu stehen, obwohl seit Austragung diese Angelegenheit nicht der geringste Anlass zu weiterem Einschreiten vorkam. Sollte die Bitte gewährt werden, so wird um einen vollwertigen Ersatz gebeten.“

Kommentar des k. u. k. Kriegsministeriums in Wien dazu:

 „Mit Rücksicht auf die ungewöhnlichen Verhältnisse in diesem großen Spital mit einem Belage von über 9.200 Betten, das erst mit 1. August 1916 in die Verwaltung des Heeres übernommen wurde und dessen Organisation sich erst festigen muß, hält das Kriegsministerium einen Kommandowechsel derzeit nicht im Interesse des Dienstes gelegen.“

Im k. k. Ministerium für Landesverteidigung war man jedoch der „Ansicht, daß dem Wunsche des Oberstabsarztes 1. Klasse Dr. Eder im Felde Dienst zu leisten, stattzugeben wäre. Das Kriegsministerium möge an dessen Stelle einen schonungsbedürftigen Militärarzt ausfindig machen, da dem k. k. Ministerium für Landesverteidigung dermalen kein geeigneter Ersatz zur Verfügung steht.“

Und ersuchte gleichzeitig das Armeeoberkommando (AOK) einen für „den besonderen Posten in Pardubitz geeigneten, schonungsbedürftigen Militärarzt dem Kriegsministerium zur Verfügung zu stellen.“

Vom AOK wurde Dr. Eder für eine Verwendung vorgemerkt.

Zum neuen Kommandanten wurde im November 1916 der bereits im September 1915 in den Ruhestand versetzte Generalstabsarzt Dr. Bronislaus MAJEWSKI ernannt.  [http://ub.meduniwien.ac.at/blog/?paged=3&m=201601]

Biographisches zu EDER:

Oberstabsarzt (seit November 1915) Dr. Johann EDER wurde am 19. Juni 1862 in Bergern in Oberösterreich geboren. Er besuchte das Gymnasium in Linz und studierte nach der Matura Medizin in Wien, wo er am 26. Juli 1889 schließlich zum Doktor der gesamten Heilkunde promovierte. Seine militärische Karriere begann bereits am 7. Jänner 1882 als Einjährig Freiwilliger mit der Verpflichtung 10 Jahre im aktiven Heer und 2 Jahre bei der Landwehr zu dienen.

Militärische Laufbahn (nach seiner Qualifikationsbeschreibung):

1885- 1889: als Militärärztlicher Eleve 2. dann 1. Klasse im Garnisonspital Nr. 1 und dann Nr. 4 in Wien.

Im Oktober 1889 zum Oberarzt ernannt und zum Garnisonsspital Nr. 11 nach Prag als Sekundärarzt zugeteilt.

Ab Juni 1890 zum Dragonerregiment Nr. 1 in Postelberg https://de.wikipedia.org/wiki/Postoloprty versetzt bis Ende März 1895.

Inzwischen zum Regimentsarzt ernannt und in den Aktivstand der k. k. Landwehr übernommen, wurde er dem Landwehrinfanterieregiment Nr. 3 in Marburg /Drau https://de.wikipedia.org/wiki/Maribor zugeteilt. Hier blieb er bis Ende September 1901.

Hierauf zum Landwehrinfanterieregiment Nr. 2 in Linz als Chefarzt versetzt wurde er am 1. April 1907 zum Kommandanten des Landwehrspitales in Linz ernannt.

Über seinen Charakter wurde folgendermaßen geurteilt: „Biederer Charakter mit Festigkeit im Vorsatze, Energie und Entschlossenheit in der Durchführung, vorzügliche Geistesgaben mit rascher, präziser Auffassung, richtigem Urteil und sehr scharfen Gedächtnisse, ruhiges Temperament. Erfüllt von strengstem Pflichtgefühle, Ehrgeiz und begeisterter Hingebung für seinen Stand läßt dieser ungemein befähigte, äußerst strebsame bis zur Selbstverläugnung unermüdlich im Interesse des Dienstes initiativ tätige und auf seine Ausbildung sehr bedachte Offizier in Zukunft ganz hervorragende Leistungen erwarten.

Stets aufs Netteste adjustiert, sehr guter und beliebter Kamerad, gegen höhere ungemein aufmerksam und anhänglich, pflichtgemäß offen, taktvoll und ehrerbietig, gegen Untergebende streng dienstfordernd  und wohlwollend; bewegt sich außer Dienst mit den besten Umgangsformen immer nur in der vornehmsten Gesellschaft.

Ein in allen Zweigen der Fachwissenschaften und in jenen des Berufsmilitärarztes hervorragend versierter Arzt, welcher auch in den neuesten Errungenschaften der Wissenschaft auf das Vollkommendste bewandert ist und sich durch unermüdlichen Fleiß, vorzügliche Verwendbarkeit und Verläßlichkeit auszeichnet mit dem eifrigsten Bestreben , sein umfangreiches Wissen immer mehr zu vertiefen, im Sanitätsdienste sehr verläßlich und verwendbar.“

Zum Nachlesen:

Dr. Johann EDER im Oktober 1889 zugeteilt dem Garnisonspital Nr. 11 in Prag

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=mil&datum=18891022&seite=6&zoom=33&query=%22dr%2Bjohann%2Beder%22&provider=P03&ref=anno-search

Einladung zu einem „militärischen Dejeuner“ bei Erzherzog Josef Ferdinand im Februar 1911

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sus&datum=19110218&seite=8&zoom=33&query=%22dr%2Bjohann%2Beder%22&provider=P03&ref=anno-search

Als Leiter des Landwehrspitals Nr. 4 in Linz im September 1914 tätig

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tpt&datum=19140908&seite=3&zoom=33&query=%22dr%2Bjohann%2Beder%22&provider=P02&ref=anno-search

Besuch des Statthalters von Böhmen in Pardubitz im Juni 1916

 

 

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pit&datum=19160620&seite=4&zoom=33&query=%22dr%2Bjohann%2Beder%22&provider=P02&ref=anno-search

II) Futter für Jagdhunde und nicht für Nutzvieh (kritischer Artikel in der „Arbeiterzeitung“ vom 18. Mai 1918 ; siehe auch: „Böhmerwald Volksbote“ vom 2. Juni 1918.

„Aus Pardubitz wird geschrieben: Das hiesige zweite Reservespital faßt 12.000 Kranke. Gegenwärtig sind hier etwa 5.000 Kranke. Im ersten Kriegsjahr hat ein Konsortium von Pardubitzer Bürgern die Küchenabfälle und das Spülwasser von der Anstalt gekauft und für die Stadt ungefähr 200 Schweine gemästet; diese Mast mußte aber aufgelassen werden, weil die Abfälle nicht mehr zur Verfügung standen. Pardubitz ist nämlich auch eine Sportstadt. Auf den Wiesen, die zu Pardubitz gehören, werden Parforcejagden abgehalten, zu denen man 60 bis 70 Hunde verwendet. Die Küchenabfälle aus dem Militärspital werden nämlich jetzt den Hunden vorgesetzt. Es ist nicht zu verstehen, daß der Leiter des Spitals, der Oberstabsarzt Dr. Majewski, die Abfälle so unwirtschaftlich behandelt. Hat er denn ein gar so starkes Bedürfnis, den Teilnehmern der Parforcejagden  https://de.wikipedia.org/wiki/Parforcejagd, den Auersperg, Larisch, Kinsky, Mensdorf, Henckel zu Diensten zu sein? Könnte das Spital mit seinen Abfällen nicht selbst Schweinezucht treiben, um die Kranken mit Fleisch und Fett zu ernähren? Die Herren Grafen und Fürsten sind vielleicht Mitglieder von Vereinen gegen die Tuberkulose. Wenn sie aber wegen ihrer Jagdhunde 200 Schweine nicht ernähren lassen, schaffen sie mehr Kranke als sie mit ihrer Vereinstätigkeit heilen.“

Vom k. u. k. Kriegsministerium in Wien um eine Stellungnahme aufgefordert, teilte das Militärkommando in Leitmeritz folgendes mit:

„…daß die Angelegenheit betreffend den Artikel in der Arbeiterzeitung vom 18. Mai 1918, welcher sich mit der Verwendung von Küchenabfällen beim Reservespital in Pardubitz befaßte, von hieraus bereits im Monate Mai 1918 aufgegriffen wurde.“

Dazu berichtete das Spitalskommando am 22. Mai 1918:

„Zu der Zeit als das Reservespital Nr. 2 in Pardubitz noch als Beobachtungsstation vom landesfürstlichen Kommissär verwaltet wurde, ist mit Charles Peck ein Vertrag abgeschlossen worden, demzufolge die genannte Station demselben die Küchenabfälle der I. und II. Sektion zu einem vereinbarten Preise von 240 K. monatlich abgegeben hat.

Dieser Vertrag hat dann auch bei der Übernahme der Beobachtungsstation als Reservespital in die militärische Verwaltung keine Kündigung erfahren und besteht bis zum heutigen Tage (22. Mai 1918) mit der Abänderung zu Recht, daß für diese Küchenabfälle vom 2. Jänner 1918 an, infolge geringerer Menge und Güte nur mehr 160 Kronen per Monat bezahlt werden.

Hierauf wurde Nachstehendes von hieraus verfügt bezw. veranlaßt:

1) Ankauf und Einstellung von vorläufig 4 Ferkeln und Anordnung aller Vorbereitungen und Maßnahmen zur Einstellung und Aufzucht derselben beim Reservespital Pardubitz;

2) Kündigung aller bis jetzt in Kraft stehenden Verträge (Übereinkommen) betreffend Abgabe der Küchenabfälle mit 1. Oktober 1918, da zu einem früheren Termin nach der Sachlage nicht möglich.

Die vorerwähnten 4 Ferkel sind bereits an Ort und Stelle und werden aus sonstigen sich ergebenden Küchenabfällen, Abfällen der Gemüsegärten, der Bäckerei und etwas Zuschuß an Gerstenkleie und Kartoffelschalen gemästet.“   

III) Anonyme Anzeige gegen den Regimentsarzt Dr. Jaromir Kotesovec (Kommandant der III. Sektion https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=25431) vom Juli 1918, unterzeichnet von „Patienten der III. Sektion“, gerichtet an das k. u. k. Kriegsministerium in Wien folgenden Inhalts:

„…die Patienten des K. u. k. Reservespitals Nr. 2 in Pardubitz, Sektion III Regimentsarzt Dr. Kotesovec bitten gehorsamst  um einen anderen Kommandanten auf die Sektion indem der Herr Regimentsarzt Dr. Kotesovec noch nicht im Felde war und auch nicht wissen tuet wie man im vierten Kriegsjahr Patienten die für Vaterland das Leben opfern behandeln soll, es sind hier solche Fälle vorgekommen dass man es nicht einmal schreiben kann, z. B. war hier ein Patient mit durchgeschossenen beiden Wangen in Kiefern er fragt ihm wer ihnen die Goschen durchgeschossen hat wie wann er das nicht wissen möchte, dass man im Felde mit scharfer Munition schiesst, oder liegen Patienten in Fieber von die reisst er die Decken herunter und müssen aufstehen.

Die russischen und italienischen Kriegsgefangenen die hier sind die haben viel besser wie wir die können ausgehen wann sie wollen dafür bekommen wir nur Sonntags von 2 Uhr nachmittag bis 6 Uhr Abends Ausgang wo auf anderen Sektionen bereits jeden Tag Ausgang ist, es sind viele Patienten hier von der Nähe, die möchten sich was zu essen holen bekommen aber keine Erlaubnis dazu und hier müssen sie länger Hunger leiden, nur selten bekommt man Erlaubnis.

Es wäre noch mehr zu schreiben wir hoffen aber dass unsere Bitte erhört wird und der Herr Sektionskommandant einmal an die Front geschickt wird, wo er schon längst hin gehört.“

Dr. Kotesovec, mit dem Inhalt des Briefes konfrontiert, schrieb an das Spitalskommando:

„Ich melde, dass die in dem beigelegten anonymen Brief angeführten „Klagen“ jeder positiven Grundlage entbehren und erkläre die Behauptung ich hätte die Worte: „Wer hat Ihnen die Goschen durchgeschossen“, jemals ausgesprochen, für eine Lüge. Vielmehr habe ich die mir vom Spitalskommando zugewiesenen Patienten human und mit Liebe behandelt und habe des Öfteren die größte Freude des Arztes erlebt, dass von mir operierte Patienten, wenn sie rekonvalesziert waren, spontan mir ihren Dank ausgesprochen haben.

Die weitere Behauptung, dass die Patienten keinen Ausgang bekommen beruht ebenfalls auf Unwahrheit. Von der III. Sektion waren z. B. im Monate Juli 1918 105, im Monate August 1918 158 Patienten auf kurze 2-4tägige Urlaube aus Familienangelegenheiten beurlaubt. Nebstdem werden prinzipiell an Sonn- und Feiertagen sämtliche ärztlich dazu geeignet Patienten für den ganzen Nachmittag beurlaubt und an Wochentagen wurden diejenigen, welche darum aus irgend welchem Grunde bittlich waren, nie abgewiesen.

Die Soldaten aus naher Umgebung bekommen Rayonsüberschreitungen und wurden dieselben an Sonn- und Feiertagen, wenn es zulässig war, immer bewilligt, so dass ihnen die Gelegenheit geboten wurde den ganzen Tag bei der Familie zu verbleiben und Nahrungsmittel sich zu holen.

In besonders berücksichtigungswürdigen Fällen (Anbau – Erntezeit) haben die Bauern aus der nächsten Umgebung sogar jeden Tag den ganzen Nachmittag Ausgang bekommen, damit sie, falls der Zustand es erlaubte, zu Hause aushelfen könnten.

Aus dem Besagten geht hervor, dass die Leute genügend Freiheit hatten, abgesehen davon, dass die große Anstalt mit fast kilometerlangen guten Wegen genügend Gelegenheit zum Spazieren bietet. Man hat diese Bewegungsfreiheit nicht gehemmt nur Ansammlungen waren den Sommer über, des verhängten Standrechtes wegen, verboten.

Ich habe allerdings mir die größte Mühe gegeben, dass ich als Kommandant die Disziplin erhalte, ich war, was die Ordnung anbelangt   strenge, ich habe eigenmächtiges Entfernen aus der Anstalt nicht geduldet und immer verlangt, dass die Patienten bei der Visite vollzählig zugegen sind.

Ich wollte die III. Sektion, welche bereits in den ersten 6 Monaten des Jahres 1918 6.004 Zugang und 5.991 Abgang hatte, in jeder Hinsicht auf die höchste Stufe der Leistungsfähigkeit bringen, dazu habe ich nach der Vorschrift reconvalesziert und ich habe das Gefühl, dass diese Momente: Disziplinverlangen und Reconvaleszierungen mir die Feindschaft des anonymen Schreibers zugezogen haben.

Pardubitz am 4. September 1918„

Die Angelegenheit wurde vom k. u. k. Kriegsministerium nicht weiter verfolgt, nachdem sich Majewski, der Kommandant des Reservespitals Nr. 2, folgendermaßen dazu geäußert hatte:

„Die von mir gepflogenen eingehenden Erhebungen lieferten keinen Anhaltspunkt für die Annahme, daß die im anonymen Schreiben gegen den RA [=Regimentsarzt] Dr. Kotesovec angeführten Beschuldigungen auf Wahrheit beruhen.

RA Dr. Kotesovec ist ein äußerst fleißiger pflichttreuer Arzt, der in seinem Beruf human und fürsorglich, dabei gut erzogen und unfähig ein derartiges Benehmen gegen Kranke zu bekunden.

Es hat ihn tief geschmerzt, dass ein anonymes Schreiben seine Ehre als Arzt angetastet hat…“

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[Autor/Feedback: Helmut Dollfuß]

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Medizincurriculum 2017: Block 7 „Wege zum gedruckten und elektronischen Volltext“

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Rund 720 MedizinstudentInnen der MedUni Wien

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Ein kurzes Video, in dem die Datenbank vorgestellt wird, finden sie hier auf YouTube.