In der letzten Buchausstellung wurde folgendes Buch am meisten vorgemerkt:
Proktologische Blickdiagnosen : Atlas und Praxisleitfaden
Wienert, Volker, 1937- Mlitz, Horst Raulf, Franz
2017
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In der letzten Buchausstellung wurde folgendes Buch am meisten vorgemerkt:
Proktologische Blickdiagnosen : Atlas und Praxisleitfaden
Wienert, Volker, 1937- Mlitz, Horst Raulf, Franz
2017
Der Bestand der Bibliothek wird durch zahlreiche interessante
Neuerwerbungen laufend erweitert.
Ein Großteil der neu erworbenen Literatur wird in der Buchausstellung im Lesesaal präsentiert.
Alle Neuerwerbungen finden Sie im Katalog–>LINK
Beispiele:
Zusatzweiterbildung Intensivmedizin : das gesamte Spektrum der operativen und nichtoperativen Intensivmedizin : 1500 Prüfungsfragen
Jahn, Uli-Rüdiger, 1963- [HerausgeberIn] Van Aken, Hugo, 1951- [HerausgeberIn] Atzeni, A. [MitwirkendeR]
2017
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Bildatlas Podologie : Befund, Behandlung, Prophylaxe
Bittig, Fritz [VerfasserIn]
2017
Klinikleitfaden Kardiologie
Stierle, Ulrich, 1955- [HerausgeberIn] Hartmann, Franz, 1947- [MitwirkendeR]
2017

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Liver disease in clinical practice
Tim Cross [HerausgeberIn]
2017

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BASICS Allgemeinmedizin
Lehmeyer, Lukas, 1978- [VerfasserIn] Weinberger, Sarah, 1984- [VerfasserIn]
2017
Lisa Gollubich: Praktikum an der UB MedUni Wien (März 2017)
Nachdem ich mich schon seit langem für Medizin interessiere, habe ich mich im Rahmen des Lehrganges Libary and Information Studies, den ich gerade absolviere, für ein zweiwöchiges Praktikum an der UB Med Uni Wien entschieden. Positiv empfand ich zu allererst die herzliche Aufnahme ins Team, das Klima, das es ermöglichte auch jede noch so simple Frage zu stellen und die Freiräume, die ich nutzte, um erste Erfahrungen am Schalter bei der Entlehnung zu machen. In der ersten Woche durchlief ich alle Abteilungen der Bibliothek, was mir einen tieferen Einblick in das bibliothekarische Arbeiten ermöglichte und so manche Lücke zwischen der im Lehrgang vermittelten Theorie und der Praxis schloss. Besonders einprägsam war für mich der Nachmittag in der Zweigstelle der Zahnmedizin, der mir das Konzept einer OPL näher brachte und mir die Möglichkeit bot, besondere Fragen zu stellen. Auch der Tag am Josephinum ließ mich sowohl die Medizin als auch das Bibliothekswesen aus einem anderen Winkel betrachten.
In der zweiten Woche meines Praktikums arbeitete ich zusammen mit den zwei zuständigen Kollegen mit dem Dokumentenlieferdienst Subito. Nach einiger Zeit war es für mich keine Schwierigkeit mehr, mich im Magazin zurechtzufinden, Bücher, die zu scannen waren, zu finden und auch wieder einzustellen. Am letzten Tag entdeckte ich dort sogar Journals aus den 1830er Jahren, was mich beeindruckte. Zur Subito-Expertin fehlt wahrscheinlich noch die über einen längeren Zeitraum reichende Praxis, aber ich denke dennoch, dass ich in der kurzen Zeit viel gelernt habe. Ich blicke auf zwei schöne Wochen zurück, die leider viel zu schnell vergangen sind. Es verbleiben positive Erinnerungen an mein erstes Praktikum in einer Bibliothek, die Basis für alle weiteren Erfahrungen.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal beim Team der UB MedUni Wien bedanken für die Vielseitigkeit meines Praktikums, die Möglichkeit Fragen zu stellen und die Integration ins Team!
Lisa Gollubich
Weitere Berichte über Praktika an der UB Med Uni Wien im Van Swieten Blog:
Gastautor: Prof. Dr. Hermann AICHMAIR: Augen – Amulette, Brillen, Optik [38]: Das Auge in Malerei, Musik und Literatur
Als zentrales Sinnesorgan des Menschen wird dem Auge auch in Malerei, Musik und Literatur Raum gegeben. Hier seien nur einige wenige Stücke angeführt, die in der Ausstellung zu sehen sind.
Die hl. Ottilie, als eine der wichtigsten Augenheiligen, findet sich immer wieder auf Holzvotivtafeln. Als Beispiel sei ein „ex voto“ aus dem Jahre 1753 angeführt. Ein besonders interessantes Blatt stammt von Werner Berg 13
Der Holzschnitt „Die Einäugige“ entstand 1953, die „Erblindende zu St. Lucia“ 1967 und „Für St. Lucia“ 1972.
13) Werner Berg wurde 1904 in Eberfeld (Rheinland) geboren und lebte bis 1981. Er studierte
zuerst Staatswissenschaften, ab 1924 an der Kunstakademie in Wien und München. 1931 siedelte
er sich in Südkärnten auf einem Bauernhof an und arbeitete dort als Bauer und Maler. Er wurde
einer der bekanntesten Holzschneider Österreichs.

„Die Einäugige „, Werner Berg, Holzschnitt, 1953
https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Berg
https://de.wikipedia.org/wiki/Odilia
Text: Hermann AICHMAIR, MEIDLING BLÄTTER DES BEZIRKSMUSEUMS, Heft 59, 2003
Fotos: Sammlung Hermann Aichmair Bezirksmuseum Meidling
DiplDiss-Coaching – „Gecoachtes Searching für MedUni Wien-DiplomandInnen/DissertantInnen“
Ein kostenfreies Angebot für Studierende der MedUni Wien
Termin: 24.06. 2017
Vortragende: Dr. Eva Chwala
Grundlagen der Literaturrecherche
Samstag, 24.06. 2017 von 9:30 – 12:30 im Vortragsraum der UB MedUni
Email-Anmeldung: eva.chwala@meduniwien.ac.at
mit Angabe der Bibliotheks-ID Nr. ($A………)

Mit der laufenden Erweiterung
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Alle eBooks können über die Suche – Ubmed findit im Volltext abgerufen werden.
Die kürzlich lizenzierten eBooks finden Sie hier–>LINK
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„Prometheus“ oder „Der Trinker“
Dies ist die Neuinterpretation eines antiken Mythos. Drei Monate Arbeitszeit stecken in dem Bild, angefangen von den ersten Skizzen bis zum Aufsprayen des vorläufigen Zwischenfirnis. Und jetzt sitzt er da, der moderne Prometheus, gekettet an die Flasche. Einst hat ihm der Alkohol das Feuer gegeben, das er zu den Menschen brachte. Doch nun frisst die Droge wie ein Adler an seiner zirrhotischen Leber.
Werner Horvath: „Prometheus“ oder „Der Trinker“. Öl auf Leinwand, 70 x 100 cm, 2017.
Er ist gezeichnet von all den Symptomen, die ein Alkoholiker haben kann: Am harmlosesten ist noch ein Rhinophym, eine knollenartige Verdickung der Nasenspitze. Lebensbedrohend sind dagegen Krampfadern der Speiseröhre, sogenannte Ösophagusvarizen. Als Folge von vielfachen Stürzen im Rausch sind Rippenbrüche unterschiedlichen Alters diagnostizierbar. Ein computertomographisches Bild enthüllt eine weitere häufige Verletzungsfolge bei schweren Trinkern, nämlich ein chronisches epidurales Hämatom, also eine Blutung innen am Schädelknochen, die auf das Gehirn drückt.
Viele berühmte Künstler – Maler, Dichter, Musiker und andere – teilen zumindest teilweise sein Schicksal. Doch vielleicht kann die alte Sage auch Trost bieten. Prometheus wurde demnach von Herakles befreit, welcher den Adler schließlich mit Pfeil und Bogen erlegte. – Wir lernen daraus: Es ist nie zu spät für eine Entziehungskur!
Dr. Werner Horvath zu Gast im Van Swieten Blog:

Dr. Werner Horvath: Ganz schön krank! – Berufskrankheiten
Dr. Werner Horvath: Womit Kinder spielen – das Problem Kindersoldaten
Dr. Werner Horvath: Ängste und Neurosen
Dr. Werner Horvath: Die Waffen nieder!
Dr. Werner Horvath: WINDOWS FOR PEACE – Peace Museum Vienna
Dr. Werner Horvath: Die Faszination der Mikrobiologie – Tropenkrankheiten
Dr. Werner Horvath: Mangelerkrankungen – Armut als Risiko
Dr. Werner Horvath: Lifestyle Diseases – Wohlstand als Risiko
Dr. Werner Horvath: Der emanzipierte Patient – vom Objekt zum Subjekt
Dr. Werner Horvath: Genies der ersten Stunde
Dr. Werner Horvath: Wie man als Pop-Musiker unsterblich wird.
Dr. Werner Horvath: Die paradoxe Welt des Zenon von Elea
Dr. Werner Horvath: Pulverfass Iran
Dr. Werner Horvath: Als die Menschheit klar zu denken begann…
Dr. Werner Horvath: Ein großer Europäer ist nicht mehr
Dr. Werner Horvath: Der Krieg ist ein Chamäleon
Dr. Werner Horvath: Die drei Welten des Karl Popper
Dr. Werner Horvath: Wie ist das heute in Haiti?
Dr. Werner Horvath: Über Friedenskonzepte
Dr. Werner Horvath: Gesellschaftsvertrag und Privateigentum
Dr. Werner Horvath: „Atomkraft – das Danaergeschenk“
Dr. Werner Horvath: Die Ölpest im Golf von Mexiko Arzt & Künstler: Bilder von
Dr. Werner Horvath zur Weltwirtschaftskrise
Dr. Werner HORVATH – Die Altäre der anderen Art Für
Dr. Werner Horvath: Bilder – Figuren – Porträts
Open Access-Publizieren ohne Zusatzkosten für AutorInnen der MedUni Wien
Die Medizinische Universität Wien hat mit dem Springer-Verlag ein neues Lizenzmodell „Springer Compact“ vereinbart. Publiziert kann in über 1.600 Subskriptionszeitschriften von Springer Open Access ohne zusätzliche AutorInnengebühren werden. Mehr Infos–>
Im Van Swieten Blog können Sie kontinuierlich die Open Access Publikationen von Angehörigen der MedUni Wien nachlesen:
Corresponding author.Wien Klin Wochenschr. 2017; 129(11): 385–390. Published online 2016 Sep 26. doi: 10.1007/s00508-016-1088-4
PMCID:
PMC5486730
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Corresponding author.Wien Klin Wochenschr. 2017; 129(11): 380–384. Published online 2016 Sep 5. doi: 10.1007/s00508-016-1067-9
PMCID:
PMC5486773
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Corresponding author.Wien Klin Wochenschr. 2017; 129(3): 115–120. Published online 2016 Sep 5. doi: 10.1007/s00508-016-1066-x
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PMC5318470
Article
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PDF–230K
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Wien Klin Wochenschr. 2016; 128(19): 719–727. Published online 2016 Sep 28. doi: 10.1007/s00508-016-1085-7
PMCID:
PMC5052289
Article
PubReader
PDF–569K
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Molecular Imaging of Angiogenesis in Cardiac Regeneration
Curr Cardiovasc Imaging Rep. 2016; 9(10): 27. Published online 2016 Sep 10. doi: 10.1007/s12410-016-9389-6
PMCID:
PMC5018257
Article
PubReader
PDF–6.3M
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Wien Klin Wochenschr. 2016; 128(19): 679–690. Published online 2016 Sep 2. doi: 10.1007/s00508-016-1046-1
PMCID:
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Article
PubReader
PDF–329K
Citation
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Corresponding author.Wien Klin Wochenschr. 2016; 128(23): 882–889. Published online 2016 Sep 2. doi: 10.1007/s00508-016-1068-8
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PMC5161763
Article
PubReader
PDF (419K)
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Epidemiology and pathology of Paget’s disease of bone – a review
Corresponding author.Wien Med Wochenschr. 2017; 167(1): 2–8. Published online 2016 Sep 6. doi: 10.1007/s10354-016-0496-4
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Article
PubReader
PDF–508K
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Investigating the prediction value of multiparametric magnetic resonance imaging at 3 T in response to neoadjuvant chemotherapy in breast cancer
Corresponding author.Eur Radiol. 2017; 27(5): 1901–1911. Published online 2016 Sep 20. doi: 10.1007/s00330-016-4565-2
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Article
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PDF–3.6M
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ESICM LIVES 2016: part one: Milan, Italy. 1-5 October 2016
Intensive Care Med Exp. 2016 Sep; 4(Suppl 1): 27. Published online 2016 Sep 29. doi: 10.1186/s40635-016-0098-x
PMCID:
PMC5042924
Article
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PDF–12M
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Low-tube-voltage selection for triple-rule-out CTA: relation to patient size
Corresponding author.
Eur Radiol. 2017; 27(6): 2292–2297. Published online 2016 Sep 29. doi: 10.1007/s00330-016-4607-9
PMCID:
PMC5408040
Article
PubReader
PDF–563K
Citation
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Bos L, Schouten L, van Vught L, Wiewel M, Ong D, Cremer O, Artigas A, Martin-Loeches I, Hoogendijk A, van der Poll T, Horn J, Juffermans N, Schultz M, de Prost N, Pham T, Carteaux G, Mekontso Dessap A, Open Access Publikationen von Angehörigen der MedUni Wien [9]: Published online 2016 Sep weiterlesen
Osteröffnungszeiten
08.04.-13.04.2017:
Mo-Do: 8 – 20 h
Sa, So GESCHLOSSEN
14.04.-17.04.2017 GESCHLOSSEN
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Jakob Anton Neuner, Karl Ambros Bernard, Lorenz Rigler und Sigismund Spitzer: Mediziner des Josephinum im Dienste des Osmanischen Reiches zwischen 1839-1850
In den Jahren 1830er Jahren kam es im Zuge der diplomatischen
Annäherung zwischen der Habsburgermonarchie und dem Osmanischen Reich zur Unterstützung der Monarchie bei den anstehenden militärischen Reformen des Osmanischen Reiches und in diesem Kontext auch der militärärztlichen Ausbildung. In dieser Hinsicht geriet die militärärztliche-josephinische Akademie zum Vorbild für die Modernisierung des osmanischen Sanitätswesens. Ab 1838 entsendete auf Ansuchen des Sultans Mahmud II. (1785-1839) das Josephinum Ärzte nach Konstantinopel, um im Zuge der Modernisierung der Armee, die Heranbildung von Militärärzten und Pharmazeuten in der Medizinschule in Galatasaray zu unterstützen.
Die Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin besitzt die Arbeiten dieser Mediziner des Josephinums, die in den 1830er bis 1850er Jahre im Dienste des osmanischen Reiches an der Organisation des Sanitätswesens wirkten.
Einen kurzen Überblick darüber bietet der Aufsatz von Max Neuburger, verfasst im Jahr 1917:
Neuburger, Max: Österreichische Ärzte als Pioniere der wissenschaftlichen Medizin und des Sanitätswesen in der Türkei (1839-1856). In: Wiener medizinische Wochenschrift. (38) 1917.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 5179]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8618710&pos=10&phys=

Mit der Auswahl der Mediziner für Sultan Mahmud II. war Friedrich Jäger von Jaxtthal (1784-1871), der als Vertrauter von Fürst Clemens von Metternich und dessen Leibarzt galt, und zwischen 1825 und 1848 als Professor für Ophthalmologie an der Josephinischen Akademie lehrte, betraut.
Die Wahl fiel zunächst auf zwei junge Mediziner und Absolventen der Josephinischen Akademie und zwar: Karl Ambros Bernard und Jakob Anton Neuner, die im Spätherbst 1839 nach Galatasaray aufbrachen.
Jakob Anton Neuner (*30.10.1806 Cilli/Untersteiermark (heute Slowenien), gest. 27.1.1842 Leoben) begann zunächst als feldärztlicher Gehilfe im Infanterieregiment 12 in Mailand und studierte danach in Wien an der Josephs-Akademie Medizin, das er 1834 mit dem Doktorat der Chirurgie und Magister der Augenheilkunde und Geburtshilfe abschloss.
Im Anschluss daran unterrichtete er an der Lehrkanzel der theoretischen Medizin. Ende des Jahres 1838 ging er gemeinsam mit Karl Ambros Bernard nach Konstantinopel, um hier die Reformen im Spitals- und Apothekenwesen einzuleiten. Er wurde hier auch Leibarzt des Sultans, kehrte jedoch bereits nach dessen Tode 1839 nach Wien an das Josephinum zurück. 1840 wurde er zum Regimentsarzt und ein Jahr darauf zu einem Infanterieregiment nach Leoben bestellt.
Karl Ambros Bernard (19.12.1808 Starkenbach/Böhmen, gest. 2. 11. 1844/Konstantinopel) studierte in Prag Philosophie und danach in Wien am Josephinum Medizin, wo er den Titel Magister der Chirurgie erlangte. Danach diente er als Arzt in einem Infanterieregiment in Czernowitz/Bukowina, wo er an der Grenze zu Russland am Aufbau eines Sanitätskordons zur Bekämpfung der Cholera mitwirkte. Nach seiner Rückkehr nach Wien setzte er am Josephinum sein Studium fort, legte hier 1838 seine Dissertation vor und schloss sein Studium mit dem Titel Doktor der Medizin und Chirurgie sowie Magister der Geburtenhilfe und der Augenheilkunde ab.

Bernard, Karl Ambros: De functionibus fluidi electrici prae reliquis corporis humani sub statu sano et morboso. Wien: typ. Ghelen 1838.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D2164]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8416424&pos=2&phys#

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D1838/3]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8416423&pos=1&phys#
Bernard blieb fünf Jahre in Galatasaray als Direktor und Professor der „medizinischen Schule zu Galatasaray zu Konstantinopel“ und wirkte hier am Aufbau des medizinischen Unterrichts mit. Bernard veröffentliche 1844 – wenige Monate vor seinem Ableben – seinen Bericht über seine Tätigkeit und die Entwicklungen, zu denen der Aufbau eines Schulbetriebes und die nachhaltige Heranbildung eines Ärzte- und Lehrpersonales zählten.
Bernard, Karl Ambros: Die medicinische Schule zu Galata-Serai. In: Allgemeine Zeitung für Militair-Aerzte. (2) 1844. S. 141-142; 159-160; 165-167.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/NeuburgermBibliothek, Sign.: 38615]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8544598&pos=1&phys#
Einen Nekrolog zu Ambros Karl Bernard findet sich in der Wiener Zeitung, vom 13.1.1845, S. 3.
Der dritte Arzt, der Neuer und Bernard unmittelbar nachfolgte, war Lorenz Rigler (*20.9.1815 Graz, gest. 16.9.1862 Graz). Er begann 1833 mit dem Studium der Medizin an der Josephs-Akademie, das er 1838 als Doktor der Medizin und Chirurgie, Magister der Augenheilkunde und Geburtshilfe abschloss.
Rigler, Lorenz: Über die Wuthkrankheit des Menschen. Wien: typ. Mechitaristen 1838.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D3722]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8420146&pos=1&phys#

1842 wurde er auf Ansuchen der osmanischen Regierung nach Konstantinopel gesandt, um das Spitalswesen zu reformieren. Bereits 1844 erfolgte seine Bestellung zum Generalinspektor sämtlicher Spitäler und zum Sanitätsreferenten im Kriegsministerium. 1852 erschien von ihm eine Monografie unter den Titel „Die Türkei und deren Bewohner in ihren naturhistorischen, physiologischen und pathologischen Verhältnissen vom Standpunkte Constantinopels“, die sich – methodisch beeinflusst – an der von dem Statistiker und Militärarzt Francois Joesph Boudin (1806-1867) etablierten medizinischen Geografie orientierte. Rigler versuchte darin die lokalen Umwelteinflüsse mit medizinisch-statistischen Daten zu verbinden und damit Erklärungsmodelle für verschiedene Krankheiten zu entwerfen.[1]

Rigler, Lorenz: Die Türkei und deren Bewohner in ihren naturhistorischen, physiologischen und pathologischen Verhältnissen vom Standpunkte Constantinopels. Wien: Gerold 1852.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 297]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8632352&pos=8&phys#
Ein Jahr später verfasste er dazu noch einen Aufsatz:
Rigler, Lorenz: Beitrag zur medizinischen Geographie. In: Wiener medizinische Wochenschrift. (3) 1853. Sp. 721-724; 737-741; 753-756.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: Z10002/3]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8632355&pos=0&phys=
1856 kehrte er nach Graz zurück, wo er zum Professor für spezielle medizinische Pathologie und Therapie ernannt wurde.
1841 erschien in der Zeitung „Der österreichische Zuschauer. Zeitschrift für Kunst, Wissenschaft und geistiges Leben“ (Nr. 6, 13.1.1841, S. 9) ein Bericht über „Die medizinische Schule zu Konstantinopel“, der einen Einblick über die Arbeiten von Neuner, Bernard und Spitzer gibt.
Der vierte Arzt, der in den Dienst des osmanischen Reiches trat, war der Anatom, Pathologe und langjährige Diplomat Sigismund Spitzer (*21.4.1813 Nikolsburg/Mähren, gest. 23. 12. 1894 Wien). Spitzer studierte zunächst in Wien an der militärärztlich-josephinischen Akademie Medizin, das er 1837 mit seiner Dissertation abschloss.
Spitzer, Sigismund: De morbo Brighti. Wien: typ Congregatio Mechitaristica 1837.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D4029]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8420834&pos=1&phys#
Danach ging er an die militärisch-medizinische Schule in Galatasaray, wo er 1839 zum Professor für Anatomie ernannt wurde und zwischen 1846/47 und 1850 als Nachfolger von Bernard als Direktor die Schule leitete. 1845 wurde er zum Leibarzt und engen Vertrauten des Sultans Abdül-Medjid (1823-1861) bestellt. Er reformierte das medizinische Studium, führte das Sezieren an den Spitälern ein und errichtete ein anatomisches Museum, darunter finden sich von Josef Hyrtl (1810-1894) gespendete Präparate. 1847 promovierten vier Studenten der Schule von Galatasaray an der Josephinischen Akademie in Wien.
Diese werden wie folgt genannt und beschrieben: „Mousa Effendi, Muselmann, Stefan Asbrian, Grieche, Nikolaus Aprillof, Armenier, Gregoir Ivovicz, Katholik“.
Spitzer trat 1850 in den diplomatischen Dienst des osmanischen Reiches ein und wurde bis 1856 zu dessen Botschaftsrat in Wien und darauf von 1857 bis 1860 zum Geschäftsträger in Neapel bestellt. Danach lebte er als Privatmann in Paris und Italien und zuletzt bis zu seinem Tod in Wien.
Literatur zu:
Lorenz Rigler – Primärliteratur:
Rigler, Lorenz: Antritts-Rede gehalten bei Gelegenheit der Übernahme der medizin. Klinik in Gratz am 8. Oktober 1856. In: Wiener medizinische Wochenschrift. (6) 1856. Sp. 681-668.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: Z10002/6]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8632356&pos=14&phys#
Rigler, Lorenz: Beitrag zur Geschichte der Cholera. In: Wiener medizinische Wochenschrift. (5) 1855. Sp. 161-165; 177-180.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: Z10002/5]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8632354&pos=12&phys#
Rigler, Lorenz: Beitrag zur medizinischen Geographie. In: Wiener medizinische Wochenschrift. (3) 1853. Sp. 721-724; 737-741; 753-756.
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: Z10002/3]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8632355&pos=13&phys#
Rigler, Lorenz: Die Türkei und deren Bewohner in ihren naturhistorischen, physiologischen und pathologischen Verhältnissen vom Standpunkte Constantinopels. Wien: Gerold 1852.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 297]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8632352&pos=8&phys#
Rigler, Lorenz: Über die Wuthkrankheit des Menschen. Wien: typ. Mechitaristen 1838.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D3722]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8420146&pos=1&phys#
Rigler, Laurenz: De rabie hominum morsu hydrophobico acquisita. Wien: typ. Congreg. Mechit. 1838.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D1838/1]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8420145&pos=0&phys#
Lorenz Rigler – Sekundärliteratur:
Kernbauer, Alois: Lorenz Rigler, Istanbul und die „Medizinische Geographie“ In: Österr.-türkische med. Beziehungen, Berichte des Symposions vom 28. u. 29.4.1986 in Istanbul. 1987. S. 121-142.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: SA915]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8595493#
Kernbauer, Alois: Zur Reorganisation der türkischen Medizin durch österreichische Ärzte um die Mitte des 19. Jh. Die medizinische Schule von Galatasaray in Istanbul im Spiegel der Berliner Allgemeinen Medicinischen Central-Zeitung. 7 S. (S. 175-181). Wien: Österr. Ges. f. Wissenschaftsgesch. 1993 (Mitt. d. öst. Ges. f. Wissenschaftsgesch. Jg 13, H. 1-2)

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 55.016/13, 1-2]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8595492#
Heschl, Richard Ladislaus: Prof. Dr Lorenz Rigler (+). In: Wiener medizinische Wochenschrift. (12/42) 1862. Sp. 667-669.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: Abschr. 101]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8585034#
Karl Ambros Bernhard – Primärliteratur:
Bernard, Karl Ambros: Les Bains de Brousse, en Bythinie, Turquie d’Asie, avec une vue des bains et un plan des environs de Brousse. Constantinopel: Imprimerie de la Bonne Esperance 1842.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB2829]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=6172478&pos=13&phys=
Bernard, Karl Ambros: Die medicinische Schule zu Galata-Serai. In: Allgemeine Zeitung für Militair-Aerzte. (2) 1844. S. 141-142; 159-160; 165-167.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 38615]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8544598&pos=1&phys#
Bernard, Karl Ambros: De functionibus fluidi electrici prae reliquis corporis humani sub statu sano et morboso. Wien: typ. Ghelen 1838.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D2164]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8416424&pos=2&phys#

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D1838/3]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8416423&pos=1&phys#
Karl Ambros Bernhard – Sekundärliteratur:
Schmidt-Wyklicky, Gabriela: Dr. Karl Ambros Bernard nach österreichischen Quellen: Seine Verdienste als Arzt und Akademischer Lehrer. In: Acta Turcica Historiae Medicinae. Verhandlungen des V. Symposions über öst.-türk. mediz. Beziehungen II. 1995. S. 111-114.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: SA4582]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8640075&pos=0&phys#
Sehsuvaroglu, Bedi N.: Muallim-i evvel Ordiaryüs Profesör Dr. Charles Ambroise Bernard (1808-1844). In: Türk Istanbul’da tip ögretiminin 500. yildönümü. 1971. S. 62-70.
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Eyice, Semavi: Mekteb-i Tibbiye’nin ilk müdürü Dr. Bernard’in Mezari. In: Tarih Dergisi. (2/3-4) 1952. S. 89-96.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 43774]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8566319#
Jakob Anton Neuner – Primärliteratur:
Neuner, Jakob Anton: De febri intermittente oculi larvata, sub forma ophthalmitidis adparente. Wien: typ. Grund 1834.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D1834/2]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8419517&pos=0&phys#

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D3444]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8419518&pos=1&phys#
Jakob Anton Neuner – Sekundärliteratur:
Holubar, Karl: Carl Ludwig Sigmund in der Türkei insbesondere seine Besuche in Istanbul im Mai, Juli und August 1849. In: Die hohe Medizinschule Galatasaray und ihre Bedeutung für die moderne türkische Medizin. 1993. S. 95-106.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: SA5169]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8588086&pos=15&phys#
Neuburger, Max: Österreichische Ärzte als Pioniere der wissenschaftlichen Medizin und des Sanitätswesens in der Türkei (1839-1856). In: Wiener medizinische Wochenschrift. (67/38) 1917.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 5179]
http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8566319#
Sigismund Spitzer – Primärliteratur:
Spitzer, Sigismund: De morbo Brighti. Wien: typ Congregatio Mechitaristica 1837.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Historische Dissertations-Bibliothek, Sign.: D4029]
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Text: Walter Mentzel
[1] Kernbauer, Alois: Lorenz Rigler, Istanbul und die „Medizinische Geographie“ In: Österr.-türkische med. Beziehungen, Berichte des Symposions vom 28. u. 29.4.1986 in Istanbul. 1987. S. 121-142.
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Weitere Blogbeiträge u.a. zu
Friedrich Jäger von Jaxtthal (1784-1871):
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