Das am meisten vorgemerkte Buch der letzten Buchausstellung ist:
Archiv der Kategorie: Literaturhinweis
Literaturhinweis
Neuerwerbungen im Oktober 2021
Der Bestand der Bibliothek wird durch zahlreiche interessante
Neuerwerbungen laufend erweitert. Stöbern Sie in unserer virtuellen Buchausstellung, lesen Sie die eBooks, bestellen Sie aktuelle Bücher…ein Großteil der neu erworbenen Literatur wird auch in der Buchausstellung im Lesesaal präsentiert.
Ausstellung und Verlängerung der Bibliothekskarte per E-Mail
Anmeldung Benutzer*innenkonto–>
TOP-JOURNAL des Monats: CA-A CANCER JOURNAL FOR CLINICIANS (Impact Factor: 508.702*)
Die Universitätsbibliothek stellt die medizinischen Top-Journals am Campus der MedUni Wien und via Remote Access zur Verfügung.
Das TOP-JOURNAL des Monats im Van Swieten Blog ist:
CA-A CANCER JOURNAL FOR CLINICIANS
Zu den Volltexten: Jg. 1 , H. 1 (1950) − …
Die ersten 20% der Zeitschriften eines bestimmten Fachgebietes im Journal Citation Reports JCR (geordnet nach der Höhe des Impact Factors) sind TOP-JOURNALE.
Mit dem Impact Factor 508.702* ist CA-A CANCER JOURNAL FOR CLINICIANS das Top-Journal in der Kategorie: ONCOLOGY-SCIE
*2020
Österreich liest – Treffpunkt Bibliothek: Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien: Ausstellung „Die Anfänge der universitären Sozialmedizin in Wien“
Österreich liest – Treffpunkt Bibliothek

Ab 21. Oktober 2021 ist im Rahmen von „ÖSTERREICH LIEST. Treffpunkt Bibliothek“ an der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien zu den Öffnungszeiten die Ausstellung „Die Anfänge der universitären Sozialmedizin in Wien“ zu sehen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das vor 110 Jahren auf Anregung des Wiener Mediziners Ludwig Teleky an der Universität Wien gegründete „Seminar für Soziale Medizin“ und die aus Teleky und seinen Mitarbeitern*innen und Schüler*innen bestehende interdisziplinär ausgerichtete und sozialwissenschaftlich orientierte sozialmedizinische Forschungscommunity. Schon in den frühen 1920er Jahren brach diese Entwicklung an der Universität Wien ab, und an Stelle der Sozialmedizin trat nunmehr in der Forschung und der Lehre die Rassenhygiene.
Eine Auswahl der heute sich an der Bibliothek befindenden historischen Buchbestände aus der frühen Phase der universitären Sozialmedizin werden in der Ausstellung als Zeugen eines in Vergessenheit geratenen Kapitels in der Entwicklung der modernen Sozialmedizin gezeigt.
Bild: „Die Aufgaben und Ziele der sozialen Medizin“ im Separatdruck der Wiener klinischen Wochenschrift
3G-NACHWEIS ZUM BETRETEN DER BIBLIOTHEK ERFORDERLICH!
- Eigene FFP2 Schutzmaske (während des gesamten Aufenthalts in der Bibliothek ist eine FFP2- Maske zu tragen.)
- Abstand halten
- Hände desinfizieren
Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [146]: Maximilian Sternberg (1863–1934)
Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [146]
Maximilian Sternberg (1863–1934)
Text: Dr. Walter Mentzel
Maximilian Sternberg (1863–1934) war Internist und Sozialmediziner und wurde am 27.Oktober 1863 in Wien als Sohn des Kaufmannes und Historikers Hermann Sternberg und Ernestine Schiller geboren. Sein Bruder Julius Sternberg (1867-1947) war ebenfalls Mediziner. Er überlebte den Holocaust und verstarb 1947 in Wien.
Sternberg studierte zunächst an der Universität Wien ab 1881 Mathematik und ab 1882 Medizin. 1887 promovierte er an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien. Zwischen 1886 und 1889 arbeitete er als Demonstrator bzw. supplierender Assistent am physiologischen Institut bei Professor Ernst Wilhelm von Brücke (1819-1892) und bei Siegmund Exner-Ewarten (1846-1926) und danach als Sekundararzt am Allgemeinen Krankenhaus in Wien. 1893 habilitierte er sich an der Medizinischen Fakultät in Wien, ein Jahr später nahm er als habilitierter Privatdozent durch Wahl die Stelle zum Chefarzt der Allgemeinen Arbeiter-Kranken- und Unterstützungskasse und die des Chefarztes des Verbandes der Genossenschaftskrankenkassen Wiens an. 1903 erfolgte seine Ernennung zum a.o. Professor. Von 1905 bis 1933 leitete er als Primararzt und Vorstand die I. medizinische Abteilung des Krankenhauses Wieden in Wien. 1905 legte er die Chefarztstelle des Verbandes der Genossenschaftskrankenkassen zurück.
Abb. 1 Maximilan Sternberg, Josephinum – Medizinische Sammlungen, MedUni Wien.
Sign.: MUW-FO-IR-003941-0001-001. Fotograf: Max Schneider
Sternberg beschäftigte sich schon vor Ludwig Teleky mit sozialmedizinischen Fragestellungen und versuchte die Sozialmedizin an der Universität in Forschung und Lehre zu verankern. 1896/97 hielt er eine Vorlesung zur kassenärztlichen Tätigkeit, 1900/01 zur Kranken- und Unfallversicherung und ab 1907 hielt er als erster im deutschsprachigen Raum Vorlesungen zur Sozialen Medizin. 1909 wurde seine Venia legendi auf das Gebiet der „Sozialen Medizin“ erweitert.
Neben dem Arbeitsgebiet der Berufskrankheiten war er in der Bekämpfung der Tuberkulose aktiv. 1902 erfolgte seine Ernennung zum Schriftführer in dem von der Gesellschaft der Ärzte in Wien eingerichteten Komitee „zur Beratung von Maßregeln bezüglich der Prophylaxe und Bekämpfung der Tuberkulose“ und im selben Jahr kam es zu seiner Wahl zum korrespondierenden Mitglied des Internationalen Central-Bureaus zur Bekämpfung der Tuberkulose. Weiters war er im Arbeitsstatistischen Amt des k.k. Handelsministerium und von 1905 bis 1908 in der Ministerialkommission zur Beratung über die Bekämpfung der gewerblichen Bleivergiftung sowie der Reform der Kranken- und Unfallversicherung tätig. 1933 trat er in den Ruhestand. Sternberg verstarb am 6. September 1934 in Wien.
Seine Ehefrau Betty, geborene Schweinburg wurde wegen ihrer jüdischen Herkunft nach dem 21. September 1942 im KZ Treblinka ermordet. Sein Sohn, Hermann Maximilian Sternberg (*1.12.1900 Wien), der wie sein Vater Medizin studiert hatte und 1938 als unbesoldeter Universitätsassistent am Ambulatorium für Chirurgie an der I. chirurgischen Klinik an der Medizinischen Fakultät in Wien arbeitete, wurde nach dem „Anschluss“ ebenfalls wegen seiner jüdischen Herkunft entlassen, womit auch sein zu dieser Zeit laufendes Habilitationsverfahren abgebrochen wurde. Ihm gelang 1939 die Flucht in die USA, wo er als Arzt in New York arbeitete und Mitglied mehrerer medizinischer Gesellschaften wurde. Er verstarb am 24. April 1974 in New York.
Neben zahlreichen Arbeiten zur inneren Medizin publizierte Maximilian Sternberg eine Reihe von sozialmedizinischen Arbeiten wie:
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata-Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata-Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata-Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata-Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata-Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata-Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata-Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata-Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata-Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata-Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata-Bibliothek]
Quellen:
Matriken der IKG Wien, Geburtsbuch 1863, Sternberg Maximilian.
Matriken der IKG Wien, Trauungsbuch 1902, Sternberg Maximilian, Schweinburg Betti.
UAW, Med. Fak., Nationalien/Studienkataloge 1862–1938, Sign. 134-0207, Sternberg Maximilian.
UAW, Med. Fak., Nationalien/Studienkataloge 1862–1938, Sign. 134-0334, Sternberg Maximilian.
AUW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosenprotokoll, Sign. 177-366a, Sternberg Maximilian (Rigorosum 1885).
AUW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 186-2111, Sternberg Maximilian (Promotion 26.11.1887).
ÖStA, AdR, E-uReang, VVSt., VA, Zl. 11658, Sternberg Hermann (1900.12.01).
Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [145]: Max Ellmann – Sozial- und Gewerbemediziner und Arzt des Verbandes der Genossenschaftskrankenkassen Wien
Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [145]:
Max Ellmann – Sozial- und Gewerbemediziner und Arzt des Verbandes der Genossenschaftskrankenkassen Wien
Text: Dr. Walter Mentzel
Max Mendel Moritz Ellmann wurde am 18. Jänner 1868 in Braila in Rumänien geboren. Nach Abschluss seines Medizinstudiums an der Universität Wien 1892, arbeitete er mehrere Jahre im Allgemeinen Krankenhaus Wien und führte daneben eine Praxis in Wien 2. Später wurde er Rayonsarzt des Verbandes der Genossenschaftskrankenkassen Wien und Niederösterreich im Bezirk Hernals. Neben seiner ärztlichen Tätigkeit trat er für die Verbesserung der Lage der Kassenärzte ein, war Mitglied im Verein der Kassenärzte, und beschäftigte sich mit den Fragen der Sozial- und Gewerbehygiene, wozu er auch Reisen nach Deutschland, Belgien und Italien zum Studium der hygienischen Verhältnisse unternahm. Dazu verfasste er mehrere Publikationen, darunter eine mehrteilige Artikelserie im Österreichischen Ärztekammerblatt in den Jahren 1905/06:
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 17414]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata-Bibliothek]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata-Bibliothek]
1907 publizierte er in der Zeitschrift Concordia über die hygienischen Verhältnisse und die Frauenarbeit in der Wiener Zuckerwarenindustrie.[1] Im selben Jahr veröffentlichte er einen Artikel „Zur Frage der Errichtung von Heilstätten für tuberkulose Arbeiter“[2] und 1908 nahm er am 14. Internationalen hygienischen Kongress in Berlin teil, über den er in der Internationalen klinischen Rundschau berichtete.[3] Er war vor dem Ersten Weltkrieg gewähltes Kammermitglied in der Ärztekammer und Mitglied der wirtschaftlichen Organisation der Ärzte Wiens.[4]
Ellmann war Studienautor in dem 1910 von Ludwig Teleky herausgegebenen Band der „Wiener Arbeiten auf dem Gebiet der Sozialen Medizin“:
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 61362]
1919 wurde von ihm sein Vortrag vor Gemeindevertretern über „Die hygienischen Aufgaben der Provinzgemeinden“ in der Wiener medizinischen Wochenschrift publiziert,[5] sowie der Aufsatz „Zur Schularztfrage in Wien.[6]
Ellmann engagierte sich politisch in der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs, wurde 1919 zum Bezirksrat in seinem Heimatbezirk Hernals und im selben Jahr in den niederösterreichischen Landtag gewählt, den er zwischen 20. Mai 1919 und bis zu seinem Tod am 24. Augst 1920 angehörte.
Max Ellmann verstarb am 24. August 1920 in Wien.
Quellen:
UAW, Med. Fak., Nationalien/Studienkataloge 1862–1938, Sign. 134-0239, Ellmann Max.
UAW, Med. Fak., Nationalien/Studienkataloge 1862–1938, Sign. 134-0366, Ellmann Max.
UAW, Med. Fak., Promotionsprotokoll, Sign. 187-531, Ellmann Max (Promotion 19.3.1892).
UAW, Med. Fak., Rigorosenprotokoll, Sign. 177-76b, Ellmann Max (Rigorosum: 1889).
[1] Der Kampf. H. 7. 1908. S. 315.
[2] Wiener klinische Rundschau. Nr. 27. 1907. S. 429-430 und Nr. 28. 1907. S. 443-445
[3] Internationalen klinischen Rundschau. Nr. 1. 1908. S. 5-6 und Nr. 2. 1908. S. 21-22.
[4] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe). 20.12.1906. S. 10.
[5] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 38. 1919. Sp. 1870-1875 und Nr. 39. 1919. Sp. 1919-1923.
[6] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 34. 1919. Sp. 1681.
2021-09: FRESH eBOOKS: Effekte der pulmonalen Ballonangioplastie auf die Herzfunktion bei inoperabler chronisch thromboembolischer pulmonaler Hypertonie; Bildgebung Lymphologie : Sonographie, Lymphangiographie, MR und Nuklearmedizin; Urolithiasis : Diagnostik, Therapie, Prävention…
Kürzlich lizenzierte eBooks:
Mehrkanal-Bioimpedanz-Instrumentierung : Zeitaufgelöste Messung physiologischer Ereignisse
Medizin und muslimischer Glaube : Eine Bestandsaufnahme religiös bedingter Besonderheiten beim Patienten
Bildgebung Lymphologie : Sonographie, Lymphangiographie, MR und Nuklearmedizin
Urolithiasis : Diagnostik, Therapie, Prävention
Facharztwissen HNO-Heilkunde : Differenzierte Diagnostik und Therapie
Pädiatrische Sportmedizin : Kompendium für Kinder- und Jugendärzte, Hausärzte und Sportärzte
Sozialverhalten : Grundlagen, Clinical Reasoning und Intervention im Kindes- und Jugendalter
Effekte der pulmonalen Ballonangioplastie auf die Herzfunktion bei inoperabler chronisch thromboembolischer pulmonaler Hypertonie
Infektionen und Gesellschaft : COVID-19, frühere und zukünftige Herausforderungen durch Pandemien
Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [144]: Robert Lenk – Radiologe – Mitarbeiter von Max Steinberg und Guido Holzknecht
Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [144]:
Robert Lenk – Radiologe – Mitarbeiter von Max Steinberg und Guido Holzknecht
Text: Dr. Walter Mentzel
Robert Lenk war Radiologe an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien und zuvor Mitarbeiter von Maximilian Sternberg am Krankenhaus Wieden. 1912 publizierte er eine am KH Wieden durchgeführte Arbeit in den von Ludwig Teleky herausgegebenen „Wiener Arbeiten aus dem Gebiet der Sozialen Medizin“.
Richard Lenk wurde am 14. Juni 1885 in den königlichen Weinberge bei Prag, als Sohn von Edmund Löwy und Eugenie Kohn, geboren. 1922 heiratete er Helene Maria Zäzilie Bensch (*31.1.1898 Schwarzberg bei Trautenau). Nach Abschluss seines Studiums der Medizin an der Universität Wien mit der Promotion im Jahr 1909 begann er seine medizinische Ausbildung beim Radiologen Robert Kienböck (1871-1953), der mit Guido Holzknecht (1872-1931) die Wiener Röntgengesellschaft gründet hatte.
1912 publizierte Lenk in den von Ludwig Teleky herausgegebenen „Wiener Arbeiten aus dem Gebiet der Sozialen Medizin“:
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 61362]
Am Ersten Weltkrieg nahm Lenk als Militärarzt und Röntgenologe in einem Frontspital der Chirurgengruppe III von der Klinik Hochenegg teil.[1] Während des Krieges publizierte er eine Reihe von Aufsätzen in der Wiener medizinischen Wochenschrift.[2] Nach dem Krieg arbeitete er bis 1938 am Zentralröntgenlaboratorium des Allgemeinen Krankenhauses in Wien unter dem Vorstand Guido Holzknecht. Hier publizierte er 1921 „Als Herzerkrankung imponierendes Megakolon“.[3] 1926 „Analyse des Röntgenbildes einer seltenen kombinierten Kardiophatie“.[4] 1933 „Die Röntgendiagnose der larvierten idiophatischen Ösophagusdilatation.[5] 1921 publizierte er gemeinsam mit Guido Holzknecht:
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 55252]
Weitere seiner Arbeiten finden sich in der Separata-Bibliothek an der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin.
1925 habilitierte er sich als Privatdozent für medizinische Röntgenologie an der Wiener Universität.[6]
Robert Lenk, der jüdischer Herkunft war, wurde nach dem „Anschluss“ im März 1938 seine Venia legendi widerrufen und am 22. April 1938 seines Amtes an der Universität Wien enthoben. Ihm gelang die Flucht nach Palästina, wo er Radiologie in Haifa und später in Tel Aviv unterrichtete. Robert Lenk verstarb am 18. August 1966 in Tel Aviv.[7]
Quellen:
Trauungsbuch, Erzdiözese Wien, Votivkirche, 1934, Folio 139, Lenk Robert, Zäzilie.
ÖStA, AdR, E-uReang, VVSt, VA, Zl. 28.889, Lenk Robert (*14.6.1885).
ÖStA, AdR, E-uReang, FLD, Zl. 10.718, Lenk Robert (*14.6.1885).
[1] Wiener medizinische Wochenschrift (Beilage Der Militärarzt). Nr. 22. 1916. Sp. 257.
[2] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 1. 1916. Sp. 58; Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 50. 1916. Sp. 1899-1904; Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 8. 1917. Sp. 400-402, 402-403; Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 49. 1918. Sp. 2153-2155.
[3] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 11. 1921. Sp. 498-500.
[4] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 24. 1926. Sp. 400-402.
[5] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 44. 1933. Sp. 1242-1243.
[6] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 12. 1925. S. 719-721.
[7] In Memoriam von Felix G. Fleischmann. in: Radiology. Voll. 88. Nr. 1. 1.1.1967.
Most Wanted Books: Pädiatrische Chirurgie : Lehrbuch der Kinderchirurgie – kurz und kompakt; Künstliche Intelligenz und Blockchain im Gesundheitswesen : wie COVID-19 und zukunftsweisende Technologien den Status quo revolutionieren
Unter den am meisten vorgemerkten Büchern der letzten Buchausstellung sind:
Pädiatrische Chirurgie : Lehrbuch der Kinderchirurgie – kurz und kompakt
„Alles, was Sie als Chirurg über Kinderchirurgie wissen müssen, exakt auf den Punkt gebracht. Prägnant und anschaulich werden die Fragen beantwortet. Das Buch fokussiert auf die klinisch relevanten Aspekte von Diagnostik, Therapie und Nachsorge und bietet…“ weiterlesen->
********
Künstliche Intelligenz und Blockchain im Gesundheitswesen : wie COVID-19 und zukunftsweisende Technologien den Status quo revolutionieren
„Blockchain, Künstliche Intelligenz und Big Data – dieses Sachbuch erklärt leicht verständlich die Zusammenhänge und zeigt die Möglichkeiten und Vorteile sogenannter disruptiver Technologien für die zukünftige Entwicklung des Gesundheitswesens auf, setzt sich aber auch kritisch mit ihren Grenzen auseinander….“ weiterlesen->
Bücher online vorbestellen
Buchbestellung (»Anleitung) über das »Benutzer*innenkonto dann Entlehnung von Büchern ausschließlich nach erfolgter Benachrichtigung per E-Mail
Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [143]: Alfred Götzl – Sozialmediziner und Chefarzt der Tuberkulosefürsorge der Stadt Wien
Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [143]:
Alfred Götzl – Sozialmediziner und Chefarzt der Tuberkulosefürsorge der Stadt Wien
Text: Dr. Walter Mentzel
Alfred Götzl war langjähriger Mitarbeiter und Studienautor von Ludwig Teleky. Wegen seiner jüdischen Herkunft und der Verfolgung durch die Nationalsozialisten wurde er als Dozent für Innere Medizin an der Medizinischen Fakultät 1938 von der Universität Wien vertrieben.
Alfred Götzl wurde am 1. Dezember 1873 als Sohn des aus Böhmen stammenden Salomon Götzl und Marie Schüssler in Wien geboren. Nach Abschluss seines Medizinstudium an der Universität Wien mit der Promotion im Jahr 1898[1] arbeitete er bis 1903 als Assistent an der Heilanstalt Alland. Danach eröffnete er eine Arztpraxis in Wien 19, Cottagegasse 86.[2]
Gemeinsam mit Alfred Bass arbeitete er unter der Leitung von Ludwig Teleky 1905 an der sozialmedizinische Studie zu den Perlmutterdrechslergehilfen während ihres Streikes und den Kohlenabladern der k.k. priv. Kaiser Ferdinand-Nordbahngesellschaft mit. Als Schüler von Teleky publizierte er 1910 eine von ihm am Krankenkassen-Ambulatorium für Gewerbekrankheiten durchgeführte Studie:
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 61362]
1912 erschien seine ebenfalls am Ambulatorium von Teleky und am chemischen Laboratorium des k.k. serotherapeutischen Institutes von Richard Paltauf (1858-1924) unternommene Studie:
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 61362]
1915 erschien seine Arbeit:
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 61362]
Vom Stadtrat von Wien wurde Götzl im August 1919 zum provisorischen Facharzt für Tuberkulosefürsorge für das Städtische Gesundheitsamt bestellt.[3] Daneben war er als leitender Arzt in der Fürsorgestelle Wien 16, des Vereines „Settlement“ tätig.[4] 1920 wurde er neben Arnold Czech und Ludwig Teleky in den Vollzugsausschuss für die Tuberkulosefürsorge nominiert,[5] und zum Chefarzt der Tuberkulosefürsorge der Stadt Wien ernannt. Götzl zählte neben Julius Tandler zu den Pionieren beim Ausbau der Tuberkulosefürsorgestellen in Wien. Schon vor dem Ersten Weltkrieg war er Mitglied im „Österreichischen Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose“ und schon vor dem Ende des Ersten Weltkrieges nahm Götzl den Aufbau der Tuberkulosefürsorgestellen in Wien gemeinsam mit Teleky in Angriff. 1917 publizierte er dazu in der Zeitschrift Österreichisches Sanitätswesen:
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata-Bibliothek]
1918 gab er in der Arbeiter Zeitung einen Überblick über die „Tuberkulosenbekämpfung in Österreich“ [6]. 1923 zog er über die Entwicklung der Tuberkulosefürsorgestellen, ihren Erfolg und über seine Tätigkeit ein Resümee.[7] In seiner Funktion als Chefarzt der Tuberkulosenfürsorge publizierte er in der Arbeiter Zeitung[8] einen ausführlichen Bericht über die „Behandlung der Lungentuberkulose“ oder zur Bedeutung des staatlichen Sozialversicherungswesen[9] aus der Sicht der Medizin. Darüber hinaus war er auch in der Wiener Volksbildung aktiv, wo er ebenso zur Tuberkulosenbekämpfung[10] Stellung nahm wie im Fortbildungsvortrag der Gesellschaft der Ärzte in Wien[11]. 1926 erfolgte seine Habilitation an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien im Fach innere Medizin mit besonderer Berücksichtigung der Tuberkulosefürsorge und seine Ernennung zum Privatdozent.[12]
Götzl, der auch Mitglied der Vereinigung sozialdemokratischer Ärzte war, hielt – nach der Übersiedlung von Teleky nach Düsseldorf und dem Ende des Sozialen Seminars an der Universität Wien – im Rahmen des Verbandes der sozialistischen Studenten in deren Medizinischer Fachgruppe/Sozialmedizinisches Seminar Vorträge zur Sozialmedizin,[13] so wie auch vor Gewerkschaftsversammlungen zu Themen der Berufskrankheiten.
Nach dem „Anschluss“ im März 1938 wurde er wegen seiner jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten verfolgt. Er wurde seines Amtes enthoben und von der Universität Wien vertrieben. Alfred Götzl, seiner Ehefrau Paula (*23.5.1886 Wien, gest. 21.10.1984 San Francisco/USA) und den beiden Kindern Johanna (*23.9.1908, gest. 5.1.2004 Kalifornien) und Franz Rudolf (*28.9.1914 Wien, gest. 1981 Berkeley/Kalifornien), der 1938 an der Medizinischen Fakultät studierte und ebenfalls aus rassistischen Gründen von der Universität Wien vertrieben wurde, gelang die Flucht in die USA. Alfred Götzl unterrichtete in den darauf folgenden Jahren an der University of California School of Medicine in San Francisco. Er verstarb am 21. Jänner 1946 in San Francisco.
Quellen:
Matriken der IKG, Geburtsbuch 1873, Götzl Alfred.
AUW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0457, Götzl Alfred (Nationalien Datum: 1894/95).
AUW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-1150, Götzl Alfred (Nationalien Datum: 1934/35).
AUW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-1232, Götzl Alfred (Nationalien Datum: 1937/38).
AUW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 188-1107, Götzl Alfred (Promotionsdatum: 31.3.1898).
AUW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 195-51a, Götzl Alfred (Rigorosum Datum: 23.3.1898).
UAW, Rektoratsarchiv, Akademischer Senat, Personalblätter, Senat S 304.362 Götzl, Alfred.
United States Deceased Physician File (AMA), 1864-1968, Götzl Alfred 1946.
[1] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 2. 1899. Sp. 93.
[2] Neue Freie Presse. 8.11.1903. S. 9.
[3] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe). 1.9.1919. S. 6.
[4] Wiener klinische Rundschau. Nr. 7/8. 1920. S. 47.
[5] Wiener klinische Rundschau. Nr. 5/6. 1920. S. 29.
[6] Arbeiter Zeitung. 14.8.1918. S. 6.
[7] Arbeiter Zeitung. 23.1.1923. S. 8.
[8] Arbeiter Zeitung. 19.7.1924. S. 11.
[9] Arbeiter Zeitung. 10.7.1925. S. 7.
[10] Arbeiter Zeitung. 14.3.1928. S. 12.
[11] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 40. 1935. S. 1082.
[12] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 39. 1926. S. 1164.
[13] Arbeiter Zeitung. 23.11.1926. S. 11.






