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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [61]: Emanuel Berghoff – Medizinhistoriker und Widerstandskämpfer. Herausgeber der Festschrift zum 80. Geburtstag von Max Neuburger im Jahr 1948 – Teil 1

Emanuel Berghoff – Medizinhistoriker und Widerstandskämpfer. Herausgeber der Festschrift zum 80. Geburtstag von Max Neuburger im Jahr 1948 – Teil 1

Text: Dr. Walter Mentzel

Emanuel Berghoff war Mediziner, praktizierender Zahnarzt und arbeitete ab den 1920er Jahren bis 1938 als Medizinhistoriker eng mit dem Gründer und Leiter des damalig bestehenden Institutes für Geschichte der Medizin, Max Neuburger (1868-1955), am Josephinum zusammen. Nach 1945 versuchte er erfolglos an die Tradition von Max Neuburger anzuknüpfen und seine Nachfolge anzutreten.

Berghoff wurde am 1. Jänner 1896 als Sohn von Lazar Berghoff und Antonia, geborene Beilich, in Suceava/Suczawa/Szucsáva/Сучава in der Bukowina (heute: Rumänien) geboren. Sein Vater war Veterinärmediziner und arbeitete zunächst als Bezirkstierarzt in Suceava, nach seiner Ernennung zum Bezirksobertierarzt (1909) in Gura Humorului/Gura Humora/,גורא הומאָרא und zuletzt in Czernowitz/Bukowina. Berghoff war seit 1936 mit Anna Maria Pisa (1907-1989) verheiratet.[1] Er absolvierte das Gymnasium im Juni 1914 am 1. Staatsgymnasium in Czernowitz, nahm am Ersten Weltkrieg als Sanitätskadett teil[2] und rüstete 1919 im Reserve-Spital Klosterneuburg ab.[3] Sein 1914 an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien aufgenommenes Studium schloss er im November 1922 mit der Promotion ab. Danach war er u.a. an der dermatologischen Abteilung bei Prof. Gabriel Nobl (1864-1938) tätig und erhielt anschließend seine fachärztliche Ausbildung im Fach Zahnheilkunde und Kieferheilkunde bei Rudolf Weiser (1859-1928) und Hans Pichler (1877-1949), die er 1923 am zahnärztlichen Institut abschloss. 1924 eröffnete er als Facharzt für Zahn- Mund und Kieferheilkunde eine Ordination in Wien, die er bis 1938 führte.[4] Daneben arbeitete an der Schulärztlichen Klinik und am Krankenkassenambulatorium für Industrieangestellte in Wien.

Archiv Sammlungen Josephinum. Medizinische Universität Wien. MUW-AS-003329.

Seit den frühen 1920er Jahren war er in der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs (SdAPÖ) in der Erwachsenen- und Volksbildung aktiv, wo er sich als Journalist und Vortragender Themen des Mutterschutzes und der Kindererziehung aus medizinsicher Sicht sowie der Lebensreform und der Körperkultur widmete und sich bei den „Naturfreunden“ in der Bezirksgruppe Josefstadt engagierte.[5] Er bot einmal wöchentlich unentgeltliche ärztliche Beratung an,[6] arbeitete in der vom „Bund für Mutterschutz“ organisierten „Arbeitsgemeinschaft für Mutter- und Erziehungsberatung“ („Muttergemeinschaft“)[7] und veröffentlichte laufend Artikel in der Arbeiter-Zeitung, wie im Dezember 1924 zur „Bedeutung der Mundpflege für die Volkswohlfahrt“,[8] zur „Erkrankung des Zahnfleisches als Gewebekrankheit“,[9] und zum Thema „Was soll man essen?“[10]. Weiters publizierte er zahlreiche Artikelserien in der 1924 von der 1938 von den Nationalsozialisten vertriebenen Gina Kaus (1893-1985) herausgegebenen Zeitschrift „Bundes für Mutterschutz“. In der Zeitschrift „Die Mutter. Halbmonatsschrift für alle Fragen der Schwangerschaft, Säuglingshygiene und Kindererziehung“, behandelte er Themen wie „Die Bedeutung der Mundpflege für das Kind“[11], oder „Die sogenannten Zahnungskrankheiten“[12], „Einfluss der Rachitis auf die Zahnentwicklung[13], „Fleisch- oder Pflanzennahrung?“[14], „Hygiene des Mundes“[15], „Der Einfluss der Ernährung auf die Zähne“[16], „Stiefkinder der Natur“ (über missgebildete Kinder)[17] und „Kind und Sonne“.[18] Ab 1927 war er Referent im Verband der sozialistischen Arbeiterjugend.[19] Seit spätestens 1931 war er in der „Gesellschaft für Volksbildung“ und in dessen Vorstand aktiv.[20]

Emanuel Berghoff am Institut für Geschichte der Medizin

Neben seiner Tätigkeit als Zahnarzt arbeitete Berghoff seit spätestens 1928 bei Max Neuburger am Institut für Geschichte der Medizin am Josephinum zu medizinhistorischen Themen. Er galt in den 1930er Jahren als „Schüler“ Max Neuburgers und veröffentlichte einige medizinhistorische Aufsätze in der Wiener medizinischen Wochenschrift unter der Rubrik: „Aus dem Medikohistorischen Institut der Wiener Universität. Vorstand Professor Dr. med. et. phil. M. Neuburger“. Darunter 1930 „Der Anteil der Wiener Schule an der Entwicklung der Lokalanästhesie“,[21] 1932 „Ein Verteidiger des Paracelsus im 17. Jahrhundert in Altösterreich“,[22] 1933 „Franz Anton Mesmer (1733-1833) Anlässlich seines 200. Geburtstages“,[23] 1935 der Aufsatz „Verlebendigung der Medizingeschichte“[24] den er Max Neuburger widmete und 1937 „Zahnärztliches in August Gottlieb Richters ‚Anfangsgründe der Wundarzneykunst‘“.[25] 1937 erschien seine Monografie „Religion und Heilkunde im Wandel der Zeiten.“ Sie befindet sich an der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin im Bestand der Neuburger-Bibliothek.

Titelblatt: Berghoff: Religion und Heilkunde […]. Wien: 1937.

Der Verein „Akademische freie Vereinigung für medizinische Geistesgeschichte und praktische Medizin“ am Josephinum

Berghoff war in der von Max Neuburger 1931 gegründeten „Akademischen freien Vereinigung für medizinische Geistesgeschichte und praktische Medizin“, die sich dem Studium der „medizinischen Geistesgeschichte und medizinischer Klassiker […] auf ihre Bedeutung für die Praxis der Gegenwart zu fördern […] und allgemeine Probleme des Arzttums und der ärztlichen Wissenschaft im Sinne einer medizinischen Weltanschauung“ widmete, Mitglied, Referent und Schriftführer.[26] Die Ziele und den historischen Kontext der Vereinsgründung beschreibt Isidor Fischer (1868-1943) 1932 in der Wiener medizinischen Wochenschrift.[27] Der Verein wurde nach dem „Anschluss“ im März 1938 vom Stillhaltekommissar Vereine, Organisationen und Verbänden laut § 3 des Gesetzes über die Überleitung und Eingliederung von Vereinen, Organisationen und Verbänden, GBl. Nr. 136/1938, aufgelöst.

Verfolgung und Widerstand

Berghoff war nach dem „Anschluss“ aufgrund seiner jüdischen Herkunft (er trat 1930 zum röm. kath. Glauben über) der NS-Verfolgung ausgesetzt und verlor seine ärztliche Praxisberechtigung aufgrund der 4. Verordnung zum Reichsbürgergesetz, das die Approbationen jüdischer Ärzte aufhob.[28] Laut seinen nach 1945 gemachten Angaben, floh er im September 1938 aus „politischen und rassischen“ Gründen aus Österreich. Ebenfalls nach seinen eigenen Aussagen schloss er sich nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Jugoslawien der kommunistischen „Volksbefreiungsarmee“ von Josip Broz Tito (1892-1980) an, wo er als Chefarztstellvertreter bei Partisaneneinheiten in der Gruppe Dalmatien, Abschnitt Split, zum Einsatz kam. Nach seiner Festnahme wurde er im August 1944 in das KZ Groß Rosen deportiert, wo er 1945 befreit wurde.

Nach seiner Rückkehr nach Wien im Mai 1945 setzte er seine Arbeit als Zahnmediziner nach der Wiedereröffnung seiner zahnärztlichen Praxis bis zu seiner Pensionierung fort. Seine Bemühungen im Juli 1945 beim kommunistischen Staatssekretär für Volksaufklärung, Unterricht, Erziehung und Kultus, Ernst Fischer (1899-1972), als Nachfolger Max Neuburgers zum Leiter des Institutes für Geschichte der Medizin am Josephinum bestellt zu werden, scheiterten, da der zu dieser Zeit amtierende Direktor des Wiener AKH, Leopold Schönbauer (1888-1963), bereits die provisorische Leitung des Institutes übernommen hatte und diese bis zur Bestellung von Erna Lesky (1911-1986) 1960 nicht mehr abgab. Seine Vergangenheit in einer kommunistischen Widerstandsorganisation dürfte den Ausschlag für seine Ablehnung gegeben haben. Damit war für Berghoff die weitere Karriere als institutionalisierter Medizinhistoriker versperrt und die Chance einer Anknüpfung, Tradierung und Weiterentwicklung der vor 1938 von Max Neuburger und Isidor Fischer geprägten medizinhistorischen „Schule“ abgeschnitten worden.

Nach 1945 publizierte Berghoff weitere medizinhistorische Arbeiten, war Schriftleiter der Zeitschrift „Hygiene. Zeitschrift für Fragen der prophylaktischen Medizin (= Organ der Österreichischen Gesellschaft für prophylaktische Medizin)“ und Redakteur der Internationalen Zeitschrift für prophylaktische Medizin. 1945 erschien von ihm im Verlag Maudrich die Arbeit „Entwicklungsgeschichte des Krankheitsbegriffs. In seinen Hauptzügen dargestellt“, die 1947 in einer stark erweiterten zweiten Auflage in den Wiener Beiträgen zur Geschichte der Medizin unter dem Titel „Entwicklungsgeschichte des Krankheitsbegriffes“ veröffentlicht wurde. Zuletzt publizierte er 1955 das „Taschenbuch der prophylaktischen Medizin“ und 1956 die Arbeit „Zur Geschichte der Entdeckung der Röntgenstrahlen“. Im April 1951 nahm er an den von der Weltgesundheitsorganisation veranstalteten internationalen medizinischen Seminarabenden in Genf teil. 1948 gab er die Festschrift zum 80. Geburtstag von Max Neuburger heraus.

Seine weiteren Bemühungen um die Übernahme der Leitung des Institutes für Geschichte der Medizin, scheiterten unter anderem auch, da er sich mit Max Neuburger nach dessen Rückkehr aus dem Exil nach Österreich überworfen hatte. Emanuel Berghoff verstarb am 23. September 1974 in Wien.

Quellen:

AUW, Dekanat, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0682, Berghoff Emanuel (Nationalien Datum 1914/15).

AUW, Dekanat, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0728, Berghoff Emanuel (Nationalien Datum 1918/19).

AUW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 196-0613, Berghoff Emanuel (Rigorosen Datum 17.11.1922).

AUW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 192-1340, Berghoff Emanuel (Promotion Datum 27.11.1922).

AUW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 192-1367, Berghoff Emanuel (Promotion Datum 23.12.1922).

Archiv der Universität Wien, Dekanat der Medizinischen Fakultät, Zl. 41/1945-1946 Institut für Geschichte der Medizin.

WStLA, Selbstverwaltungskörper, Ärztekammer Wien, Personalakt Ärztekammer Wien 2.10.1. A1 Berghoff Emanuel.

WStLA, M.Abt. 119, Gelöschte Vereine, Akt 1.3.2.119.A32. Zl. 8.857/1931 Akademische freie Vereinigung für medizinische Geistesgeschichte.

Literaturliste:

Berghoff, Emanuel: Religion und Heilkunde im Wandel der Zeit. Mit 12 Abbildungen. Wien: Ars Medici 1937.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 9616]

Berhoff, Emanuel: Entwicklungsgeschichte des Krankheitsbegriffs, in seinen Hauptzügen dargestellt. Wien: Maudrich 1945.

[Universitätsbibliothek/Magazin, Sign.: 1998-05971]

Berghoff, Emanuel: Entwicklungsgeschichte des Krankheitsbegriffes. (= Wiener Beiträge zur Geschichte der Medizin/1) 2. Vollständig neubearbeitete und erweiterte Auflage. Wien: Maudrich 1947.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: K-16771/1]

Berghoff, Emanuel: Festschrift zum 80. Geburtstag Max Neuburgers. Mit 91 internationalen medicohistorischen Beiträgen. (= Wiener Beiträge zur Geschichte der Medizin/2) Wien: Maudrich 1948.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: K-16771/2]

Berghoff, Emanuel: Taschenbuch der prophylaktischen Medizin. Mit 30 Tabellen. Ulm/Donau: Haug 1955.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 68372]

Berghoff, Emanuel: Zur Geschichte der Entdeckungen der Röntgenstrahlen. Wien: Hollinek 1956.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: SA-4882]

Keywords:

1938, Akademische freie Vereinigung für medizinische Geistesgeschichte und praktische Medizin, Emanuel Berghoff, Ernst Fischer, Erwachsenen- und Volksbildung, Gabriel Nobl, Gina Kaus, Hans Pichler, Institut für Geschichte der Medizin, Isidor Fischer, Josephinum, Josip Broz Tito, Konzentrationslager, KZ Groß Rosen, Leopold Schönbauer, Max Neuburger, Medizinhistoriker, Nationalsozialismus, Rudolf Weiser, Sozialdemokratie, Sozialdemokratische Arbeiterpartei Österreichs (SdAPÖ),Vertriebene, Widerstand, Zahnmedizin, Arzt, Medizingeschichte, Wien

[1] WStLA, Selbstverwaltungskörper, Ärztekammer Wien, Personalakt Ärztekammer Wien 2.10.1. A1 Berghoff Emanuel Personalakt Ärztekammer. Friedhofsdatenbank Wien. Weiters: Bukowinaer Post, 22.11.1910, S. 3.

[2] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 5. 1917. S. 276.

[3] Archiv-Sammlungen am Josephinum: Sign. AS-001423 Berghoff Emanuel.

[4] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe). 12.3.1924. S. 11.

[5] Arbeiter Zeitung. 10.4.1930. S. 11; Der Wiener Bote (Die Naturfreunde). 1930 H. 9/10. S. 6.

[6] Die Mutter. Halbmonatsschrift für alle Fragen der Schwangerschaft. 16.12.1925 S. 14.

[7] Die Mutter. Halbmonatsschrift für alle Fragen der Schwangerschaft. 16.6.1926. S. 2.

[8] Arbeiter Zeitung. 6.12.1924. S. 11.

[9] Arbeiter Zeitung. 14.3.1925. S. 9.

[10] Arbeiter Zeitung. 5.8.1925. S. 9.

[11] Die Mutter. Halbmonatsschrift für alle Fragen der Schwangerschaft. 1.3.1925. S. 6-7.

[12] Die Mutter. Halbmonatsschrift für alle Fragen der Schwangerschaft. 1.6.1925. S. 6-7.

[13] Die Mutter. Halbmonatsschrift für alle Fragen der Schwangerschaft. 15.7.1925. S. 2.

[14] Die Mutter. Halbmonatsschrift für alle Fragen der Schwangerschaft. 1.9.1925. S. 6.

[15] Die Mutter. Halbmonatsschrift für alle Fragen der Schwangerschaft. 1.10.1925. S. 2.

[16] Die Mutter. Halbmonatsschrift für alle Fragen der Schwangerschaft. 16.12.1925. S. 10.

[17] Die Mutter. Halbmonatsschrift für alle Fragen der Schwangerschaft. 1.4.1926. S. 11.

[18] Die Mutter. Halbmonatsschrift für alle Fragen der Schwangerschaft. 16.6.1926. S. 8.

[19] Arbeiter-Zeitung. 11.1.1928; 25.5.1928. S. 10; 5.12.1928. S. 9; 27.3.1929. S. 9.

[20] Neue Freie Presse. 23.3.1931. S. 4.

[21] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 30. 1930. S. 995-996.

[22] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 38. 1932. S. 1192-1194.

[23] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 28. 1933. S. 797-798.

[24] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 50. 1935. S. 1381-1382.

[25] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 2. 1937. S. 57-59.

[26] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 48. 1931. S. 1608; Nr. 12. 1932. S. 404.

[27] Zur Gründung der „Akademischen Vereinigung für medizinische Geistesgeschichte und praktische Medizin“ in: Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 7, 1932. S. 228-229.

[28] GBl. Nr. 320 vom 9.8.1938, Kundmachung des Reichstatthalters in Österreich, wodurch die Vierte Verordnung zum Reichsbürgerschaftsgesetzt vom 25. Juli 1938 bekannt gemacht wird.

Normdaten (Person) Berghoff, Emanuel: BBL: 30184;  30149; GND: 1055154361

Bio-bibliografisches Lexikon (BBL)/Liste aller Beiträge der VS-Blog-Serie: Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [60]: Lesky, Erna: Die Wiener medizinische Schule im 19. Jahrhundert. Graz, Köln: In Kommission bei Verlag Hermann Böhlaus Nachf. 1965.

Lesky, Erna: Die Wiener medizinische Schule im 19. Jahrhundert. Graz, Köln: In Kommission bei Verlag Hermann Böhlaus Nachf. 1965.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: WM006]

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Text: Harald Albrecht, BA

Abb. 1    Erna Lesky. Bildersammlung Josephinum, Medizinische Universität Wien, MUW-FO-IR-000594-0029

Erna Lesky, geborene Klingenstein, (*22.05.1911 Hartberg/Stmk., gest. 28.11.1986 Innsbruck) stammte aus einer oststeirischen Kaufmannsfamilie. Nach Abschluss der Volks- und Bürgerschule in Hartberg besuchte sie das Akademische Gymnasium in Graz, wo sie 1931 maturierte. Sie studierte anschließend erst in Innsbruck, dann in Wien Medizin und wurde 1936 an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien promoviert. Danach folgte eine Fachausbildung in Kinderheilkunde in Innsbruck. 1939 heiratete Erna Klingenstein den klassischen Philologen und späteren Rektor der Universität Wien (1963/64) Albin Lesky (1896-1981). Von 1940 bis 1949 arbeitete sie als Kinderärztin in Innsbruck sowie für die Säuglings- und Kinderfürsorge in Tirol. Erna Lesky war ebenso wie ihr Ehemann Albin Mitglied der NSDAP.

1949 beendete Erna Lesky ihre Karriere als Medizinerin und zog gemeinsam mit ihrem Ehemann nach Wien, wo sie ein Studium der Altphilologie und Geschichte begann. Lesky promovierte 1956 an der Universität Wien im Fach Geschichte. Nur ein Jahr später, 1957, erfolgte ihre Habilitation für Geschichte der Medizin, am gleichen Tag wie Marlene Jantsch (1917-1994), ebenfalls Medizinhistorikerin. Beide Frauen waren Rivalinnen um die Nachfolge Leopold Schönbauers (1888-1963) als Leiterinnen des Instituts für Geschichte der Medizin im Josephinum. Erna Lesky konnte sich gegen ihre Konkurrentin durchsetzen und wurde „1960 mit Leitung des Instituts für Geschichte der Medizin in Verbindung mit einem Lehrauftrag betraut.“[1] 1959 erschien Leskys Dissertation „Staat und Heilkunde im Zeitalter des aufgeklärten Absolutismus“ als Buch unter dem Titel:

Lesky, Erna: Österreichisches Gesundheitswesen im Zeitalter des aufgeklärten Absolutismus. (= Archiv für österreichische Geschichte/(1) 122). Wien: In Kommission bei Rudolf M. Rohrer 1959.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: GW004]

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Erna Lesky, die zu Beginn der 1960er Jahre auf den Berufungslisten der Universitäten Berlin, Hamburg und Göttingen stand, wurde 1962 zur außerordentlichen Professorin der Universität Wien und zur Vorständin des Instituts für Geschichte der Medizin ernannt, um ihren Fortgang zu verhindern. 1966 erfolgte schließlich ihre Berufung als ordentliche Professorin – sie war somit die erste Ordinaria in der Geschichte der Universität Wien. Erna Lesky, die während ihrer Laufbahn 269 wissenschaftliche Publikationen verfasste, formulierte bei ihrem Antritt als Leiterin des Instituts für Geschichte der Medizin zwei Ziele, die sie erreichen wollte:

„Das Institut für Geschichte der Medizin sollte ein gut funktionierendes Dokumentations-, Informations- und Forschungszentrum für das Fach Medizingeschichte sein. Und die historischen Bestände der Universitätskliniken und Institute der Medizinischen Fakultät der Universität Wien sollten im Josephinum vereint und durch eine fachgemäße Bearbeitung wissenschaftlich erschlossen werden.“ [2]

1979 – im Jahr ihrer Emeritierung – resümierte Lesky im Fachjournal „Labor aktuell“ über ihr diesbezügliches Wirken „Noch 1960 waren Institut und Josephinum in einem deplorablen Zustand. Durch die Generalsanierung […] gelang es, dieses einzigartige Erbe Alt-Österreichs, das Josephinum […] mit seinen kostbaren Schätzen nicht nur zu retten, sondern das medizinhistorische Institut zu einem internationalen Zentrum medizinhistorischer Forschung auszubauen. Heute [1979, Anm.] besitzt dieses Forschungs- und Dokumentationszentrum eine durch Autoren- und Schlagwortkataloge fachgemäß erschlossene Bibliothek von ca. 80.000 Bänden, ein ebenso erschlossenes Bildarchiv von ca. 30.000 Objekten, eine reichhaltige Handschriften-Sammlung und eine sehr informative Ausstellung über die Entwicklung der Wiener Medizin […].“[3]

 Erna Lesky wurde 1979 emeritiert. Zu ihren wichtigsten Schriften – das auch heute noch als Standardwerk gilt – zählt zweifelsohne ihr 1965 (und in zweiter Auflage 1978) erschienenes Werk: „Die Wiener medizinische Schule im 19. Jahrhundert.“

Abb. 2    Titelblatt: Lesky: Die Wiener medizinische Schule im 19. Jahrhundert. Graz, Köln: 1965.

Quellen:

Bauer, Bruno: Erna Lesky als Bibliothekarin, Archivarin und Dokumentarin am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Wien. In: Van Swieten Blog: Homepage der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien. Stand: 09.04.2018. https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=18864

Gröger, Helmut: Lesky, Erna, geb. Klingenstein. In: Wissenschafterinnen in und aus Österreich. Leben-Werk-Wirken. Hrsg.: Brigitta Keintzel und Ilse Korotin. Wien, Köln und Weimar: Böhlau Verlag 2002. S. 465-468.

[1] Gröger, Helmut: Lesky, Erna, geb. Klingenstein. In: Wissenschafterinnen in und aus Österreich. Leben-Werk-Wirken. Hrsg.: Brigitta Keintzel und Ilse Korotin. Wien, Köln und Weimar: Böhlau Verlag 2002. S. 465.

[2] Bauer, Bruno: Erna Lesky als Bibliothekarin, Archivarin und Dokumentarin am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Wien. In: Van Swieten Blog: Homepage der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien. Stand: 09.04.2018. https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=18864

[3] Bauer, Bruno: Erna Lesky als Bibliothekarin, Archivarin und Dokumentarin am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Wien. In: Van Swieten Blog: Homepage der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien. Stand: 09.04.2018. https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=18864

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [58]: Schönbauer, Leopold: Das medizinische Wien. Geschichte, Werden, Würdigung. Mit 167 Bildern.

Schönbauer, Leopold: Das medizinische Wien. Geschichte, Werden, Würdigung. Mit 167 Bildern. Berlin und Wien: Urban & Schwarzenberg 1944.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: WM007]

https://ubsearch.meduniwien.ac.at

Text: Harald Albrecht, BA

Abb. 1    Titelblatt: Schönbauer: Das medizinische Wien […] Berlin und Wien: 1944.

Leopold Schönbauer (*13.11.1888 Thaya/Niederösterreich, gest. 11.09.1963 Wien) war unter anderem vom 1945 bis 1960 Vorstand des Instituts für Geschichte der Medizin der Universität Wien im Josephinum. Er stammt aus einer Ärztefamilie – sein Urgroßvater war Wundarzt und wurde an der medizinisch-chirurgischen Josephsakademie ausgebildet und auch sein Großvater mütterlicherseits war Mediziner. Sein Vater arbeitete als Gemeindearzt in Thaya, im nördlichen Waldviertel. Schönbauer studierte nach dem Besuch des Gymnasiums in Prachatice/Prachatitz (CZ) Medizin an der deutschen Karl-Ferdinands-Universität in Prag. 1914 schloss er sein Medizinstudium in Prag mit seiner Promotion ab. Während des Ersten Weltkrieges wurde er einer mobilen Chirurgengruppe der I. Chirurgischen Universitätsklinik unter der Leitung von Anton von Eiselsberg (1860-1939) zugeteilt. Auch nach dem Ende des Krieges blieb Schönbauer an dieser Klinik und habilitierte sich an dieser 1924 für das Fach Chirurgie.

Nach seiner Habilitation unternahm Leopold Schönbauer eine Studienreise in die USA, wo er unter anderem vier Monate bei Harvey Cushing (1869-1939), dem Begründer der Neurochirurgie, verbrachte. 1925 hospitierte er bei Ferdinand Sauerbruch (1875-1951), einem der bedeutendsten deutschen Chirurgen des 20. Jahrhunderts. Ab 1930 war Schönbauer Leiter der chirurgischen Abteilung des Krankenhauses Lainz der Stadt Wien und wurde 1933 zum außerordentlichen Professor. 1931 wurde er auf Veranlassung Julius Tandlers (1869-1939) zusätzlich Leiter des Strahlentherapeutischen Instituts im Krankenhaus Lainz.

Schönbauer wurde 1939 zum Ordinarius an der I. Chirurgischen Universitätsklinik bestellt. Er trat dort die Nachfolge Egon Ranzis (1875-1939) an, der aufgrund seiner exponierten Stellung im austrofaschistischen Ständestaat von den Nationalsozialisten nach dem „Anschluss“ für sechs Wochen inhaftiert und danach pensioniert worden war. Während des Nationalsozialismus gelang Schönbauer die Festigung seiner Position innerhalb der Medizinischen Fakultät, indem er relevante universitäre Gremien besetzte. Schönbauer blieb bis zu seiner Emeritierung 1960 Vorstand dieser Klinik. Er war Parteianwärter der NSDAP und erhielt 1943 das silberne „Treuedienstzeichen“ der NSDAP verliehen. „Nach dem Krieg ermöglichte eine als ,Lex Schönbauer‘ bekannte Sonderregelung seine raschen Entnazifizierung.“[1] Er zählte damit auch zu jenen zahlreichen Professoren an der Medizinischen Fakultät, die trotz ihrer Verstrickungen im NS-System, nach 1945 als „Minderbelasteter“ nicht nur von den Entnazifizierungsmaßnahmen unbeschadet blieben, sondern auch ihren während der NS-Zeit begonnenen Karriereaufstieg weitestgehend bruchlos fortsetzen konnten. Im April 1945 gelang es Schönbauer zunächst rechtzeitig noch die Seiten zu wechseln. Eine von ihm angeführte Widerstandsaktion, bei der er die Zerstörung des AKH abwenden konnte, führte zu einem von ihm über Jahrzehnte gepflegten Mythos als Retter des AKH, der ihn von 1945 bis 1961 zusätzlich in die Position des Direktors des Wiener Allgemeinen Krankenhauses verhalf. Ebenfalls ab 1945 war er – zunächst provisorisch – Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin der Universität Wien im Josephinum, bis das Institut 1960 von Erna Lesky (1911-1986) übernommen wurde. Im Studienjahr 1953/54 wurde er zum Rektor der Universität Wien gewählt. Schönbauer, der in den 1950er Jahren überaus prominent war, war von 1959 bis 1962 Abgeordneter zum Nationalrat für die ÖVP.

Während seiner wissenschaftlichen Karriere befasste sich Leopold Schönbauer besonders mit Schilddrüsenchirurgie, Neurochirurgie und Karzinomforschung und verfasste über 300 wissenschaftliche Publikationen. Darüber hinaus beschäftigte sich Schönbauer immer wieder mit Medizingeschichte. 1944 (und 1947 in zweiter Auflage) erschien – mit wesentlicher Beteiligung seiner Assistentin Marlene Jantsch – sein Werk: Das medizinische Wien.

 Abb. 2    Marlene Jantsch

Marlene Jantsch (*26.09.1917 Osterwieck/Sachsen-Anhalt, gest. 17.07.1994 Wien) wurde als Marlene Ratzersdorfer, Tochter des Verlegers Hugo Ratzersdorfer, in Deutschland geboren. Sie besuchte zuerst eine Mittelschule in Berlin und übersiedelte 1933 nach Wien, wo sie 1936 am Döblinger Mädchengymnasium maturierte. Ab dem Wintersemester 1936 studierte sie Medizin an der Universität Wien und schloss ihr Studium 1941 mit ihrer Promotion ab. Danach wurde sie an der I. Chirurgischen Universitätsklinik unter Leopold Schönbauer Assistentin und ab 1942 seine Privatassistentin. Während dieser Zeit befasste sie sich eingehend mit Studien zur Geschichte der Medizin. „Zahlreiche Arbeiten bis 1945 erschienen unter dem Namen Schönbauers – etwa eine Artikelserie im ,Völkischen Boten‘. 1944 erschien das Buch ,Das medizinische Wien‘ in erster Auflage, für das sie gemeinsam mit ihrem Mann Hans Jantsch, unter den schwierigen Bedingungen dieser Zeit umfangreiche Recherchen durchgeführt hatte.“[2] Erst ab 1948 erschienen ihre Publikationen ausschließlich unter ihrem Namen. Ab 1945 betreute Marlene Jantsch das Institut für Geschichte der Medizin der Universität Wien im Josephinum im Namen Leopold Schönbauers zusätzlich zu ihren Verpflichtungen als Internistin in der I. Chirurgischen Universitätsklinik. Ihr ist der Verdienst des Wiederaufbaus des Instituts für Medizingeschichte zuzurechnen. 1957 habilitierte sich Jantsch im Fach Medizingeschichte, ebenso wie Erna Lesky. „Das Verhältnis der beiden Wiener Medizinhistorikerinnen war vor allem durch divergierende Ansichten über das Wesen der Medizingeschichte belastet, jedoch auch durch die Unterschiede zweier starker Persönlichkeiten und deren sozialem Hintergrund.“[3] Mit der Bestellung Leskys als Schönbauers Nachfolgerin an der Medizingeschichte endete Jantsch‘ Tätigkeit im Josephinum. Ab 1963 arbeitete sie zunächst als Konsularärztin der gynäkologischen und urologischen Abteilung im Krankenhaus Lainz. Mit der Berufung Joseph Rummelhardts (1919-1987) zum Ordinarius der Urologischen Universitätsklinik 1974 wechselte sie an dessen Klinik im Allgemeinenen Krankenhaus Wien.

Quellen:

Die Wiener Medizinische Fakultät 1938 bis 1945. Hrsg.: Josephinum – Sammlungen der Medizinischen Universität Wien. Wien: Josephinum 2018.

Schmidt-Wyklicky, Gabriela: Schönbauer, Leopold. In: Neue Deutsche Biographie (23) 2007. S. 383-369.

Arias, Ingrid: Entnazifizierung an der Wiener Medizinischen Fakultät: Bruch oder Kontinuität? Das Beispiel des Anatomischen Instituts. In: Zeitgeschichte. (6) 2004. S. 339-388.

Hubenstorf, Michael: Kontinuität und Bruch in der Medizingeschichte. Medizin in Österreich 1938-1955. In: Kontinuität und Bruch 1938-1945-1955. Beiträge zur österreichischen Kultur- und Wissenschaftsgeschichte. Hrsg.: Friedrich Stadler. (= Emigration-Exil-Kontinuität. Schriften zur zeitgeschichtlichen Kultur- und Wissenschaftsforschung 3) Münster: Lit Verlag 2004.

Horn, Sonia: Jantsch, Marlene, geb. Ratzersdorfer. In: Wissenschafterinnen in und aus Österreich. Leben-Werk-Wirken. Hrsg.: Brigitta Keintzel und Ilse Korotin. Wien, Köln und Weimar: Böhlau Verlag 2002. S. 333-334.

Horn, Sonia und Gabriele Dorffner: „… männliches Geschlecht ist für die Habilitation nicht vorgesehen“. Die ersten an der medizinischen Fakultät der Universität Wien habilitierten Frauen. In: Töchter des Hippokrates. 100 Jahre akademische Ärztinnen in Österreich. Hrsg.: Birgit Bolognese-Leuchtenmüller und Sonia Horn. Wien: Verlag der Österreichischen Ärztekammer 2000. S. 117-138.

Jantsch, Marlene und Manfred Skopec: Leopold Schönbauer (1888-1963). In: Neue österreichische Biographie ab 1815. Große Österreicher. 19 Beiträge mit Portraits. Bd. 21. Wien und München: Amalthea-Verlag 1982. S. 103-109.

Chirurgische Universitätsklinik, Abgeordneter zum Nationalrat, AKH Wien, Allgemeines Krankenhaus Wien, Anton von Eiselsberg, Chirurgie, Egon Ranzi, Entnazifizierung, Erna Lesky, Harvey Chushing, Institut für Geschichte der Medizin, Joseph Rummelhardt, Josephinum, Julius Tandler, Leopold Schönbauer, Lex Schönbauer, Marlene Jantsch, Medizingeschichte, Neurochirurgie, Rektor, Universität Wien

[1] Die Wiener Medizinische Fakultät 1938 bis 1945. Hrsg.: Josephinum – Sammlungen der Medizinischen Universität Wien. Wien: Josephinum 2018. S. 44.

[2] Horn, Sonia und Gabriele Dorffner: „… männliches Geschlecht ist für die Habilitation nicht vorgesehen“. Die ersten an der medizinischen Fakultät der Universität Wien habilitierten Frauen. In: Töchter des Hippokrates. 100 Jahre akademische Ärztinnen in Österreich. Hrsg.: Birgit Bolognese-Leuchtenmüller und Sonia Horn. Wien: Verlag der Österreichischen Ärztekammer 2000. S. 136-137.

[3] Horn, Sonia und Gabriele Dorffner: „… männliches Geschlecht ist für die Habilitation nicht vorgesehen“. Die ersten an der medizinischen Fakultät der Universität Wien habilitierten Frauen. In: Töchter des Hippokrates. 100 Jahre akademische Ärztinnen in Österreich. Hrsg.: Birgit Bolognese-Leuchtenmüller und Sonia Horn. Wien: Verlag der Österreichischen Ärztekammer 2000. S. 137.

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„Blatt für Blatt – die Schätze der Josephinischen Bibliothek und mehr…“

Blatt für Blatt

Die Schätze der Josephinischen Bibliothek und mehr…

In exklusiven Führungen präsentieren unsere Bibliothekare die einzigartigen Schätze aus dem wertvollen historischen Bestand der Josephinischen Bibliothek.

An auserwählten Abenden erhalten Sie zusätzlich zum aktuellen Thema eine Spezialführung in der Sammlung der anatomischen Wachsmodelle im Josephinum oder im Narrenturm.

Die nächsten Termine:

06.03.2018, 18.30 – 20.00 Uhr Anatomie & Prothetik inkl. einer Führung durch die anatomischen Wachsmodelle mit Prof. Richard Crevenna & Prof. Franz Kainberger

08.05.2018, 18.30 – 19.30 Uhr Dermatologie

Ort
Josephinum – Medizinische Sammlungen
Eingang im Ehrenhof links, 1.Stock, Währingerstraße 25, 1090 Wien

Eintritt
10€

***Aufgrund der sehr eingeschränkten Teilnehmerzahl bitten wir um rechtzeitige Voranmeldung unter: josephinum@meduniwien.ac.at oder (+43) 1 40160 26000***

„Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek“: „Blatt für Blatt – die Schätze der Josephinischen Bibliothek und mehr…“

Blatt für Blatt

Die Schätze der Josephinischen Bibliothek und mehr…

In exklusiven Führungen präsentieren unsere Bibliothekare die einzigartigen Schätze aus dem wertvollen historischen Bestand der Josephinischen Bibliothek.

An auserwählten Abenden erhalten Sie zusätzlich zum aktuellen Thema eine Spezialführung in der Sammlung der anatomischen Wachsmodelle im Josephinum oder im Narrenturm.

Die nächsten Termine:

12.12.2017, 18.30 – 19.30 Uhr Inkunabeln, Urkunden & Aldinen

06.03.2018, 18.30 – 20.00 Uhr Anatomie & Prothetik inkl. einer Führung durch die anatomischen Wachsmodelle mit Prof. Richard Crevenna & Prof. Franz Kainberger

08.05.2018, 18.30 – 19.30 Uhr Dermatologie

Ort
Josephinum – Medizinische Sammlungen
Eingang im Ehrenhof links, 1.Stock, Währingerstraße 25, 1090 Wien

Eintritt
10€

***Aufgrund der sehr eingeschränkten Teilnehmerzahl bitten wir um rechtzeitige Voranmeldung unter: josephinum@meduniwien.ac.at oder (+43) 1 40160 26000***

 

„Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek“: „Blatt für Blatt – die Schätze der Josephinischen Bibliothek und mehr…“

Blatt für Blatt

Die Schätze der Josephinischen Bibliothek und mehr…

In exklusiven Führungen präsentieren unsere Bibliothekare die einzigartigen Schätze aus dem wertvollen historischen Bestand der Josephinischen Bibliothek.

Termin:

17.10.2015/ 18.30 – 20.00 Uhr
Das Josephinum – die Vielfalt der Bibliothek

Ort
Josephinum
Eingang im Ehrenhof links, 1.Stock, Währingerstraße 25, 1090 Wien

Eintritt
frei

***Aufgrund der sehr eingeschränkten Teilnehmerzahl bitten wir um rechtzeitige Voranmeldung unter: dominika.flomyn@meduniwien.ac.at oder (+43) 1 40160 26051***

 

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [40]: Zwei Aufsätze von Walter Mentzel und Harald Albrecht:

Walter Mentzel, Harald Albrecht: Zwei Aufsätze zur Blogserie Aus den medizinhistorischen Beständen der UB-MedUni Wien

Die beiden Autoren und Mitarbeiter der Universitätsbibliothek an der Medizinischen Universität Wien, Dr. Walter Mentzel und Harald Albrecht BA, die seit Oktober 2016 im Van Swieten-Blog unter der Rubrik „Aus den medizinhistorischen Beständen der UB-MedUni Wien“ medizinhistorische Bücher und Sammlungen der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin vorstellen, veröffentlichten im September 2017 in der Zeitschrift GMS Medizin — Bibliothek — Information der „Arbeitsgemeinschaft für medizinisches Bibliothekswesen“ zwei Aufsätze, die die Ziele der Blogserie aus bibliothekarischer sowie medizin- und wissenschaftshistorischer Sicht thematisieren.

Abb. 1    Büchermagazin am Standort der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin.

Davon ausgehend, dass die Universitätsbibliothek am Standort im Josephinum die größte medizinhistorische Bibliothek Österreichs darstellt, beschreibt Walter Mentzel anhand von fünf Fallbeispielen die aufwendige Spurensuche und Rekonstruktionsarbeit in den Bibliotheksbeständen, die sich zum Ziel setzt, jene über 200-Jahre hindurch übernommenen Sammlungen nach ihrer Provenienz, den früheren Eigentümern, ihrer ursprünglichen Standorte, Herkunfts- und Entstehungsgeschichte zu identifizieren. Die Ergebnisse der Rekonstruktionsarbeit – dieser durch frühere Inventarisierungsmaßnahmen heute zerstreuten Sammlungen – werden künftig als „virtuelle Bibliothek“ erfasst und digital über den Bibliothekskatalog zusammenzuführt.

Die durch Nachlässe, Schenkungen und aus der Übernahme von Instituten und Kliniken der Medizinischen Universität Wien übernommenen Buchbestände sowie deren wissenschafts- sozial- und kulturhistorische Diversität thematisiert Harald Albrecht an Hand von Fallbeispielen aus den einzelnen Teilbibliotheken der Zweigbibliothek. Albrecht unterstreicht damit am Beispiel wertvoller medizinhistorischer Bücher aus dem 16. bis 20. Jahrhundert den Stellenwert jenes aus den Teilbibliotheken sich zusammensetzenden Gesamtbestands der Zweigbibliothek und bekräftigt damit auch die Bedeutsamkeit des Standortes der Zweigbibliothek als Zentrum des „kulturellen Erbes“ der „Wiener Medizinischen Schulen“.

Beide Aufsätze sind abrufbar unter:

Walter Mentzel, Medizinhistorische Bestände der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien. Virtuelle Bibliotheken an der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin: Eine Spurensuche, in: GMS Medizin — Bibliothek — Information. Arbeitsgemeinschaft für Medizinisches Bibliothekswesen, 2017;17 (1-2): Doc08.

http://www.egms.de/static/de/journals/mbi/2017-17/mbi000387.shtml

und als PDF unter:

http://www.egms.de/static/pdf/journals/mbi/2017-17/mbi000387.pdf

Harald Albrecht, Medizinhistorische Bestände der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien: Die neun historischen Bibliotheken an der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin mit Beispielen aus den Beständen in: GMS Medizin — Bibliothek — Information. Arbeitsgemeinschaft für Medizinisches Bibliothekswesen, 2017;17 (1-2): Doc07.

Unter: http://www.egms.de/static/de/journals/mbi/2017-17/mbi000386.shtml

und als PDF unter:

http://www.egms.de/static/pdf/journals/mbi/2017-17/mbi000386.pdf

Text: Walter Mentzel, Harald Albrecht

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„Blatt für Blatt – die Schätze der Josephinischen Bibliothek und mehr…“

Blatt für Blatt – die Schätze der Josephinischen Bibliothek und mehr…

In exklusiven Führungen präsentieren die Bibliothekare des Josephinums die einzigartigen Schätze aus dem wertvollen Bestand der Josephinischen Bibliothek. Von Dezember 2016 bis Mai 2017 finden Führungen zu speziellen Themen statt.
An auserwählten Abenden finden zusätzlich zum aktuellen Thema Spezialführungen in der Sammlung der anatomischen Wachsmodelle im Josephinum oder im Narrenturm statt.
Unter anderem erwarten Sie Abende zu anatomischen Darstellungen der Renaissance und prachtvollen barocken Pflanzenbüchern.

Termin:

09.05.2017      18:30-19:30 Botanik

Ort: Josephinum – Medizinische Sammlungen, Währingerstr. 25, 1090 Wien, Eingang links, 1. Stock

Eintritt: 15 €

Aufgrund der sehr eingeschränkten Teilnehmerzahl, bitten wir um rechtzeitige Voranmeldung unter: dominika.flomyn@meduniwien.ac.at oder (+43) 1 40160 26051

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [19]: Burkard Eble: Mediziner, Autor und Bibliothekar am Josephinum

Burkard Eble – Mediziner, Autor und Bibliothekar am Josephinum

Text: Dr. Walter Mentzel

Burkard Eble wurde am 6. November 1799 in Weil der Stadt in Baden-Württemberg als Sohn seines gleichnamigen Vaters, einem Wundarzt und Magistratsrates geboren. Nach seinem Schulabschluss am Lyceum in Rastatt im Großherzogtum Baden, das bis heute wegen seiner historischen Bibliothek, die bis in das Jahr 1716 reicht, bekannt ist, kam er 1815 nach Wien, wo er – wie seine beiden älteren Brüder Dominik und Ferdinand Eble zuvor – an der medizinisch-chirurgischen Josephsakademie einen zweijährigen Kurs absolvierte. Danach trat er 1817 als Unterfeldarzt in das in Wien stationierte 2. Feldartillerie-Regiment ein und setzte ab 1818 neben dem Studium der Philosophie jenes der Medizin fort. Während seines Studiums war er bereits als Oberarzt im Wiener Garnisons-Spital tätig, wo er sich mit der Augenheilkunde beschäftigte und ab 1821 dem Wiener Garnisons-Artilleriedistrikt zugeteilt wurde.[1]

Eble, Burkard: Commentatio de studio anatomico. Vindobonae: Heubner 1827.

1827 promovierte er am Josephinum zum Doktor der Chirurgie mit der Dissertation „Commentatio de studio anatomico. Vindobonae“ und erhielt das Diplom eines Magisters der Augenheilkunde und der Geburtenhilfe. Im selben Jahr erfolgte seine Ernennung zum Prosector an der Josephinischen Akademie. In dieser Funktion, die er bis 1833 behielt, war er auch erstmals Leiter des Museums und der Bibliothek an der militärärztlich-josephinischen Akademie. Zwischen 1826 und 1834 übte er noch das Amt des Direktionssekretärs am Josephinum aus. 1831 veröffentlichte er hier die beiden Arbeiten über „Die Lehre von den Haaren in der gesammten organischen Natur“ 1: Haare der Pflanzen und Thiere, 2: Haare des Menschen.

Leiter der militärärztlich-chirurgischen Bibliothek und des Museums am Josephinum

Nachdem er 1832 zum Regiments-Feldarzt befördert worden war, trat er Anfang 1833 die Nachfolge des Ende 1832 verstorbenen Johann Georg Schwarzott als Leiter der Bibliothek und des Museums am Standort des heutigen Josephinum an, die er bis zu seinem krankheitsbedingten Ausscheiden am 10. Juli 1837 bekleidete. Sein Nachfolger war bis 1841 der Bibliothekar Heinrich Pelikan, dem Josef Fiedler von 1841-1845 und danach Johann Habberger zwischen 1846 und 1848 folgten. Hier arbeitete er an seinen wissenschaftlichen Studien und legte in nur wenigen Jahren mehrere – darunter auch historische – Monografien vor. Bekannt wurde er mit den sich heute an der Josephinischen Bibliothek befindenden Publikationen, die 1832 erschienenen Arbeit „Das Strahlenband im Auge“, die 1836 veröffentlichten Studie „Ueber die in der belgischen Armee herrschende Augenkrankheit. Als Commentar zu Prof. Dr. Johann Christian Jüngkens Schrift über denselben Gegenstand“, und der 1839 publizierten Untersuchung „Die sogenannte kontagionistische oder ägyptische Augenentzündung“.

Zeichnung von Joseph Zehner, in: Eble, Burkard: Über den Bau und die Krankheiten der Bindehaut des Auges, mit besonderem Bezuge auf die contagiöse Augenentzündung. Nebst einem Anhange über den Verlauf und die Eigentümlichkeiten der letzteren unter der Garnison von Wien vom Jahre 1817-1827. Wien: Heubner 1828.

Weitere Publikationen von Eble an der Josephinischen Bibliothek sind die die im Jahr 1836 erschienen Arbeiten „Considérations sur la blépharophthalmie catarrhale des armées qui règne épidémiquement parmi les troupes Belges”, und Ueber den Bau und die Krankheiten der Bindehaut des Auges, mit besonderem Bezuge auf die contagiöse Augenentzündung.

Eble war Autor einer Reihe von medizinischen Taschenbücher, darunter das in zwei Teilen erschienene Taschenbuch der Anatomie und Physiologie nach dem neuesten Standpuncte beider Wissenschaften und zunächst für practische Ärzte entworfen, (2. Auflage von 1837) und das ebenfalls in zwei Teilen erschienene Taschenbuch der allgemeinen Pathologie und Therapie mit Inbegriff der Semiotik nach dem neuesten Standpunkte dieser Wissenschaften und zunächst für praktische Ärzte entworfen. Diese Arbeiten befinden sich heute in der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin wie auch das 1834 erschienene „Encyclopädische Handbuch für angehende Wundärzte“ und die „Methodologie oder Hodegetik als Einleitung in das gesamte medizinisch-chirurgische Studium

Unter seinen historischen Werken ist noch die Arbeit „Versuch einer pragmatischen Geschichte der Anatomie und Physiologie vom Jahre 1800-1825“ aus dem Jahr 1836, sowie die gemeinsam mit Kurt Sprengel und Joachim Polykarp mehrere Bände umfassende Arbeit Versuch einer pragmatischen Geschichte der Arzneikunde. Bd. 1-6. Bd. 6 fortgesetzt von Burkard Eble. Bd. 1-5 Halle: Gebauer 1800-1803/Bd. 6 Wien: Gerold 1837-1840 zu nennen, die ein Selbstbildnis von ihm enthält und sich ebenfalls an der Josephinischen Bibliothek befindet.

Max Neuburger bezeichnete Burkard Eble als einen Militärarzt und Bibliothekar, der den „Ruf der österreichischen medizinischen Geschichtsschreibung begründete“.[2]

Weiters publizierte Eble auch zwei Bücher zu den Bädern in Gastein, 1832 „Das Wildbad Gastein in seinen Beziehungen zum menschlichen Organismus und die neu errichtete Filial-Bad-Anstalt zu Hof-Gastein“ und 1843 „Die Bäder zu Gastein“.

Eble war Mitglied mehrerer nationaler und internationaler medizinischer Gesellschaften. Darunter der physikalisch-medizinischen Gesellschaft Erlangen (1833),[3] der kaiserlichen Leopoldinisch-Carolingischen Akademie der Naturforscher in Breslau, der Gesellschaft für Natur- und Heilkunde in Dresden,[4] der Gesellschaft für Natur- und Heilkunde in Dresden (1833), der med. chirurgica provinciale des sciences etc. à Mons, die Société Littéraire à Mons, der Cercle médical à Montpellier (1837), der Provincial medical et surgical association in Bath, der Société de médecine de Lyon (1839) und der Gesellschaft der Ärzte in Wien (1839).[5]

Eble verstarb am 3. August 1839 in Wien. Ernst von Feuchtersleben (1806-1849) schrieb in der Wiener Zeitung vom 11. Oktober 1839 einen umfassenden Nachruf auf Eble.[6]

Quellen:

UAW, Dekanat, Med. Fak., Rigorosenprotokoll 1818-1840, 170-46a, Eble Burghard (Rigorosum Datum 1826).

UAW, Dekanat, Med. Fak., Promotionsprotokoll 1818-1840, 175-228, Eble Burghard (Promotion Datum 27.3.1827).

Jahrbuch der in- und ausländischen gesammten Medizin, 1842, Bd. 35, Supplementband 3, S. 384.

Medizinisch chirurgische Zeitung, 2.1.1840, S. 10-11.

Populäre österreichische Gesundheits-Zeitung, 25.11.1839, S. 6-7.

Literaturliste:

Eble, Burkard: Commentatio de Studio Anatomico. Cum Tabula Aenea. Wien: Apud J.G. Heubner 1827.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB-638]

Eble, Burkard: Die Lehre von den Haaren in der gesammten organischen Natur. Bd. 1: Haare der Pflanzen und Thiere. Wien: Heubner 1831.

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[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Wolf Bibliothek, Sign.: WOB-116/1]

Eble, Burkard: Die Lehre von den Haaren in der gesammten organischen Natur. Bd. 2: Haare des Menschen. Wien: Heubner 1831.

wolf

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Wolf Bibliothek, Sign.: WOB-116/2]

Eble, Burkard: Ueber den Bau und die Krankheiten der Bindehaut des Auges. Nebst einem Anhange über den Verlauf und die Eigenthümlichkeiten der letzteren unter der Garnison von Wien vom Jahre 1817-1827. Mit drey illuminirten Kupfertafeln. Wien: Im Verlage von J.G. Heubner 1828.

Joseph_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB-4262]

Eble, Burkard: Taschenbuch der Anatomie und Physiologie. Nach dem neuesten Standpuncte beider Wissenschaften und zunächst für practische Ärzte. Bd. 1: Taschenbuch der Anatomie. Wien: Carl Gerold 1831.

Joseph_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB-639]

Eble, Burkard: Taschenbuch der Anatomie und Physiologie. Nach dem neuesten Standpuncte beider Wissenschaften und zunächst für practische Ärzte. Bd. 2: Taschenbuch der Physiologie. Wien: Carl Gerold 1831.

Joseph_MHartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Josephinische Bibliothek, Sign.: JB-639]

Eble, Burkard. Taschenbuch der allgemeinen Pathoogie und Therapie. Mit Inbegriff der Semiotik nach dem neuesten Standpunkte dieser Wissenschaften und zunächst nur für praktische Ärzte entworfen. Bd. 1: Taschenbuch der allgemeinen Nosologie, Symptomatologie und Semiotik. [Bd. 2 enthalten.] Wien: Carl Gerold 1833.

Gesellschaft_M-Hartl

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Gesellschaft der Ärzte Bibliothek, Sign.: GÄ-18712]

Keywords:

Ophthalmologe, Bibliothek, Burkhard Eble, Josephinum, Medizingeschichte, Arzt, Wien

[1] Jahrbuch der in- und ausländischen gesammten Medizin. 1842. Bd. 35. Supplementband 3. S. 384.

[2] Wiener medizinische Wochenschrift. 1.1.1921. S. 69-70.

[3] Neue militärische Zeitschrift. H. 12. 1834. S. 95.

[4] Wiener Zeitung. 11.9.1834. S. 3.

[5] Medizinisch chirurgische Zeitung. 2.1.1840. S. 10-11.

[6] Wiener-Zeitung. 11.10.1839. S. 3.

Normdaten (Person) Eble, Burkard: BBL: 27348; GND: 117496642

Bio-bibliografisches Lexikon (BBL)/Liste aller Beiträge der VS-Blog-Serie: Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien

Bitte zitieren als VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien, BBL: 27348 (09.03.2017); Letzte Aktualisierung: 2022 09 28
Online unter der URL: https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=27348

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„Blatt für Blatt – die Schätze der Josephinischen Bibliothek und mehr…“

Blatt für Blatt – die Schätze der Josephinischen Bibliothek und mehr…

In exklusiven Führungen präsentieren die Bibliothekare des Josephinums die einzigartigen Schätze aus dem wertvollen Bestand der Josephinischen Bibliothek. Von Dezember 2016 bis Mai 2017 finden Führungen zu speziellen Themen statt.
An auserwählten Abenden finden zusätzlich zum aktuellen Thema Spezialführungen in der Sammlung der anatomischen Wachsmodelle im Josephinum oder im Narrenturm statt.
Unter anderem erwarten Sie Abende zu anatomischen Darstellungen der Renaissance und prachtvollen barocken Pflanzenbüchern.

Termine:

07.03.2017      18:30-20:00 Anatomie – inkl. einer Führung durch die anatomischen Wachsmodelle mit Prof. Weninger

09.05.2017      18:30-19:30 Botanik

Ort: Josephinum – Medizinische Sammlungen, Währingerstr. 25, 1090 Wien, Eingang links, 1. Stock

Eintritt: 15 €

Aufgrund der sehr eingeschränkten Teilnehmerzahl, bitten wir um rechtzeitige Voranmeldung unter: dominika.flomyn@meduniwien.ac.at oder (+43) 1 40160 26051