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Gastautor Prof. Dr. Peter Heilig: GRILLPARZER UND DAS GEHEIMNIS DER LUDLAMSHÖHLE

GRILLPARZER UND DAS GEHEIMNIS DER LUDLAMSHÖHLE

‚Der Zauberflöte zweiter Teil und andere Satiren‘.

„In hartnäckig komischer Verzweiflung, treffsicher, sarkastisch und mit Beamtenhumor Herzmanovsky Orlando’scher Prägung“, verwandelte (sublimierte) Grillparzer seinen berechtigten Groll (Grant oder Gizi*) in literarische Kostbarkeiten, in köstliche Miniaturen der Satire. Spitzelunwesen, Zensurknebelung und Polizei-Schikane „legten damals die zart erblühende Freiheit der Aufklärung in Fesseln.“

Mozarts Zauberflöte wurde erstmals im Freihaustheater auf der Wieden, im Jahr von Grillparzers Geburt uraufgeführt. Das Stubenmädel seiner Mutter durfte bei dieser Uraufführung als Äffchen verkleidet (der Gipfel ihrer Karriere!) auftreten. Schikaneders Text bewahrte sie auf wie einen heiligen Schatz. „Auf dem Schoße des Mädchens sitzend, las ich mit ihr abwechselnd die wunderlichen Dinge, von denen wir beide nicht zweifelten, daß es das Höchste sei, zu dem sich der menschliche Geist aufschwingen könne“ berichtet Franz Grillparzer in seiner – von der Akademie der Wissenschaften in Auftrag gegebenen – Selbstbiographie.

‚Der Zauberflöte zweiter Teil‘ war die Antwort auf Metternich’schen Ungeist im trüben Dunstkreis Allerhöchster Begrenztheiten. Grillparzer wollte mit seinem geradezu funkensprühenden Text voll Witz und Esprit seine Freunde („alle bessern Maler, Musiker und Literatoren der Residenz“) in der „Ludlams Höhle“ überraschen. Dort gab es gepflegt scharfsinnigen Humor, Gesang und phantasievolle Spitznamen der „Ludlamiten“: Die Geisterfrau Ludlam und ihre Höhle – aus einem romantischen Märchen – hatten der legendären Ludlamshöhle den Namen geliehen. Das Oberhaupt, Carl Schwarz, Hofschauspieler, trug den sprechenden Namen „Rauchmar der Zigarringer“. Am Gasthaustisch des „Blumenstocks“ und später „Zum Haidvogel“ hockte die Künstler-Gemeinde gut gelaunt, jedoch niemals verschwörerisch beisammen und amüsierte sich köstlich – auf hohem Niveau. Auch Beethoven und Schubert waren gern gesehene Gäste. „Durchreisende Künstler und Literatoren suchten und fanden Zutritt, und haben noch lange später gestanden gleich vergnügte Abende niemals und nirgends zugebracht zu haben.“

Den ‚Ludlamiten‘ ließ sich beim besten Willen nichts suspekt Geheimisvolles andichten.  ‚Subversives‘ war diesem heiteren Völklein geradezu wesensfremd. Ungewöhnliche geistige Regsamkeit kam der ständig Verrat-witternden Hohen Behörde verdächtig vor. „Die überfallsartige Auflösung“ samt Verhören, Hausdurchsuchungen, Schikanen und Beschlagnahmungen – „am 26. April 1826 gehört zu den merkwürdigsten Kunststücken der Wiener Polizei.“ Dem genervten Franz Grillparzer, erst seit wenigen Wochen Mitglied, wurde kurzfristig Hausarrest aufgebrummt. Sein Mittagessen musste er unter dem wachsamen Auge des Gesetzes einnehmen. Dazu eine Eintragung in seinem Tagebuch: „Wer mir die Vernachlässigung meines Talents zum Vorwurfe macht, der solle bedenken, wie in dem ewigen Kampfe mit Dummheit und Schlechtigkeit endlich der Geist ermattet.“

„Obschon die Polizeibehörde noch am Abende des nämlichen Tages merkte, daß sie eine Dummheit begangen habe“, blieb die Ludlamshöhle für immer geschlossen und der ‚Zauberflöte zweiter Teil‘ in der Lade. Der zuständige Polizei-Direktor, „den ich wohl einen Schurken nennen darf, da er wenig später, wegen Geldunterschlagung, sich selbst den Tod gegeben hat“, hatte  mit einer Beförderung  spekuliert.

Grillparzer nahm sich kein Blatt vor den Mund. In den „Nachrichten aus Cochinchina“ karikierte er die „immerwährenden Kopfschmerzen, an denen der Sohn des Kaisers ‚Schmamfu‘ litt. Dieses Kopfweh hätte ihm zwar keine keine bedeutenden Schmerzen verursacht, aber ein gewisses Gefühl der Leere zurückgelassen und sei als eine Krankheitsablagerung des schwächsten Teils zu betrachten. Er war daher nicht imstande, das was in Cochinchina als die Hauptpflicht des Regenten galt, die Unterschriften in gehöriger Menge zu besorgen, er hätte sich daher seinen Oheim Wauwau adjungiert.“

 In der „Bittschrift der Spitzbuben“ nahm  Grillparzer die Bevorzugung der im ‚Staatsdienst stehenden Dummköpfe‘ aufs Korn: „Bedenkt ein Vater nicht vor allem seine geistesschwachen, seine blödsinnigen Kinder? Man hat daher hierzulande in Beförderungsfällen bei Hof- und Länderstellen die Dummköpfe immer ganz besonders bevorzugt und manche aus dieser von Natur verwahrlosten Klasse stehen den höchsten Bedienstungen mit glücklicher Selbstzufriedenheit vor. Sollte soviel für die Dummköpfe geschehen und für die Spitzbuben nicht?“

In Wien war ein Verein zur Unterstützung entlassener Sträflinge gegründet worden. „Wir sprechen hier nicht von denjenigen Anstellungen, zu denen man Schurken notwendig braucht – die Diplomatie, Zensur.., das Brieföffnergeschäft, Denunzianten.. Wir haben .. gelesen, dass ein Kaufmann einen Dieb zum Einkassieren verwendet.. Glaubt, dass wir Spitzbuben, wie der Adel und der Kriegerstand, wenn auch nicht Ehrlichkeit, doch aber Ehre im Leib haben. Wenn ihr uns eure Kassen verschließt, werden wir einbrechen. Wenn ihr sie aber offen uns anvertraut – mir schwindelt! Wenigstens aber werden wir sie wie Löwen gegen jeden anderen verteidigen.“

In seiner „Bekanntmachung“ geht es um Schnell- beziehungsweise Langsamfahren der Kutschen samt entsprechender Verordnung: „Noch unerlässlicher ist das Schnellfahren bei hohen Beamten und Diplomaten. Diese Personen erzeugen nämlich ihre Gedanken nicht, wie der rohe Pöbel meint, durch langes Nachdenken und vieles Überlegen, sondern im Wege des Genies durch rasche Einfälle und augenblickliche Gedankenblitze. Wenn nun ein solcher Staatsmann im Wagen sitzend von einer Ideen-Improvisation überfallen wird.. so kann, wenn er durch langsames Fahren auf der Straße aufgehalten wird, leicht geschehen, dass er ankommend gar nicht mehr weiß, was er eigentlich gewollt hat, und das Schicksal eines Staates, ja eines ganzen Weltalls findet sich durch einen albernen Kutscher der höchsten Gefahr ausgesetzt.. Höchstens ist dem Kutscher erlaubt, aus der Kleidung und sonstigem Aussehen der über den Weg gehenden Person einen Schluss zu ziehen, ob die Gefahr des Überfahrens mit der Gefahr der Verzögerung in einem rücksichtwürdigen Verhältnis stehe. Diese Erinnerung wird eigens durch den Druck bekannt gemacht, da die an den Straßenecken aufgestellten Polizeiwachen, sich eben jetzt lediglich mit der Verhinderung des Zigarrenrauchens zu beschäftigen haben und daher auf Nebendinge, dergleichen die Fahrordnung ist, kein Acht haben können.“ 

Stoßseufzer: Tamino – „Gelebt! Mordio! Lieber zweimal durch Feuer und Wasser gehen als einmal in die Kanzlei!“

Kritik: „Unser guter Professor Stein erklärte ohne Anstand, daß unter allen diesjährigen Schülern ich (Grillparzer) das wenigste Ohr für den Vers hätte.“

Gefährliches: „Aber Herr Hofrat, was haben Sie denn an dem Stück Gefährliches gefunden?“ (FG)  „Gar nichts aber ich dachte mir, man kann ja nie wissen“ (Hofrat Anton von Vogel. Zensurhofstelle).

Vermutlich letzte handschriftlichen Zeilen, einem Brief an Katharina Fröhlich entnommen, schließen mit den Worten: „Der Teufel hol das alles. Ergebenst Grillparzer.“

http://www.internetloge.de/arst/zaubertext.pdf

Holzinger DO (2006) Franz Grillparzer: Der Zauberflöte zweiter Teil und andere Satiren. Kral, nicht zu verwechseln mit „Der Zauberflöte zweyter Theil“, einem Librettofragment von JW Goethe und „Der Zauberflöte zweyter Theil. Das Labyrinth oder Der Kampf mit den Elementen“, einer Oper von Emanuel Schikaneder

*Gizi: Altwienerisch: da° kriag ian Gizi ! – „mir platzt der Kragen!“

Weitere Beiträge–>

 

Publications of the MedUni Vienna: Video Articles

Orthotopic Transplantation of Syngeneic Lung Adenocarcinoma Cells to Study PD-L1 Expression

Herwig P. Moll1, Julian Mohrherr2, Kristina Breitenecker2, Marcel Haber2, Viktor Voronin2, Emilio Casanova1,2 1Department of Physiology, Center of Physiology and Pharmacology & Comprehensive Cancer Center (CCC), Medical University of Vienna, 2Ludwig Boltzmann Institute for Cancer Research (LBI-CR)
„…a minimally invasive syngeneic orthotopic transplantation model of mouse lung adenocarcinoma cells as a time- and cost-reducing model to study non-small cell lung cancer.“–>

 
Issue 143
doi: 10.3791/58101
Published: 1/19/2019

Blogserie Vertrieben 1938 – UPDATE: Max ZARFL (1876-1938), Carla ZAWISCH-OSSENITZ (1888-1961), Walter ZWEIG (1872-1953), Karl FELLINGER (1904-2000), Felix FLEISCHNER (1893-1969), Oskar FRANKL (1873-1938), Ernst FREUND (1876-1942), Alfred Viktor FRISCH (1890-1960), Siegfried GATSCHER (1873-1942), Ernst GOLD (1891-1967)

UPDATE:

Von März bis bis November 2008 haben wir in der Sonderblog-Serie „Vertrieben 1938“ die 1938 entlassenen Professoren und Dozenten der Medizinischen Fakultät der Universität Wien vorgestellt und wichtige Informationsquellen zu deren Person bzw. wissenschaftlicher Bedeutung, überwiegend frei zugänglich, zusammengetragen.

Die enorm hohe Nutzung der einzelnen Blogbeiträge in den vergangenen zehn Jahren hat uns bestärkt, im Hinblick auf das aktuelle Gedenkjahr die Beiträge zu aktualisieren und insbesondere Links zu neuen frei verfügbaren Online-Quellen zu ergänzen.
Ab 12. März 2018 werden deshalb in Erinnerung an die von der Medizinischen Fakultät der Universität Wien 1938 vertriebenen Professoren und Dozenten im Van Swieten Blog die Beiträge sowie Links zu weiterführenden Informationsquellen gepostet.

Projekt „Vertrieben 1938 – Biographien entlassener Professoren und Dozenten der Medizinischen Fakultät der Universität Wien“ im Van Swieten Blog: Informationen der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien.

Logo: MMag.Margrit Hartl

Sonderblog-Serie Vertrieben 1938 – Biografien entlassener Professoren und Dozenten der Medizinischen Fakultät der Universität Wien UPDATE

https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=772

Blogserie Vertrieben 1938 – UPDATE: Waldemar GOLDSCHMIDT (1886-) / Vertrieben 1938 [151] Paul HUBER (1901-1975) / Vertrieben 1938 [152] Hermann KAHLER (1891-1951) / Vertrieben 1938 [153] Wilhelm KNÖPFELMACHER (1866-1938) / Vertrieben 1938 [154] Josef KONRAD (1900-1979) / Vertrieben 1938 [155] Hugo KRASSO (1893-) / Vertrieben 1938 [156] Franz LIPPAY (1897-) / Vertrieben 1938 [157] Anton MUSGER (1898-1983) / Vertrieben 1938 [158] Wilhelm NYIRI VON SZEKELY (1893-) / Vertrieben 1938 [159] Robert OPPOLZER (1899-1972) / Vertrieben 1938 [160]

UPDATE:

Von März bis bis November 2008 haben wir in der Sonderblog-Serie „Vertrieben 1938“ die 1938 entlassenen Professoren und Dozenten der Medizinischen Fakultät der Universität Wien vorgestellt und wichtige Informationsquellen zu deren Person bzw. wissenschaftlicher Bedeutung, überwiegend frei zugänglich, zusammengetragen.

Die enorm hohe Nutzung der einzelnen Blogbeiträge in den vergangenen zehn Jahren hat uns bestärkt, im Hinblick auf das aktuelle Gedenkjahr die Beiträge zu aktualisieren und insbesondere Links zu neuen frei verfügbaren Online-Quellen zu ergänzen.
Ab 12. März 2018 werden deshalb in Erinnerung an die von der Medizinischen Fakultät der Universität Wien 1938 vertriebenen Professoren und Dozenten im Van Swieten Blog die Beiträge sowie Links zu weiterführenden Informationsquellen gepostet.

Projekt „Vertrieben 1938 – Biographien entlassener Professoren und Dozenten der Medizinischen Fakultät der Universität Wien“ im Van Swieten Blog: Informationen der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien.

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Sonderblog-Serie Vertrieben 1938 – Biografien entlassener Professoren und Dozenten der Medizinischen Fakultät der Universität Wien UPDATE

https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=772

Wählen Sie das beste Wissenschaftsbuch des Jahres!

Wählen Sie das beste Wissenschaftsbuch des Jahres!
Sie können in vier Kategorien wählen.

Naturwissenschaft/Technik
Medizin/Biologie
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Junior Wissensbücher

Geben Sie Ihre Stimme über http://www.wissenschaftsbuch.at/ ab.

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Was ist der Mensch? Störungen des Gehirns und was sie über die menschliche Natur verraten

Was ist der Mensch? Störungen des Gehirns und was sie über die menschliche Natur verraten

 
Psychiater, Neurowissenschaftler und Medizin-Nobelpreisträger Eric Kandel zeigt anhand vieler Beispiele, von Angstzuständen bis zur Schizophrenie, von Sucht bis Bipolarität, wie sehr biologische Prozesse unsere Identität prägen. Gerade die Störungen, Abweichungen und Anomalien machen sichtbar, was den Menschen eigentlich ausmacht.
Kandel, Eric
Siedler
 
 

Winzige Gefährten. Wie Mikroben uns eine umfassendere Ansicht vom Leben vermitteln

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Billionen Mikroorganismen bevölkern unseren Körper und gestalten ihn mit. Sie schützen vor Krankheiten, gehen erstaunliche Symbiosen ein, halten Viren in Schach, nehmen Einfluss auf unsere Emotionen und können sogar unsere genetische Veranlagung verändern. Wissenschaftsjournalist Ed Yong befasst sich mit einer viel zu wenig gewürdigten Spezies.
 
 
Factfulness. Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist

Factfulness. Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist

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Unser Gehirn verführt uns oft zu einer dramatisierenden Weltsicht. Der 2017 verstorbene Mediziner und Professor für Internationale Gesundheit leitet hier dazu an, Factfulness zu erreichen – jene offene, neugierige und entspannte Geisteshaltung, in der bei Urteilen und Entscheidungen nur auf solide Fakten geachtet wird.
Rosling, Hans
Ullstein
 
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Warum wir sesshaft wurden und uns seither bekriegen, wenn wir nicht gerade an tödlichen Krankheiten sterben

Warum wir sesshaft wurden und uns seither bekriegen, wenn wir nicht gerade an tödlichen Krankheiten sterben

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Brenna Hasset ist Bio-Archäologin, beschäftigt sich also mit der Untersuchung menschlicher und tierischer Überreste, um mehr über deren Lebensumstände zu erfahren. In diesem Buch erforscht sie, welche Bedeutung das Sesshaftwerden, das Aufkommen von Viehzucht und Ackerbau, auf die Entwicklung der Menschheit hatte.

Hassett, Brenna
Theiss

Von den Bakterien zu Bach – und zurück. Die Evolution des Geistes

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Daniel C. Dennett, Ordinarius für Philosophie an der Tufts University in Boston, ist Philosoph und Fürsprecher von Materialismus, Aufklärung und Wissenschaft. In diesem Buch zeigt er, wie die Evolution es geschafft hat, zunächst Einzeller, dann Pflanzen und Tiere sowie schließlich den Geist, die Kultur und das Bewusstsein hervorzubringen.

Dennett, Daniel C.
Suhrkamp
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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [89]: Lexikon der österreichischen Provenienzforschung (LÖP)

Lexikon der österreichischen Provenienzforschung (LÖP):

Text: Dr. Walter Mentzel

Ende 2018 ging das von der Kommission für Provenienzforschung beim Bundesskanzleramt geförderte Projekt „Lexikon der österreichischen Provenienzforschung (LÖP)“ online und ist unter: http://www.lexikon-provenienzforschung.org/ abrufbar.

 

Abb.: Startseite des Lexikon der Provenienzforschung (LÖP)

Dieses Projekt setzte und setzt sich zum Ziel die seit 1998 gesammelten Erkenntnisse der „Mitglieder der Kommission für Provenienzforschung und ProvenienzforscherInnen in anderen österreichischen Institutionen“, die im Zuge der Recherchen zum Entzug von Kunst- und Kulturgütern während des Nationalsozialismus sowie zu den Rückstellungen ermittelt worden sind, in Form kurzer Artikel, darzustellen.

Die zirka 200 Beiträge (Stand Dezember 2018) befassen sich mit jenen Personen und Institutionen, die zwischen „1930 und 1960 im musealen Bereich, in der Kulturpolitik, im Sammlungsbereich und im Kunsthandel tätig waren“. Das Lexikon der österreichischen Provenienzforschung ist kein statisches, abgeschlossenes Projekt, sondern wird laufend erweitert und ergänzt. Das Online-Lexikon enthält als Suchoptionen eine Beitragsliste sowie ein Autorenregister.

Das Lexikon der österreichischen Provenienzforschung enthält auch eine Reihe von Beiträgen, die von dem Leiter und Bearbeiter Dr. Walter Mentzel (unter der Mitarbeit von Harald Albrecht), der an der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien durchgeführte Provenienzforschung, erstellt wurden. Sie dokumentieren die seit 2007 in den historischen Bibliotheksbeständen eruierten Fälle von während des NS-Regimes entzogenen und geraubten Büchern, die im NS-Raub involvierten Institutionen der ehemaligen Medizinischen Fakultät sowie außeruniversitäre medizinische Einrichtungen, die an den Raubprozessen beteiligten Personen, und nicht zuletzt die von der Medizinischen Universität Wien bisher durchgeführten Restitutionen.

Folgende von Dr. Walter Mentzel erstellten Beiträge wurden bislang (Stand: Oktober 2018) veröffentlicht:

  1. Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien

http://www.lexikon-provenienzforschung.org/universit%C3%A4tsbibliothek-der-medizinischen-universit%C3%A4t-wien-0

  1. Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien

http://www.lexikon-provenienzforschung.org/zweigbibliothek-f%C3%BCr-geschichte-der-medizin-der-universit%C3%A4tsbibliothek-der-medizinischen-universit%C3%A4t

  1. Zum Leiter des Institutes für Geschichte der Medizin in den Jahren 1940 bis 1945 Fritz Lejeune (1892-1966)

http://www.lexikon-provenienzforschung.org/lejeune-fritz

  1. Restitutionsfall: Maximilian Weinberger

http://www.lexikon-provenienzforschung.org/weinberger-maximilian

  1. Restitutionsfall: Brüder Suschitzky – Anzengruber Verlag (Wien-Leipzig), Buchhandlung-Antiquariat-Leihbibliothek

http://www.lexikon-provenienzforschung.org/suschitzky-br%C3%BCder-%E2%80%93-anzengruber-verlag-wien-leipzig-buchhandlung-antiquariat-leihbibliothek

  1. Zum Gründer und Leiter des Institutes für Geschichte der Medizin Max Neuburger (1868-1955) zwischen 1919 und 1938.

http://www.lexikon-provenienzforschung.org/neuburger-max

  1. Restitutionsfall: Raoul Fernand Jellinek-Mercedes

http://www.lexikon-provenienzforschung.org/jellinek-mercedes-raoul-fernand

  1. Bibliothek der Gesellschaft der Ärzte in Wien

http://www.lexikon-provenienzforschung.org/bibliothek-der-gesellschaft-der-%C3%A4rzte-wien

  1. Restitutionsfall: Hans Peter Kraus

http://www.lexikon-provenienzforschung.org/kraus-hans-peter

  1. Alfred Wolf. Reise- und Versandbuchhandlung, Antiquariat und Export

http://www.lexikon-provenienzforschung.org/wolf-alfred-reise-und-versandbuchhandlung-antiquariat-und-export

  1. Restitutionsfall: Richard Löwi

http://www.lexikon-provenienzforschung.org/l%C3%B6wi-richard

Alle Beiträge der VS-Blog-Serie: Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien–>

TOP-JOURNAL des Monats: NATURE REVIEWS CANCER (Impact Factor 42.784 )

Die Universitätsbibliothek stellt DIE medizinischen Top-Journals am Campus der MedUni Wien und via Remote Access  zur Verfügung.

Das  TOP-JOURNAL des Monats im Van Swieten Blog ist:

NATURE REVIEWS CANCER

Zu den Volltexten: Jg. 1, H. 1 (2001) –

Die ersten 20% der Zeitschriften eines bestimmten Fachgebietes im Journal Citation Reports JCR
(geordnet nach der Höhe des Impact Factors) sind TOP-JOURNALE.

Mit dem Impact Factor 42.784 (2017) zählt NATURE REVIEWS CANCER zu den Top-Journalen in der Kategorie: ONCOLOGY – SCIE

ISSN: 1474-175X
12 issues/year

Open Access Publikationen von Angehörigen der MedUni Wien [33]: Springer-Verlag

Open Access-Publizieren ohne Zusatzkosten für AutorInnen der MedUni Wien

Die Medizinische Universität Wien hat mit dem Springer-Verlag ein neues Lizenzmodell „Springer Compact“ vereinbart. Publiziert kann in über 1.600 Subskriptionszeitschriften von Springer Open Access ohne zusätzliche AutorInnengebühren werden.  Mehr Infos–>

Im Van Swieten Blog können Sie  kontinuierlich die Open Access Publikationen von Angehörigen der MedUni Wien nachlesen:

 Use and overuse of triptans in Austria – a survey based on nationwide healthcare claims data

Karin Zebenholzer, Walter Gall, Christian Wöber

J Headache Pain. 2018; 19(1): 34. Published online 2018 May 18. doi: 10.1186/s10194-018-0864-0

PMCID:

PMC5959824

Article

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PDF–552K

Citation

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Assessing the kidney function parameters glomerular filtration rate and effective renal plasma flow with dynamic FDG-PET/MRI in healthy subjects

Barbara K. Geist, Pascal Baltzer, Barbara Fueger, Martina Hamboeck, Thomas Nakuz, Laszlo Papp, Sazan Rasul, Lalith Kumar Shiyam Sundar, Marcus Hacker, Anton Staudenherz

EJNMMI Res. 2018; 8: 37. Published online 2018 May 9. doi: 10.1186/s13550-018-0389-1

PMCID:

PMC5943199

Article

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PDF–1.7M

Citation

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Serum-binding properties of isosteric ruthenium and osmium anticancer agents elucidated by SEC–ICP–MS

Matthias H. M. Klose, Anna Schöberl, Petra Heffeter, Walter Berger, Christian G. Hartinger, Gunda Koellensperger, Samuel M. Meier-Menches, Bernhard K. Keppler

Monatsh Chem. 2018; 149(10): 1719–1726. Published online 2018 Aug 25. doi: 10.1007/s00706-018-2280-1

PMCID:

PMC6133104

ArticlePubReaderPDF–951KCitation

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Long-term remission in advanced stage hepatocellular carcinoma? A chance for cure?

Matthias Pinter, Wolfgang Sieghart

Memo. 2018; 11(3): 185–192. Published online 2018 Aug 24. doi: 10.1007/s12254-018-0431-z

PMCID:

PMC6132830

ArticlePubReaderPDF–342KCitation

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SABCS 2017: update on chemotherapy, targeted therapy, and immunotherapy

Rupert Bartsch, Elisabeth Bergen

Memo. 2018; 11(3): 204–207. Published online 2018 Aug 17. doi: 10.1007/s12254-018-0430-0

PMCID:

PMC6132803

ArticlePubReaderPDF–201KCitation

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Impact of rifampicin-inhibitable transport on the liver distribution and tissue kinetics of erlotinib assessed with PET imaging in rats

Dorra Amor, Sébastien Goutal, Solène Marie, Fabien Caillé, Martin Bauer, Oliver Langer, Sylvain Auvity, Nicolas Tournier

EJNMMI Res. 2018; 8: 81. Published online 2018 Aug 16. doi: 10.1186/s13550-018-0434-0

PMCID:

PMC6095934

ArticlePubReaderPDF–1.7MCitation

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Electron tomography—a tool for ultrastructural 3D visualization in cell biology and histology

Josef Neumüller

Wien Med Wochenschr. 2018; 168(11): 322–329. Published online 2018 Aug 6. doi: 10.1007/s10354-018-0646-y

PMCID:

PMC6132546

ArticlePubReaderPDF–2.5MCitation

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Ludwig Boltzmann Cluster Oncology (LBC ONC): first 10 years and future perspectives

Peter Valent, Emir Hadzijusufovic, Thomas Grunt, Heidrun Karlic, Barbara Peter, Harald Herrmann, Gregor Eisenwort, Gregor Hoermann, Axel Schulenburg, Michael Willmann, Rainer Hubmann, Medhat Shehata, Edgar Selzer, Karoline V. Gleixner, Thomas Rülicke, Wolfgang R. Sperr, Brigitte Marian, Michael Pfeilstöcker, Hubert Pehamberger, Felix Keil, Ulrich Jäger, Christoph Zielinski

Wien Klin Wochenschr. 2018; 130(17): 517–529. Published online 2018 Jul 13. doi: 10.1007/s00508-018-1355-7

PMCID:

PMC6132878

ArticlePubReaderPDF–433KCitation

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Results of Magnetic Sphincter Augmentation for Gastroesophageal Reflux Disease

Katrin Schwameis, Milena Nikolic, Deivis G. Morales Castellano, Ariane Steindl, Sarah Macheck, Ivan Kristo, Barbara Zörner, Sebastian F. Schoppmann

World J Surg. 2018; 42(10): 3263–3269. Published online 2018 Apr 4. doi: 10.1007/s00268-018-4608-8

PMCID:

PMC6132868

ArticlePubReaderPDF–494KCitation

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Pharmacokinetics of the P-gp Inhibitor Tariquidar in Rats After Intravenous, Oral, and Intraperitoneal Administration

Peter Matzneller, Manuel Kussmann, Sabine Eberl, Alexandra Maier-Salamon, Walter Jäger, Martin Bauer, Oliver Langer, Markus Zeitlinger, Wolfgang Poeppl

Eur J Drug Metab Pharmacokinet. 2018; 43(5): 599–606. Published online 2018 Apr 3. doi: 10.1007/s13318-018-0474-x

PMCID:

PMC6133083

ArticlePubReaderPDF–605KCitation

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Cholesterol metabolism—physiological regulation and pathophysiological deregulation by the endoplasmic reticulum

Clemens Röhrl, Herbert Stangl

Wien Med Wochenschr. 2018; 168(11): 280–285. Published online 2018 Feb 27. doi: 10.1007/s10354-018-0626-2

PMCID:

PMC6132555

ArticlePubReaderPDF–704KCitation

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Clinical-Pathological Conference Series from the Medical University of Graz: Case No 161: A 42-year-old journalist with fatigue, elevated liver function tests, hyperglycemia and pruritus

Elisabeth Fabian, Markus Peck-Radosavljevic, Elisabeth Krones, Helmut Mueller, Caroline Lackner, Christopher Spreizer, Csilla Putz-Bankuti, Werner Fuerst, Nora Wutte, Peter Fickert, Hansjörg Mischinger, Guenter J. Krejs

Wien Klin Wochenschr. 2018; 130(17): 545–556. Published online 2018 Aug 21. doi: 10.1007/s00508-018-1379-z

PMCID:

PMC6132877

ArticlePubReaderPDF–4.9MCitation

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Thrombotic thrombocytopenic purpura

Paul Knöbl

Memo. 2018; 11(3): 220–226. Published online 2018 Aug 17. doi: 10.1007/s12254-018-0429-6

PMCID:

PMC6132833

ArticlePubReaderPDF–259KCitation

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SABCS 2017 pathology: from bench to bedside

Zsuzsanna Bago-Horvath

Memo. 2018; 11(3): 217–219. Published online 2018 Aug 15. doi: 10.1007/s12254-018-0427-8

PMCID:

PMC6132829

ArticlePubReaderPDF–178KCitation

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Breast ultrasound: recommendations for information to women and referring physicians by the European Society of Breast Imaging

Andrew Evans, Rubina M. Trimboli, Alexandra Athanasiou, Corinne Balleyguier, Pascal A. Baltzer, Ulrich Bick, Julia Camps Herrero, Paola Clauser, Catherine Colin, Eleanor Cornford, Eva M. Fallenberg, Michael H. Fuchsjaeger, Fiona J. Gilbert, Thomas H. Helbich, Karen Kinkel, Sylvia H. Heywang-Köbrunner, Christiane K. Kuhl, Ritse M. Mann, Laura Martincich, Pietro Panizza, Federica Pediconi, Ruud M. Pijnappel, Katja Pinker, Sophia Zackrisson, Gabor Forrai, Francesco Sardanelli, for the European Society of Breast Imaging (EUSOBI) , with language review by Europa Donna–The European Breast Cancer Coalition

Insights Imaging. 2018 Aug; 9(4): 449–461. Published online 2018 Aug 9. doi: 10.1007/s13244-018-0636-z

PMCID:

PMC6108964

ArticlePubReaderPDF–535KCitation

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Unexpected aspects in the dynamics of horizontal gene transfer of prokaryotes: the impact of outer membrane vesicles

Branko Velimirov, Carmen Ranftler

Wien Med Wochenschr. 2018; 168(11): 307–313. Published online 2018 Aug 6. doi: 10.1007/s10354-018-0642-2

PMCID:

PMC6132559

ArticlePubReaderPDF–806KCitation

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Alle Beiträge zu Open Access–>

Datenbank des Monats – DynaMed Plus

Datenbank des Monats – DynaMed Plus

http://www.dynamed.com/

Die neue Plattform DynaMed Plus ist ein evidenzbasiertes, klinisches Referenztool, das von Ärzten direkt für den Einsatz am Behandlungsort entwickelt wurde. DynaMed Plus unterstützt Ärzte dabei, die bestmöglichen Entscheidungen für Ihre Patienten zu treffen. Die Datenbank enthält mehr als 4.500 klinische Themen inklusive zahlreicher Unterthemen für den Einsatz am Behandlungsort. Das DynaMed Team sichtet über 500 renommierte Fachzeitschriften sowie Publikationen von 100 Fachgesellschaften in einem strikt evidenzbasierten redaktionellen Prozess.

Inhaltlich bietet DynaMed Plus:

  • Spezifische evidenzbasierte Informationen zu Erkrankungen mit mehr als 1.500 Abschnitten speziell zu Auswertung, Diagnose und Behandlung sowie zu Vorbeugung, Früherkennung, Prognosen, Epidemiologie und Ätiologie aus über 25 medizinischen Disziplinen
  • Übersichten und Empfehlungen zu Krankheiten mit besonderem Fokus auf Evaluation und Krankheitsmanagement mithilfe von über 1.100 GRADE-Klassifikationen
  • Mehr als 1.900 Arzneimittelinformationen inklusive Inhalten zu Wechselwirkungen und IV Kompatibilität
  • Mehr als 600 Laborinformationen
  • Inhalte mit Fokus auf Symptom- und Differentialdiagnosen mit Informationen zu diagnostischen und interventionellen Prozeduren
  • Mehr als 100.000 prägnante Zusammenfassungen von Evidenzen
  • Über 20.000 Leitlinien zur klinischen Praxis, sortiert nach Thema und Region
  • Wöchentlich werden ca. 50 neue Zusammenfassungen von Evidenzen hinzugefügt
  • Über 650 verschiedene Kalkulatoren, die die wichtigsten medizinischen Gleichungen hinsichtlich der Dosierung abdecken sowie Decision Trees, Umrechnung von Dosierungen etc.
  • Optimierter Zugriff auf zusätzliche Informationen wie etwa ICD Codes, Patienteninformationen
  • Zugriff auf die Originalquellen

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