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Archiv der Kategorie: Literaturhinweis
Literaturhinweis
„Aus den Büchern“ der medizinhistorischen Bibliotheken der Ub MedUni Wien [23]: Exlibris F.J.S. in situ: Modern man in search of a soul
Im Van Swieten Blog werden exemplarisch digitalisierte Exlibris aus medizinhistorischen Büchern „Exlibris in situ“, der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin, präsentiert, die im Bibliothekskatalog recherchierbar sind.
Religion-Exlibris:
Im Zentrum des Motivs wird Buddha dargestellt. Die Bedeutung der Buddha-Figur wird durch die Umrahmung mit salomonischen Säulen links und rechts sowie mit den dekorativen grafischen Verzierungen betont. Oben: Exlibris. Unten: Initialen: F.J.S. zwischen zwei stilisierten Rosen.
Exlibris in situ:
Modern man in search of a soul
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Ein Exlibris ist ein grafisch gestalteter Eigentumsvermerk, der entweder in Zettelform auf die Innenseite von Bucheinbänden geklebt oder eingestempelt wird. Bucheignerzeichen gibt es bereits seit dem Ende des 15. Jahrhunderts. Sie stellen neben ihrer kunst- und kulturhistorischen Bedeutung auch ein wichtiges Provenienzmerkmal dar, da der Weg eines Buches nachvollzogen werden kann. Aufgrund vielfältigster Exlibris von künstlerischem Wert sind diese auch begehrte Objekte von Sammlungen und buchkünstlerischer Betätigung „Exlibris-Kunst“ geworden.
Neuerwerbungen im November 2021
Der Bestand der Bibliothek wird durch zahlreiche interessante
Neuerwerbungen laufend erweitert. Stöbern Sie in unserer virtuellen Buchausstellung, lesen Sie die eBooks, bestellen Sie aktuelle Bücher…ein Großteil der neu erworbenen Literatur wird auch in der Buchausstellung im Lesesaal präsentiert.
Neuerwerbungen November 2021–>
Ausstellung und Verlängerung der Bibliothekskarte per E-Mail
Anmeldung Benutzer*innenkonto–>
TOP-JOURNAL des Monats: NATURE REVIEWS MOLECULAR CELL BIOLOGY (Impact Factor: 94.444)*
Die Universitätsbibliothek stellt DIE medizinischen Top-Journals am Campus der MedUni Wien und via Remote Access zur Verfügung.
Das TOP-JOURNAL des Monats im Van Swieten Blog ist:
NATURE REVIEWS MOLECULAR CELL BIOLOGY
Zu den Volltexten: Jg. 1, H. 1 (2000) –
Die ersten 20% der Zeitschriften eines bestimmten Fachgebietes im Journal Citation Reports JCR (geordnet nach der Höhe des Impact Factors) sind TOP-JOURNALE.
Mit dem Impact Factor 94.444 zählt NATURE REVIEWS MOLECULAR CELL BIOLOGY zu den Top-Journalen in der Kategorie:
CELL BIOLOGY – SCIE
ISSN: 1471-0072
Languages
ENGLISH
12 Issues/Year;
*2020 journal Impact factor
„Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek“ – Aus den Beständen der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien: „Die Anfänge der universitären Sozialmedizin in Wien.“
Österreich liest – Treffpunkt Bibliothek
Die Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien präsentiert im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek“ ab dem 21. Oktober 2021 im Lesesaal der Bibliothek eine Bücherausstellung aus den historischen Bibliotheksbeständen. Thema der Ausstellung ist das vor 110 Jahren vom Sozialmediziner Ludwig Teleky erstmalig als akademische Lehreinrichtung an einer Universität initiierte „Seminar für soziale Medizin“ – der Vorläuferinstitution des heutigen Instituts für Sozialmedizin. Das „Seminar für soziale Medizin“ wurde am 27. August 1911 durch einen Ministererlass genehmigt und mit Erlass vom 22. November 1912 vom Ministerium für „Cultus und Unterricht“ an der Universität in Wien eingerichtet. Es bestand bis 1921 unter der Oberleitung des jeweiligen Dekans der medizinischen Fakultät und wurde vom Privatdozenten Dr. Ludwig Teleky geleitet.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Entwicklungsgeschichte der Sozialmedizin in Wien vor dem Ersten Weltkrieg und die Forschungsarbeiten und Biografien der Sozialmediziner Eduard Lewy und Maximilian Steinberg sowie jene von Ludwig Teleky und die im Seminar für Soziale Medizin sowie in den seit 1910 von Teleky herausgegebenen „Wiener Arbeiten aus dem Gebiet der Sozialen Medizin“ mitwirkenden Mitarbeiter*innen und Studienautor*innen.
Zu den vorgestellten Autor*innen zählen Alt Ferdinand (1867-1923), Alfred Arnstein (1886-1972), Wilhelm Balban (1879-?), Wilhelm Bass (1867-nach dem Oktober 1941), Ernst Brezina (1874-1961), Arnold Czech (1868-1956), Max Ellmann (1868-1920), Heinrich Goldstein (1891-?), Alfred Götzl (1873-1946), Clara Hönigsberg, verehelichte Scherer (1879-1942), Max Jerusalem (1873-1942), Hans Mannus Katz (1887-1915), Anton Kittinger (1878-1920), Moses Moriz Laub (1869-1944), Robert Lenk (1885-1966), Ernst Löwenstein (1878-1950), James Neumann (1863-1941), Moritz Oppenheim (1876-1949), Sigismund Peller (1890-1985), Isak Robinsohn (1874-1932), Siegfried Rosenfeld (1863-1933), Anna Schärf (1886-?), Josefine Pessie Schärf (1884-?), Josef Schnürer (1873-1937), Philipp Silberstern (1863-1942), Richard Sorer (1883-1914), Karl Ullmann (1860-1942), Siegfried Weiß (1869-1952) und die erste Gewerbeinspektorin Österreichs, Jenny Adler (1877-1950).
Die Ausstellung wurde von Dr. Walter Mentzel kuratiert.
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 8.00-20.00 Uhr.
Zugang zur BIBLIOTHEK über den AKH Außenbereich –>Lageplan
2,5G-NACHWEIS ZUM BETRETEN DER BIBLIOTHEK ERFORDERLICH!
- Eigene FFP2 Schutzmaske (während des gesamten Aufenthalts in der Bibliothek ist eine FFP2- Maske zu tragen.)
- Abstand halten
- Hände desinfizieren
Bild: „Die Aufgaben und Ziele der sozialen Medizin“ im Separatdruck der Wiener klinischen Wochenschrift
Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [148]: Karl Ullmann – Dermatologe, Dozent an der Hochschule für Welthandel und an der Medizinischen Fakultät Wien
Karl Ullmann – Dermatologe, Dozent an der Hochschule für Welthandel und an der Medizinischen Fakultät Wien
Text: Dr. Walter Mentzel
Karl Ullmann wurde am 27. September 1860 als Sohn von Joans Ullmann und Henriette Anna in Habern in Böhmen (heute Habry/Tschechien) geboren. Nachdem er 1886 an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien promovierte hatte, wurde er im selben Jahr Sekundararzt im Allgemeinen Krankenhaus Wien, wo er seine Ausbildung bei Leopold von Schrötter (1837-1908), Theodor Meynert (1833-1892), Robert Ultzmann (1842-1889) und zuletzt bei Eduard Lang (1841-1916) fortsetzte. Lang unterstützte er beim Aufbau der Wiener Lupus-Heilstätte. Zwischen 1892 bis 1897 war er Assistent von Hans von Hebra (1847-1902) an der Wiener Poliklinik, 1897 habilitierte er sich im Fach Dermatologie an der Universität Wien als Privatdozent[1] und 1915 zum Dozenten für Dermatologie und Syphiologie. Danach arbeitete er an der Klinik für Geschlechts- und Hautkrankheiten bei Isidor Neumann (1832-1906). 1889/1900 erfolgte seine Ernennung zum Honorardozent für Kommerzielle Hygiene, 1902 wurde er zum Dozenten für Berufskrankheiten an die Hochschule für Welthandel berufen. Daneben übte er seine Lehrtätigkeit an der Universität Wien im Fach Dermatologie aus.
Ullmann forschte auf dem Gebiet der Toxikologie und Syphilis und beschäftigte sich mit der Hygiene der Berufskrankheiten. Dazu veröffentlichte er unter anderem 1908 die Studie „Physikalische Therapie der Haut- und Geschlechtskrankheiten“, 1909 die Arbeit zu „Kommerzielle Hygiene“, und 1932 „Berufskrebs und experimentelle Krebspathologie“. Zwischen 1922 und 1926 gab er gemeinsam mit Moritz Oppenheim (1876-1949) und Johann Heinrich Rille (1864-1956) die dreibändige Reihe „Die Schädigung der Haut durch Beruf und gewerbliche Arbeit“ heraus.[2]
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Wolf Bibliothek, Sign.: WOB-502/1-3]
1912 veröffentlichte er in den Wiener Arbeiten aus dem Gebiet der Sozialen Medizin seine Studie:
[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 61362]
Weiters engagierte er sich schon vor dem Ersten Weltkrieg als Referent im Wiener Volksbildungsverein, wo er medizinische Themen in popularisierter Form vortrug. Er war Mitglied der Gesellschaft der Ärzte in Wien, der Dermatologischen Gesellschaft, der Österreichischen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten[3] und im Akademischen Verein für Sexualhygiene. Seine Beschäftigung mit der Sexualhygiene reflektierte er in der Zeitschrift Österreichisches Sanitätswesen (26, 1914, S. 689-698, 721-734) unter dem Titel „Rückblick und Ausblick auf die moderne sexualhygienische Bewegung“. Später war er noch als Vortragender in sozialdemokratischen Organisationen tätig sowie im Radio Wien, wo er in der „Stunde der Volksgesundheit“ u.a. über berufliche Hautschädigungen unter Industriearbeiter*innen informierte.
Karl Ullman und seine Familie waren wegen ihrer jüdischen Herkunft der NS-Verfolgung ausgesetzt. Karl Ullmann verstarb am 24. Dezember 1940, seine Ehefrau Gabriele Ullman (*19.11.1869 Wien), verstarb am 23. Februar 1942 in Wien. Seine Kinder überlebten den Holocaust.
Quellen:
AUW, Med. Fak., Rigorosenprotokoll, Sign. 177-415a (Rigorosum Datum 1883), Ullmann Karl.
AUW, Med. Fak., Promotionsprotokoll, Sign. 186-1783 (Promotion Datum 13.3.1886), Ullmann Karl.
AUW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-07/17 (Nationalien Datum 1914/15), Ullmann Karl.
ÖStA, AdR, E-uReang, VVSt, VA, Zl. 30.803, Ullmann Karl (27.9.1860).
Friedhofsdatenbank der Gemeinde Wien: Ullmann Karl (gest. 23.12.1940, Sterbeort, 1010 Wien, Judenplatz 5)
[1] Wiener klinische Wochenschrift. 14.10.1897. S. 908.
[2] Wiener medizinische Wochenschrift. Nr. 40. 1930. S. 1311.
[3] Die Zeit. 1.12.1907. S. 9.
Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [147]: James Neumann – Chefarztstellvertreter der Krankenkasse der Gemeinde Wien
Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [147]:
James Neumann – Chefarztstellvertreter der Krankenkasse der Gemeinde Wien
Text: Dr. Walter Mentzel
James Benjamin Neumann wurde am 4. März 1863 in Mislitz in Mähren (heute Miroslav/Tschechien) geboren. Er war mit Lucie Neumann (*20.8.1875 Hannover/Deutschland, Suizid 21.2.1941 Wien), der Schwester des Sozialmediziners Alfred Götzl verheiratet. Neumann studierte an der Universität Wien Medizin und schloss das Studium 1889 mit dem Rigorosum ab. Danach war er als Oberarzt der k.k. Landwehr, dann als Arzt in der Gremialkrankenkasse der Wiener Kaufmannschaft und zuletzt als Chefarztstellvertreter der Krankenkasse der Gemeinde Wien tätig, wo er sich u.a. der Bekämpfung der Tuberkulose widmete.
Neumann publizierte in den von Ludwig Teleky herausgegebenen „Wiener Arbeiten aus dem Gebiet der Sozialen Medizin“ 1915 über „Die Heilstättenbehandlung in der Gremialkrankenkasse der Wiener Kaufmannschaft 1911 bis 1913“.
Nach dem durch die Nationalsozialisten erlassenen Berufsverbot jüdischer Ärzt*innen wirkte er in der von der IKG Wien eingerichteten Ärzteberatung innerhalb der „Auswanderungsabteilung“, die Fluchtmöglichkeiten und materielle Unterstützung zu organisieren versuchte.
James Neumann und seine Ehefrau Lucie begingen am 21. Februar 1941 in Wien Suizid.
Quellen:
AUW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 177.269b, Neumann James.
AdR, AdR, E-uReang, VVSt, VA, Zl. 39.329, Neumann James
DÖW -Datenbank: James Neumann (Geburtstag 04.03.1863, Geburtsort Misslitz, Wohnort: Wien 1, Wipplingerstraße 16; Sterbedatum 21.02.1941 Wien).
Österreich liest – Treffpunkt Bibliothek: Buchausstellung: „Public Health“
Österreich liest – Treffpunkt Bibliothek

Buchausstellung: „Public Health“
Wir präsentieren im Lesesaal eine Auswahl des Buchbestandes der Neuerwerbungen (2019-2021) zum Thema.
Ort: Lesesaal der Universitätsbibliothek
Dauer der Ausstellung: 21.10.2021 bis 06.12.2021
zu den Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek
Wir laden Sie ein, in den Büchern zu schmökern, diese vorzumerken und nach der Ausstellung zu entlehnen.
Das Fachgebiet „Public Health“ wird gem. der NLM Classification* erschlossen, die im Bibliothekskatalog suchbar ist.
z.B. Notation: „WA 100“ (Public Health: General Works)
*is a product of the National Library of Medicine for the arrangement of library materials in the field of medicine and related sciences used internationally.
Anschaffungsvorschlag: Buch–>
Falls Sie in unserem Katalog ein Buch nicht gefunden haben, und der Meinung sind, dass dieses Buch in der Universitätsbibliothek der MedUni Wien vorhanden sein sollte, können Sie hier einen Anschaffungsvorschlag machen. Bitte geben Sie uns so viele Informationen wie möglich (Autor, Titel, Erscheinungsjahr, Verlag, ISBN). In der Regel können wir Bücher, die innerhalb der letzten 5 Jahre erschienen sind, beschaffen.
2,5G-NACHWEIS ZUM BETRETEN DER BIBLIOTHEK ERFORDERLICH!
- Eigene FFP2 Schutzmaske (während des gesamten Aufenthalts in der Bibliothek ist eine FFP2- Maske zu tragen.)
- Abstand halten
- Hände desinfizieren
Most Wanted Book: Klinische Ernährung und Infusionstherapie
Das am meisten vorgemerkte Buch der letzten Buchausstellung ist:
Klinische Ernährung und Infusionstherapie : Handbuch für Klinik, Intensivstation und Ambulanz
Neuerwerbungen im Oktober 2021
Der Bestand der Bibliothek wird durch zahlreiche interessante
Neuerwerbungen laufend erweitert. Stöbern Sie in unserer virtuellen Buchausstellung, lesen Sie die eBooks, bestellen Sie aktuelle Bücher…ein Großteil der neu erworbenen Literatur wird auch in der Buchausstellung im Lesesaal präsentiert.
Ausstellung und Verlängerung der Bibliothekskarte per E-Mail
Anmeldung Benutzer*innenkonto–>








