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„1. Weltkrieg & Medizin“: Die Einsatzorte („Etablierungen“) des Feldspitals Nr. 2/14 bzw. Nr. 1402 während des Weltkrieges 1914 – 1918 [9]

Die Einsatzorte („Etablierungen“) des Feldspitals Nr. 2/14  bzw. Nr. 1402 während des Weltkrieges 1914 – 1918 

Die Nummerierung der Feldspitäler wurde in Bruchform angegeben. Die Nummer des Korps, dem das Feldspital angehörte, stand im Nenner, die fortlaufende Nummer des Spitals im Zähler. (Feldspital 2/14 = zweites Feldspital des XIV. Korps).

Mit der Zusammenlegung bzw. Auflösung der Korpssanitätsanstalten bekamen die Feldspitäler ab Februar 1917 eine neue Nummerierung. Die Korpsnummer wurde vor die Spitalnummer gesetzt, der Schrägstrich fiel weg. Die neuen Spitalnummern bestanden aus drei- und vierstelligen Zahlen.

Feldspital Nr. 1402= 2. Feldspital des XIV. Korps (Quelle: Johann TERTSCHEK: Katalog der mobilen Feldsanitätsanstalten 1914-1, Feldspitäler 1914-1917, mobile Reservespitäler 1914-17, Feldmarodenhäuser 1914-1917, Feldspitäler 1917-1918, mobile Krankenhaltestationen 1914-1918. Zweite Aufl. Wien 2012).

Das Feldspital 2/14, das in Linz im Zuge der Mobilisierung im August 1914 aufgestellt worden war, wurde während des Krieges 1914 – 1918 an folgenden Orten stationiert (chronologisch geordnet):

1914:

ŁAŃCUT http://de.wikipedia.org/wiki/%C5%81a%C5%84cut (in Galizien http://de.wikipedia.org/wiki/Verwaltungsgliederung_Galiziens  ; im Bereich der k. u. k. 4. Armee)

TARNOBRZEG http://de.wikipedia.org/wiki/Tarnobrzeg (in Galizien; im Bereich der k. u. k. 4. Armee)

PIOTRKOWICE (in Russisch Polen  http://de.wikipedia.org/wiki/Weichselland, 11 Kilometer östlich von Kazimierza Wielka und 72 Kilometer südlich von Kielce; im Bereich der k. u. k. 4. Armee)

1915:

KAZIMIERZA WIELKA http://de.wikipedia.org/wiki/Kazimierza_Wielka(in Russisch Polen; im Bereich der k. u. k. 2. Armee)

LISKO http://de.wikipedia.org/wiki/Lesko(in Galizien; im Bereich der k. u. k. 2. Armee)

GRÓDEK http://de.wikipedia.org/wiki/Horodok_(Lwiw) (in Galizien; im Bereich der k. u. k. 2. Armee)

BÓBRKAhttp://en.wikipedia.org/wiki/Bibrka (in Galizien; im Bereich der k. u. k. 2. Armee)

ZAŁOŚCE  http://www.olejow.pl/www/mapa-rad.jpg (in Galizien; im Bereich der k. u. k. 2. Armee)

1916

OLEJÓW http://www.olejow.pl/www/mapa-rad.jpg(in Galizien; im Bereich der k. u. k. 2. Armee, 4. Korps)

CHILCZYCE bei Złoczów http://en.wikipedia.org/wiki/Zolochiv (in Galizien; im Bereich der k. u. k. 2. Armee, 4. Korps)

1917

CHILCZYCE (in Galizien; im Bereich der k. u. k. 2. Armee, 4. Korps)

CORMONS http://de.wikipedia.org/wiki/Corm%C3%B2ns  (in Küstenland http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreichisches_K%C3%BCstenland  ; im Bereich der Isonzoarmee; Kommandant: Regimentsarzt Johann KUBAL)

1918

CORMONS (in Küstenland; im Bereich der Isonzoarmee)

ARTEGNA http://de.wikipedia.org/wiki/Artegna  (in Friaul; im Bereich der 6. Armee, 22. Korps)

„Plan Galizien“ –>PDF – Karte von Galizien mit den 10. Einsatzorten des Feldspitals 2/14 am russischen Kriegsschauplatz 1914-1917

Der Aufstellungsort eines Feldspitals wurde durch Aufschriften an den Gebäuden und Ausstecken einer weißen Fahne mit dem roten Kreuz, bei Nacht durch Laternen mit dem roten Kreuz, gekennzeichnet. Die etablierten Feldspitäler sollten möglichst rasch abgelöst werden, damit sie ihren Korps zur neuerlichen Verwendung nachrücken konnten.

Der Rückzug eines Feldspitals erfolgte in der Regel auf Befehl des Korpskommandos, in dringenden Fällen durch den Spitalskommandanten. Die nicht Transportierbaren blieben dann unter dem Schutz der Genfer Konvention mit einem Arzt, dem nötigen Pflegepersonal und Sanitätsmaterial zurück, die Fahnen mit dem roten Kreuz blieben gehisst (Quelle: Johann TERTSCHEK: Katalog der mobilen Feldsanitätsanstalten 1914-1,Feldspitäler 1914-1917, mobile Reservespitäler 1914-17, Feldmarodenhäuser 1914-1917, Feldspitäler 1917-1918, mobile Krankenhaltestationen 1914-1918. Zweite Aufl. Wien 2012).


„Etablierung“ des Feldspitals 2/14 in einem Schloss?


Schloss des Grafen Potocki in Łańcut – hier befand sich im Oktober 1914 ein Spital des „Deutschen Ritterordens“
http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=dma&datum=1914&size=45&page=195;


Feldspital 2/14 im Kloster in Łańcut ;


„Blessiertenwagenstaffel“ des Feldspitals 2/14 – sie übernahm den Transport
von den Verbandsplätzen in das Feldspital und zu den Krankeneinrichtungen der
Eisenbahnstationen;


Zweispännige Feldküche des Feldspitals 2/14 ;


Zweispänniger Blessiertenwagen des Feldspitals 2/14


Transportkolonne des Feldspitals Nr. 2/14  

 

Reinhard Mundschuetz

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„1. Weltkrieg & Medizin“: Abtransport der Verwundeten ins Hinterland – Weichselflottille [8]

Abtransport der Verwundeten ins Hinterland – Weichselflottille

 Auch schiffbare Flüsse wurden für den Transport der Verwundeten ins Hinterland genutzt.

In Galizien –>http://de.wikipedia.org/wiki/Galizien kamen dafür nur die Weichsel und einige Nebenflüsse in Frage.

Schon Ende des 19. Jahrhunderts hatte man in der k. u. k. Armee den Wert der Weichsel als Nachschubweg für das Militär erkannt.

 1911 war in einem vom Kriegsministerium in Wien herausgegebenen Dienstbuch  „ Die Weichsel als Transportlinie“ festgelegt worden, dass im Mobilisierungsfall alle Fahrzeuge der Weichsel und ihrer Nebenflüsse (San, Wislok, Dunajec, Raba und Sola), nämlich 6 Dampfer, etwa 300 Galeeren (Plätten) und ca. 600 kleine Fahrzeuge (Kähne, Boote, Zillen) zu sammeln und in den Dienst der Transportlinie zu stellen waren.

 Tatsächlich hat von den sechs großen Dampfern 1914 überhaupt nur einer an Kampfhandlungen teilgenommen und wurde dabei von russischer Artillerie „total zerschossen“. Die übrigen fünf Dampfer wurden von der eigenen Besatzung selbst versenkt, um den vordringenden Russen nicht in die Hände zu fallen. Sie wurden später wieder von der k. u. k. Armee in Stand gesetzt und ab 1915 dann nur mehr für den Transportdienst eingesetzt.

 Für den Gütertransport wurden hauptsächlich auf der Weichsel die so genannten Galeeren, besonders flache Kähne offener Bauart, die mit Hilfssegel versehen werden konnten, verwendet. Stromauf wurden diese Galeeren von Schleppschiffen gezogen oder von Pferden getreidelt.

 Eines dieser Schleppschiffe war die „SMS GOPLANA“, die 1912 in Dienst gestellt worden war,  sich vor Kriegsbeginn in Privatbesitz befand und vor dem Krieg für den Waren- und Personenverkehr eingesetzt worden war. (Quelle: WINKLER: Die k. u. k. Weichselflottille IN: Marine –gestern, heute, 2.Jg., 2. Heft, 1975, S. 21-22; und KUGLER, Randolf: Die k. u. k. Weichselflottille – Ergänzung IN: Marine –gestern, heute, 2.Jg., 4. Heft, 1975, S. 59-60)

 Auf diesem Schiff diente 1914 der in Wien geborene Philosoph Ludwig Wittgenstein –>http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Wittgenstein, der sich am 7.8.1914 als Freiwilliger zur k. u. k. Armee meldete und dem  2. Festungsartillerieregiment (FsAR2) in Krakau zugeteilt wurde.

„ Einen Tag später verließ er Wien und kam am 9.8.1914 in Krakau an, das nur wenige Kilometer südlich der russisch-österreichischen Grenze lag. Ca. 25 km östlich von Krakau erreichte die Grenze die Weichsel, die etwa 180 km lang bis Sandomierz an der Mündung der San in die Weichsel die Grenze bildete. Wittgenstein wurde am 13.8.1914 der Goplana zugeteilt, die ständig auf der Weichsel, dem Grenzfluss patrouillierte. Hier bediente er einen Scheinwerfer. Am 17.8.1914 überquerte das Schiff die russische Grenze. Dann fuhr es wieder zurück. Am 14.9. 1914 fuhr es in den Dunajec, einen Nebenfluss der Weichsel östlich von Krakau, wo es am 21.9. 1914 wieder ankam.“ (Wilhelm BRAUN: Ludwig Wittgensteins »Geheime Tagebücher«. Neue Quellen zur Weltanschauung des großen Philosophen. Innsbruck 1984). –> http://wk1.staatsarchiv.at/kriegseuphorie/ludwig-wittgenstein/

 Von 1915 an wurden die Schiffe der Weichselflottille ausschließlich nur mehr für den Transport von militärischen und zivilen Gütern verwendet, aber auch für den Abtransport der Verwundeten ins Hinterland während des Vormarsches der österreichisch-ungarischen Truppen nach der Schlacht bei Gorlice-Tarnow im Mai 1915.  –>http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Gorlice-Tarn%C3%B3w

 Um die 15.000 Verwundete und Kranke wurden so in diesem Jahr mit Galeeren auf der Weichsel ins Hinterland transportiert.

Siehe dazu den Artikel von Flottillenarzt, Oberarzt in der Reserve, Dr. Friedrich FISCHL –>http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=dma&datum=1916&page=143&size=45

Reinhard Mundschuetz


Krakau – SMS GOPLANA – 50 PS und 0,75 cm Tiefgang


Krakau – SMS GOPLANA und zwei weitere Schiffe der Weichselflottille vor dem Wawel


Krakau – Wawel


Krakau Oberarzt Dr. Marian MARESCH? vor dem Wawel


Krakau – SMS GOPLANA

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„1. Weltkrieg & Medizin“: Abtransport der Verwundeten ins Hinterland – Eisenbahn [7]

Abtransport der Verwundeten ins Hinterland – Eisenbahn

Für den Verwundetentransport ins Hinterland wurden Krankenabschubstationen bei Eisenbahnstationen eingerichtet. Hierher wurden die Verwundeten und Erkrankten von mit Pferden bespannten Krankenwagen (später mit Sanitätsautos) gebracht. Sanitätszüge brachten sie dann ins Landesinnere.

Da die Kapazitäten der eingerichteten Sanitätszüge während des Krieges nicht ausreichten, mussten sich die Verwundeten und Kranken auch mit einfacheren Modellen begnügen: Züge, die eigentlich für 120 bis 130 Personen vorgesehen waren, wurden so auch mit mehreren Hunderten Kranken und Verwundeten belegt. Oft fanden jedoch die Transporte mit Güterwagons statt, in denen zuvor Soldaten und Militärgüter in die Etappenräume der Front transportiert worden waren.

Einen Überblick über die verschiedenen Arten von Sanitätszügen bietet die Aufstellung von Victor Röll in der  Enzyklopädie des Eisenbahnwesens (Band 8. Berlin, Wien 1917, S. 304-306).

In Österreich-Ungarn sind nach den Bestimmungen der Vorschrift für Sanitätszüge des k. u. k. Heeres 2 Arten von Zügen in Betracht gezogen und zwar:

A. Spitalszüge für Schwerkranke und Schwerverwundete, die während des Transports eine spitalsmäßige Behandlung erfordern;

B. Krankenzüge für Leichtkranke, die für einen kürzeren Turnusverkehr bestimmt sind.

Die ersteren bestehen aus 26 Wagen, befördern nur Liegende. Die letzteren umfassen 25 2achsige Wagen und sind für 300 Sitzende und 64 Liegende eingerichtet.

Diese Züge werden erst im Kriegsfall aufgestellt. Die für Sanitätszwecke erforderlichen Herstellungen zerfallen in vorbereitende Adaptierungen und in definitive Einrichtungen.

Außer diesen angeführten Sanitätszügen sind im Kriegsjahr 1914/15 noch aufgestellt worden:

1. Staatsbahnkrankenzüge, bei denen als Krankenwagen Personenwagen III. Kl. der Wiener Stadtbahn eingereiht und derart ausgestattet sind, daß für 72 Liegende (auf eingeschobenen Feldtragen) und 225 Sitzende Platz geschaffen ist. Das Einladen der Kranken erfolgt durch 2 Fensteröffnungen in den Seitenwänden, die durch eine Klappe geschlossen werden.

2. Infektionskrankenzüge. Diese Züge sind auch als unauflösbare Garnituren gebildet, haben eine verschiedenartige Zusammensetzung und dienen nur für die Beförderung von Infektionskranken. Man unterscheidet solche mit 48, 50 und 52 Achsen, die je nach der Wahl der Wagen einen Belagraum von 90–128 für Liegende und einen solchen von 60–330 für Sitzende aufweisen.

Außer den sonst erforderlichen Ausrüstungsgegenständen sind diesen Zügen noch eine entsprechende Anzahl von Leibstühlen, Leibschüsseln, Gefäßen mit Karbollösung und Kalkmilch sowie Waschvorrichtungen beigegeben.

Im Jahre 1916 wurde von Seite der freiwilligen Sanitätspflege als Ergebnis einer eigenen Aktion eine ganz besondere Formation eines Infektionszuges der k. u. k. Heeresverwaltung übergeben.

Dieser Zug hat außer den 15 Krankenwagen und den notwendigen Hilfswagen für die Verpflegung und Behandlung der Kranken noch einen Bade- und Desinfektionswagen, einen Maschinenwagen für Eis- und Trinkwasserbereitung, einen Wäschereiwagen, einen Büglereiwagen und einen Wagen, in dem alle menschlichen Ausscheidungen, Verbandmaterial u.s.w. in einem eigenen Ofen verbrannt und unschädlich gemacht werden. Der Zug kann 120 Kranke auf eigenen Bettlagerungsapparaten, deren Bauart von genannter hoher Seite erdacht ist, befördern.

3. Schlafwagensanitätszüge. Diese Züge sind aus vorhandenen Speise- und Schlafwagen der Internationalen Schlafwagengesellschaft nach 2 Arten, und zwar: 2 Dienstwagen, 3 Speise- und 5 Schlafwagen oder 2 Dienstwagen und 8 Speisewagen nach entsprechender Umgestaltung für 120 Liegende zusammengesetzt.

4. Stiftungszüge. Die auf Kosten des Malteserritter-Ordens eingerichteten Sanitätszüge sind nach 2 Arten zusammengestellt. Bei der einen Zusammenstellung finden 100 Liegende und 125 Sitzende, bei der andern nur 150 Liegende Platz. Die Wagen für die liegenden Kranken sind bereits im Frieden hierfür ausersehen und bereitgehalten (Sanitätswagen mit Dachaufsätzen), wogegen für Sitzende Personenwagen verwendet werden. Bei einigen dieser Züge sind auch Operationswagen eingestellt.

Als weitere Stiftungszüge sind zu nennen:

  Liegende Sitzende 
Spitalszug Kasselik                                 160   
Spitalszug Fürst Schwarzenberg   100 75
Spitalszug Anglobank                             70 200
Sanitätszug Steirer Rotes Kreuz                 80 275
Permanter Krankenzug Clary         67 300
Spitalszug Augusta                       80 400
Sanitätszug österreichisches Rotes Kreuz    240  
Sanitätszug ungarisches Rotes Kreuz   100  
Sanitätszug Graf Karoly               100 70
Sanitätszug Wiener Freiwillige Rettungsgesellschaft   110  

Ferner sind Formationen geschaffen worden, die eine Art Sanitätszug darstellen und diesen zuzuzählen sind, und zwar:

1. Fahrbare Verköstigungsstationen;

2. Sanitätsrüstwagen;

3. mobile Labezüge;


Verwundete warten auf den Abtransport ins Hinterland


Verwundete werden in Güterwagons „verladen“

Zum „Zita-Spitalszug“ lesen Sie bitte:http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=rpt&datum=19151006&seite=7&zoom=33

Zum Transport der Verwundeten und Kranken in Sanitätszügen:

Einige Spitalszugerfahrungen von Alfred NEUMANN (geboren am 16. Mai 1888 in Belgrad, war Regimentsarzt Dr. Alfred Neumann vom Beginn der Mobilisierung im August 1914 bis Mai 1915 Kommandant des Spitalszuges Nr. 27)http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=dma&datum=1915&size=45&page=151 

Einige Bemerkungen über Verwundeten- und Krankentransport in den Spitalszügen von Zdzislaus TOMASZEWSKI http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=dma&datum=1916&page=91&size=45

Als weitere Stiftungszüge sind zu nennen:

Sanitätszug Wiener Freiwillige Rettungs- Gesellschaft: http://www.digital.wienbibliothek.at/wk/periodical/pageview/985543

Spitalszug Fürst Schwarzenberg: http://www.digital.wienbibliothek.at/wk/periodical/pageview/985557

Sanitätszug österreichisches Rotes Kreuz: http://www.digital.wienbibliothek.at/wk/periodical/pageview/985541

mobile Labezüge:  http://www.digital.wienbibliothek.at/wk/periodical/pageview/985574

Sanitätsrüstwagen: http://www.digital.wienbibliothek.at/wk/periodical/pageview/985565

Fahrbare Verköstigungsstationen: http://www.digital.wienbibliothek.at/wk/periodical/pageview/985565

Reinhard Mundschütz

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„1. Weltkrieg & Medizin“: Feldarzt und Musik [6]

Feldarzt und Musik  

Die Soldaten versuchten den Kontakt mit der Heimat aufrecht zu erhalten. Musik sorgte zum Beispiel für die notwendige Ablenkung. Das Schrammelquartett des Feldspital 2/14 war dabei für die Rekonvaleszenten eine willkommene Unterbrechung ihres eintönigen Alltags.

Dazu lesen Sie bitte das Feuilleton von Regimentsarzt Dr. Robert Kronfeld [(1874–1946, Zahnarzt in Wien, Bruder von Adolf Kronfeld http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Kronfeld]: Wir Feldärzte und die Musik, erschienen im Jahr 1917 im “Militärarzt”http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=dma&datum=1917&page=14&size=45

 

Erwähnenswert sind noch 2 weitere Artikel aus seiner Feder, die Sie hier auch nachlesen können:

Regimentsarzt Dr. Robert Kronfeld: Ein Jahr Feldzahnarzt http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=dma&datum=1916&page=36&size=45

Regimentsarzt Dr. Robert Kronfeld: Helden ohne Waffe.  http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1916&page=32&size=45

Reinhard Mundschuetz

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„1. Weltkrieg & Medizin“: Kriegsverletzungen – Kriegschirurgie – „Operateure“ [5]

Kriegsverletzungen – Kriegschirurgie – „Operateure“ 

Die medizinischen Verfahren bei den verschiedenen Verletzungsarten konnten die Ärzte zu Kriegsbeginn der „Anleitung für die kriegschirurgische Tätigkeit auf dem Schlachtfelde“, 1914 in zweiter Auflage vom K. u. K. Kriegsministerium in Wien herausgegeben, entnehmen. Hier findet sich auch eine Zusammenfassung der Behandlung der verschiedenen Kriegsverletzungen auf den Verbandplätzen und in den Feldspitälern. Anhand von 3 Beispielen sollen diese Verfahren in der Folge kurz wiedergegeben werden:

VERLETZUNGEN DES SCHÄDELS:
Transport nach Möglichkeit vermeiden. Bei
zwingenden Gründen zur Evakuation ist Transport
auf Feldtragen, mit Spitalzügen oder –schiffen zulässig.
VERBANDPLÄTZE UND FELDSPITÄLER:
Alle Verbände zwecks präziser Diagnosestellung und Revision der Wunde auf den Verbandplätzen unbedingt abnehmen. Wegen großer Infektionsgefahr auch die kleinste Kopfwunde nicht vernachlässigen. Umgebung der Wunde nach dem Rasieren sorgfältig desinfizieren. Das Rasieren nicht dem Sanitätshilfspersonal überlassen. Durchschüsse und Steckschüsse im Allgemeinen operativ nicht anrühren. Auf den Verbandplätzen nach Desinfektion der Umgebung mit Okklusionsverband versehen. Primären operativen Eingriff erfordern Splitterfrakturen des Schädels, in erster Linie die häufig vorkommenden Tangentialschüsse, weil sie mit großer Infektionsgefahr verbunden sind. Mit Rücksicht auf die Indikation zu primären Eingriffen müssen gewöhnliche Durchschüsse von tangentialen unterschieden werden, weil erstere exspektativ [abwartend], letztere dagegen primär operativ zu behandeln sind.
VERLETZUNG
VERLETZUNG DES BAUCHES:
Wenn auch in einigen Fällen die Aussicht auf Erfolg minimal ist, so müssen die operativen Eingriffe auf
den Verbandsplätzen mit Rücksicht darauf, dass die Verwundeten sonst absolut verloren sind, doch unternommen werden.Keine Evakuation! Vollkommene Ruhe nach der Verletzung ist Hauptbedingung einer Spontanheilung. Dies geschieht schon auf dem Schlachtfelde, indem man solche Verwundete 4 bis 5 Stunden nach Möglichkeit regungslos, unter gleichzeitiger Enthaltung von jeder Nahrung und allen Getränken, liegen lässt. Sodann schonender Transport auf den Verbandplatz. Bei einem Rückzuge sind Bachverletzte in die Hände des Feindes zu übergeben.
VERBANDPLÄTZE
VERBANDPLÄTZE UND FELDSPITÄLER:

Im allgemeinen operativ nicht anrühren! Okkludierung, subkutane Injektion von Morphim (kein Opium). Primärer Eingriff ist nur angezeigt bei Vorfall der Gedärme, Darmnaht, Tamponade der Bauchhöhle und Verschluss der Bauchwunde; bis auf die Stelle, wo der Tampon nach außen geleitet wurde. Bei ausgedehnteren Läsionen des vorgefallenen Darmes Fixierung in der Bauchdeckenwunde. Wenn Verletzungen des Magendarmkanales vorliegen, ebenfalls primärer Eingriff. Bei zunehmenden Gefahr drohenden intraperitonealen Blutungen (Leber, Milz) Laparotomie. Diese soll nur von Ärzten vorgenommen werden, die diese Technik sicher beherrschen.Nachbehandlung: Morphiuminjektionen, schematische Diät, wobei die ersten zwei Tage gar keine Nahrung gereicht wird. Gegen Durst kalter Tee kaffeelöffelweise nach Ablauf von 24 Stunden, nach 48 Stunden flüssige Diät. Eisblase anwenden, beginnende Peritonitis [Bauchfellentzündung] nicht anrühren (warme Umschläge).
VERLETZUNGEN
VERLETZUNGEN DER WIRBELSÄULE
OHNE BETEILIGUNG DES
RÜCKENMARKES:

Mit Rücksicht auf die Notwendigkeit sehr sorgfältiger Spitalpflege sind Wirbelsäulenschüsse möglichst bald in die rückwärtigen Sanitätsanstalten zu evakuieren, wobei etwaigen Nachteilen des Transportes durch Immobilisierung der Wirbelsäule mittels eines Gipsbettes vorzubeugen ist.
VERBANDPLÄTZE:
VERBANDPLÄTZE:

Okklusion der Schusswunde.
FELDSPITÄLER:
Bei Anzeichen beginnender Infektion nach Erweiterung der Wunde sorgfältiges Debridement [Wundreinigung] mit Entfernung der Knochensplitter, ev. Stecken gebliebener Projektile und Exkochleation [ausschaben] der eitrigen Spongiosa [Knochenteile], bis die Dura [Harte Hirnhaut] freiliegt, wobei wegen Gefahr des Übergreifens der Infektion auf die Dura ein „zu viel“ erwünschter ist als ein „zu wenig“.

Da es zu Beginn des Krieges an ausgebildeten Chirurgen in der K. u. K. Armee mangelte, wurden Mobile Chirurgengruppen aufgestellt.

Aufgrund der Erfahrungen in den Balkankriegen [1912 und 1913; http://de.wikipedia.org/wiki/Balkankriege] hatten die beiden Wiener führenden Chirurgen Anton EISELSBERG (http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_E/Eiselsberg_Anton_1860_1939.xml) und Julius von HOCHENEGG (http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_H/Hochenegg_Julius_1859_1940.xml) die Bildung von Gruppen klinisch geschulter und zusammen eingearbeiteter Fachärzte angeregt, die, mit entsprechender Ausrüstung versehen, möglichst weit gegen die Kampffront vorgeschoben, die Schwerverwundeten zu behandeln hatten. Diese Chirurgengruppen wirkten sehr verdienstvoll und wuchsen in Angliederung an die Feldspitäler und selbst an Sanitätskolonnen zu erstklassigen chirurgischen Stationen im Felde heran.

1918 standen 14 klinische Chirurgengruppen und außerdem noch 3 von der Heeresverwaltung, 5 vom souveränen Malteser Ritterorden, dann je 1 vom Österreichischen und vom Ungarischen Roten Kreuze aufgestellte Chirurgengruppe in Verwendung.( siehe Johann Steiner: Der militärärztliche Dienst des österreichisch-ungarischen Heeres während des Krieges im Hinterland und bei der Armee im Felde. In: Volksgesundheit im Krieg. Wien 1926, Teil I, S.97-98). Über die Tätigkeit der Chirurgengruppen lesen Sie bitte s.u.

Feldspital 2/14

Im Feldspital 2/14 war bis in den September 1916 hinein Dr. Marian Maresch tätig, der bei Kriegsbeginn als Chirurg zugeteilt wurde und 26 Monate ununterbrochen seinen Dienst beim Feldzug in Galizien, Russisch-Polen, und in den Karpaten versah. http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_in_Galizien

Marian Maresch, als Sohn eines „Oberingenieurs“ am 29. Mai 1885 in Belgrad geboren, besuchte das Gymnasium in Graz. Ende April 1906 trat er in die K. u. K. Armee ein, wo er sich für einen längeren Militärdienst entschied. In der Zeit seiner Dienstzuteilung beim Infanterieregiment Nr. 7 in Graz (1907-1910) studierte er hier an der Universität Medizin, wo er 1910 auch promovierte. Gleichzeitig legte er beim Militär die Prüfung zum Assistenzarzt in der Reserve „mit vorzüglichem Erfolge“ ab.

1910 bis 1911 war er dem Garnisonspital Nr. 1 in Wien zugeteilt, wo er in der Chirurgie arbeitete. 1911, noch kurze Zeit beim Feldkanonenregiment Nr. 42 in Steyr, wurde er in den Reservestand versetzt.

Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst arbeitete er ein halbes Jahr in der Prosektur des Rudolfspitals in Wien. Anschließend war er ein Jahr (1911/1912) auf der chirurgischen Klinik von Professor Eiselsberg in Wien tätig, von wo er dann eine Stelle an der Universitätsfrauenklinik in Graz annahm. Bei Kriegsbeginn im August 1914 wurde er dem Feldspital 2/14 dienstzugeteilt. Hier blieb er bis zum 12. Oktober 1916. Während dieser Zeit wurde er einmal auf 2 Monate zum mobilen Reservespital 5/3 und zweimal auf mehrere Wochen zur Divisionssanitätsanstalt 14 abkommandiert.

Er erkrankte im September 1916 an Blinddarmentzündung, wurde zur Ausheilung ins Vereinsreservespital Nr. 2 in Wien geschickt, dem Landwehrspital in Graz dienstzugeteilt und später aufgrund eines Nierenleidens Mitte 1917 für 6 Monate dienstuntauglich erklärt. Bis zum Kriegsende arbeitete er mit Unterbrechungen im Garnisonspital Nr. 4 in Linz, wo er die Stelle des Chefarztes der chirurgischen Abteilung innehatte. Nach dem Krieg hat er sich als Frauenarzt in Graz niedergelassen. Ende der zwanziger Jahre war er Ehrenpräsident des Steiermärkischen Motorsportklubs in Graz.

In seiner militärischen Qualifikationsbeschreibung vom 30. Juni 1916 hat der Kommandant des Feldspitals 2/14 folgendes über seine Person festgehalten:

„Hohe allgemeine Bildung. Lebhaft, energisch, kühn und entschlossen, vielseitiger Sportsmann, leistungsfähig. Sehr ambitioniert, militärisch stramm. – Am 11. und 12. September 1914 auf der Krankenhaltestation in Kamienobrod [heute Kamyanobrid in der Ukraine] bei Grodek http://de.wikipedia.org/wiki/Horodok_(Lwiw) in unmittelbarer Nähe des Feindes gelang es ihm ca. 2000 Verwundete zu versorgen und trotz grosser Schwierigkeiten (auch seitens Bahnbehörden) im letzten Moment (Brückensprengung) abzuschieben. – Am 3. November 1914 bei Tarnobrzeg [Stadt im Südwesten Polens am rechten Ufer der Weichsel] nachdem die Brücke abgerissen wurde, rettete er ca. 20 Marode vor der Kriegsgefangenschaft, indem er sie mit einem schwachen Kahn mehrmals fahrend über die angeschwollene Weichsel auf das rechte Ufer übersetzte.“

Und weiter über seine Tätigkeit:
„Operateur, vollkommene Sachkenntnis, fachliterarische Tätigkeit. Bei Etablierungen (15 Monate, 37.000 Kranke) stellte er eine musterhafte chirurgische Abteilung auf, welche er, dank seinem Organisationstalent, treffender Menschenauswahl, Verständnis dieselben auszubilden, anzustellen und zum Nachkommen ihrer Pflicht anzueifern, – vorzüglich leitete. 50 Kopf-, 30 Bauchoperationen mit der bekannt besten Statistik guter Erfolge.“

In der Wiener klinischen Wochenschrift  publizierte Maresch 1915 und 1916 folgende Artikel:

 

Über Schädelschüsse. Nr. 38, S.1028-1031, 1915


Die Krankengeschichten dieser 3 Patienten wurden von MARESCH im Aufsatz „Über Schädelschüsse“ kurz beschrieben.


K. (Russe), verwundet am 15. Mai [1915] (Tangentialschuß), er stürzte bewusstlos zusammen und wurde in das russische Spital in L. gebracht, das die Russen bei ihrem eiligen Rückzug aus Westgalizien zurückgelassen hatten. Vom russischen Spitale kam Patient am 18. Mai [1915] zu uns.


P. (Russe), verwundet am 17. Mai [1915] (Prellschuß), wurde in das russische Spital gebracht, von dort am 23. Mai [1915] zu uns.


Inf. Sch., verwundet am 25. Mai [1915] durch einen Gewehrschuß (Tangentialschuß) ,war danach einige Stunden bewusstlos.


Über Sekundäroperationen bei Bauchschüssen. Nr.17. S. 518-519 , 1916

Zur Behandlung der Rückenmarkschüsse im Feldspitale. Nr. 23. S-717-718, 1916

Zur Kasuistik der Peripherieschüsse. Nr.10, S.268 , 1915




Chirurgie-Pavillon des Feldspitals

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Weitere Artikel über die Tätigkeit der Chirurgengruppen lesen Sie bitte:

Kurzer Bericht über die Tätigkeit der Ersten Chirurgen-Gruppe der Klinik des Professors Kukula (http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_K/Kukula_Otakar_1867_1925.xml) während des verflossenen Kriegsjahres (Leiter der Gruppe: Dr. Zahradnicek) 11.3.1916 http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=dma&datum=1916&page=71&size=45

Kriegschirurgischer Bericht der Chirurgengruppe III des souv. Malteser-Ritter-Ordens von Josef Schleinzer 30.9.1916  http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=dma&datum=1916&size=45&page=267

Erfahrungen einer Chirurgengruppe im österreichisch-russischen Feldzuge 1914/15 von Fritz DEMMER 20.3.1915 http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1915&page=268&size=45

Erfahrungen einer Chirurgengruppe im österreichisch-russischen Feldzuge 1914/15 von Fritz DEMMER 27.3.1915 http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1915&page=288&size=45

Erfahrungen einer Chirurgengruppe im österreichisch-russischen Feldzuge 1914/15 von Fritz DEMMER 3.4.1915 http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1915&page=306&size=45

Erfahrungen einer Chirurgengruppe im österreichisch-russischen Feldzuge 1914/15 von Fritz DEMMER 10.4.1915 http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1915&page=323&size=45

Weitere Artikel zur Militärchirurgie lesen Sie bitte:

Ein Beitrag zu kriegschirurgischen Erfahrungen von Fr. BARACH  27.3.1915 http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=dma&datum=1915&size=45&page=52

Ein Beitrag zu kriegschirurgischen Erfahrungen von Fr. BARACH Schluss  10.4.1915 http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=dma&datum=1915&size=45&page=59

Kriegschirurgischer Fortbildungskurs, gehalten für Truppenärzte von Friedrich DEMMER 22.5.1915 http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=dma&datum=1915&size=45&page=99

Reinhard Mundschuetz

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„1. Weltkrieg & Medizin“: Zum Personal des Feldsanitätsdienstes [4]

Zum Personal des Feldsanitätsdienstes

Dieses gliederte sich in das ärztliche Personal und das Sanitäts-Hilfspersonal. Zu Ersterem gehörten die Militär-, Landwehr- und Landsturmärzte, die das militärärztliche und landwehrärztliche Offizierskorps bildeten. Zum Sanitäts-Hilfspersonal gehörten die Sanitätsunteroffiziere, Blessierten- und Bandagenträger sowie die Abteilungen der Sanitätstruppe bei den Feldsanitätsanstalten.
(siehe Brigitte Biwald: Vom Helden zum Krüppel. Das österreichisch-ungarische Militärsanitätswesen und dessen Auswirkungen
auf die Gesellschaft im Ersten Weltkrieg. Diss. Univ. Wien 2000, S 79).

Bei Kriegsbeginn standen etwa 1500 Berufsmilitärärzte des gemeinsamen Heeres, der Marine und beider Landwehren zur Verfügung. Durch das allgemeine Aufgebot Anfang August 1914 wurden fast alle reserve- und landsturmpflichtigen Ärzte einberufen. Obwohl sich viele Militärärzte a. D. freiwillig meldeten, mussten im Laufe des Krieges auf immer ältere Jahrgänge zurückgegriffen werden, auch auf solche, die nie beim Militär gedient hatten und als kriegsuntauglich galten.

Hervorragende Zivilärzte, z. B. berühmte Operateure und Universitätsprofessoren, wurden als Konsiliarärzte verwendet und erhielten ausnahmsweise auch einen höheren Dienstgrad (vom Stabsarzt aufwärts). Auf den Dienstbetrieb durften sie jedoch keinen Einfluss nehmen. (siehe Johann Steiner: Der militärärztliche Dienst des österreichisch-ungarischen Heeres während des Krieges im Hinterland und bei der Armee im Felde. In: Volksgesundheit im Krieg. Wien 1926, Teil I, S.78-107).

Mangelte es im Laufe des Krieges immer wieder an Ärzten in der k. u. k. Armee, so fehlte es nicht an Apothekern. Diese wurden nicht nur fachlich, sondern auch im administrativen Dienst in der Sanität eingesetzt. Über die Militärpharmazie im Ersten Weltkrieg lesen sie bitte Thomas Rehor: Mörser und Pastillen. Die k.u.k. Militärpharmazie im Ersten Weltkrieg
–>http://othes.univie.ac.at/13770/1/2011-03-16_8700094.pdf

Das Gros des Hilfspersonals in den militärischen Sanitätsanstalten hatte jedoch die Sanitätstruppe zur Verfügung zu stellen. Als deren Ergänzungskörper bestanden die Sanitäts-Stammabteilungen, und zwar bei jedem Garnisonsspital eine.

Als im Laufe des Krieges auch hier immer weniger geeignete Soldaten zur Verfügung standen, sah sich die Heeresverwaltung genötigt, das Pflegerinnenwesen mehr und mehr auszugestalten. Dabei wurden im Sanitätsdienst auch Krankenpflegerinnen eingesetzt, die das österreichische und ungarische Rote Kreuz nach Bildung von Zentralevidenzstellen an die Armee vermittelte.

Zum Thema Frauen als Krankenpflegerinnen lesen sie bitte Franziska Salm-Reifferscheidt: Frauen in der Kriegskrankenpflege im Ersten Weltkrieg am Beispiel der Rotkreuzschwester Marianne Jarka
–>http://othes.univie.ac.at/8208/1/2010-01-13_0104971.pdf

Kommandant des Feldspitals 2/14 war Dr. Kasimir Lukas Budzynski.

Als Sohn eines Gutsverwalters am 5. Jänner 1873 in Pilzno/Polen geboren trat er im April 1895 in die Armee ein. Er verpflichtete sich zu einer zehnjährigen Dienstleistung und bekam vom Militär ein Stipendium für sein Medizinstudium in Krakau, wo er am 29. Juli 1899 zum Doktor der gesamten Heilkunde promovierte. Von 1900-1901 besuchte er als außerordentlicher Hörer die k. u. k. militärärztliche Applicationsschule [eine 1890 in Wien errichtete Bildungsanstalt, die den Aspiranten des militärärztlichen Korps die für ihre besondere Berufstätigkeit im Frieden und im Krieg erforderliche theoretische und praktische Ausbildung geben und deren an der Universität erworbene sachlichen Kenntnisse erweitern soll] und diente in den folgenden Jahren bis zu seiner
Versetzung in den Reservestand 1906 in mehreren Armeespitälern in Siebenbürgen und zuletzt in Krakau.

In seiner militärischen Beurteilung steht: „Besitzt entsprechende administrative Kenntnisse, kennt den Sanitätsdienst genügend, eignet sich zur selbstständigen Leitung des Sanitätsdienstes bei einem Truppenkörper und lässt die Befähigung zur Kommandoführung in einem Truppenspitale erhoffen.“

Bei Kriegsbeginn 1914 war sein standeszuständiger Truppenkörper das Garnisonsspital Nr. 10 in Innsbruck. Ende August 1918 wurde er zum Kommandanten des Reservespitales im Meierhof Dęblin/Polen (im K. u. K. Militärgeneralgouvernement Lublin
–>http://de.wikipedia.org/wiki/Generalgouvernement_Lublin) ernannt.

Zum Sanitätswesen der k. u. k. Armee (Dienstgrade der Ärzte, etc.) –>http://de.wikipedia.org
Über die Tätigkeit der Feldgeistlichen siehe auch einen zeitgenössischen Artikel aus dem Jahre 1917: Das Wirken der Feldgeistlichkeit bei der Armee im Felde –>http://anno.onb.ac.at

Reinhard Mundschütz


Erster von rechts: Regimentsarzt 2. Klasse Kasimir Lukas Budzynski


Rechts am Tisch: Der Feldkurat des Feldspitals


Dritter von links: Regimentsarzt 2. Klasse Kasimir Lukas Budzynski

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„1. Weltkrieg & Medizin“: Das Feldspital unterwegs! – Eindrücke [3]

Das Feldspital unterwegs! – Eindrücke

Wie oft Feldspitäler ihren Standort ändern mussten,
dokumentieren zwei Artikel, die zu Beginn des Jahres 1915
in der Zeitschrift „Der Militärarzt“ erschienen sind:

Hermann Kaposi: Über die Etablierungen des k. u. k. Feldspitales Nr. 4/2 –>LINK

Hermann Barrenscheen: Unsere bisherigen Eindrücke und Erfahren im k. u. k. Feldspital Nr. 4/2 –>LINK

Fotos: Begegnung mit deutschen Soldaten

Fotos: Begegnung mit russischen Kriegsgefangenen


Reinhard Mundschütz

Zur Geschichte des Feldspitals Nr. 2/14 und des Militärsanitätswesens der k. u. k. Armee in Galizien 1914 – 1916

– Fotografische Momentaufnahmen eines Offiziers.

Feldspitäler waren Teil der mobilen Sanitätsanstalten in der k. u. k. Armee und hatten die Aufgabe, den verwundeten und erkrankten Soldaten eine erste spitalsgemäße Pflege angedeihen zu lassen.

Zu Beginn des Krieges wurden ungefähr 160 Feldspitäler aufgestellt, von denen insgesamt 15 später wieder aufgelassen und 5 in Kriegsgefangenschaft gerieten (siehe Brigitte Biwald: Vom Helden zum Krüppel. Das österreichisch-ungarische Militärsanitätswesen und dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft im Ersten Weltkrieg. Diss. Univ. Wien 2000, S 45).

Der „Schematismus für das k. u. k. Heer“ aus dem Jahre 1914 gibt Auskunft über deren personelle und materielle Ausstattung:

Feldspitäler für 200 Kranke [Notbelag 300].

Kommandant: 1 Stabs- oder Regimentsarzt (beritten), sonstiges Personal: 2 Ärzte, 1 Geistlicher, 1 Rechnungsführer, 1 Medikamentenbeamter, dann eine Feldsanitätsabteilung.

Gliederung:

Spital:

8 vierspännige Sanitätspackwagen,

1 vierspänniger Rüstwagen,

1 zweispänniger Beiwagen,

1 vierspänniger Deckelwagen,

1 zweispännige Feldküche,

1 zweispänniger Personenwagen,

5 zweispännige Verpflegswagen (vom Lande, [d. h. requiriert]).

Blessiertenwagenstaffel: 5 zweispännige Blessiertenwagen.

Grundsätzlich werden für jede Infanterietruppendivisonen [Durchschnittliche Stärke 16.000 Mann.] 3 Feldspitäler gerechnet

Die „Etablierung“ eines Feldspitals im Krieg spielte sich folgendermaßen ab:

Feldspitäler hatten sich nach dem Befehl des Korps- oder Divisionskommandos, dem sie unterstellt waren, in oder nach den Aufstellungsorten der Divisions-Sanitätsanstalten zu etablieren, und zwar zumeist erst dann, wenn auf einen günstigen Gefechtsausgang gerechnet werden konnte. Die Etablierungsorte wurden schon bei Beginn des Gefechtes durch die Korps-(Kolonnen) Sanitätschefs erkundet. Nach Erhalt des Etablierungsbefehls ritt der Feldspitalskommandant zur Ermittlung von Gebäuden, Aufbringung und Sicherstellung von Material und Bettstellen aus. Ein Feldspital enthielt, wenn alles planmäßig verlief, ein Aufnahmezimmer, ein ärztliches Inspektionszimmer, einen Operationsraum, Räume für Verwundete und Isolierräume für Infektionskranke und –verdächtige (siehe Brigitte Biwald: Vom Helden zum Krüppel. Das österreichisch-ungarische Militärsanitätswesen und dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft im Ersten Weltkrieg. Diss. Univ. Wien 2000, S 45).

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„1. Weltkrieg & Medizin“: Zur Geschichte des Feldspitals Nr. 2/14 und des Militärsanitätswesens der k. u. k. Armee in Galizien 1914 – 1916 [2]

Zur Geschichte des Feldspitals Nr. 2/14 und des Militärsanitätswesens der k. u. k. Armee in Galizien 1914 – 1916

– Fotografische Momentaufnahmen eines Offiziers.

Feldspitäler waren Teil der mobilen Sanitätsanstalten in der k. u. k. Armee und hatten die Aufgabe, den verwundeten und erkrankten Soldaten eine erste spitalsgemäße Pflege angedeihen zu lassen.

Zu Beginn des Krieges wurden ungefähr 160 Feldspitäler aufgestellt, von denen insgesamt 15 später wieder aufgelassen und 5 in Kriegsgefangenschaft gerieten.
s. Brigitte Biwald: Vom Helden zum Krüppel.
Das österreichisch-ungarische Militärsanitätswesen und dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft im Ersten Weltkrieg. Diss. Univ. Wien 2000, S 45.

Der „Schematismus für das k. u. k. Heer“ aus dem Jahre 1914 gibt Auskunft über deren personelle und materielle Ausstattung:

Feldspitäler für 200 Kranke [Notbelag 300].

Kommandant: 1 Stabs- oder Regimentsarzt (beritten), sonstiges Personal: 2 Ärzte, 1 Geistlicher, 1 Rechnungsführer, 1 Medikamentenbeamter, dann eine Feldsanitätsabteilung.

Gliederung:

Spital:

8 vierspännige Sanitätspackwagen,

1 vierspänniger Rüstwagen,

1 zweispänniger Beiwagen,

1 vierspänniger Deckelwagen,

1 zweispännige Feldküche,

1 zweispänniger Personenwagen,

5 zweispännige Verpflegswagen (vom Lande, [d. h. requiriert]).

Blessiertenwagenstaffel: 5 zweispännige Blessiertenwagen.

Grundsätzlich werden für jede Infanterietruppendivison [Durchschnittliche Stärke 16.000 Mann.] 3 Feldspitäler gerechnet

Die „Etablierung“ eines Feldspitals im Krieg spielte sich folgendermaßen ab:

Feldspitäler hatten sich nach dem Befehl des Korps- oder Divisionskommandos, dem sie unterstellt waren, in oder nach den Aufstellungsorten der Divisions-Sanitätsanstalten zu etablieren, und zwar zumeist erst dann, wenn auf einen günstigen Gefechtsausgang gerechnet werden konnte. Die Etablierungsorte wurden schon bei Beginn des Gefechtes durch die Korps-(Kolonnen) Sanitätschefs erkundet. Nach Erhalt des Etablierungsbefehls ritt der Feldspitalskommandant zur Ermittlung von Gebäuden, Aufbringung und Sicherstellung von Material und Bettstellen aus. Ein Feldspital enthielt, wenn alles planmäßig verlief, ein Aufnahmezimmer, ein ärztliches Inspektionszimmer, einen Operationsraum, Räume für Verwundete und Isolierräume für Infektionskranke und –verdächtige (siehe Brigitte Biwald: Vom Helden zum Krüppel. Das österreichisch-ungarische Militärsanitätswesen und dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft im Ersten Weltkrieg. Diss. Univ. Wien 2000, S 45).

Im Van Swieten Blog werden in wöchentlicher Abfolge bis Anfang Oktober 2014 ausgewählte fotografische Aufnahmen aus einem Album mit 218 Fotos eines unbekannten Offiziers der k. u. k. Armee gezeigt.

Ausschließlich am nordöstlichen Kriegsschauplatz gegen Russland eingesetzt bietet dieser uns durch seine Aufnahmen einen tieferen Einblick in die Organisation und den Betrieb eines solchen Spitals, darüber hinaus des Sanitätsbetriebes in der k- u.- k Armee. Das Spektrum seiner Schnappschüsse reicht dabei vom Transport der Verwundeten von der Front zum Feldspital und deren Abtransport mit Eisenbahn und Schiff ins Hinterland bis zu Bildern von Soldaten mit schweren Kopfverletzungen, von Operationen und Operierten und deren Betreuung in den Krankenzimmern. Darüber hinaus hält er auch den Bau zusätzlicher Krankenbaracken und den Betrieb von fahrbaren Desinfektionsapparaten im Bild fest. Zahlreiche Fotos aus dem Alltagsleben im Spitalsbetrieb als auch einige Gruppenaufnahmen, auf denen das Personal abgebildet ist, ergänzen seine Fotosammlung.
Oft sieht man auch Schnappschüsse, die das Feldspital „in Bewegung“ zu seinem jeweils neuen Einsatzort zeigen, darunter etwa Abbildungen von zerstörten Dörfern, Überquerungen von Flüssen über Behelfsbrücken und Begegnungen mit deutschen Soldaten und gefangenen Russen.

Zum militärischen Sanitätswesen lesen Sie bitte:

Der Sanitätsdienst im Felde IN: Der Militärarzt v. 15. Jänner 1916
http://anno.onb.ac.at

Salomon Kirchenberger:
http://www.biographien.ac.at

Reinhard Mundschütz

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100 Jahre 1. Weltkrieg: Neue Blogserie: „1. Weltkrieg & Medizin“ [1]

Medizin und Erster Weltkrieg im Spiegel der medizinhistorischen Bibliotheksbestände an der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien

Die Universitätsbibliothek startet heute, 100 Jahre nach Beginn des 1. Weltkrieges im Van Swieten Blog mit der neue Sonderblogserie zum Thema „1. Weltkrieg & Medizin“. Von August 2014 bis November 2018 wird regelmäßig eine Auswahl zeitgenössischer Publikationen aus den historischen Bibliotheksbeständen der Zweigbibliothek der Geschichte der Medizin und anderer Quellen privater Provenienz zum Thema „Medizin und Erster Weltkrieg“ vorgestellt.

Der Erste Weltkrieg wirkte sich auf dem publizistischen Felde der Medizin von Kriegsbeginn bis weit in die 1920er und 1930er Jahre hinein in Form von umfangreichen Monografien und wissenschaftlichen Aufsätzen und Artikeln in Fachzeitschriften aus und schloss alle medizinischen Fachdisziplinen ein. Die wissenschaftliche Medizin und das militärische Sanitätswesen waren im Ersten Weltkrieg eminenter Bestandteil eines erstmals „industriell“ geführten Krieges, sie waren eine wesentliche Ressource zur Aufrechterhaltung der militärischen Kriegsführung und stellten medizinische Einrichtungen wie auch das medizinische Personal vor enorme Herausforderungen. Die medizinische Versorgung des Heeres und der Zivilbevölkerung war seit Kriegsbeginn prekär und erodierte zunehmend mit der Fortdauer des Krieges. Der eklatante Ärztemangel an der Front, der auch im Hinterland zunehmend spürbar die medizinische Versorgung der Zivilbevölkerung bedrohte, die geringe Leistungsfähigkeit der Feld-, Garnisons- und Reservespitäler aufgrund der massiven Zunahme der Verwundeten und deren Wiedereingliederung in den militärischen Dienst gehörten zu den zentralen Problemfeldern und waren Beleg der Radikalisierung des Krieges und der Medizin. Darüber hinaus waren die massiven Auswirkungen der Kriegstechnik und deren Vernichtungspotential auf das Leben der Menschen, die dadurch hervorgerufenen psychischen Folgen, die zunehmende Ernährungskrise, oder die Folgen des Ausbruches von Seuchen Gegenstand medizinärztlicher und medizinwissenschaftlicher Erörterungen und Forschungen. Sie spiegeln sich heute fast ausschließlich nur mehr in der zeitgenössischen Literatur wieder.

Die Auswahl der Texte aus der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin stammt aus den historischen Beständen der Bibliothek des ehemaligen Institutes für Geschichte der Medizin, der Josephinischen Bibliothek, der Bibliothek der Gesellschaft der Ärzte, aus der Reihe der historischen Sonderdrucke (Separata-Sammlung) sowie der Bibliothek des Neurologischen Institutes („Obersteiner-Bibliothek“). Die zur Verfügung gestellten Fotos stammen aus privater Quelle.

Die an diesen Standorten über mehr als einhundert Jahren gewachsenen Bibliotheksbestände enthalten einen publizistisch reichhaltigen Fundus zum Thema Krieg und Medizin. Dieser Umstand ist das Resultat einer zwischen dem Militär und der medizinwissenschaftlichen Forschungen über Jahrzehnte gewachsenen Konvergenz, die sich im Ausbildungskanon angehender Militärärzte sowie in den Karriereverläufen von Generationen von Medizinern und Medizinerinnen im Rahmen des militärärztlichen Sanitätswesens ausdrückte: Am frühsten institutionell sichtbar durch die im Zuge der Reorganisation und Zentralisation des österreichischen Militärsanitätswesen 1785 errichtete „medizinisch-chirurgischen Josephs-Akademie“, – am heutigen Standort des Josephinum – die mit Unterbrechung zwischen 1848 und 1852 bis 1874 als Ausbildungsstätte für Militärärzte diente.

Die Zusammenarbeit medizinischer und militärischer Interessen im Sanitätswesen und in der medizinischen Forschung besaß darüber hinaus durch die Kriege von 1848 und 1859 in Italien, 1866 gegen Italien und Preußen, und durch den zweiten Balkankrieg 1912/13 eine jahrzehntelange enge Tradition. Am sichtbarsten bildete sich diese Verzahnung publizistisch in der Zeitschrift „Der Militärarzt – Zeitschrift für das gesamte Sanitätswesen der Armee“ ab, die seit 1867 (bis 1871 mit dem Untertitel: „Internationales Organ für das gesamte Sanitätswesen der Armeen“) existierte und von 1871 bis 1918 als Beilage der Zeitschrift „Wiener Medizinische Wochenschrift“ herausgegeben wurde.
Walter Mentzel

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