Archiv der Kategorie: Gastbeiträge

Gastbeiträge

Angelika Hofrichter, Mag. Elisabeth Potrusil: Praktikum an der UB Med Uni Wien 2013

Seit Oktober 2012 besuchen wir den Universitätslehrgang „Library and Information Studies“ an der Österreichischen Nationalbibliothek.

Im Rahmen der Ausbildung absolvierten wir ein internes Praktikum an der UB Med Uni Wien.

Schon im Dezember wurden wir in verschiedene Arbeiten eingebunden, da Zeitschriften ab Jänner 2013 (Erscheinungsdatum) nur mehr in elektronischer Form (e-only) vorliegen. So durften wir unter anderem auch im Bibliothekssystem „Aleph“ Bestandsangaben ergänzen, soweit diese noch nicht vorhanden waren.

Im Jänner startete dann der Kernteil des Praktikums, den Maga. Karin Cepicka organisierte. Wir waren schon sehr neugierig, da wir an der UB Med Uni Wien arbeiten und so die einzelnen Abteilungen zwar prinzipiell kannten, jedoch nichts Näheres über diverse Arbeitsabläufe wußten.

So lernten wir die Vorgänge in den Abteilungen Erwerbung/Formalerschließung, Sacherschließung/BIX, e-Medien und der Zeitschriftenabteilung kennen. Wir erfuhren viel Interessantes über EOD, Information Retrieval/WEB & Co. Auch die Methoden der wissenschaftlichen Recherche, sowie die Bedeutung von Qualitäts- und Prozeßmanagement wurden uns näher gebracht.

Zum Abschluß durften wir noch die Zweigbibliothek für Zahnmedizin und für Geschichte der Medizin kennenlernen.

Alle KollegInnen haben uns sehr freundlich aufgenommen und die Inhalte Ihrer Tätigkeitsbereiche bereitwillig und verständlich erklärt.

An dieser Stelle möchten wir uns dafür ganz herzlich bedanken!

Weitere Berichte über Praktika an der UB Med Uni Wien im Van Swieten Blog:

Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig:Ophthalmologie: Prophylaxe. Ein Appell.

Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig in Wort und Bild:
Ophthalmologie: Prophylaxe. Ein Appell.

Ich meine, wir verscherzen, wie Licht am Tag, durch Zaudern, unsre Kerzen.
Nehmt meine Meinung nach dem guten Sinn – und sucht nicht Spiele des Verstandes drin.

William Shakespeare, Romeo und Julia Akt I Szene IV MERCUTIO

falsch: liest in praller Sonne (Sonnenbrille,Schattenspender?),
raucht, ernährt sich falsch, bewegt sich nicht.

richtig

Die Licht-Industrie, in Unkenntnis sinnesphysiologischer Grenzen, verursacht immer mehr Lichtschäden des Auges. Überdosiertes Licht ‚moderner‘ Autoscheinwerfer, des Licht am Tag-Fauxpas (DRL) und neuartiger Fahrrad-Scheinwerfer-‚Blendlaternen‘ etc. überschreiten Schmerz-Schwellen (http://www.lightmare.org). Grell bläulich-weiße High-Intensity-LEDs – ohne schützenden Diffusor – bündeln ‚photo-toxische‘ Strahlen im ‚Brennpunkt‘ unseres Auges. Ein ‚Kunstlicht-Sonnenbrand‘ im ‚wichtigsten Quadrat-Viertel-Millimeter unseres Körpers‘, zunächst subklinisch – à la longue – irreversibel.Zur Vermeidung retinaler Lichtschäden werden (kommerz. Werbung) UV-Filter empfohlen.

‚Hundertprozentiger UV-Schutz‘ * als Prophylaxe retinaler Lichtschäden erweist Kunden(Patienten) einen Bärendienst:Nichts bringt so viel Gefahr uns als ein dummer Freund. Jean de la Fontaine: L’ours et l’amateur des jardins Livre VIII, Fable 10. Überdosiertes SICHTBARES LICHT wäre potentiell photo-toxisch. UV im Übermaß verursacht Cataract.

Luft – Verunreinigungen (Staub, Feinstaub, Industrie/KFZ-Abgase, Photo-Oxydantien), Trockenheit (Klima-Anlage) etc reizen Strukturen des vorderen Augen-Abschnittes, verschlimmern Allergien und provozieren häufiges Augen-Wischen und -Reiben. ‚Noli me tangere‘ lautet jedoch die Devise: Das „Behüten wie den Augapfel“ (5 Mose 32,10) geriet offenbar in Vergessenheit.

Immer mehr ‚falsche Propheten‘ empfehlen merkwürdige Augen-‚Therapien‘, fernab jeder EBM: ‚Iatrogene Noxen‘? Keratoconjunktivits sicca und Meibomian Gland Disease (MBG) und werden immer häufiger – infolge Schöner Neuer (Um-)Welt-Toxine (?). Glücklich preise sich, wer wohlmeinenden Antibiotika-Therapeuten und dem Pferdefuß möglicher Multi-Resistenzen entkommt.

Prophylaxe in der Ophthalmologie umfasst Gebiete der Genetischen Beratung, Epigenetik, Praenatal-Medizin, Frühgeborener (VLBW: Very Low Birth Weight, Retinopathia praematurorum), Neugeborener, Frühkindlicher Entwicklung (Amblyopie etc), Paediatrische Ophth. (Syndrome, Netzhaut-Sehnerv-Dystrophien, Glaukom (!) etc).

EBM-Prophylaxe beinhaltet Öffentlichkeit-Arbeit und – einige Beispiele: Konservierungsmittelfreie Ophthalmologika, Hellhörigkeit beim Erheben der (Familien-) Anamnesen, Informationen über Symptome und mögliche Komplikationen (Medikamente), Auswahl geeigneter Schutz-Brillen (Licht, Trauma), Inter-Disziplinäres (Vermeiden abrupter radikaler Blutdruck-Senkung bei Hypertonikern, die Frage nach einer Schlaf-Apnoe (‚Normaldruck-Glaukom‘ (?); Neuro-Ophthalmologie, HNO etc) – und den eingangs erwähnten.

Appell:
Dieser richtet sich an Politiker und Industrie. Auch an Prinzipienlose, Opportunisten, Lobbyisten und offenbar ‚ferngesteuerte‘ politische Weichensteller‘:
Der kleine Prinz kommt zum Weichensteller. „Was machst du da?“, sagte der kleine Prinz. „Ich sortiere die Reisenden nach Tausender-Paketen“, sagte der Weichensteller. „Nur die Kinder wissen, wohin sie wollen“, sagt der kleine Prinz. Antoine de Saint – Exupery.

Das Veredictum?
Dorthin, wohin sie heute – mit Tagfahrlicht – geführt werden (ὁ παιδαγωγός), wollen sie nicht, die Kinder. Dort kommen sie womöglich unter die Räder einer Strahlend Schönen Neuen Welt.

Résumé:
Lichtschäden und Bulbus-Traumata immer vermeiden. Rechtzeitige ophthalmologische Intervention arrangieren bei ensprechender Symptomatik, wie Sehstörungen, Gesichtsfeld-Ausfälle, Entzündungen, Augen-Schmerzen etc.

‚Licht-Hygiene‘. Das Aus für Tagfahrlicht (DRL-OUT) – weltweit. Licht-Intensität-, Staub- und Feinstaub-Reduktion (s. Umwelt-Hygiene). Schein-Vorteile für Scheinwerfer-, KFZ- und Licht-Industrie, für Verursacher der Indoor-, Outdoor- und Light-Pollution rechtfertigen keineswegs all die neu erworbenen ‚unerwünschten Nebenwirkungen‘ bis zu den fatalen Folgen fehlgeleiteter Politik.

* ‚Hundertprozentiger UV-Schutz‘: Intern. Standard für Brillen, Intraokularlinsen etc.; Gute Sonnenbrillen: bräunlich, ausreichend dunkel (in Abhängigkeit von jeweiliger Tageslicht-Intensität), ausreichend groß (‚wrap around‘), bruchfest (Polycarbonat-Scheiben).

Licht am Tag (Tagfahrlicht, DRL) blendet, lenkt ab: Folgen Inattentional Blindness

Schwächere Verkehrsteilnehmer kommen unter die Räder

Wahrnehmbarkeit ?

 Weitere Beiträge:
Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig: “KULTUR-GEDAECHTNIS-SCHWUND”
Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig zum Thema: NACH DENKEN: “Was ich ganz besonders schätze, ist das klare Denken.” Joseph Böck (1901–1985)
Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig zum Thema Blendung – “We waste our lights in vain, like lamps by day…” Romeo and Juliet Act I Scene IV MERCUTIO
Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig: 19.01.2013: Zweihundert Jahre Wiener Augenklinik: „Älteste Universitäts-Augenklinik der Erde“
Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig: „G’schichterln aus der Geschichte der Wiener Augen-Klinik“
Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig über Karl May in Wort und Bild
Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig: “Freud gab Carl Koller den Spitznamen “Coca Koller”…”

Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig: „KULTUR-GEDAECHTNIS-SCHWUND“

Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig in Wort und Bild:


„Oekologischer Fußtritt“

KULTUR-GEDAECHTNIS-SCHWUND
„Zuweilen hinterläßt ein dummer Schuh unauslöschliche Spuren“
Stanislaw Jerzy Lec

Von einem ‚hoch zivilisierten‘ Land war einmal die Rede
in einer MahnRede zum Gedenken – gegen das Vergessen –

‚Hoch kultiviert‘ – als ZielVorstellung, wäre eine durchaus denkbare Option,
Eine hoch entwickelte geistig-seelisch Kultur der LebensArt, der LebensWeise –

Gab es doch genug Ansätze im VergangenVergessenen, Hohe Kulturen, so manche behaftet mit
einem ‚Keim der Dekadenz‘, heutzutage spräche man von Trojaner, von Zero Day Exploits, welche
sich unbemerkt einnisten – in Buffer Overflows und Ähnlichem.

Der Boden, der uns trägt, weist Spuren einer Hochkultur auf, die im wahrsten Sinn des Wortes
spurlos verschwand aus unserem ‚kulturellen‘ Gedächtnis . Vor siebentausend Jahre entstand die
sagenhafte ‚Donau-Zivilisation‘ (1), im Neolithikum. Ihre Blüte hatte sie in der Kupferzeit ( 5000 –
3500 a.n.).

Ein friedliches Miteinander herrschte. Die älteste Schrift der Welt, die ‚Donau-Schrift‘ (Danube-,
Old European script) entwickelte sich samt abstrakter und bildhafter Zeichen. Dekadische und
dodekadische Rechenarten, Maße, Gewichte, Kalender, Weberei, Webstühle, Gold* – und
Kupferschmiede, die älteste Töpferware (6500 a.n.), Töpferscheiben, See-taugliche Boote,
nautische Kenntnisse, Rinderzucht, Ackerbau, Wein, Brot, Tempel, wohnliche Häuser (etwa hundert
Quadratmeter groß), große Städte etc. rechtfertigen den oben erwähnten Begriff Hochkultur. Es war
eine weiblich dominierte (‚matristische, matrilineale, matrifokale‘) Gesellschaft (siehe Lengyel-
Kultur).

Funde: Figurinen, stehend, stark stilisiert (weibl. Schutz-, Natur-Geister bzw. Gottheiten, aus dem
Kult der Großen Göttin, in der Nähe der Feuerstelle – Schutzgeist des Hauses, um die Herdstelle,
um den Brot-Backofen und in den ‚Schreinen‘ (überdachte Altäre), wurden bei religiösen Ritualen
als sakrale Objekte verwendet. Bruchstücke wurden als Geschenke überreicht (während
Zeremonien – ‚enchainment‘: etwas von der Aura wird geschenkt) und auch beim Waren-Tausch
(‚token‘).

Hier, am Fuß der Wiener Hausberge, vielleicht unter Flysch-Brocken, dem Geschiebe eines
miozänen Meeres, in den Weinbergen und entlang des Donautales ruhen Erinnerungen an eine
vergessene, hoch kultivierte Zivilisation. Smaragd-Eidechsen (Ill.) gab es damals schon, lebende
Juwele. ‚Concestors‘ nach Dawkins (‚Mitfahren‘). Auf der Roten Liste stehen sie heute.

Doch das ist – in diesem rasch verflogenen Augenblick – schon wieder vergessen.

1. Haarmann H (2011) Das Rätsel der Donau-Zivilisation – die Entdeckung der ältesten Hochkultur
Europas, Beck, München; http://www.youtube.com/watch?v=06UV6XBGke4
* Der älteste Goldschatz der Erde wurde in der Nekropole von Varna gefunden.

Weitere Beiträge:
Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig zum Thema: NACH DENKEN: “Was ich ganz besonders schätze, ist das klare Denken.” Joseph Böck (1901–1985)
Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig zum Thema Blendung – “We waste our lights in vain, like lamps by day…” Romeo and Juliet Act I Scene IV MERCUTIO
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Mag. Barbara Sánchez: Praktikum an der UB MedUni Wien 2013

Zu Beginn meines einwöchigen Praktikums im März erhielt ich gleich eine nette Einführung von Herrn Mag. Bauer, er führte mich durch die Räumlichkeiten und stellte mich persönlich allen Mitarbeitern vor. Die erste Abteilung war Erwerbung, und ich durfte selbst im Aleph arbeiten. Praktische Erfahrung konnte ich außerdem in der Abteilung Literaturlieferdienst und subito sammeln, indem ich half, Zeitschriften auszuheben und angeforderte Artikel einzuscannen.

Weiters erfuhr ich von Mitarbeitern über das Service eBooks on Demand und detailliert über die Inhalte und Services der Bibliotheks-Website. Besonders interessant war für mich der Bereich e-Ressourcen, auch weil die Bibliothek im Bereich Zeitschriften seit Jahresanfang ausschließlich auf e-Journals umgestellt hat. Herr Dollfuß stellte sehr anschaulich die Rolle der Bibliotheken in der online-Welt dar und ging auf alle diese Bereiche näher ein. Er zeigte mir einige administrative Aufgaben und präsentierte abschließend die Nutzungsstatistiken, woraus ich die meist genutzten e-Journals und Datenbanken im medizinischen Bereich ablesen konnte.

In der Abteilung für Information Retrieval erfuhr ich für wen und auf welche Art wissenschaftliche Recherchen betrieben werden, und eine Mitarbeiterin zeigte mir praktische Tipps für die Suche in Datenbanken. Zufällig fand am selben Tag eine Mitarbeiterschulung eines großen medizinischen Datenbank-Anbieters statt, und mir wurde spontan angeboten, an der Schulung teilzunehmen. Eine sehr gute Erfahrung für mich, da ich so Inhalte des Lehrgangs gleich noch einmal direkt anwenden konnte.  Eine Mitarbeiterin, die für Kennzahlen verantwortlich ist, erklärte mir, wie sich die Zahlen des BIX zusammen setzen und wie der finale Bericht zu interpretieren ist. Danach wies sie mich in die inhaltliche Erschließung für medizinische Fachliteratur ein.

Ein besonderes Highlight waren natürlich die Besichtigungen der beiden Zweigbibliotheken: Die Bibliothek für Zahnmedizin, als One-Person-Library geführt, beeindruckte mit einer sehr übersichtlichen Aufstellung in ansprechenden, neu renovierten Räumen und mit neuer technologischer Ausstattung, und die Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin durch die medizinhistorischen Bestände und einer sehr unterhaltsamen Führung von Herrn Albrecht.

Für mich war das Praktikum eine sehr wertvolle Ergänzung zu meinem vorangegangenen Praktikum in einer anderen Uni-Bibliothek, und vor allem schätzte ich die entspannte Atmosphäre und die nette, hilfsbereite Art der Mitarbeiter.

Weitere Berichte über Praktika an der UB Med Uni Wien im Van Swieten Blog:

Dr. Werner Horvath: Ikone Karl Marx – Kultbilder und Bilderkult

Ikone Karl Marx – Kultbilder und Bilderkult

Im März 2013 wird der 130. Todestag von Karl Marx (1818 – 1883) begangen. Er – einer der bedeutendsten Universalgelehrten des 19. Jahrhunderts – wurde in Trier geboren, wuchs in dieser deutschen Stadt auf und wurde durch seine dortigen Lehrer geprägt.

„Unabhängig von seiner historischen und politischen Bewertung ist Karl Marx bis heute der weltweit bekannteste Trierer. Überaus präsent ist er nach wie vor als Bild, das regelrecht zur Chiffre wurde“, schreibt das Stadtmuseum Trier in seinem Text zur geplanten Ausstellung „Ikone Karl Marx. Kultbilder und Bilderkult“. Diese soll vom 17.März bis zum 18.Oktober 2013 im Simeonstift Trier stattfinden und den Umständen nachgehen, warum gerade sein Bild regelrecht zur „Ikone“ wurde.


Werner Horvath: „Karl Marx“. Öl auf Leinwand, 105 x 85 cm, 1997.

Der Bogen der Ausstellung spannt sich von Originalfotografien über verherrlichende Darstellungen in der Arbeiterbewegung und später im Sozialistischen Realismus bis hin zu den Ausprägungen in der künstlerischen Moderne. „Für Letztere stehen so gegensätzliche Künstler wie Heinrich Zille, Max Pechstein, John Heartfield und Johannes Grützke, aber auch die Rodin-Schülerin Anna Golubkina“, lässt das Museum weiter verlauten.

Und ein Österreicher ist ebenfalls mit dabei: Werner Horvath zeigt sein großformatiges Karl Marx- Porträt aus dem Jahr 1997, in welchem das Gesicht des Philosophen aus floralen Elementen puzzleartig zusammengesetzt erscheint. Er wählte diese Art der Darstellung, um das soziale Engagement dieses Denkers zu würdigen, das trotz vieler negativen Folgen des Kommunismus bemerkenswert war.

Horvath_2010

Dr. Werner Horvath zu Gast im Van Swieten Blog:

Dr. Werner Horvath: Der emanzipierte Patient – vom Objekt zum Subjekt
Dr. Werner Horvath: Genies der ersten Stunde
Dr. Werner Horvath: Wie man als Pop-Musiker unsterblich wird.
Dr. Werner Horvath: Die paradoxe Welt des Zenon von Elea
Dr. Werner Horvath: Pulverfass Iran
Dr. Werner Horvath: Als die Menschheit klar zu denken begann…
Dr. Werner Horvath: Ein großer Europäer ist nicht mehr
Dr. Werner Horvath: Der Krieg ist ein Chamäleon
Dr. Werner Horvath: Die drei Welten des Karl Popper
Dr. Werner Horvath: Wie ist das heute in Haiti?
Dr. Werner Horvath: Über Friedenskonzepte
Dr. Werner Horvath: Gesellschaftsvertrag und Privateigentum
Dr. Werner Horvath: „Atomkraft – das Danaergeschenk“
Dr. Werner Horvath: Die Ölpest im Golf von Mexiko
Arzt & Künstler: Bilder von Dr. Werner Horvath zur Weltwirtschaftskrise

Dr. Werner HORVATH – Die Altäre der anderen Art

Für Dr. Horvaths Malerei typisch sind das Zusammenspiel der Portrait-Umrisslinien und die aus “isodensen Flächen” zusammengesetzten Binnenstrukturen…

Dr. Werner Horvath: Bilder – Figuren – Porträts

Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig zum Thema: NACH DENKEN: „Was ich ganz besonders schätze, ist das klare Denken.“ Joseph Böck (1901–1985)

Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig in Wort und Bild:

NACH

DENKEN

EIN EPILOG

 „Was ich ganz besonders schätze, ist das klare Denken.“  Joseph Böck (1901–1985)

                                                   Vorstand der II. Univ.-Augenklinik in Wien von 1955–1971

 Mit Leopold Ungar (1912-1992) hatte er immer gerne philosophiert..

 „Die Phantasie gehört an die Macht. Was ist sie denn anderes als das Reich, in dem die Ideen leben, wie wir unverbesserliche Platoniker sagen. Die Ideen, die Gedanken, der Geist: Die Wirklichkeiten, die unsterblich sind. Und wenn die Phantasie eines Tages an der Macht ist, dann wird die Welt unendlich viel reizvoller sein.. Und vergessen sie nicht: Die Welt gehört verändert. Der Anfang der Veränderung aber geschieht immer im Herzen eines einzelnen Menschen.“ (1)

Was auch immer unsterblich sein möge an einem Menschen; seine Gedanken sind es gewiss –

klare Gedanken. Und lebendige, Leben-spendende Phantasie. Platons Ewige Ideen.. Eine Göttin der Phantasie fehlt in den Mythologien unserer Kulturen; ‚ferne‘ sind uns fremd. Ein – für uns unendlich fernes – Beispiel wäre Lalita Devi aus der Poesie/Philosophie des Sanskrit und der Aesthetischen Theologie. „Her body is blissfulness – a dynamic throbbing full of energy, creativity and life – loveable – she is ever young – a mere glance from her eyes makes millions of universes spring up“ (2)

 Das Multiversum, Spielwiese ‚moderner‘ Kosmologen, creatio ex nihilo eines atemberaubend schönen – weiblichen – GottWesens, sprengt die Grenzen ‚herkömmlichen‘ Vorstellungsvermögens.   Phantasie, eingezwängt von aus der Mode gekommenen KonventionsKorsetten, kann sich nicht entfalten. Die ‚How To‘- Philosophie nimmt Glanz aus Kinderaugen, lehrt, dass die Welt hinter Horizonten mit Brettern vernagelt ist. In Creatio, Kreativität, im ‚Ausgefallenen‘, im Verlassen ausgetreten Trampelpfade liegt die Hoffnung.

 Ein Wort zu den Kaputtrednern, ClubofRome-Epigonen und dumpfen Weltuntergang-Propheten:

Es ist geradezu kindisch, an ein mögliches Übel in der Zukunft Maßstäbe von heute anzulegen. Hochrechnungen stimmen nicht. Dieser Gott ist ein Gott der Überraschungen.“ L. Ungar

 Nach gedacht:

 Wo blieben die ‚unlösbaren‘ Probleme der Vergangenheit?  Sie schienen deswegen irreparabel, weil die Werkzeugkiste des Herkömmlichen ihr Ablaufdatum überschritten hatte. Ein kakophones Konzert aus Einfalt, Einfallslosigkeit und Beschränktheit dämpfte die Stimmung, machte ‚die Jungen‘ depressiv, impft kommenden Generationen Lethargisches, Apathisch-‚Schicksal‘-Ergebenes ein (‚epigenetic imprinting‘ (3)), offensichtlich mit einer Art SadoMasochistischen Vergnügens.
Pr. Böck: ‚Verkehrtscheiber‘.  Prälat Ungar: ‚Das Mysterium der Dummheit‘.

1. Hiti MJ (1992) Leopold Ungar. Ein Portrait. Styria, Graz; pp 266

2. Wilke A (2005) A new theology of bliss. in Das S, Fürlinger E: Samarasya. Studies in Indian Arts, Philosophy and Interreligious Dialogue – in Honour of Bettina Bäumer – D.K. Printworld, New Delhi; pp 149-175

3.  Jablonka E, Raz G (2009) Transgenerational epigenetic inheritance: prevalence, mechanisms, and implications for the study of heredity and evolution; Q Rev Biol 84(2):131-76.

 


Dr Leopold Ungar (leitete die Caritas bis 1991), ein Freund klaren Denkens und präziser Formulierungen.

Weitere Beiträge:

Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig zum Thema Blendung – “We waste our lights in vain, like lamps by day…” Romeo and Juliet Act I Scene IV MERCUTIO
Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig: 19.01.2013: Zweihundert Jahre Wiener Augenklinik: „Älteste Universitäts-Augenklinik der Erde“
Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig: „G’schichterln aus der Geschichte der Wiener Augen-Klinik“
Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig über Karl May in Wort und Bild
Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig: “Freud gab Carl Koller den Spitznamen “Coca Koller”…”

Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig zum Thema Blendung – „We waste our lights in vain, like lamps by day…“ Romeo and Juliet Act I Scene IV MERCUTIO


„Rollstuhlfahrer“

Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig zum Thema Blendung in Wort und Bild:

MERCUTIO

I mean, sir, in delay
We waste our lights in vain, like lamps by day.
Take our good meaning, for our judgment sits
Five times in that ere once in our five wits.

William Shakespeare, Romeo and Juliet Act I Scene IV MERCUTIO

Folter, einst. Und heute? Häufig überdosiertes Licht, grell-blaustichig, am falschen Ort, zur
falschen Zeit, quält das Auge.

High Intensity LED uÄ. in KFZ-Scheinwerfern und Tagfahrlichtern (DRL: Daytime Running
Light,) blenden, irritieren und lenken ab. Immer mehr Kinder kommen seit der Einführung
des Tagfahrlichtes unter die Räder (nicht selten am ‚Schutz‘-Weg): Inattentional Blindness.
Unsere hoch-empfindliche Netzhaut kommt mit wesentlich geringeren Licht-Intensitäten
und Blau-Anteilen als den heute üblichen aus. Eine ‚Licht-Hygiene‘, d.h. das Respektieren
sinnesphysiologischer Grenzen und kognitions-psychologischer Gegebenheiten wäre
dringend indiziert.
Cave ‚epigenetic imprinting‘: Die Verwendung von überdosiert hellem Licht könnte sich in
kommenden Generationen ungünstig auswirken.

Lit:
Heilig P, Rieger G (2012) Gesundheit und Licht-Hygiene Int Praxis, Arznm,Th -Kritik, Med
u. Umwelt (2012/Folge1) pp 215 – 232

Artikel von Prof. Heilig: Wieviel Licht benötigen wir?
Artikel von Prof. Heilig: LightPollution
Artikel von Prof. Heilig: Licht

VIDEO:  „lethal lights“

Video: „lethal lights“ mit englischer Voice-over
 


„Fußgänger“

Tagfahrlicht (DRL) verstößt gegen:

The Convention Concerning The Power of Authority;
The Law in Respect of the Protection of Infants (1969);
The Bond of Protection;
The Principle of Equality;
Declaration of Human Rights (1948) Article Three;
The Laws of Logic;
Public Ethics and Morals.

Eine EU-Tagfahrlicht-Richtlinie wäre schwerlich mit der Erklärung der Rechte des Kindes vom
20. November 1959 in Einklang zu bringen, nach der Kinder besonderen Schutz genießen. Auch
Art. 2 Abs. 1 des Internationalen Paktes vom 19. Dezember 1966 über bürgerliche und poli –
tische Rechte räumt jedem Kind das Recht auf diejenigen Schutzmaßnahmen durch die Gesellschaft
und den Staat ein, die seine Rechtsstellung als Minderjähriger erfordert. Eine Gefährdung
insbesondere von Kindern durch das zwingende, staatlich angeordnetes Fahren mit Taglicht könnte
diesen Schutzpflichten und -rechten widersprechen.
(Attorney-at-Law Dr. G. G. SANDER, M.A., Mag. rer. publ.).

Kinderrechte
http://www.kinderrechte.gv.at/home/
http://www.kija.at/index.php/kinderrechte
http://plato.stanford.edu/entries/rights-children/


„Kind am ‚Schutz’weg“

„Bambi“

Die e-mail-Hypnose

Ken, ein kampferprobter ‚holzgeschnitzter‘ Londoner Taxifahrer* (via mail):

„Peter, ich kannesnicht! Ich soll in einer BBC-Sendung reden? Wie stellen die sich das vor? Unmöglich! Machichnicht. Sucht Euch einen anderen.“

„Ken, ich kenn mich aus mit Hypnose. Auch wenn Du nicht daran glaubst, wirkt sie. Du wirst schon sehen. Stell Dir vor, Du stündest in Deinem alten Pub und erzählst Deinem Freund eine Story. Falls Du stotterst – super! – und wenn Du dich verhaspelst – noch besser! Dadurch wirkt Dein Bericht lebendig und letzten Endes – authentisch.“ (mein Antwort-mail).

Ken ließ eine Weile nichts von sich hören. „Ken, wie ist es gelaufen?“ – wollte ich wissen. Ken’s Antwort: „Peter, ich kann wieder mit erhobenem Haupt herumspazieren; ich fühle mich wie ein Olympia-Sieger! Es hat geklappt“

Hat die ‚e-mail-Hypnose‘ (-Suggestion) gewirkt? ‚Vielleicht schießt der Besen doch‘ pflegte Professor Bornschein in solchen Situationen zu sagen.

*Er sähe aus wie Yul Brynner, meinte er einmal. Erbost gewettert hatte er gegen Tagfahrlicht und Blendungen im Straßenverkehr – auch bei der BBC. Er kannte Kollegen, welche ihren Job an den Nagel hängen mussten, weil sie die Blendungen durch ‚moderne‘ KFZ-Scheinwerfer und Tagfahrlichter nicht mehr ertragen konnten.
———————————————————————————————————-

The email hypnosis. (via email):

Ken is a battle-hardened London taxi driver, but he has been tortured too much by the glare of Daytime Running Lights (DRL) and ‘modern’ headlights, and he knows colleagues who had to quit their jobs because of this problem.

“Peter, I can’t bear it! I have been asked to speak on a BBC program. How can I stand up in front of a TV camera? Impossible!”

“Ken, I know my way with hypnosis. Even if you don’t believe in it as a technique it certainly works, of that I’m sure. I suggest you imagine yourself telling a story to a friend, in your pub, perhaps. In case you stutter, that’s fine! A slip of the tongue, even better! It will make your contribution all the more vivid and authentic.”

(The answer-mail contains in these two lines the whole suggestion i.e ‘hypnosis’).

There was no message from Ken for a while, then I asked: “Ken, how did it go?”

Ken’s answer: “Peter, I could prance around like a peacock – I feel like an Olympic champion. It worked!”

Did the ‘email hypnosis’ finally do the trick? Professor Bornschein used to say in such situations, ‘Vielleicht schießt der Besen doch,’ a Viennese phrase that has no exact English equivalent. But he was illustrating the power of the imagination, that if you try hard enough in your mind, you can realize the impossible.

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Dr. Werner Horvath: Der emanzipierte Patient – vom Objekt zum Subjekt

Der emanzipierte Patient – vom Objekt zum Subjekt

Bildliche Darstellungen von Patienten gibt es seit die Medizin existiert. Meist lassen die dort Abgebildeten alle Maßnahmen der Ärzte geduldig über sich ergehen, so wie es schon ihr vom lateinischen Ausdruck „patiens“ (=ertragend) abgeleiteter Name ausdrückt. Bis ins späte 19.Jahrhundert dienten daher solche Bildwerke hauptsächlich der Dokumentation medizinischer Methoden und Geräte. Als die Fotografie schließlich diese illustrierende Rolle übernahm und Zeichnung sowie Malerei verdrängte, als sozusagen die bisherige Symbiose zwischen Medizin und Kunst einseitig aufgekündigt wurde, entstand eine Art von Vakuum. Für die Kunst ist aber die Welt der Medizin noch immer ein wichtiges Gebiet in der existentiellen Auseinandersetzung mit Leben, Tod, Schmerz und Heilung.

In diesem Sinn schuf etwa die mexikanische Malerin Frida Kahlo bewegende Selbstporträts, in welchen sie ihre chronischen Schmerzen nach einem Busunfall in der Jugend dramatisch zum Ausdruck brachte. Auch viele andere Patienten, selbst solche ohne künstlerische Ausbildung, stellen ihre Beschwerden in bewegenden Bildern dar. Der Neurochirurg und Schmerztherapeut Heber Ferraz-Leite berichtet etwa über Sterling Ajay Witt aus Los Angeles, der dies besonders eindrucksvoll beherrscht und seine Malerei quasi therapeutisch einsetzt, als Versuch, die Qual zu erklären, die er durchlebt (SCHMERZ Nachrichten 1/2012).


Werner Horvath: „Meine Dämonen“. Öl und Acryl auf Leinwand, 100 x 70 cm, 2012/13.

Ähnlich verhält es sich bei dem oben dargestellten Bild „Meine Dämonen“ von Werner Horvath. Er arbeitet darin seine gesundheitlichen Probleme auf, stellt dabei die Krankheiten als Dämonen dar und geht dabei ganz besonders auf seine Augenprobleme ein. Weitere auf dem Bild enthaltene Krankheiten und Zustände möge der Betrachter für sich selbst deuten. Jedenfalls handelt es sich um ein authentisches Selbstporträt eines Menschen, der gleichzeitig Patient, Arzt und Künstler ist.

Horvath_2010

Dr. Werner Horvath zu Gast im Van Swieten Blog:

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Für Dr. Horvaths Malerei typisch sind das Zusammenspiel der Portrait-Umrisslinien und die aus “isodensen Flächen” zusammengesetzten Binnenstrukturen…

Dr. Werner Horvath: Bilder – Figuren – Porträts

Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig: 19.01.2013: Zweihundert Jahre Wiener Augenklinik: „Älteste Universitäts-Augenklinik der Erde“

Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig: Zweihundert Jahre Wiener Augenklinik
„Älteste Universitäts-Augenklinik der Erde“
:

1806 wurde die erste augenärztliche Ambulanz in Wien eröffnet. G. J. Beer trat am 28. April 1812 das klinische Lehramt an der hiesigen hohen Schule an. Im Jahre 1812 war die öffentliche Augenklinik unvorhergesehener Umstände wegen, unstätt und flüchtig. „Am 19. Jänner 1813 trat sie in ihre volle Wirksamkeit.“ 1818 wurde Beer Ordentlicher Professor und das Fach Augenheilkunde an der medizinischen Fakultät der Universität Wien zum ordentlichen Prüfungsfach.

Lesky E (1962) Wien Klin Wochenschrift 74,31/32, 529–532 64. Beer GJ (1813)
Beer J (1813) Anrede bey der Eröffnung der Klinik für Augenkrankheiten. Gehalten den 19ten Jenner 1813. Gedruckt bey Anton v. Haykul, Wien

Produktion: www.derwolf.biz
Film-Version mit engl. Untertiteln

A n r e d e b e y E r ö f f n u n g d e r K l i n i k  f ü r d i e Augenkrankheiten. Gehalten den I 9 t e n Jenner I 8 l 3 > v o n G. J o s e p h B e e r  der Arzneyknnde Doctor, öffentlichem ausserordentlichem Professor der praktischen Augenheilkunde an der hohen Schule zu W i e n , wirklichem Mitgliede der medicinischen Fakultät, und k. k. S t a d t - A r m e n Augenarzte daselbst, corrcspondirendem Mitgliede der königl. Gesellschaft der Wissenschaften i n Götti n g e n , und Ehrenmitgliede der böhmischen Humanitätsgesellschaft in Prag. W i e n , g e d r u c k t bey A n t o n  v. H a y k u l

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Dr. Werner Horvath: Genies der ersten Stunde

Meine Beschäftigung mit den ganz frühen Philosophen – den Vorsokratikern – hat mich zu einer grundlegenden Frage geführt: Wie konnten Menschen im ersten Jahrtausend vor Christus zu solch grandiosen Erkenntnissen kommen, zu Schlüssen, welche die Zeit überdauern sollten. Längst liegen ihre Heimatstädte aus der Antike in Trümmern, doch ihre Ideen bestehen weiter.

Da ist zum Beispiel Parmenides von Elea, der Sonne und Mond als „Absonderungen der Milchstraße“ bezeichnete und dies auch lehrte. Natürlich sind unsere Erkenntnisse im Lauf der Jahrtausende sowohl umfassender als auch wesentlich detailreicher geworden. Immer kleinere Teilchen, wurden entdeckt, in sich aber doch wieder unteilbar. So wie es Demokrit erkannte, als er über das „atomos“, das Unteilbare sprach und seine Stofflehre erstellte.

Werner Horvath: „Demokrit von Abdera“. Öl und Acryl auf Leinwand, 80 x 100 cm, 2012.

Ein besonders scharfer Denker war Heraklit von Ephesos. Er meinte, dass man niemals im gleichen Fluss ein zweites Mal baden kann, einfach deshalb, weil das Wasser längst ein anderes ist. Obwohl diese Ansicht nicht zu widerlegen ist, handelt es sich dabei doch wohl eher um eine Spitzfindigkeit. Mehr kann ich mit seiner Theorie des „panta rhei“ anfangen, was so viel wie „alles fließt“ bedeutet. Wenn ich sehe, wie die Zeit verrinnt, wie Schönheit vergeht und selbst ganze Wirtschaftssysteme nicht von Bestand sind, kann ich ihm nur zustimmen.

Werner Horvath: „Heraklit von Ephesos“. Öl und Acryl auf Leinwand, 80 x 100 cm, 2012.

Die eingangs gestellte Frage nach dem Wie der Erkenntnisfindung ohne wesentliche technische Hilfsmittel bleibt dennoch unbeantwortet. Sie waren eben Genies, die vorsokratischen Philosophen.

Horvath_2010

Dr. Werner Horvath zu Gast im Van Swieten Blog:

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Dr. Werner Horvath: Bilder – Figuren – Porträts