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Marielle Weiss: Praktikum an der UB MedUni Wien (August 2017)

Marielle Weiss: Praktikum an der UB MedUni Wien (August 2017)

Da die Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien im Bereich E-Medien sehr aktiv ist, habe ich mich für ein zweiwöchiges Praktikum dort entschieden.

Ich war begeistert, wie gut das Praktikum organisiert war und wie viel Zeit sich die MitarbeiterInnen genommen haben, um mir ihre Arbeit näherzubringen und all meine Fragen zu beantworten.

In der ersten Woche lernte ich die verschiedenen Abteilungen kennen und habe so von der Erwerbung und der inhaltlichen Erschließung über den Literaturlieferdienst bis zur Betreuung der Datenbanken und Lizenzierung der E-Journals mehr über die umfassenden Aufgabengebiete der Bibliothek erfahren.

Besonders spannend waren für mich die umfangreichen Informationen zu aktuellen Entwicklungen im Bereich Open Access und zum Management von Forschungsdaten von Bibliotheksleiter Mag. Bruno Bauer ebenso wie der Überblick zu Prozess- und Qualitätsmanagement durch Mag.a Karin Cepicka.

Interessant war auch der Einblick in die Zweigbibliothek für Zahnmedizin. Dort habe ich erfahren, was es heißt, eine Bibliothek zu einem umfangreichen, aber eng abgesteckten Fachbereich zu führen.

Der Besuch in der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin war ebenfalls etwas Besonderes, da sich diese Bibliothek mit ihrem historischen Schwerpunkt und dem Standort im Josephinum doch deutlich von der Bibliothek im AKH unterscheidet.

Zwischen den Besuchen in den verschiedenen Abteilungen konnte ich im Lesesaal beim Zurückstellen der Bücher und am Servicedesk mithelfen. Da ich diesen Bereich bis dahin nur aus Benutzerinnensicht kannte, war das eine gute Einschulung.

In der zweiten Woche habe ich dann auf eigenen Wunsch bei E-Books on Demand und dem Literaturlieferdienst mitgeholfen. Durch das Scannen von Büchern und bestellten Zeitschriftenartikeln bzw. dem Versenden der Artikel über Subito konnte ich diesen Arbeitsbereich gut kennenlernen.

Die zwei Wochen Praktikum an der UB MedUni Wien haben mir einen sehr guten Einblick in die Arbeit mit E-Medien und die Aufgaben einer Universitätsbibliothek gegeben. Ich möchte mich daher noch einmal beim gesamten Team für die tolle Betreuung und herzliche Aufnahme bedanken!

Marielle Weiss

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Judith Huber: Praktikum an der Ub MedUni Wien (Juli 2017)

Judith Huber: Praktikum an der UB MedUni Wien (Juli 2017)

Die Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien hat als Hochschulbibliothek die Aufgabe die BenutzerInnen der Medizinischen Universität (Studierende, Lehrende, Forschende), MitarbeiterInnen des AKH und Externe mit Literatur und Medien über Medizin zu versorgen. Darüber hinaus ist diese Bibliothek jedoch auch sehr reich an besonderen Serviceangeboten, welche den gängigen Zugang zu den Ressourcen übersteigt und speziell auf die Bedürfnisse der MedizinerInnen zugeschnitten ist.
Ich verbrachte zwei Wochen an der MUW und durfte im Rahmen eines Turnus Einblick in die verschiedensten Abteilungen bekommen. Neben den Besonderheiten bei der inhaltlichen Erschließung, dem „e-only“ Angebot von Journalen so, wie dem Literaturlieferdienst und dem „e-book on demand“, durfte ich die Herausforderungen und den Prozess des unterstützenden Service „wissenschaftliche Recherche“ kennen lernen und sogar eigenständig einen Rechercheauftrag ausführen. Zu guter Letzt übernahm ich die Aufgabe historische Bücher einzuscannen, welche als Auftrag eines EOD eingelangt sind.
Besondere Highlights waren für mich zwei Führungen:
1. Die Zweigbibliothek für Zahnmedizin an der Universitätszahnklinik, welche als One Person Library geführt wird und erst vor kurzem diesen neuen Standort erhalten hatte. Herr Mag. Großhaupt berichtete nicht nur über die Herausforderungen einer OPL, sondern erzählte ebenso über die Planung der neuen Bibliothek, in welche er involviert war.
2. Die Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin, welche Provenienzforschung zur Retournierung von NS-Raubgütern betreibt und eine besonders gründliche und eigenständige Tiefenerschließung der historischen Bestände durchführt. Ich bin beeindruckt von der Menge an historischen Beständen. Da die Zweigstelle im Josephinum aus vielen verschiedenen Bibliotheken besteht, die im Laufe der Zeit zusammengeführt wurden, ist die Recherche und die Organisation aufwendiger als in anderen Bibliotheken.

Ich möchte mich herzlich beim gesamten Team für die offene Aufnahme und die vielen hilfreichen Gespräche bedanken.

Judith Huber, BA

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Lisa Gollubich: Praktikum an der Ub MedUni Wien

Lisa Gollubich: Praktikum an der UB MedUni Wien (März 2017)

Nachdem ich mich schon seit langem für Medizin interessiere, habe ich mich im Rahmen des Lehrganges Libary and Information Studies, den ich gerade absolviere, für ein zweiwöchiges Praktikum an der UB Med Uni Wien entschieden. Positiv empfand ich zu allererst die herzliche Aufnahme ins Team, das Klima, das es ermöglichte auch jede noch so simple Frage zu stellen und die Freiräume, die ich nutzte, um erste Erfahrungen am Schalter bei der Entlehnung zu machen. In der ersten Woche durchlief ich alle Abteilungen der Bibliothek, was mir einen tieferen Einblick in das bibliothekarische Arbeiten ermöglichte und so manche Lücke zwischen der im Lehrgang vermittelten Theorie und der Praxis schloss. Besonders einprägsam war für mich der Nachmittag in der Zweigstelle der Zahnmedizin, der mir das Konzept einer OPL näher brachte und mir die Möglichkeit bot, besondere Fragen zu stellen. Auch der Tag am Josephinum ließ mich sowohl die Medizin als auch das Bibliothekswesen aus einem anderen Winkel betrachten.

In der zweiten Woche meines Praktikums arbeitete ich zusammen mit den zwei zuständigen Kollegen mit dem Dokumentenlieferdienst Subito. Nach einiger Zeit war es für mich keine Schwierigkeit mehr, mich im Magazin zurechtzufinden, Bücher, die zu scannen waren, zu finden und auch wieder einzustellen. Am letzten Tag entdeckte ich dort sogar Journals aus den 1830er Jahren, was mich beeindruckte. Zur Subito-Expertin fehlt wahrscheinlich noch die über einen längeren Zeitraum reichende Praxis, aber ich denke dennoch, dass ich in der kurzen Zeit viel gelernt habe. Ich blicke auf zwei schöne Wochen zurück, die leider viel zu schnell vergangen sind. Es verbleiben positive Erinnerungen an mein erstes Praktikum in einer Bibliothek, die Basis für alle weiteren Erfahrungen.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal beim Team der UB MedUni Wien bedanken für die Vielseitigkeit meines Praktikums, die Möglichkeit Fragen zu stellen und die Integration ins Team!

Lisa Gollubich

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Sebastian Ehrentraud: Praktikum an der Ub MedUni Wien

Praktikum in der Bibliothek der medizinischen Universität Wien vom 3.11. – 2.12.2016

An meinem ersten Tag stand ich ein paar Minuten nervös vor der Bibliothek und versuchte mir vorzustellen was mich die nächsten vier Wochen erwarten würde. Bei meiner Vorstellungsrunde durch die Büroräume bemerkte ich erst wie viel im Hintergrund passieren muss, bevor neue Bücher zur Entlehnung bereitstehen können.

Ich wurde gleich von Anfang an von allen Kollegen herzlich willkommen geheißen und dies ließ meine Nervosität schnell verfliegen. Besonders hat mir gefallen, dass ich mich wie ein vollwertiges neues Teammitglied gefühlt habe.

Ich wanderte in der Praktikumszeit von Abteilung zu Abteilung und lernte so sehr viele Bereiche und Prozesse, die im Hintergrund laufen, kennen. Vom Bibliothekskatalog PRIMO zur Literaturrecherche in wissenschaftlichen Datenbanken über die Fernleihe und Inhaltlicher Erschließung neuer Anschaffungen bis zur Adjustierung, eJournals und Entlehnung. Sehr interessant waren auch die Zweigbibliothek der Zahnmedizin, in der ich den Ablauf komprimiert in einer One Person Library beobachten konnte, und auch die Zweigstelle für Geschichte der Medizin im Josephinum. Die Revision historischer Bestände sowie die Provenienzforschung zu NS-Raubgut waren unglaublich faszinierend.

Die meiste Zeit verbrachte ich mit der Aushilfe bei der Adjustierung, im Lesesaal und der Fernleihe, bei dem mir das Suchen und Finden alter Artikel im Magazin der Bibliothek besonders gefiel. Die abwechslungsreichen Aufgaben ließen den Tag vergehen und schon beim nachhause gehen freute ich mich auf den nächsten Arbeitstag im Bauch des AKHs.

Ich lernte in meinem Praktikum mir bis dahin unbekannte Aufgaben moderner Bibliothekare kennen, sowie sehr nette Menschen, die mir ihr Vertrauen schenkten um mir die von ihnen gegebenen Aufgaben auch selbständig durchzuführen. Dadurch konnte ich den Kollegen oft schnell zu Hand gehen, wenn gerade etwas Not am Mann war. Im Fazit kann ich eigentlich nur sagen, dass ich jedem ein Praktikum wie dieses wünsche, ich hatte eine tolle Zeit. Ich bedanke mich für die erhaltene Möglichkeit und wir werden uns wiedersehen.

Sebastian Ehrentraud

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Dorian Holzer: Praktikum an der Ub MedUni Wien

Liebes Bibliotheks-Team, liebe/r BlogleserIn,

nachdem ich jetzt am Ende meines vierwöchigen Praktikums angelangt bin, kann ich dem Phänomen, dass die Zeit schneller vergeht, wenn man sie mit etwas Schönem verbringt, nur zustimmen.

In der ersten Woche besichtigte ich einen Großteil der Abteilungen der Bibliothek. Dort gaben mir die MitarbeiterInnen einen Überblick über die verschiedenen Arbeitsschritte und Aufgabenfelder und die Zusammenarbeit der verschiedenen Abteilungen, damit der Betrieb einer mittelgroßen Bibliothek so reibungslos funktioniert.

Die drei folgenden Wochen habe ich zu einem Großteil damit verbracht, die Alltagsaufgaben für eine/n BibliothekarIn zu erledigen. Darüber bin ich besonders froh, da ich während meiner Ausbildungszeit vorwiegend in einer sehr kleinen Fachbibliothek gearbeitet habe, wo viele der typischen Bibliotheksaufgaben, wie z.B: verschiedenste Benutzeranfragen, verstellte Bücher ordnen, Informationsschalterdienst, etc., kaum angefallen sind.

Während des Praktikums hatte ich zwei Mal die Möglichkeit einen beeindruckenden Einblick in den historischen Bestand der Universitätsbibliothek der MedUni Wien im Josephinum zu bekommen. Dort lernte ich viel Neues, von der Erschließung älterer Werke bis zur Bearbeitung eines Bibliotheksbestandes mit dem Augenmerk auf die Provenienz.

In diesem Sinne möchte ich allen MitarbeiterInnen der Universitätsbibliothek der MedUni Wien für ihre Geduld und Kompetenz ein herzliches Dankeschön aussprechen.

Dorian Holzer

Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistent

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Eva Haas : Praktikum an der Ub MedUni Wien

Eva Haas: Praktikum an der Ub der MedUni Wien

Im Rahmen des Universitätslehrganges „Library and Information Studies“ konnte ich ein Praktikum in der Bibliothek der MedUni Wien absolvieren. Trotz der Urlaubszeit stellte mir Frau Mag. Karin Cepicka ein sehr abwechslungsreiches und interessantes Programm zusammen. So war es mir möglich, in verschiedene Abteilungen und bibliothekarische Tätigkeiten hineinschnuppern zu können. Es war sehr spannend, den Weg des Buches im Alltag eines Bibliotheksbetriebes kennenzulernen. Durch die tatsächliche Praxis rückten die theoretisch bekannten Abläufe in ein ganz neues Licht, wie viele Schritte und Arbeiten wirklich zu erledigen sind, bevor das Buch im Regal steht und bereit zum Ausleihen ist.

Die MitarbeiterInnen in den einzelnen Abteilungen waren sehr hilfsbereit und aufgeschlossen. Es wurde mir der Ablauf erklärt und ich durfte auch verschiedene Tätigkeiten selbst ausprobieren. Sie nahmen sich Zeit, meine vielen Fragen zu beantworten und mir interessante Beispiele zu zeigen. Auch außerhalb des Büros waren alle ausgesprochen nett und hilfsbereit, wenn ich mir nicht sicher war, wo genau ich hin musste und zu Mittag beim gemeinsamen Mittagessen. Ich hatte das Vergnügen, nicht nur die Bibliothek im AKH kennenzulernen, sondern auch die Zweigstelle für die Geschichte der Medizin. Herr Albrecht erzählte mir dort die abwechslungsreiche Geschichte des Hauses und zeigte mir einige Highlights aus dem wertvollen Bestand. Auch die dort zurzeit stattfindenden Projekte mit dem Altbestand waren sehr spannend: die Tiefenerschließung und die sehr berührende Provenienzforschung.

Es war eine sehr lehrreiche und interessante Praktikumswoche für mich, die ich jedem Studenten des ULG nur ans Herz legen kann. Dadurch, dass man alle Abteilungen besucht, bekommt man einen sehr guten Eindruck, wie der Betrieb einer Bibliothek wirklich funktioniert. Die BibliothekarInnen sind alle sehr hilfsbereit und zuvorkommend, man fühlt sich in dem angenehmen Betriebsklima sofort wohl und willkommen.

Vielen Dank für die schöne Zeit!

Eva Haas

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Karin Sedlak: Praktikum an der Ub MedUni Wien

Mein Praktikum in der Med Uni Wien: Ein Tag lehrreicher als der andere

Da meine beiden anderen Praktika (im Österreichischen Volksliedwerk und in der Bibliothek des Theatermuseums) der geisteswissenschaftlichen Richtung zuzuordnen sind, ich aber auch eine Bibliothek mit völlig anderem Schwerpunkt kennen lernen wollte, habe ich mich über eine Zusage eines Praktikums an der Bibliothek der Medizinischen Universität Wien sehr gefreut.

Gleich bei meiner herzlichen Begrüßung durch Karin Czepicka, die stellvertretende Leiterin, erhielt ich einen detaillierten Plan meines zweiwöchigen Praktikums, der mich in den folgenden Tagen durch sämtliche Abteilungen führte und mir eine ausgezeichnete Gelegenheit gab, alle wichtigen Prozesse kennen zu lernen, die nötig sind, um die Bibliothek zu einem funktionierenden großen „Dienstleistungsunternehmen“ zu machen.

Durch diesen Überblick war es für mich sehr gut nachvollziehbar, wie viele einzelne „Zahnräder“ im Hintergrund ineinandergreifen (müssen), um die Vielfalt der Aufgaben einer Bibliothek zu bewältigen. Lauter Prozesse, die für den Benützer allerdings unsichtbar sind und die erst dann bemerkt werden, wenn etwas nicht so reibungslos funktioniert wie man es gewöhnt ist!

Ab sofort werde ich sicher geduldiger sein, wenn irgendwo einmal eine bibliothekstechnische Panne auftaucht, denn uns ist als „einfachen Benutzern“ nicht bewusst, wie viel Organisation und Planung nötig ist, bis auch „nur“ ein neues Buch nach einem vielschrittigen Ankauf-Katalogisierungs- und Adjustierungsprozess endlich im Regal und zur Benützung bereitsteht!

Bei einer ausführlichen Führung durch den Lesesaal, das Lernzentrum und das Magazin erfuhr ich zu meinem Erstaunen, dass – obwohl viele der Studenten ja bereits „digital natives“ sind – Printbestände (vor allem im Bereich der Lehrbücher) immer noch äußerst gefragt sind, da die Haptik beim Lernen anscheinend eine größere Rolle spielt, als es die Trends zu elektronischen Medien vermuten lassen!

In den nächsten Tagen durfte ich im Literaturlieferdienst mitarbeiten, erfuhr Vieles über den Erwerb und die Formalerschließung der Bestände und konnte den Systembibliothekaren, die für das Bibliothekssystem Primo verantwortlich sind, über die Schulter schauen.

Man stellte mir das Service „e-Books on demand“ (EOD) vor und erklärte mir viel über die Verlinkungssoftware SFX, die Berechnung des Impact Factors und die Benutzungsstatistiken.

Ich durfte sogar meine bisherigen Kenntnisse der inhaltlichen Erschließung vertiefen, denn an der Bibliothek der Medizinischen Universität wird nach der NLM klassifiziert (= National Library of Medicine Classification 2011) und hier durfte ich Neuland betreten, zumal dies in englischer Sprache erfolgte und die Medizin überdies ein völlig neues fachliches Gebiet für mich war.

Ich bekam auch einen guten Überblick über die medizinspezifischen Datenbanken und konnte so mein know-how auf dem Gebiet der Recherche erheblich erweitern.

Sogar der Leiter der Bibliothek, Mag. Bruno Bauer, nahm sich ebenfalls Zeit für mich und erklärte mir dem Umgang der Bibliothek mit den Möglichkeiten des Open Access und die Wichtigkeit von Forschungsdaten für den wissenschaftlichen Betrieb.

Nach einigen Tagen in der Hauptbibliothek im AHK lernte ich auch die Zweigbibliotheken der Med Uni Wien kennen: Zum einen die Fachbibliothek für Zahnmedizin, die als OPL geführt wird und in der der ich vom Leiter Mag. Großhaupt viel über die Bestände und den derzeitigen Stand der Forschung auf dem Gebiet der Zahnmedizin erfuhr.

Ich war überrascht zu hören, dass es seit einem Jahr eine neu geschaffene Professur für Kinderzahnheilkunde gibt und sich weiters viel auf dem Gebiet der Materialforschung (bei Zahnfüllen oder Knochenaufbau) tut.

Das absolute Highlight aber wartete auf mich als historisch sehr interessierte Person in der Bibliothek der Geschichte für Medizin, genannt: „Josephinum“. Sie wurde von Kaiser Joseph II. im Jahr 1785 angelegt, als die „Wiener medizinische Schule“ zur gezielten Ausbildung von Militärärzten gegründet wurde: bisher war die Chirurgie ein „Handwerk“ gewesen, das vor allem von Badern ausgeübt wurde.

Der Hauptbestand der Bücher in der Bibliothek der Kaisers („Josephina“) erstreckt sich auf die Jahre 1750-1820 und umfasst vor allem Werke auf dem Gebiet der Chirurgie, der Augenheilkunde, der Gynäkologie (die Ehefrauen der Soldaten wurden ebenso betreut wie die Militaristen) und die Nebenfächer Chemie und Physik.

Durch meinen Betreuer lernte ich bei einer ausgiebigen Führung in sämtliche Winkel des Hauses all die verborgenen „Schätze“ kennen, die das Josephinum in sich birgt und die einst den Weltruf der „Wiener medizinischen Schule“ unter Maria Theresias Leibarzt Gerard van Swieten begründeten und ausbauten.

Herr Albrecht zeigte mir eine ganze Reihe bibliothekarischer Schätze der „Josephina“, ich beschränke mich in meinem Bericht auf zwei von ihnen. Allen voran der „Hortus Eystettensis“, der 1613 vom Apotheker Basilius Besler aus Nürnberg geschaffen wurde. In ihm sind anhand von Kupferstichen 366 Pflanzen nach ihrer Blütezeit im Jahreslauf abgebildet.  Dass dieses wertvolle Stück nur selten seinen „Stall“ verlässt, liegt vor allem an seinem nicht geringen Gewicht von stolzen 22kg schwer!

Ich lernte auch das älteste aufbewahrte Werk kennen: „De pesto“ aus 1478 von Giacomo Busoldi, in dem die Pestepedemie in Florenz in den 1430er Jahren beschrieben wird.

Zu guter Letzt zeigte mir Herr Albrecht eine von zwei Aldinen, die das Josephinum beherbergt.

In den folgenden Tagen beschlagwortete ich bei der Leiterin Frau Dr. Brigitte Kranz medizinische Lehrbücher aus frühen 19. Jahrhundert in ALEPH und klassifizierte sie nach der NLM.

Als jemand, zu dessen persönlichem wie beruflichem „Steckenpferd“ die Quellenrecherche gehört, fand ich die schönste Herausforderung darin, Harald Albrecht bei der Revision der Josephinischen Bestände unterstützen zu dürfen.

Ein mühsames und aufwändiges Unterfangen auf Jahre hinaus, da man sämtliche in über 6000 Bänden Personen- und Quellenangaben nach einer eigens konstruierten Datenbank einträgt , wobei man aber von Zeit zu Zeit von der Materie vor – beinahe – unlösbare Aufgaben gestellt wird.

Auch während meiner Praktikumstage stellte sich dies einige Male als äußerst herausforderndes Unterfangen heraus, bei dem ich meine bereits verschollen geglaubten Lateinkenntnisse wieder aktivierte und ich mein „Research-Repertoire“ um  viele neue Schachzüge und Datenbanken für die Recherche nach historischen Persönlichkeiten und Buchbeständen erweitern konnte.

Herr Albrecht erzählte mir überdies viel über das langjährige Projekt der Provenienzforschung und so manch bereits erfolgte Restitution an Erben.

Da ich meine Dissertation über den jüdischen Kabarettautor und Librettisten Hugo Wiener geschrieben habe, der 1938 in ein zehnjähriges Exil nach Südamerika ging und durch den NS-Terror sämtliche seiner Angehörigen verlor, war dieses Thema auch von besonderem Interesse für mich.

Am letzten Tag bekam ich durch Herrn Albrecht noch eine exklusive Führung durch die weltberühmten Wachsmodelle nach Florentiner Vorbild, die den angehenden Ärzten zu Kaiser Josephs II. Zeiten als „Anschauungsmaterial“ für ihre Studien dienten.

Ich kann jedem Lehrgangsteilnehmer ein Praktikum an der Med Uni Wien sehr empfehlen, da man einen sehr umfangreichen Einblick in eine der größten Universitätsbibliotheken unseres Landes bekommt und der Praktikumsalltag aufgrund der vielen verschiedenen Tätigkeiten und der herzlichen Betreuung äußerst abwechslungs- und lehrreich ist.

Danke an alle, die mich so bereitwillig und engagiert betreut haben, vor allem an Mag. Karin Cepicka, die dieses Praktikum möglich gemacht und organisiert hat und Herrn Harald Albrecht, der mir geduldig all meine Fragen beantwortet hat und sich sehr viel Zeit genommen hat, mir das geschichtsträchtige Haus des Josephinums mit all seinen Schätzen bis in den letzten Winkel zu zeigen!

Ich bin überzeugt, dass mir dieses Praktikum auch bei meiner künftigen Beruf sehr hilfreich sein wird, da ich viel neues Wissen erwerben konnte, das ich in meinen Arbeitsalltag umsetzen kann!

Karin Sedlak

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Susanne Zimmer: Praktikum an der Ub MedUni Wien

Wir behalten von unsern Studien am Ende doch nur das, was wir praktisch anwenden.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Meine theoretischen Studien im Rahmen des Universitätslehrgangs Library and Information Studies an der UB Wien durfte ich durch eine zweiwöchige Praxis (15. 2. – 26. 2. 2016) an der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien erweitern und bereichern. Ganz in diesem Goethe’schen Sinn haben mir alle KollegInnen der Bibliothek nicht nur eine genaue Einführung in ihren Arbeitsbereich gegeben und mir viel Theoretisches nähergebracht, indem sie meine vielen Fragen geduldig und verständlich beantwortet haben, sondern mir anschließend die Möglichkeit gegeben, das eben Besprochene praktisch anzuwenden.

An meinem ersten Tag überreichte mir Frau Cepicka, der ich die tolle Organisation meines Praktikums verdanke, einen genauen Zeitplan, anhand dessen ich schritt- und in strukturierter Weise sämtliche Abteilungen durchlaufen habe. So verstand ich dann auch nach und nach, wie die theoretischen Pläne des Qualitäts- und Prozessmanagements umgemünzt auf den Arbeitsalltag in der Bibliothek in der Praxis funktionieren. Das Kennenlernen aller Abteilungen in der ersten Woche führte mich auch zu den beiden Zweigbibliotheken, die ganz unterschiedliche Seiten von Bibliothekskonzepten vorführten: die architektonisch und technologisch sehr moderne Bibliothek für Zahnmedizin und die Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin, die die wertvollen medizinhistorischen Bestände aufbewahrt und die für die bibliophile Seele eines jeden bücherliebenden-bibliothekarischen Praktikanten eine einzige Schatzkammer darstellt. In der zweiten Praktikumswoche durfte ich dann selbstständig mitarbeiten und half vor allem im Bereich des Literaturlieferdienstes und im Lesesaal mit. An meinem letzten Tag nahm sich der Leiter der Bibliothek, Herr Mag. Bauer, die Zeit, um mit mir über Entwicklungen in der Branche und neue Tätigkeitsfelder im Bibliothekswesen zu sprechen.

Das obige Zitat kann ich also nur bestätigen und ergänzen, dass ich von meinem Praktikum an der UB der MedUni nicht nur deshalb so viel mitnehme und behalte, weil ich viele bibliothekarische Aufgaben praktisch anwenden durfte, sondern vor allem auch deshalb, weil ich dies in einem so freundlichen, lustigen, hilfsbereiten und kollegialen Team machen durfte!

Susanne Zimmer

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Denny Cheng : Praktikum an der Ub MedUni Wien

Im Rahmen der berufspraktischen Tage arbeitete ich vom 25.1.2016 bis zum 27.1.2016 in der UB der MedUniWien. Mir wurden alle Arbeitsbereiche der UB der medizinischen Universität gezeigt. Vom Bestellen und Beschriften der Bücher, bis zum Entlehnen an der Theke.

Außerdem erfuhr ich Sachen, von denen ich nie zuvor gehört hatte. Zum Beispiel wusste ich nicht, dass es eine Abteilung gab, die für Ärzte Arbeiten und Protokolle über deren Fachbereich heraussucht. Ich war nicht nur in der UB, sondern auch in der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin im Josephinum, dem Sitz des Institutes für Geschichte der Medizin. Dort sah ich viele alte Wälzer über die Medizin. Einige waren über 400 Jahre alt!

Es hat mir einen Riesenspaß bereitet mit all den netten Menschen arbeiten zu können.

Denny Cheng

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Antigon Gjura: Praktikum an der Ub MedUni Wien

Ich, Antigon Gjura, war von 19.10 bis 13.11 als Volontär in der medizinischen Universitätsbibliothek tätig. Zu meinen ersten Aufgaben zählten der Ausdruck von Buch-Etiketten, das Bekleben der Bücher, Zeitschriftenbände ausheben, Bestellungen ausdrucken und verschicken und Zeitschriftenartikel zu scannen. Die MitarbeiterInnen (Teresa Trzepizur, Judith Parthe, Markus Trausmuth und Helmut Weinfurter) waren alle sehr freundlich, hilfsbereit und haben mich bei meinen Aufgaben unterstützt. Das Volontariat, im Übrigen meine erste Berufserfahrung, hat mir sehr gut gefallen und hat mir echt großen Spaß gemacht. Ich konnte meine erste Berufserfahrung sammeln und hoffe, die KollegInnen sind an meinen zukünftigen Arbeitsort ähnlich hilfsbereit wie hier.
Dankeschön!
Antigon Gjura

http://www.assist4you.at/

Weitere Berichte über Praktika an der UB Med Uni Wien im Van Swieten Blog:

  • Antigon Gjura: Praktikum an der UB Med Uni Wien (November 2015): (Van Swieten Blog 24952 vom 14.12.2015)