Archiv der Kategorie: Literaturhinweis

Literaturhinweis

Publikation MedUni Wien Mitarbeiterinnen: Diabetes

Folgendes aktuelle Buch hat die Universitätsbibliothek aufgenommen:

Alexandra Kautzky-Willer; Yvonne Winhofer
Diabetes
Vorsorgen, rechtzeitig erkennen und richtig behandeln

ISBN: 978-3-214-00991-5
Reihe: MedUni Ratgeber
Verlag: MANZ Verlag Wien
Format: Flexibler Einband
  174 Seiten, 2016

Diabetes entsteht schleichend und viele der Betroffenen erfahren davon erst, wenn bereits eine gefährliche Folgeerkrankung wie z.B,. Herzinfarkt eingetreten ist. In diesem neuen Ratgeber erklären die Autorinnen, Expertinnen für Diabetes an der MedUni Wien, auf wissenschaftlicher Basis, wie man Diabetes durch frühzeitige Lebensstiländerungen gegensteuern, aber auch, wie man lange gut und fit mit dieser Erkrankung leben und ihre Symptome besser deuten kann.

Dazu gibt es viele hilfreiche, praxisorientierte Tipps zu Ernährung, Trainings- und Diätplänen. Außerdem: Fakten zu medikamentöser Therapie, vermeidbaren Folgeerkrankungen und zum generell besseren Verständnis der Erkrankung.

Most Wanted Books: Pharmakologie & Toxikologie; Sonografie kompetent : von der Indikation zur Interpretation…

In den letzten Buchausstellungen wurden folgende Bücher am meisten vorgemerkt:

Pharmakologie & Toxikologie : von den molekularen Grundlagen zur Pharmakotherapie
Freissmuth, Michael, 1960- [VerfasserIn] Offermanns, Stefan, 1964- [VerfasserIn] Böhm, Stefan, 1963- [VerfasserIn]
2016
Signatur: QV-4-42

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Sonografie kompetent : von der Indikation zur Interpretation
Seitz, Karlheinz, 1946- [HerausgeberIn] Braun, Bernd, 1946- [HerausgeberIn] Amann-Vesti, Beatrice, Angiologin, 1964- [MitwirkendeR] Lesnik, Gerald (Klagenfurt) Mostbeck, Gerhard (Wien) .
2016
Signatur: WN-208-4

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Vitamine und Minerale : Indikation, Diagnostik, Therapie
Biesalski, Hans-Konrad, 1949- [VerfasserIn]
2016
Signatur: QU-160-15

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [2]: Ulrichs, Karl Heinrich: Memnon. Die Geschlechtsnatur des mannliebenden Urnings. Eine naturwissenschaftliche Darstellung. Körperlich-seelischer Hermaphroditismus. Anima muliebris virili corpore inclusa.

Ulrichs, Karl Heinrich: Memnon. Die Geschlechtsnatur des mannliebenden Urnings. Eine naturwissenschaftliche Darstellung. Körperlich-seelischer Hermaphroditismus. Anima muliebris virili corpore inclusa. Als Fortsetzung der Schriften von Numa Numantis: Siebente Schrift. Schleiz: Hübscher 1868.

Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin, Signatur: 54.019

http://search.obvsg.at/primo_library/

Autor

Karl Heinrich Ulrichs (*1825 Aurich/Deutschland, gest. 1895 L’Aquila/Italien) war ein deutscher Jurist, Journalist und Verleger. Er gilt als Pionier der Sexualwissenschaft und erster Aktivist für die Gleichstellung von Homosexuellen. Er studierte zwischen 1844 und 1848 Theologie, Rechtswissenschaften und Geschichte in Göttingen und Berlin; danach arbeitete er zunächst als Gerichtsassessor. Ab 1864 veröffentlichte er seine erste von insgesamt 12 Schriften Forschungen über das Räthsel der mannmännlichen Liebe. Am deutschen Juristentag 1867 in München forderte er erstmals die Straffreiheit von konsensuellen gleichgeschlechtlichen Handlungen unter Erwachsen, worauf es zu Tumulten und zum Abbruch seiner Rede kam. [vgl. Legalisierung homosexueller Handlungen – DDR: 1968, BRD: 1969, Österreich: 1971]. Durch die zunehmende strafrechtliche Verfolgung Homosexueller, besonders nach der Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871, sah er sich 1880 gezwungen ins Exil nach Italien zu gehen. Karl Heinrich Ulrichs gilt heute vielen als „erster Schwuler der Geschichte“ da er seine Homosexualität als Teil seiner Persönlichkeit begriff, positiv besetzte und zur Emanzipation aufrief.

Werk

Karl Heinrich Ulrichs kreierte für gleichgeschlechtlich agierende Männer den Begriff des „Urnings“ – das stellt auch die erste Selbstdefinition der Geschichte von Homosexuellen dar, davor wurde von „Päderasten“ oder „Sodomiten“ gesprochen. Diesem Begriff wird später der „Homosexuelle“ und schließlich der „Schwule“ folgen. Der Urning wurde nach der Göttin Aphrodite Urania, die der Legende nach aus abgetrennten Körperteilen ihres Vaters Uranus entstand, also eine eingeschlechtliche Liebe repräsentierte, benannt. Ulrichs‘ Systematik sah auch den Begriff „Urninde“ für eine homosexuelle Frau vor. Memnon. […], die siebten seiner 12, zwischen 1864 und 1880 erschienen Schriften, zählt zu den zentralen theoretischen Auseinandersetzungen mit dem Thema Homosexualität. In seiner Theorie „Anima muliebris virili corpore inclusa” postulierte Ulrich die Idee einer weiblichen Seele, die dem Urning innewohnt, und dieser sich dadruch zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt. Ebenso versuchte er eine Kategorisierung und Unterkategorisierung von seiner Meinung nach unterschiedlichen Ausprägungen von Homosexualitäten. Diese Kategorisierungen wurden später von Magnus Hirschfeld (*1868 Kolberg, gest. 1935 Nizza) aufgegriffen und in dessen heute längst überholten Theorie der sexuellen Zwischenstufen erweitert.

Diskurs

Es ist kein Zufall, dass der erste emanzipatorische Beitrag in der Debatte um die Frage der Homosexualität von einem Juristen stammt. Denn erst im Laufe der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verschiebt sich die Auseinandersetzung von einem erst rein juristischen zu einem immer stärker durch die Medizin geprägten Diskurs. Der Begriff „Homosexualität“ wurde 1868 von Karl Maria Kertbeny [eigentl. Karl Maria Benkert] (*1824 Wien, gest. 1882 Budapest) ebenfalls von einem Nichtmediziner in die Debatte eingeführt. Der Schriftsteller Kertbeny prägte auch 1880 analog zur Homosexualität den Begriff „Heterosexualität“. Doch auch Mediziner waren schon in den 1860er Jahren Teil des Diskurses: wie der damals noch in Würzburg (Professur an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien ab 1872) lehrende Pathologe Heinrich von Bamberger (*1822 Zwonarka bei Prag, gest. 1888 Wien), dessen Briefwechsel mit Ulrichs in seiner Schrift Memnon auch zitiert wird: „[…]Ich gestehe, daß die geistreiche Art, wie Sie das Thema behandelt haben, sehr geeignet ist, das wissenschaftliche Interesse dafür rege zu machen. […]“[1] Erst mit den Pionieren der Sexualwissenschaft Richard von Krafft-Ebing (*1840 Mannheim, gest. 1902 Graz) und Magnus Hirschfeld im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wird die Forschung und Debatte zur Homosexualität klar von der Medizin dominiert.

Text: Harald Albrecht

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Abb.          Sign. 54.014, Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin

Ulrichs, Karl Heinrich: Memnon. Die Geschlechtsnatur des mannliebenden Urnings. Eine naturwissenschaftliche Darstellung. Körperlich-seelischer Hermaphroditismus. Anima muliebris virili corpore inclusa. Als Fortsetzung der Schriften von Numa Numantis: Siebente Schrift. Schleiz: Hübscher 1868.

[1] Ulrichs, Karl Heinrich Ulrichs: Memnon. […] Schleiz: Hübscher 1868. S. X.

Normdaten (Person) Ulrichs, Karl Heinrich: BBL: 26502; GND: 11888980X

 Ulrichs, Karl Heinrich in: Wikipedia – Die Freie Enzyklopädie: URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Karl_Heinrich_Ulrichs (Stand: 16.02.2022)

Bio-bibliografisches Lexikon (BBL)/Liste aller Beiträge der VS-Blog-Serie: Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien

Bitte zitieren als VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der MedUni Wien, BBL: 26502 (20.10.2016); Letzte Aktualisierung: 2022 02 16
Online unter der URL: https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=26502

Logo Margrit Hartln Blog: MMag. Margrit Hartl

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [1]: Die private Ärztebibliothek der Familie Lederer

Die private Ärztebibliothek der Familie Lederer

Text: Dr. Walter Mentzel

Die Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien besitzt eine mehrere hundert Bücher umfassende Bibliothek aus der Provenienz der Wiener Ärztefamilie Lederer. Diese medizinische Bibliothek wurde vom Kinder- und Frauenarzt Thomas Lederer jun. (1791-1874) Anfang des 19. Jahrhunderts aufgebaut und von seinem Sohn, dem Homöopathen, Magister der Geburtenhilfe und praktischen Arzt Camill (Kamillo) Lederer (1830-1912) übernommen und bis zu seinem Tode im Jahr 1912 erweitert. Die ältesten Werke stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Bibliothek stellt eine der größten und ältesten zusammenhängenden privaten Wiener Ärztebibliotheken dar.

Die Bücher wurden von Camill Lederer einheitlich gebunden und enthalten in den meisten Fällen den Exlibris-Stempel: „Camill Lederer Marxergasse 15“, wo Lederer in Wien 3 bis 1889 wohnhaft war. Andere Exemplare besitzen den Stempel mit seiner letzten Wohnadresse: „Wien III, Ungargasse 58“. Die Bibliothek kam durch die Verlassenschaftsabhandlung nach Camill Lederer beim Landesgericht Landstraße in Wien an die Erben aus der Familie Lederer und in den 1960er Jahren durch eine Schenkung der Familie Maresch-Heissenberger an die Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin.

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Abbildung: Stempel Camill Lederer

Keywords:Thomas Lederer, Camill (Kamillo) Lederer, Private Bibliothek, Medizinische Bibliothek, Wiener Ärztebibliothek, Privatbibliothek, Private Ärztebibliothek, Arzt, Medizingeschichte, Wien, Exlibris

Bio-bibliografisches Lexikon/Liste aller Beiträge der VS-Blog-Serie: Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien

Bitte zitieren als VAN SWIETEN BLOG der Universitätsbibliothek der MedUni Wien, BBL: 38481 (13.10.2016); Letzte Aktualisierung: 2022 01 26
Online unter der URL: https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=26481

TOP-JOURNAL des Monats: NATURE REVIEWS IMMUNOLOGY (Impact Factor: 39.416 )

Die Universitätsbibliothek stellt DIE medizinischen Top-Journals am Campus der MedUni Wien und via Remote Access  zur Verfügung.

Das  TOP-JOURNAL des Monats im Van Swieten Blog ist:
NATURE REVIEWS IMMUNOLOGY

Zu den Volltexten: Jg. 1, H. 1 (2001) –

Die ersten 20% der Zeitschriften eines bestimmten Fachgebietes im Journal Citation Reports JCR (geordnet nach der Höhe des Impact Factors) sind TOP-JOURNALE.

Mit dem Impact Factor 39.416 zählt NATURE REVIEWS IMMUNOLOGY zu den Top-Journalen in der Kategorie: IMMUNOLOGY – SCIE

ISSN: 1474-1733

NATURE PUBLISHING GROUP

MACMILLAN BUILDING, 4 CRINAN ST, LONDON N1 9XW, ENGLAND

12 Issues/Year;

Alle eJournals finden Sie hier–>Link

Neuerwerbungen im Oktober`16:

Der Bestand der Bibliothek wird durch zahlreiche interessante
Neuerwerbungen laufend erweitert.

Ein Großteil der neu erworbenen Literatur wird in der Buchausstellung im Lesesaal präsentiert.

Alle Neuerwerbungen finden Sie im Katalog–>LINK

Beispiele:

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Clinical neurology
Aminoff, Michael J. Greenberg, David A. Simon, Roger P.
2015

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false

Gray’s anatomy : the anatomical basis of clinical practice
Standring, Susan, 1947- [HerausgeberIn] Anand, Neel [HerausgeberIn] Gray, Henry, 1825-1861 [VerfasserIn]
2016

———————————-

false

Caplan’s stroke
Caplan, Louis R., 1936- [HerausgeberIn]
2016

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false

Anästhesie-Fibel : Kompendium für den klinischen Alltag
Wrobel, Marc, 1974- [VerfasserIn] Wrobel, Maike [VerfasserIn] Lahme, Thomas [VerfasserIn]
2016

————————————

false

Oxford textbook of medicine: cardiovascular disorders
Warrell, David [HerausgeberIn] Cox, Timothy [HerausgeberIn] Firth, John [HerausgeberIn] Dwight, Jeremy [HerausgeberIn]
2016

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Neuerwerbungen im September`16:

Der Bestand der Bibliothek wird durch zahlreiche interessante
Neuerwerbungen laufend erweitert.

Ein Großteil der neu erworbenen Literatur wird in der Buchausstellung im Lesesaal präsentiert.

Alle Neuerwerbungen finden Sie im Katalog–>LINK

Beispiele:

Broken bones : the radiologic atlas of fractures and dislocations

Chew, Felix S. [VerfasserIn] Maldijan, Catherine [VerfasserIn] Mulcahy, Hyojeong [VerfasserIn]

2016

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Koneman’s color atlas and textbook of diagnostic microbiology

Procop, Gary W.

2016

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Koenig and Schultz’s disaster medicine : comprehensive principles and practices

Koenig, Kristi L. [HerausgeberIn] Schultz, Carl H. [HerausgeberIn]

2016

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Anästhesie griffbereit : Dosierungen – Algorithmen – Laborwerte – griffbereit

Steiner, Kostja, 1980- [VerfasserIn] Steiner, Kostja (Graz)

2016

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Traumatologisch-orthopädische Untersuchung

Hofmann, Gunther O., 1957- [HerausgeberIn] Bäumlein, Martin [MitwirkendeR]

2016

TOP-JOURNAL des Monats: BMJ-British Medical Journal (Impact Factor: 19.697)

Die Universitätsbibliothek stellt DIE medizinischen Top-Journals am Campus der MedUni Wien und via Remote Access  zur Verfügung.

Das  TOP-JOURNAL des Monats im Van Swieten Blog ist:
BMJ-British Medical Journal

Zu den Volltexten: Jg. 1, H. 1 (1840) –

Die ersten 20% der Zeitschriften eines bestimmten Fachgebietes im Journal Citation Reports JCR (geordnet nach der Höhe des Impact Factors) sind TOP-JOURNALE.

Mit dem Impact Factor 19.697 zählt BMJ-British Medical Journal zu den Top-Journalen in den Kategorien:
MEDICINE, GENERAL & INTERNAL – SCIE

52 Issues/Year;
ISSN: 1756-1833

BMJ PUBLISHING GROUP
BRITISH MED ASSOC HOUSE, TAVISTOCK SQUARE, LONDON WC1H 9JR, ENGLAND

Alle eJournals finden Sie hier–>Link