Archiv der Kategorie: News

Neuigkeiten Veranstaltungstermine etc.

PATHWAY – Datenbanken

von Dr. Josef König 

Systems biology, eine etwa um das Jahr 2000 entstandene Fachrichtung der Biologie, bemüht sich um ein Verständnis der komplexen Interaktionen in biologischen Systemen. Dabei werden systematisch untersucht: Transcriptom, Proteom, Metabolom, Glycomics, Interactomics, Fluxomics. Der Darstellung der inter- und intrazellularen Signalkaskaden widmen sich PATHWAY-Datenbanken:

Pathway Interaction Database 

In einer Zusammenarbeit zwischen dem NCI (National Cancer Institute) und der NPG (Nature Publishing Group) entstand die frei zugängliche Datenbank Pathway Interaction Database. Sie integriert auch Pathways aus der Datenbank BioCarta (die dort allerdings graphisch ansprechender abgebildet sind).

Zur Anzeige der Pathways im Internet Explorer wird ein SVG (Scaleable Vector Graphics) – Viewer  benötigt, den Sie hier finden.

BioCarta

Die eben erwähnte Firma BioCarta stellt ebenfalls Pathways frei zur Verfügung.

Protein Lounge

Leider nicht frei erhältlich sind die Pathways der Protein Lounge. Diese Quelle bietet die graphisch ansprechendsten Darstellungen der Systembiologie. Unter dem Punkt Bio-Tools findet sich der Pathway Builder, ein Programm, in dem selbst Pathways gestaltet werden können. Dies kann man mit eingeschränkten Möglichkeiten auch direkt auf der Homepage kostenlos ausprobieren. Sollte Sie an dieser, im übrigen nicht allzu teuren Datenbank Interesse haben, wenden Sie sich bitte an die Universitätsbibliothek der MUW.

MEDDB

Eine Zusammenstellung weiterer Pathway-Datenbanken finden Sie auf meiner Datenbankseite www.meddb.info/

Weitere Blog-Beiträge des Autors:

MEDLINE-Perfektionskurs

BMJ BEST TREATMENT: Behandlungsinformationen für ihre PatientInnen

Bis zum 31. 12. 2007 stellt der Verlag BMJ seine Datenbank „Best Treatments“ im Computernetz der MUW als Testzugang zur Verfügung.

Diese Datenbank enthält einfach gehaltene Informationen für Patienten und Patientinnen, bezieht sich aber inhaltlich auf „Clinical Evidence“, eine Datenbank für Evidenzbasierte Medizin des selben Verlages BMJ.

BMJ Best Treatments provides patients with the facts on:

• The causes and symptoms of 180 common conditions
• The benefits and side effects of more than 1,500 treatments
• The risks and benefits of 23 common operations and tests

=> Link zu BMJ Clinical Evidence

=> Link zur „Bedienungsanleitung“ von BMJ Best Treatment (PDF)

[Autor: Helmut.Dollfuss@meduniwien.ac.at]

Gastbeitrag zum Hortus Eystettensis (Hortus Eystettensis 1)

Hortus_Foto_by_Margrit Hartl

von Mag. Gilbert Zinsler

Hortus Eystettensis – botanische Sammelleidenschaft und barocke Pracht

Der Hortus Eystettensis , oder Garten von Eichstätt, zählt seit seiner Erscheinung im Jahre 1613 zu den meistbeachteten illustrierten Pflanzenbüchern. Diese Ausnahmestellung verdankt er nicht nur seinem übergroßen Format (Königs-Folio = 57 x 46 cm), sondern vor allem der faszinierenden Schönheit seiner auf 367 ganzseitigen Kupfertafeln wiedergegeben Abbildungen von 1095 einzelnen Pflanzen. Er zählt zu den imposantesten Werken der europäischen botanischen Literatur, geschaffen aufgrund botanischen Interesses, gärtnerischer Sammelleidenschaft und barockem Repräsentationswillen. Initiator und Auftraggeber dieser bibliophilen Prachtenfaltung war Johann Konrad von Gemmingen (1593/95-1612), Fürstbischof von Eichstätt. Er lies die Willibaldsburg als Bischofssitz, oberhalb der Stadt Eichstätt, im bayrischen Altmühltal zum eleganten Rennaissance-Schloß umbauen. Schon einer seiner Vorgänger im Bischofsamt, Martin von Schaumberg (1560-1590) hatte prächtige Gärten rund um das Schoß anlegen lassen. Fürstbischof Gemmingen lies diesen Garten großzügig erweitern und beauftragte zunächst den berühmten Arzt und Botaniker Joachim Camerarius d.J. (1561-1598) mit der Gartenplanung. Anfang des 17. Jahrhunderts übernimmt diese Position der Nürnberger Apotheker Basilius Besler (1561-1629). Um 1607/08 erhielt Besler darüber hinaus den Auftrag zur Herstellung eines reich bebilderten Kupfertafelwerkes, einem Abbild des Gartens in Buchform, dem „Hortus Eystettensis“ .

Viele der abgebildeten Pflanzen des Buches sind heute in Mitteleuropa weit verbreitet, waren aber zur Entstehungszeit exotisch und selten. Nur etwas mehr als die Hälfte war damals in Deutschland verbreitet, 30 Prozent waren im Mittelmehrraum beheimatet, ein Zehntel stammte aus Asien, ein Fünftel aus Amerika und nur wenige Pflanzen aus Afrika. Wie kam der Fürstbischof im entlegenen Altmühltal nun zu diesen seltenen Pflanzen? Eine wichtige Quelle dürfte der Garten Joachim Camerarius in Nürnberg gewesen sein. Der Arzt und Dekan der des Nürnberger Collegium Medicum Camerarius hatte diesen Garten bereits vom Apotheker Jörg Öllinger, den auch Hieronymus Bock in seinem Kräuterbuch mehrfach als Pflanzenlieferant und Gewährsmann für botanische Informationen nennt, übernommen. Aufgrund der guten Beziehungen zu den wichtigen Botanikern seiner Zeit, insbesondere zu Carolus Clusius, dem Aufseher der kaiserlichen Gärten in Wien, konnte dieser den Garten wohl so attraktiv erweitern, dass er von 1596 vom Fürstbischof Gemmingen den auftraf bekam die Anlage eines neuen Garten zu planen. Auch wenn er die Verwirklichung seiner Pläne nicht mehr erleben durfte, waren seine Pflanzen der Grundstock des nachmals so berühmten Gartens, dem im Prachtwerk des „Hortus Eystttensis“ ein kunsthistorisch glanzvolles und einzigartiges Denkmal gesetzt wurde. Basilius Besler ergänzte diese Pflanzensammlung mittels Lieferungen von Kaufleuten aus den großen niederländischen Handelsstätten.

Ziel dieses Beitrags soll es sein, nicht nur das Buch, sondern Monat für Monat auch ein oder mehrere Pflanzen näher zu beschreiben. Die Abbildungen entstammen dem Exemplar des „Hortus Eystettensis“ aus der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin. Dieser ist eines der Prunktstücke der sogenannten Josephinischen Bibliothek (über 7.500 Werke, ca. 11.500 Bände), die ursprünglich Lehrbibliothek für die von Kaiser Joseph II. begründete und Medicinisch-chirurgische Akademie in dem nach ihm benannten Josephinum eingerichtet worden ist.

Literatur:
Werner Dresendörfer, Vom Kräuterbuch zur Gartenlust. Der Hortus eystettensis zwischen Medizin, Botanik und Hortikultur, In: Die Pflanzenwelt des Hortus Eystettensis, S.73-90, (München, 1998)
Hans-Otto Keunike (Hrsg.), Hortus Eystettensis, Zur Geschichte eines Gartens und eines Buches (Schriften der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg 20), (München, 1989)

BMJ CLINICAL EVIDENCE: Best Evidence for effective healthcare

 

Bis zum 31. 12. 2007 stellt der Verlag BMJ seine Plattform für Evidenzbasierte Medizin im Testzugang für die MUW zur Verfügung.

BMJ Clinical Evidence bietet, ähnlich wie UpToDate oder DynaMed:

• Systematic reviews covering over 3,000 clinical interventions
• 570 clinical questions answered
• Enhanced user interface
• Simple navigation
• Breaking research
• Drug safety alerts
• Links to key practice guidelines
• Single page summaries providing an instant overview

=> Link zu BMJ Clinical Evidence

=> Link zur „Bedienungsanleitung“ von BMJ Clinical Evidence (PDF)

[Autor: Helmut.Dollfuss@meduniwien.ac.at]

BRITISH MEDICAL JOURNALS: 11 eJournals des Verlages BMJ im Testzugang

BMJ_logo

Bis zum 31. 12. 2007 stellt uns der Verlag BMJ alle aktuellen eJournals im Testzugang zur Verfügung. Zu den bereits lizenzierten Titeln gibt es dadurch Zugriff auf 11 weitere elektronische Zeitschriften im Computernetz der MUW.

=>Link zu allen 28 Zeitschriften des Verlages BMJ

[Autor: Helmut.Dollfuss@meduniwien.ac.at]

MEDLINE – Perfektionskurs: Die AUTOREN-Suche


von Dr. Josef König
Die raffinierten Suchmöglichkeiten der in der Medizin am häufigsten benützten Datenbank MEDLINE werden erfahrungsgemäß nur sehr rudimentär genutzt. Daher soll in lockerer Folge in diesem Blog ein Perfektionskurs angeboten werden. Heute wollen wir uns der Suche nach Autoren widmen
:

  1. Sucht man nach einer Autorin mit dem Namen Asbjornsdottir, so kann man das auf die Art durchführen, wie viele es machen: man gibt den Namen im Suchfeld von MEDLINE ein, drückt auf GO und erhält das Ergebnis: 3 Arbeiten, in denen die Gesuchte Coautorin ist.
  2. Diese einfache Suchart stößt spätestens dann an ihre Grenzen, wenn der Name sowohl ein Autorenname sein kann als auch der Name einer Krankheit bzw. der einer medizinhistorischen Person. Als Beispiel eignet sich hier Hodgkin. Sucht man nach Artikel, die von einem Autor dieses Namens erstellt worden sind, so würde die einfach Eingabe im Suchfeld wie oben unter (1) angeführt, zu mehr als 50.000 Treffern führen, von denen aber nur etwa 550 tatsächlich von Autoren dieses Namens verfaßt worden sind. Um die Suche spezifischer zu gestalten, gibt man hier im Suchfeld hodgkin [au] ein. Die eckige Klammer bezeichnet das gewünschte Feld, hier das Autorenfeld.
  3. Solange man genau weiß, wie der Autor heißt, wird die Suche nicht so schwierig sein; anders ist dies bei Namen wie z.B. Siostrzonek. Die Möglichkeiten der Falscheingabe im Suchfeld sind zahlreich. In diesem Fall wird man sich aber vielleicht daran erinnern, dass der Name ganz sicher mit der Buchstabenkombination Sios… beginnt. Diese Anfangsbuchstaben tippt man unter LIMITS | Add Author ein. Es erscheint automatisch ein Pull Down – Menü, das die infrage kommenden Autoren anzeigt und tatsächlich reichen diese 4 Buchstaben aus, um den richtigen Namen zu finden.
  4. Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten: Möchte man wissen, wie oft der Autor als Erstautor aufscheint, so lautet die Eingabe im Suchfeld Siostrzonek [1au]; auch die Suche nach der Letztautorenschaft ist möglich: Siostrzonek [lastau]
    Eine heikle Angelegenheit ist die Recherche nach Namen mit Umlauten: MEDLINE hat in den letzten Jahren dazugelernt und akzeptiert sowohl die Eingabe von müller [au] als auch von muller [au] – in beiden Fällen erhält man die gleiche Trefferanzahl; jedoch müßte man in diesem Beispiel zur Sicherheit auch noch nach mueller [au] suchen, da es ja auch vorkommen kann, dass der Autor sich einmal mit ü und einmal mit ue schreibt.

Weitere Blog-Beiträge des Autors:

58.823 eBOOKS: ACHTUNDFÜNFZIGTAUSENDACHTHUNDERTDREIUNDZWANZIG eBooks im Testzugang!

 

Die Universitätsbibliothek nimmt am größten, je in Österreich durchgeführten Testzugang für elektronische Bücher teil. Bis zum 21. 11. 2007 können sie über das Internet-Portal MiLiBib, bzw. my-i-library 58.823 eBooks im Volltext erreichen.

Die Plattform bietet eine umfangreiche Suchmöglichkeit nach Titel, Autor, Verlag etc. Sogar eine Volltextsuche kann durchgeführt werden. Für das Fachgebiet Medizin stehen ihnen derzeit rund 2000 Titel in englischer und deutscher Sprache zur Verfügung.

Bitte beachten sie beim Herunterladen von Buchkapiteln das CopyRight: Der Download ganzer eBooks oder grosser Teile daraus ist nicht erlaubt und führt unter Umständen zur Sperre unserer Institution am Testzugang.

eBook-Test Konsortium => Link zur eBook-Plattform

[Autor: Helmut.Dollfuss@meduniwien.ac.at]

Universitätsbibliothek lizenziert NATURE NEWS für die MUW

Die Informationsplattform naturenews des Verlages Nature bringt aktuelle Meldungen aus dem Wissenschaftsbereich in Form eines Weblogs.

Sie können am Campus der MUW alle Beiträge direkt auf den Internetseiten von naturenews lesen, sich aber auch Hinweise und Zusammenfassungen der neuesten Einträge per eMail oder via RSS nach Hause liefern lassen.

=>Link zu naturenews

[Autor: Helmut.Dollfuss@meduniwien.ac.at]

EndNote: Neue Web-Version 2.0

EndNote 2.0

Die neue Web-Version 2.0 des beliebten Literaturverwaltungsprogrammes EndNote steht allen registrierten Nutzern automatisch zur Verfügung.

Eine Registrierung und Nutzung der Web-Version 2.0 ist für alle Angehörigen und Studenten der Medizinischen Universität Wien am Campus der MUW kostenlos möglich. Nach der Registrierung am Campus können sie auf ihr EndNote Web 2.0 von überall aus via Internet zugreifen.

Link zur Registrierung für einen kostenlosen Account für EndNote Web 2.0
(Registrierung entfällt, wenn Sie bereits einen Account bei ISI/Web of Science besitzen)

[Autor: Helmut.Dollfuss@meduniwien.ac.at]