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Gastautor Prof. Dr. Peter Heilig: Kunstlicht verursacht Schäden. Auch irreversible. Die Antwort darauf? LICHTHYGIENE

Kunstlicht verursacht Schäden. Auch irreversible. Die Antwort darauf?

LICHTHYGIENE

P Heilig

Lichthygiene als umfassendes Maßnahmenpaket wäre die  Antwort auf all die zunehmend potentiell „phototoxischen“ Licht-Belastungen. Erste Lichtschäden manifestieren sich bereits in den Augen von Kleinkindern. Blendende Intensitäten der Photoblitze in den Augen Neugeborener gefährden deren vulnerable, noch nicht ausgereiften Netzhäute. Regel Nummer eins: Blendung vermeiden – immer- und als Empfehlung: den direkten Blick auf – womöglich blendende – Lichtquellen vermeiden.

Auf energiereiches, grell bläulichweiß strahlendes Elektronik-‚Spielzeug‘ starrt schon die Kinder-Peergroup, aus kurzer Distanz, stundenlang.. Zu den oben erwähnten Lichtschäden-‚Starterpaketen‘ gesellen sich weitere unerwünschte Wirkungen, vor denen nicht gewarnt wird: „Wenn schwarzer Text auf weißem Hintergrund gelesen wird, reduziert dies nach einer Stunde die Dicke der Chorioidea; beim Lesen weißen Textes auf schwarzem Hintergrund nimmt die Aderhautdicke zu.“ Sowohl beim Menschen als auch im Tierexperiment konnte gezeigt werden, dass dünnere Chorioidea eine Myopie-Entwicklung begünstigt, während dickere Aderhaut dies verhindert: „Black text on white paper heavily overstimulated retinal OFF-pathways.“
(https://ub.meduniwien.ac.at//?p=31486)

Von Krabbelstuben über Kindergärten, Fabriken, Büros, Einkaufstempel, beim Sport („TV-taugliche High Intensity z.B. LEDs“), auf Bühnen, bei „Events“, in Discos, bis zu Alters- und Pflegeheimen etc. wird überdosiert blaustichiges, potentiell phototoxisches Licht in die Augen der nicht vorgewarnten Opfer gestrahlt. (https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=22675)

Blendungen und Ablenkungen durch überdosiertes Kunstlicht nehmen zu, unsinnigerweise besonders im Straßenverkehr. Zunehmend wurde die Intensität von KFZ-Scheinwerfern, Tagfahrlichtern, Warn- und Signallichtern etc. gesteigert. Derartige, meist blaustichige ‚Blendlaternen‘ irritieren, blenden und verringern die Gesamt-Straßenverkehrsicherheit.  Mittlerweile klagen so gut wie alle befragten Patienten, aber auch junge Personen mit gesunden Augen, über Blendungen im Straßenverkehr. Verirrte Lichtstrahlen isotrop strahlender HI-LED-DRL-Leuchten sind kontraproduktiv. Die Licht-Intensitäten liegen oft weit über sinnesphysiologischen Erfordernissen.

Visuelle Systeme detektieren bereits einzelne (!) Photone. Retinale Adaptation ermöglicht Anpassung an einen ~1012 – fach höheren (d.h. helleren) Photonenfluss. Die Wieder-Erholungzeit nach Lichtstress (retinal recovery time) verlängert sich mit zunehmendem Alter, vor Allem dann, wenn die Netzhaut bereits irreversibel vorgeschädigt ist – z.B. aufgrund zeitlicher Summationen akuter und chronischer überdosierter Lichtbelastungen. Licht-‚Überakzentuierungen‘ (DRL z.B.) können vom retinalen Niveau über komplexe kognitive (störanfällige) Prozesse bis zur praefrontalen Verarbeitung schwerwiegende Wahrnehmungsausfälle (Inattentional Blindness etc.) samt möglicher fataler Folgen, in erster Linie  im Strassenverkehr, verursachen.

Die Zahl der bei Straßenverkehr-Unfällen verletzten und getöteten Kinder nimmt seit dem nicht ‚Evidenz-basierten‘ “Licht-am-Tag“ Modus bedenklich zu (Lichtquellen: KFZ- etc. -Scheinwerfer, Zusatzleuchten, Tagfahrlichter* = Daytime Running Lights/DRL). Derartige Licht-Stimuli bei Tageslicht lenken die Aufmerksamkeit der KFZ-Lenker von schwächeren Verkehrsteilnehmern unweigerlich ab (ganz besonders gefährdet: Kinder, besondes am ‚Schutz‘(!)weg). Die Erklärung: „Inattentional Blindness“ durch kapazitiven Overflow (Überstimulation) der Arbeits- und visuellen Kurzzeit-Speicher des ZNS samt begreiflicher Fehl-Urteile fehlinformierter Jurisprudenz – in Folge. 

Dauerlicht in Privat-Gärten schadet Flora und Fauna und hält keinen einzigen Einbrecher fern. Auch ‚Rottweilerlicht-Strahler‘  – maximal helle Scheinwerfer zum ‚Schutz‘ offenbar wertvoller Latifundien und Gebäude – schrecken Kriminelle keineswegs ab.

Nächtlich verirrtes Kunstlicht darf nicht von außen in Schlafräume eindringen („Light Trespassing“); selbst erstaunlich geringe Lichtintensitäten können „Chronodisruption“ mit unerwünschten (unter Anderem gesundheitlichen -) Folgen verursachen.

Lichtwerbung, besonders enervierend in „dynamisch“, blinkender Ausführung oder als ‚laufende Bilder‘, irritiert, lenkt ab, auch bei schwacher Lichtintensität – dies erweist sich als besonders problematisch am Straßenrand. Der ablenkend-aufmunternde, immerhin überschwellige Schriftzug – „Schau auf die Straße!“ – stimmt zumindest nachdenklich.

Straßenbeleuchtung: „Full-Cut-Off Leuchten“ (null UV-Emission und reduzierter Blau-Anteil), ohne aberirrende Lichtstrahlen über die Horizontale, werden gefordert. http://www.hellenot.org/themen/gesetz-norm-und-leitfaden/

Fahrrad-, E-Roller, „E-Toy“-Lichter sowie zahllose weitere unsägliche Light-Pollution- erzeugende „Contraptions“ im Straßenverkehr verstoßen gegen gesetzliche Bestimmungen, blinken, blenden und lenken zum Teil stärker ab als manch fehlentwickelte KFZ-Leuchte. Jeder Lichtstimulus, auch in periphere Gesichtsfeld-Anteile projiziert, löst zwangsläufig visuell-kognitive Prozesse aus, die im ZNS ‚verrechnet‘ werden: Worst case-scenario bzgl. Überdosis und Überstimulation: Inattentional Blindness. http://lightmare.org/

Der schlechte Ruf macher Statistik birgt einen kaum jemals erwähnten Systemfehler in sich (‚bias‘): „Near misses“, Beinahe-Kollisionen. Die jeweilige Analyse bedarf eines bis heutzutage noch nicht berücksichtigten Korrekturfaktors. Risikoforscher kalkulieren mit Risiko-Wahrscheinlichkeiten – aufgrund  von Wahrnehmungsforschungen (psychometrisches Paradigama). Konkret: Ablenkungen durch Licht- Überstimulation erhöhen signifikant das Risiko von Unfällen.

„Zeitgeberhygiene“, ein Terminus Technicus aus den Werkzeugkästen der Chronobiologen ließe auf einen etwas behutsameren Umgang mit chronobiologischen Erfordernissen hoffen; Im Klartext: Vermeiden von Chronodisruptionen; späterer Schulbeginn, zurück zur Natur, das hieße – dem ungestörten Dunkel der Nacht, zu Lichtintensitäten und Spektren, welche sinnesphysiologische Gegebenheiten und Kapazitäten berücksichtigen, dem Vermeiden verirrter Lichtstrahlen – zur Unzeit, am falschen Ort, zur falschen Zeit, in die falsche Richtung (Beispiel: isotrope DRL-Strahlen) etc.

Auch die mit Recht zu befürchtende epigenetische Prägung im Sinne weiterer Dosissteigerungen der grell-‚blaustichigen‘ Droge Kunstlicht blieben nächsten Generationen – wäre zu hoffen – erspart.

Lichthygiene könnte unbemerkte, unerwünschte Gewöhnungen dieser und auch folgender Generationen an immer höhere, unphysiologische, potentiell phototoxische  Lichtintensitäts-Niveaus verhindern – und damit auch den Faktor Lichtschäden als Noxe in der Pathogenese der Maculadegenerationen, aber vor Allem die weltweit sich besorgniserregend ausbreitende Myopie-Epidemie endlich eindämmen.

Dunkler Hintergrund, auf allen Monitoren, auch auf Smartphone-Displays, wird zum Gebot der Stunde. Blaue Schrift (S-cones fehlen im Netzhautzentrum) wird obsolet. Gelbliches Licht verbessert messbar das Kontrastsehen, streut und blendet weniger, ist kaum jemals potentiell phototoxisch (verglichen mit energiereichem kurzwellig dominiertem Licht) und – senkt, im Tierversuch gemessen, den Augendruck. (https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=33336)

Epilog: Allgemein wäre wärmeres, niemals überdosiertes Kunstlicht wünschenswert. Die Augen der ganz Jungen und der Alten bedürfen besonders des Schutzes vor energiereichem bläulich-intensivem Licht (cave zeitliche Summation von Lichtnoxen). Der Trend zu aggressiv- kaltweißem Licht wird eines Tages in Vergessenheit geraten sein. Das oft überdosiert-intensive kurzwellige Ende des Spektrums – bis ~ 450 nm – wäre durchaus entbehrlich, vor Allem die ‚blue peaks‘ im Spektrum der meisten LEDs). Eines Tages wird auch die kontraproduktive ‚Light-Pollution‘ Geschichte sein – eines Tages – vielleicht.

*Licht-am-Tag/Tagfahrlicht gefährdet ALLE nichtmotorisierten Straßenverkersteilnehmer (v.A. Kinder): “Das Tagfahrlicht verstößt gegen The Convention Concerning The Power of Authority; The Law in Respect of the Protection of Infants (1969); The Bond of Protection; The Principle of Equality; Declaration of Human Rights (1948) Article 3; The Laws of Logic; Public Ethics and Morals.

Eine EU-Tagfahrlicht-Richtlinie wäre schwerlich mit der Erklärung der Rechte des Kindes von 1959 in Einklang zu bringen, nach der Kinder besonderen Schutz genießen. Auch Art. 2 Abs. 1 des Internationalen Paktes vom 19.12. 1966 über bürgerliche und politische Rechte räumt jedem Kind das Recht auf diejenigen Schutzmaßnahmen durch die Gesellschaft und den
Staat ein, die seine Rechtsstellung als Minderjähriger erfordert.

Eine Gefährdung insbesondere von Kindern durch das zwingende, staatlich angeordnete Fahren mit Taglicht könnte diesen Schutzpflichten und -rechten widersprechen“
(Attorney- at-Law Dr. G. G. Sander, M.A., Mag. rer. publ.).
—
Aleman AC et al (2018) Reading and Myopia: Contrast Polarity Matters. Scientific Reportsvolume 8, Article number: 10840.  doi: 10.1038/s41598-018-28904-x.

Interest: no

Gender: beyond

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Einladung: DAS DRITTE AUGE MYTHEN MÄRCHEN MEDIZYN

Open Access Publikationen von Angehörigen der MedUni Wien [49]: Springer-Verlag

Open Access-Publizieren ohne Zusatzkosten für AutorInnen der MedUni Wien

Die Medizinische Universität Wien hat mit dem Springer-Verlag ein neues Lizenzmodell „Springer Compact“ vereinbart. Publiziert kann in über 1.600 Subskriptionszeitschriften von Springer Open Access ohne zusätzliche AutorInnengebühren werden.  Mehr Infos–>

Im Van Swieten Blog können Sie  kontinuierlich die Open Access Publikationen von Angehörigen der MedUni Wien nachlesen:

Reliability of ultrasonography measurement of the anterior talofibular ligament (ATFL) length in healthy subjects (in vivo), based on examiner experience and patient positioning

Karl-Heinz Kristen, Jesse Seilern und Aspang, Johannes Wiedemann, Florian Hartenbach, Hannes Platzgummer

J Exp Orthop. 2019 Dec; 6: 30. Published online 2019 Jul 2. doi: 10.1186/s40634-019-0199-z

PMCID:

PMC6606687

ArticlePubReaderPDF–1.6MCitation

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Secretagogin expression in the vertebrate brainstem with focus on the noradrenergic system and implications for Alzheimer’s disease

Péter Zahola, János Hanics, Anna Pintér, Zoltán Máté, Anna Gáspárdy, Zsófia Hevesi, Diego Echevarria, Csaba Adori, Swapnali Barde, Beáta Törőcsik, Ferenc Erdélyi, Gábor Szabó, Ludwig Wagner, Gabor G. Kovacs, Tomas Hökfelt, Tibor Harkany, Alán Alpár

Brain Struct Funct. 2019; 224(6): 2061–2078. Published online 2019 May 29. doi: 10.1007/s00429-019-01886-w

PMCID:

PMC6591208

ArticlePubReaderPDF–7.8MCitation

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Association between fulfilling the recommendations for health-enhancing physical activity with (instrumental) activities of daily living in older Austrians

Richard Crevenna, Thomas E. Dorner

Wien Klin Wochenschr. 2019; 131(11): 265–272. Published online 2019 May 22. doi: 10.1007/s00508-019-1511-8

PMCID:

PMC6570675

ArticlePubReaderPDF–287KCitation

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The impact of a standardized micronutrient supplementation on PCOS-typical parameters: a randomized controlled trial

Marlene Hager, Kazem Nouri, Martin Imhof, Christian Egarter, Johannes Ott

Arch Gynecol Obstet. 2019; 300(2): 455–460. Published online 2019 May 17. doi: 10.1007/s00404-019-05194-w

PMCID:

PMC6592962

ArticlePubReaderPDF–576KCitation

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Association between physical activity and the utilization of general practitioners in different age groups

Thomas E. Dorner, Julia Wilfinger, Kathryn Hoffman, Christian Lackinger

Wien Klin Wochenschr. 2019; 131(11): 278–287. Published online 2019 May 10. doi: 10.1007/s00508-019-1503-8

PMCID:

PMC6570780

ArticlePubReaderPDF–307KCitation

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Measuring broader wellbeing in mental health services: validity of the German language OxCAP-MH capability instrument

Agata Łaszewska, Markus Schwab, Eva Leutner, Marold Oberrauter, Georg Spiel, Judit Simon

Qual Life Res. 2019; 28(8): 2311–2323. Published online 2019 Apr 27. doi: 10.1007/s11136-019-02187-9

PMCID:

PMC6620251

ArticlePubReaderPDF–787KCitation

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[68Ga]Pentixafor PET/MR imaging of chemokine receptor 4 expression in the human carotid artery

Xiang Li, Wei Yu, Tim Wollenweber, Xia Lu, Yongxiang Wei, Dietrich Beitzke, Wolfgang Wadsak, Saskia Kropf, Hans J. Wester, Alexander R. Haug, Xiaoli Zhang, Marcus Hacker

Eur J Nucl Med Mol Imaging. 2019; 46(8): 1616–1625. Published online 2019 Apr 19. doi: 10.1007/s00259-019-04322-7

PMCID:

PMC6584241

ArticlePubReaderPDF–11MCitation

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The first online conference for breast cancer survivors—SURVIVA 2018: an innovative information tool

Fadime Cenik, Michaela Steinhart, Mohammad Keilani, Richard Crevenna

Support Care Cancer. 2019; 27(8): 2757–2759. Published online 2019 Apr 17. doi: 10.1007/s00520-019-04810-4

PMCID:

PMC6597587

ArticlePubReaderPDF–163KCitation

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Effects of physical activity interventions in frail and prefrail community-dwelling people on frailty status, muscle strength, physical performance and muscle mass—a narrative review

Sandra Haider, Igor Grabovac, Thomas E. Dorner

Wien Klin Wochenschr. 2019; 131(11): 244–254. Published online 2019 Apr 2. doi: 10.1007/s00508-019-1484-7

PMCID:

PMC6570667

ArticlePubReaderPDF–621KCitation

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Characterization of functional subgroups among genetically identified cholinergic neurons in the pedunculopontine nucleus

  1. Baksa, A. Kovács, T. Bayasgalan, P. Szentesi, Á. Kőszeghy, P. Szücs, Balázs Pál

Cell Mol Life Sci. 2019; 76(14): 2799–2815. Published online 2019 Feb 8. doi: 10.1007/s00018-019-03025-4

PMCID:

PMC6588655

ArticlePubReaderPDF–10MCitation

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Dynamic [18F]FET-PET/MRI using standard MRI-based attenuation correction methods

Ivo Rausch, Andreas Zitterl, Neydher Berroterán-Infante, Lucas Rischka, Daniela Prayer, Matthias Fenchel, Reza A. Sareshgi, Alexander R. Haug, Marcus Hacker, Thomas Beyer, Tatjana Traub-Weidinger

Eur Radiol. 2019; 29(8): 4276–4285. Published online 2019 Jan 11. doi: 10.1007/s00330-018-5942-9

PMCID:

PMC6610265

ArticlePubReaderPDF–1.6MCitation

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Incomplete echocardiographic recovery at 6 months predicts long-term sequelae after intermediate-risk pulmonary embolism. A post-hoc analysis of the Pulmonary Embolism Thrombolysis (PEITHO) trial

Stefano Barco, Mariaconcetta Russo, Eric Vicaut, Cecilia Becattini, Laurent Bertoletti, Jan Beyer-Westendorf, Hélène Bouvaist, Francis Couturaud, Thierry Danays, Claudia Dellas, Daniel Duerschmied, Klaus Empen, Emile Ferrari, Nazzareno Galiè, David Jiménez, Frederikus A. Klok, Maciej Kostrubiec, Matija Kozak, Christian Kupatt, Irene M. Lang, Mareike Lankeit, Nicolas Meneveau, Massimiliano Palazzini, Piotr Pruszczyk, Matteo Rugolotto, Aldo Salvi, Olivier Sanchez, Sebastian Schellong, Bozena Sobkowicz, Guy Meyer, Stavros V. Konstantinides

Clin Res Cardiol. 2019; 108(7): 772–778. Published online 2018 Dec 18. doi: 10.1007/s00392-018-1405-1

PMCID:

PMC6584226

ArticlePubReaderPDF–778KCitation

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Swallowing MRI—a reliable method for the evaluation of the postoperative gastroesophageal situs after Nissen fundoplication

Michael A. Arnoldner, Ivan Kristo, Matthias Paireder, Enrico P. Cosentini, Wolfgang Schima, Michael Weber, Sebastian F. Schoppmann, Christiane Kulinna-Cosentini

Eur Radiol. 2019; 29(8): 4400–4407. Published online 2018 Nov 12. doi: 10.1007/s00330-018-5779-2

PMCID:

PMC6610269

ArticlePubReaderPDF–1.3MCitation

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Fulfillment of physical activity guidelines in the general population and frailty status in the elderly population: A correlation study of data from 11 European countries

Sandra Haider, Igor Grabovac, Thomas E. Dorner

Wien Klin Wochenschr. 2019; 131(11): 288–293. Published online 2018 Nov 12. doi: 10.1007/s00508-018-1408-y

PMCID:

PMC6570679

ArticlePubReaderPDF–338KCitation

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Minimally invasive prostatic urethral lift (PUL) efficacious in TURP candidates: a multicenter German evaluation after 2 years

Karl-Dietrich Sievert, Martin Schonthaler, Richard Berges, Patricia Toomey, Desiree Drager, Annika Herlemann, Florian Miller, Ulrich Wetterauer, Bjorn Volkmer, Christian Gratzke, Bastian Amend

World J Urol. 2019; 37(7): 1353–1360. Published online 2018 Oct 3. doi: 10.1007/s00345-018-2494-1

PMCID:

PMC6620255

ArticlePubReaderPDF–1.0MCitation

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Alle Beiträge zu Open Access–>

TOP-JOURNAL des Monats: BMJ-British Medical Journal (Impact Factor: 27.604)

Die Universitätsbibliothek stellt die medizinischen Top-Journals am Campus der MedUni Wien und via Remote Access  zur Verfügung.

Das  TOP-JOURNAL des Monats im Van Swieten Blog ist:

BMJ-British Medical Journal

Zu den Volltexten: Jg. 1, H. 1 (1840) –  

Die ersten 20% der Zeitschriften eines bestimmten Fachgebietes im Journal Citation Reports JCR (geordnet nach der Höhe des Impact Factors) sind TOP-JOURNALE.

Mit dem Impact Factor 27.604 (2018) zählt BMJ-British Medical Journal zu den Top-Journalen in der Kategorie: MEDICINE, GENERAL & INTERNAL – SCIE
ISSN: 1756-1833
52 issues/year

–>BÜCHERBÖRSE: Studierendenlesesaal AKH/Ebene 5C, Di. 08.10.2019 von 09.00 – 12.00 Uhr

TERMINE:

Di. 08.10.2019 von 09.00 – 12.00 Uhr
Di. 15.10.2018 von 13.00 – 14.30 und
Di. 22.10.2018 von 09.00 – 10.00 Uhr.

im Studierendenlesesaal der Universitätsbibliothek

Das Angebot umfasst alle
medizinischen Fachbereiche.

Studierendenlesesaal AKH/Ebene 5C

buecherboerse1a

Grafik–> Punkt 4, Studierendenlesesaal AKH/Ebene 5C

Österreich liest – Treffpunkt Bibliothek: Buchausstellung: „MEDICAL HUMANITIES“

Österreich liest – Treffpunkt Bibliothek:
Buchausstellung: „MEDICAL HUMANITIES“

Vesalius_Malerei_Margrit_Hartl„Mit dem Begriff Medical Humanities wird ein multi- und interdisziplinäres Feld der Me­dizin be­zeichnet, das so­wohl die Naturwissenschaften, als auch die Geistes‑ und Sozial­wissen­schaften sowie die Künste umfasst. Das Konzept der Medi­cal Humanities berück­sich­tigt in der Me­di­zin auch die sozialen und kulturellen Kom­po­nenten, untersucht ihre Zusammenhänge und bindet ihre Erfahrungen ein.“ Rector emeritus Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c Wolfgang Schütz, weiterlesen »

Die Universitätsbibliothek beteiligt sich mit der

Buchausstellung  

„MEDICAL HUMANITIES“

…& Comics als Medical Humanities

an

„Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek“,

dem größten Literaturfestival des Landes.

Wir  präsentieren im Lesesaal eine Auswahl des Buchbestandes zum Thema.

Ort: Lesesaal der Universitätsbibliothek

Dauer der Ausstellung:  bis 13.12.2019

zu den Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek

Bücherliste im Bibliothekskatalog »
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–>BÜCHERBÖRSE: Studierendenlesesaal AKH/Ebene 5C, Di. 15.10.2019

TERMINE:

Di. 15.10.2018 von 13.00 – 14.30 und
Di. 22.10.2018 von 09.00 – 10.00 Uhr.

im Studierendenlesesaal der Universitätsbibliothek

Das Angebot umfasst alle
medizinischen Fachbereiche.

Studierendenlesesaal AKH/Ebene 5C

buecherboerse1a

Grafik–> Punkt 4, Studierendenlesesaal AKH/Ebene 5C

Most Wanted Book: Kursbuch Notfallsonografie

Unter den am meisten vorgemerkten Büchern der letzten Buchausstellung ist: 

Kursbuch Notfallsonografie : nach dem Curriculum Notfallsonografie, empfohlen von DGUM, ÖGUM und SGUM

Blank, Wolfgang, 1950- [HerausgeberIn]Mathis, Gebhard, 1950- [HerausgeberIn]Osterwalder, Joseph [HerausgeberIn]Binder, Thomas M., 2019
 
Signatur: WN-208-42 /<2> 
 
 
Beitrag:
 

–>BÜCHERBÖRSE: Studierendenlesesaal AKH/Ebene 5C, Di. 15.10.2018 von 13.00 – 14.30 Uhr

TERMINE:

Di. 15.10.2018 von 13.00 – 14.30 und
Di. 22.10.2018 von 09.00 – 10.00 Uhr.

im Studierendenlesesaal der Universitätsbibliothek

Das Angebot umfasst alle
medizinischen Fachbereiche.

Studierendenlesesaal AKH/Ebene 5C

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Grafik–> Punkt 4, Studierendenlesesaal AKH/Ebene 5C

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [106]: Vertriebene Mediziner: Friedrich Necker (1877-1948): Die Fehldeutung der Ausscheidungssperre und andere Irrtümer…1940

Vertriebene Mediziner: Friedrich Necker (1877-1948)

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien:

Necker, Friedrich und Wolfgang Wieser: Die Fehldeutung der Ausscheidungssperre und andere Irrtümer bei der intravenösen Pyelographie, sowie Bemerkungen zur Indikationsstellung und Untersuchungstechnik. Sonderabdruck aus: Radiologia clinica (Vol. IX). Basel und New York: S. Karger 1940.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek, Sign.: Separata-Necker-001]

Text: Dr. Walter Mentzel

Friedrich Necker war Urologe, Schüler von Otto Zuckerkandl (1861-1921) und zuletzt Arzt am Rothschild-Spital. Er flüchtete 1939 wegen seiner jüdischen Herkunft vor den Nationalsozialisten aus Wien.

Necker wurde als Sohn von Ignatz (Ignaz) Necheles und Amalia, geborene Schönwald, am 2. Februar 1877 in Wien geboren.[1] Nach der Matura 1895 studierte er an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien und schloss das Studium 1901 mit der Promotion ab.[2] 1921 heiratete[3] er die 1916 ebenfalls an der Medizinischen Fakultät promovierte Medizinerin Maria Rachel Flecker (*Lemberg/Galizien).[4] Necker begann seine medizinische Laufbahn als Demonstrator bei Prof. Richard Paltauf (1858-1924) am Rudolfsspital, von wo er an das pathologisch-chemische Laboratorium der k.k. Krankenanstalt Rudolfsstiftung zu Prof. Ernst Freund (1876-1942) wechselte und dessen erster Assistent wurde. Kurze Zeit (bis 1904) war er als Assistent bei dem Urologen und Mitbegründer der „Deutschen Urologischen Gesellschaft“, Prof. Leopold Casper (1859-1959), an der „Dr. Max Josephs Poliklinik für Hautkrankheiten in Berlin“ tätig. Nach seiner Rückkehr nach Wien begann er 1904 als Assistent an der chirurgischen Abteilung bei Prof. Otto Zuckerkandl im Rothschild-Spital, wo er nach dem Tod von Zuckerkandl im Jahr 1921 kurze Zeit die Leitung der Abteilung übernahm. Daneben führte er seit spätestens 1905 eine Privatordination für Urologie an seinem Wohnort in Wien 9, Kolingasse. Während des Ersten Weltkrieges diente er als Militärarzt zunächst im Reservespital Nr. 8 (Rothschild-Spital) sowie im Spital 2/16 und ab 1915 an der Südwestfront in einem Feldspital in Görz als Oberarzt der chirurgischen Abteilung.[5]

Abb. 1; Wiener Bilder. Illustriertes Familienblatt. 31.1.1915. S. 7 (Handschriftlich markierte Nummerierungen: Nr. 1 – Otto Zuckerkandl, Nr. 3 – Friedrich Necker).

1924 übernahm der als Vorstand die Leitung des urologischen Ambulatoriums im Rudolfinerhaus, die er bis März 1938 Inne hatte. Necker publizierte gemeinsam mit dem ebenfalls von den Nationalsozialisten vertriebenen Wiener Urologen Viktor Blum (1877-1954) zwischen 1928 und 1932 die Fachzeitschrift „Ikonographia urologica“. Er war Mitglied der Gesellschaft der Ärzte in Wien, der Österreichischen und der Wiener urologischen Gesellschaft und wurde 1932 zum korrespondierenden Mitglied der Deutschen urologischen Gesellschaft ernannt.[6] Ebenso war er Mitglied in der französischen und italienischen urologischen Gesellschaft. In die Internationale urologische Gesellschaft wurde er 1935 als Delegierter für Österreich gewählt.

Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland wurde er im Rudolfinerhaus entlassen und arbeitete bis zu seiner Flucht aus Österreich – wie die ebenfalls von den Nationalsozialisten verfolgten Mediziner Richard Glas (29.4.1890) und Oskar Stricker-Barolin (1886-1972) – als Arzt am Rotschild-Spital.[7] Es gelang ihm und seiner Ehefrau am 9. Mai 1939 die Ausreise aus Österreich nach Großbritannien, wo er sich in London niederließ und auf dem Gebiet der Hämatologie am South London Blood Transfusion Depot Sutton arbeitete. 1940 publizierte er mit dem ebenfalls von den Nationalsozialisten wegen seiner politischen Funktionen im Austrofaschismus vertriebenen Angehörigen der Medizinischen Fakultät der Universität Wien, dem Radiologen Wolfgang Wieser (1887-1945), einen Aufsatz in der in der Schweiz herausgegebenen Zeitschrift „Radiologia clinica“ über „Die Fehldeutung der Ausscheidungssperre und andere Irrtümer bei der intravenösen Pyelographie, sowie Bemerkungen zur Indikationsstellung und Untersuchungstechnik“.

Abb. 2: Titelblatt: Necker und Wieser: Die Fehldeutung der Ausscheidungssperre […]. Basel, New York: 1940.

Die Zweigbibliothek der Geschichte der Medizin besitzt von Friedrich Necker in der Separata Bibliothek eine Reihe von dessen Arbeiten, die er in den Jahren 1905 und 1938 publizierte.

1947 wurde Necker von der Gesellschaft der Ärzte in Wien zum korrespondierenden Mitglied gewählt. Friedrich Neckar verstarb am 8. März 1948 in London in Folge eines Straßenunfalles. Einen Nachruf verfasste Joseph Victor Mandel im Juli 1948 in der Zeitschrift Wiener klinische Wochenschrift.[8]

Quellen:

ÖStA, AdR, E-uReang, VVSt, VA, Zl. 40.338, Necker Friedrich.

ÖStA, AdR, E-uReang, FLD, Zl. 6.425, Necker Friedrich.

AUW, Med. Fak., Dekanat, Sign. 195, Rigorosenprotokoll – 1894-1910, Zl. 263a, Neckar Fridrich (Rigorosen Datum 1901.3.14).

AUW, Med. Fak., Dekanat, Sign. 189, Promotionsprotokoll – 1898-1904, Zl. 726, Necker Friedrich (Promotion/Sponsion: 1901.3.27).

AUW, Med. Fak., Dekanat, Sign. 191, Promotionsprotokoll – 1912-1919, Zl. 1030, Flecker Maria Rachel (Promotion/Sponsion: 1916.2.29).

Matriken der IKG-Wien.

Literatur:

Hubenstorf, Michael: Urology and national socialism in Austria. In: Schultheiss, Dirk und Moll Friedrich H. (Hg.): Urology under the swastika. S. 18-49.

Wiener klinische Wochenschrift. 30.7.1948. S. 489.

[1] Matriken der IKG-Wien, Geburtsbuch 1877, Necheles (Necker) Friedrich.

[2] AUW, Med. Fak., Dekanat, Sign. 195, Rigorosenprotokoll – 1894-1910, Zl. 263a, Neckar Fridrich (Rigorosen Datum 1901.3.14).

AUW, Med. Fak., Dekanat, Sign. 189, Promotionsprotokoll – 1898-1904, Zl. 726, Necker Friedrich (Promotion/Sponsion: 1901.3.27).

[3] Matriken der IKG-Wien, Trauungsbücher 1921, Necker Friedrich, Dr., Flecker Marya R., Dr.

[4] AUW, Med. Fak., Dekanat, Sign. 191, Promotionsprotokoll – 1912-1919, Zl. 1030, Flecker Maria Rachel (Promotion/Sponsion: 1916.2.29).

[5] Neue Freie Presse. 26.11.1915. S. 9.

[6] Neue Freie Presse. 17.4.1932. S. 10.

[7] Bestallungsentzug der jüdischen Ärzte und Zahnärzte. In: Ärzteblatt für die deutsche Ostmark I. 1938. S. 229.

[8] Wiener klinische Wochenschrift. 30.7.1948. S. 489.

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