Archiv der Kategorie: Gastbeiträge

Gastbeiträge

Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig: „G’schichterln aus der Geschichte der Wiener Augen-Klinik“

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Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig: Zweihundert Jahre Wiener Augenklinik
„Älteste Universitäts-Augenklinik der Erde“
in Wort und Bild:

„Lernen S‘ Geschichte, Herr Reporter“ brummte grantelnd einst Bruno
Kreisky. Meinte er vielleicht: „..aus der Geschichte“ ?

Ill.: Kreisky

G’schichterln aus der Geschichte der Wiener Augen-Klinik:
„Man solle den Titel ‚Professor‘ ohne Noth nicht verschwenden. Und
verschwendet würde derselbe allerdings sein, wenn man für jeden Theil einer
Wissenschaft ein ausserordentliches Lehramt errichtete“ – belehrte man den
Gründer der Wiener Augenklinik, Prof. Beer – seinerzeit..

„Sperren Sie zu“ musste der wohl berühmteste Augenarzt aller Zeiten,
Prof Fuchs, vom (all-)mächtigen Generalstabs-Arzt hören.

Vierunddreißig Jahre (!) ließ die Behörde einen vom Ministerium
genehmigten Antrag auf Gründung der Zweiten Augenklinik ‚auf sich
beruhen‘ – ‚vorderhand‘ – hieß es..

„Heute hab ich einen Brief ans Ministerium geschrieben, den müssen’s lesen!“
Prof Josef Böck. Seine Aperçus trafen. Und doch gab es Ge- und
Betroffene, die seine Diktion goutierten. Nonchalant.

Was wäre denn zu lernen, aus der Geschichte? Dazu gäbe es
einen Vorschlag von Christoph Reisner, Präs. der Ärztekammer NÖ
vom 21.11.2012: „Ich wünsche mir, dass Politiker zu den gleichen
Rahmenbedingungen wie Ärzte arbeiten, mit einer fundierten Ausbildung,
Dokumentationspflicht und persönlicher Haftung.“ ..zum Beispiel..

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Ill.: Beer, Fuchs, Böck
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Ernst Fuchs bei einem Fortbildungskurs im Hörsaal der II. Universitäts-Augenklinik (Wyklicky H Zur Geschichte der Augenheilkunde in Wien, 100 Jahre II. Univ.-Augenklinik (1984). Brandstätter, Wien S. 60. ;

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Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig: “Freud gab Carl Koller den Spitznamen “Coca Koller”…”

Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig: „Freud gab Carl Koller den Spitznamen „Coca Koller“…“

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Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig über Cocain, Carl Koller und Siegmund Freud in Wort und Bild:

„Über die Verwendung des Cocain zur Anaesthesirung am Auge“

berichtete der Sekundararzt der II. Univ.- Augenklinik in der Gesellschaft der Ärzte in Wien –

am 1. Oktober 1884. Siegmund Freud: „Ich kann hier rückgreifend erzählen,

dass es die Schuld einer Braut war, wenn ich nicht schon in jenen jungen Jahren berühmt geworden bin.

Ein abseitiges, aber tiefgehendes Interesse hatte mich 1884 veranlasst, das damals wenig bekannte

Alkaloid Kokain kommen zu lassen.. Ein anderer Freund, Carl Koller (jetzt in New York), dem ich auch

vom Cocain erzählt, hat die entscheidenden Versuche am Tierauge angestellt..“

Freud gab damals Carl Koller den Spitznamen ‚Coca Koller‘

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Priv.-Doz. Dr. med. Guido Kluxen, DEUTSCHES ÄRZTEBLATT – Ärztliche MITTEILUNGEN“ 88. Jahrgang / Heft 45, A: Seite 3870-3873 / 7. November 1991, Postverlagsort Köln

Weitere Beiträge:
Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig über Karl May in Wort und Bild

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Dr. Werner Horvath: Wie man als Pop-Musiker unsterblich wird.

Dr. Werner Horvath: Wie man als Pop-Musiker unsterblich wird.

Erstens: Man musiziert – mehr oder weniger.
Zweitens: Man lässt gute Fotos von sich schießen, am besten von einem Starfotografen.
Und drittens: Man stirbt jung und das möglichst an Drogen.

Das hat bei Jimi Hendrix funktioniert, bei Janis Joplin, Brian Jones und vor allem bei Jim Morrison.

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Werner Horvath: „Drugs I“ (Janis Joplin, Jimi Hendrix, Jim Morrison und Brian Jones) und „Drugs II“ (Kurt Cobain). Beide Öl auf Leinwand, 50 x 40 cm.

Wenn er denn wirklich gestorben ist, der ehemalige Frontmann der „Doors“. Denn wenn man diversen Internetseiten Glauben schenken will, dann sitzt er jetzt in der Südsee (oder unterm Nordpol?) und spielt mit seinen Schicksalsgefährten Kurt Cobain von „Nirvana“ und Michael Jackson Karten. Wie auch immer – Morrison ist jedenfalls der Star unter den Drogentoten. Nur Amy Winehouse will ihm den Titel streitig machen.

Soweit die Mythen. Dass die Realität eine andere ist, viel ernster und brutaler, bedenken die meisten nicht. Aber jeder Notarzt, der zu Drogenopfern gerufen wird, kann dies bestätigen.

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Dr. Werner Horvath zu Gast im Van Swieten Blog:

Dr. Werner Horvath: Die paradoxe Welt des Zenon von Elea
Dr. Werner Horvath: Pulverfass Iran
Dr. Werner Horvath: Als die Menschheit klar zu denken begann…
Dr. Werner Horvath: Ein großer Europäer ist nicht mehr
Dr. Werner Horvath: Der Krieg ist ein Chamäleon
Dr. Werner Horvath: Die drei Welten des Karl Popper
Dr. Werner Horvath: Wie ist das heute in Haiti?
Dr. Werner Horvath: Über Friedenskonzepte
Dr. Werner Horvath: Gesellschaftsvertrag und Privateigentum
Dr. Werner Horvath: „Atomkraft – das Danaergeschenk“
Dr. Werner Horvath: Die Ölpest im Golf von Mexiko
Arzt & Künstler: Bilder von Dr. Werner Horvath zur Weltwirtschaftskrise

Dr. Werner HORVATH – Die Altäre der anderen Art

Für Dr. Horvaths Malerei typisch sind das Zusammenspiel der Portrait-Umrisslinien und die aus “isodensen Flächen” zusammengesetzten Binnenstrukturen…

Dr. Werner Horvath: Bilder – Figuren – Porträts

Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig über Karl May in Wort und Bild

 

Liebe LeserInnen!

Wir möchten Ihnen unseren neuen Gastautor, Prof. Dr. Peter Heilig, im Van Swieten Blog vorstellen:

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Peter Heilig,
geboren, aufgewachsen und ausgebildet in Wien.

wollte ursprünglich Karikaturist werden, (Trompete (L. Armstrong-Fan) wäre ohnedies zu laut gewesen) begann im Institut für Allgemeine und Vergleichende Physiologie in Wien mit experimentellen elektrophysiologischen Studien, betrieb Elektrophysiologie und Sinnesphysiologie, Netzhautdiagnostik (Netzhautdystrophien), -Therapie (Netzhautabhebung), untersuchte medikamentöse Nebenwirkungen etc. auf der Zweiten Universitäts-Augenklinik in Wien, beschäftigte sich mit Intraokularlinsen, Verkehrs-Ophthalmologie, Licht -Technik, Prozessen der Wahrnehmung, Arbeitsmedizin, Prophylaktischer Ophthalmologie (Vermeiden von Lichtschäden etc.), träumt von internationaler (europäischer) Fortbildung, von ’selbst-erläuternden‘ logischen Strukturen (‚eye key‘) der Zentralbibliotheken, kam aus USA (Iowa City, damaliger Vorstand Prof Blodi) wieder zurück: Die Kinder sollten in Österreich aufwachsen.

Geb.:12.1.1940 in Wien, Schul-Ausbildung, Medizinstudium und –

5.4.1966 Promotion in Wien

1.7.1966 – 30.5.1968 Institut für Allgemeine und Vergleichende Physiologie

1.7.1967 – 30.5.1968 Kaiserin Elisabeth-Spital in Wien, Interne u. Chirurg. Abtlg.

1.6.1968 – 5.3.1997 2. Universitäts – Augenklinik in Wien

1.2.1974 – 1.8.1975 Department of Ophthalmolmogy and Visual Sciences, Iowa

6.3.1997 – 31.8. 2000 Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie in Wien, dort weiterhin als ständiger Mitarbeiter assoziiert.

Facharzt für Augenheilkunde, niedergelassen in Wien, Nussdorf.

8.6.1978: venia legendi, Univ.Dozent für Augenheilkunde

11.7.1984: ao Univ. Professor für Augenheilkunde.

Mitgliedschaften (past & present)

International Society for Clinical Electrophysiology of Vision

International Retinitis Pigmentosa Association

European Society of Cataract and Refractive Surgery

Ophthalmologische Gesellschaft in Wien

Österreichische Ophthalmologische Gesellschaft

Verkehrs-Kommission der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft

Österr. wissenschaftliche Gesellschaft für prophylaktische Medizin und Sozialhygiene

Aerztinnen und Aerzte für eine Gesunde Umwelt (AGU). Wr UmweltAnwaltschaft.

Publikationen

Experimentelle und klinische Elektrophysiologie des visuellen Systems, Sinnesphysiologie, Retinale Dystrophien, medikamentöse Nebenwirkungen, Vitamin-Mangel, Heredität, Glaukom, Ablatio retinae, Instrumentation, Cataract und Intraokularlinsen, retinale Lichtschäden, Prophylaxe, Psyche und Auge, Arbeitsmedizin, Verkehrs-Ophthalmologie, Licht -Technisches, Chrono-Biologie, Umwelt-Medizin, Karl May – Forschung. Öffentlichkeits-Arbeit.

P.Heilig Literaturliste PDF

Gastautor: Prof. Dr. Peter Heilig über Karl May in Wort und Bild

 

Karl May unternahm neben
„phantastischen“ Reisen auch Streifzüge in die Welt des
Auges und der Augenheilkunde. Um die Figur des Schriftstellers
ranken sich Legenden. Trotz widersprüchlicher Aussagen in Biographien
und Sekundärliteratur litt er weder unter Blindheit (siehe
Literaturangaben 1 und 2) noch unter Sehstörungen. Er stellte
dies noch wenige Tage vor seinem Ableben unter Beweis, als er
in den Wiener Sophiensälen eine vielbejubelte Rede hielt: „Vor die
vergnügten blauen Augen setzte er abwechselnd einen Hornzwicker
oder eine Brille“ (Neue Freie Presse 1912).

 

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Karl May, Bild 1 u.2  (Peter Heilig)

 

Karl May gab sich einmal in jungen Jahren als Augenarzt Dr.
Heilig aus: „Juli war‘s – im Jahre 1864, da kam ein junger Herr ins
Städtchen Penig an der Mulde, stieg ab im Gasthof und schrieb
ins Gästebuch: Dr. med. Heilig, Augenarzt.“

 
In einem seiner Helden, dem Augenarzt Dr. Sternau, hatte
Karl May eine literarische Identifikationsfigur gefunden. Er verlieh
Sternau eine geradezu visionäre Weitsicht. Nach einer erfolgreichen
Operation warnte er seinen Patienten vor der „Schärfe der Sonnenstrahlen“
– darin war er seiner Zeit voraus. Mehr als hundert
Jahre später hat es sich nämlich noch immer nicht überall herumgesprochen,
dass „überdosiertes“ Licht dem Auge, insbesondere der Netzhaut, schaden kann.

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 Karl May, Bild 1 u.2  (Peter Heilig)

Literatur:
http://springerlink.com/content/a73352p675532544/
http://dx.doi.org/
Heilig, Peter (2009) Die Seelenblindheit des Karl May.
Mitteilungen der KMG 161/Sep.

Heilig, Peter (2008) Karl Mays Seelenblindheit.
Spektrum Augenheilkunde 22/3: 199–202

Dr. Werner Horvath: Die paradoxe Welt des Zenon von Elea

Dr. Werner Horvath: Die paradoxe Welt des Zenon von Elea

Zenon von Elea, ein vorsokratischer griechischer Philosoph des 5. Jahrhunderts vor Christus, war ein Schüler des Parmenidies und wird noch heute wegen seiner überzeugenden Beweisführungen als der Erfinder der Kunst des Argumentierens angesehen. Dialektik nannte Aristoteles diese Fähigkeit und Zenon war ein Meister darin.

Werner Horvath hat nun den Denker bildlich dargestellt und auch gleich einige seiner Theorien in das Gemälde verpackt:

zenon1aWerner Horvath: „Zenon von Elea“. Öl und Acryl auf Leinwand, 60 x 80 cm, 2012.

Nichts an diesem Bild ist Zufall. Nicht der klare Himmel für reines Denken, nicht der hohe Horizont und schon gar nicht die weitgehend unbearbeitete Landschaft als Sinnbild für den Beginn der Philosophie, in der noch vieles unerforscht war. Die Ruinen von Elea liegen im Hintergrund, und das Meer drückt aus, dass die im Süden von Italien gelegene Heimatstadt Zenons einst eine Hafenstadt war.

Zenon hat die Bahn in den Sand gezeichnet, auf der Achill die Schildkröte einholen soll, der er einen Vorsprung eingeräumt hat. Er ist ihr schon sehr nahe gekommen, doch niemals wird er sie überholen. Denn immer, wenn er ihren momentanen Aufenthaltsort erreicht hat, ist sie schon ein Stückchen weiter gekrochen …

Natürlich wusste auch Zenon aus seiner täglichen Erfahrung, dass man jemanden einholen und auch überholen kann. Doch seine Freude am Argumentieren ließ ihn das Gegenteil behaupten und in der Tat ist seine indirekte Beweisführung nur schwer zu widerlegen. Ja er ging sogar noch weiter: In „Argumente gegen Bewegung“ stellt er die Bewegung an sich in Frage und meint, dass diese gar nicht möglich sei. Auf einigen Gebieten hat er damit sogar recht behalten, denken wir nur an die Darstellung von bewegten Objekten im Film und am Computer, die praktisch durch rasches Abspielen von leicht veränderten Kopien erzielt wird. Hier ist Bewegung tatsächlich reine Illusion, und auch dies ist im Bild oben symbolisch dargestellt.

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Dr. Werner Horvath zu Gast im Van Swieten Blog:

Dr. Werner Horvath: Pulverfass Iran
Dr. Werner Horvath: Als die Menschheit klar zu denken begann…
Dr. Werner Horvath: Ein großer Europäer ist nicht mehr
Dr. Werner Horvath: Der Krieg ist ein Chamäleon
Dr. Werner Horvath: Die drei Welten des Karl Popper
Dr. Werner Horvath: Wie ist das heute in Haiti?
Dr. Werner Horvath: Über Friedenskonzepte
Dr. Werner Horvath: Gesellschaftsvertrag und Privateigentum
Dr. Werner Horvath: „Atomkraft – das Danaergeschenk“
Dr. Werner Horvath: Die Ölpest im Golf von Mexiko
Arzt & Künstler: Bilder von Dr. Werner Horvath zur Weltwirtschaftskrise

Dr. Werner HORVATH – Die Altäre der anderen Art

Für Dr. Horvaths Malerei typisch sind das Zusammenspiel der Portrait-Umrisslinien und die aus “isodensen Flächen” zusammengesetzten Binnenstrukturen…

Dr. Werner Horvath: Bilder – Figuren – Porträts

Dr. Werner Horvath: Pulverfass Iran

Pulverfass Iran

Als 1995 ein neuer Akteur die Bühne des „Kampfes der Kulturen“ betrat, konnte man schon Böses ahnen: Als Bürgermeister von Teheran hatte Mahmud Ahmadinedschad schon Fast-Food-Restaurants schließen lassen und David-Beckham-Poster verboten. Als Staatspräsident des Irans bezeichnete er dann den Holocaust als „Märchen“ und forderte die Tilgung Israels von der Landkarte. Nun soll er gar an einem Atomwaffenprogramm basteln, um seine abstrusen Vorstellungen in die Tat umzusetzen. Der Iran bestreitet zwar nach wie vor vehement, militärische Ziele zu verfolgen. Zahlreiche Beobachter halten diese Beteuerungen vor dem Hintergrund der mehrfachen Aufrufe zur Vernichtung Israels für wenig überzeugend. Zusehends gewinnen auch die israelischen Drohungen gegen den Iran erheblich an Schärfe.

Das Bild „Kampf der Kulturen – Iran“ von Werner Horvath geht auf die Situation ein. In erster Linie ist es ein Porträt Ahmadinedschads, doch der Atompilz im Hintergrund steht als Symbol sowohl für dessen Pläne als auch für die Befürchtungen des Westens, der Iran könne selbst nukleare Waffen entwickeln. Eine realistische Szene im Hintergrund gibt außerdem eine Demonstration in Teheran wieder, bei der israelische Fahnen verbrannt und Transparente mit dem Bild des Staatspräsidenten und der Aufschrift „Israel must be wiped out“ getragen wurden. Die zahlreichen schachfigurenähnlichen Symbole im Bild weisen auf das ausgeprägte Taktieren in den Verhandlungen zwischen dem Iran und dem Westen hin.

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Werner Horvath: „Kampf der Kulturen – Iran“. Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm, 2006

Kritik an der Haltung Israels wird trotz der dort geäußerten Ankündigungen eines möglichen Präventivschlags nicht gerne gesehen. Der Nobelpreisträger Günter Grass avancierte damit schnell zur Persona non grata. Umso erstaunlicher ist die Stellungnahme unseres Verteidigungsministers Norbert Darabos, der sowohl den Iran als auch die Kriegsvorbereitungen Israels kritisiert. Mut scheint er ja zu haben, und er fühlt sich nach eigenen Worten mit seiner Beurteilung der Sachlage in guter Gesellschaft mit dem deutschen Außenminister.

In der Tat: Als Pazifist muss man sich in diesem Zusammenhang wohl die Frage stellen, wie weit Notwehr gehen darf. Auf eine rege Diskussion ist somit
zu hoffen.

Horvath_2010

Dr. Werner Horvath zu Gast im Van Swieten Blog:

Dr. Werner Horvath: Als die Menschheit klar zu denken begann…
Dr. Werner Horvath: Ein großer Europäer ist nicht mehr
Dr. Werner Horvath: Der Krieg ist ein Chamäleon
Dr. Werner Horvath: Die drei Welten des Karl Popper
Dr. Werner Horvath: Wie ist das heute in Haiti?
Dr. Werner Horvath: Über Friedenskonzepte
Dr. Werner Horvath: Gesellschaftsvertrag und Privateigentum
Dr. Werner Horvath: „Atomkraft – das Danaergeschenk“
Dr. Werner Horvath: Die Ölpest im Golf von Mexiko
Arzt & Künstler: Bilder von Dr. Werner Horvath zur Weltwirtschaftskrise

Dr. Werner HORVATH – Die Altäre der anderen Art

Für Dr. Horvaths Malerei typisch sind das Zusammenspiel der Portrait-Umrisslinien und die aus “isodensen Flächen” zusammengesetzten Binnenstrukturen…

Dr. Werner Horvath: Bilder – Figuren – Porträts

Mag. Vera Brantl: Praktikum an der UB Med Uni Wien 2012

Mein zweiwöchiges Praktikum auf der Universitätsbibliothek der Med Uni Wien, das ich im Rahmen des Grundlehrgangs „Library and Information Studies“ absolviert habe, war sehr spannend und ich konnte viel Neues kennenlernen. Am ersten Tag wurde ich von MMag. Hartl im Lesesaal der Bibliothek sehr herzlich in Empfang genommnen und anschließend allen MitarbeiterInnen vorgestellt.

Schon an meinem ersten Praktikumstag durfte ich die Erwerbung in Aleph kennenlernen und gleich selbst einige Bücher aufnehmen. Weiters wurde ich mit dem Subito-Dokumentelieferdienst vertraut gemacht und in diesem Bereich konnte ich dann auch in der zweiten Woche selbstständig arbeiten. Herr Mag. Dollfuss hat mir einen guten Einblick in den Bereich e Medien gegeben und ich hatte auch die Gelegenheit die ZDB von der Administratorensicht kennenzulernen.

Bei Frau Mag. Erasimus wurde ich in die Sacherschließung eingeführt und durfte auch bei einem aktuellen Projekt der Bibliothek, nämlich bei der Umstellung auf die Basisklassifikation, selbst mitwirken, was mich sehr gefreut hat. Ein besonderes Highlight meines Praktikums war auch mein Ausflug zur Zweigbibliothek der Geschichte der Medizin ins Josephinum, wo mich Herr Albrecht herumgeführt und alles erklärt hat.

Ein Praktikum an der Bibliothek der Med Uni Wien kann ich nur empfehlen! Alle MitarbeiterInnen waren total nett und sehr gut vorbereitet, man lernt vieles kennen und bekommt auch die Möglichkeit selbstständig zu arbeiten.

Weitere Berichte über Praktika an der UB Med Uni Wien im Van Swieten Blog:

Mag. Elisabeth Bergauer: Praktikum an der UB Med Uni Wien 2012

Praktikum an der UB Med Uni Wien

Im Juli durfte ich im Rahmen des Universitätslehrganges „Library and Information Studies“ ein sehr interessantes zweiwöchiges Praktikum an der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien absolvieren. Am ersten Tag wurde ich sehr freundlich von Frau Cepicka, der stellvertretenden Leiterin der Bibliothek, empfangen und allen MitarbeiterInnen vorgestellt. Ich fühlte mich von Anfang an sehr nett aufgenommen.

In der ersten Woche stand vor allem das Kennenlernen verschiedenster Abteilungen im Zentrum meines Praktikums. So konnte ich den Literaturlieferdienst, die Erwerbungsabteilung, die Abteilungen eRessourcen, Information Retrieval, Web & Co und Sacherschließung, sowie die Abteilungsbibliotheken Zahnmedizin und Geschichte der Medizin näher kennen lernen. Alle MitarbeiterInnen hatten ein offenes Ohr für meine Fragen und ich konnte sehr viele neue Erfahrungen und Eindrücke sammeln. Vielen Dank dafür!! Besonders interessant fand ich einen konkreten Einblick in die Arbeit der Provenienzforschung gewinnen zu können, da dieser Bereich während meiner Ausbildung nur wenig besprochen wurde.

In der zweiten Woche war ich dann selbstständig in der Abteilung Literaturlieferdienst beschäftigt und konnte so vor allem den Zeitschriftenbestand der Bibliothek näher kennen lernen und in einen Arbeitsbereich hineinschnuppern, den ich zuvor nur als Benutzerin kannte. Außerdem konnte ich in der zweiten Woche den MitarbeiterInnen der Abteilung Sacherschließung bei den Vorarbeiten für die Umstellung der Aufstellungssystematik in den Bereichen Referenzwerke und medizinverwandte Fachliteratur (z.B. Psychologie) helfen, was ich besonders spannend fand, da ich hier Wissen, das ich während meiner Bibliothekarsausbildung erworben hatte, konkret anwenden konnte.

Alles in allem, hat mir das Praktikum wirklich sehr viel Freude bereitet und ich fand die Mischung aus Hineinschnuppern in die unterschiedlichsten Bibliotheksbereiche einerseits, und selbstständiges Arbeiten andererseits, sehr gelungen und abwechslungsreich. Ich kann ein Praktikum an der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien jedem nur sehr empfehlen!

Weitere Berichte über Praktika an der UB Med Uni Wien im Van Swieten Blog:

Dr. Maria Tiefenthaller: ASKLEPIADEISCHE ODE – KLEINWEISSES HERZ – (Romantikironie)

ASKLEPIADEISCHE ODE
KLEINWEISSES HERZ

(Romantikironie)

Kleinweißes Herz im Blätterbaum, wo gehst du hin
so luftig und leicht, weißer Himmel, weißes Herz
fremd dir Schmerz, der Morgen Dein
geborgen dort im Blätterheim.

Wo Altes Dämme bricht, Sonne durch Wolken sticht
wo Kinder und Alte rechtens beraubt, und du
neigst dich hin zu deinem Traum
sanftes Rauschen im Blätterbaum.

Lässt zurück, verdichtest dich auf deine Weise
hell hell hell, heller als Licht, hell Gedanken bricht
weiß weiß weiß, weißer das Eis,
der Schnee, das Brautkleid und die Fee.

Dr. Maria Tiefenthaller
Linz, Mai 2012

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Farbholzschnitt (Japantechnik) -CRY-(Kind) 2009, 30×35

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Dr. Maria Tiefenthaller: LICHTERKETTEN
Dr. Maria Tiefenthaller: WORTE, WORTE nichts als WORTE
Dr. Maria Tiefenthaller: DRINNEN und DRAUSSEN
Dr. Maria Tiefenthaller: „DIE RADFRAU“ – Leben, Struktur Lebensstruktur

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Farbholzschnitt „Umarmung“ 2010, 70×100

Dr. Werner Horvath: Als die Menschheit klar zu denken begann…

Als die Menschheit klar zu denken begann…

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Es war im 8. Jahrhundert vor Christus, als die ersten Exemplare dieser Gattung von Skulpturen im archaischen Griechenland auftauchten und sie blieben bis ins 4. Jahrhundert modern. Fast jede Stadt auf dem griechischen Festland und den Inseln musste einen haben, einen Kuros, wie die Jünglingsfiguren genannt wurden. Es gab sie aus Lehm und Ton, aus Holz und Bronze, aus Sandstein und Marmor, manche nur 40 cm hoch, andere gigantisch. Auf der Insel Naxos kann man heute noch unfertige Exemplare mit über 10 m Höhe bewundern. Die Figuren gehorchen einem strengen Schema. Meist spielt ein feines Lächeln auf ihren Lippen, die Arme hängen locker herab und die Hände zeigen eine leichte Fauststellung. Das linke Bein ist leicht nach vorne gesetzt, ansonsten sind die Figuren weitgehend symmetrisch. Ihre Nacktheit hat keine sexuelle Bedeutung, sondern soll Selbstbestimmung und Autonomie ausdrücken. Die Schöpfer der Standbilder sind meist unbekannt, doch spiegeln die klaren Formen der Gestaltung das aufkommende klare Denken der Menschen dieser Zeit wider.

Es kann kein Zufall sein, dass zur selben Zeit auch eine andere neue Art des Denkens entstand, nämlich die griechische Philosophie. Kosmos, Natur und Gesellschaft wurden nicht mehr mythisch gesehen, sondern rational ergründet. Es begann das Zeitalter der sog. Vorsokratiker, deren Hauptvertreter Thales von Milet, Anaximander und Anaximenes waren. Zu erforschen gab es vieles, und so war die Philosophie damals noch eine Einheit, die neben der allgemeinen Naturphilosophie unter anderem auch Mathematik, Geometrie, Astronomie und Bewegungslehre mit einschloss. Großartige Erkenntnisse waren die Folge. Gesetze wurden formuliert, die noch heute Gültigkeit haben, wie etwa der Satz des Thales, welcher besagt, dass ein Dreieck, von dem eine Seite ein Durchmesser des Umkreises ist, ein rechtwinkliges Dreieck sein muss. Auch sein Strahlensatz zur Festlegung von Verhältnissen von Streckenlängen wird heute noch vielfach angewendet, etwa in der Landvermessung. Thales selbst bestimmte auf diese Art elegant die Höhe der Pyramiden, ohne selbst hoch klettern zu müssen.

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Die Bilder „Kuros“ und „Thales von Milet“ von Werner Horvath setzen sich mit dieser Zeit auseinander. Die Skulptur mit ihren typischen Merkmalen steht vor einem Himmel, der so klar ist wie die Linienführung der Steinmetze, so ungetrübt wie das aufkeimende neue Denken. Der Strahlensatz des Thales ist in den Sand eingeritzt, so wie auf dem zweiten Bild der Thaleskreis. Milet, die Heimatstadt des Denkers, liegt längst in Trümmern, seine Ideen aber überdauern.

Werner Horvath: „Kuros“, 160 x 60 cm und „Thales von Milet“, 60 x 80 cm. Beide Öl und Acryl auf Leinwand, 2012.

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Dr. Werner Horvath zu Gast im Van Swieten Blog:

Dr. Werner Horvath: Ein großer Europäer ist nicht mehr

Dr. Werner Horvath: Der Krieg ist ein Chamäleon

Dr. Werner Horvath: Die drei Welten des Karl Popper

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Dr. Werner Horvath: Gesellschaftsvertrag und Privateigentum

Dr. Werner Horvath: „Atomkraft – das Danaergeschenk“

Dr. Werner Horvath: Die Ölpest im Golf von Mexiko

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Dr. Werner HORVATH – Die Altäre der anderen Art

Für Dr. Horvaths Malerei typisch sind das Zusammenspiel der Portrait-Umrisslinien und die aus “isodensen Flächen” zusammengesetzten Binnenstrukturen…

Dr. Werner Horvath: Bilder – Figuren – Porträts