Archiv der Kategorie: Medizingeschichte

Medizingeschichte Josephinische Bibliothek Obersteiner

Boten des Frühlings (1.Teil): Huflattich (Hortus Eystettensis 7)

Boten des Frühlings (1.Teil): Huflattich
Boten des Frühlings (2.Teil): Kuhschelle–>LINK erscheint am 27.02.08

Tussilago Margrit Hartl

Auf den letzten Seiten des Buches begegnen wir noch in der Abteilung „Winter“ bereits Boten des Frühlings. Fünf nur scheinbar unscheinbare Pflanzen werden auf einer Seite dargestellt und zusammengefasst: Der Huflattich, Tussilago farfara, in der Mitte wird flankiert von der Frühlings-Kuhschelle, Pulsatilla vernalis, und der gemeinen Kuhschelle, Pulsatilla vulgaris. Darunter finden sich noch das Wechselblättrige Milzkraut, Chrysosplenum alternifolium, und das Busch-Windröschen, Anemone nemorosa. Alle diese Pflanzen kennen und schätzen wir von ersten Spaziergängen im Frühling – bringen sie doch die so ersehnten Farben in die Natur zurück.

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25./26. März 2008: Tagung über „Bibliotheken in der NS-Zeit – Provenienzforschung und Bibliotheksgeschichte“

Am 25. und 26. März 2008 findet in Wien eine internationale Tagung über „Bibliotheken in der NS-Zeit – Provenienzforschung und Bibliotheksgeschichte“ statt. Veranstalter sind die Universitätsbibliothek Wien und die Wienbibliothek im Rathaus in Kooperation mit der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare und der Gesellschaft für Buchforschung in Österreich.

Provenienz Grafik Margrit Hartl

Im Rahmen der Tagung wird auch das „Das Provenienzforschungsprojekt der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien (Bruno Bauer und Walter Mentzel)“ vorgestellt werden.

Abstract

Die Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien betreibt seit Mai 2007 ein auf zwei Jahre angelegtes Provenienzforschungsprojekt, um jene Bücher in ihrem Bestand ausfindig zu machen und den rechtmäßigen Eigentümern oder deren Rechtsnachfolgern auszufolgen, die aufgrund von bedenklichen Erwerbungsvorgängen an die Universitätsbibliothek gekommen sind. Der Vortrag wird zweigeteilt von Bruno Bauer (Leiter der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien) und Walter Mentzel (Projektbearbeiter) durchgeführt.

Im ersten Teil des Vortrages wird Bruno Bauer skizzieren, welcher Stellenwert der Provenienzforschungsprojekt insbesondere im Hinblick auf die erste wenige Jahre zurückliegende Auseinandersetzung um den Pernkopf-Atlas („Untersuchungen zur Anatomischen Wissenschaft in Wien 1938-1945: Senatsprojekt der Universität Wien“) an der Medizinischen Universität Wien zukommt. Weiters wird auf besondere bibliotheksspezifische Problemstellungen hingewiesen. So handelt es sich bei dem zu untersuchenden Bestand nicht um einen systematisch gewachsenen bzw. um einen kompakten historischen Bestand, sondern diverse Bestände verschiedenster Provenienz sind vor allem in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts in die heutige Universitätsbibliothek bzw. deren Vorgängerinstitutionen eingebracht worden.

Im zweiten Teil des Vortrages wird Walter Mentzel einen Zwischenbericht über die Forschungsschwerpunkte und bisherigen Forschungsergebnisse vorlegen. Anhand ausgewählter Beispiele medizinischer Bibliothekseinheiten wird deren aktive und passive Rolle im Rahmen des NS-Bücherraubes thematisiert. Im Mittelpunkt des Vortrages steht die Bibliothek des Institutes für Geschichte der Medizin, die 1938 neben der Bibliothek der Gesellschaft der Ärzte und der „Obersteiner-Bibliothek“, zu den größten medizinischen Bibliothekseinheiten in Wien gehörte. Die Relevanz dieser Bibliothek für die Provenienzforschung ergibt sich auch aus dem Umstand, dass der von 1940 bis 1945 hier wirkende Leiter des Institutes und Medizinhistoriker Prof. Fritz Lejeune eng mit den im Bücherraub involvierten Buchhändlern zusammenarbeitete, zahlreiche problematisch anzusehende Buchbestände für das Institut erwarb, und daneben auch eine beachtliche Betriebsamkeit beim Ankauf und der Vermittlung von heute als „bedenkliche“ Erwerbungen einzustufenden Bücherbeständen für eine Reihe in- und ausländischer Institutionen, wie Stadtbibliotheken, medizinischer Einrichtungen oder auch firmeneigenen Bibliotheken, entfaltete.

Zum gesamten Tagungsprogramm:
25./26. März 2008: Tagung über „Bibliotheken in der NS-Zeit – Provenienzforschung und Bibliotheksgeschichte“ weiterlesen

Kartoffel – oder wie Amerika die Welt veränderte (Hortus Eystettensis 6)

Erdapfel_Margrit HartlKartoffel. Sie ist die landwirtschaftlich und agrar-technisch genutzte Pflanze schlechthin..
Heute erscheint sie uns meist schmucklos und unscheinbar blühend. Alles Augenmerk in Züchtung und Produktion richtet sich auf den Geschmack der Knollen bei gleichzeitiger Ertragsmaximierung. Die jährliche Weltproduktion liegt bei über 300 Millionen Tonnen. Kartoffel – oder wie Amerika die Welt veränderte (Hortus Eystettensis 6) weiterlesen

Schwerpunktsammlung für Endoskopie

1996 wurde das Endoskopie-Museum des Instituts für Geschichte der Medizin eröffnet. Zielsetzung dieses Museums ist es, die Geschichte der Endoskopie, „das in den Körper Schauen“, zu dokumentieren. Anhand einer möglichst umfassenden Darstellung aller Bereiche der Endoskopie soll die technische Entwicklung mit Blick auf ihre Zukunft aufgezeigt werden.

Besichtigungstermine nach vorheriger Anmeldung
Tel + 43 1 4277 63404

JOSEPHINUM
Währingerstrasse 25
A-1090 Wien

LINK–>

Foto Margrit Hartl

Foto_Margrit Hartl

Weitere Beiträge:
Sammlungen der MedUni Wien: Bildarchiv
Die medizinhistorische Instrumentensammlung im Josephinum
Sammlung Anästhesiologie und Intensivmedizin
Lange Nacht der Museen bringt 2.598 Besucherinnen und Besucher in die Sammlungen der MedUni Wien
Die Obersteiner-Bibliothek
Medizinhistorische Seiten/Obersteiner
Außenstandorte: Die Bibliothek im Zentrum für Anatomie u. Zellbiologie
Zweigbibliothek für Zahnmedizin
Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin inklusive Ethnomedizin
Medizinhistorische Seiten/Josephinische Bibliothek

Das Web verändert sich. Und der Zugang zur Medizin-Info?

von Mark Buzinkay

Wir wissen, dass mit dem Begriff „Web 2.0“ ein fundamentaler Wandel in der Geschichte des Web und der Medien des vorigen Jahrhunderts eingetreten ist: die Möglichkeit für alle, sich zu artikulieren. Viele meinen, dass sei nicht besonders sinnvoll (siehe dazu auch die Debatte über den Wert von Wikipedia), und manchmal wird es kritisch und objektiv reflektiert (siehe dazu auch das Buch von David Weinberger). Von einigen wird negiert, dass die Idee des Mitmachens zwar eine technisch realisiert, in der Web-Wirklichkeit aber eine kaum genützte ist. Die Passivität der LeserInnen steht immer noch diametral der Bereitschaft, selbst Content zu erzeugen, entgegen. Nun, eine Studie (hier als pdf zum Download.)des Pew Internet & American Life Project hat das nun widerlegt. Das heißt, dass eine neue Generation an Web-Nutzern diesen Aktivitäten nachgeht:

  • 59% aller US-Teeenager erzeugen in irgendeiner Form online Content
  • 35% aller Mädchen im Teenager-Alter bloggen, 20% sind es bei den Jungs
  • 54% aller Mädchen haben schon Fotos veröffentlicht, 19% der Burschen Videos
  • 39% aller Teenager haben schon mal künstlerische Werke publiziert (Zeichnungen, Geschichten, Videos, Bilder etc.)
  • 33% erarbeiten Inhalte auch für fremde Webseiten / Blogs
  • 27% haben ihre eigene Webseite

Die Welt der weltweit-verfügbaren Information verändert sich, die Möglichkeiten von Web 2.0 werden zunehmend von einer neuen Generation wahrgenommen und genutzt. Welche Folgen hat das aber für die online Medizin? Im Web finden sich ja zunehmend Dienste, die Web 2.0 Elemente mit medizinischer Fach-Info anbieten – sowohl für Ärzte wie auch für Patienten. Suchdienste, Fachliteratur-Anzeigen, Soziale Netzwerke sind nur drei Beispiele aus vielen. Man spricht bereits von Health 2.0, eine neue Art der online Medizin, die auch die bereits bestehenden medizinischen Services verändern wird (mehr zu Health 2.0 auch hier). Patienten versorgen sich zunehmend selbst aus dem Web mit Informationen, suchen sich Ihre Ärzte selbst aus und publizieren Ihre Erfahrungen mit Heilverfahren, Spitälern und Krankheiten. Ist unsere Medizin darauf vorbereitet?

Sammlungen der MedUni Wien: Bildarchiv

Bildarchiv Foto Margrit Hartl

“Sammlungen der Medizinischen Universität Wien – Josephinum”- Bildarchiv

Den historischen Grundstock stellt die Bildsammlung von Max Neuburger dar.
Weitere wichtige Bestände kamen mit den Sammlungen von Adam Politzer und Theodor Billroth.
Laufende Ergänzungen durch Nachlässe, Schenkungen und Dauerleihgaben haben den Bestand auf

– ca. 40.000 Einzelobjekte: Portrait- und Sachdarstellungen jeder Reproduktionsart, Gemälde, Kupferstiche, Holzschnitte, Aquarelle, Bleistiftzeichnungen, Photographien, Farbdrucke
– ca. 9.000 Diapositive für Vorlesungen und Vorträge
– etwa 700 Ektachrome für Veröffentlichungen in Bildbänden

anwachsen lassen.

Das Bildarchiv wird von Mag. Michaela Zykan betreut und ist derzeit
Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag vormittags benützbar.
Wir ersuchen um telefonische Kontaktaufnahme oder um eine E–Mail,
um Ihren Wünschen optimal entsprechen zu können.

Sammlungen der Medizinischen Universität Wien
Währinger Strasse 25, A – 1090 Wien
Tel.: 0043/ 1/ 40160/ 26000
Fax: 0043/ 1/ 40160/ 9 26000
E-Mail: sammlungen@meduniwien.ac.at

Bildarchiv Foto Margrit Hartl

Bildarchiv Foto Margrit Hartl

Bildarchiv Foto Margrit Hartl

Weitere Beiträge:
Die medizinhistorische Instrumentensammlung im Josephinum
Sammlung Anästhesiologie und Intensivmedizin
Lange Nacht der Museen bringt 2.598 Besucherinnen und Besucher in die Sammlungen der MedUni Wien
Die Obersteiner-Bibliothek
Medizinhistorische Seiten/Obersteiner
Außenstandorte: Die Bibliothek im Zentrum für Anatomie u. Zellbiologie
Zweigbibliothek für Zahnmedizin
Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin inklusive Ethnomedizin
Medizinhistorische Seiten/Josephinische Bibliothek
Fotos: MMag. Margrit Hartl

Vortrag und Buchpräsentation im Josephinum am 17.01.2008

Mag. Monika Grass hält am 17. Januar 2008 um 18.00 Uhr im Lesesaal des Josephinums (Waehringer Strasse 25, A-1090 Wien) einen Vortrag mit Buchpräsentation zum Thema Medizinische Versorgung in den Herrschaften Forchtenstein, Eisenstadt und Hornstein in der Frühen Neuzeit bis zum Sanitätshauptnormativ von 1770.

Vortrag und Buchpräsentation im Josephinum am 17.01.2008 weiterlesen

Die medizinhistorische Instrumentensammlung im Josephinum

dsc_0176.jpg_Foto_M.Hartl

Max Neuburger ist der Begründer der Instrumentensammlung. Die Sammlung umfasst ca. 3000 Einzelstücke, hauptsächlich Instrumente aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert. 1920 kam die fast vollständige Josephinische Instrumentensammlung hinzu.

Beschreibung der Instrumentensammlung von Univ.-Doz. Dr. Karl Sablik

dsc_0171.jpg_Foto_M.Hartl

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Instrument1_Foto_M.Hartl

dsc_0152.jpg_Foto_M.Hartl

Kontakt:

    Sammlungen der Medizinischen Universität Wien
    Währinger Strasse 25, A – 1090 Wien
    Tel.: 0043/ 1/ 40160/ 26000
    Fax: 0043/ 1/ 40160/ 9 26000
    E-Mail: sammlungen@meduniwien.ac.at
    http://www.meduniwien.ac.at/josephinum/

Weitere Beiträge:

Leihgabe an das Jüdische Museum in Frankfurt

Ab 20.12.07 wird aus unserem Bestand aus der Heinrich Obersteiner-Bibliothek der Band „Studien über Hysterie“ von Dr. Jos. BREUER und Dr. Sigm. FREUD in Wien. Leipzig und Wien. Franz Deuticke. 1895.
in der Ausstellung Beste aller Frauen. Weibliche Dimensionen im Judentum als Leihgabe im Jüdischen Museum der Stadt Frankfurt präsentiert.

Beste aller Frauen
Weibliche Dimensionen im Judentum

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Wien

Jüdisches Museum
Untermainkai 14/15, 60311 Frankfurt

20. Dez. 2007 – 30. März 2008

    Vorwort.
    Wir haben unsere Erfahrungen über eine neue Methode der Erforschung und Behandlung hysterischer Phänomene 1893 in einer “ Vorläufigen Mittheilung“ veröffentlicht und daran in möglischster Knappheit die theoretischen Anschauungen geknüpft, zu denen wir gekommen waren. Diese „Vorläufige Mittheilung“ wird hier, als die zu illustrirende und zu erweisende These nochmals abgedruckt.
    Wir schliessen nun hieran eine Reihe von Krankenbeobachtungen, bei deren Auswahl wir leider nicht bloss von wissenschaftlicheen Rücksichten bestimmen lassen durften. Unsere Erfahrungen entstammen der Privatpraxis in einer gebildeteten und lesenden Gesellschaftsclasse, und ihr Inhalt berührt vielfach das intimste Leben und Geschick unserer Kranken…

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