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Gastautor Prof. Dr. Peter Heilig: Bedroh(n)ung

  Bedroh(n)ung

 

Experten warnen: Insekten (Bienen!) und Vögel werden weniger. Handel und Industrie füllen entstehende Lücken mit Drohnen,

Lücken in der Schrott-Kontamination, welche sich von den Sphären des Alls bis in die Tiefen des Meeres ausbreitet. Drohnen drohen die letzte Bastion zu erobern, den Himmel über uns. Bedroh(n)lich.

Plötzlich, wie aus dem Nichts, taucht ein Drohnen-Schatten auf, eine potentiell tödliche Gefahr, nicht nur für das Wild. KFZ-Lenker, überrascht und wie gebannt auf dieses Flug- Objekt starrend, könnten so ‚Straßenverkehrsrelevante Objekte‘ übersehen. Drohnen verursachen fatale Ablenkungen sowie kognitive Ausfälle, schlimmer als ‚Licht-am-Tag‘- Stimuli und ‚Tagfahrlichter‘ (Daytime Running Lights/DRL). Siehe ‚Inattentional Blindness‘.

Kritik an Drohnen entzündet sich in erster Linie an den unbemannten ferngesteuerten Tötungsmaschinen, zu deren Opfern mittlerweile tausende Zivilisten (inklusive Kinder) zählen. „Wenn die Entscheidung über Leben und Tod ausgelagert wird, ist am Ende niemand mehr für die Menschen verantwortlich, die umkommen. Sowohl Befehlshaber als auch Programmierer können sich von der Tat distanzieren “ (N. Schörnig).

„ Inzwischen ist der klassische Pilot zum Auslaufmodell geworden. US-Militärs (und andere) bilden heute mehr Drohnenpiloten als konventionelle Kampfflieger aus. Die meisten von ihnen sind Zivilisten, die das reale Schlachtfeld, etwa in den Bergen Afghanistans oder in den Wüsten Jemens, niemals betreten werden.

Wie in einem Computerspiel töten sie Menschen, die sich viele tausend Kilometer entfernt befinden, per Knopfdruck, bevor sie wie andere Menschen mit einem normalen Arbeitsalltag ihre Schicht beenden, Feierabend machen und nach Hause zu ihren Familien gehen. »Es ist so, als ob man auf Ameisen tritt und danach nicht mehr daran denkt«, gab etwa Michael H., ein ehemaliger Drohnenoperator der US-Luftwaffe, später zu Protokoll. Während seiner sechsjährigen »Karriere« saß H. im Luftwaffenstützpunkt Creech in Las Vegas und tötete mit dem Joystick in der Hand Menschen in Afghanistan. Wer sie gewesen sind, weiß er nicht. Obwohl H. seine Verbrechen offen zugibt und sich gegen den Drohnenkrieg ausspricht, können die Angehörigen seiner Opfer nicht auf Entschädigung oder die Aufarbeitung seiner Taten hoffen“.

Technische Defekte, Software/Programmier-Probleme, Computerviren, Trojaner etc., Hacker, Terroristen, Drohnen-Abstürze (über dem Apple-Hauptquartier, M. Hirscher – Attacke usw.), Paket-Abstürze, Störungen des Flugverkehrs (Gesetzeslücken nach wie vor), Datenschützer: „schwere Eingriffe in Grundrechte“, „Verstöße gegen Völkerrecht“ und „Beihilfe zu Kriegsverbrechen durch Kampf-Drohnen“, seit vielen Jahren juristisch ungeklärte Versicherungspflicht für UAV (unmanned areal vehicles) auch hinsichtlich der Polizei-Drohnen, welche weltweit „im großen Stil in Verwendung“ sind, als Schwarm z.T.

dauerhaft in der Luft – „nicht generell zulässig“, samt Kollisionen und Abstürzen, Übergänge zu und Vermischung mit militärischen Einsätzen, autonome Drohnen (‚unguided missiles‘), Drogen-Drohnen etc. (Liste nicht vollständig).

Niemand will Drohnen-Piloten ihr Hobby madig machen. Und niemand zweifelt an wertvollen Drohnen-Einsätzen. Wenn oben skizzierte Probleme behoben, ethische, rechtliche, Versicherungs- und Verkehrs-technische Fragen beantwortet sowie Rahmenbedingungen abgesteckt sein werden, dann mögen die UAVs ihre Kreise ziehen, ohne unerwünschte Wirkungen und schädliche Nebenwirkungen (NW), vergleichbar Therapieformen in der Medizin. „Hersteller haften“. Nicht nur sie.

Noch hängt der Himmel nicht voller Drohnen; abwarten und Tee trinken.

Feroz E (2017) Tod per Knopfdruck. Westend.de

Robert Y (1962) Der Krieg der Knöpfe (La guerre des boutons) pfiffig-erfrischender Filmklassiker, Gesellschaftskritik; nach einem Roman von Louis Pergaud (1912)
 https://www.nomos-elibrary.de/10.5771/9783845265636-178/kampfdrohnenpiloten-und-  ptbs-fuersorgepflicht-des-staates-bei-psychischen-belastungen-der-soldaten-in-der- bundeswehr

Platon Nomoi; Gesetze VIII “Wenn Du Frieden willst, plane Krieg” Interest: no

Gender: beyond

Weitere Beiträge: https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?s=heilig

Einladung zu „VERSTRICKTES VERWIRRTES ENTWIRRTES ENTWICKELTES“

200 Jahre Ignaz Semmelweis: Präsentation von Büchern aus der „Neuburger Bibliothek“ beim Semmelweis-Symposium an der MedUni Wien

The following books will be presented at the
Semmelweis-Symposium at the Medical University of Vienna, June 21st 2018

Semmelweis, Ignaz: The etiology, concept and prohylaxis of childbed fever. Budapest, Vienna and Leipzig: by Hartleben’s publishing company 1861.

[Branch-Library for Medical History/Neuburger Library, call-number: 1185]

https://ubsearch.meduniwien.ac.at/primo-explore/fulldisplay?docid=UMW_alma2113193900003344&context=L&vid=UMW&lang=de_DE&search_scope=UMW_all&adaptor=Local%20Search%20Engine&isFrbr=true&tab=default_tab&query=any,contains,Die%20Aetiologie%20%20der%20Begriff%20und%20die%20Prophylaxe%20des%20Kindbettfiebers&sortby=rank&mode=Basic

The book is a first edition of Ignaz Philipp Semmelweis’ (1818-1865) main work. It was collected in the Josephinum by the Austrian Military Medical Academy which was founded by Emperor Joseph II (1741-1790) in 1785. The Academy existed until 1918.

After a number of unfavourable foreign reviews of his 1861 book, Semmelweis lashed out against his critics in a series of Open Letters. They were addressed to various prominent European obstetricians, including Späth, Scanzoni, Siebold, and to „all obstetricians“. They were full of bitterness, desperation, and fury and were „highly polemical and superlatively offensive“, at times denouncing his critics as irresponsible murderers or ignoramuses.

Semmelweis, Ignaz: Two open letters to Dr. J. Spaeth and court counsellor Dr. F. W. Scanzoni. Budapest: 1861.

[Branch-Library for Medical History/NeuburgerLibrary, call-number: 6221]

https://ubsearch.meduniwien.ac.at/primo-explore/fulldisplay?docid=UMW_alma2122037260003344&context=L&vid=UMW&lang=de_DE&search_scope=UMW_all&adaptor=Local%20Search%20Engine&isFrbr=true&tab=default_tab&query=any,contains,semmelweis%20spaeth&sortby=rank&mode=Basic

Prof. Joseph Spaeth was born in Bolzano/South Tyrol in 1823 and died in Vienna in 1896. He studied medicine at Vienna University and became a professor for obstetrics at the Military Medical Academy at the Josephinum in 1855. Later on in 1861 he became Professor for obstetrics at the second obstetrical-gynecological clinic of Vienna University at Vienna General Hospital. Semmelweis regarded him as a principal opponent.

Friedrich Wilhelm Scanzoni was born in Prague in 1821 and died in Bavaria in 1891. He studied medicine in Prague. He was a professor of obstetrics at Würzburg University and was an ardent critic of Semmelweis.

The book was collected by the “Wiener Medicinische Doctoren Collegium” which was also located at the Josephinum. It was a forerunner of today’s Medical Association.

Semmelweis, Iganz: two open letters to court counsellor Dr. Eduard Casper Jacob von Siebold and court counsellor Dr. F. W. Scanzoni. Budapest: 1861.

[Branch-Library for Medical History/Neuburger Library, call-number: 6222]

https://ubsearch.meduniwien.ac.at/primo-explore/fulldisplay?docid=UMW_alma2122037220003344&context=L&vid=UMW&lang=de_DE&search_scope=UMW_all&adaptor=Local%20Search%20Engine&tab=default_tab&query=any,contains,semmelweis%20siebold&sortby=rank&offset=0

Eduard Casper Jacob von Siebold was born in Würzburg in 1801 and died in Göttingen in 1861. He was a professor for gynecology worked for Humboldt University in Berlin, Marburg and Göttingen University. He had met Semmelweis in Vienna, who’s theories he could not accept at all.

The book was collected by Max Neuburger (1868-1955). Neuburger founded the Institute for History of Medicine in Vienna before World War One which moved in the Josephinum in 1920 after the Military Medical Academy was closed down. Because of his Jewish origin he had to flee Austria in 1938. He lived in his English exile until the early 1950ies before he returned to Vienna.

Semmelweis, Ignaz: Open letter to all professors of obstetrics. Budapest: 1862.

[Branch-Library for Medical History/Neuburger Library, call-number: 40590]

https://ubsearch.meduniwien.ac.at/primo-explore/fulldisplay?docid=UMW_alma2122037190003344&context=L&vid=UMW&lang=de_DE&search_scope=UMW_all&adaptor=Local%20Search%20Engine&isFrbr=true&tab=default_tab&query=any,contains,semmelweis%20offener%20brief&sortby=rank&offset=0

This book was also collected by the “Wiener Medicinische Doctoren Collegium” which was located at the Josephinum as a forerunner of today’s Medical Association.


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SOMMERÖFFNUNGSZEITEN

Öffnungszeiten
Sommer 2018 (Juli, August, September)

Lesesaal der Universitätsbibliothek

Mo.02.07. – So.08.07.:
Mo-Fr 8-20 Uhr
Sa, So GESCHLOSSEN

Mo.09.07. – So.12.08.:
Mo, Mi, Fr 8-16 Uhr
Di, Do 8-20 Uhr
Sa, So GESCHLOSSEN

Mo.13.08. – So.19.08.: GESCHLOSSEN

Mo.20.08. – So.16.09.:
Mo, Mi, Fr 8-16 Uhr
Di, Do 8-20 Uhr
Sa, So GESCHLOSSEN

Mo.17.09. – So.30.09.:
Mo-Fr 8-20 Uhr
Sa, So GESCHLOSSEN

Ab Mo 01.10.: reguläre Öffnungszeiten

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Studierendenlesesaal: Sommeröffnungszeiten

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Öffnungszeiten Zweigbibliotheken

» Zweigbibliothek für Zahnmedizin

» Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin

Sommeroeffnungszeiten

Benutzung / Bibliothekskarte: Die Angabe einer eMail Adresse ist verpflichtend!

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Die Ausstellung der Entlehnberechtigung erfolgt in der Zeit von Mo-Fr von 8:00 – 20:00 und Sa 9:00 – 17:00 (in den Ferien » eingeschränkte Öffnungszeiten!).

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  3. MedUni Wien oder AKH Angehörige/Bedienstete: Meldebestätigung und amtlicher Lichtbildausweis/Dienstausweis
  4. Alumni der MedUni Wien: Meldebestätigung und Alumni-Clubkarte (»ALUMNI-VORTEILE)
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  6. Studierende und Angehörige MedUni Wien-fremder Bildungseinrichtungen: Meldebestätigung, Studienausweis/Dienstausweis
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  8. Allgemeiner Benutzer*innen, niedergelassene Ärzt*innen: Meldebestätigung und amtlicher Lichtbildausweis (»ALUMNI-VORTEILE)

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„1. Weltkrieg & Medizin“ [55]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.9 – Ärztinnen und Ärzte

Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Folge 8.9 – Ärztinnen und Ärzte

Die Ärzte im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)

R

ŘEHAK, Adalbert

Geboren am 15. Februar 1870 in Prag, studierte er an der böhmischen Universität in Prag Medizin und promovierte hier am 14. Juni 1895. In der Folge ließ er sich in den Fächern Innere Medizin und Augenheilkunde ausbilden.

Er war im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 vom 30. Mai 1915 bis Kriegsende in der 1. Abteilung/Sektion tätig.

ŘEHAK, Jaroslaus

Geboren am 14. April 1883 in Horschitz https://de.wikipedia.org/wiki/Ho%C5%99ice_v_Podkrkono%C5%A1%C3%AD,

Als Sohn eines Kaufmannes absolvierte er sein Medizinstudium an der medizinischen Fakultät der böhmischen Universität in Prag und promovierte hier am 25. Mai 1908.

Vom 1. Juni 1908 bis 30. September 1910 arbeitete er als Sekundärarzt des Allgemeinen Krankenhauses in Böhmisch-Brod https://de.wikipedia.org/wiki/%C4%8Cesk%C3%BD_Brod.

Seine militärische Karriere vor dem Krieg:

1.4.1905 – 30.9.1905: Infanterieregiment Nr. 7 in Graz

1.10.1910 – 1.11.1910: Garnisonspital Nr. 13 in Theresienstadt

1.11.1910 – 31.3.1911: Garnisonspital Nr. 11 in Prag

— eingerückt zur ausnahmsweisen aktiven Dienstleistung am 6. Jänner 1913 bis 28. Februar 1913: im Marodenhaus in Budva  https://de.wikipedia.org/wiki/Budva

— Ende April 1913 in den Reservestand versetzt.

Im Ersten Weltkrieg:

— von 27. Juli 1914 als Angehöriger des  Infanterieregiments I/98 bis 27. November 1915 im

    „Vormarsch nach Serbien, Stellungskrieg in Italien (Isonzofront)

— am 27. November 1915 „krankheitshalber abgegangen“ nach Prag, bis 15. Mai 1916 behandelt im Garnisonspital Nr. 11 in Prag

— Ende Juni 1916 superarbitriert (für dienstuntauglich befunden) bis März 1917

— von 6. März 1917 bis 15. Juni 1917 zugeteilt dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz,  eingeteilt bei der 5. Abteilung/Sektion bis April 1918, hierauf wieder beurlaubt

— von 1. Mai 1918 bis 12. September 1918 dem Kriegsgefangenenlager in Brüx https://de.wikipedia.org/wiki/Most_(Tschechien) als Lagerarzt zugeteilt.

REIß(SS), Rudolf

Geboren am 13. August 1870 in Jungbunzlau https://de.wikipedia.org/wiki/Mlad%C3%A1_Boleslav.

Nach seinem Medizinstudium spezialisierte er sich auf dem Gebiet der Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde.

Vom 1. Jänner 1901 an war er Assistent von Dr. Ferdinand Alt (dieser wurde im Jahre 1867 in Wien geboren, studierte in Wien und promovierte im Jahre 1893. Er habilitierte sich 1899, und im Jahre 1900 wurde ihm neben der Ohrenambulanz der Rudolfstiftung auch die Leitung der Ohrenambulanz im Wiedner Spital in Wien anvertraut. Er verstarb am 6. Jänner 1923), der kurz zuvor das Ambulatorium für Ohren- und Kehlkopfkrankheiten im Krankenhaus Rudolfstiftung in Wien in Betrieb genommen hatte.

Zu Ferdinand Alt siehe noch:

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Reiss wurde kurz nach Kriegsbeginn, am 11. August 1914, als Vertragsarzt im Krankenhaus Rudolfstiftung angestellt.

Eine Bewerbung Anfang Juli 1916 um die Chefarztstelle an der Ohrenabteilung im Reservespital Belgrad scheiterte.

Dafür wurde er am 5. August 1916 ins Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz der 3. Abteilung/Sektion als Chefarzt der Ohrenabteilung zugeteilt.

Ein Versetzungsgesuch zurück nach Wien Anfang November 1916 wurde vom Kriegsministerium in Wien abgelehnt, da für ihn kein geeigneter Ersatz gefunden werden konnte.

RENČ, Albert(Adalbert)

Geboren 1890 in Königliche Weinberge   https://de.wikipedia.org/wiki/Vinohrady, studierte er Medizin an der böhmischen Universität in Prag, wo er am 26. November 1914 promovierte.

Als Assistent am pathologisch-anatomischen und bakteriologischen Instituts der Prager Universität trat er seinen Dienst im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz am 3. Mai 1915 an, blieb bis 8. Juni 1915 und übernahm dann nach kurzer Unterbrechung ab 1. Juli 1915 bis Kriegsende die Leitung des Bakteriologischen Laboratoriums in diesem Spital.

ROTH, Moritz

Geboren 1891.

Er war vom 28. Juli 1914 bis 31. August 1916 Bataillonschefarzt im Infanterieregiment Nr. 29, dann beim Infanterieregiment Nr. 60.

Seit 1. 9. 1916 war er dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 – zumindest bis Februar 1917 – als „neurologisch gut ausgebildeter Arzt“ zugeteilt.

RUATTI, Anibale

Geboren 1871 in Laifs https://de.wikipedia.org/wiki/Lavis.

Vor dem Krieg war er Gemeindearzt in Rabben https://de.wikipedia.org/wiki/Rabbi_(Trentino).

Im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 ist er zumindest im Jahr 1918 nachweisbar und er war in der 1. Abteilung/Sektion tätig.

RUBESCH, Rudolf

Geboren 1876 in Bilin https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%ADlina, – er war ein Sohn des fürstlich Lobkowitzschen Bergdirektors Max Rubesch in Bilin – studierte er Medizin an der deutschen Universität in Prag, wo er auch am 22. Februar 1902 promovierte.

Im Juni 1914 war er zum Primararzt der chirurgischen Abteilung des allgemeinen öffentlichen Krankenhauses in Brüx https://de.wikipedia.org/wiki/Most_(Tschechien)   bestellt worden.

Im März 1915 – zu dieser Zeit war er Chefarzt der chirurgischen Abteilung der Militärbeobachtungsstation in Chrudim – wurde er zum Regimentsarzt der Reserve ernannt.

Im Juni 1916 wurde er dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz als Chirurg zugewiesen.

Siehe noch:

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RYBA, Johann

Geboren 1873, heimatzuständig nach Prag, war vor dem Krieg Werksarzt in der Maschinenfabrik Breitfeld-Danek in Prag-Karolinenthal.

Er wurde erst im November 1917 zum Militärdienst einberufen und ins Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz beordert. Hier war er in der 3. Abteilung/Sektion tätig.

RYCHTER, Rudolf

Geboren 1869 war er nach seinem Medizinstudium praktischer Arzt in Sezemice  https://de.wikipedia.org/wiki/Sezemice_nad_Lou%C4%8Dnou.

Er war zumindest im letzten Kriegsjahr 1918 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz in der 4. Abteilung/Sektion tätig.

Text: Reinhard Mundschütz

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Remote Access und der neue Bibliothekskatalog

Derzeit gibt es noch Probleme aus dem neuen Bibliothekskatalog heraus via Remote Access auf die Volltexte der elektronischen Bücher und zu Artikeln von eJournals zu gelangen. Bei der Weiterleitung aus dem Katalog heraus „verliert“ man leider den Remote Access.

Bis zur Lösung des Problems empfehlen wir, sich den Remote Access als Bookmark abzuspeichern. Verliert man den Remote Access bei der Verlinkung, genügt ein Klick auf das gespeicherte Bookmark. Die eben geladenen WebPage wird dann neuerlich über den Remote Access Server geführt.

Eine Anleitung zur Abspeicherung des Remote Access als Bookmark finden sie hier.

Gastautor Prof. Dr. Peter Heilig: „Otto Lechner: Der Kanari oder Die Macht der Musik“

Otto Lechner:
Der Kanari oder Die Macht der Musik

In seiner Antrittsrede in der Augartenstadt war zu hören: „Sie werden jetzt vielleicht sagen, wir hätten einen Vogel… ich sage ihnen: wir werden diesen Vogel fliegen lassen..“ so   sprach der Designierte Bürgermeister der Augartenstadt,
OTTO LECHNER, der Akkordeonist, ein strahlender Stern an unserem Musikhimmel. Und eines Tages erzählte er die unvergessliche Episode von der der Daumsltant ihrem Kanari:

„Ich war fünf Jahre alt und ging mit meiner Oma zur Großtante um ihr zum Geburtstag zu gratulieren.

FranzOnkel und Daums(ch)l wohnten in einem kleinen Haus. Sie hatten keinen Radio und Fernseher sowieso nicht.

Sie hatten nix – nur einen Kanarivogel. Ich bin hingekommen – mit meiner Ziehharmonika um der Daumsl zum Achtziger zu gratulieren – und spiel den Schneewalzer (mein normales Repertoire). Der Karienvogel, der wahrscheinlich in seinem Leben zum ersten Mal Musik gehört hat, hat  ang’fangen zum Singen, dass es einfach eine Freude war!

Und ich spiel, wie gesagt, den Schneewalzer und dann kommt: ‚Oide, geh ziag ma de Schuach aus‘ – und ich hör auf mit dem Lied – es ist ganz still – und alle weinen. Es hat sich herausgestellt, dass den Kanarivogel der Schlag getroffen hat!

 

Er ist vor lauter Aufregung vom Spriesserl g’fall’n und war tot. So hab ich der Daumschl ihren Kanari mit Musik um die Ecke gebracht. Dann wird man entweder Musiker oder net. Und so erwirbt man ein gewisses Bewusstsein für die Macht der Musik.“

Diese unübertreffliche „Moritat“ braucht weder Kommentar noch Ergänzung

http://ottolechner.at/

Weitere Beiträge: https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?s=heilig

Einladung zu „VERSTRICKTES VERWIRRTES ENTWIRRTES ENTWICKELTES“

„1. Weltkrieg & Medizin“ [54]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.8 – Ärztinnen und Ärzte

Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Folge 8.8 – Ärztinnen und Ärzte

Die Ärzte im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)

P

PACHNER, Wilhelm

Geboren 1838 war er vor dem Krieg heimatzuständig in Marienbad https://de.wikipedia.org/wiki/Marienbad.

Hier arbeitete er als Vertreter des Kurarztes Dr. Franz Perko (dieser promovierte 1893 an der deutschen Universität in Prag, arbeitete dann am gerichtsmedizinischen Institut ebenda, war praktischer Arzt in Nürschan https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BD%C5%99any bei Pilsen und Mitglied des Wiener medizinischen Doktorenkollegiums) im Hotel „Zum Kaiser von Österreich“.

Nach Kriegsbeginn meldete er sich zum Dienst im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz, wo er vom 30. August 1915 an bis zur Übernahme des Spitals in der zweiten Hälfte des Jahres 1916 durch die Heeresverwaltung arbeitete.

Aufgrund seines hohen Alters wurde er von der k. u. k. Armee nicht mehr übernommen.

PAOLAZZI, Hektor/Etore

Geboren 1867 war er vor dem Krieg Gemeindearzt in Spormaggiore https://de.wikipedia.org/wiki/Spormaggiore.

Er war im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz seit März 1918 bis zum Kriegsende tätig.

PAPPENHEIM, Martin Moritz

Er wurde am 4. November 1881 in Preßburg https://de.wikipedia.org/wiki/Bratislava als Sohn eines Lehrers geboren. Von 1899 bis 1905 studierte er an der Universität Wien Medizin. Nach der Promotion war er 1906/07 Assistent an der Psychiatrischen Klinik in Prag, danach bis 1911 an der Psychiatrischen Klinik in Heidelberg.

Im Ersten Weltkrieg im Range eines Regimentsarztes eingerückt betreute er als Gefängnispsychiater den Attentäter von Sarajevo, Gavrilo Princip https://de.wikipedia.org/wiki/Gavrilo_Princip.

1915 habilitierte er sich als Privatdozent an der Universität in Wien in den Fächern Neurologie und Psychiatrie.

Vom September 1916 bis April 1917 leitete er als Chefarzt die neurologische Abteilung im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz.

Im April 1917 wurde er nach Wien versetzt in die neugeschaffene neurologische Station des Kriegsspitals in Grinzing, vom 1. Juni 1917 bis Dezember 1918 war er Leiter der Nervenabteilung im Kriegsspital in Grinzing.

Er war aktiver Sozialdemokrat und besuchte 1920/21 die Sowjetunion. 1922 wurde Pappenheim Vorsteher der neurologischen Abteilung am Krankenhaus Lainz und 1924 außerordentlicher Professor für Neurologie und Psychiatrie der Universität Wien.

Ab 1928 war er Mitglied der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung, er gehörte zum engeren Kreis um Sigmund Freud.

Pappenheim kehrte 1934, nach dem Scheitern der Februaraufstände in Österreich, auf Anraten von Freunden, von einer Palästinareise nicht mehr zurück, sondern ließ sich dort nieder.

Zur Person siehe auch:

https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?tag=martin-pappenheim-1881-1943

Publikationen – Auswahl Bücher:

Die Neurosen und Psychosen des Pubertätsalters. Berlin. 1914

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8578047&pos=0&phys=

Die Lumbalpunktion – Anatomie, Physiologie, Technik, Untersuchungsmethoden, diagnostische und therapeutische Verwertung. Wien 1922

Gavrilo Princips Bekenntnisse – ein geschichtlicher Beitrag zur Vorgeschichte des Attentates von Sarajevo ; zwei Manuskripte Princips ; Aufzeichnungen seines Gefängnispsychiaters Dr. Pappenheim aus Gesprächen von Feber bis Juni 1916 über das Attentat, Princips Leben und seine politischen und sozialen Anschauungen. Wien 1926

Allgemeine Grundlagen der Reflexologie des Menschen – Leitfaden für das objektive Studium der Persönlichkeit. Hrsg von Bechterev, Vladimir Michailovič (1857-1927) und Pappenheim, Martin. Leipzig, Wien 1926

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8622816&pos=8&phys=

Neurosen und Psychosen der weiblichen Generationsphasen. Wien, Berlin 1930

Publikationen – Auswahl Artikel:

1916 Über Neurosen bei Kriegsgefangenen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1916&size=45&page=711

1918 Über Kriegsneurosen bei türkischen Soldaten zusammen mit Victor Kraus PDF–>

1919 Die diagnostische und therapeutische Bedeutung der Lumbalpunktion

  1. Teil

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1919&size=45&page=560

  1. Teil

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1919&size=45&page=588

1919 Zur Frage der durch die Grippe verursachten Nervenschädigung mit Berücksichtigung des Liquorbefundes (Wiener klinische Wochenschrift Nr. 15, 1919)

1921 Klinische Beiträge zur Frage der Sensibilitätsstörung bei Oblongataherden, zusammen mit Karl Gross (Zeitschrift für die gesamte Neurologie und Psychiatrie, Band 63, 1921, S. 93ff.)

1923 Über die Veränderungen des Liquor cerebrospinalis  bei der nichtnervösen Lues und über ihre prognostische Bedeutung (Archiv für Dermatologie und Syph Band 144, Heft 1)

1923 Neueres über Lumbalpunktion (Jahreskurse ärztliche Fortbildung, Jahrgang 1923, Maiheft)

1925 Die Anwendung der Lumbalpunktion in der Oto- und Rhinologie

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1925&size=45&page=632

1926 Trigeminusneuralgie durch Druck der arteriosklerotisch veränderten Art. basilaris   auf den Trigeminusstamm

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=19260003&query=((text:%22martin+pappenheim%22))&ref=anno-search&seite=88

1927 Zisternenpunktion oder Lumbalpunktion

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=19270003&query=((text:%22martin+pappenheim%22))&ref=anno-search&seite=1078

1928 Syphilis und multiple Sklerose, zusammen mit Eugen Pollak

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=19280003&query=((text:%22martin+pappenheim%22))&ref=anno-search&seite=859

1929 Eunuchoidie und Zwergwuchs

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=19290003&query=((text:%22martin+pappenheim%22))&ref=anno-search&seite=220

1932 Die offene psychiatrische Krankenabteilung als Mittelpunkt der psychischen Hygiene (Wiener klinische Wochenschrift 1932, Nr.12)

1932 Zur Frage des Übertritts von Wassermann-Reaginen aus dem Blut in den Liquor

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=19320003&query=((text:%22martin+pappenheim%22))&ref=anno-search&seite=334

Pappenheim beschäftigte sich im Krieg auch mit Kriegsneurosen und deren Behandlung

Dazu siehe:

  1. November 1918 Organisatorisches über Kriegsneurosen und –psychosen http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1918&page=925&size=45&qid=4IDOWRGFDNA33GSKDCOYKBMA0TVDM8

10, Mai 1919 Zur Behandlung der Kriegsneurosen von Artur Schüller

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=19190003&query=((text:kriegsneurosen))&ref=anno-search&seite=497

  1. Oktober 1920 Schwere Anschuldigungen gegen Professor Wagner-Jauregg und andere Ärzte

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwj&datum=19201014&query=%22martin+pappenheim%22&ref=anno-search&seite=8
siehe auch Oskar Fischer –>PDF

  1. Oktober 1920 Professor Kornfeld über die faradische Methode

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwg&datum=19201015&query=%22martin+pappenheim%22&ref=anno-search&seite=5

  1. Oktober 1920 Die Untersuchung gegen Professor Wagner-Jauregg

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tpt&datum=19201015&query=%22kriegsneurosen%22&ref=anno-search&seite=5

  1. Oktober 1920 Die Verhandlung gegen Prof. Wagner-Jauregg

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19201016&query=%22kriegsneurosen%22&ref=anno-search&seite=7

  1. Oktober 1920 Die Behandlung der Kriegsnervösen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19201021&seite=6&zoom=33&query=%22kriegsneurosen%22&ref=anno-search

Komnacky, Christina: „Kriegszitterer“ – Posttraumatische Belastungsstörungen bei Soldaten im und nach dem Ersten Weltkrieg

http://othes.univie.ac.at/45735/1/48021.pdf

siehe auch:

Zucha, Rudolf O.: Kriegsneurosen: Konflikt Wagner-Jauregg vs. Sigmund Freud

https://ppp.bsa.at/sites/default/files/ppp-kriegsneurosen_0.pdf

1931 zu Princip siehe noch:

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dkb&datum=19310630&query=%22martin+pappenheim%22&ref=anno-search&seite=5

PAUL, Ignaz

Geboren 1888 war er heimatzuständig nach Wollein https://de.wikipedia.org/wiki/M%C4%9B%C5%99%C3%ADn. Vor Kriegsbeginn vertrat er hier den praktischen Arzt.

Seit 16. März 1915 war er tätig im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz. Kurz vor Kriegsende 1918 findet sich sein Name nicht mehr in der Ärzteliste dieses Spitals.

PLANANSKY, Josef

Aus Senftenberg/Böhmen https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%BDamberk stammend, war seit 1907 Distriktsarzt im Gerichtsbezirk Senftenberg https://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_Senftenberg tätig.

Im Range eines Regimentsarztes bei Kriegsbeginn zur Armee einberufen, wurde er dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 zur Dienstleistung in der 6. Abteilung/Sektion zugeteilt, gilt im Personalstandverzeichnis aus dem Jahr 1918 dieses Spitals als „auf unbestimmte Zeit enthoben.“

PLEŠINGER, Emil

Geboren 1870 in Kasanice/Nähe Kuttenberg https://de.wikipedia.org/wiki/Kutn%C3%A1_Hora in Böhmen, studierte er an der böhmischen Universität in Prag Medizin und promovierte hier am 31. Jänner 1902.

Bei Kriegsbeginn war er als Primararzt in der dermatologischen Abteilung des Spitals der Barmherzigen Brüder in Prag tätig, daneben betrieb er auch eine Ordination in Prag.

Am 26. September 1917 wurde er in das Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz zur Dienstleistung einberufen und wurde der 7. Abteilung/Sektion (das war das Offiziersspital) zugeteilt. Seinem Ansuchen um Versetzung nach Prag im März 1918 wurde nicht stattgegeben.

POLAK, Otto/Ottokar

Geboren 1869, war er heimatzuständig in Stelcoves bei Buschtiehrad https://de.wikipedia.org/wiki/Bu%C5%A1t%C4%9Bhrad

Vor dem Krieg war er von 1902 an Primararzt im Bezirkskrankenhaus Böhmisch Brod gewesen.

Nach Kriegsbeginn meldete er sich zur Dienstleistung ins Kriegsspital/Reservespital Nr. in Pardubitz und war hier seit 30. Mai 1915 als Chirurg tätig.

Er verstarb 1947.

Über seine Tätigkeit und seine Erfahrungen in dieser Zeit publizierte er mehrere Artikel (in tschechischer Sprache) in der Zeitschrift Časopis lékařů českých:

1916 Nr. 41

Prvních 5000 propuštěných vojínů ve stanici pro raněné a nemocné v P. (Barákový oddíl.)

1917 Seite 493ff und Seite 536ff und Seite 578ff:

Přehled operativni  činnosti v. c. a k. reservni nemocnici čis. 2. v. P. I. odděl. 

PRAŽAK, Richard

1887 geboren war er heimatzuständig im Bezirk Reichenau a. d. Knieschna https://de.wikipedia.org/wiki/Rychnov_nad_Kn%C4%9B%C5%BEnou.

Er absolvierte sein Medizinstudium an der böhmischen Universität in Prag, und ließ sich nach dem Studium zum Bakteriologen ausbilden.

Seit 1. Juli 1915 war er angestellt im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz, ab Ende Jänner 1917 arbeitete er im Kriegsgefangenenlager Theresienstadt

https://de.wikipedia.org/wiki/Terez%C3%ADn.

PROKOP, Josef

Geboren am 2. Februar 1870 in Trebnitz https://de.wikipedia.org/wiki/T%C5%99ebenice in Böhmen studierte er zehn Semester Medizin an der deutschen Universität in Prag und promovierte hier zum Doktor der gesamten Heilkunde am 12. November 1897.

Am 21. März 1892 rückte er als „einjährig freiwilliger Mediziner auf Staatskosten“ zum Infanterieregiment Nr. 92 ein. Nach Absolvierung seines Militärdienstes nahm er eine Stelle als praktischer Arzt in Eulau https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%ADlov%C3%A9_u_D%C4%9B%C4%8D%C3%ADna an.

 1914 – 1918:

—  vom  1. September 1915 bis 15. März 1916:

     Reservespital in Reichenberg

—  vom 15. März 1916 bis 25. Juli 1916:

     Garnisonsspital Nr. 1 in Wien als Sekundararzt in der 2. Krankenabteilung eingeteilt

—  25. Juli 1916 bis 31. Juli 1918:

     Sanitätskraftwagenkolonne Nr. 31

—  Ab 1. August 1918 bis Kriegsende im:

    Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz

PROSCH, Alexander

Geboren 1873 in Aussig https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Ast%C3%AD_nad_Labem arbeitete er nach seinem Medizinstudium als Assistent des Oto-Rhino-Laryngologen Otto Piffl https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Piffl. Danach bekam er eine Stelle im Allgemeinen Krankenhaus in Prag.

Am 25. Jänner 1908 wurde ihm die Leitung einer eigenen Abteilung für Ohren-, Nasen- und Kehlkopfkrankheiten im Stephanshospital in Reichenberg (= öffentliches allgemeines Krankenhaus) mit 10 Betten übertragen.

Im 1. Weltkrieg war er von Mitte 1916 bis Anfang 1917 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz als Oto-Rhinologe und als Sektionskommandant tätig.

Seine letzte Station im Weltkrieg war das Reservespital in Reichenberg, dem er bis Kriegsende angehörte.

Text: Reinhard Mundschütz

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