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Archiv der Kategorie: Allgemeines
Allgemeines – nicht kategorisiert
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Gastautor Prof. Dr. Peter Heilig: Geist und Ungeist
„Alles Leben in Staat und Gesellschaft beruht auf der stillschweigenden Voraussetzung, dass der Mensch nicht denkt“. Karl Kraus
In jeder (‚hohen‘) Kultur schlummert ab der Stunde ihrer Entstehung ein Keim der Dekadenz. Die Rangordnung der Werte ändert sich, ungeprüftes, unverdautes ‚Wissen‘ wird nach oben gespült, basierend auf zweifelhafte Quellen. Der Mangel an wissenschaftlichen Gremien und institutionalisierten Peer Reviews, verzerrte Darstellungen, politische oder extremistische Einflüsse, Esoteriker- und Geschäftemacher, Lobbyisten-Einflüsse, wertloses ‚Kübelwissen‘ (Sir Karl Popper) begräbt (.., Ethik..) Fundiertes, Kritisches und – Weises. Garbage in Garbage Out (Gigo). Untiefen entstehen – samt ’spirituellem Faulschlamm‘.
Hohlköpfe steigen auf in höchste Positionen (Peter’s Principle, Founder’s Law); in dünner Luft dieser anthropogen modifizierten Atmosphäre (s. Treibhausgase) materialisieren sich einsam getroffen unreflektierte Spontan-Entscheidungen. Kritik, ‚Shitstorm‘ oder gar karikaturistisch-kabarettistische Überhöhungen dieser zur Regel gewordenen Realsatire führen zu nichts. Die Wurzeln des ‚Mysteriums‘ Dummheit (L. Ungar) verzweigen sich tiefer. Auch der Pseudowissenschaft, Pseudoreligiösem, Fake-.., Postfaktisch- Alternativem oder anderen, vermutlich einer Art Kanaksprak entnommenen Phänomenen sollte das oben erwähnte Dilemma nicht angelastet werden.
Auch wissenschaftlich dokumentierte überdurchschnittliche ‚Intelligenz‘ einer starken, leitende Funktionen innehabenden Figur hülfe nicht. Wie so oft sollte das Übel an der Basis (besser – Wurzel?) gesucht werden. Genetik und Epigenetik seien hier ausnahmsweise ausgeklammert. Redlich erworbene Dummheit infolge ab ovo oktroyierten Fehlverhaltens bedarf nicht einmal einer Feindbild-schaffenden Institution. Fehlende Anerkennung des Kindes und all der verunsicherten „perspektivelosen“ Heranwachsenden reicht. Noch schlimmer: Lieblosigkeit, an Bedingungen orientierte Zuneigung – „Leistung muss erbracht werden“, sonst.., Herabminderung, Verächtlich-Machen, das im – Stich – Lassen, Gewalt-Anwendung etc.
Ernst Pöppel absolvierte fünf verschiedene IQ – Tests: die Ergebnisse variierten zwischen 105 bis 145. Ein zwölfjähriges Mädchen „versagte“ beim ersten – uninteressiert-lustlos durchgeführten IQ-Test: Quote 80. Darauf meinte der erfahrene Schulpsychologe: „Das kannst du aber besser!“ Das Resultat betrug – nach wenigen Minuten – 128.
Südkorea lag häufig im Spitzenfeld internationaler PISA-Test-Vergleiche. Ein „überdurchschnittlich begabter“ Student dieses Landes „mit unglaublichem Wissen“ absolvierte sein Doktorandenstudium an der Müncher L.-Maximilian- Universität: „In der kreativen Phase als Wissenschaftler war er ein absoluter Versager. Er konnte sich keine ungewöhnlichen Zusammenhänge vorstellen, keine neuen Studien designen, keine neuen Ideen entwickeln – das ist die ‚PISA-Dummheit‘, ein Beispiel rein reproduktiver „Intelligenz!“
‚Moderne‘, mittlerweile etwas in die Jahre gekommene Multiple Choice Tests prüfen Inselbegabungs-‚Wissen‘ künftiger humaner ‚Robo-Savants‘ – für virtuelle Duelle mit Megagewinn – versprechenden Computern, beworben mit: „Dr. G. ist besser als alle Mediziner!“ – und prompt klingelt es in Mega-Konzern ‚Registrierkassen‘.
Geist und Ungeist
Ameisen- und Bienenforscher gewähren Einblicke in exzellent funktionierende Tierstaaten-Systeme. Über Jahrmillionen bleiben höchst komplexe Ordnung-Systeme strörungsfrei erhalten. Im Gegensatz dazu ’nimmt die Entropie‘ homo sapiens gesteuerter Strukturen ‚zu‘. Ihre Welt-Ordnung geriet ins Trudeln. So als hätte ein Ungeist von dem verletzlichen kleinen blauen Planeten Besitz ergriffen, so als triebe ein ZNS-Parasit in den höheren Leithammel-Ebenen sein Unwesen. „Eine Tierart, die zur Staatenbildung schreitet ohne den Egoismus einzuschränken, wird zugrunde gehen.“ (E. Schrödinger).
Der Geist in der Materie (Teilhard de Chardin, Charon, Kruse), Science and Spirituality (Bäumer), Mind and Matter (Schrödinger), tit for tat, Prisoner’s Dilemma, Spieltheorie, mutual aid (Kropotkin), gift economy, Christmas truce (Weihnachtsfrieden), reciprocal altruism (Trivers) – liefern ernstzunehmende Hinweise auf das Wirken des Geistes in der Kosmogenese, in jeder Neu- und Umgestaltung, in ethischer Grundhaltung – als unentbehrlicher Garant für ein erträgliches, friedliches Zusammen- und Weiterleben.
Das Bewusstsein, kein Zustand sondern vielmehr ‚ein Strom‘, dynamisch fließend macht uns zu Spielern, aber auch zu Regisseuren des Geschehens im „Strom, der mich davonträgt, doch ich bin der Strom“ (Jorge Luis Borges) – in Oliver Sacks (2017) Der Strom des Bewusstseins. Über Kreativität und Gehirn, rowohlt. Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges – bewusst oder ‚halb‘ – bewusst geplant oder erträumt, wirkt und webt zwischen Thalamus und Cortex – um zu werden – um vielleicht endlich eine bessere Wirklichkeit zu werden, – besonders im Sinne junger und kommender Generationen.
„This world could be free, this world could be one,
this could be heaven for everyone“ Queen
Pöppel E, Wagner B (2013) Dummheit. Warum wir heute die einfachsten Dinge nicht mehr wissen. Riemann, München.
Stein H (2008) Endlich Nichtdenker. Handbuch für den überforderten Intellektuellen. Eichborn, Frankfurt
Tuchmann B (2001) Die Torheit der Regierenden. Fischer
Obiger Text bezieht sich auf keine der lebenden oder verstorbenen Personen; Etwaige Ähnlichkeiten sind rein zufällig.
Interest: no
Gender: beyond
Einladung zu „VERSTRICKTES VERWIRRTES ENTWIRRTES ENTWICKELTES“
Weitere Beiträge: https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?s=heilig
„1. Weltkrieg & Medizin“ [53]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.7 – Ärztinnen und Ärzte
Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918
Folge 8.7 – Ärztinnen und Ärzte
M – N
Die Ärzte im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)
MAIXNER, Emmerich jun.
Geboren 1887 in Prag, studierte Maixner nach Ablegung der Matura an der böhmischen Universität in Prag Medizin und promovierte hier am 21. Dezember 1911.
Nach einer Ausbildung zum Internisten meldete er sich nach Kriegsbeginn zum Dienst in der Beobachtungsstation Chrudim in Böhmen. Von dieser wechselte er am 21. April 1915 in das Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz.
Hier blieb er bis zur Übernahme des Spitals in die Heeresverwaltung und wurde dann zur k. u. k. Armee eingezogen; im Dezember 1916 war er an die Personalsammelstelle Laibach (an die Front) „abgegangen“.
MALY, Vladimir
Geboren im Jahr 1888 war er nach Prag heimatzuständig.
Er arbeitete vor dem Krieg als „externer Arzt“ im Allgemeinen Öffentlichen Krankenhaus in Prag.
Nach Kriegsbeginn meldete er sich zum Dienst im Kriegsspital/Reservespital Nr. in Pardubitz und arbeitete hier vom
— 15. März 1915 bis 23. Juni 1915 und
— vom 24. März 1916 bis zur Übergabe an die Heeresverwaltung im August 1916
Hierauf wurde er als „invalid“ eingestuft und aus dem Spital entlassen.
MARSCHAL (Marsal), Christian (Kristian)
Geboren 1868 war er heimatzuständig nach Tschelakowitz https://de.wikipedia.org/wiki/%C4%8Cel%C3%A1kovice
Hier war er auch bis zum Kriegsbeginn als praktischer Arzt tätig.
Vom 2. Juli 1915 bis zur Übergabe an die Heeresverwaltung im August 1916 war er im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz angestellt.
MARTIN, Rudolf
Er wurde am 11. März 1873 in Hermannstädtel https://de.wikipedia.org/wiki/He%C5%99man%C5%AFv_M%C4%9Bstec geboren.
Nach einem zehnsemestrigen Studium der Medizin an der böhmischen Universität in Prag promovierte er hier am 29. Dezember 1898 zum Doktor der gesamten Heilkunde. Nach seiner Promotion praktizierte er an verschiedenen Abteilungen des Allgemeinen Öffentlichen Krankenhauses in Prag bis 1903.
Bereits am 28. April 1894 war er als „einjährig freiwilliger Mediziner auf Staatskosten“ zum Infanterieregiment Nr. 87 beim Garnisonspital Nr. 11 in Prag in die k. u. k. Armee eingetreten.
Vor dem Krieg arbeitete er als praktischer Arzt in Pardubitz.
Nach Kriegsbeginn, im Range eines Landsturmassistenzarztes zur aktiven Kriegsdienstleistung einberufen, diente er vom 25. Juli 1914 bis 10. März 1915 beim Spitalszug Nr. 24.
Aufgrund seines Versetzungsgesuches wurde er im März 1915 schließlich dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zugeteilt. Hier versah er seinen Dienst in der 5. Abteilung/Sektion.
MARZIN, Anton
Er wurde in Leitmeritz https://de.wikipedia.org/wiki/Litom%C4%9B%C5%99ice 1868 geboren.
Nach seinem Medizinstudium an der deutschen Universität in Prag, wo er auch am 3. Februar 1900 promovierte, erhielt er bald eine Stelle als Stadtarzt in Bodenbach an der Elbe https://de.wikipedia.org/wiki/D%C4%9B%C4%8D%C3%ADn.
Im Weltkrieg im Jahr 1916 zur Militärdienstleistung einberufen, kam er in das Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz, wo er bis Kriegsende in der 1. Abteilung/Sektion arbeitete.
Er verstarb im Dezember 1922 in Bodenbach.
MAUDR/MAUDER, Anton
Er war vor dem Krieg Arzt in Königgrätz https://de.wikipedia.org/wiki/Hradec_Kr%C3%A1lov%C3%A9
In den Listen des Kriegsspitals/Reservespitals Nr. 2 in Pardubitz wird er Anfang 1918 zum ersten Mal erwähnt – als „Stomatologe“ (=Zahnarzt) in der 2. Abteilung/Sektion.
MESANY, Franz
Er war vor dem Krieg Primarius des Bezirkskrankenhauses in Pardubitz.
Nach Kriegsbeginn arbeitete er im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz als „Chirurg und leitender Arzt“.
Nach Übernahme durch die Heeresverwaltung im August 1916 wurde er allerdings entlassen. Als Grund wurde in einem Bericht vom November 1915 folgendes angegeben:
„…Er versah 1909 [zur Zeit der Bosnischen Annexionskrise https://de.wikipedia.org/wiki/Bosnische_Annexionskrise] als freiwilliger Arzt bei der serbischen Armee ärztliche Dienste, beherrscht die deutsche Sprache nicht geläufig und es besteht der begründete Verdacht, dass er auch antimilitaristisch gesinnt ist. Er ist wohl ein guter Chirurg, jedoch allgemein als rechthaberisch und unverträglich bekannt…“
Weiteres zu ihm siehe:
- November 1909 Jagdunfall des Prinzen Alexander von Taxis
- Februar 1911 Ein Bezirkskrankenhaus ohne Ärzte
- März 1912 Die Post als Sittenkommission
- März 1912 Die Post als Sittenkommission
- Dezember 1913 Verleihung des serbischen St. Sava Orden III. Klasse
MIKULASEK, Karel/Karl
Geboren 1878 war er heimatzuständig in Bojkowitz https://de.wikipedia.org/wiki/Bojkovice.
Vor dem Krieg als Badearzt in Luhatschowitz https://de.wikipedia.org/wiki/Luha%C4%8Dovice tätig, arbeitete er seit 5. Oktober 1915 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz.
Als er sich seiner Musterung Anfang Mai 1916 durch unberechtigtes Verlassen seines Arbeitsplatzes entzog, wurde er nach seiner Ergreifung zur „Armee im Felde“ einberufen und nach Zagreb versetzt.
MRACEK, Leopold
Geboren 1868 war er heimatzuständig nach Olmütz https://de.wikipedia.org/wiki/Olm%C3%BCtz.
Vor dem Krieg war er Zahnarzt in Triest.
Nach seinem Dienstantritt am 16. März 1915 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz war er hier dann als „Stomatologe“ in der 6. Abteilung/Sektion tätig.
NOVOTNY, Anton
Geboren 1893, war er heimatzuständig nach Raudnitz an der Elbe https://de.wikipedia.org/wiki/Roudnice_nad_Labem.
Er war dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zumindest im Jahr 1918 dienstzugeteilt.
NUSSEN, Bruno
Geboren 1884.
Von 1914/15 an war er bereits im Sanatorium Hera in Wien als Arzt beschäftigt.
Im Februar 1917 wurde er dann zum Militär einberufen und ins Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz dienstzugeteilt.
Hier war er in der 5. Abteilung/Sektion als Chirurg tätig. Ein Versetzungsansuchen aus gesundheitlichen Gründen nach Wien wurde im Juli 1917 „mit Rücksicht auf die kurze militärische Dienstleistung und auf die relative Jugend des Genannten“ abgelehnt.
Im Jänner 1918 befand er sich krankheitshalber im Reservespital in Chrudim.
Es scheint, dass es ihm noch vor Kriegsende gelungen ist wieder nach Wien zu kommen, da er in der Standesliste vom September 1918 nicht mehr in Pardubitz aufscheint.
Nach dem Krieg war er als „Dr. der gesamten Heilkunde“ von 1919 bis 1922 in Wien in der Löblichgasse 14, Sanatorium Hera, im 9. Bezirk als wohnhaft gemeldet.
Aus dem Jahr 1920 liegt eine Publikation in der Zeitschrift „Medizinische Klinik“ (Bd 16, 1920 S. 705) mit folgendem Titel vor.
— Über einen Fall von Polyneuritis mit Korsakowscher Psychose nach einer Streptokokkeninfektion.
Text: Reinhard Mundschütz
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„1. Weltkrieg & Medizin“ [52]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.6 – Ärztinnen und Ärzte
Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918
Folge 8.6 – Ärztinnen und Ärzte
Die Ärzte im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)
L
LAUTERSTEIN, Wolf Wilhelm
Geboren am 29. Oktober 1881 in Lemberg.
Er studierte an der medizinischen Fakultät der Universität Lemberg, wo er am 19. Oktober 1908 promovierte; nach der Promotion war er „Aspirant“ im Allgemeinen Krankenhaus in Lemberg.
Vom 28. Juli 1914 bis 18. September 1914 war er Bataillonschefarzt des Linieninfanterieregiments (LIR) 19.
Seit 12. August 1916 war er dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz als Spezialist für Geschlechtskrankheiten zugeteilt; hier arbeitete er als Abteilungschefarzt an der ersten dermatologisch-venerischen Abteilung der 2. Abteilung/Sektion.
Er richtete später auch die urologische Abteilung ein und übernahm deren Leitung und auch die Leitung der Offiziersabteilung.
Im Oktober 1917 bat er zum ersten Mal um Versetzung nach Lemberg, dann wieder im Frühjahr 1918 – er begründete dies jeweils mit dem schlechten Gesundheitszustand seiner Frau. Im Juli 1918 wurde seinem Ansuchen schließlich entsprochen.
Nach dem Krieg praktizierte er in seiner Heimatstadt Lemberg als Facharzt für Geschlechtskrankheiten.
LEDERER, Julius
Er durchlief seine Karriere vor dem Weltkrieg in der Armee.
– 1886 wurde er zum Oberarzt im Aktivstand ernannt (als „militärärztlicher Eleve der Reserve 1. Klasse“), eingeteilt im Garnisonspital Nr. 12 in Josefstadt in Böhmen.
– 1888 im September wurde er versetzt vom 54. Infanterieregiment zum Peterwardeiner Infanterieregiment Nr. 70. https://de.wikipedia.org/wiki/Petrovaradin
– 1890 vom Infanterieregiment Nr. 70 zum Infanterieregiment Nr. 28.
– 1908 zum Oberstabsarzt II. Klasse ernannt.
– 1913 im November war er Garnisonschefarzt im Range eines Oberstabsarztes I. Klasse in Budweis. https://de.wikipedia.org/wiki/Budweis
Nach Kriegsbeginn 1914 wurde er dem im Jahr 1914/15 errichteten Kriegsgefangenenlager in Plan/Böhmen https://de.wikipedia.org/wiki/Plan%C3%A1_u_Mari%C3%A1nsk%C3%BDch_L%C3%A1zn%C3%AD bis Mai 1915 als Oberstabsarzt zugeteilt und dann ans Militärkommando nach Prag versetzt, wo er die Leitung des Reservespitals Nr.3 in Prag übernahm.
Im Jänner 1916 befand er sich „beim kommandierenden General in Bosnien-Herzegowina“ (als Sanitätschef der Quartiermeisterabteilung Nr. 8), von wo er dann schließlich im März 1918 ins Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz vesetzt wurde.
- Mai 1915 Vom [Kriegs]Gefangenenlager in Plan
LEDERER, Max
Er wurde am 3. Jänner 1867 in Triesch https://de.wikipedia.org/wiki/T%C5%99e%C5%A1%C5%A5 geboren.
Nach seinem späten Medizinstudium an der deutschen Universität in Prag, das er mit der Promotion am 6. Juli 1911 abschloss, fand er eine Beschäftigung im Sanatorium in Veleslavin https://de.wikipedia.org/wiki/Veleslav%C3%ADn.
Nach Ausbruch des Weltkriegs war er seit 9. September 1915 im Kriegsspital/Reservespital Nr.2 zumindest bis zur Übernahme in die Heeresverwaltung tätig.
Er starb am 19. August 1942 im Konzentrationslager Theresienstadt.
1913 II. Versammlung deutscher Augenärzte Böhmens und Mährens
LEVIT, Jan/Johann
Er wurde in Horschitz/Hořice https://de.wikipedia.org/wiki/Ho%C5%99ice_v_Podkrkono%C5%A1%C3%AD am 14. Juni 1884 geboren und wuchs in einer Arztfamilie auf. Bereits sein Vater und Großvater waren hier Ärzte gewesen.
Nach seiner Promotion 1908 an der deutschen Universität in Prag arbeitete er an der Chirurgischen Klinik von Prof. Otakar Kukula http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_K/Kukula_Otakar_1867_1925.xml in Prag.
1912/1913 nahm er als Freiwilliger als Kriegschirurg in einem Feldspital in Belgrad bzw. in Niš an den beiden Balkankriegen https://de.wikipedia.org/wiki/Balkankriege auf der Seite Serbiens teil, wofür ihm der serbische Staat den Sava Orden IV., III. und II. Klasse https://de.wikipedia.org/wiki/St.-Sava-Orden verlieh.
Nach Kriegsbeginn 1914 wurde er im Range eines Landsturmarztes zur k. u. k. Armee einberufen und
als Chirurg in mehreren Spitälern des Hinterlandes eingesetzt, und zwar in:
– 1915/16: in der k. u. k. Beobachtungstation Kolin
– 1916-1918: im k. u. k. Garnisonspital Nr. 13 in Theresienstadt
Hier behandelte er unter anderem den bosnisch-serbischen Attentäter Gavrilo Princip https://de.wikipedia.org/wiki/Gavrilo_Princip, der am 28. Juni 1914 dem Mordanschlag auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und dessen Frau in Sarajevo verübte.
– Herbst 1918: schließlich versetzt in das Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz
Nach dem Ersten Weltkrieg nach Prag zurückgekehrt arbeitete er als Chirurg in mehreren Krankenhäusern der Stadt.
1924 erhielt er eine Dozentur für Chirugie an der Karls-Universität in Prag, 1928 wurde er zum außerordentlichen Professor für Chirurgie ernannt.
1931 erhielt er die Stelle als Primarius der chirurgischen Abteilung des Städtischen Krankenhauses der Stadt Prag (Na Bulovce).
Bald nach dem Einmarsch der Deutschen in Prag im März 1939 verlor er seine Arbeit aufgrund seiner jüdischen Herkunft und wurde am 20. Juni 1942 in das Konzentrationslager nach Theresienstadt gebracht. Er starb in Auschwitz, wohin er noch am 12. Oktober 1944 deportiert worden war.
Levit verfasste zahlreiche Artikel, auch im Fach „Kriegschirurgie“.
Eine Auswahl:
– Eine neue Methode der Deckung der Luftröhrendefekten
(Archiv für klinische Chirurgie, Berlin 1911)
– Die bei der Behandlung der Karbunkel mittels Exzision erzielten Erfolge
(Wiener klinische Rundschau 1912)
- Teil
- Teil
– Die Resultate der Exzisionstherapie des Karbunkels
– Seltene Brüche
(Časopis lékařů českých 1912/1913)
– Radialoperation der Leistenbrüche
(Deutsche Gesellschaft der Chirurgie, Berlin 1913)
– Ein seltener Fall eines aus den Musculi arrectores pili hervorgegangenen solitären Leiomyoms (Internationale klinische Rundschau 1914)
– Neue Methode der Bildung der Harnröhre (Časopis lékařů českých 1921)
– Neue Methode der Entfernung von Projektilen aus den Knochen
(Časopis lékařů českých 1922)
– Freie Omentum-Operationen
(Časopis lékařů českých 1922/23)
– Schussverletzungen der oberen Gliedmassen (franz., Belgien 1924)
– Schussverletzungen der der Gefäße (engl., 1923)
– Sehnenoperationen bei Lähmungen des Nervus radialis
(Rozhledy v chirurgii 1929)
– Schussverletzungen der Gelenke
(Rozhledy v chirurgii 1930)
– Entfernung der Kniescheibe mit vollständiger Beweglichkeit des Kniegelenkes
(Festschrift für Geheimrat Payr, Archiv für klinische Chirurgie, 1931)
– Tumoren des Dünndarmes
(Časopis lékařů českých 1936)
– Krampfadernbehandlung
(Časopis lékařů českých 1937)
– Chirurgie der Gallenblase
(Časopis lékařů českých 1938)
– Herzschussverletzungen
(Časopis lékařů českých 1940)
Am 7. 4. 1929 erschien in der Prager Presse sein (ausführlicher, 32 Seiten umfassender) Artikel über Theodor Billroth
(„Zur Billroth-Hunderjahrfeier“)
Foto von Jan/Johann Levit:
http://www.ghetto-theresienstadt.info/images/prominente/Bild68.gif
Weitere ausgewählte Artikel in der Tagespresse, in denen er erwähnt wird:
- Dezember 1912 serbischer Orden
Ein 1915 erschienener Artikel in der Wiener medizinischen Wochenschrift von Wilhelm Klein zu Schussverletzungen, in dem er erwähnt wird.
- August 1926 Bolschewistische Mordpläne gegen tschechische Politiker?
- Mai 1930 Sittenbild des tschechischen Staates
- Jänner 1931 Ministerunfall
Ordinationsanzeige vom 3. März 1931
Text: Reinhard Mundschütz
ÖFFNUNGSZEITEN: Ostern 2018
Osterwoche 2018
Bibliotheksöffnungszeiten:
Mo 26.03. – Mi 28.03.: 8-20 Uhr
Do 29.03.: 8-16 Uhr
Fr 30.03. – Mo 02.04.: GESCHLOSSEN
Di 03.04. – Fr 06.04.: 8-20 Uhr
Sa 07.04. – So 08.04.: GESCHLOSSEN
Ab Mo 09.04.: reguläre Öffnungszeiten
Studierendenlesesaal: reguläre Öffnungszeiten
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Öffnungszeiten Zweigbibliotheken
Die » Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin ist vom 26.03. bis 30.3.2018 geschlossen!
Die » Zweigbibliothek für Zahnmedizin ist entsprechend der Kliniksperre vom 24.03. bis 02.04.2018 geschlossen!
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