Archiv der Kategorie: Provenienzforschung

Provenienzforschung

Isidor FISCHER (1868-1943): Vertrieben 1938 [28]

VERTRIEBEN 1938 [28] UPDATE

Isidor FISCHER (1868-1943)

    * 20.09.1868 Wien
    + 13.01.1943 Bristol (Großbritannien)
    Vater: Albert Fischer
    Mutter: Josefine Turnauer
    1938 im Lehrkörper der Medizinischen Fakultät der Universität Wien, Fach: Geschichte der Medizin

Biographische Informationen zu Isidor FISCHER (PDF) im Repositorium der Ub Med Uni Wien. – Auszug aus: Judith Bauer-Merinsky: Die Auswirkungen der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich auf die medizinische Fakultät der Universität Wien im Jahre 1938:Biographien entlassener Professoren und Dozenten. Wien: Diss., 1980, S. 53-54. – Online unter der URL: http://ub.meduniwien.ac.at/edocmed/?f_ac=AC06638066&f_file=1
Isidor FISCHER (1868-1943): Vertrieben 1938 [28] weiterlesen

Josef FIEBIGER (1870-1956): Vertrieben 1938 [27]

VERTRIEBEN 1938 [27] UPDATE

Josef FIEBIGER (1870-1956)

    * 07.02.1870 Odrau (Österr.-Schlesien)
    + 09.04.1956 Wien
    Mediziner, Veterinärmediziner

Biographische Informationen zu Josef FIEBIGER (PDF) im Repositorium der Ub Med Uni Wien. – Auszug aus: Judith Bauer-Merinsky: Die Auswirkungen der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich auf die medizinische Fakultät der Universität Wien im Jahre 1938:Biographien entlassener Professoren und Dozenten. Wien: Diss., 1980, S. 51-52. – Online unter der URL: http://ub.meduniwien.ac.at/edocmed/?f_ac=AC06638062&f_file=1
Josef FIEBIGER (1870-1956): Vertrieben 1938 [27] weiterlesen

Sigmund ERDHEIM (1868-1945): Vertrieben 1938 [26]

VERTRIEBEN 1938 [26]  UPDATE

Sigmund ERDHEIM (1868-1945)

    * 22.11.1868 Sambor, Galizien
    08.04.1945 Wien
    Vater: Moses Erdheim
    1938 im Lehrkörper der Medizinischen Fakultät der Universität Wien, Fach: Chirurgie

Biographische Informationen zu Sigmund ERDHEIM (PDF) im Repositorium der Ub Med Uni Wien. – Auszug aus: Judith Bauer-Merinsky: Die Auswirkungen der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich auf die medizinische Fakultät der Universität Wien im Jahre 1938: Biographien entlassener Professoren und Dozenten. Wien: Diss., 1980, S. 50. – Online unter der URL: http://ub.meduniwien.ac.at/edocmed/?f_ac=AC06638058&f_file=1
Sigmund ERDHEIM (1868-1945): Vertrieben 1938 [26] weiterlesen

Emil EPSTEIN (1875-1951): Vertrieben 1938 [25]

VERTRIEBEN 1938 [25] UPDATE

Emil EPSTEIN (1875-1951)

    1938 im Lehrkörper der Medizinischen Fakultät der Universität Wien, Fach: Allgemeine Pathologie

Biographische Informationen zu Emil EPSTEIN (PDF) im Repositorium der Ub Med Uni Wien. – Auszug aus: Judith Bauer-Merinsky: Die Auswirkungen der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich auf die medizinische Fakultät der Universität Wien im Jahre 1938:Biographien entlassener Professoren und Dozenten. Wien: Diss., 1980, S. 49-49a. – Online unter der URL: http://ub.meduniwien.ac.at/edocmed/?f_ac=AC06638054&f_file=1
Emil EPSTEIN (1875-1951): Vertrieben 1938 [25] weiterlesen

Guido ENGELMANN (1876-1959): Vertrieben 1938 [24]

VERTRIEBEN 1938 [24] UPDATE

Guido ENGELMANN (1876-1959)

    * 05.06.1876 Olmütz, Mähren
    + 1959 Los Angeles, Kalifornien (USA)
    1938 im Lehrkörper der Medizinischen Fakultät der Universität Wien, Fach: Chirurgie

Biographische Informationen zu Guido ENGELMANN (PDF) im Repositorium der Ub Med Uni Wien. – Auszug aus: Judith Bauer-Merinsky: Die Auswirkungen der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich auf die medizinische Fakultät der Universität Wien im Jahre 1938:Biographien entlassener Professoren und Dozenten. Wien: Diss., 1980, S. 47-48. – Online unter der URL:http://ub.meduniwien.ac.at/edocmed/?f_ac=AC06638049&f_file=1
Guido ENGELMANN (1876-1959): Vertrieben 1938 [24] weiterlesen

Arnold DURIG (1872-1961): Vertrieben 1938 [20]

VERTRIEBEN 1938 [20] UPDATE

Arnold DURIG (1872-1961)

geb. 12.11.1872 Innsbruck
gest. 18.10.1961 Schruns (Vorarlberg)

1938 im Lehrkörper der Medizinischen Fakultät der Universität Wien, Fach: Physiologie

Biografische Informationen zu  Durig, Arnold [121,64 kb] im Repositorium der UB Med Uni Wien

enthalten in: Die Auswirkungen der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich auf die medizinische Fakultät der Universität Wien im Jahre 1938 : Biographien entlassener Professoren und Dozenten / eingereicht von Judith Bauer-Merinsky, Wien, 1980

Provenienz

Arnold DURIG (1872-1961): Vertrieben 1938 [20] weiterlesen

PROVENIENZFORSCHUNG an der Ub MedUni Wien: Durchgeführte Restitutionen 2012

Restitutionsdossier Nr. 3 (Kurzfassung)
von Dr. Walter Mentzel

Restitutionsdossier: Bibliothek „Raoul Fernand Jellinek-Mercedes“

I. Eigentümer
Raul Fernand Jellinek-Mercedes

II. Informationen zu den geraubten Büchern
Zahl der als geraubt identifizierten Bücher: 5

Standort der Bücher heute: Medizinische Universität Wien, Institut für Geschichte der Medizin
Historischer Standort der Bücher 1941-1945: Institut für Geschichte der Medizin

Inventarnummern:

1. 11.334/1-2
2. 11.332
3. 11.335
4. 17.095/Ergz.

Buchtitel:

1. Helmholtz Hermann von, Vorträge und Reden. Bd. 1-2, 5. Aufl. Braunschweig
1903.
2. Heymanns G., Einführung in die Metaphysik auf Grundlage der Erfahrung.
Leipzig 1905.
3. Ostwald Wilhelm, Vorlesungen über Naturphilosophie gehalten im Sommer 1901
an der Universität Leipzig. 2. Aufl. Leipzig 1902.
4. Haeckel Ernst, Die Lebenswunder. Gemeinverständliche Studien über
Biologische Philosophie. Ergänzungsband zu dem Buche über die Welträthsel.
Stuttgart 1905.

III. Beschreibung der Provenienzmerkmale
Alle fünf Bücher enthalten das Ex libris: „Dem Fernand Jellinek-Mercedes sein Buch“, sowie den handschriftlichen Vermerk bezüglich der Erwerbung durch das Institut für Geschichte der Medizin/Wien vom Leipziger Antiquariat Hiersemann: „5. III. 41“ inklusive Preisangabe in Reichsmark und „Hiersemann“.

Laut Inventarbuch des IGM wurden die Bücher zu den unten angeführten Preisen angekauft:
Die Signaturen:

17.095/Ergz. RM 8.-
11.335 RM 5.-
11.332 RM 8.-
11.334/1-2 RM 8.-


IV. Angaben zu den Eigentumsverhältnissen und zur Bibliothek

Raoul Fernand Jellinek-Mercedes wurde am 18. Juni 1888 in Algier geboren und war laut seiner Angabe bei der Vermögensverkehrsstelle Schriftsteller. Jellinek-Mercedes lebte in Baden bei Wien/Niederösterreich, Wienerstrasse 41. Er war mit Leopoldine Jellinek, geb. Weiss verheiratet. Sein Vater Emil Jellinek war Sohn des jüdischen Gelehrten Adolf Jellinek und seiner Frau Rosalie geborene Bettelheim. Er war in erster Ehe verheiratet mit Rachel Goggmann Cenrobert und hatte mit ihr die Kinder Adolph, Fernand und Adrienne Manuela Ramona (Mercedes). In zweiter Ehe war er verheiratet mit Henriette Engler (Anaise Jellinek). Sie hatten die Kinder Alain Didier, Guy, René und Andrée (Maya).
Emil Jellinek war Geschäftsmann und Berater der Daimler-Motorengesellschaft, nach dessen Tochter Adrienne Manuela Ramona Jellinek (Mercedes), das gleichnamige Automobil benannt wurde. 1907 wurde Jellinek österreichisch-ungarischer Generalkonsul und kurze Zeit später Konsul von Mexiko. Seit 1909 fungierte er als Leiter des österreichisch-ungarischen Konsulats in Monaco.

Raoul Fernand Jellinek-Mercedes lebte im Jahr 1938 in Baden bei Wien. Neben einer reichen Musikaliensammlung besaß er eine Gemäldesammlung und eine reichhaltige Bibliothek. Seine wertvollen Mobilien sowie Kunst- und Buchbestände weckten die Begierden der Nationalsozialisten. Im Juli 1938 wurde er aufgefordert seine Vermögensverhältnisse der Abteilung „Vermögensanmeldung“ der Vermögensverkehrsstelle im Ministerium für Arbeit und Wirtschaft, entsprechend der „Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden vom 18. Mai 1938 (GBl. für Österreich Nr. 139/1938)“ bekannt zu geben. Jellinek-Mercedes unternahm darauf umfangreiche Nachforschungen, um Dokumente über seine „jüdische Abstammung zweiten Grades“ zu erbringen.
Diese scheiterten jedoch aufgrund seiner Geburt in Algier im Jahr 1883, da die dort ausgestellten französischen Dokumente keine Eintragungen zum Religionsbekenntnis enthielten. Nachdem er mehrmals auf diesen Umstand aufmerksam machte, wurde ihm weiterhin beschieden, dass, solange er nicht seine nichtjüdische „Abstammung“ nachweisen könne, er und sein Vermögen weiter „als jüdisch“ gelten würden. Monatelang war Jellinek-Mercedes gezwungen sein Privatvermögen durch Notverkäufe – unter anderem seine Bibliothek an Buchhändler und Antiquare – zu veräußern. Zuletzt belehnte er sein Haus der bei Stadt Baden bei Wien. Am 10. Februar 1939 beging Jellinek-Mercedes aufgrund des Druckes durch die Gestapo und der „Vermögensverkehrsstelle“ in Baden bei Wien Selbstmord.

V. Rekonstruktion des Raubes

Alle fünf Bücher wurden am 5. März 1941 vom Institut für Geschichte der Medizin vom Leipziger Antiquariat Hiersemann gekauft. Dieses Antiquariat könnte schon vor dem Selbstmord von Jellinek-Mercedes „Ankäufer“ der Privatbibliothek und einer der von Jellinek-Mercedes in seiner Vermögenserklärung erwähnten „Buchhändler und Antiquare“ gewesen sein. Jedenfalls wurde spätesten nach dem Tode von R. F Jellinek-Mercedes große Teile der Bibliothek von seiner Ehefrau Leopoldine Jellinek-Mercedes verkauft.

Handschriftliche Hinweise in den aufgefunden Bücher aus der Provenienz Jellinek-Mercedes über den Zeitpunkt, bezahlten Preis und den Verkäufer der Bücher

In der Anlage zu seiner „Vermögensanmeldung gab R. F. Jellinek-Mercedes Ende 1938 gegenüber der Vermögensverkehrsstelle an, dass er „den Wert seiner Bibliothek angegeben in der Höhe des Anbotes, den mir Buchhändler anfangs Mai (1938) dafür gemacht haben.“.

Weitere Hinweise zum Raub und den unter Druck vorgenommenen Veräußerungen der Privatbibliothek der Familie Jellinek-Merceds, gab die Ehefrau von R. F. Jellinek-Mercedes, Leopoldine Jellinek-Mercedes rückblickend auf die von ihr getätigte „Judenvermögensabgabe“, im Oktober 1958 gegenüber dem Bundesministerium für Finanzen der Republik Österreich an: „Am 10. Februar 1939 erschoss sich mein Gatte nach einer Amtshandlung des Vollstreckungsbeamten. Mein Gatte stand vor der Verhaftung. Ich musste nach meinem Gatten an Judenvermögensabgabe 32.000.- RM bezahlen. Um diese enorme Summe aufzubringen musste ich die überaus kostbare Bibliothek, die einzugartige Partitursammlung und mein Grundstück in Baden, Germergasse 26, ferner Schmuck und fünf sehr wertvolle Perserteppiche, weit unter dem Wert veräußern und )sic) die Sühneabgabe, „Juva“ von 32.000 RM zu leisten“. Der von Leopoldine Jellinek-Mercedes Mai 1962 – nach der Schaffung von „Auffangorganisationen“ zur Sammlung entzogenen Vermögens – angestrengte Rückstellungsantrag wurde im August 1962 aufgrund ihrer nicht Fristgerechten Einreichung des Antrages abgewiesen.

Quelle:
Niederösterreichisches Landesarchiv – „Arisierungsakt“/Vermögensanmeldung. Jellinek-Mercedes Raoul Fernand Dr.

Österreichisches Staatsarchiv, Archiv der Republik, Bundesministerium für Finanzen, Finanzlandesdirektion für Wien, Niederösterreich und dem Burgenland (FLD), Zl. 22.062 Band 1 und 2, Leopoldine Jellinek-Mercedes – Rückstellungsantrag.

Literatur:

Brenner Reinhard, Die Sammlung Jellinek-Mercedes in der Stadtbibliothek Essen, in: Jüdischer Buchbesitz als Raubgut, (= Zweites Hannoversches Symposium, hrsg. von Regine Dehnel), Frankfurt am Main 2006, (Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Sonderhefte 88), S.379

——————————————————————————————————————————-

Restitutionsdossier Nr. 4 (Kurzfassung)
von Dr. Walter Mentzel

Restitutionsdossier: Bibliothek „Alfred Arnstein“

I. Eigentümer

DR. ALFRED ARNSTEIN

II. Informationen zu den geraubten Büchern

Als geraubt identifizierte Bücher: 1
Standort des Buches heute: Zweigbibliothek Geschichte der Medizin
Inventarnummer: 31.837
Titel des Buches: Friedmann Moritz, Zur Frage der Trinkwasserversorgung der Truppe im Felde, Wien 1912 (Broschur)

III. Beschreibung der Provenienzmerkmale

Stempel mit der Aufschrift: „Med. Dr. Alfred Arnstein“

IV. Beschreibung der Bibliothek, der Eigentümer und des Raubprozesses

Alfred Arnstein wurde am 26. Juni 1886 als Sohn von Dr. Emanuel Arnstein und Regina Hahn in Wien geboren. Er studierte an der Medizinischen Fakultät in Wien und promovierte 1910. Er war mit Hilde Arnstein, geborene Baum, seit 25. November 1920 verheiratet. Er arbeitete zunächst am Pathologischen Institut der Medizinischen Fakultät Wien und darauf als Primararzt für innere Medizin an der 3. Medizinischen Abteilung in Krankenhaus der Gemeinde Wien Lainz. Er hatte zwei Kinder, Hans Arnstein (geb. 19.2.1921) und Heinrich Arnstein (geb. 12.6.1924). Nach seiner Flucht vor den Nationalsozialisten arbeitete er ab 1941 in London/England als Arzt. Alfred Arnstein verstarb am 3. Jänner 1972 in London.

V. Rekonstruktion des Raubes

Arnstein musste aufgrund seiner jüdischen Abstammung am 14. Juli 1938 seine Vermögensverhältnisse der Abteilung „Vermögensanmeldung“ der Vermögensverkehrsstelle im Ministerium für Arbeit und Wirtschaft, entsprechend der „Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden vom 18. Mai 1938 (GBl. für Österreich Nr. 139/1938)“ bekannt geben. Im August 1838 flüchtete Arnstein mit seiner Familie nach London/England.
Wie aus der Vermögensanmeldung hervorgeht besaß Arnstein eine private Ärztebibliothek. Das „gesamte stehende und liegende Vermögen“ von Alfred Arnstein und seiner Familie wurde von der Gestapo beschlagnahmt. Wie aus den Akten der Vermögensverkehrsstelle hervorgeht wurde das Wohnungsinterieur der Familie Arnstein vom Dorotheum in Wien versteigert.

Bibliometrische Analyse der wissenschaftlichen Publikationen der 1938 von der Medizinischen Fakultät der Universität Wien vertriebenen Professoren und Dozenten

Seit dem Start der Sonder-Blogserie Vertrieben 1938 – Biographien entlassener Professoren und Dozenten der Medizinischen Fakultät der Universität Wien am 3. März 2008 wurden bisher 176 von der damaligen Medizinischen Fakultät der Universität Wien vertriebene Professoren und Dozenten im Van Swieten Blog vorgestellt. Ein Ziel der Web 2.0-Aktion liegt auch darin, die 1938 entlassenen Wissenschaftler nicht nur – biographisch – als Opfer des NS-Regimes darzustellen, sondern auch – bibliometrisch – ihre wissenschaftlichen Publikationsaktivitäten zu analysieren.

*********************************************************************************

mayer-foto.jpg

Wolfgang Mayer, Leiter des Bereiches eResource-Management an der Universitätsbibliothek Wien, Leiter des Bereiches eResource-Management an der Universitätsbibliothek Wien und Mitglied des Teams Bibliometrie, hat sich bereit erklärt, seine Expertise für die Sonder-Blogserie „Vertrieben 1938“ zur Verfügung zu stellen.
Siehe: Einladung zur Mitarbeit an der Sonderblog-Serie „Vertrieben 1938“. – In: Van Swieten Blog: Informationen der Universitätsbibliothek der Medizinischen Univesität Wien, Nr. 818 [24. März 2008], Kommentar von Wolfgang Mayer am 2. April

Bibliometrie versteht sich als quantitativer nicht qualitativer Zugang zur Wissenschaftsproduktion.
Eine der wichtigsten Quellen für bibliometrische Analysen ist Web of Science (incl. Proceedings) als Referenzdatenbank für wissenschaftliche Produktion und deren Rezeption. Aufgrund des großen Datenvolumens in Web of Science besteht die Notwendigkeit, Daten zu standardisieren und zu normieren, will man zu seriösen Analyseergebnisen gelangen.
Durch die Erweiterung des Web of Science auf Century of Science stehen nunmehr Publikationsdaten zurück bis 1900 zur Verfügung. Allerdings ist, insbesondere bei Publikationen aus dem frühen 20. Jahrhundert, die Datenqualität uneinheitlich. Autoren bzw. deren Institutionen haben seit kurzem die Möglichkeit, Korrekturen von Fehlern aktiv in der Datenbank zu veranlassen. Im Rahmen der bibliometrischen Analyse der 1938 vertriebenen Professoren und Dozenten, soweit diese in Web of Science erfasst sind, wurden die für eine aussagekräftige Analyse notwendigen Datenkorrekturen vorgenommen.
Mittels bibliometrischer Analyse sollten folgende Ziele erreicht werden:

  1. Ein Zusammenführen der diversen Autoren-Ansetzungen in Web of Science, sodass alle enthaltenen Publikationen („Produktion“) und darauf entfallende Zitationen („Rezeption“) auf jeweils einen Datensatz bezogen werden können.
  2. Aufgrund dieses bereinigten Datenbestandes eine Darstellung vor und nach 1938, um abgesehen von den verursachten menschlichen Tragödien andeutungsweise auch zu zeigen, welches wissenschaftliche Potential hier vergeudet wurde.

In Web of Science ist nur ein Bruchteil der wissenschaftlichen Produktion verzeichnet. Es besteht weder der Anspruch, vollständige Publikationslisten zu erstellen noch Aussagen über die wissenschaftliche Qualität oder Bedeutung zu treffen. Selbstverständlich sind in der Gruppe der 1938 vertriebenen Professoren und Dozenten auch hervorragende Wissenschaftler ohne bzw. mit nur wenigen Veröffentlichungen in Web of Science vertreten.
Durch Korrektur und Vereinheitlichung der Autorendaten können aber nachhaltig alle künftigen Zitationen incl. diverser Indices (h-Index, Crown Index, 2nd Generation Citations etc.) richtig den verstorbenen Wissenschaftlern zugeordnet werden.

Nach der bibliometrischen Abfrage hat sich Thomson Reuters, Produzent von Web of Science, dankenswerter Weise bereit erklärt, die Umsetzung dieser Vorhaben inhaltlich und technisch zu unterstützen.

Geplante Vorgangsweise

  1. In den nächsten Tagen werden die ersten Ergebnisse der bibliometrischen Analysen in den einzelnen Einträgen des Webblogs präsentiert. Danach werden alle Autoren sukzessive eingearbeitet. Diese Angaben kommen teilweise aus einer von Thomson Reuters eigens erstellten und zur Verfügung gestellten lokalen Datenbank (Stand der Abfrage: Februar/März 2009).
  2. Nach Abschluss der Bearbeitung sämtlicher Datensätze wird eine Gesamtdarstellung des Publikationsvolumens dieser Gruppe vorgenommen und analysiert.
  3. Mittelfristig wird Thomson Reuters die Datenkorrekturen und Zusammenführungen der Datensätze in der original Online-Datenbank manuell durchzuführen.

Das Projekt der bibliometrischen Analyse der wissenschaftlichen Publikationen der 1938 von der Medizinischen Fakultät der Universität Wien vertriebenen Professoren und Dozenten versteht sich als Beitrag der Erinnerungsarbeit und soll veranschaulichen, welche bedeutende Forschungsleistung Wissenschaftler, die aus ihrer Heimat vertrieben worden sind, im Exil zu leisten im Stande waren.

Glossar

    h-Index: auch Hirsch-Index. Anzahl der Artikel (N) mit N oder mehr Zitationen.
    Sets: Schon existierende Distinct Author Sets in Web of Science sind mittels eines automatischen Algorithmus zusammengestellte Gruppen von Publikationen, die einem Autorennamen zuzuordnen sind.
    Average: Durchschnittliche Zitate pro Artikel
    Artikel auf Jahre: Artikel dividiert durch Zahl der Jahre im Berichtszeitraum (vor 1938=frühester Artikel bis 1938; nach 1938=1939 bis spätester Artikel)
    Summary Metrics: Analyse aus der lokalen Thomson Reuters Datenbank. Etwaige geringfügige Differenzen zu Daten in den Tabellen ergeben sich aus schon nachgetragenen Daten in Web of Science und aus unterschiedlichen Zitationszählungen in globaler und lokaler Datenbank. Diese werden in der endgültigen Normierung behoben.
    Total Papers: Anzahl der Artikel
    Total Cites: Anzahl der auf diese Artikel entfallenen Zitate
    Average Cites per Paper: Zitate durch Artikel
    Median times cited: Mittelwert der Zitationen
    C-Index: auch Crown-Index. Wirkliche Zitationen geteilt durch aufgrund von Zeitschrift, Erscheinungsjahr und Publikationstyp erwartete Zitationen
    Disciplinarity: Angabe der Multidisziplinarität im Paket (zwischen 0 und 1; je kleiner desto multidisziplinärer)
    Total Cites2: Zitationen zweiter Generation („Artikel, die zitierende Artikel zitieren“)
    Mean cites per citing paper: Total cites2 dividiert durch Anzahl der zitierenden Artikel
    Percentage of papers cited: Anteil der Artikel mit wenigstens einer Zitation
    # of Unique Authors: Von Web of Science identifizierte Autoren im Artikel-Paket
    Average Number of Authors per Paper: Duchschnittliche Anzahl der Co-Autoren

*********************************************************************************
Bisher in der Serie „Vertrieben 1938“ erschienene Biographien entlassener Professoren und Dozenten der Medizinischen Fakultät der Universität Wien:

  • Hans ABELS (1873-1945) / Vertrieben 1938 [1]
  • Ludwig ADLER (1879-1958) / Vertrieben 1938 [2]
  • Rudolf ALLERS (1883-1963) / Vertrieben 1938 [3]
  • Leopold ARZT (1883-1955) / Vertrieben 1938 [4]
  • Bernhard ASCHNER (1883-1960) / Vertrieben 1938 [5]
  • Ernst BACHSTEZ (1888-1954) / Vertrieben 1938 [6]
  • Julius BAUER (1887-1979) / Vertrieben 1938 [7]
  • Richard BAUER (1879-1959) / Vertrieben 1938 [8]
  • Theodor BAUER (1885-) / Vertrieben 1938 [9]
  • Paul BLATT (1889-) / Vertrieben 1938 [10]
  • Albert BLAU (1874-1954) / Vertrieben 1938 [11]
  • Viktor BLUM (1877-1953) / Vertrieben 1938 [12]
  • Samuel BONDI (1878-1959) / Vertrieben 1938 [13]
  • Gustav BONDY (1870-1954) / Vertrieben 1938 [14]
  • Stefan Robert BRÜNAUER (1887-1968) / Vertrieben 1938 [15]
  • Hans BRUNNER (1893-) / Vertrieben 1938 [16]
  • Theodor DEMETRIADES (1896-1960) / Vertrieben 1938 [17]
  • Felix DEUTSCH (1848-1964) / Vertrieben 1938 [18]
  • Julius DONATH (1870-1950) / Vertrieben 1938 [19]
  • Arnold DURIG (1872-1961) / Vertrieben 1938 [20]
  • Karl EISINGER (1895-) / Vertrieben 1938 [21]
  • Michael EISLER-TERRAMARE (1877-1970?) / Vertrieben 1938 [22]
  • Herbert ELIAS (1885-1975) / Vertrieben 1938 [23]
  • Guido ENGELMANN (1876-1959) [24]
  • Emil EPSTEIN (1875-1951) / Vertrieben 1938 [25]
  • Sigmund ERDHEIM (1868-1945) / Vertrieben 1938 [26]
  • Josef FIEBIGER (1870-1956) / Vertrieben 1938 [27]
  • Isidor FISCHER (1868-1943) / Vertrieben 1938 [28]
  • Walter FLEISCHMANN (1896-) / Vertrieben 1938 [29]
  • Ernst FREUND (1863-1946) / Vertrieben 1938 [30]
  • Leopold FREUND (1868-1943) / Vertrieben 1938 [31]
  • Hugo FREY (1873-1951) / Vertrieben 1938 [32]
  • Alfred FRIEDRICH (1896-1942) / Vertrieben 1938 [33]
  • Emil FRÖSCHELS (1884-1972) / Vertrieben 1938 [34]
  • Otto FÜRTH (1867-1938) / Vertrieben 1938 [35]
  • Josef GERSTMANN (1887-1969) / Vertrieben 1938 [36]
  • Karl GLAESSNER (1876-1944) / Vertrieben 1938 [37]
  • Karl GLAS (1877-1958) / Vertrieben 1938 [38]
  • Alfred GÖTZL (1873-1946) / Vertrieben 1938 [39]
  • Bernhard GOTTLIEB (1885-1950) / Vertrieben 1938 [40]
  • Karl GROSS (1879-) / Vertrieben 1938 [41]
  • Viktor HAMMERSCHLAG (1870-1942) / Vertrieben 1938 [42]
  • Juluis HASS (1883-1959) / Vertrieben 1938 [43]
  • Walther HAUSMANN (1877-1938) / Vertrieben 1938 [44]
  • Adolf Franz HECHT (1876-1938) / Vertrieben 1938 [45]
  • Hans HEIDLER (1889-1955) / Vertrieben 1938 [46]
  • Albert HERZ (1876-1950) / Vertrieben 1938 [47]
  • Leo HESS (1879-1963) / Vertrieben 1938 [48]
  • Oskar HIRSCH (1877-1965) / Vertrieben 1938 [49]
  • Karl HITZENBERGER (1893-1941) / Vertrieben 1938 [50]
  • Ludwig HOFBAUER (1873-1951) / Vertrieben 1938 [51]
  • Hans HOFF (1897-1969) / Vertrieben 1938 [52]
  • Ludwig JEHLE (1871-1939) / Vertrieben 1938 [53]
  • Stefan JELLINEK (1871-1968) / Vertrieben 1938 [54]
  • Heinrich JETTMAR (1889-1971) / Vertrieben 1938 [55]
  • Robert JOACHIMOVITS (1892-1970) / Vertrieben 1938 [56]
  • Heinrich KAHR (1888-1947) / Vertrieben 1938 [57]
  • Wilhelm KERL (1880-1945) / Vertrieben 1938 [58]
  • Robert KIENBÖCK (1871-1953) / Vertrieben 1938 [59]
  • Emanuel KLAFTEN (1892-1971) / Vertrieben 1938 [60]
  • Bruno KLEIN (1879-1954) / Vertrieben 1938 [61]
  • Erich KNAFFL-LENZ (1880-) / Vertrieben 1938 [62]
  • Robert KÖHLER (1884-1955) / Vertrieben 1938 [63]
  • Hans KÖNIGSTEIN (1878-) / Vertrieben 1938 [64]
  • Richard LEDERER (1885-) / Vertrieben 1938 [65]
  • Heinrich LEHNDORFF (1877-1965) / Vertrieben 1938 [66]
  • Josef LEHNER (1882-1938) / Vertrieben 1938 [67]
  • Rudolf LEIDLER (1880-1938) / Vertrieben 1938 [68]
  • Alfred LEIMDÖRFER (1885-1956) / Vertrieben 1938 [69]
  • Robert LENK (1885-1966) / Vertrieben 1938 [70]
  • Paul LIEBESNY (1881-1962) / Vertrieben 1938 [71]
  • Ernst LÖWENSTEIN (1878-1950) / Vertrieben 1938 [72]
  • Alfred LUGER (1886-1938) / Vertrieben 1938 [73]
  • Felix MANDL (1892-1952) / Vertrieben 1938 [74]
  • Otto MARBURG (1874-1948) / Vertrieben 1938 [75]
  • Hans MAUTNER (1886-1963) / Vertrieben 1938 [76]
  • Karl Moritz MENZEL (1873-1944) / Vertrieben 1938 [77]
  • Ludwig MOSZKOWICZ (1873-1945) / Vertrieben 1938 [78]
  • Albert MÜLLER-DEHAM (1881-1971) / Vertrieben 1938 [79]
  • Max NEUBURGER (1868-1955) / Vertrieben 1938 [80]
  • Heinrich NEUMANN (1873-1939) / Vertrieben 1938 [81]
  • Rudolf NEURATH (1869-1948) / Vertrieben 1938 [82]
  • Edmund NOBEL (1883-1946) / Vertrieben 1938 [83]
  • Joseph NOVAK (1879-1983) / Vertrieben 1938 [84]
  • Albin OPPENHEIM (1875-1945) / Vertrieben 1938 [85]
  • Moriz OPPENHEIM (1876-1949) / Vertrieben 1938 [86]
  • Balint ORBAN (1899-1960) / Vertrieben 1938 [87]
  • Martin PAPPENHEIM (1881-1943) / Vertrieben 1938 [88]
  • Rudolf PASCHKIS (1879-1964) / Vertrieben 1938 [89]
  • Wolfgang PAULI (1869-1955) / Vertrieben 1938 [90]
  • Franz PETER (1889-1963) / Verrtrieben 1938 [91]
  • Ernst PICK (1872-1960) / Vertrieben 1938 [92]
  • Alexanderr PILCZ (1871-1954) / Vertrieben 1938 [93]
  • Leo POLLAK (1878-1946) / Vertrieben 1938 [94]
  • Hugo POPPER (1879-) / Vertrieben 1938 [95]
  • Otto PORGES (1879-1967) / Vertrieben 1938 [96]
  • Wilhelm RAAB (1895-1970) / Vertrieben 1938 [97]
  • Egon RANZI (1875-1939) / Vertrieben 1938 [98]
  • Maximilian RAUCH (1868-) / Vertrieben 1938 [99]
  • Felix REACH (1872-1943) / Vertrieben 1938 [100]
  • Friedrich REUTER (1875-1959) / Vertrieben 1938 [101]
  • Erich RUTTIN (1880-1940) / Vertrieben 1938 [102]
  • Karl SAFAR (1892-1963) / Vertrieben 1938 [103]
  • Gustav SAUSER (1899-1968) / Vertrieben 1938 [104]
  • Alfred SAXL (1877-1962) / Vertrieben 1938 [105]
  • Max SGALITZER (1884-1973) / Vertrieben 1938 [106]
  • Harry SICHER (1889-1974) / Vertrieben 1938 [107]
  • Friedrich SILBERSTEIN (1888-) / Vertrieben 1938 [108]
  • Richard SINGER (1894-) / Vertrieben 1938 [109]
  • Ernst Adolf SPIEGEL (1895-1985) / Vertrieben 1938 [110]
  • Anna Simona SPIEGEL-ADOLF (1893-1983) / Vertrieben 1938 [111]
  • Berthold SPITZER (1878-) / Vertrieben 1938 [112]
  • Max SCHACHERL (1876-1964) / Vertrieben 1938 [113]
  • Fritz SCHENK (1874-1942) / Vertrieben 1938 [114]
  • Arthur SCHIFF (1871-1953) / Vertrieben 1938 [115]
  • Josef SCHIFFMANN (1879-) / Vertrieben 1938 [116]
  • Paul SCHILDER (1896-1940) / Vertrieben 1938 [117]
  • Wilhelm SCHLESINGER (1869-1947) / Vertrieben 1938 [118]
  • Arthur SCHÜLLER (1874-1957) / Vertrieben 1938 [119]
  • Heinrich SCHUR (1871-1953) / Vertrieben 1938 [120]
  • Gottwald SCHWARZ (1880-1959) / Vertrieben 1938 [121]
  • Heinrich SCHWARZ (1899-) / Vertrieben 1938 [122]
  • Oswald SCHWARZ (1883-1949) / Vertrieben 1938 [123]
  • Conrad STEIN (1870-1940) / Vertrieben 1938 [124]
  • Robert Otto STEIN (1880-1951) / Vertrieben 1938 [125]
  • Hugo STERN (1875-1941) / Vertrieben 1938 [126]
  • Richard STERN (1878-1951) / Vertrieben 1938 [127]
  • Erwin STRANSKY (1877-1962) / Vertrieben 1938 [128]
  • Ernst STRÄUSSLER (1872-1959) / Vertrieben 1938 [129]
  • ALois STRASSER (1867-1945) / Vertrieben 1938 [130]
  • Rudolf STRISOWER (1886-) / Vertrieben 1938 [131]
  • Erich URBACH (1893-1946) / Vertrieben 1938 [132]
  • Richard VOLK (1876-1943) / Vertrieben 1938 [133]
  • Richad WAGNER (1887-1974) / Vertrieben 1938 [134]
  • Richard WASICKY (1884-1970) / Vertrieben 1938 [135]
  • Helene WASTL (1896-1948) / Vertrieben 1938 [136]
  • Maximilian WEINBERGER (1875-1954) / Vertrieben 1938 [137]
  • Richard WIESNER (1875-1954) / Vertrieben 1938 [138]
  • Robert WILLHEIM (1885-) / Vertrieben 1938 [139]
  • Emil ZAK (1877-1949) / Vertrieben 1938 [140]
  • Max ZARFL (1876-1938) / Vertrieben 1938 [141]
  • Carla ZAWISCH-OSSENITZ (1888-1961) / Vertrieben 1938 [142]
  • Karl FELLINGER (1904-2000) / Vertrieben 1938 [144]
  • Felix FLEISCHNER (1893-1969) / Vertrieben 1938 [145]
  • Oskar FRANKL (1873-1938) / Vertrieben 1938 [146]
  • Ernst FREUND (1876-1942) / Vertrieben 1938 [147]
  • Alfred Viktor FRISCH (1890-1960) / Vertrieben 1938 [148]
  • Siegfried GATSCHER (1873-1942) / Vertrieben 1938 [149]
  • Ernst GOLD (1891-1967) / Vertrieben 1938 [150]
  • Waldemar GOLDSCHMIDT (1886-) / Vertrieben 1938 [151]
  • Paul HUBER (1901-1975) / Vertrieben 1938 [152]
  • Hermann KAHLER (1891-1951) / Vertrieben 1938 [153]
  • Wilhelm KNÖPFELMACHER (1866-1938) / Vertrieben 1938 [154]
  • Josef KONRAD (1900-1979) / Vertrieben 1938 [155]
  • Hugo KRASSO (1893-) / Vertrieben 1938 [156]
  • Franz LIPPAY (1897-) / Vertrieben 1938 [157]
  • Anton MUSGER (1898-1983) / Vertrieben 1938 [158]
  • Wilhelm NYIRI VON SZEKELY (1893-) / Vertrieben 1938 [159]
  • Robert OPPOLZER (1899-1972) / Vertrieben 1938 [160]
  • Herbert OREL (1898-1976) / Vertrieben 1938 [161]
  • Hans Gallus PLESCHNER (1883-1950) / Vertrieben 1938 [162]
  • Georg POLITZER (1898-1956) / Vertrieben 1938 [163]
  • Eugen PLLAK (1891-1953) / Vertrieben 1938 [164]
  • Carl Julius ROTHBERGER (1871-1945) / Vertrieben 1938 [165]
  • Ludwig J. K. SALLMANN (1892-) / Vertrieben 1938 [166]
  • David SCHERF (1899-1977) / Vertrieben 1938 [167]
  • Emil SCHLANDER (1888-1978) / Vertrieben 1938 [168]
  • Alexander SPITZER (1868-1942?) / Vertrieben 1938 [169]
  • Fritz STARLINGER (1895-1988) / Vertrieben 1938 [170]
  • Georg STEIN (1891-) / Vertrieben 1938 [171]
  • Erwin STENGEL (1902-1973) / Vertrieben 1938 [172]
  • Richard ÜBELHÖR (1901-1977) / Vertrieben 1938 [173]
  • Wolfgang WIESER (1887-1945) / Vertrieben 1938 [174]
  • Camillo WIETHE (1899-1949) / Vertrieben 1938 [175]
  • Erich ZDANSKY (1893-1978) / Vertrieben 1938 [176]
  • Weitere Beiträge mit Informationen über die Sonder-Blogserie „Vertrieben 1938“:

  • Vertrieben 1938 – Biographien entlassener Professoren und Dozenten der Medizinischen Fakultät der Universität Wien (03.03.2008)
  • Einladung zur Mitarbeit an der Sonderblog-Serie “Vertrieben 1938″ (24.03.2008)
  • K.G. Saur Verlag unterstützt Sonderblog-Serie: VERTRIEBEN 1938 (17.09.2008)
  • Ergänzungen zu “Vertrieben 1938″ (29.09.2008)
  • Einträge aus KÜRSCHNERS DEUTSCHER GELEHRTEN-KALENDER 1950 in Sonder-Blogserie “Vertrieben 1938″ (08.12.2008)
  • Die Bedeutung der 1938 vertriebenen Professoren und Dozenten der Medizinischen Fakultät der Universität Wien für die Wiener Klinische Wochenschrift (10.12.2008)
  • AUSSTELLUNG: “VERTRIEBEN 1938″ – Portraits der Vertriebenen in der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien (12.12.2008)
  • Projekt „Vertrieben 1938 – Biographien entlassener Professoren und Dozenten der Medizinischen Fakultät der Universität Wien“ im Van Swieten Blog: Informationen der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien. – Projektteam: Mag. Bruno Bauer (Konzept), Harald Albrecht, Judith Dögl, Rudolf Gerdenits, MMag. Margrit Hartl, Dr. Brigitte Kranz, Mag. Ingeborg Leitner, Dr. Ruth Lotter, Dr. Walter Mentzel, Dr. Reinhard Mundschütz, Mag. Michaela Zykan.

    swieten1d.jpg
    Bitte zitieren als
    VAN SWIETEN BLOG: Informationen der Universitätsbibliothek der Med Uni Wien,
    Nr. 1454 [16. November 2009]
    Online unter der URL: https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=1454

    Im Jahr 1938 vertriebene Professoren der Med. Fakultät der Universität Wien wurden Opfer des NS-Bücherraubes

    Einige der 176 im Jahr 1938 von der Medizinischen Fakultät der Universität Wien vertriebenen Professoren und Dozenten wurden auch Opfer des NS-Bücherraubes, wie in einem Beitrag von Walter Mentzel und Bruno Bauer in GMS Medizin – Bibliothek – Information nachzulesen ist:

    Opfer des NS Bücherraubes – 10 Fälle aus medizinischen Bibliotheken in Wien: Provenienzforschungsprojekt an der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien:

    Zusammenfassung

    Die Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien betreibt seit 2007 ein Provenienzforschungsprojekt mit der Zielsetzung, systematisch die unrechtmäßigen Erwerbungen in ihrem Bestand zu erfassen und die Bücher, die zwischen 1938 und 1945 geraubt und in der Folge von den damals eigenständig agierenden medizinischen Instituts- und Klinikbibliotheken im Umfeld der Medizinischen Fakultät der Universität Wien erworben worden sind, vollständig zu dokumentieren und den rechtmäßigen Eigentümern oder deren Rechtsnachfolgern zu restituieren. Bis Ende November 2008 wurden zirka 80.000 Bände per Autopsie am Bibliotheksregal überprüft. Darunter befinden sich zirka 1800 bedenkliche Erwerbungen, mehr als 200 Bücher wurden als eindeutig geraubt identifiziert. Die vorliegende Arbeit beschreibt Ausgangslage, Methode und bisherige Ergebnisse des Provenienzforschungsprojektes und zeigt anhand von zehn Fallbeispielen aus dem Bestand der heutigen Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien, wer Opfer des NS-Bücherraubes geworden ist. Die Fallbeispiele betreffen geraubte Bücher aus zwei Antiquariaten (Alois Fantl, Hans Peter Kraus), aus dem Besitz eines Universitätsprofessor der damaligen Medizinischen Fakultät der Universität Wien (Markus Hajek), aus dem Besitz von zwei Medizinern außerhalb der Medizinischen Fakultät (Adolf Kronfeld, Richard Löwi), aus dem Besitz von zwei Privatpersonen (Lily Fuchs, Raoul Fernand Jellinek-Mercedes) und Bücher aus öffentlichen oder privaten Bibliotheken (Akademischer Verein jüdischer Mediziner, Bibliothek Sassenbach, Ortskrankenkasse Dresden).

    Im Jahr 1938 vertriebene Professoren der Med. Fakultät der Universität Wien wurden Opfer des NS-Bücherraubes weiterlesen

    AUSSTELLUNG: „VERTRIEBEN 1938“ – Portraits der Vertriebenen in der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien

    VERLÄNGERT!
    Die Ausstellung wurde auf Grund des großen Interesses bis Ende Juni verlängert!

    Vertrieben1938_Margrit.Hartl

    AUSSTELLUNG: „VERTRIEBEN 1938“ – Portraits und Biografien entlassener Professor:innen und Dozent:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Wien

    Liebe Leser:innen! 

    Wir freuen uns sehr, Sie zur Ausstellung „Vertrieben 1938“ in die Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien einladen zu dürfen.

    Die Portraits von 87 vertriebenen Ärzten und Ärztinnen und die Ergebnisse der Erinnerungsarbeit zu 177 Persönlichkeiten verleihen der Universitätsbibliothek ein neues Gesicht.

    Auf über 300 Laufmetern können Sie den Spuren der Vertriebenen folgen.

    Die Ausstellung können Sie von 05.12.2008 bis 13. März 2009 im Lesesaal zu den Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek besuchen.

    Die Sonderblog-Serie des VAN SWIETEN Blogs der Ub (gestartet am 11. März 2008) „Vertrieben 1938“ verfolgt das Ziel, aus einer bibliotheksspezifischen Perspektive die „Erinnerungsarbeit“ an der Medizinischen Universität Wien zu unterstützen. Der Fokus des Bibliotheksprojektes liegt dabei auf der Bereitstellung bzw. Vermittlung von Informationen, die über das Internet frei zugänglich sind.
    Die Sonderserie besteht bereits aus 185 Beiträgen und wird laufend erweitert.
    Vom Ausstellungskonzept umfasst, ist die Spurensuche (Pfad). Die großformatigen Porträts zeigen beeindruckende Persönlichkeiten, deren Geschichte in der Ausstellung aufgespürt werden kann. Jedes Gesicht ist auch als Kleinformat mit Namen und Biografie abgebildet.

    Wir möchten uns bei allen, die an der Serie: „Vertrieben 1938“ mitgearbeitet haben, sehr herzlich bedanken! Besonders freut uns das rege Interesse, welches wir den zahlreichen Zugriffen auf die Beiträge entnehmen können. Gleichzeitig hoffen wir auf eine weiterhin große Beteiligung und möchten Sie daher einladen, mit uns das Projekt „Vertrieben 1938“ fortzuführen.

    Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

    AUSSTELLUNG „Vertrieben 1938“:

    Druck:
    sponsored by Facultas Verlags- & Buchhandels AG

    Mithilfe beim Ausstellungsaufbau:
    Lukas Zach

    Idee, Ausstellungskonzept,
    Grafik, Artwork:

    MMag. Margrit Hartl

    Vertrieben1938_Margrit.Hartl

    BLOG-SERIE “Vertrieben 1938 –
    Biographien entlassener Professor:innen und Dozent:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Wien”

    Provenienz
    AUSSTELLUNG: „VERTRIEBEN 1938“ – Portraits der Vertriebenen in der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien weiterlesen