Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

DIPL DISS COACHING – NEUER TERMIN: 25.02.2012

DiplDissCoaching – 25.02.2012

Dr. Eva Chwala

  • Grundlagen der Literaturrecherche
  • Auswahl der Datenbanken
  • Suchstrategien
  • Freies Arbeiten – Betreuung bei der Recherche

Samstag, 25. 02. 2012 von 9:30 – 12:30im Vortragsraum der UB-MUW

Email-Anmeldung: eva.chwala@meduniwien.ac.at
mit Angabe der Bibliotheks-ID Nr. ($A………)

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Die besten Wissenschaftsbücher sind gekürt!

Die Sieger der Wahl “Das beste Wissenschaftsbuch” stehen fest.
Mehr als 20.000 Votings wurden abgegeben.
In der Kategorie “Medizin und Biologie” wurde das Buch von Renée Schroeder zum Siegerbuch gewählt.

Die Sieger-AutorInnen erhalten von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle am 14. Februar 2012 ihre Auszeichnung. Falls Sie bei dieser Veranstaltung in Wien dabei sein möchten, schicken Sie ein E-Mail an araminta.beck@bmwf.gv.at

Renée Schröder
Die Henne und das Ei. Auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens.
Residenz
RNA, das hat man im Biologie-Unterricht einmal gehört. Was die Ribonukleinsäure denn nun genau war, ist vielen nicht mehr geläufig. Erstmals erfahren Nicht-Biologen hier von ihrer weltbewegenden Bedeutung.

schroeder „Über das Buch:
Am Anfang war die Henne. Oder doch das Ei? Das Dilemma findet sich in vielen Situationen – und auch zu Beginn allen Lebens auf der Erde. Aus den Aminosäuren der Ursuppe mussten vor etwa 3,5 Milliarden Jahren Eiweiße entstanden sein. Aber wie? Lange Zeit gab es unter den Wissenschaftlern zwei Lager: Die eine Fraktion argumentierte, die Information für die Produktion der Proteine müsse zuerst da gewesen sein, auf DNA (Desoxyribonukleinsäure) gespeichert wie in unseren Genen. Die andere meinte, ohne Proteine könne es nie DNA gegeben haben. „Auf einmal kam ein dritter Spieler aufs Feld: die Ribonukleinsäure, die RNA“ beschreibt Renée Schroeder die mögliche Lösung des Dilemmas: „Sie kann nämlich beides. Sie kann Bauplan sein und den Stoffwechsel antreiben.“ RNA, das ist jener Stoff, der die Information unserer Gene an die Eiweiß-Produktions-Abteilung weitergibt. Die von Schroeder vertretene „RNA-Welt Hypothese“ besagt, dass sie das erste biologisch aktive Molekül auf unserem Planeten war. Zum Beleg dieser Hypothese hat sie selbst einiges beigetragen. Seit über 20 Jahren erforscht die Biochemikerin RNA. Heute ist sie Professorin an den Max F. Perutz Laboratories, einem Joint Venture von Uni und Meduni Wien. In ihrem ersten populärwissenschaftlichen Buch blickt die Grundlagen-Forscherin weit voraus in Richtung Anwendungen. Zum Beispiel zur Therapie von Krebs: da könnten RNA-Moleküle die Botschaft „Stopp!“ an wuchernde Zellen überbringen. Doch die Schroeder geht noch ein paar Schritte weiter. Dass sie ethische Fragen der Genetik erörtert, ist nahe liegend – zumal sie jahrelang der Bioethikkomission angehörte. Weniger zwingend erscheinen ihre Ausführungen zu den Themen Gender und Bildung. Wenn Schroeder ihre eigenen Erziehungsmethoden als Beispiel einbringt, mag sich der Bogen für manchen Leser zu weit spannen. Unbestreitbar ist, dass hier zwischen allgemein anerkannten Ergebnissen und eigener Meinung stets scharf getrennt wird. Was hält, ist der Spannungsbogen. Der Forscherin und ihrer Koautorin, der jungen Journalistin Ursel Nendzig gelingt ein kleines Kunststück: Einerseits ziehen Sie einen roten Faden durch das Buch. Andererseits können sie tatsächlich das zu Beginn gegebene Versprechen halten, man müsse es nicht in einem Stück lesen. Selbst wenn man ein Kapitel mittendrin aufschlägt, sind die Dinge so schlüssig erklärt, dass man auch ohne Vorkenntnisse gut mitkommt. Am Ende des Weges weiß man einiges mehr über Genetik und die Entstehung des Lebens im Allgemeinen sowie die wunderbare Wirkungsweise der RNA im Speziellen – und das ohne sich jemals ernsthaft angestrengt zu haben.

AutorIn Renée Schroeder, geb. 1953 in Brasilien, studierte Biochemie in Wien und New York. Habilitation in Genetik. Seit 2005 leitet sie das Department für Biochemie an der Universität Wien. Seit 2010 ist sie Mitglied des Rates für Forschung und Technologieentwicklung. 2002 war sie Österreichische Wissenschaftlerin des Jahres. 2003 erhielt sie den Wittgenstein-Preis und wurde als eine der ersten Frauen wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.“
Bild und Text aus der Website http://www.wissenschaftsbuch.at/

DIPL DISS COACHING – NEUER TERMIN: 03.12.11

DiplDissCoaching – 03.12.2011

DiplDissCoaching – Literaturrecherche für MedizinstudentInnen

Univ. Lektorin Mag. Brigitte Wildner

  • Grundlagen der Literaturrecherche
  • Auswahl der Datenbanken
  • Suchstrategien
  • Freies Arbeiten – Betreuung bei der Recherche

Samstag, 03.12.2011 von 9:30 – 12:30

im Vortragsraum der UB-MUW

Email-Anmeldung: Brigitte.Wildner@meduniwien.ac.at
mit Angabe der Bibliotheks-ID Nr. ($A………)

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Medizincurriculum Wien 2011: Wege zum elektronischen Volltext

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Auch heuer beteiligt sich die Universitätsbibliothek wieder

am Medizincurriculum Wien.

720 MedizinstudentInnen der MedUni Wien

nehmen im Block 7 des Curriculums “Wissenschaft und Medizin“ (3. Semester)

an den Lehrveranstaltungen, die von 7 MitarbeiterInnen

der Universitätsbibliothek abgehalten werden, teil.

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LANGE NACHT DER MUSEEN 1.10.2011 (Ticketverkauf am Freitag in der Ub)

Ticketverkauf am Freitag, 30.09. 10-18h in unserer Bibliothek!

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LANGE NACHT DER MUSEEN 1.10.2011

Die Sammlungen der medizinischen Universität Wien entstanden aus der jahrhundertelangen Ausbildungs- und Forschungstätigkeit der medizinischen Fakultät der Universität Wien. Die medizinische Fakultät wurde 1365 gegründet und ist die Vorläuferin der heutigen Medizinischen Universität Wien. Eine Besonderheit unserer Sammlungen sind die anatomischen Wachsmodelle, die Ende des 18. Jh. in Florenz angefertigt wurden und vor allem der Ausbildung von Ärzten dienten. Sie zeigen den Bau des menschlichen Körpers in faszinierender Weise und beeindrucken durch die handwerkliche Kunst, mit der die anatomischen Details dargestellt wurden.

Daneben gibt es die Schaukästen der Instrumentensammlung und die Geschichte der Medizin in Wien (Schwerpunkt 18. und 19. Jahrhundert).

Im alten Lesesaal werden besondere Stücke aus der alten josephinischen Bibliothek und Abbildungen aus der umfangreichen Bildersammlung gezeigt

Während der „Langen Nacht“ sind sämtliche Museumsräume im Josephinum zugänglich.

Das Museum im Josephinum (Geschichte der Medizin, Teile der Wachsmodelle) ist bereits ab 10.00 Uhr geöffnet.

Führungen für Kinder ab 10 Jahren („Kinderakademie“) finden um 15.00 und 16.30 Uhr im Museum im Josephinum statt (Treffpunkt Museumskasse).

Der Zugang für Behinderte ist möglich, unsere Mitarbeiterinnen sind gerne behilflich.

AUSKUNFT UND LESE-ECKE (für Kinder)
In den Museumsräumen, im Lesesaal und in der Kinder-Leseecke stehen Mitarbeiter/innen laufend für Auskünfte zur Verfügung.

Wo gibt’s Tickets?

Karten für die Lange Nacht der Museen, die in allen teilnehmenden Institutionen gültig sind, können im „Museum im Josephinum“ während der Öffnungszeiten (Mo-Sa 10.00-18.00 Uhr) erworben oder mit e-mail bestellt werden: (mailto:sammlungen@meduniwien.ac.at).
Außerdem sind
Karten für die „Lange Nacht“ auch am Freitag, 30.9., von 10.00 – 18.00 Uhr
beim Josephinum – Infostand in der UB – MedUni Wien im AKH erhältlich.

Auch bestellte Karten können hier abgeholt werden.

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Abendvortrag: Human development in fin-de-siècle Vienna

Wir freuen uns Frau Dr. Tatjana Buklijas zu einem Abendvortrag begrüßen zu dürfen.

Ort: Lesesaal des Josephinum, (Währinger Straße 25, A-1090 Wien)

Zeit: 6.Oktober 2011, 18.00 c.t.

Kontakt: sammlungen@meduniwien.ac.at

++43/1/40160/26001

Human development in fin-de-siècle Vienna
The early twentieth-century Vienna school of experimental embryology, housed at the private institute nicknamed Vivarium, has in the last decade received much scholarly attention. Once criticized for its ‘Lamarckian’ focus on inheritance of somatically induced characteristics and accused of scientific fraud, Vivarium scientists and their projects have been reassessed in the light of new perspectives on development and heredity and new knowledge of politics and society in Vienna. Other scholars have pointed out that the interest in development and environmental influences that shape it was characteristic for a range of local scholarly endeavours, including psychoanalysis and ethology. Yet human embryology at Faculty of Medicine has received little attention although Vienna was the home to the first (and for a long time only) embryological institute in the German-speaking world. My talk, which is an outline of the project currently in preparation on ‘Human development in Vienna around 1900’, will briefly introduce major themes and persons and try to explain how the institutional and social setting shaped the disciplinary orientation. It should contribute not only to the history of human embryology, but also to the histories of other related disciplines (anatomy, obstetrics) and the understanding of Vivarium science as well as patient and women’s history.

Tatjana Buklijas is a research fellow at Liggins Institute, University of Auckland. She received her doctorate in history and philosophy of science from the University of Cambridge (2005), where she was a Wellcome Research Fellow until her move to New Zealand in 2008. Her areas of interest are science, medicine and nationalism in the Habsburg Monarchy; history of anatomy; cultures of death; history of developmental and evolutionary science. Her most important publications include: ‘Maternal and transgenerational influences on human health’ in Eva Jablonka and Snait Gissis,Transmutations of Lamarckism: from subtle fluids to molecular biology, Cambridge, Mass.: MIT Press, 2011, pp. 237–249 (with PD Gluckman and MA Hanson); ‘Public anatomies in fin-de-siècle Vienna’, Medicine Studies 2 (2010), 71–92; Making Visible Embryos, online exhibition, October 2008 (with Nick Hopwood); ‘Cultures of death and politics of corpse supply: anatomy in Vienna, 1848-1914’, Bulletin of the History of Medicine 82 (2008), 570–607; Introduction to the special section on ‘Science, medicine and nationalism in the Habsburg Empire from the 1840s to 1918’, Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences 38 (2007), 679–86 (with E Lafferton)

Das Team der Abteilung „Department und Sammlungen für Geschichte der Medizin“ freut sich über Ihren Besuch!

Department und Sammlungen für Geschichte der Medizin

Währinger Straße 25,

Tel.: 0043/ 1/ 40160/ 26001

Fax: 0043/ 1/ 40160/ 9 26000

Mobil: 0043/664/80016 – 26001

http://www.meduniwien.ac.at/josephinum

Einladung zum Tag des Denkmals am 25.September 2011

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Einladung zum Tag des Denkmals

Sonntag, 25. September 2011, 10:00 bis 17:00 Uhr

Museum im Josephinum

Der „Tag des Denkmals“ wird vom österreichischen Bundesdenkmalamt organisiert und ist Teil der European Heritage Days, die 1991 auf Initiative des Europarates eingeführt wurden. Das Ziel dieser Aktion ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Europaweit werden meist wenig bekannte Denkmäler der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und Spezialführungen angeboten. In 49 europäischen Ländern sind daher im September Millionen Menschen unterwegs, um ihr kulturelles Erbe zu erleben.

Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Organisationseinheit „Department und Sammlungen für Geschichte der Medizin“ mit einem umfangreichen Programm am „Tag des Denkmals“, um das reiche kulturelle Erbe der MedUni Wien für die Öffentlichkeit zugängig und „verstehbar“ zu machen. Es werden stündlich Führungen durch die Sammlungen der Medizinischen Universität Wien (anatomische Wachsmodelle, Wiener Instrumentarium, Museum für Geschichte der Medizin) veranstaltet und in italienisch, französisch und englisch begleitet. Im alten Lesesaal finden Vorträge über die Restaurierung von Papier, Instrumente aus Holz und Bücher sowie zum Gebäude des Hauses statt. Dazu werden stündlich Kinderführungen angeboten, und in der Leseecke für Kinder gibt es viele interessante Bücher zum Schmökern.

Wir bitten um Verständnis, dass an jeder Führung maximal 20 Personen teilnehmen können. Bei Bedarf werden zusätzliche Führungen organisiert. Freier Eintritt!

Programm

10.30 Vortrag: „Papierrestaurierung“
Lesesaal ao.Univ.Prof.DI.Dr. Jostein Kjölstadt, Mag. Sabine Fürnkranz

10.40 Kinderführung: KINDERAKADEMIE – für Kinder von 6-14 Jahren
Hörsaal Ingrid Schnell, Benedikt Horn

11.00 Führung: Die Sammlung anatomischer Wachsmodelle
Aula Mag. Markus Oppenauer

11.30 Vortrag: „Das Josephinum – Gebäude/Architektur/Holzkonstruktionen“
Lesesaal Arch. DI Markus Swittalek

11.40 Kinderführung: KINDERAKADEMIE – für Kinder von 6-14 Jahren
Hörsaal Ingrid Schnell, Oliver Gam

12.00 Führung: Die Sammlung anatomischer Wachsmodelle
Aula Mag. Ina Friedmann

12.30 Vortrag: „Das hölzerne Stethoskop und der Holzwurm in den Büchern“
Lesesaal Mag.Dr. Gabriele Dorffner, Mag. Monika Grass

12.40 Kinderführung: KINDERAKADEMIE – für Kinder von 6-14 Jahren
Hörsaal Mag.Dr. Ruth Koblizek, Benedikt Horn

13.00 Führung: Die Sammlung anatomischer Wachsmodelle
Aula Mag. Ina Friedmann

13.30 Vortrag: „Das Josephinum – Gebäude/Architektur/Holzkonstruktionen“
Lesesaal Arch.DI Markus Swittalek

13.40 Kinderführung: KINDERAKADEMIE – für Kinder von 6-14 Jahren
Hörsaal Ingrid Schnell, Oliver Gam

14.00 Führung: Die Sammlung anatomischer Wachsmodelle
Aula Mag. Markus Oppenauer

14.30 Vortrag: „Das hölzerne Stethoskop und der Holzwurm in den Büchern“
Lesesaal Mag.Dr. Gabriele Dorffner, Mag. Monika Grass

14.40 Kinderführung: KINDERAKADEMIE – für Kinder von 6-14 Jahren
Hörsaal Mag.Dr. Ruth Koblizek, Benedikt Horn

15.00 Führung: Die Sammlung anatomischer Wachsmodelle
Aula Iris Frandl

15.30 Vortrag: „Das Josephinum – Gebäude/Architektur/Holzkonstruktionen“
Lesesaal Arch.DI Markus Swittalek

15.40 Kinderführung: KINDERAKADEMIE – für Kinder von 6-14 Jahren
Hörsaal Ingrid Schnell, Oliver Gam

16.00 Führung: Die Sammlung anatomischer Wachsmodelle
Aula Iris Frandl

Das Department und Sammlungen für Geschichte der Medizin freut sich auf Ihren Besuch!

Department und Sammlungen für Geschichte der Medizin
Währinger Straße 25,
Tel.: 0043/ 1/ 40160/ 26001
Fax: 0043/ 1/ 40160/ 9 26000
Mobil: 0043/664/80016 26001
http://www.meduniwien.ac.at/josephinum

„Traufkinder“ – Ein besonderer Umgang mit ungetauft verstorbenen Kindern in der Frühen Neuzeit

Wir freuen uns, Frau Petra Lindenhofer zu einem Josephinum –  Seminar begrüßen zu dürfen.

Ort: Lesesaal des Josephinum, (Währinger Straße 25, A-1090 Wien)

Zeit: 16. Mai 2011, 16.00 c.t.

Kontakt: sammlungen@meduniwien.ac.at

+43/1/40160/26001

 
„Traufkinder“ – Ein besonderer Umgang mit ungetauft verstorbenen Kindern in der Frühen Neuzeit

Petra Lindenhofer

Geburtshilfe und Anweisungen an die ausübenden Personen waren lange Zeit primär darauf ausgerichtet, den Prozess der Niederkunft so zu steuern und zu beeinflussen, um dem Kind den Empfang der heiligen Taufe zu ermöglichen. Der Aspekt der Religion spielte also bereits in den ersten Stunden, in welchen ein neues Leben geboren wurde, eine gewichtige Rolle. War ein Kind ohne Taufe verstorben, bedeutete dies für die Eltern neben Trauer und Kummer über den Verlust, auch immer Grund zur Sorge was das ewige Heil ihres Kindes im Jenseits betraf. Sie durften ihren Nachwuchs nicht am Friedhof, oder wenn, dann nur in einem abgegrenzten, etwas abseits gelegenen Areal, einem „Ketzer“ gleich, beisetzen. Für ein christliches Begräbnis und der damit verbundenen Bestattung in geweihter Erde fehlte ihnen mit dem Empfang des Taufsakramentes die notwendige Voraussetzung. Eine würdige, repräsentative Beisetzung blieb ihnen versagt. Auch die Prognose das Jenseits betreffend, verhieß nichts Gutes. Für ein ungetauft verstorbenes Kind hatte die christliche Glaubensvorstellung nicht den erlösenden Himmel vorgesehen, sondern ihm wurde ein Platz im „Limbus puerorum“, einem Ort zwischen Himmel und Hölle, von wo es keine Erlösung gab, zugewiesen. Um es tunlichst vor diesem Verhängnis zu bewahren, entwickelte man verschiedenartige Taufpraktiken, welche bei Bedarf eingesetzt werden konnten. Rasch vollzogene Nottaufen (getauft wurden im katholischen Bereich „alle unzeitigen Geburten, wessen Zeit sie immer sind, sofern sie nur nicht augenscheinlich verfaulet sind“), Taufe „in utero“, aber auch Wallfahrten mit toten Kindern und das Hoffen auf kurzzeitige Erweckung zur Taufe, legten beredtes Zeugnis ab, dass sich viele Eltern nicht mit dem Schicksal abfinden wollten, welches ihren ungetauften toten Kindern von offizieller kirchlicher Seite zugedacht worden war. In diesem Zusammenhang schienen manche Angehörige auch auf eine außergewöhnliche Form der Bestattung zurückgegriffen zu haben: Das Begraben des toten Kinderkörpers unter der Dachtraufe von Kirchen oder Kapellen („Traufkinder“). Im Volksglauben hielt sich die Meinung, durch das herab rieselnde Wasser könnte dem Kind noch „nachträglich“ das Sakrament der Taufe gespendet und diesem so der Weg in den Himmel eröffnet werden.

Petra Lindenhofer, geboren 1977 in Melk, studiert Geschichte an der Universität Wien (Diplomarbeit am Josephinum). Seit 2001 ist sie in der Wiener Hofburg in den Kaiserappartements, der Silberkammer sowie dem Sisi Museum tätig

Das Team der Abteilung „Department und Sammlungen für Geschichte der Medizin“ freut sich über Ihren Besuch!

DIPL DISS COACHING – NEUER TERMIN: 07.05.2011

DiplDissCoaching – neuer Termin: 07.05.11.

DiplDissCoaching – Literaturrecherche für MedizinstudentInnen

DiplDiss_Foto_M.Hartl

Dr. Eva Chwala

  • Grundlagen der Literaturrecherche
  • Auswahl der Datenbanken
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  • Freies Arbeiten – Betreuung bei der Recherche

Samstag, 07. 05. 2011 von 9:30 – 12:30
im Vortragsraum der UB-MUW

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