Feedback über die Ub Med Uni Wien – aus der Sicht der Medizinhistorikerin Dr. Melanie Linöcker

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VIER FRAGEN AN DR. MELANIE LINÖCKER

1) Seit wann sind Sie Benutzerin unserer Bibliothek?

Das erste Mal benutzte ich die Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien im Frühjahr 2003, als ich mit meinem Doktorat an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg begann. Da ich im Fach Medizingeschichte promoviert habe, waren (und sind nach wie vor) sowohl die Abteilungsbibliothek für Geschichte der Medizin als auch die einzigartigen medizinhistorischen Sammlungen für mich von besonderer Bedeutung.


2) Welche Angebote und Services schätzen Sie ganz besonders an unserer Bibliothek?

Ich schätze ganz besonders die umfangreiche Literatur der Abteilungsbibliothek für Geschichte der Medizin sowie auch das Bildarchiv. Es ist eine Besonderheit, in einem derartig breitgefächerten Quellenbestand recherchieren zu können. Alleine im Bildarchiv gibt es einen Bildbestand von ca. 60.000 Einheiten zu den unterschiedlichsten medizinhistorischen Themenbereichen, mit denen man jederzeit arbeiten kann. Hierbei ist es ein besonderes Entgegenkommen der Medizinischen Universität Wien, dass man im Rahmen diverser Forschungstätigkeiten diese Bilder für Publikationen verwenden kann, wobei positiv hervorzuheben ist, dass die Universität, insbesondere für StudentInnen, einen moderaten Kostenersatz für eine Veröffentlichungslizenz verlangt.
Besonders betonen möchte ich hier im Zusammenhang auch die Hilfsbereitschaft von Frau Mag. Michaela Zykan, die Ansprechpartnerin für das Bildarchiv.

3) Gibt es auch Defizite an unserer Bibliothek?

  • Defizite sind meiner Meinung nach vor allem die nicht ausreichenden Öffnungszeiten.
  • Zusätzlich interessant und wichtig wäre es, alle Werke, die vor 1990 für die Abteilungsbibliothek für Geschichte der Medizin erworben worden sind und die derzeit nur in einem nach Schlagworten und Autoren geordneten Zettelkatalog gesucht werden können, auch in einem Online-Katalog zu erfassen und damit für Internet-Recherchen zugänglich zu machen. Dies wäre insofern wünschenswert, als es auch den Zeitaufwand für Recherchetätigkeiten erheblich reduzieren würde.

4) Wie lauten Ihre Wünsche für die Zukunft an unserer Bibliothek?

Ein besonderer Wunsch von mir wäre, die Benutzerzeiten des Bildarchivs sowie der Abteilungsbibliothek für Geschichte der Medizin zu verlängern. Beispielsweise wäre es sehr wichtig, dass es zumindest auch an einem Tag pro Woche möglich ist, die einzigartigen medizinhistorischen Bestände bis zum Abend nutzen zu können.

Beginnend mit Januar 2008 laden wir regelmäßig Kundinnen und Kunden ein, in unserem Weblog über ihre Erfahrungen mit der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien in Form von Interviews Auskunft zu geben. Dabei sollen einerseits Angebote und Services angesprochen werden, die für die persönliche Arbeit besonders hilfreich sind, andererseits auch Wünsche und zukünftige Erwartungen für die weiter Entwicklung der größten medizinischen Fachbibliothek in Österreich.
Die Fragen an Dr. Melanie Linöcker wurden von Mag. Bruno Bauer, Leiter der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien, gestellt.

Bisherige Interviews:

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Bitte zitieren als
VAN SWIETEN BLOG: Informationen der Universitätsbibliothek der Med Uni Wien,
Nr. 915 [23. April 2008].
Online unter der URL: https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=915

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