Archiv der Kategorie: Provenienzforschung

Provenienzforschung

Berichte über das Provenienzforschungsprojekt der Ub Med Uni Wien

Über das Provenienzforschungsprojekt der Ub Med Uni Wien wurde zuletzt mehrfach berichtet:

  • Stumme Zeitzeugen. Seit Mai 2007 läuft an der MUW ein Projekt zur Provenienzforschung um Bücher, die zwischen 1938 und 1945 geraubt worden sind, systematisch zu erfassen und an die rechtmäßigen Eigentümer oder Rechtsnachfolger zu restituieren. – In: MUW-ments. Newsletter der Medizinischen Universität Wien, Ausgabe 02/2008, S. 1 (Titelgeschichte).

Auch im Rahmen der kommende Woche in Wien stattfindenden internationalen Tagung über „Bibliotheken in der NS-Zeit – Provenienzforschung und Bibliotheksgeschichte“ wird das Provenienzforschungsprojekt an der größten medizinischen Bibliothek Österreichs vorgestellt:

  • Bruno Bauer und Walter Mentzel: Das Provenienforschungsprojekt der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien. Abstract

Provenienz

Weitere Weblogeinträge zur Provenienzforschung:

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Bitte zitieren als
VAN SWIETEN BLOG: Informationen der Universitätsbibliothek der Med Uni Wien,
Nr. 817 [18. März 2008].
Online unter der URL: https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=817

Ernst BACHSTEZ (1888-1954): Vertrieben 1938 [6]

VERTRIEBEN 1938 [6] UPDATE

Ernst BACHSTEZ (1888-1954)

geb. 20.05 1888 Baden bei Wien
gest. 11.08.1954 Wien

1938 im Lehrkörper der Medizinischen Fakultät der Universität Wien, Fach: Augenheilkunde

Biographische Informationen zu  Bachstez, Ernst [166,44 kb] im Repositorium der UB Med Uni Wien

enthalten in: Die Auswirkungen der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich auf die medizinische Fakultät der Universität Wien im Jahre 1938 : Biographien entlassener Professoren und Dozenten / eingereicht von Judith Bauer-Merinsky, Wien, 1980

Bachstez-Ernst_M.Hartl.jpgOpen Access – Nachtrag zu Ernst BACHSTEZ:

Bildnachweis: Sammlungen der Medizinischen Universität Wien – Josephinum, Bildarchiv

Feedback unserer Weblog-User, biographische Nachweise und Ergänzungen zu Ernst BACHSTEZ:

Ernst BACHSTEZ in Verzeichnis „Medizinische Fakultät“ [Seite 18-36]:in: Kurt Mühlberger: Dokumentation Vertriebene Intelligenz 1938. Der Verlust geistiger und menschlicher Potenz an der Universität Wien von 1938 bis 1945. 2. verb. u. verm. Auflage. Wien: Archiv der Universität Wien, 1993. [Seite 18]Ernst Bachstez (1888 Baden b. Wien – 1954 Wien)
Pd., Augenheilkunde; 1938 Venia legendi „hat bis auf weiteres zu ruhen“, 1945 wieder eingestellt

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vsb / Biographischer Eintrag Ernst BACHSTEZ:
in: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 1935, hg. von Dr. Gerhard Lüdtke. Fünfte Ausgabe. Berlin und Leipzig: Walter de Gruyter & Co. [Spalte 37]

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Nachruf zu Ernst BACHSTEZ:
Böck, J. : Dozent Dr. Ernst Bachstez / J. Böck . – Sonderabdruck . – Wien : Springer , 1954 . – 2 S. [Aus: Aus Wiener klinische Wochenschrift. 66.Jg (1954), Nr. 38, S. 739]

Provenienz

Beiträge zur Sonder-Blogserie „Vertrieben 1938“:

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Bitte zitieren als
VAN SWIETEN BLOG: Informationen der Universitätsbibliothek der Med Uni Wien,
Nr. 595 [18. März 2008]. Letzte Aktualisierung: 2026_07_07
Online unter der URL: https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=595

Bernhard ASCHNER (1883-1960): Vertrieben 1938 [5]

VERTRIEBEN 1938 [5] UPDATE

Bernhard ASCHNER (1883-1960)
geb. 27.01.1883 Wien
gest. 09.03.1960 New York City, New York (USA)

1938 im Lehrkörper der Medizinischen Fakultät der Universität Wien, Fach: Geburtshilfe und Gynäkologie

Biographische Informationen zu Aschner, Bernhard [193,35 kb] im Repositorium der UB Med Uni Wien

enthalten in: Die Auswirkungen der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich auf die medizinische Fakultät der Universität Wien im Jahre 1938 : Biographien entlassener Professoren und Dozenten / eingereicht von Judith Bauer-Merinsky, Wien, 1980

Provenienz

Bernhard ASCHNER (1883-1960): Vertrieben 1938 [5] weiterlesen

Leopold ARZT (1883-1955): Vertrieben 1938 [4]

VERTRIEBEN 1938 [4] UPDATE

Leopold ARZT (1883-1955)

geb. 16.03.1883 Wien
gest. 20.05.1955 Wien

1938 im Lehrkörper der Medizinischen Fakultät der Universität Wien, Fach: Hautkrankheiten und Syphilis
(Klinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten)

Biographische Informationen zu Arzt, Leopold [207,11 kb] im Repositorium der UB Med Uni Wien

enthalten in: Die Auswirkungen der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich auf die medizinische Fakultät der Universität Wien im Jahre 1938 : Biographien entlassener Professoren und Dozenten / eingereicht von Judith Bauer-Merinsky, Wien, 1980

Provenienz

Leopold ARZT (1883-1955): Vertrieben 1938 [4] weiterlesen

Rudolf ALLERS (1883-1963): Vertrieben 1938 [3]

VERTRIEBEN 1938 [3] UPDATE

Rudolf ALLERS (1883-1963)

geb. 13.01.1883 Wien
gest. 14.12.1963 Hyattsville, Maryland (USA)

1938 im Lehrkörper der Medizinischen Fakultät der Universität Wien, Fach: Psychiatrie und Neurologie

Biographische Informationen zu  Allers, Rudolf [152,22 kb] im Repositorium der UB Med Uni Wien

enthalten in: Die Auswirkungen der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich auf die medizinische Fakultät der Universität Wien im Jahre 1938 : Biographien entlassener Professoren und Dozenten / eingereicht von Judith Bauer-Merinsky, Wien, 1980

Rudolf ALLERS (1883-1963): Vertrieben 1938 [3] weiterlesen

Ludwig ADLER (1876-1958): Vertrieben 1938 [2]

VERTRIEBEN 1938 [2] UPDATE

Ludwig ADLER (1876-1958)

geb. 07.11.1876 Wien
gest. 08.08.1958 New Milford, Connecticut (USA)

1938 im Lehrkörper der Medizinischen Fakultät der Universität Wien, Fach: Geburtshilfe und Gynäkologie

Biographische Informationen zu  Adler, Ludwig [143,27 kb]  im Repositorium der UB Med Uni Wien

enthalten in: Die Auswirkungen der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich auf die medizinische Fakultät der Universität Wien im Jahre 1938 : Biographien entlassener Professoren und Dozenten / eingereicht von Judith Bauer-Merinsky, Wien, 1980

Provenienz

Ludwig ADLER (1876-1958): Vertrieben 1938 [2] weiterlesen

Hans ABELS (1873-1942): Vertrieben 1938 [1]

VERTRIEBEN 1938 [1] UPDATE

Hans ABELS (1873-1942)

geb.  18.02.1873 Wien
gest.  26.11.1942 New York

1938 im Lehrkörper der Medizinischen Fakultät der Universität Wien, Fach: Kinderheilkunde

Biographische Informationen zu Abels, Hans [144,79 kb] im Repositorium der UB MedUni Wien
enthalten in: Die Auswirkungen der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich auf die medizinische Fakultät der Universität Wien im Jahre 1938 : Biographien entlassener Professoren und Dozenten / eingereicht von Judith Bauer-Merinsky, Wien, 1980

ProvenienzOpen Access – Nachtrag zu Hans ABELS:

  • MedUniWien: Mahnmal für Opfer des Nationalsozialismus enthüllt, in: Website der Medizinischen Universität Wien, 13. März 2008
  • Hans ABELS in Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Wien 1938
    https://gedenkbuch.univie.ac.at/page/1/person/hans-abels
  • Nachweis von Dokumenten zu Hans ABELS im Universitätsarchiv der Universität Wien:Medizinische Fakultät der Universität Wien, 1399-1980 (ca.) (Bestand) / MED PA Personalakten der Medizinischen Fakultät, 1850 (ca.)-1980 (ca.) (Bestand)
    MED PA 948 Abels, Hans (früher Abeles), 1902 (ca.)-1925 (ca.) (Akt)
    Personalakt, 68 Bl Senat S 304 Personalblätter, 19. Jh.-20. Jh. (Serie)
    Senat S 304.3 Abels, Hans geb. Abeles, (18.02.1873 -1945; Kinderheilkunde), keine Angabe (Dokument)Deskriptoren: Einträge: Abels, Hans geb. Abeles, (18.02.1873 -1945; Kinderheilkunde) (18.02.1873-1945) (Person\A)
  • Dokumente zu Hans ABELS in der Handschriftensammlung der Medizinischen Universität Wien:Abels, Hans (1873-)
    s. Ärzte – Österreich – um 1930
    Photokopie einer mschr. Aufstellung habilitierter Ärzte in Österreich von ca. 1900-1930; unvollständig
    21 x 30; 4 Bl.
    HS 2871
  • Österreichisches Staatsarchiv (ÖstA), Archiv der Republik (AdR), Bundesministerium für Finanzen (BMF), Vermögensverkehrsstelle (VVST), Vermögensanmeldung (VA): Zl. 30575 Hans ABELS:
    Verzeichnis über das Vermögen von Juden nach dem Stand vom 27. April 1938 des Hans Abels, Kinderarzt (Universitätsdozent), in Wien 18., […] 33; jetzt: XIX, […] 30 [geboren am 18. Februar 1873].
    Wien, 14. Juli 1938. Dozent Hans Abeles
  • Hans Abels in psyalpha: Wissensplattform für Psychoanalyse
  • Abels, Hans in exil-archiv
  • Literatur im Bibliothekskatalog der Ub Med Uni Wien

Feedback unserer Weblog-User, bibliographische Nachweise und Ergänzungen zu Hans ABELS:

    1. Hans ABELS in Verzeichnis „Medizinische Fakultät“ [Seite 18-36]:
      in: Kurt Mühlberger: Dokumentation Vertriebene Intelligenz 1938. Der Verlust geistiger und menschlicher Potenz an der Universität Wien von 1938 bis 1945. 2. verb. u. verm. Auflage. Wien: Archiv der Universität Wien, 1993. [Seite 18]
      Hans Abels (geb. 1873 Wien)
      Pd., Kinderheilkunde; 1938 Venia legendi widerrufen (rass.)

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    1. vsb / Biographischer Eintrag Hans ABELS:
      in: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 1935, hg. von Dr. Gerhard Lüdtke. Fünfte Ausgabe. Berlin und Leipzig: Walter de Gruyter & Co. [Spalte 2]

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    1. vsb / Biographischer Eintrag Nr. 20 – Abels, Hans (Hans Abeles):
      in: Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20. Jahrhundert. Hrsg. von der Österreichischen Nationalbibliothek. Band 1: A – I. München: K.G.Saur, 2002. [Seite 2-3]

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    1. Hinweis auf Hans ABELS im Aufsatz von Reinhard Müller: „Einige österreichische Flüchtlinge in Großbritannien“,
      in: 5. Wissenschaftler und Philosophen [Seite 49]
      Hans ABELS (Wien 1873-?), Kinderfacharzt und Psychoanalytiker; ab 1939 Großbritannien

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    1. Hinweis auf Hans ABELS in Liste der 1938 vertriebenen Kinderärzte
      In Supplement 1, Band 147 zu Heft 5 der Monatsschrift Kinderheilkunde, das dem Thema Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin: Die deutschen Kinderärzte gedenken ihrer verfolgten, aus dem Land getriebenen und ermordeten Kolleginnen und Kollegen 1933-1945 gewidmet ist, ist PH Dr. Hans ABELS in der Liste Die Verfolgten / The persecuted im Abschnitt Wien 1938-1945 [Seite S10] angeführt.

****************************************************Beiträge zur Sonder-Blogserie „Vertrieben 1938“:

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VAN SWIETEN BLOG: Informationen der Universitätsbibliothek der Med Uni Wien,
Nr. 587 [11. März 2008]. Letzte Aktualisierung: 2026-07-06.
Online unter der URL: https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=587

Vertrieben 1938 – Biographien entlassener Professor:innen und Dozent:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Wien

VERTRIEBEN 1938 – Biographien entlassener Professor:innen und Dozent:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Wien

Anlässlich des Gedenkjahres 2008, siebzig Jahre nach dem „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland im März 1938, initiierte der damaligen Leiter der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien, Mag. Bruno Bauer, die Sonder-Blogserie „Vertrieben 1938 – Biographien entlassener Professoren und Dozenten der Medizinischen Fakultät der Universität Wien“. In der Folge wurden im Van Swieten-Blog 176 Beiträge zu den von der Medizinischen Fakultät der Universität Wien vertriebenen Professor:innen und Dozent:innen veröffentlicht, die infolge der nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen ihre Stellung an der damaligen Medizinischen Fakultät der Universität Wien verloren hatten.

Das Projekt korrespondierte mit den Gedenkveranstaltungen der Medizinischen Universität Wien im Jahr 2008. Einen sichtbaren und nachhaltigen Ausdruck fanden diese im „Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus“, das in Form eines Buches die Namen der vertriebenen Professor:innen und Dozent:innen der Medizinischen Fakultät bewahrt und zugleich als „Mahnung für kommende Zeiten“ dient.

Mit dem Relaunch des Sonder-Blogs wird nunmehr der ursprüngliche Ansatz wesentlich erweitert. Während sich die Blogserie 2008 auf das habilitierte Lehrpersonal konzentrierte, werden nun auch jene wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen und Assistent:innen berücksichtigt, die infolge der nationalsozialistischen Machtübernahme aus dem Universitätsbetrieb ausgeschlossen wurden. Darüber hinaus werden Biografien von Mediziner:innen aufgenommen, die aus dem öffentlichen Gesundheitswesen, den Krankenanstalten, der Gesundheitsverwaltung, privaten Gesundheitseinrichtungen sowie aus der niedergelassenen ärztlichen Praxis verdrängt wurden – etwa durch den Entzug ihrer Berufsausübungsberechtigung, ihrer Kassenzulassung oder durch den Entzug der Approbation des akademischen Titels.

Die bisherigen Beiträge aus 2008 werden auf Grundlage neuer Forschungsergebnisse überarbeitet, ergänzt und mit den seit 2016 im Bio-Bibliografischen Lexikon (BBL) erarbeiteten Forschungsergebnissen zusammengeführt. Dadurch können zahlreiche biografische Angaben präzisiert, bislang unbekannte Lebensstationen ergänzt und der ursprünglich berücksichtigte Personenkreis um wissenschaftliche Mitarbeiter:innen, Assistent:innen sowie andere von den nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen betroffene Mediziner:innen erweitert werden. Das Bio-Bibliografischen Lexikon (BBL) dokumentiert damit neben den Biografien auch die wissenschaftlichen Publikationen jener Mediziner:innen, deren akademische und berufliche Laufbahn durch die nationalsozialistische Verfolgung im Jahr 1938 jäh unterbrochen oder endgültig beendet wurde. Damit soll nicht nur an die betroffenen Personen erinnert, sondern auch ihr wissenschaftliches Werk wieder sichtbar gemacht werden.

[Infos zum BBL]

Walter Mentzel

Bisher in der Serie „Vertrieben 1938“ erschienene Biographien entlassener Professor:innen und Dozent´:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Wien:

Weitere Beiträge mit Informationen über die Sonder-Blogserie „Vertrieben 1938“:

Projekt „Vertrieben 1938 – Biographien entlassener Professor:innen und Dozent:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Wien“ im Van Swieten Blog: Informationen der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien. – Projektteam: Mag. Bruno Bauer (Konzept), Harald Albrecht, Judith Dögl, Rudolf Gerdenits, MMag. Margrit Hartl, Dr. Brigitte Kranz, Mag. Ingeborg Leitner, Dr. Ruth Lotter, Dr. Walter Mentzel, Dr. Reinhard Mundschütz, Mag. Michaela Zykan.

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Bitte zitieren als
VAN SWIETEN BLOG: Informationen der Universitätsbibliothek der Med Uni Wien,
Nr. 772 [3. März 2008]. – Letzte Aktualisierung: 2026-07-07
Online unter der URL: https://ub-blog.meduniwien.ac.at/blog/?p=772

25./26. März 2008: Tagung über „Bibliotheken in der NS-Zeit – Provenienzforschung und Bibliotheksgeschichte“

Am 25. und 26. März 2008 findet in Wien eine internationale Tagung über „Bibliotheken in der NS-Zeit – Provenienzforschung und Bibliotheksgeschichte“ statt. Veranstalter sind die Universitätsbibliothek Wien und die Wienbibliothek im Rathaus in Kooperation mit der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare und der Gesellschaft für Buchforschung in Österreich.

Provenienz Grafik Margrit Hartl

Im Rahmen der Tagung wird auch das „Das Provenienzforschungsprojekt der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien (Bruno Bauer und Walter Mentzel)“ vorgestellt werden.

Abstract

Die Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien betreibt seit Mai 2007 ein auf zwei Jahre angelegtes Provenienzforschungsprojekt, um jene Bücher in ihrem Bestand ausfindig zu machen und den rechtmäßigen Eigentümern oder deren Rechtsnachfolgern auszufolgen, die aufgrund von bedenklichen Erwerbungsvorgängen an die Universitätsbibliothek gekommen sind. Der Vortrag wird zweigeteilt von Bruno Bauer (Leiter der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien) und Walter Mentzel (Projektbearbeiter) durchgeführt.

Im ersten Teil des Vortrages wird Bruno Bauer skizzieren, welcher Stellenwert der Provenienzforschungsprojekt insbesondere im Hinblick auf die erste wenige Jahre zurückliegende Auseinandersetzung um den Pernkopf-Atlas („Untersuchungen zur Anatomischen Wissenschaft in Wien 1938-1945: Senatsprojekt der Universität Wien“) an der Medizinischen Universität Wien zukommt. Weiters wird auf besondere bibliotheksspezifische Problemstellungen hingewiesen. So handelt es sich bei dem zu untersuchenden Bestand nicht um einen systematisch gewachsenen bzw. um einen kompakten historischen Bestand, sondern diverse Bestände verschiedenster Provenienz sind vor allem in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts in die heutige Universitätsbibliothek bzw. deren Vorgängerinstitutionen eingebracht worden.

Im zweiten Teil des Vortrages wird Walter Mentzel einen Zwischenbericht über die Forschungsschwerpunkte und bisherigen Forschungsergebnisse vorlegen. Anhand ausgewählter Beispiele medizinischer Bibliothekseinheiten wird deren aktive und passive Rolle im Rahmen des NS-Bücherraubes thematisiert. Im Mittelpunkt des Vortrages steht die Bibliothek des Institutes für Geschichte der Medizin, die 1938 neben der Bibliothek der Gesellschaft der Ärzte und der „Obersteiner-Bibliothek“, zu den größten medizinischen Bibliothekseinheiten in Wien gehörte. Die Relevanz dieser Bibliothek für die Provenienzforschung ergibt sich auch aus dem Umstand, dass der von 1940 bis 1945 hier wirkende Leiter des Institutes und Medizinhistoriker Prof. Fritz Lejeune eng mit den im Bücherraub involvierten Buchhändlern zusammenarbeitete, zahlreiche problematisch anzusehende Buchbestände für das Institut erwarb, und daneben auch eine beachtliche Betriebsamkeit beim Ankauf und der Vermittlung von heute als „bedenkliche“ Erwerbungen einzustufenden Bücherbeständen für eine Reihe in- und ausländischer Institutionen, wie Stadtbibliotheken, medizinischer Einrichtungen oder auch firmeneigenen Bibliotheken, entfaltete.

Zum gesamten Tagungsprogramm:
25./26. März 2008: Tagung über „Bibliotheken in der NS-Zeit – Provenienzforschung und Bibliotheksgeschichte“ weiterlesen

Start des Projektes zur Provenienzforschung an der UB MedUniWien

Provenienzforschung Logo by Margrit Hartl

Projekt: Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien
Bearbeitungszeitraum: Mai 2007 – Juni 2009
Bearbeiter: Dr. Walter Mentzel
MitarbeiterInnen: Dr. Reinhard Mundschütz, Harald Albrecht, MMag. Margrit Hartl
Projektleitung: Mag. Bruno Bauer

Das Projektteam verfolgt das Ziel, die zwischen 1938 und 1945 vom nationalsozialistischen Regime geraubten Bücher und deren Erwerbung durch medizinische Klinik- und Institutsbibliotheken in Wien zu dokumentieren.

Das Projekt wird in Kooperation mit der Provenienzforschungsgruppe an der Universitätsbibliothek durchgeführt. Diese Projektgruppe arbeitet seit 2006 unter der Leitung von Mag. Markus Stumpf an den Fachbereichs- und Institutsbibliotheken sowie unter der Leitung von Dr. Peter Malina an der Hauptbibliothek der Universität Wien.

Im Rahmen eines Vorprojektes wurde an der Bibliothek des Institutes für Geschichte der Medizin im Dezember 2006 mit der Sichtung vorhandener Eingangsbücher begonnen und dabei erste erfolgversprechende Rechercheergebnisse erzielt.

Das Projekt wird sich an folgenden Frage- und Themenstellungen orientieren: Start des Projektes zur Provenienzforschung an der UB MedUniWien weiterlesen