{"id":9010,"date":"2011-06-06T01:23:22","date_gmt":"2011-06-06T00:23:22","guid":{"rendered":"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=9010"},"modified":"2011-05-30T14:24:23","modified_gmt":"2011-05-30T13:24:23","slug":"dr-werner-horvath-uber-friedenskonzepte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=9010","title":{"rendered":"Dr. Werner Horvath: \u00dcber Friedenskonzepte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dr. Werner Horvath: \u00dcber Friedenskonzepte<\/strong><\/p>\n<p>Krieg in Libyen, Milit\u00e4rschl\u00e4ge in Pakistan, die Auseinandersetzungen in Afghanistan gehen weiter, der Irak kommt nicht zur Ruhe \u2013 und das sind nur einige wenige Brennpunkte in einer Welt voller Konflikte. Wirkungsvolle Friedenskonzepte w\u00e4ren dringendst erforderlich, scheinen aber nicht vorhanden zu sein. Oder sind sie lediglich in Vergessenheit geraten? Ein Blick in die Vergangenheit soll Aufschluss geben und ein Bild mit Darstellung der in der Folge erw\u00e4hnten Friedensdenker m\u00f6ge dies alles illustrieren.<\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/arendt-gandhi-suttner.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/arendt-gandhi-suttner-300x224.jpg\" alt=\"arendt-gandhi-suttner\" title=\"arendt-gandhi-suttner\" width=\"300\" height=\"224\" class=\"alignnone size-medium wp-image-9015\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/arendt-gandhi-suttner-300x224.jpg 300w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/arendt-gandhi-suttner-1024x765.jpg 1024w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/arendt-gandhi-suttner.jpg 1070w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nWerner Horvath: \u201eGarten des Friedens\u201c.<br \/>\n\u00d6l auf Leinwand, 60 x 90 cm, 2002.<br \/>\nClick the Pic!<\/p>\n<p>Wenn man von Friedensstiftern spricht, dr\u00e4ngt sich gleich einmal ein Name auf: Mahatma Gandhi. Er entwickelte das Konzept des gewaltlosen Widerstands und f\u00fchrte so das Ende der britischen Kolonialherrschaft \u00fcber Indien herbei. Allerdings brachten ihm seine Aktivit\u00e4ten auch zahlreiche Haftstrafen ein und schlie\u00dflich wurde er gar von einem nationalistischen Hindu erschossen. \u00c4hnlich scheint es in der auf dem Gandhi-Prinzip des zivilen Widerstands aufgebauten demokratischen Revolution in Nordafrika zu laufen. Teilweise werden Erfolge erzielt, andererseits eskalieren die Auseinandersetzungen aber auch bis hin zu Massakern und bis zum Krieg. Echte Diktatoren bleiben von Mitteln wie Hungerstreiks und friedlichen Protesten oft unbeeindruckt.<\/p>\n<p>Was sagen die gro\u00dfen westlichen Denker zu dem Problem? Immanuel Kant hat in seiner Schrift \u201eZum ewigen Frieden\u201c einige Punkte als Rezept angef\u00fchrt. Die Einrichtung von Republiken statt absolutistischer Staatsformen ist einer davon und die Schaffung eines internationalen Staatenbundes ein weiterer. In dieselbe Kerbe schl\u00e4gt auch die Tr\u00e4gerin des Friedensnobelpreises Bertha von Suttner. In ihrem philosophischen Roman \u201eDie Waffen<br \/>\nnieder!\u201c l\u00e4sst sie ihre Heldin in einer aus Gener\u00e4len bestehenden Tischgesellschaft sagen: \u201eAber sagt mir doch, ihr Herren, warum schlie\u00dfen denn nicht die s\u00e4mtlichen gesitteten M\u00e4chte Europas einen Bund?\u201c Sie erntete damals daf\u00fcr zwar nur Schulterzucken, heute aber sind diese Punkte in der westlichen Welt weitgehend erf\u00fcllt und bew\u00e4hren sich auch. In anderen Gebieten ist der demokratische Umformungsprozess aber erst im Aufbau und fordert seinen Tribut \u2013 anscheinend muss es so sein.  Die Schaffung internationaler Institutionen zur friedlichen Konfliktbeilegung ist jedenfalls unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<p>Auf einer anderen viel individuelleren Ebene spielen sich die Gedanken der Philosophin Hannah Arendt ab. Sie sieht das Potential zur Friedensschaffung in jedem einzelnen Menschen gelegen, wurde er doch irgendwann geboren (was sie \u201eNatalit\u00e4t\u201c nennt) und musste neu beginnen. Diese F\u00e4higkeit zum Neustart kann er auch im sp\u00e4teren Leben nutzen, indem er aus dem ewigen Zyklus von Gewalt und Gegengewalt, Rache und Gegenrache, Terror und Gegenterror ausbricht und durch Verzeihen die M\u00f6glichkeit f\u00fcr einen Neubeginn liefert. Jeder einzelne ist so gefordert, etwas zur Schaffung des Friedens beizutragen.<\/p>\n<p>\u201eGive Peace a Chance!\u201c, sang schon John Lennon in den 60er-Jahren, veranstaltete gemeinsam mit seiner Frau Yoko Ono zahlreiche Aktionen f\u00fcr den Weltfrieden und wurde dadurch zur Leitfigur der Jugend-Friedensbewegung. Dass auch er genau so wie Mahatma Gandhi und der schwarze B\u00fcrgerrechtler Martin Luther King einem Attentat zum Opfer fiel, kann kein Zufall sein. Es liegen eben viele Hindernisse auf dem Weg in eine friedliche Zukunft&#8230;<\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/johnlennon.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/johnlennon-213x300.jpg\" alt=\"johnlennon\" title=\"johnlennon\" width=\"213\" height=\"300\" class=\"alignnone size-medium wp-image-9019\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/johnlennon-213x300.jpg 213w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/johnlennon.jpg 568w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/a><br \/>\nWerner Horvath: \u201eImagine\u201c.<br \/>\n\u00d6l auf Leinwand, 70 x 50 cm, 2005\/06.<br \/>\nClick the Pic!<\/p>\n<p>Eine detailliertere Darstellung der erw\u00e4hnten Friedenskonzepte finden Sie in dem Buch \u201eGro\u00dfe Denker\u201c von Patrick Horvath, das auch im Internet mit Volltext verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Horvath_2010\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/horvath_2010-150x150.jpg\" alt=\"Horvath_2010\" width=\"150\" height=\"150\" align=\"left\" \/><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 14.25pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;\"><span style=\"font-size: 8pt; color: black; font-family: &quot;Verdana&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\">Dr. Werner Horvath zu Gast im Van Swieten Blog:<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=8681\">Dr. Werner Horvath: Gesellschaftsvertrag und Privateigentum<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=8567\">Dr. Werner Horvath:  &#8222;Atomkraft &#8211; das Danaergeschenk&#8220;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=8282\">Dr. Werner Horvath: Die \u00d6lpest im Golf von Mexiko<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=8034\">Arzt &#038; K\u00fcnstler: Bilder von Dr. Werner Horvath zur Weltwirtschaftskrise<\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 14.25pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto; mso-outline-level: 7;\"><strong><span style=\"font-size: 8pt; color: black; font-family: &quot;Verdana&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=5340\"><span style=\"color: blue;\">Dr. Werner HORVATH &#8211; Die Alt\u00e4re der anderen Art<\/span><\/a><\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 14.25pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto; mso-outline-level: 7;\"><strong><span style=\"font-size: 8pt; color: black; font-family: &quot;Verdana&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=1310\"><span style=\"color: blue;\">F\u00fcr Dr. Horvaths Malerei typisch sind das Zusammenspiel der Portrait-Umrisslinien und die aus \u201cisodensen Fl\u00e4chen\u201d zusammengesetzten Binnenstrukturen\u2026<\/span><\/a><\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 14.25pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto; mso-outline-level: 7;\"><strong><span style=\"font-size: 8pt; color: black; font-family: &quot;Verdana&quot;,&quot;sans-serif&quot;;\"><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=570\"><span style=\"color: blue;\">Dr. Werner Horvath: Bilder &#8211; Figuren &#8211; Portr\u00e4ts<\/span><\/a><\/span><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. Werner Horvath: \u00dcber Friedenskonzepte Krieg in Libyen, Milit\u00e4rschl\u00e4ge in Pakistan, die Auseinandersetzungen in Afghanistan gehen weiter, der Irak kommt nicht zur Ruhe \u2013 und das sind nur einige wenige Brennpunkte in einer Welt voller Konflikte. 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