{"id":80,"date":"2006-11-10T16:17:56","date_gmt":"2006-11-10T15:17:56","guid":{"rendered":"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=80"},"modified":"2007-01-17T13:22:52","modified_gmt":"2007-01-17T12:22:52","slug":"%e2%80%9eobersteiner-bibliothek%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=80","title":{"rendered":"Obersteiner-Bibliothek"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/content\/bilder\/allg\/obersteiner1.jpg\" alt=\"Obersteiner\" \/><\/p>\n<p>Die historische Bibliothek des Neurologischen Instituts an der Universit\u00e4tsbibliothek der Medizinischen Universit\u00e4t Wien<br \/>\n(\u201eObersteiner-Bibliothek\u201c)<\/p>\n<p>Heinrich Obersteiner \u00fcbergab im Jahre 1905 dem von ihm 1882 gegr\u00fcndeten \u201eNeurologischen Institut\u201c seine umfangreiche private wissenschaftliche Spezialbibliothek in Form einer Schenkung, die bei seinem Ausscheiden aus dem Institut im Jahre 1919 42.000 Werke umfasste. Diese Bibliothek galt in Wien bis in die Zwischenkriegszeit hinein unter den medizinischen Bibliotheken als eine \u201eeinzigartige Spezialbibliothek\u201c. Hier fanden Obersteiners Arbeitsschwerpunkte ihren Niederschlag, die sich durch ein hohes Ma\u00df an Interdisziplinarit\u00e4t und Internationalit\u00e4t der Forschung sowie der \u201epostgraduate-Ausbildung\u201c auszeichnet. Darunter befinden sich auch die von Obersteiner seit 1892 herausgegebene Publikationsreihe des Institutes \u201eArbeiten aus dem Neurologischen Institute an der Universit\u00e4t Wien\u201c, die nach seiner Emeritierung von seinem Nachfolger als Institutsvorstand Otto Marburg weitergef\u00fchrt worden war. Obersteiner, der die Bibliothek \u00fcber viele Jahre durch die Sammlung neurologischer und psychiatrischer Werke aufbaute, \u00fcbernahm auch die bibliothekarischen Arbeiten und schuf eine eigene Systematik zum Bibliotheksbestand, die sp\u00e4ter von Otto Marburg fortgesetzt wurde.<br \/>\nNach der Flucht Marburgs vor dem Nationalsozialismus im Jahre 1938 blieb die Bibliothek vernachl\u00e4ssigt. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg traten zahlreiche B\u00fccherverluste ein. Erst mit der Aufnahme eines geregelten Institutsbetriebes durch die Institutsleiter Hans Hoff und Franz Seitelberger im Jahre 1949 kam es wieder zu einer geordneten Bibliotheksf\u00fchrung.<br \/>\nHeute setzt sich die Bibliothek aus zirka 87.000 bibliographischen Einheiten zusammen. Diese bestehen aus zirka 21.500 gebundenen Exemplaren (12.500 Monographien und 9000 Zeitschriftenb\u00e4nde) und zirka 65.000 Kleinschriften und Zeitschriftenartikel (darunter 20.000 Sonderdrucke und Dissertationen). Bis zum Jahr 1900 wurden 17.330 Titel (inklusive Sonderdrucke, Dissertationen und Zeitschriftenartikel) verzeichnet. Eine geringere Anzahl an Buchbest\u00e4nden stammt aus dem 16. Jahrhundert (25 Titel), 17. Jahrhundert (146 Titel) und dem 18. Jahrhundert (487 Titel), der \u00fcberwiegende Teil, 16.672 Titel, aus dem 19. Jahrhundert. Davon sind 9284 Titel in deutscher, 4391 in franz\u00f6sischer, 1416 in lateinischer, 1297 in englischer und 784 in italienisch Sprache vorhanden. Die \u00fcbrigen 158 Titel liegen in anderen Sprachen vor.<\/p>\n<p>Der Bibliotheksbestand ist zug\u00e4nglich durch \u201emoderne allgemeine Kataloge\u201c, die aus einem Autorenkatalog, einem systematischen Katalog und einem Kreuzkatalog bestehen, sowie einem \u201emodernen Sonderkatalog\u201c, der sich aus einer Hauptkartei f\u00fcr Separata, einem Schlagwortkatalog f\u00fcr die Separata, und einem Zeitschriftenkatalog zusammensetzt. Daneben ist noch ein \u201ehistorischer Katalog\u201c vorhanden, der aus einem alten Bandkatalog, einem Inventarbuch (3 B\u00e4nde, sowie 5 Faszikel Inventarbl\u00e4tter aus der Zeit um 1920) und einem \u201eObersteiner-Katalog\u201c besteht. Letzterer enth\u00e4lt einen handschriftlich angelegten Sachkatalog in Zettelform und wurde von Heinrich Obersteiner bis um das Jahr 1920 gef\u00fchrt. (inkl. 90 Schuber).<br \/>\nDie Bibliothek des Neurologischen Institutes sowie die \u201eObersteiner-Bibliothek\u201c befinden sich seit dem Jahre 1986 als Bestand an der Universit\u00e4tsbibliothek der Medizinischen Universit\u00e4t Wien.<br \/>\nMag. Dr. Walter Mentzel<\/p>\n<p>Zur genauen Systematik des Bestandes:<br \/>\nKlebel Burkhard\/Buchinger Wilma, Bibliothek des Neurologischen Instituts an der Universit\u00e4t Wien, in: Handbuch der historischen B\u00fccherbest\u00e4nde in \u00d6sterreich, Bd. 1, Wien, Teil 1, (Hg. von der \u00d6sterreichischen Nationalbibliothek; Bearb. v. Wilma Buchinger und Konstanze Mittendorfer, (unter Leitung von Helmut W. Lang), Hildesheim-Z\u00fcrich-New York 1994, S. 222-226.<\/p>\n<p>Zur \u201eObersteiner-Bibliothek\u201c allgemein:<br \/>\nBauer Bruno, Die Errichtung der Fakult\u00e4tsbibliothek f\u00fcr Medizin an der Universit\u00e4t Wien im Neuen AKH. Geschichte \u2013 Strukturen \u2013 Perspektive, Hausarbeit, Wien 1992, S. 25-29.<br \/>\nHoff Hans\/Seitelberger Franz, Heinrich Obersteiner zur 40. Wiederkehr seines Todestages im 80. Gr\u00fcndungsjahre des Neurologischen Instituts, in: Wiener Klinische Wochenschrift 74, 1962, S. 682-684.<br \/>\nMarburg Otto, Zur Geschichte des Wiener Neurologischen Instituts, in: Marburg Otto (Hg.), Festschrift zur Feier des 25j\u00e4hrigen Bestandes. Arbeiten aus dem Neurologischen Institut 15, 1907, Leipzig, VII-X.XIII. Hier finden sich Angaben zur Schenkung der Bibliothek an das Institut.<br \/>\nObersteiner Heinrich, R\u00fcckschau-Ausblick, in: Arbeiten aus dem neurologischen Institut, XXII. Band, Wien-Leipzig 1919, S. 557-573.<br \/>\nSeitelberger Franz, 100 Jahre Neurologisches Institut, in: \u00d6sterreichische \u00c4rztezeitung 37, 1982, Heft 24, S. 1643f.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die historische Bibliothek des Neurologischen Instituts an der Universit\u00e4tsbibliothek der Medizinischen Universit\u00e4t Wien (\u201eObersteiner-Bibliothek\u201c) Heinrich Obersteiner \u00fcbergab im Jahre 1905 dem von ihm 1882 gegr\u00fcndeten \u201eNeurologischen Institut\u201c seine umfangreiche private wissenschaftliche Spezialbibliothek in Form einer Schenkung, die bei seinem Ausscheiden aus dem Institut im Jahre 1919 42.000 Werke umfasste. 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