{"id":6953,"date":"2010-11-15T07:24:23","date_gmt":"2010-11-15T06:24:23","guid":{"rendered":"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=6953"},"modified":"2010-11-18T16:35:38","modified_gmt":"2010-11-18T15:35:38","slug":"josephinum-%e2%80%93-ein-denkmal-braucht-pflege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=6953","title":{"rendered":"Josephinum &#8211; ein Denkmal braucht Pflege"},"content":{"rendered":"<p>Josephinum \u2013 ein Denkmal braucht Pflege<\/p>\n<blockquote><p>Wir freuen uns Herren Dipl.Ing. Markus Swittalek zu einem Abendvortrag im Rahmen des \u201eEuropean Academic Heritage Day\u201c begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Ort: Lesesaal des Josephinum, (W\u00e4hringer Stra\u00dfe 25, A-1090 Wien)<\/p>\n<p>Zeit: 18. November 2010, 18.00 c.t.<\/p>\n<p>Kontakt: sammlungen@meduniwien.ac.at<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 ++43\/1\/40160\/26000<\/p>\n<p><strong>Josephinum \u2013 ein Denkmal braucht Pflege<\/strong><\/p>\n<p>Obwohl Denkm\u00e4ler gesch\u00fctzt sind, zeigen sie, wie alles andere auf dieser Welt, Verfallserscheinungen. Ihre laufende Pflege ist daher unabdingbar, um ihren Verfall oder gar Verlust zu vermeiden. Denkm\u00e4ler sind nicht statisch oder \u201efrozen in time&#8220;, sondern k\u00f6nnen auch Ver\u00e4nderungen erfahren. Es gilt dabei zu ber\u00fccksichtigen, worin der Denkmalcharakter eines Objektes liegt. Wesentliche Teile sind in jedem Fall zu erhalten, da sonst die Denkmalw\u00fcrdigkeit verloren gehen w\u00fcrde. Anpassungen an technische oder funktionale Erfordernisse sind jedoch w\u00fcnschenswert, um den Schutz zu verbessern und die Nutzung zu gew\u00e4hrleisten. Schlie\u00dflich bleiben Denkm\u00e4ler erst durch ihre Ben\u00fctzung lebendig.<\/p>\n<p>Das Josephinum ist zweifelsohne ein ganz besonderes Denkmal, denn es ist nicht nur ein architektonisches Manifest f\u00fcr den Klassizismus in \u00d6sterreich, sondern auch ein Zeugnis der josephinischen Aufkl\u00e4rungspolitik und der medizinischen Wissenschaften. Der Denkmalcharakter wird nicht nur durch das Geb\u00e4ude bestimmt, sondern auch durch die in Teilen erhalten gebliebene Einrichtung und Ausstattung. Die M\u00f6bel, die Bibliothek und die Sammlung der anatomischen Wachsmodelle wurden f\u00fcr diesen Ort hergestellt oder angeschafft. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil des Denkmals \u201eJosephinum\u201c. Geb\u00e4udebestandteile und Teile der Ausstattung sind im Lauf der Zeit verloren gegangen oder wurden ersetzt. Auch die Nutzung von Teilen des Geb\u00e4udes hat sich, entsprechend ver\u00e4nderter Strukturen und Erfordernissen, mehrmals gewandelt. Als erster Schritt in die Zukunft wurde vor wenigen Jahren eine Aufarbeitung und Analyse des Bestandes vorgenommen. Geb\u00e4ude, Ausstattung und Sammlungsbestandteile wurden untersucht, Archive durchforstet und die gewonnenen Erkenntnisse aufbereitet. Dadurch kann heute ein komplexes Bild von den Hintergr\u00fcnden der Entstehung des Josephinums und seinem urspr\u00fcnglichen Zustand gezeichnet werden. Es konnten au\u00dferdem zahlreiche Defizite und dringende Erfordernisse aufgezeigt werden. Derzeit werden die Ziele, die mit einer Restaurierung des Objektes erreicht werden sollen, erarbeitet. Die Ziele umfassen Fragen zur Verbindung zu anderen Einrichtungen der MUW, zur Nutzung, zu den technischen Standards, den Investitionskosten und dem Zeithorizont. Es m\u00fcssen gleichzeitig auch formale Ziele definiert werden. Sollen Erscheinung und Farbigkeit an die urspr\u00fcnglichen Intentionen herangef\u00fchrt werden? Welchen Umfang soll k\u00fcnftig das \u201eMuseum im Josephinum\u201c bekommen? Das Josephinum wurde f\u00fcr Forschung, Lehre und Kunst errichtet. Als lebendiges Denkmal soll dieses Haus auch in Zukunft diese Intention erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Markus Swittalek studierte Architektur an der TU Wien bzw. der RWTH Aachen und machte 1996 sein Diplom. 2002 gr\u00fcndete er das B\u00fcro \u201emoment home\u201c und arbeitet im Bereich Architektur und Projektentwicklung mit Schwerpunkt Wohnbau und Denkmalpflege. Seit 2008 schreibt er an der Dissertation \u201eJosephinum\u00a0 &#8211; Klassizmus. Aufkl\u00e4rung. Zentrum der Medizin.\u201c<\/p>\n<p>Das Team der Abteilung \u201eDepartment und Sammlungen f\u00fcr Geschichte der Medizin\u201c freut sich \u00fcber Ihren Besuch und ersucht um Weitergabe dieser Information!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Josephinum \u2013 ein Denkmal braucht Pflege Wir freuen uns Herren Dipl.Ing. Markus Swittalek zu einem Abendvortrag im Rahmen des \u201eEuropean Academic Heritage Day\u201c begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen. Ort: Lesesaal des Josephinum, (W\u00e4hringer Stra\u00dfe 25, A-1090 Wien) Zeit: 18. November 2010, 18.00 c.t. Kontakt: sammlungen@meduniwien.ac.at \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 ++43\/1\/40160\/26000 Josephinum \u2013 ein Denkmal braucht Pflege Obwohl Denkm\u00e4ler gesch\u00fctzt sind, &hellip; <a href=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=6953\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Josephinum &#8211; ein Denkmal braucht Pflege<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1,5,2,13],"tags":[284],"class_list":["post-6953","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeines","category-medizingeschichte","category-news","category-veranstaltungen","tag-josephinum--ein-denkmal-braucht-pflege"],"views":33235,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6953","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6953"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6953\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7116,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6953\/revisions\/7116"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6953"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6953"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6953"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}