{"id":578,"date":"2008-02-08T09:00:50","date_gmt":"2008-02-08T08:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=578"},"modified":"2011-02-08T14:54:10","modified_gmt":"2011-02-08T13:54:10","slug":"2526-marz-2008-tagung-uber-bibliotheken-in-der-ns-zeit-provenienzforschung-und-bibliotheksgeschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=578","title":{"rendered":"25.\/26. M\u00e4rz 2008: Tagung \u00fcber &#8222;Bibliotheken in der NS-Zeit &#8211; Provenienzforschung und Bibliotheksgeschichte&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Am 25. und 26. M\u00e4rz 2008 findet in Wien eine internationale  <a href=\"http:\/\/www.ub.univie.ac.at\/provenienzforschung\/tagung_2008.html\">Tagung \u00fcber &#8222;Bibliotheken in der NS-Zeit &#8211; Provenienzforschung und Bibliotheksgeschichte&#8220;<\/a> statt. Veranstalter sind die Universit\u00e4tsbibliothek Wien und die Wienbibliothek im Rathaus in Kooperation mit der Vereinigung \u00d6sterreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare und der Gesellschaft f\u00fcr Buchforschung in \u00d6sterreich.<\/p>\n<p><img src='https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/muster1_blau.jpg' alt='Provenienz Grafik Margrit Hartl' \/><\/p>\n<p>Im Rahmen der Tagung wird auch das &#8222;<strong>Das Provenienzforschungsprojekt der Universit\u00e4tsbibliothek der Medizinischen Universit\u00e4t Wien (Bruno Bauer und Walter Mentzel)<\/strong>&#8220; vorgestellt werden. <\/p>\n<p><strong>Abstract<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Die Universit\u00e4tsbibliothek der Medizinischen Universit\u00e4t Wien betreibt seit Mai 2007 ein auf zwei Jahre angelegtes Provenienzforschungsprojekt, um jene B\u00fccher in ihrem Bestand ausfindig zu machen und den rechtm\u00e4\u00dfigen Eigent\u00fcmern oder deren Rechtsnachfolgern auszufolgen, die aufgrund von bedenklichen Erwerbungsvorg\u00e4ngen an die Universit\u00e4tsbibliothek gekommen sind. Der Vortrag wird zweigeteilt von Bruno Bauer (Leiter der Universit\u00e4tsbibliothek der Medizinischen Universit\u00e4t Wien) und Walter Mentzel (Projektbearbeiter) durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Im ersten Teil des Vortrages wird Bruno Bauer skizzieren, welcher Stellenwert der Provenienzforschungsprojekt insbesondere im Hinblick auf die erste wenige Jahre zur\u00fcckliegende Auseinandersetzung um den Pernkopf-Atlas (\u201eUntersuchungen zur Anatomischen Wissenschaft in Wien 1938-1945: Senatsprojekt der Universit\u00e4t Wien\u201c) an der Medizinischen Universit\u00e4t Wien zukommt. Weiters wird auf besondere bibliotheksspezifische Problemstellungen hingewiesen. So handelt es sich bei dem zu untersuchenden Bestand nicht um einen systematisch gewachsenen bzw. um einen kompakten historischen Bestand, sondern diverse Best\u00e4nde verschiedenster Provenienz sind vor allem in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts in die heutige Universit\u00e4tsbibliothek bzw. deren Vorg\u00e4ngerinstitutionen eingebracht worden.<\/p>\n<p>Im zweiten Teil des Vortrages wird Walter Mentzel einen Zwischenbericht \u00fcber die Forschungsschwerpunkte und bisherigen Forschungsergebnisse vorlegen. Anhand ausgew\u00e4hlter Beispiele medizinischer Bibliothekseinheiten wird deren aktive und passive Rolle im Rahmen des NS-B\u00fccherraubes thematisiert. Im Mittelpunkt des Vortrages steht die Bibliothek des Institutes f\u00fcr Geschichte der Medizin, die 1938 neben der Bibliothek der Gesellschaft der \u00c4rzte und der \u201eObersteiner-Bibliothek\u201c, zu den gr\u00f6\u00dften medizinischen Bibliothekseinheiten in Wien geh\u00f6rte. Die Relevanz dieser Bibliothek f\u00fcr die Provenienzforschung ergibt sich auch aus dem Umstand, dass der von 1940 bis 1945 hier wirkende Leiter des Institutes und Medizinhistoriker Prof. Fritz Lejeune eng mit den im B\u00fccherraub involvierten Buchh\u00e4ndlern zusammenarbeitete, zahlreiche problematisch anzusehende Buchbest\u00e4nde f\u00fcr das Institut erwarb, und daneben auch eine beachtliche Betriebsamkeit beim Ankauf und der Vermittlung von heute als \u201ebedenkliche\u201c Erwerbungen einzustufenden B\u00fccherbest\u00e4nden f\u00fcr eine Reihe in- und ausl\u00e4ndischer Institutionen, wie Stadtbibliotheken, medizinischer Einrichtungen oder auch firmeneigenen Bibliotheken, entfaltete. <\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Zum gesamten Tagungsprogramm<\/strong>:<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<ul>\n<li>J\u00fcrgen Babendreier (Bremen): Ausgraben und Erinnern. Raubgutrecherche im Bibliotheksregal<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Christiane Hoffrath (K\u00f6ln): Provenienzforschung an der Universit\u00e4ts- und Stadtbibliothek K\u00f6ln<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Stephan Kellner \/ Thomas Jahn (M\u00fcnchen): Forschung nach NS-Raubgut an der Bayerischen Staatsbibliothek. Ein Zwischenbericht<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Heike Pudler (Berlin): Recherche, Nachweis und Restitution von NS-Raubgut in der Staatsbibliothek zu Berlin \u2013 ein Werkstattbericht<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Matthias Harbeck \/ Sonja Kobold (Berlin): Spurensicherung \u2013 Provenienzforschung zur Bibliothek von Agathe Lasch<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Bernd Reifenberg (Marburg): \u201eEigentlich schade, dass Sie so sp\u00e4t damit angefangen haben &#8230;\u201c Restitution von NS-Raubgut aus der Universit\u00e4tsbibliothek Marburg<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Helmut Hilz (M\u00fcnchen): \u201eEiner gr\u00fcndlichen Nachpr\u00fcfung unterzogen\u201c \u2013 Die Bibliothek des Deutschen Museums in der NS-Zeit<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Cordula Reuss (Leipzig): Werkstattbericht zum Stand der Forschung zur Geschichte der Universit\u00e4tsbibliothek Leipzig in der NS-Zeit<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Katharina Bergmann (Wien): Universit\u00e4tsbibliothek Graz 1938-1945<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Susanne Wanninger (M\u00fcnchen): Rudolf Buttmann, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek von 1935 bis 1945, im Spiegel von Selbst- und Fremdbeschreibungen<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Hans-Joachim Lang (T\u00fcbingen): Die Privatbibliothek von Prof. Max Fleischmann<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Werner Hanak-Lettner (Wien): Die Bibliothek des J\u00fcdischen Museums Wien<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Evelyn Adunka (Wien): Das Schicksal des Direktors der Universit\u00e4tsbibliothek Wien Salomon Frankfurter (1856-1941)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Gerhard Renner \/ Christian Mertens (Wien): Die Wienbibliothek in der NS-Zeit<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Peter Malina (Wien): Provenienzforschung an der Hauptbibliothek der Universit\u00e4tsbibliothek Wien<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Stefan Alker \/ Monika L\u00f6scher (Wien): Provenienzforschung in den Fachbereichs- und Institutsbibliotheken der Universit\u00e4tsbibliothek Wien<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Bruno Bauer \/ Walter Mentzel (Wien): Das Provenienzforschungsprojekt der Universit\u00e4tsbibliothek der Medizinischen Universit\u00e4t Wien<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Sem C. Sutter (Chicago): H. A. Kr\u00fcss and Gustav Abb as Library Administrators in Occupied Territories<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Werner Schroeder (Oldenburg): \u201eZusammenholung russischer Literatur an Ort und Stelle\u201c. Der \u201eForschungstrupp Ost\u201c in der Sowjetunion 1941-1943<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Dov Schidorsky (Jerusalem): Shunamis Suche nach Sch\u00e4tzen im europ\u00e4ischen Exil und die Problematik der Restitution im Staat Israel<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Andrzej M\u0119\u017cy\u0144ski (Warschau): Polnische Bibliotheken in den Jahren 1939-1945. Politik der Besatzungsm\u00e4chte, Verluste der B\u00fcchersammlungen<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Fr\u00fcherer Weblogeintrag zur Provenienzforschung<\/strong>:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=174\">Start des Projektes zur Provenienzforschung an der UB MedUniWien<\/a> (21. Mai 2007)<\/p>\n<p><img src='https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2007\/09\/swieten1d.jpg' alt='Logo Margrit Hartl' \/><br \/>\nBitte zitieren als<br \/>\nVAN SWIETEN BLOG: Informationen der Universit\u00e4tsbibliothek der Med Uni Wien,<br \/>\nNr. 578 [8. Februar 2008].<br \/>\nOnline unter der URL: https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=578<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 25. und 26. M\u00e4rz 2008 findet in Wien eine internationale Tagung \u00fcber &#8222;Bibliotheken in der NS-Zeit &#8211; Provenienzforschung und Bibliotheksgeschichte&#8220; statt. Veranstalter sind die Universit\u00e4tsbibliothek Wien und die Wienbibliothek im Rathaus in Kooperation mit der Vereinigung \u00d6sterreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare und der Gesellschaft f\u00fcr Buchforschung in \u00d6sterreich. 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