{"id":568,"date":"2008-03-03T12:09:11","date_gmt":"2008-03-03T11:09:11","guid":{"rendered":"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=568"},"modified":"2008-03-30T17:34:39","modified_gmt":"2008-03-30T16:34:39","slug":"vortrag-im-josephinum-traumatisierung-und-retraumatisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=568","title":{"rendered":"Vortrag im Josephinum: &#8222;Traumatisierung und Retraumatisierung&#8220; von D. Vyssoki"},"content":{"rendered":"<p><img src='https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/josephinum.jpg' alt='Josephinum_Foto_M.Hartl' \/><\/p>\n<p><strong>Primar Dr. David Vyssoki<\/strong> wird im Rahmen des Josephim-Seminars einen Vortrag zum Thema <strong>&#8222;Traumatisierung und Retraumatisierung. Psychotherapeutische Begleitung f\u00fcr \u00dcberlebende der 1. Generation in der letzten Lebensphase im Land der einstigen T\u00e4ter&#8220;<\/strong> halten.<\/p>\n<ul>Ort: Lesesaal des Josephinum, (W\u00e4hringer Stra\u00dfe 25, A \u2013 1090 Wien)<br \/>\nZeit: <strong>13. M\u00e4rz 2008, 18.00 c.t.<\/strong><br \/>\nKontakt: sammlungen@meduniwien.ac.at<br \/>\n            ++43\/ 1\/ 40160\/ 26000<\/ul>\n<blockquote><p>\nUm das Ausma\u00df der Traumatisierung der Shoah-\u00dcberlebenden in \u00d6sterreich zu erfassen, ist es notwendig, die von Hans Keilson fixierten drei Sequenzen derselben vor Augen zu haben, n\u00e4mlich zuerst die Ausgrenzung in der Nazizeit vor der Vernichtung, dann die Vernichtung selbst und anschlie\u00dfend die Zeit nach 1945.  Dies nicht nur um mit diesem Wissen den notwendigen Respekt den Leidtragenden gegen\u00fcber zu bekunden (von der Notwendigkeit \u00fcber dieses Wissen f\u00fcr einen selbst, ganz zu schweigen), aber vor allem, um mit der Therapie an der richtigen Stelle, n\u00e4mlich dort, wo das Verbrechen, der Schmerz stattgefunden haben und stattfinden, ansetzen zu k\u00f6nnen. In diesem Vortrag beschr\u00e4nke ich mich auf die Situation nach 1945 und auf die kleine Gemeinschaft der \u00fcberlebenden J\u00fcdinnen und Juden in \u00d6sterreich. Und das hat folgenden Grund: Die dritte Sequenz ist vielleicht jene, \u00fcber die am wenigsten nachgedacht wird, wird doch allgemein angenommen, dass mit 1945 der Schrecken aufgeh\u00f6rt hat. Wie ich ausf\u00fchren werde, trifft das nicht zu. Es ist ein Schrecken der weitergeht, in den wir selbst involviert sind, bei dem Therapeutinnen und Therapeuten oft akut f\u00fcr die Leidtragenden da sein m\u00fcssen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nPrim. Dr. David VYSSOKI:  geb, 1948;  Mitbegr\u00fcnder und \u00e4rztlicher Leiter der Ambulanz ESRA seit November 1994, Facharzt f\u00fcr Psychiatrie u. Neurologie seit 1985, Psychotherapeut f\u00fcr systemische Familientherapie, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr Psychotraumatologie des \u00d6GPP, Vorsitzender der \u00d6sterreichischen Gesellschaft f\u00fcr allgemeine und spezielle Psychotraumatologie<\/p>\n<p>ESRA: Das psychosoziale Zentrum ESRA betreut seit dreizehn Jahren \u00dcberlebende der nationalsozialistischen Verfolgung und deren Angeh\u00f6rige. ESRA ist ein Beratungs- und Behandlungszentrum, das allen NS-\u00dcberlebenden offen steht, unabh\u00e4ngig davon, ob sie aus religi\u00f6sen, politischen, ethnischen oder anderen Gr\u00fcnden verfolgt wurden.\n<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Primar Dr. David Vyssoki wird im Rahmen des Josephim-Seminars einen Vortrag zum Thema &#8222;Traumatisierung und Retraumatisierung. 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