{"id":40654,"date":"2023-03-07T23:24:57","date_gmt":"2023-03-07T22:24:57","guid":{"rendered":"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=40654"},"modified":"2023-04-03T09:26:24","modified_gmt":"2023-04-03T08:26:24","slug":"34761-2-2-2-2-2-2-3-2-2-2-3-2-2-2-3-2-2-2-3-2-3-5-2-2-2-3-2-2-3-2-2-2-2-2-2-2-2-5-3-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-3-2-2-2-2-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=40654","title":{"rendered":"Zum Internationalen Frauentag am 8. M\u00e4rz: Else Volk-Friedland \u2013 Frauen\u00e4rztin, Autorin, Herausgeberin, NS-Verfolgte"},"content":{"rendered":"<p><strong>[210]: Else Volk-Friedland \u2013 Frauen\u00e4rztin, Autorin, Herausgeberin, NS-Verfolgte<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Text: <a href=\"https:\/\/waltermentzel.wordpress.com\/\">Dr. Walter Mentzel<\/a><\/p>\n<p>Else (Elsa) Friedland wurde am 21. M\u00e4rz 1880 als Tochter von dem aus Miskolc in Ungarn stammenden Eduard Friedland (1850-1929) und der aus Hlinka in M\u00e4hren (heute: Tschechien) stammenden Charlotte Steiner (1855-1942) in Wien geboren. Seit Juni 1908 war Else mit dem Dermatologen <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=40469\">Richard Volk<\/a> (1876-1943) verheiratet, mit dem sie gemeinsam die Kinder Georg Heinrich (1910-1959) und Eva Franziska (1912-1983) hatte.<\/p>\n<p>Friedland absolvierte zun\u00e4chst die gymnasiale M\u00e4dchenschule des Vereines f\u00fcr erweiterte Frauenbildung, maturierte 1899 am Akademischen Gymnasium in Wien, und begann danach an der Universit\u00e4t Wien mit dem Studium der Medizin, das sie am 3. M\u00e4rz 1905 mit der Promotion abschloss.<\/p>\n<p>Schon w\u00e4hrend ihres Studiums arbeitete Else Friedland vom 1. J\u00e4nner 1904 bis 1. J\u00e4nner 1907 als Demonstratorin am Neurologischen Institut bei Prof. <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=68\">Heinrich Obersteiner<\/a> (1847-1922), der sie selbst dazu ernannt hatte. Friedland, die die erste Universit\u00e4tsangestellte und erste weibliche Demonstratorin war, besch\u00e4ftigte in dieser Hinsicht die Universit\u00e4t sowie das Ministerium f\u00fcr Cultus und Unterricht in der prinzipiellen Frage der Anstellung von Akademikerinnen an universit\u00e4ren Einrichtungen.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Nach einer insgesamt dreij\u00e4hrigen T\u00e4tigkeit als Aspirantin an verschiedenen Abteilungen und Kliniken, darunter 1906 bei Prof. Julius Wagner-Jauregg (1883-1940),<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> arbeitete sie als Sekundar\u00e4rztin am Allgemeinen Krankenhaus Wien. Daneben f\u00fchrte Else Friedland seit Februar 1907 eine private Ordination f\u00fcr Nerven- und Frauenkrankheiten in Wien 8, Lange Gasse 63.<\/p>\n<p>In der fr\u00fchen Phase ihrer Karriere als \u00c4rztin schien sie weiterhin Interesse an der Psychiatrie und Neurologie gefunden zu haben. Im Oktober 1908 nahm sie an dem in Wien stattfindenden 3. Internationalen Kongress f\u00fcr Irrenpflege teil, 1910 schrieb Else Volk-Friedland in den Mitteilungen des 1903 gegr\u00fcndeten Frauenvereins \u201eDiskutierklub\u201c \u201e<a href=\"http:\/\/www.literature.at\/viewer.alo?objid=16336&amp;viewmode=fullscreen&amp;scale=3.33&amp;rotate=&amp;page=4\">Ueber psychische Interaktion und Massenpsychosen<\/a>\u201c,<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> weiters war sie das einzige weibliche Mitglied der \u201eWiener Gesellschaft f\u00fcr Psychiatrie und Neurologie\u201c. 1907 hielt sie vor dem \u201eNeuen Frauenklub\u201c einen Vortrag \u00fcber popul\u00e4re und wissenschaftliche Anschauungen nerv\u00f6ser Erkrankungen\u201c,<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> und im selben Jahr einen weiteren im Rahmen der Ausstellung \u201eDas Kind\u201c \u00fcber die Gefahren sexueller Erkrankungen bei Jugendlichen\u201c.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Else-Volk-Friedland.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-40666\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Else-Volk-Friedland.jpg\" alt=\"\" width=\"322\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Else-Volk-Friedland.jpg 322w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Else-Volk-Friedland-268x300.jpg 268w\" sizes=\"auto, (max-width: 322px) 100vw, 322px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Jahresbericht des Vereins f\u00fcr erweiterte Frauenbildung 1907\/1908, Wien 1908.<\/p>\n<p>Ab dem Schuljahr 1905\/1906 unterrichtete sie das Fach Hygiene an der Schwarzwald-Schule in Wien.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> 1912 erfolgte ihre Ernennung durch den Verein zur F\u00f6rderung der h\u00f6heren kommerziellen Frauenbildung zur Schul\u00e4rztin, und im selben Jahr wirkte sie als Mitglied in der im J\u00e4nner 1912 gegr\u00fcndeten Sektion 6 der Zentralstelle f\u00fcr k\u00f6rperliche Erziehung der Schuljugend in Nieder\u00f6sterreich mit,<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> die sich mit der Ausbildung der weiblichen Jugend befasste.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Ersten Weltkrieges \u2013 ihr Ehemann Richard war seit 1915 in russischer Kriegsgefangenschaft \u2013 gr\u00fcndete sie eine Hilfsgruppe f\u00fcr die in russischer Kriegsgefangenschaft weilenden \u00f6sterreichischen Kriegsgefangenen in Samarkand-Chodschent, durch die Geldmittel gesammelt werden sollten, um das Leid in der Gefangenschaft zu lindern. Hier \u00fcbernahm Volk-Friedland den Vorsitz in der Organisation.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p><strong>Kinder-Ambulatoriums im Wiener \u201eCharitas-Haus\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Ab 1919 leitete sie das Kinder-Ambulatoriums im \u201eCharitas-Haus\u201c der Gemeinde Wien in Wien Neubau, wo seit Oktober 1918 auch eine Lichttherapie f\u00fcr Kinder (\u201eLederer-Belichtungsambulatorium\u201c)<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> angeboten wurde.<\/p>\n<p><strong>Referentin, Autorin und Mitherausgeberin der Zeitschrift \u201eDie Frau und Mutter. Illustriertes Familienblatt f\u00fcr Kinderpflege, Erziehung sowie Gesundheit in Haus und Familie\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Else Volk-Friedland hielt auch nach dem Ersten Weltkrieg bis in die 1930er Jahre hinein regelm\u00e4\u00dfig Vortr\u00e4ge, wie u.a. 1921 vor dem Verein Bereitschaft zur \u201eHygiene des Alltages\u201c,<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> der Sexualkunde und Fragen der Hygiene. 1928 nahm sie als Referentin neben <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=31719\">Dora Br\u00fccke-Teleky<\/a> (1879-1963), <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=40387\">Pauline Feldmann<\/a> (1884-1986), Marie Proksch (1892-?), <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=34919\">Frieda Becher-R\u00fcdenhof<\/a> (1874-1951) und Wilhelmine L\u00f6wenstein-Brill (1884-1971) an der Delegiertenversammlung der Internationalen \u00c4rztinnenvereinigung in Bologna teil.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n<p>Vor allem aber entfaltete Else Volk-Friedland \u00fcber viele Jahre eine reiche Publikationst\u00e4tigkeit in der Zeitschrift \u201eDie Frau und Mutter\u201c aber auch als Autorin in der Zeitung \u201eDie Frau\u201c<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a>, im Wiener Tagblatt, oder 1932 \u201e<a href=\"https:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno?apm=0&amp;aid=wdf&amp;datum=19320228&amp;seite=11&amp;zoom=33\">Die Sch\u00f6nheit des Alters<\/a>\u201c in der Zeitschrift \u201eDas Wort der Frau\u201c.<\/p>\n<p>Else Volk-Friedland schrieb seit 1912 regelm\u00e4\u00dfig in der Zeitschrift \u201eDie Frau und Mutter. Illustriertes Familienblatt f\u00fcr Kinderpflege, Erziehung sowie Gesundheit in Haus und Familie\u201c, das ein traditionelles und konservatives Frauen- und Familienbild transportierte. In ihren Artikeln versuchte sie in einer niederschwelligen p\u00e4dagogischen Form medizinische Themen zur Frauen- und Kinderhygiene, zur Mutterschaft und zu Erziehungsfragen, aber auch durch Artikel, die sich mit der Bew\u00e4ltigung verschiedenster Alltags- Lebenssituationen besch\u00e4ftigten, einem breiteren Publikum n\u00e4her zu bringen. Dazu z\u00e4hlen beispielsweise ihre Artikel aus dem Jahr 1913 \u201e<a href=\"https:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=fum&amp;datum=19130102&amp;query=text:friedland&amp;ref=anno-search&amp;seite=3\">Kinderpflege in der kalten Jahreszeit<\/a>\u201c, 1914 \u201e<a href=\"https:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=fum&amp;datum=19140108&amp;query=text:friedland&amp;ref=anno-search&amp;seite=7\">Einiges zur sexuellen Aufkl\u00e4rung<\/a>\u201c, 1915 \u201e<a href=\"https:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=fum&amp;datum=1915&amp;page=177&amp;size=45&amp;qid=V3R4GHHWC2GXQGBNZWGSMS02BTRXPB\">Der Kriegssommer in der Stadt<\/a>\u201c und \u201e<a href=\"https:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=fum&amp;datum=1915&amp;page=6&amp;size=45&amp;qid=ZW3WKB5KLSRFMI3DKAJ2ZCVRSILMSA\">Der Proletarierhaushalt in der Kriegszeit<\/a>\u201c, 1925 \u201e<a href=\"https:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno?aid=mut&amp;datum=19250201&amp;query=%22else+volk-%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=3\">Ueber die Schutzpockenimpfung<\/a>\u201c, 1927 \u201e<a href=\"https:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=fum&amp;datum=19270101&amp;query=text:%22else+volk-%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=10\">Einiges \u00fcber Krankenkost<\/a>\u201c, 1928 \u201e<a href=\"https:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=fum&amp;datum=19280109&amp;query=text:%22else+volk-%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=14\">Wann ruft man den Arzt<\/a>\u201c und 1929 \u201e<a href=\"https:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=fum&amp;datum=19290104&amp;query=text:%22else+volk-%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=15\">Rechtzeitiges Erkennen der Kinderkrankheiten<\/a>\u201c, \u201e<a href=\"https:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=fum&amp;datum=19320111&amp;query=text:%22else+volk-%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=14\">Das nerv\u00f6se Schulkind<\/a>\u201c, \u201e<a href=\"https:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=fum&amp;datum=19330104&amp;query=text:%22else+volk-%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=16\">Wenn die stillende Mutter krank wird<\/a>\u201c. In dieser Zeitschrift, die ab 1916 auch das offizielle Organ des Bundes f\u00fcr Jugenderziehung war, war sie zun\u00e4chst ab 1914 (Heft 9) mit der Mutter von Franz Kafka, Julie Loewy (1856-1934), und Heinrich Ernst Schwartz und danach gemeinsam mit Lia Lazansky die Mitherausgeberin.<\/p>\n<p>1907 erschien von ihr nach einem Vortrag vor der provisorischen Frauen-Wohlfahrts-Zentrale die Brosch\u00fcre \u201eWie sch\u00fctze ich mein Kind und Mich vor \u00dcbertragung gef\u00e4hrlicher Krankheitskeime (Bazillen, Mikroben). 1928 publizierte sie \u201eWenn du dich als Mutter f\u00fchlst. \u00c4rztliche Aufkl\u00e4rungen f\u00fcr werdende M\u00fctter\u201c in der Reihe \u201eSchwarz Merkb\u00fccher\u201c und im selben Jahr in derselben Reihe die Brosch\u00fcre \u201eDie Frau von f\u00fcnfzig Jahren und ihre richtige Lebensf\u00fchrung\u201c. 1930 erschien von ihr unter der Herausgeberschaft der Frauen- und M\u00fctter-Vereinigung \u201eRichtige S\u00e4uglings- und Kinderern\u00e4hrung. Ein zeitgem\u00e4\u00dfer F\u00fchrer f\u00fcr junge M\u00fctter u. Pflegerinnen\u201c. 1931 publizierte sie den Aufsatz \u201eDie schul\u00e4rztliche Sprechstunde\u201c in der Zeitschrift \u201eVolksgesundheit. Organ der \u00d6sterreichischen Gesellschaft f\u00fcr Volksgesundheit\u201c. 1937 erschien von ihr bereits in der 4. Auflage die gemeinsam mit der Journalistin Julie Lachner erarbeitete Monografie \u201eMeinem Kinde. Mit Mutters Tagebuch und illustrierten Merkblatt\u201c.<\/p>\n<p><strong>Bund f\u00fcr Jugenderziehung<\/strong><\/p>\n<p>1919 beteiligte sich Else Volk-Friedland als Mitglied des im November 1916 gegr\u00fcndeten Bundes f\u00fcr Jugenderziehung<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> an einen Aufruf zur Schaffung einer Elternvereinigung in Wien und der Gr\u00fcndung von Schul- Bezirks- und Stadt-Elternaussch\u00fcssen.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p><strong>Flucht und Exil Mexiko<\/strong><\/p>\n<p>Else und ihr Ehemann Richard Volk waren wegen ihrer j\u00fcdischen Herkunft nach dem \u201eAnschluss\u201c im M\u00e4rz 1938 der Verfolgung durch die Nationalsozialisten ausgesetzt. Ihnen und ihren beiden Kindern Eva und Georg gelang 1939 die Flucht nach Mexiko, wo Else nach dem Tod von Richard Volk im Jahr 1943 dessen bis dahin gemeinsam gef\u00fchrte Arztpraxis weiter fortf\u00fchrte. Else Volk-Friedland leistete in Mexiko einen wesentlichen Beitrag f\u00fcr die deutschsprachige Exilliteratur in Lateinamerika. Sie war gemeinsam mit der ebenfalls aus Wien nach Mexiko vertriebenen Medizinerin und Sexualreformerin Marie Frischauf-Pappenheim (1882-1966), sowie mit dem Journalisten Bruno Frei (1897-1988) und den Schriftstellern Leo Katz (1892-1954) und Egon Erwin Kisch (1885-1948), Mitbegr\u00fcnderin des 1942 gegr\u00fcndeten Exilverlages \u201eEl Libro Libre\u201c, der von dem Dramaturgen und Verleger Walter Janka (1914-1994) geleitet wurde. Sie selbst war noch als Schriftstellerin, \u00dcbersetzerin und Malerin t\u00e4tig und gestaltete in Mexiko Radiosendungen zur \u00f6sterreichischen Literatur und zum \u00f6sterreichischen Theater wie u.a. im Oktober 1943 \u201eDas Wiener Burgtheater\u201c, im April 1944 \u201eDie \u00f6sterreichischen Literatur\u201c, im Juli 1945 \u201eWarum lieben wir Mexico\u201c oder im September 1945 \u201eTheaterkultur in \u00d6sterreich\u201c. 1942 erschien von ihr als \u00dcbersetzung die von Paul Gutmann verfasste Novelle El retorno del hombre de las cavernas (Die R\u00fcckkehr des H\u00f6hlenmenschen\u201c).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Else-de-Volk-Friedland.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-40667\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Else-de-Volk-Friedland.jpg\" alt=\"\" width=\"748\" height=\"475\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Else-de-Volk-Friedland.jpg 748w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Else-de-Volk-Friedland-300x191.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 748px) 100vw, 748px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Plataforma Digital CDIJUM: Ficha Migratoria: <a href=\"http:\/\/cdijum.kraquen.info\/collections\/show\/952\">Else Friedland de Volk<\/a>.<\/p>\n<p>Daneben arbeitete Volk-Friedland noch an den Exilperiodika \u201eFreies Deutschland\u201c und \u201eDemokratische Post\u201c mit, verfasste hier Artikel, und fungierte als Vizepr\u00e4sidentin in der \u201eAccion Republicana Austriaca\u201c (ARAM), wo u.a. auch die beiden \u00c4rzte Hans Pilz und der Kinderarzt an der Poliklinik in Wien Kurt Wallis, sowie die Schriftsteller Bruno Frei und Leo Katz mitwirkten. Hier arbeitete sie auch an der Herausgabe der zweisprachigen Exilzeitung \u201eAustria Libre\u201c mit.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> 1946 publizierte Volk-Friedland im mexikanischen Verlag Prometeo ihren Roman \u201eCristo y el Judia\u201c, in dem sie sich mit den christlichen Wurzeln des Antisemitismus auseinandersetzte.<\/p>\n<p>Sie verstarb am 27. Februar 1953. Ihre Tochter Eva Volk Friedland verstarb 1983 in Benito Juarez, Mexiko, ihr Sohn Georg (Jorge) 1959 in Cuauhtemoc, Mexiko.<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<p>Matriken der IKG Wien, Geburtsbuch 1880, Else Friedland.<\/p>\n<p>UAW, Med. Fakult\u00e4t, Nationalien\/Studienkataloge, Sign. 134-0587, Friedland Else (Nationalien Datum: 1902\/1903).<\/p>\n<p>UAW, Rektorat, Med. Fakult\u00e4t, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 195-079a, Friedland Elsa (Rigorosum Datum: 17.2.1905).<\/p>\n<p>UAW, Rektorat, Med. Fakult\u00e4t, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 190-0153, Friedland Elsa (Promotion Datum: 3.3.1905).<\/p>\n<p>\u00d6StA, AdR, E-uReang, VVSt, VA, Zl. 35.148, Volk-Friedland Else.<\/p>\n<p>III. Internationaler Kongress f\u00fcr Irrenpflege, Wien Oktober 1908. Offizieller Bericht (Hg. vom Generalsekret\u00e4r Prof. Dr. Pilcz), Wien 1909.<\/p>\n<p>Plataforma Digital CDIJUM: Ficha Migratoria: <a href=\"http:\/\/cdijum.kraquen.info\/collections\/show\/952\">Else Friedland de Volk<\/a>.<\/p>\n<p>M\u00e9xico, Distrito Federal, Registro Civil, 1832-2005, Elsa Friedland Steines, 1953.<\/p>\n<p>Kloyber Christian\/Patka Marcus G. (Mit einem Geleitwort von Friedrich Katz), \u00d6sterreicher im Exil: Mexiko 1938-1947. Eine Dokumentation, (Dokumentationsarchiv des \u00f6sterreichischen Widerstandes (Hrsg.), Wien 2002.<\/p>\n<p>Keywords:<\/p>\n<p>Else Volk-Friedland, Frauenheilkunde, Schriftstellerin, NS-Verfolgte, Mexiko, &nbsp;\u00c4rztin, BBL&nbsp;Bio-bibliografisches Lexikon, Bio-bibliographisches Lexikon, Biobibiografisches Lexikon, Medizingeschichte, NS-Verfolgte, Wien<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Jahresbericht des Vereines f\u00fcr erweiterte Frauenbildung in Wien, 1907\/1908, Wien 1908, S. 4; Blatt der Hausfrau, H. 25, 1904-1905, S. 658.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Der Bund. Zentralblatt des Bundes \u00f6sterreichischer Frauenvereine, H. 6, 1906, S. 7.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Mitteilungen des Frauenvereines Diskutierklub, Nr. 1, 1910, S. 4.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Die Zeit, 22.3.1907, S. 6.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Die Zeit, 20.6.1907, S. 6.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> 5. Jahresbericht des M\u00e4dchen-Lyzeums der Frau Dr. phil. Eugenie Schwarzwald in Wien. Am Kohlmarkt, Wien 1907, S. 73.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Wiener Zeitung, 31.1.1912, S, 4.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Moderne illustrierte Zeitung f\u00fcr Reise und Sport, H. 5, 1912, S. 31.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Die Zeit, 29.12.1916, S. 5.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Die Frau, 22.3.1919, S. 4.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 2.5.1921, S. 6.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Neue Freie Presse, 8.4.1928, S. 13.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Die Frau, 25.12.1919, S. 4.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Zeitschrift f\u00fcr Frauen-Stimmrecht. Organ f\u00fcr die politischen Interessen der Frau, H. 9, 1916, S. 6.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Die Frau und Mutter, H. 8, 1919, s. 54.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Freiheit f\u00fcr \u00d6sterreich (Austro American Tribune), H. 10, 1944, S. 4<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/zweigbibliotheken\/zweigbibliothek-fuer-geschichte-der-medizin\/medizinhistorische-bibliotheken\/bio-bibliografisches-lexikon\/\">Bio-bibliografisches Lexikon (BBL)\/Liste aller Beitr\u00e4ge der VS-Blog-Serie: Aus den medizinhistorischen Best\u00e4nden der Ub MedUni Wien<\/a><\/p>\n<p>Normdaten&nbsp;(Person) <strong>Volk-Friedland, Else<\/strong><strong>: <\/strong><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=40654\">BBL: 40654;<\/a> GND: in Bearbeitung<\/p>\n<p>Bitte zitieren als VAN SWIETEN BLOG der Universit\u00e4tsbibliothek der Medizinischen Universit\u00e4t Wien, BBL: 40654 (06.03.2023); Letzte Aktualisierung: 2023 0308<br \/>\nOnline unter der URL: https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=40654<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/VanSwietenBlog_M.Hartl_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-27008\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/VanSwietenBlog_M.Hartl_.jpg\" alt=\"Logo Margrit Hartl\" width=\"160\" height=\"54\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[210]: Else Volk-Friedland \u2013 Frauen\u00e4rztin, Autorin, Herausgeberin, NS-Verfolgte Text: Dr. Walter Mentzel Else (Elsa) Friedland wurde am 21. M\u00e4rz 1880 als Tochter von dem aus Miskolc in Ungarn stammenden Eduard Friedland (1850-1929) und der aus Hlinka in M\u00e4hren (heute: Tschechien) stammenden Charlotte Steiner (1855-1942) in Wien geboren. Seit Juni 1908 war Else mit dem Dermatologen &hellip; <a href=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=40654\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Zum Internationalen Frauentag am 8. M\u00e4rz: Else Volk-Friedland \u2013 Frauen\u00e4rztin, Autorin, Herausgeberin, NS-Verfolgte<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[2911,11,5,1347,2,16,2816,1391,2808],"tags":[154,2915,2913,2914,2931,3115,2975,62,1614,3095,3027,3116,1576],"class_list":["post-40654","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-bibliografisches-lexikon","category-literaturhinweis","category-medizingeschichte","category-medizinhistorische-bestaende-der-ub-meduni-wien","category-news","category-news1","category-ns-verfolgung","category-separata-bibliothek","category-wien","tag-arztin","tag-bbl","tag-bio-bibliografisches-lexikon","tag-bio-bibliographisches-lexikon","tag-biobibiografisches-lexikon","tag-else-volk-friedland","tag-frauenheilkunde","tag-medizin","tag-medizingeschichte","tag-mexiko","tag-ns-verfolgte","tag-schriftstellerin","tag-wien"],"views":3720,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40654","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40654"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40654\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40925,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40654\/revisions\/40925"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40654"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40654"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40654"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}