{"id":38113,"date":"2022-02-01T00:03:50","date_gmt":"2022-01-31T23:03:50","guid":{"rendered":"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=38113"},"modified":"2022-01-10T13:29:58","modified_gmt":"2022-01-10T12:29:58","slug":"gastautor-prof-dr-peter-heilig-neuromagie-und-unfaelle-2-2-2-2-3-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=38113","title":{"rendered":"Gastautor Prof. Dr. Peter Heilig:  UNERNST im ERNST"},"content":{"rendered":"<p><strong>&nbsp;UNERNST im ERNST<em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/ZellerZell.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-38124\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/ZellerZell-573x800.jpg\" alt=\"\" width=\"474\" height=\"662\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/ZellerZell-573x800.jpg 573w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/ZellerZell-215x300.jpg 215w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/ZellerZell-768x1072.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>\u201eWenn man sich selbst zu ernst nimmt, ist man tot\u201c<\/em> (Wilfried von Zeller-Zellenberg). Er trat den lebenden Beweis an. Der Schalk sa\u00df ihm im Nacken, auch dann noch, als er bereits schwer krank war. Als <em>&#8218;guter alter Kaiser<\/em>&#8218; verkleidet, wollte er in einer Kutsche durch die Stadt gef\u00fchrt werden: <em>\u201eLeutln, ich bin&#8217;s, was habt&#8217;s ihr am Herzen \u2013 heut k\u00f6nnt&#8217;s mit mir reden!\u201c* <\/em>Seine G&#8217;schichterln und m\u00e4rchenhaften Karikaturen lie\u00dfen die gute alte Zeit lebendig werden. Einmal floss versehentlich Tusche \u00fcber ein beinahe fertiges Bild; aus dem Klecks zauberte er im Handumdrehen ein riesiges Federvieh. Dieses thronte dann gravit\u00e4tisch \u00fcber seinen meisterhaft gezeichneten Figuren. Der neue Titel lautete: &#8218;Das gro\u00dfe Huhn&#8216;.&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/zellerzellenberg-und-KFJ.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-25928\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/zellerzellenberg-und-KFJ.gif\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"291\"><\/a><\/p>\n<p>Zu dieser Zeit verzauberte J\u00f6rg Mauthe sein Wien (<em>&#8222;die Vielgeliebte&#8220;<\/em>) mit lebensecht wirkenden Puppen.&nbsp; Sein &#8218;Watschenmann&#8216; im Radio war legend\u00e4r, doch politische Intrigen bewirkten ein Aus f\u00fcr diese gelungene, k\u00f6stliche Satiresendung. \u201e<em>Dies bedeutet das Ende der Demokratie\u201c<\/em> meinte damals ein jugendlicher Mauthe-Fan. In seinem Abschieds-Buch<em> &#8218;Demn\u00e4chst oder der Stein des Sisyphos&#8216; <\/em>l\u00e4sst J\u00f6rg Mauthe die Leser an seinen Gedanken, Tr\u00e4umen und Phantasien teilhaben &#8211; <em>\u201egescheit, witzig, ein Zyniker, in dem ein Sentimentaler steckt\u201c<\/em>. * <em>\u201eDemn\u00e4chst werde ich sterben, ein guter Anfang f\u00fcr ein Buch &#8211; nein, der beste aller Anf\u00e4nge.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>&nbsp;<\/em>Ein <em>\u201eeuphorisches Gef\u00fchl eines, der endlich Sicherheit gefunden hat\u201c, schrieb er. <\/em>Bis ins Absurde steigerte sich seine praeterminale Euphorie: <em>\u201eIch bin m\u00e4chtig, unangreifbar, mir passiert nichts mehr, ich &#8218;passiere&#8216;. Die Revolverkugeln, an die ich zun\u00e4chst dachte, verwandelten sich in Briefe, etliche sogar an solche, denen ich untersagte an meinem Begr\u00e4bnis teilzunehmen\u201c. <\/em>Dazu ein Mauthe Aper\u00e7u &#8211; <em>&nbsp;\u201ePolitik hei\u00dft auch: \u00fcber ein Meer von Dummheit segeln\u201c.<\/em><\/p>\n<p><strong><em><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/MautheU.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-38119\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/MautheU-563x800.jpg\" alt=\"\" width=\"474\" height=\"674\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/MautheU-563x800.jpg 563w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/MautheU-211x300.jpg 211w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/MautheU-768x1091.jpg 768w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/MautheU.jpg 2002w\" sizes=\"auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>&nbsp;<\/em><em>\u201eIch tu mir \u00fcberhaupt nicht leid. Ich entdecke, dass nicht nur das Leben, sondern auch das Sterben seine komischen Seiten hat&#8220; &#8211; Nach dem Wind gehascht, ich habe genug. Mauthe, wer auch immer das war, begibt sich ans Sterben.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>&nbsp;<\/em>Lebensbedrohliches hatte ein Mann \u00fcberlebt; nie hatte er sich unterkriegen lassen &#8211; ein wahrer Lebensk\u00fcnstler. Immer gut gelaunt, empfing er auch in den letzten Tagen seine Sekret\u00e4rinnen im Krankenzimmer. Dort herrschte eine geradezu ausgelassene Stimmung &#8211; auch dann noch, als seine Sehfunktionen schon merklich nachlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Eine Patientin der internen Abteilung unterhielt den gesamten &#8218;gro\u00dfen Saal&#8216; mit k\u00f6stlichem Galgenhumor &#8211; bis zu ihrem letzten Tag.<\/p>\n<p>Im fernen Osten stritten zwei Uralte miteinander, wer von ihnen beiden der sch\u00e4bigere alte Reissack w\u00e4re und wem es schlie\u00dflich gel\u00e4nge sich vor dem anderen davonzustehlen.&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sokr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-38122\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sokr-691x800.jpg\" alt=\"\" width=\"474\" height=\"549\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sokr-691x800.jpg 691w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sokr-259x300.jpg 259w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sokr-768x889.jpg 768w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sokr.jpg 1944w\" sizes=\"auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Tabuthemen, wie endg\u00fcltiger Abschied werden meist \u00e4ngstlich totgeschwiegen. Doch schon Sokrates philosophierte: <em>\u201eDenn den Tod f\u00fcrchten, ihr M\u00e4nner, das ist nichts anderes als sich d\u00fcnken man w\u00e4re weise &#8211; niemand wei\u00df, was der Tod ist, nicht einmal ob er nicht f\u00fcr den Menschen das gr\u00f6\u00dfte ist unter allen G\u00fctern.\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong><em><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/SchopenhU.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-38121\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/SchopenhU-584x800.jpg\" alt=\"\" width=\"474\" height=\"649\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/SchopenhU-584x800.jpg 584w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/SchopenhU-219x300.jpg 219w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/SchopenhU-768x1051.jpg 768w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/SchopenhU.jpg 1688w\" sizes=\"auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Schopenhauer: <em>\u201eIch glaube, dass wenn der Tod unsere Augen schlie\u00dft, wir in einem Lichte stehen, von welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>&#8218;Als-ob-Philosophie&#8216; <\/em>kann helfen auf st\u00e4ndiges Gejammer (<em>&#8218;Menetekel&#8216;<\/em>) nicht depressiv oder noch schlimmer zu reagieren &#8211; mit Wunschvorstellungen, wie etwa Ungeister in ihre Flasche zur\u00fcckzustopfen oder alle <em>\u00dcbel<\/em> dieser Erde wieder in die B\u00fcchse der <em>Pandora <\/em>zu verbannen<em>.<\/em> <em>Epimetheus<\/em>, der gewohnheitsm\u00e4\u00dfig zu sp\u00e4t Denkende, lie\u00df aus Neugier alle \u00dcbel heraus, bis auf die Hoffnung, welche angeblich zuunterst lag**. <em>Prometheus<\/em> warnte seinen Bruder in weiser Voraussicht, er konnte sich jedoch gegen bornierte Dummheit nicht durchsetzen. Die Parabel gilt bis heute.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em>\u00dcbel<\/em>: <em>&#8222;Arbeit (!), Krankheit und Tod&#8220; <\/em>(sic &#8211; aus einer &#8218;freien&#8216; Enzykl.).<em>&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/em><\/p>\n<p>Transzedentaler &#8211; hintergr\u00fcndiger &#8211; Unernst:<\/p>\n<p>&#8222;<em>Cherubim und Seraphim umschwebten Jahwes Haupt. Z\u00f6gerlich, jedoch mit geb\u00fchrendem Respekt und gr\u00f6\u00dfter Ehrfurcht wandten sie sich an Ihn: &#8222;Jahwe, sieh doch &#8211; &#8218;jener&#8216; erbarmt uns &#8211; er bittet um eine Audienz &#8211; schon sehr lange. Hast du ihn etwa vergessen?&#8220; S<\/em>iehe da, bald darauf stand der Bittsteller vor dem Thron. Und Jahwe sprach:<em> &#8222;Nu?&#8220; Jener: &#8222;Jahwe, k\u00f6nntest Du bitt&#8217;sch\u00f6n alles B\u00f6se und alles Schlechte vom Angesicht der Erde verbannen?&#8220; <\/em>Gesagt getan<em>. <\/em>Es verging nicht viel Zeit &#8211; und jener wurde wieder vorstellig. Jahwe<em>: &#8222;Du schon wieder?&#8220; <\/em>Jener:<em> &#8222;Jachwe, wenn&#8217;s Dir macht keine gro\u00dfen Umst\u00e4nd&#8216;, k\u00f6nnt&#8216; ich&#8217;s wieder ha\u00b0b&#8217;n wie&#8217;s war?&#8220;&nbsp; <\/em><\/p>\n<p><em>&nbsp;<\/em><strong>Mysterium mortis<\/strong><\/p>\n<p>Angenommen, der Himmel f\u00fcr Gelehrte w\u00e4re eine gediegene alte Bibliothek. Engel, welche gefl\u00fcgelten Hofr\u00e4ten gleichen, schweben mit wertvollen Folianten in H\u00e4nden hernieder. Alles w\u00e4re darin zu finden, worauf das Leben die Antwort schuldig blieb.&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u201eMysterium Mortis\u201c<\/em> lautet der Titel eines Werkes von Ladislaus Boros und der eines weiteren: \u201eAus der Hoffnung leben\u201c &#8211; nur ein Versuch, betonte er bescheiden. Die Welt bricht zusammen, wenn ein geliebter Mensch stirbt, die Mutter, das Kind oder ein lieber Freund, eine dieser seltenen &#8218;verwandten Seelen&#8216;. Versuche Trost zu spenden, schlagen fehl. Nichts ist mehr so, wie es einmal war, es bleibt eine seelische Wunde. Die &#8218;alleine&#8216; Gelassenen sind untr\u00f6stlich. Boros malte in seiner Welt des Glaubens eine tr\u00f6stliche Metapher, ein Bild wie aus der Sixtinischen Kapelle: <em>Im Augenblick des Todes kommt es zur ersten wahren &#8218;vollpersonalen&#8216; Begegnung mit dem Creator<\/em>:<\/p>\n<p><em>Finis ultimus<\/em>, das letzte Ziel, das h\u00f6chste Gl\u00fcck, <em>Beatitudo<\/em>, absolute Gl\u00fcck Seligkeit, <em>Punkt Omega<\/em>.<\/p>\n<p><em>&#8222;Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich es st\u00fcckweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.&#8220; <\/em>1 Kor 13, 12<\/p>\n<p><strong>Nahtod-Erlebnisse (NTE):<\/strong><\/p>\n<p>Die traum\u00e4hnlichen <em>halluzinatorischen <\/em>Ph\u00e4nomene (<em>dreamlets<\/em>) in den ersten Sekunden nach Herzstillstand &#8211; unter Sauerstoffmangel in retinaler und cerebraler Hypoxie bis Anoxie, bei Temporallappen-Epilepsie (TLE) oder &#8218;<em>G-force induced Loss of Consciousness&#8216;<\/em> (G-LOC) oder unter dem Einfluss von Halluzinogenen k\u00f6nnen Euphorie ausl\u00f6sen, bei NTE so intensiv, da\u00df es nach Reanimationen nicht selten zu emotionalen Gef\u00fchlsausbr\u00fcchen kommt: &#8222;<em>Es war unfassbar sch\u00f6n, sodass ich nie mehr zur\u00fcck wollte! Warum habt ihr mich zur\u00fcckgeholt?<\/em>&#8220; An der &#8218;Realit\u00e4t&#8216; dieser halluzinierten Inhalte wird subjektiv in den NTE-Phasen nicht gezweifelt. <em>&#8222;The NDE is exactly what it appears to be to the person having the experience&#8220; (Chris French).<\/em><\/p>\n<p>Nicht alle Befragten k\u00f6nnen sich nach erfolgter Reanimation an NTE-Inhalte erinnern. Das immer wieder geschilderte Tunnel-Ph\u00e4nomen, konzentrische Gesichtsfeldeinengungen, verursacht durch retinale und kortikale hypoxische bzw. haemodynamische Effekte, entsteht auch w\u00e4hrend der <em>G-LOC<\/em>s von Kampffliegern. Zwischen Herzstillstand und dem Null-Linien-EEG nimmt die Aktivit\u00e4t kognitiver Prozesse zu. Experimentell erzeugte Ohnmachtzust\u00e4nde l\u00f6sen auch bei Gesunden \u00e4hnliche Ph\u00e4nomene aus: <em>Dissoziation, Depersonalisation <\/em>und<em> &#8218;Oneroid&#8216;<\/em>. etc.<\/p>\n<p><strong><em><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/spirit-in-bottlesk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-38123\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/spirit-in-bottlesk-566x800.jpg\" alt=\"\" width=\"474\" height=\"670\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/spirit-in-bottlesk-566x800.jpg 566w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/spirit-in-bottlesk-212x300.jpg 212w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/spirit-in-bottlesk-768x1085.jpg 768w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/spirit-in-bottlesk.jpg 1246w\" sizes=\"auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>NTE<\/em>, ein pr\u00e4gendes Ereignis, hinterl\u00e4sst bleibende Spuren. &#8218;Reanimierte&#8216; sehen das Leben mit anderen Augen. Ihr Sein erh\u00e4lt pl\u00f6tzlich eine <em>h\u00f6here Qualit\u00e4t<\/em> &#8211; die Liebe zum Leben, zum Mitmenschen, eine neue Spiritualit\u00e4t, h\u00f6here Selbstwertsch\u00e4tzung, mehr Freude am Dasein und &#8211; materielle Werte verlieren an Bedeutung. <em>&#8222;Das Leben hier ist nicht sinnlos&#8220;<\/em>.. Als <em>&#8218;unendlich tr\u00f6stlich&#8216;<\/em> beschrieb E. Alexander (Neurochirurg) seinen NTE-<em>&#8218;Blick in die Ewigkeit&#8216;, <\/em>zusammengefasst in einer zentralen Botschaft: <em>&#8222;Du wirst geliebt.&#8220; <\/em>(<em>&#8222;Worte, die ich als Waisenkind, als Kind, das weggegeben worden war, so dringend h\u00f6ren musste&#8220;<\/em>).<\/p>\n<p>In Indischen Philosophien und Religionen werden Begegnungen mit der Gottheit zur absoluten, ontologischen Wirklichkeit. <strong><em>\u0924\u0924\u094d \u0924\u094d\u0935\u092e\u094d \u0905\u0938\u093f<\/em><\/strong><em> &#8211; <\/em><strong><em>Tat Tvam Asi<\/em><\/strong><strong>. <\/strong>Das Ich (<em>Atman<\/em>) wird mystisch eins mit dem wahren Selbst (<em>Brahman<\/em>) &#8211; im Meditativen dieser Kultur.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Epilog:<\/strong> <em>&#8222;Heute geh ich heim&#8220;<\/em> &#8211; waren die letzten Worte eines lieben Verwandten (Gro\u00dfvater), wenige Stunden vor seinem seligen Entschlummern. Sch\u00f6ner l\u00e4sst sich dies nicht sagen&#8230;<\/p>\n<p>G-LOCs: <em>G-force induced Loss of Consciousness von<\/em> Piloten<em> &#8211;<\/em> &#8222;fainting in the air&#8220;<\/p>\n<p><em>Oneroid:<\/em> Bewusstseinst\u00f6rung, begleitet von lebhaften traum\u00e4hnliche Halluzinationen<\/p>\n<p>* so beschrieb Mauthe einen lieben Freund und vielleicht auch sich selbst; sp\u00e4ter meinte er:<em> \u201eich bin nicht zynisch..\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong><em><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Nietzsche.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-38120\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Nietzsche-654x800.jpg\" alt=\"\" width=\"474\" height=\"580\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Nietzsche-654x800.jpg 654w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Nietzsche-245x300.jpg 245w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Nietzsche-768x940.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p>**Audiatur etiam altera pars: <em>&#8222;<\/em>..<em>Zeus wollte n\u00e4mlich, dass der Mensch, auch noch so sehr durch die anderen \u00dcbel gequ\u00e4lt, doch das Leben nicht wegwerfe, sondern fortfahre sich immer von Neuem qu\u00e4len zu lassen. Dazu gibt er dem Menschen die Hoffnung: sie ist in Wahrheit das \u00fcbelste der \u00dcbel, weil sie die Qual der Menschen verl\u00e4ngert&#8220;.<br \/>\n<\/em>Friedrich Nietzsche.<br \/>\nMenschliches, Allzumenschliches I II. Zur Geschichte der moralischen Empfindungen 71-107.<\/p>\n<p>Unerh\u00f6rt, was der obersten olympischen Instanz hier unterstellt wird. Auch die abenteuerlich erotischen Eskapaden dieses umtriebigen Prinzipals entbehren nicht einer gewissen unfreiwilligen Komik. Das &#8218;homerische&#8216; Gel\u00e4chter als adaequate Reaktion humorbegabter Olympier w\u00e4re strafw\u00fcrdig, z\u00f6ge Konsequenzen nach sich, doch verhaltenes Gekicher vom Olymp sollen Hirten bei g\u00fcnstigem Wind vernommen haben &#8211; berichtet die Fama . .<em>&nbsp;<\/em><\/p>\n<p>Boros L (1973) Mysterium mortis. Walter<\/p>\n<p>Boros L (1968) Aus der Hoffnung leben. Walter<\/p>\n<p>Eben A (2012) Proof of Heaven: A Neurosurgeon&#8217;s Journey into the Afterlife. Simon &amp; Schuster<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"ZKL91qeGu5\"><p><a href=\"https:\/\/ebenalexander.com\/about\/my-experience-in-coma\/\">My Experience in Coma<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8220;My Experience in Coma&#8221; &#8212; Eben Alexander\" src=\"https:\/\/ebenalexander.com\/about\/my-experience-in-coma\/embed\/#?secret=YiYzQU8cUn#?secret=ZKL91qeGu5\" data-secret=\"ZKL91qeGu5\" width=\"474\" height=\"267\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p>B\u00e4umer SB (2019) The Yoga of Netra Tantra, Shivam S (Ed.), IIAS Shimla &amp; D.K. Printworld, New Delhi&nbsp;<\/p>\n<p>Oberhammer G (1995) Im Tod gewinnt der Mensch sein Selbst. Das Ph\u00e4nomen des Todes in asiatischer und abendl\u00e4ndischer Religionstradition. Verlag d. \u00d6sterreichischen Akademie d. Wissenschaften<\/p>\n<p>Mauthe J (1986) DEMN\u00c4CHST oder der Stein des Sisyphos. Ed. Atelier<\/p>\n<p>Zeller-Zellenberg W (1973) Seid lieb zueinander. Ein k.u.k. Kaleidoskop. Hoffmann &amp; Campe\/ Ueberreuter<\/p>\n<p>Zeller-Zellenberg W (1976) Seid lieb auch zu Disteln. Vom Undsoweiter der k.u.k. Herrlichkeit 1918 bis dato und in alle Ewigkeit.&nbsp; Europaverlag&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br \/>\nhttp:\/\/agso.uni-graz.at\/marienthal\/biografien\/zeller_zellenberg_wilfried.htm<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=25926\">Zerr- und andere Bilder<br \/>\nhttps:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=25926<\/a><\/p>\n<p>Birkenbihl VF (2005) Humor: An Ihrem Lachen soll man Sie erkennen Taschenbuch. mgVerlag&nbsp;<br \/>\nhttp:\/\/www.zeno.org\/Philosophie\/M\/Platon\/Des+Sokrates+Verteidigung j<\/p>\n<p>Peinkhofer C et al (2019) Semiology and Mechanisms of Near-Death Experiences; Review Curr Neurol Neurosci Rep 19(9):62. https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=16917 (Quantum satis est)<\/p>\n<p>Gender: beyond<\/p>\n<p>*********************<br \/>\n<strong>Katharina und Peter Heilig<\/strong><br \/>\n<strong> VIDEO ON DEMAND: KUNSTLICHT IN UNSEREN AUGEN<\/strong>:<br \/>\n<a id=\"LPlnk478487\" href=\"https:\/\/youtu.be\/k9k_wG5lacA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/youtu.be\/k9k_wG5lacA<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?s=heilig\">Weitere Beitr\u00e4ge \u00bb<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;UNERNST im ERNST&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u201eWenn man sich selbst zu ernst nimmt, ist man tot\u201c (Wilfried von Zeller-Zellenberg). Er trat den lebenden Beweis an. Der Schalk sa\u00df ihm im Nacken, auch dann noch, als er bereits schwer krank war. Als &#8218;guter alter Kaiser&#8218; verkleidet, wollte er in einer Kutsche durch die Stadt gef\u00fchrt werden: \u201eLeutln, ich bin&#8217;s, &hellip; <a href=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=38113\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Gastautor Prof. Dr. Peter Heilig:  UNERNST im ERNST<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1,33,2,16],"tags":[],"class_list":["post-38113","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeines","category-gastbeitrage","category-news","category-news1"],"views":2981,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38113","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38113"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38113\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38132,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38113\/revisions\/38132"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38113"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38113"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38113"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}