{"id":354,"date":"2007-09-13T14:00:38","date_gmt":"2007-09-13T13:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=354"},"modified":"2007-10-03T06:30:16","modified_gmt":"2007-10-03T05:30:16","slug":"karikatur-%e2%80%9cgrosser-pandabar%e2%80%9d-von-dr-piero-lercher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=354","title":{"rendered":"Karikatur: &#8222;Grosser Pandab\u00e4r&#8220; von Dr. Piero Lercher"},"content":{"rendered":"<p><img src='https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2007\/09\/grosserpandabar-60.jpg' alt='Grosser Pandabaer' \/><\/p>\n<p>Auszug aus dem Buch &#8222;<strong>Zoologie in der Karikatur<\/strong>&#8220; &#8211; Ein quadratisch sympathisches Lehrbuch von <strong>Piero Lercher<\/strong>, erschienen 2005 im Wilhelm Maudrich Verlag mit einem Geleitwort von Dr. Helmut Pechlaner, 93 Seiten, 45 farbige Abbildungen, Format: 21 x 21 cm, gebunden, ISBN 3-85175-831-5<br \/>\nSignatur: WZ-305-27<\/p>\n<p><strong>Grosser Pandab\u00e4r<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Reich: Animalia (Tiere)<br \/>\nStamm: Chordata (R\u00fcckenmarktiere)<br \/>\nUnterstamm: Vertebrata (Wirbeltiere)<br \/>\nKlasse: Mammalia (S\u00e4ugetiere)<br \/>\nOrdnung: Carnivora (Raubtiere\/Fleischfresser)<br \/>\nFamilie: Ailuropodidae (Bambusb\u00e4ren), fr\u00fcher: Procyonidae (Kleinb\u00e4ren);<br \/>\nin englichen Taxonomien: Ursidae (Grossb\u00e4ren)<br \/>\nGattung: Ailuropoda (Gro\u00dfe Pandas)<br \/>\nArt: Ailuropoda melanoleuca (Gro\u00dfer Panda oder Bambusb\u00e4r)<\/p><\/blockquote>\n<p>Der <strong>Gro\u00dfe Pandab\u00e4r <\/strong>(Ailuropoda melanoleuca), auch Bambusb\u00e4r genannt, z\u00e4hlt zu den seltensten S\u00e4ugetieren dieses Planeten. Er lebt in den Bambusw\u00e4ldern Osttibets und S\u00fcdostchinas und wurde erst in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts vom franz\u00f6sischen Missionar P\u00e8re Jean Pierre David in der westlichen Welt bekannt gemacht. <\/p>\n<p>Die 1,5 Meter gro\u00dfen und 125 Kilogramm schweren Pandab\u00e4ren gelten als ausgesprochene Nahrungsspezialisten, denn sie ern\u00e4hren sich ausschlie\u00dflich von einigen wenigen ausgew\u00e4hlten Bambussorten. Versteckt im dichten Geb\u00fcsch der Bambusw\u00e4lder verzehren sie 15 bis 38 Kilogramm Bambus am Tag. Aufgrund ihres extrem kurzen Darmes, er ist nur 4 Meter lang, m\u00fcssen sie fast ununterbrochen fressen. Der Tagesrhythmus eines Pandab\u00e4ren besteht daher aus 8 Stunden Nahrungsaufnahme und 4 Stunden Schlaf, 8 Stunden Nahrungsaufnahme, 4 Stunden Schlaf, und so weiter&#8230; <\/p>\n<p>Pandab\u00e4ren haben, wie alle ihre B\u00e4renverwandten, das Verdauungssystem eines Fleischfressers, gew\u00f6hnten sich jedoch aus noch unbekannten Gr\u00fcnden im Laufe der Evolution daran, sich ausschlie\u00dflich von vegetarischer Kost zu ern\u00e4hren. Interessant ist, dass ihre Pupille schlitzf\u00f6rmig ist und nicht rund, wie bei den anderen B\u00e4renarten. <\/p>\n<p>Aufgrund ihrer sehr hohen S\u00e4uglingssterblichkeit und der intensiven Bambuswaldrodung sind Pandab\u00e4ren massiv vom Aussterben bedroht, obwohl sie bereits seit dem Jahre 1939 unter Schutz stehen. Hinzu kommt noch, dass Pandas als \u00e4u\u00dferst paarungsunwillige Tiere gelten und bei der Partnerschaft \u00e4hnlich w\u00e4hlerisch sind wie wir Menschen.<br \/>\nDerzeit leben nur noch etwa 1000 Pandab\u00e4ren in freier Wildbahn.<br \/>\nAls Wappentier des World Wildlife Fund for Nature (WWF) sind Pandab\u00e4ren zum Symbol f\u00fcr bedrohte Tierarten geworden. <\/p>\n<p>Mit einer <strong>zoologischen Sensation <\/strong>kann der \u00e4lteste noch bestehende Zoo der Welt \u2013 der Tiergarten Sch\u00f6nbrunn &#8211; aufwarten. Der langerwartete Nachwuchs bei den Pandab\u00e4ren ist nun endlich da. Zum ersten Mal ist in Europa ein auf nat\u00fcrliche Weise gezeugtes Pandababy geboren worden. Endlich zeigt sich ein Hoffnungsschimmer, dass dem massiven Aussterben entgegengetreten werden kann. Da die Sterblichkeitsrate von Pandawinzlingen in der ersten Lebensphase sehr hoch ist (im ersten Jahr zirka 40 Prozent), wurde vom AKH-Wien sicherheitshalber ein Inkubator und ein k\u00fcnstlicher Milchaustauscher zur Verf\u00fcgung gestellt. Eine \u201eGeburtenplanung\u201c bei Pandas ist eine gro\u00dfe zoologische Herausforderung, da Pandaweibchen nur zwei bis drei Tage im Jahr empf\u00e4ngnisbereit sind. Und bedenken Sie \u2013 auch ein Pandajahr dauert 365 Tage&#8230;..<br \/>\n<a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=251\"><br \/>\nDr. Piero Lercher<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auszug aus dem Buch &#8222;Zoologie in der Karikatur&#8220; &#8211; Ein quadratisch sympathisches Lehrbuch von Piero Lercher, erschienen 2005 im Wilhelm Maudrich Verlag mit einem Geleitwort von Dr. Helmut Pechlaner, 93 Seiten, 45 farbige Abbildungen, Format: 21 x 21 cm, gebunden, ISBN 3-85175-831-5 Signatur: WZ-305-27 Grosser Pandab\u00e4r Reich: Animalia (Tiere) Stamm: Chordata (R\u00fcckenmarktiere) Unterstamm: Vertebrata (Wirbeltiere) &hellip; <a href=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=354\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Karikatur: &#8222;Grosser Pandab\u00e4r&#8220; von Dr. Piero Lercher<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[24,33,11,2],"tags":[],"class_list":["post-354","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-books-journals","category-gastbeitrage","category-literaturhinweis","category-news"],"views":51970,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/354","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=354"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/354\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=354"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=354"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=354"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}