{"id":32906,"date":"2019-03-21T01:23:16","date_gmt":"2019-03-21T00:23:16","guid":{"rendered":"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=32906"},"modified":"2019-03-21T06:29:27","modified_gmt":"2019-03-21T05:29:27","slug":"aus-den-medizinhistorischen-bestaenden-der-ub-meduni-wien-77-todesopfer-der-revolution-1848-comfort-richard-dissertatio-inauguralis-medico-pharmagologica-de-guajaco-theses-adnexae-defendentur-3-2-2-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=32906","title":{"rendered":"Aus den medizinhistorischen Best\u00e4nden der Ub MedUni Wien [100]: R\u00fcckschau und Vorschau"},"content":{"rendered":"<p><strong>Aus den medizinhistorischen Best\u00e4nden der UB MedUni Wien: R\u00fcckschau und Vorschau<\/strong><\/p>\n<p>Text von Harald Albrecht, BA und Dr. <a href=\"https:\/\/waltermentzel.wordpress.com\/\">Walter Mentzel<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ABB-01_Vesalius.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-32907 size-medium alignright\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ABB-01_Vesalius-193x300.jpg\" alt=\"\" width=\"193\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ABB-01_Vesalius-193x300.jpg 193w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ABB-01_Vesalius-516x800.jpg 516w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ABB-01_Vesalius.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 193px) 100vw, 193px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Seit Oktober 2017 werden von den beiden Mitarbeitern der Universit\u00e4tsbibliothek der Medizinischen Universit\u00e4t Wien, Harald Albrecht und Walter Mentzel w\u00f6chentlich Blogbeitr\u00e4ge zu medizinhistorischen B\u00fcchern aus dem Bestand der Universit\u00e4tsbibliothek der Medizinischen Universit\u00e4t Wien pr\u00e4sentiert. Damit soll der vielf\u00e4ltige und inhaltlich differenzierte B\u00fccherbestand, der sich \u00fcber eine mehr als zweihundertj\u00e4hrige Periode hindurch kontinuierlich und Gro\u00dfteils aus Schenkungen zusammengef\u00fcgt hatte, dargestellt werden. Damit sollten auch die vielf\u00e4ltigen Entwicklungen der Medizingeschichte, wie Forschungseinrichtungen, die Sanit\u00e4tsverwaltung, die Gr\u00fcndung medizinischer Bibliotheken und die medizinische Forschung generell bespielhaft angerissen werden. Dies gilt ebenso f\u00fcr die Dokumentation des medizinischen Studienfaches an der ehemaligen Medizinischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Wien, der Sanit\u00e4tsentwicklung der Stadt Wien aber auch der Ausbreitung der \u201eWiener medizinischen Schulen\u201c in den Kronl\u00e4ndern der ehemaligen Habsburgermonarchie. Parallel dazu kam es zu einer erstmaligen Tiefenerschlie\u00dfung des Bibliotheksbestandes, der neben der historischen Kontextualisierung des B\u00fccherbestandes auch Recherchen zu den Autoren der B\u00fccher einbezog um vorhandene biografische L\u00fccken zu schlie\u00dfen. Um der Diversit\u00e4t des Bibliotheksbestandes gerecht zu werden wurde versucht Schwerpunkte und Themencluster zu setzten, die k\u00fcnftig in der Blogserie erweitert werden sollen. Dazu z\u00e4hlen:<\/p>\n<ul>\n<li>Einen Schwerpunkt der Blogbeitr\u00e4ge bilden B\u00fcchersammlungen, die wegen ihrer inhaltlichen Thematik eine Einheit bilden, heute jedoch nur mehr virtuell identifizierbar sind. Dazu geh\u00f6ren u.a. die zirka 200 Bucheinheiten umfassende Sammlung \u201e<a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=28257\">Cholera-Epidemie 1831-1832<\/a>\u201c.<\/li>\n<li>B\u00fcchersammlungen die aus Schenkungsvorg\u00e4ngen von MedizinerInnen von Kliniken und Instituten und von Mitarbeitern der ehemaligen Medizinischen Fakult\u00e4t stammen. Darunter die <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=27274\">B\u00fcchersammlung von Heinrich von Bamberger<\/a>, der zwischen 1872 und 1888 an der II. medizinischen Klinik im AKH Wien wirkte und sp\u00e4testens 1913 die historische Klinikbibliothek Max Neuburger \u00fcberlie\u00df, der zu dieser Zeit mit dem Aufbau einer k\u00fcnftigen Institutsbibliothek begonnen hatte. Ebenso die sogenannte \u201e<a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=27916\">Nothnagel-Bibliothek<\/a>\u201c, des ehemaligen Leiters der I. medizinischen Klinik am AKH in Wien, dem Internisten und F\u00f6rderer wissenschaftlicher Bibliotheken, Hermann Nothnagel.<\/li>\n<li>Dazu geh\u00f6ren auch die durch Schenkungen in den Besitz der Zweigbibliothek f\u00fcr Geschichte der Medizin gekommenen privaten Bibliotheken aus der Provenienz von \u00c4rztinnen und \u00c4rzten, wie sie beispielhaft am Fall einer privaten \u00c4rztebibliothek der beiden Wiener Mediziner aus dem 19. Jahrhundert \u201e<a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=26481\">Thomas und Camill Lederer<\/a>\u201c dargestellt wurde.<\/li>\n<li>Einen zentralen Schwerpunkt bildeten die als Fragmente \u00fcberlieferten, heute nicht mehr existierenden medizinischen Bibliotheken in Wien, die aber die Entwicklungen der medizinischen Bibliothekseinrichtungen dokumentieren. Dazu wurden als Beispiele gew\u00e4hlt: die fr\u00fchere Bibliothek des \u201e<a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=26481\">\u00c4rztlichen Lesezimmer im Allgemeinen Krankenhaus in Wien<\/a>\u201c, die als Vorl\u00e4ufereinrichtung der heutigen Universit\u00e4tsbibliothek der Medizinischen Universit\u00e4t zu gelten hat. Weiters die Anf\u00e4nge der Bibliotheksgeschichte des sp\u00e4teren Bibliothek des I. neurologischen Institutes (Obersteiner-Bibliothek) in Form der noch erhaltenen B\u00fccher der von <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=27094\">Bruno Goergen an der Privat-Heilanstalt f\u00fcr \u201eGem\u00fcthskranke in Wien um 1820<\/a> errichteten Bibliothek. Dazu z\u00e4hlt auch die \u201e<a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=28974\">Sammlung chirurgische Gremien<\/a>\u201c, die die Bibliotheksentwicklung medizinischer Einrichtungen vor 1800 bekundet.<\/li>\n<li>Die an der Universit\u00e4tsbibliothek der Medizinischen Universit\u00e4t durchgef\u00fchrte NS-Provenienzforschung und die bislang durchgef\u00fchrten Restitutionen bilden eine eigene Serie im Blog. Dokumentiert wurden die Restitutionen an die ErbInnen und RechtsnachfolgerInnen von <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=27785\">Carl Julius Rothberger<\/a>, oder <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=30593\">Stefan Auspitz von Artenegg<\/a>. Die nationalsozialistische Periode zwischen 1938 und 1945 war neben der Provenienzforschung ein vom Bearbeiter der NS-Provenienzforschung Dr. Walter Mentzel gesetztes Thema im Blog. Dazu z\u00e4hlt ein Beitrag \u00fcber den zwischen 1940 und 1945 am ehemaligen Institut f\u00fcr Geschichte der Medizin amtierende Medizinhistoriker und Leiter des Institutes, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=29423\">Fritz Lejeune<\/a>. Weitere Ergebnisse der Provenienzforschung und zum NS-B\u00fccherraub wurden in Form von Artikeln in dem von der Kommission f\u00fcr Provenienzforschung beim Bundeskanzleramt projektierte seit 2018 existierende Online- <a href=\"http:\/\/www.lexikon-provenienzforschung.org\/\">Lexikon der Provenienzforschung<\/a> publiziert und sind hier abrufbar.<\/li>\n<li>In diesem historischen Kontext wurden auch B\u00fccherschenkungen von 1938 gefl\u00fcchteten Medizinern thematisiert, die ihre privaten Bibliotheken \u2013 in manchen F\u00e4llen \u2013 schon seit den 1920er Jahren universit\u00e4ren Einrichtungen wie der ehemaligen Medizinischen Fakult\u00e4t in Wien durch Schenkungen \u00fcbergeben hatten. Dazu z\u00e4hlen B\u00fccher aus der Privatbibliothek des Psychiaters <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=26812\">Wilhelm Stekel<\/a>, die sich heute an der Zweigbibliothek f\u00fcr Geschichte der Medizin befinden.<\/li>\n<li>B\u00fccher, die die Entwicklung und Geschichte des ehemaligen Institutes f\u00fcr Geschichte der Medizin, als Keimzelle der heutigen Zweigbibliothek f\u00fcr Geschichte der Medizin, thematisieren, sowie B\u00fccher und Schriften von Personen, die am Standort des Josephinum bzw. am ehemaligen Institut f\u00fcr Geschichte der Medizin als Mitarbeiter, Forschende oder Bibliothekare wirkten. Dazu z\u00e4hlen Beitr\u00e4ge zum Gr\u00fcnder des Institutes <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=29409\">Max Neuburger<\/a> und seine dem Institut durch drei Tranchen als Schenkung \u00fcberlassene und in den Bibliothekskorpus einverleibten medizinhistorischen Privatbibliothek, oder die am Josephinum wirkenden Mediziner, Medizinhistoriker und Bibliothekar wie im 19. Jahrhundert <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=27348\">Burkard Eble<\/a>, oder im 20. Jahrhundert Emanuel Berghoff, dem zwei Blogs gewidmet wurden [<a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=30149\">1<\/a>, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=30184\">2<\/a>].<\/li>\n<li>Einen weiteren Schwerpunkt bilden Frauen in der Medizin und Naturwissenschaft: Hier wurde versucht einen m\u00f6glichst weiten Bogen von fr\u00fchen Autorinnen aus dem 17.\/18. Jahrhundert bis zu den Pionierinnen der modernen Medizin im 20. Jahrhundert zu spannen. Neben dem Herbarium von <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=26779\">Elizabeth Blackwell<\/a> wurden Publikationen von <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=29346\">Marie Fouquet<\/a>, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=30870\">Justine Siegemund<\/a>, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=30574\">Ang\u00e9lique Marguerite Le Boursier Du Coudray<\/a>, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=30585\">Elizabeth Nihell<\/a> und <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=32615\">Marie-Anne-Victoire Boivin<\/a> Zu den portraitierten Pionierinnen im 20. Jahrhundert, die alle aufgrund ihrer j\u00fcdischen Herkunft von den Nationalsozialisten verfolgt wurden z\u00e4hlen: <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=31719\">Dora Br\u00fccke-Teleky<\/a>, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=31332\">Anna Simona Spiegel-Adolf<\/a>, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=31449\">Helene Wastl<\/a> und <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=31434\">Klara Weingarten<\/a>.<\/li>\n<li>Eine eigene Serie bilden B\u00fccher vor 1800, wie etwa einige unserer historischen Highlights. Aus diesem Kreis gab es Beitr\u00e4ge zu <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=27069\">Andreas Vesalius<\/a> ber\u00fchmten anatomischen Werk aus dem Jahr 1555: \u201eDe Humani Corporis Fabrica Libri Septem\u201c, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=26842\">Girolamo Gabuccinis<\/a> \u201eDe Comitiali Morbo Libri III\u201c aus dem Jahr 1564, das eine unserer insgesamt f\u00fcnf Aldinen darstellt, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=27627\">Paulus Aeginetas<\/a> \u201ePavli Aeginetae Medici Opera\u201c, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=28513\">Anton de Haens<\/a> \u201e[\u2026] De Magia Liber\u201c aus dem Jahr1774 oder die wundersch\u00f6ne, handkolorierte Ausgabe des Professors der k.k. chirurgischen Josephsakademie im Josephinum, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=32266\">Joseph Jacob von Plencks<\/a> \u201e[\u2026] Icones Plantarum Medicinalium [\u2026] aus dem Jahr 1788.&nbsp;<a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ABB-02_Plenck.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-32908 size-medium alignright\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ABB-02_Plenck-201x300.jpg\" alt=\"\" width=\"201\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ABB-02_Plenck-201x300.jpg 201w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ABB-02_Plenck-535x800.jpg 535w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ABB-02_Plenck.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 201px) 100vw, 201px\" \/><\/a><\/li>\n<li>Einen inhaltlichen Schwerpunkt setzten wir unter anderen mit mehreren Beitr\u00e4gen zu den Anf\u00e4ngen der modernen Sexualwissenschaft. Hierzu gab es einen Beitrag \u00fcber den Pionier der Sexualwissenschaft und gleichzeitig ersten Aktivisten f\u00fcr die Gleichstellung von Homosexuellen, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=26502\">Karl Heinrich Ulrichs<\/a>. Neben <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=27870\">Richard von Krafft-Ebings<\/a> erfolgreichen Standardwerk \u201ePsychopatia sexualis\u201c aus dem Jahr 1886, stellten wir auch den Berliner Sexualforscher und Begr\u00fcnder des ersten Instituts f\u00fcr Sexualwissenschaften, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=30386\">Magnus Hirschfeld<\/a>, und sein \u201eJahrbuch f\u00fcr sexuelle Zwischenstufen [\u2026]\u201c, vor. Dazu kamen Beitr\u00e4ge \u00fcber die Sexualwissenschaftler <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=26812\">Wilhelm Stekel<\/a> und <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=28408\">Eugen Steinach<\/a>.<\/li>\n<li>Nicht fehlen durften Beitr\u00e4gen \u00fcber die Begr\u00fcnder der Zweiten Wiener medizinischen Schule \u2013 die ja das eigentliche historische Erbe der heutigen Medizinischen Universit\u00e4t Wien darstellen. Hier wurden Beitr\u00e4ge zu deren wichtigsten Vertretern publiziert, unter anderen \u00fcber: <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=27323\">Joseph Skoda<\/a>, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=28034\">Carl von Rokitansky<\/a> und <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=26903\">Ferdinand von Hebra<\/a>.<\/li>\n<li>Nach dem Schwerpunkt \u00fcber den Anfang der weltber\u00fchmten Wiener medizinischen Schule war auch eine Auseinandersetzung mit ihrem tragischen Ende unausweichlich. Da etwa die H\u00e4lfte der Lehrenden an der Wiener medizinischen Fakult\u00e4t 1938 j\u00fcdischer Herkunft waren, und deshalb von den Nationalsozialisten ihre Venia legendi entzogen bekamen sowie verfolgt, vertrieben und\/oder ermordet wurden, setzte ein Brain-Drain ein, von dem sich die Wiener Medizin nie wieder restlos erholen sollte. Diesem dunkelsten Kapitel der Wiener Medizin widmeten wir Beitr\u00e4ge unter andrem \u00fcber: <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=28791\">Leopold Freund<\/a>, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=28922\">Isidor Fischer<\/a>, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=31117\">Stefan Jellinek<\/a>, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=32545\">Rudolf Neurath<\/a>, \u2026<\/li>\n<li>Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Geschichte der medizinischen Verwaltung der Stadt Wien, der Aufbau des Spitalswesens und der medizinischen Organisationen und Verwaltungsstrukturen im Kontext der Entwicklung Wiens zu einer modernen europ\u00e4ischen Metropole Ende des 19. Jahrhunderts. Dazu z\u00e4hlt der Mediziner, sp\u00e4tere Dekan der Medizinischen Fakult\u00e4t in Wien und Sanit\u00e4tsbeamte in Wien, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=27179\">Joseph Johann Knolz<\/a>, der im Vorm\u00e4rz eine wesentliche Rolle bei der medizinischen Organisation und Verwaltung der sich in der beginnenden Phase der Industrialisierung befindenden Stadt Wien einnahm. \u00c4hnlich versuchte der langj\u00e4hrige Primararzt am Israelitischen Spital in Wien <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=27749\">Zacharias Wertheim<\/a> mit seiner 1810 herausgegebenen reportage\u00e4hnlichen Arbeit zur \u201emedizinischen Topografie von Wien\u201c erstmals statistische Daten zur medizinischen Situation Wiens zu erheben. Mit <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=28382\">Franz Innhauser, Eduard Neusser, Emil Kammerer u.a<\/a> wurden die ersten \u201eStadtphysiker\u201c nach der Sanit\u00e4tsreform der Gemeinde Wien im Jahr 1864 vorgestellt. Ein Blog widmete sich dem vor dem \u201eaustrofaschistischen\u201c Regime 1934 geflohenen Wiener Mediziner <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=27645\">Sigismund Peller<\/a> und seiner Studie \u00fcber die Ern\u00e4hrungsverh\u00e4ltnisse der Wiener Arbeiterschaft im Jahre 1925.<\/li>\n<li>2018 war auch das Gedenkjahr der \u201e1848er Revolution\u201c, der mit der Serie \u201eVertriebene Mediziner 1848\u201c einen Schwerpunkt gesetzt wurde. Hier kam es zur Vorstellung jener meist junge Mediziner, die aktiv an der Revolution teilnahmen und nach deren Niederschlagung vertrieben wurden oder die zur Flucht gezwungen waren. Eine Sammlung einer bislang noch wenig erforschten Wissenschaftscommunity, von der heute die Zweigbibliothek zumeist nur mehr ihre kurz zuvor am Josephinum abgelegten Abschlussarbeiten besitzt. Darunter: <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=31692\">Nikodem Betkowski<\/a>, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=31595\">Moritz K\u00e1lazdy<\/a>, der Balneologe <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=31386\">Joseph Segen<\/a>, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=31287\">Siegfried Kapper<\/a>, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=30961\">Richard Comfort<\/a>, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=30943\">Ernst Krackowitzer<\/a>, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=30856\">Adolf Fischhof<\/a>. Mit <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=30460\">August Fischer<\/a> wurde ein Absolvent des Josephinum vorgestellt, der 1848 als Milit\u00e4rarzt am Feldzug in Italien teilnahm und hier verstarb.<\/li>\n<li>Weitere Schwerpunkte bildeten B\u00fccher zu Themen der Technisierung und Technikgeschichte in der medizinischen Forschung und Lehre. Darunter der Mediziner <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=27422\">Joseph Berres<\/a>, der sich im fr\u00fchen 19. Jahrhundert mit der mikroskopischen Forschung und der Daguerreotypie besch\u00e4ftigte. Die Entwicklung der Fotografie in der medizinischen Forschung wird im Blog repr\u00e4sentiert durch die \u201eGastrofotografie in Wien (<a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=26854\">Heilpern, Porges und der Fotograf Franz Gerhard Back<\/a>), oder der medizinische Film an Beispielen des <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=27019\">ersten wissenschaftlichen Dokumentarfilms von Ludwig Braun in Wien im Jahr 1896<\/a>, des Mediziners und Lehrfilmers <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=27825\">Friedrich Dimmer<\/a>, oder zum sogenannten \u201e<a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=28430\">Steinach-Film<\/a>\u201c. In einem Beitrag wurde auch der erst in den USA bekannt gewordene und bis heute dort rezipierte Pionier des wissenschaftlichen Films <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=28159\">Adolf Nichtenhauser<\/a>, mit seinem bis heute unver\u00f6ffentlichten Manuskript \u201eA history of motion pictures in medicine\u201c behandelt.<\/li>\n<li>Geburts- und Todestage als Gedenktage waren ebenfalls Anlass und Gelegenheit Repr\u00e4sentanten der \u201eWiener Medizinischen Schule\u201c vorzustellen. Dazu wurden unter anderem ver\u00f6ffentlicht: zum 100. Todestag von <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=28816\"> Julius Mauthner<\/a>, zum 150. Geburtstag von <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=32358\">Julius Tandler<\/a>, zum 100. Todestag von <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=31775\">Friedrich Schauta<\/a>, zum 100. Todestag von <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=31514\">Victor Adler<\/a>, zum 200. Todestag von <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=31277\">Johann Valentin von Hildenbrand<\/a>,\u2026<\/li>\n<li>Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt bildeten B\u00fccher von Autoren, die ihre Lehrjahre und ihr Studium der Medizin in Wien absolvierten und darauf in und au\u00dferhalb \u00d6sterreichs ihre Karriere begannen oder fortsetzten. Sie dokumentieren die \u201eWiener Medizinischen Schulen\u201c als ein regional \u00fcbergreifendes Projekt einer Wissensmigration und eines Wissenschaftstransfers. Die ersten exemplarischen Schwerpunkte wurden mit der Auswahl zu einzelnen Kronl\u00e4ndern gesetzt, darunter das seit 1772 zur Habsburgermonarchie geh\u00f6rende Kronland Galizien, das seit 1775 dazu geh\u00f6rende Kronland Bukowina, sowie das seit 1878 unter \u00f6sterreichisch-ungarischer Verwaltung stehende Bosnien-Herzegowina. Aus den Best\u00e4nden wurden dazu ausgew\u00e4hlte B\u00fccher des in Wien geborenen und in Sarajewo wirkenden Mediziners Josef Preindelsberger und dessen Ehefrau <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=28074\">Milena Preindlsberger-Mrazovi\u0107<\/a>, die als Schriftstellerin \u00fcber die Probleme der Durchsetzung der medizinischen Versorgung in Bosnien-Herzegowina berichtete, vorgestellt. Weiters B\u00fccher des Leiters des Landesspitals in Sarajewo <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=30448\">Leopold Gl\u00fcck<\/a>, von <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=30346\">Adam Barach<\/a> eine Monografie \u00fcber die Heilquellen in Iwonicz, sowie die Arbeiten des <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=32630\">Milit\u00e4rarztes Franz Apt<\/a>, oder <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=32533\">Karl Denarowski<\/a>, der eine erstmals taugliche Visualisierung des Sanit\u00e4tswesens in der Bukowina vorgenommen hatte. Weiters finden sich Beitr\u00e4ge von MedizinerInnen im Blog, die nach ihrer Ausbildung am Josephinum im Ausland wirkten. Darunter jene \u00c4rzte, die sich Mitte des 19. Jahrhunderts in den <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=27524\">Dienst des osmanischen Reiches<\/a> stellten und am Aufbau eines modernen Sanit\u00e4tswesens ma\u00dfgeblich Einfluss nahmen, oder der in Serbien wirkende \u00f6sterreichische Mediziner, <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=28679\">Emerich Lindenmayr<\/a>, der Autor des Buches \u201eSerbien, dessen Entwicklung und Fortschritt im Sanit\u00e4tswesen\u201c war.<\/li>\n<li>Eine eigene Blogserie widmet sich den in zahlreichen B\u00fcchern sich befindenden Exlibris, die sowohl medizin- wie kulturhistorischen bedeutsam sind. Sie wurden dokumentiert in Beitr\u00e4gen zu <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=26728\">Karl Albert Lanna und Ernst Ludwig Heim<\/a>. Eine Vielzahl von Exlibris \u201eerz\u00e4hlen\u201c auch von l\u00e4ngst vergessenen medizinischen Einrichtungen und ihren Bibliotheken wie jene \u201echirurgischen Lesegesellschaften\u201c von <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=28974\">Georg Mojsisovics von Mojsvar<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ABB-03_Hebra.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-32909\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ABB-03_Hebra-626x800.jpg\" alt=\"\" width=\"474\" height=\"606\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ABB-03_Hebra-626x800.jpg 626w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ABB-03_Hebra-235x300.jpg 235w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/ABB-03_Hebra.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?s=%22Aus+den+medizinhistorischen+Best%C3%A4nden+der+Ub+MedUni+Wien%22\">Alle Beitr\u00e4ge der VS-Blog-Serie: Aus den medizinhistorischen Best\u00e4nden der Ub MedUni Wien\u2013&gt;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus den medizinhistorischen Best\u00e4nden der UB MedUni Wien: R\u00fcckschau und Vorschau Text von Harald Albrecht, BA und Dr. Walter Mentzel Seit Oktober 2017 werden von den beiden Mitarbeitern der Universit\u00e4tsbibliothek der Medizinischen Universit\u00e4t Wien, Harald Albrecht und Walter Mentzel w\u00f6chentlich Blogbeitr\u00e4ge zu medizinhistorischen B\u00fcchern aus dem Bestand der Universit\u00e4tsbibliothek der Medizinischen Universit\u00e4t Wien pr\u00e4sentiert. Damit &hellip; <a href=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=32906\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Aus den medizinhistorischen Best\u00e4nden der Ub MedUni Wien [100]: R\u00fcckschau und Vorschau<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[11,5,1347,2,16,18,1392,40],"tags":[1614,2474,1719,409,1722],"class_list":["post-32906","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-literaturhinweis","category-medizingeschichte","category-medizinhistorische-bestaende-der-ub-meduni-wien","category-news","category-news1","category-news3","category-rara-bibliothek","category-sammlungen","tag-medizingeschichte","tag-medizinhistorische-rara","tag-universitaetsbibliothek-der-medizinischen-universitaet-wien","tag-wiener-medizinische-schule","tag-zweigbibliothek-fuer-geschichte-der-medizin"],"views":3212,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32906","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=32906"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32906\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32915,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32906\/revisions\/32915"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=32906"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=32906"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=32906"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}