{"id":2921,"date":"2009-11-30T11:16:55","date_gmt":"2009-11-30T10:16:55","guid":{"rendered":"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=2921"},"modified":"2009-12-07T11:22:32","modified_gmt":"2009-12-07T10:22:32","slug":"wahlen-sie-das-beste-wissenschaftsbuch-wettbewerb-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=2921","title":{"rendered":"W\u00e4hlen Sie das beste Wissenschaftsbuch (Wettbewerb 2010)"},"content":{"rendered":"<p>Die <strong>Universit\u00e4tsbibliothek unterst\u00fctzt die Initiative f\u00fcr die Wahl zum wissenschaftlichen Sachbuch des Jahres<\/strong>.<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen in vier Kategorien maximal ein Buch w\u00e4hlen.<\/p>\n<blockquote><p>Kategorie 1: Naturwissenschaft und Technik<br \/>\nKategorie 2: <strong>Medizin und Gesundheit <\/strong><br \/>\nKategorie 3: Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften<br \/>\nKategorie 4: Junior-Wissensb\u00fccher<\/p><\/blockquote>\n<p>Geben Sie Ihr Voting im Internet bis 11.01.10 ab&#8211;><a href=\"http:\/\/www.woche-des-wissens.at\">LINK www.woche-des-wissens.at<\/a><br \/>\nSie k\u00f6nnen aber auch im Lesesaal die aufliegenden Votingkarten ausf\u00fcllen und diese in die aufgestellte Box einwerfen.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/pict0006a_margrit_hartl1.jpg\" alt=\"pict0006a_margrit_hartl1\" title=\"pict0006a_margrit_hartl1\" width=\"350\" height=\"349\" class=\"alignleft size-full wp-image-3036\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/pict0006a_margrit_hartl1.jpg 350w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/pict0006a_margrit_hartl1-150x150.jpg 150w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/pict0006a_margrit_hartl1-300x299.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Kategorie 2: <strong>Medizin und Gesundheit <\/strong><br \/>\nFolgende Buchbeschreibungen und Abbildungen sind \u00fcbernommen aus <a href=\"http:\/\/www.woche-des-wissens.at\">www.woche-des-wissens.at<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/ganten.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/ganten.jpg\" alt=\"ganten\" title=\"ganten\" width=\"106\" height=\"169\" align=\"left\" size-full wp-image-2933\" \/><\/a><br \/>\n<strong>Detlev Ganten, Thilo Spahl, Thomas Deichmann<br \/>\n  Die Steinzeit steckt uns in den Knochen. Gesundheit als Erbe der Evolution<br \/>\n  Piper <\/strong><br \/>\n<strong>Wer Krankheiten zu verstehen lernt, kann besser damit umgehen und sich auch besser davor sch\u00fctzen. Das gilt f\u00fcr \u00c4rzte genauso wie f\u00fcr Patienten.  <\/strong>    <\/p>\n<p> \u00dcber das Buch:<br \/>\n Detlev Ganten erz\u00e4hlt deshalb mit seinen beiden Co-Autoren Thilo Spahl und Thomas Deichmann die Naturgeschichte des Menschen. Der wichtigste Ansatz f\u00fcr eine gesunde Lebensf\u00fchrung ist dabei die evolution\u00e4re Medizin. W\u00e4hrend man in der traditionellen Medizin gewisserma\u00dfen von Au\u00dfen nach Innen geht und sich anhand der Symptome die entsprechenden Ma\u00dfnahmen \u00fcberlegt, nimmt man in der evolution\u00e4ren Medizin den umgekehrten Weg. Dabei spielt auch die Geschichte des Genoms eine gro\u00dfe Rolle. Die kurzweilige Evolutionsgeschichte erkl\u00e4rt nicht nur, warum unser K\u00f6rper noch immer einem Leben als J\u00e4ger und Sammler angepasst ist, sondern gibt auch praxisorientierte Tipps wie wir besser damit umgehen sollten. Es ist beileibe kein Ratgeber zur besseren Lebensf\u00fchrung, vielmehr eine launige Tour in unsere Vergangenheit, auf deren Weg wir viel erfahren \u00fcber das Immunsystem, \u00fcber Allergien, unsere R\u00fcckenprobleme und warum manche K\u00f6rperteile einfach schlecht konstruiert sind. Buchkultur: Eine grunds\u00e4tzliche Frage zuerst, Sie haben ja als Trio gearbeitet und es war ja nicht das erste Mal. Wie war denn da die Aufgabenverteilung, bzw. wie ist es \u00fcberhaupt zu diesem Projekt gekommen? Detlev Ganten: Die Idee zu dem Buch kam uns schon, als wir unser letztes gemeinsames Buch \u201eLeben, Natur, Wissenschaft &#8211; alles was man wissen muss\u201c Eichborn, DTV) geschrieben hatten. Darin war ein gro\u00dfes Kapitel \u00fcber die Evolution und eines \u00fcber den menschlichen K\u00f6rper. Da sagten wir uns, beides muss man eigentlich st\u00e4rker zusammen sehen. Jeder von uns drei Autoren hat 100 % beigetragen, insgesamt also 300%, aber jeder nat\u00fcrlich entsprechend seiner Vorbildung und F\u00e4higkeiten. Das Konzept und alle Kapitel wurden von uns gemeinsam redigiert. Buchkultur: \u00c4rzte sollten besser \u00fcber die Evolution informiert sein und auch f\u00fcr Patienten w\u00e4re es hilfreich, meinen Sie und dazu sollte die evolution\u00e4re Medizin beitragen. Welchen Stellenwert sollte dieser Forschungszweig einnehmen? Ganten: Evolution\u00e4re Medizin ist eine Weiterentwicklung der Molekularen, genomischen Medizin und insofern vielleicht in den Schlussfolgerungen eher Konservativ nicht aber im Konzept. Wir glauben, dass die Medizin und damit letztlich die Patienten von einer evolution\u00e4ren Sichtweise auf den menschlichen K\u00f6rper gro\u00dfen Nutzen haben werden. Die Grundfrage ist ja: Warum ist unser K\u00f6rper so, wie er ist? Wenn man versucht, diese Frage zu beantworten, indem man die Entstehungsgeschichte dieses K\u00f6rpers und seiner Vorl\u00e4uferversionen betrachtet, kann man anatomische Merkmale, physiologische Vorg\u00e4nge und eben auch Krankheiten besser verstehen. Man erkennt ihre Bedeutung und kann somit sozusagen bedachter medizinisch intervenieren. Im Grunde ist die Medizin genauso auf die Evolutionsforschung angewiesen wie die Soziologie auf die Geschichtsschreibung. Man versteht das Hier und heute nicht, wenn man die Vergangenheit nicht kennt. Buchkultur: Welche Auswirkungen h\u00e4tte er auf unser -derzeit heftig diskutiertes &#8211; Gesundheitssystem? Ganten: Das ist f\u00fcr die Forschung sehr wichtig, wenn Sie sich etwa Infektionserkrankungen vor dem Hintergrund der Co-Evolution von Mensch und Krankheitserreger anschauen oder wenn Sie die Krebsentstehung als evolution\u00e4ren Prozess betrachten. Und es ist f\u00fcr den Einzelnen hilfreich, um durch Pr\u00e4vention seine Gesundheit zu erhalten, indem er zum Beispiel besser versteht, was es f\u00fcr den K\u00f6rper bedeutet, sich nicht ausreichend zu bewegen. Mittelfristig wird die evolution\u00e4re Sichtweise den Trend zu gezielterer Therapie und zu mehr (und ebenfalls gezielterer) Pr\u00e4vention unterst\u00fctzen und damit auch eine Entlastung f\u00fcr das Gesundheitssystem darstellen. Sie wird erg\u00e4nzt durch Fortschritte in der Gendiagnostik, die uns helfen die Besonderheiten des einzelnen K\u00f6rpers besser zu verstehen. Denn die Evolution hat zwar den menschlichen K\u00f6rper als solchen geformt, jeder einzelnen von uns hat aber eine individuelle Abstammungslinie, die sich in Einzelheiten von der anderer unterscheidet. So k\u00f6nnen wir allgemeine und spezifische St\u00e4rken und Schw\u00e4chen besser identifizieren. Buchkultur: Ihr Buch ist wirklich kurzweilig zu lesen. Je nach Vorwissen sind aber die vorgetragenen Fakten nicht gerade \u00fcberraschend. Etwa, sportliche Bet\u00e4tigung und eine Nahrungsumstellung helfen bei diversen Zivilisationskrankheiten. Das ist nat\u00fcrlich absolut zu unterschreiben und die Zusammenschau der vorgetragenen Fakten hat auch verbl\u00fcffende Momente. Aber wie sehen Sie Ihr Buch, ist es eher ein Hausbuch, soll es auch Ratgeberfunktion \u00fcbernehmen, ist es ein Buch im Rahmen der Pr\u00e4ventivmedizin? Ganten: Wir haben das Buch nicht als Ratgeber geschrieben, sondern als Einf\u00fchrung in die evolution\u00e4re Sichtweise auf den menschlichen K\u00f6rper. Gleichzeitig haben wir aber auch immer gesagt, es sollte eine \u201emilde\u201c Ratgeberfunktion haben. Damit ist gemeint, dass wir versuchen, das Thema auf die heute vorherrschenden Gesundheitsprobleme zu beziehen, so dass der Leser einen direkten Bezug zu seiner Lebenswelt hat. Es werden aber keine ausdr\u00fccklichen Tipps gegeben oder Vorschriften formuliert. Ziel ist eher, einen Orientierungsrahmen zu geben, in dem sich die verbreiteten Gesundheitstipps, die teilweise ja auch widerspr\u00fcchlich sind, besser einordnen lassen. Tats\u00e4chlich spielen Bewegung und Ern\u00e4hrung eine wichtige Rolle &#8211; das ist sicher nicht \u00fcberraschend. Aber ich denke, wer das Buch genau liest und sich vielleicht auch anregen l\u00e4sst, noch tiefer in das Thema einzusteigen, wird einiges entdecken, was ihm bisher nicht so klar war und vielleicht seine Lebensweise noch etwas umzustellen.  <\/p>\n<blockquote><p> AutorIn<br \/>\n Detlev Ganten, Arzt, Professor f\u00fcr Pharmakologie und Molekulare Medizin und Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Charit\u00e9 in Berlin. Thilo Spahl, Diplom-Psychologe und Wissenschaftsjournalist mit den Schwerpunkten Medizin und Biotechnologie. Thomas Deichmann, Chefredakteur des Debattenmagazins Novo Vor diesem Projekt schrieben sie gemeinsam schon das Buch \u201eNaturwissenschaft: Alles, was man wissen muss\u201c, dtv\/Eichborn.  <\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/kegel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/kegel.jpg\" alt=\"kegel\" title=\"kegel\" width=\"106\" height=\"159\" align=\"left\" size-full wp-image-2934\" \/><\/a><br \/>\n<strong>Bernhard Kegel<br \/>\n  Epigenetik: Wie Erfahrungen vererbt werden<br \/>\n  Dumont <\/strong>  <\/p>\n<p>  <strong>Pr\u00e4gen Umwelt und Erfahrung den Menschen oder seine Gene? Die Epigenetik zeigt, dass beides m\u00f6glich ist. Bernhard Kegel stellt das neue Spezialgebiet der Biologie vor.    <\/strong><\/p>\n<p> \u00dcber das Buch:<br \/>\n Mit Leidenschaft stellt Bernhard Kegel die Grundlagen der Epigenetik dar. Er ist \u00fcberzeugt, dass sie die Biowissenschaften revolutionieren wird, dann dadurch w\u00fcrde die klassische Vererbungslehre ziemlich ins Wanken geraten. Buchkultur: Epigenetik ist lange untersch\u00e4tzt worden, wie kam es zum Wechsel der Anschauung? Bernhard Kegel: Viele grundlegende Erkenntnisse der Epigenetik stammen schon aus der Zeit vor dem Humangenomprojekt &#8211; hier stellvertretend genannt f\u00fcr viele Sequenzierungsprojekte. Der Mainstream der Wissenschaft war auf diese jahrelangen und anfangs sehr teuren Sequenzierungsbem\u00fchungen fixiert, erst danach konnte das Forschungsschiff neuen Kurs aufnehmen, zumal die Methoden, die es erlauben, epigenetische Ver\u00e4nderungen im Umfeld der DNA auch f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Genomabschnitte zu bestimmen, erst entwickelt werden mussten. Mit dem Vorliegen der ersten vollst\u00e4ndigen DNA-Sequenzen stellte sich dann dringend die Frage, wie das alles reguliert wird. Da die Zahl der menschlichen Gene viel niedriger liegt, als urspr\u00fcnglich vermutet, muss der Regulation der Genaktivit\u00e4t eine \u00fcberragende Bedeutung zukommen: Wer oder was entscheidet dar\u00fcber, wann in der Entwicklung und wo im Organismus welches Gen in welchem Ausma\u00df aktiv wird? Die Epigenetik zeigt, dass Umwelterfahrungen bei dieser Programmierung des Genoms eine entscheidende Rolle spielen. Buchkultur: Oder will man es einfach nur ein wenig komplizierter haben und braucht eine neue Trendforschung? Kegel: Wissenschaftler k\u00f6nnen sich die Ergebnisse ihrer Forschungen nicht aussuchen. F\u00fcr eine wie auch immer geartete Anwendung ihrer Erkenntnisse ist die nun zu Tage tretende faszinierende Komplexit\u00e4t Gift. Im Gegensatz zu dem simplen Gendeterminismus fr\u00fcherer Jahre (a la Gen f\u00fcr &#8230; gefunden), wird es auch immer schwieriger, der \u00d6ffentlichkeit die molekularen Vorg\u00e4nge in der Zelle zu vermitteln. Insofern h\u00e4tten es viele Wissenschaftler sicher gern einfacher gehabt. Die Tatsache, dass Umwelteinfl\u00fcsse nun im Zusammenhang mit der Epigenetik zu neuen und ungeahnten Ehren gelangen, hat allerdings meiner Meinung nach auch damit zu tun, dass ihr bedeutender Einfluss in der von Sequenzierungsprojekten dominierten Forschungslandschaft kaum vorkam. Es bestand erheblicher Nachhol- und Kl\u00e4rungsbedarf. Das Pendel schwingt in die andere Richtung. Ob und wie weit es von dort zur\u00fcckkehren wird, bleibt abzuwarten. Buchkultur: Hat Epigenetik Auswirkungen auf unser Leben, konkret, gibt es hier die M\u00f6glichkeit des medizinischen Einsatzes oder ist alles noch zu fr\u00fch, zu variabel, zu kompliziert? Kegel: Epigenetische Ph\u00e4nomene scheinen bei vielen psychiatrischen Krankheiten wie Schizophrenie oder Depression im Spiel zu sein. Sehr vielversprechend ist die Anwendung im Rahmen der Krebsfr\u00fcherkennung und bei der Prognose, ob bestimmte Therapien bei spezifischen Patienten Aussicht auf Erfolg haben. Erste Tests dieser Art, die herk\u00f6mmlichen Verfahren z. T. weit \u00fcberlegen sind, kommen jetzt auf den Markt. In den USA sind bereits auch epigenetisch wirksame Krebstherapeutika im Einsatz. Sie sind allerdings vollkommen unspezifisch und wirken sich auf das gesamte Genom aus, mit gravierenden Nebenwirkungen. Ihr Einsatz ist nur bei schwerst krebskranken Menschen gerechtfertig. Wissenschaftlern tr\u00e4umen von epigenetischen Pr\u00e4zisionsmedikamenten, die auf den individuellen Patienten zugeschnittenen sind und auf einzelne bestimmte Gene zielen. Ob es diese Pr\u00e4parate je geben wird, ist fraglich. Ihre Entwicklung wird in jedem Fall viele Jahre oder Jahrzehnte dauern. Buchkultur: Wenn man jetzt \u00d6verkalix, bzw. die Dorfchronik ins Kalk\u00fcl zieht, bedeutet es dann, dass man oder jeder als Person, jetzt eine andere Art von Verantwortung f\u00fcr die folgenden Generationen hat? Kegel: Noch sind die Hinweise, dass sich zu Lebzeiten erfahrene Umwelteinfl\u00fcsse beim Menschen an kommende Generationen vererben, sehr sporadisch und umstritten. Im Tierreich und vor allem bei Pflanzen h\u00e4ufen sich allerdings entsprechende Befunde. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, m\u00fcsste man die Frage wohl mit ja beantworten. Viele dieser Einfl\u00fcsse, die nachweislich zu epigenetischen Ver\u00e4nderung in den betroffenen Menschen f\u00fchren, wie Kindesmisshandlung oder ein Zuviel oder Zuwenig an Nahrung, wirken allerdings bereits sehr fr\u00fch, u. U. schon auf den F\u00f6tus im Mutterleib. Die Betroffenen haben also gar keinen Einfluss darauf, von Verantwortung kann man kaum sprechen. Die Epigenetik liefert aber zweifellos sehr starke zus\u00e4tzliche Argumente f\u00fcr einen gesunden Lebenswandel. Buchkultur: Tr\u00e4gt man also nun schon bei der Geburt sein Schicksal mit sich und das ist irreversibel oder l\u00e4sst sich das Epigenom durch eigene Erfahrungen ver\u00e4ndern? Kegel: Der erste Teil der Frage gibt eher die alte genzentrische Sicht wieder. Kennzeichen der Epigenetik ist aber, dass epigenetische Programmierungen des Genoms generell reversibel sind, insofern best\u00fcnde grunds\u00e4tzlich die M\u00f6glichkeit, erworbene Fehlprogrammierungen wieder zu korrigieren, im Tierversuch ist dies in Einzelf\u00e4llen belegt worden. Wie dies allerdings beim Menschen bewerkstelligt werden k\u00f6nnte, steht noch in den Sternen. Buchkultur: Was hat Sie an der Epigenetik fasziniert, dass Sie ein Buch dar\u00fcber schrieben? Sie haben ja auch schon Wissenschaftsthriller geschrieben. War es das Spekulative an der neuen Disziplin? Dass es eben noch viele Leerstellen gibt? Kegel: In einem Sachbuch hat man sich ja an die Fakten zu halten, insofern sind die Leerstellen eher st\u00f6rend. In einem Roman k\u00f6nnte man sie durch Spekulationen f\u00fcllen, auf die Gefahr hin, von der Realit\u00e4t widerlegt zu werden. Nein, das faszinierende an der Epigenetik ist, dass wir hier m\u00f6glicherweise Zeugen eines grunds\u00e4tzlichen Theorienwechsels in der Biologie werden. Schon das Ausma\u00df, in dem sich Umwelteinfl\u00fcsse auf das Genom und damit die Eigenschaften eines Individuums auswirken, h\u00e4tte man noch vor wenigen Jahren nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten. K\u00f6nnen diese Erfahrungen sogar vererbt werden, etwas, was die geltende Evolutionslehre kategorisch ausschlie\u00dft? Kehren alte Anschauungen, die man \u00fcblicherweise dem franz\u00f6sischen Zoologen Lamarck zuschreibt, in neuer Form zur\u00fcck? Die Forschung an Pflanzen und Tieren ist dabei, daf\u00fcr Beweise anzusammeln, die immer \u00fcberzeugender werden. Ich h\u00e4tte es nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten, dass ich zu meinen Lebzeiten gezwungen sein k\u00f6nnte, noch einmal derart fundamental umzudenken. Ich wollte wissen, was da l\u00e4uft. Und ich bin nicht entt\u00e4uscht worden, auch wenn noch viele Fragen offen sind. Die Entwicklung ist \u00fcberaus spannend. Das habe ich versucht zu vermitteln.  <\/p>\n<blockquote><p>\n AutorIn<br \/>\n Bernhard Kegel, geb. 1953, studierte Chemie und Biologie, danach Forschungst\u00e4tigkeit sowie T\u00e4tigkeit als \u00f6kologischer Gutachter und Lehrbeauftragter. Spielt gerne Gitarre in Jazzbands und arbeitet seit 1996 als freier Autor und Wissenschaftspublizist. Schrieb diverse Romane u.a. \u201eDer Rote\u201c, marebuchverlag und Sachb\u00fccher.  <\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/reichholf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/reichholf.jpg\" alt=\"[BildNr.] VF_V25722_90\" title=\"[BildNr.] VF_V25722_90\" width=\"106\" height=\"169\" align=\"left\" size-full wp-image-2935\" \/><\/a><br \/>\n<strong>Rabenschwarze Intelligenz. Was wir von Kr\u00e4hen lernen k\u00f6nnen<br \/>\n  Herbig<br \/>\n  Rabenv\u00f6gel haben ein schlechtes Image, aber v\u00f6llig zu Unrecht meint Josef H. Reichholf. <\/strong>    <\/p>\n<p> \u00dcber das Buch:<br \/>\n Schon Stammgast auf der Shortlist zum besten wissenschaftlichen Sachbuch des Jahres ist der Evolutionsbiologe Josef H. Reichholf. Das hat gute Gr\u00fcnde, zum einen ist er sehr aktiv und publiziert regelm\u00e4\u00dfig zu unterschiedlichen Themen, zum anderen versteht er es, selbst komplexe Sachverhalte einfach, schl\u00fcssig, nachvollziehbar und dabei mit Witz zu pr\u00e4sentieren. Zudem sind seine Ausf\u00fchrungen wissenschaftlich abgesichert. Nach \u201eEine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausend\u201c in dem er einen unorthodoxen Beitrag zum Klimawandel lieferte und \u201eWarum die Menschen sesshaft wurden\u201c, besch\u00e4ftigt er sich nun mit den Rabenv\u00f6geln. Dazu hat er einen sehr pers\u00f6nlichen Bezug. Als Kind hatte er n\u00e4mlich eine Dohle, die er selbst aufzog. Auch sp\u00e4ter hielt er selbst noch manche V\u00f6gel. Damals begann sein Interesse an V\u00f6geln aller Art und speziell an den oft scheel betrachteten Raben und Kr\u00e4hen. Den Menschen sind sie immer ein wenig unheimlich gewesen, nicht umsonst gibt es W\u00f6rter wie Rabenm\u00fctter oder Ungl\u00fccksraben. Raben sind eben keine kuscheligen Tiere und noch dazu ziemlich intelligent. Mit Primaten oder Delfinen k\u00f6nnen sie locker mithalten und sie z\u00e4hlen eigentlich zu den Singv\u00f6geln. Nur 200 Gramm wiegt eine Dohle, ein Kolkrabe hingegen hat eine Fl\u00fcgelspannweite von 1,5 Meter. Das kann schon beeindrucken und schreckt selbst W\u00f6lfe ab. Ein Kapitel widmet Reichholf dem Vergleich von Stadt- und Landkr\u00e4hen und geht dabei auch auf das Thema der Jagd- und Regulierungsbestimmungen ein. Angeblich pl\u00fcndern Raben die Nester kleiner Singv\u00f6gel und machen sich auch \u00fcber Niederwild her. J\u00e4ger m\u00f6chten sie deshalb gerne schie\u00dfen. Reichholf ist ein engagierter Tiersch\u00fctzer und untersucht die Rolle dieser V\u00f6gel im \u00d6kosystem. Dabei legt er schl\u00fcssig dar, wie einfach sich g\u00e4ngige Vorurteile durch Studien widerlegen lassen. Ausf\u00fchrlich widmet er sich der Intelligenz dieser V\u00f6gel und berichtet etwa, dass Kr\u00e4hen im Herbst vor seinem Institut in einer Wiese Waln\u00fcsse vergraben h\u00e4tten, die sie dann im Winter wieder gefunden haben. Er erz\u00e4hlt von Kr\u00e4hen, die N\u00fcsse knacken, indem sie diese auf Stra\u00dfen fallen lassen oder die Werkzeuge herstellen. Sie erkennen auch Personen wieder, merken sich Widersacher, um sich zu r\u00e4chen und sie k\u00f6nnen auch menschliche W\u00f6rter lernen und sie einsetzen. Und sie k\u00f6nnen sogar l\u00fcgen. Am Schluss widmet er sich der kulturgeschichtlichen Dimension der Rabenv\u00f6gel zeigt ihre Stellung in der Mythologie und in der Alltagssprache oder im Sprichwort. Teilweise nutzt Reichholf einen sehr pers\u00f6nlichen Ansatz, um \u00f6kologische Zusammenh\u00e4nge und verhaltensbiologische Beobachtungen darzustellen. Und schafft somit ein lehrreiches, doch auch unterhaltsames Buch, das nicht nur Vogelfreunde interessieren d\u00fcrfte.  <\/p>\n<blockquote><p>AutorIn<br \/>\n Josef H. Reichholf wurde 1945 in Bayern geboren. Er ist Zoologe und Evolutionsbiologe und leitet eine Sektion an der Zoologischen Staatssammlung M\u00fcnchen. F\u00fcr seine Forschungen und seine Ver\u00f6ffentlichungen wurde er schon mit einigen Preisen ausgezeichnet, wie dem Sigmund-Freud-Preis. <\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/roach.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/roach.jpg\" alt=\"roach\" title=\"roach\" width=\"106\" height=\"157\" align=\"left\" size-full wp-image-2936\" \/><\/a><br \/>\n <strong>Mary Roach, \u00dcbers. v. Irmengard Gabler<br \/>\n  BONK: Alles \u00fcber SEX &#8211; von der Wissenschaft erforscht: Wenn Sex und Wissenschaft sich paaren.<br \/>\n  S. Fischer<br \/>\n  \u00dcber die Forschung zur Sexualit\u00e4t l\u00e4sst sich auch sehr unterhaltsam und vergn\u00fcglich schreiben beweist Mary Roach. <\/strong> <\/p>\n<p> \u00dcber das Buch:<br \/>\n Zwar gab es die sexuelle Revolution und heute wird Aufkl\u00e4rung sogar in der Schule unterrichtet, doch nur wenige haben ein unbefangenes Verh\u00e4ltnis zur Sexualit\u00e4t. Das h\u00e4ngt auch damit zusammen, dass viele Menschen durch Schlagzeilen in diversen Gazetten verunsichert werden und omin\u00f6sen Standards gen\u00fcgen wollen, meint Mary Roach. Vor Jahren stie\u00df sie in einer Bibliothek auf eine Studie bei der untersucht wurde, ob das Kneten einer Kniescheibe eine sexuelle Stimulierung ausl\u00f6st. Damals waren f\u00fcr sie solche Untersuchungen g\u00e4nzlich unbekannt, aber ihre Neugierde war geweckt. Sie wollte wissen, wer solche Studien durchf\u00fchrt, wer sich daf\u00fcr als Testperson zur Verf\u00fcgung stellt, was da so alles geforscht wird und vor allem wer daf\u00fcr bezahlt. Noch heute gibt es das Klischee, dass Sexualforscher ein \u00fcbersteigertes pers\u00f6nliches Interesse an ihrem Forschungsgegenstand haben. Gegen diese Unterstellung m\u00fcssen sie noch immer ank\u00e4mpfen. Das war fr\u00fcher noch um einiges \u00e4rger, denn etwa durch die gro\u00dfen Studien von Kinsey und seinem Team wurde vielen Menschen klar, dass sie eigentlich eine ganz normale Sexualit\u00e4t leben, doch f\u00fcr andere wiederum wurde dadurch an Tabus ger\u00fcttelt und tradierte Familienwerte in Frage gestellt. Viele Sexualforscher mussten gegen Vorurteile und Intoleranz ank\u00e4mpfen und waren vor pers\u00f6nlichen Attacken nicht sicher. Roach berichtet jedoch nicht nur \u00fcber die Historie, sondern unternimmt auch eine Reise in die Forschungslabors unserer Tage. Sie lernt in Kairo Ahmed Shafik kennen, den Entdecker des Vaginocavernosus-Reflex und ist bei einer Penisoperation in Taiwan dabei. Und sie hat sich mit ihrem Mann sogar einmal selbst als Probandin zur Verf\u00fcgung gestellt als w\u00e4hrend des Sexualakts Kernspin-Aufnahmen von m\u00e4nnlichen und weiblichen Genitalien gemacht wurden. Ihr Buch ist kein Sexualratgeber und auch nicht pornografisch, sondern es ist ein gut geschriebenes kurzweiliges Sachbuch, das unterhaltsam zeigt, wie Wissenschaft mit Sexualit\u00e4t umgeht. Im Original ist der Titel des Buches \u00fcbrigens viel frecher. Bonk hei\u00dft n\u00e4mlich \u00fcbersetzt nichts anderes als V\u00f6geln. Sollte man hierzulande vielleicht doch pr\u00fcder sein als in den USA?  <\/p>\n<blockquote><p>AutorIn<br \/>\n Mary Roach arbeitet als Buchautorin und Journalistin in Oakland\/Kalifornien, schreibt u.a. f\u00fcr GQ und das Discovery Magazine. F\u00fcr ihr Buch recherchierte sie weltweit in Forschungslabors, besch\u00e4ftigte sich mit historischen Versuchen und stellte sich auch selbst als Testperson zur Verf\u00fcgung. <\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/ruemmele.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/ruemmele.jpg\" alt=\"ruemmele\" title=\"ruemmele\" width=\"106\" height=\"169\" align=\"left\" size-full wp-image-2937\" \/><\/a><br \/>\n<strong>Martin R\u00fcmmele, Andreas Feiertag<br \/>\n  Zukunft Gesundheit. So retten wir unser soziales System<br \/>\n  Orac<br \/>\n  Eine radikale \u00c4nderung in der Gesundheitspolitik fordern Martin R\u00fcmmele und Andreas Freitag ein und zeigen auch Konzepte auf, die sich schon in der Praxis bew\u00e4hrt haben.  <\/strong>    <\/p>\n<p> \u00dcber das Buch:<br \/>\n Schon l\u00e4nger besch\u00e4ftigt sich Martin R\u00fcmmele mit der Struktur unseres Gesundheitssystems. In seinem Buch \u201eZukunft Gesundheit\u201c fordern er und sein Co-Autor einen radikalen Richtungswechsel im Gesundheitswesen. Neue Selbstbehalte oder h\u00f6here Kassenbeitr\u00e4ge w\u00fcrden zu keiner L\u00f6sung f\u00fchren. Das Ziel sollte sein, Krankheiten zu verhindern und nicht sie zu verwalten. Daf\u00fcr erheben sie eine Reihe von Forderungen, die viele Bereiche unserer Gesellschaft betreffen. Das Spektrum reicht vom Abbau sozialer Ungleichheiten bis zum Ausbau des Bildungssystems, denn es gibt viele Faktoren, die f\u00fcr unsere Gesundheit sorgen und nicht nur die Medizin. Damit einher geht auch eine neue Definition der Eigenverantwortung hinsichtlich Gesundheit, denn die Lebensumst\u00e4nde der Menschen k\u00f6nnen nur zum Teil von ihnen selbst beeinflusst werden. Deshalb unterliegt die Gesundheit immer auch einer gemeinsamen Verantwortung. Zudem m\u00fcsste eine genaue Bedarfsanalyse erhoben werden, in welcher Region welche Versorgung n\u00f6tig sei. Auch das Bezahlsystem der \u00c4rzte m\u00fcsste reformiert werden: \u00c4rzte sollten nicht nach der Anzahl der Patienten, sondern nach der Zeit, die sie den Patienten widmen, bezahlt werden. Ein Ansatz, der sich in Schweden schon bew\u00e4hrt haben soll. Die derzeitigen Strukturen w\u00e4ren wenig transparent und zudem h\u00e4tten viele Beteiligte kein gro\u00dfes Interesse an \u00c4nderungen, da sie um den Verlust an Einfluss, Geld und politischer Macht f\u00fcrchten, meinen die Autoren. Immerhin sei das Gesundheitswesen der gr\u00f6\u00dfte Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber im Land. Doch die Probleme der Zukunft m\u00fcssen angegangen werden. R\u00fcmmele z\u00e4hlt dazu die \u00dcberalterung der Gesellschaft und die fehlenden Versorgungsstrukturen etwa f\u00fcr Demenzkranke. Zudem gibt es noch medizinische Herausforderungen wie chronische Erkrankungen. Darunter fallen Diabetes, Allergien und Adipositas. Die richtige Strategie w\u00e4re f\u00fcr die Autoren ein gemeinsames Vorgehen gegen die anstehenden Probleme. Sie verstehen ihr Buch deshalb auch als Beitrag gegen die herrschende Entsozialisierung der Gesellschaft.  <\/p>\n<blockquote><p> AutorIn<br \/>\n Martin R\u00fcmmele, geb. 1970. Seit 1988 Journalist und Experte f\u00fcr Gesundheitswirtschaft. Zahlreiche Auszeichnungen f\u00fcr Gesundheitsjournalismus.<br \/>\nAndreas Feiertag, geb. 1968. Seit 1993 Journalist mit den Spezialgebieten Wissenschaft und Medizin. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Kommunikationsagentur mc&#038;b. Langj\u00e4hrige Arbeit f\u00fcr diverse Medien. <\/p><\/blockquote>\n<p><img src='https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/logo_wissenwettbewerb.jpg' alt='LOGO_Wissenwettbewerb' \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Universit\u00e4tsbibliothek unterst\u00fctzt die Initiative f\u00fcr die Wahl zum wissenschaftlichen Sachbuch des Jahres. Sie k\u00f6nnen in vier Kategorien maximal ein Buch w\u00e4hlen. Kategorie 1: Naturwissenschaft und Technik Kategorie 2: Medizin und Gesundheit Kategorie 3: Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften Kategorie 4: Junior-Wissensb\u00fccher Geben Sie Ihr Voting im Internet bis 11.01.10 ab&#8211;>LINK www.woche-des-wissens.at Sie k\u00f6nnen aber auch &hellip; <a href=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=2921\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">W\u00e4hlen Sie das beste Wissenschaftsbuch (Wettbewerb 2010)<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[24,11,2,16],"tags":[134],"class_list":["post-2921","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-books-journals","category-literaturhinweis","category-news","category-news1","tag-wissenschaftsbuch-wettbewerb-2010"],"views":35247,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2921","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2921"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2921\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3038,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2921\/revisions\/3038"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2921"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2921"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2921"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}