{"id":24505,"date":"2015-11-11T08:53:15","date_gmt":"2015-11-11T07:53:15","guid":{"rendered":"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=24505"},"modified":"2015-11-16T10:55:10","modified_gmt":"2015-11-16T09:55:10","slug":"1-weltkrieg-medizin-28-das-reservespital-nr-2-in-pardubitz-pardubice-in-boehmen-1914-1918-teil-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=24505","title":{"rendered":"&#8222;1. Weltkrieg &#038; Medizin&#8220; [30]: Das Reservespital Nr. 2 in Pardubitz \/ Pardubice in B\u00f6hmen 1914 &#8211; 1918 (Teil 3.1)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ \/ PARDUBICE in B\u00f6hmen 1914 \u2013 1918<\/strong><\/p>\n<p><strong>Teil 3.1 &#8211; Das Barackenspital im Fr\u00fchjahr 1916 aus der \u201eSicht des Milit\u00e4rs\u201c<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich der \u00dcbergabe des Barackenspitals an die Heeresverwaltung im Juli 1916 war im Fr\u00fchjahr ein genaues Verzeichnis aller Objekte angelegt und eine detailgetreue Beschreibung der Anlage angefertigt worden.<\/p>\n<p>Lesen Sie hier bitte aus der <strong>\u201eBaubeschreibung der k. u. k. Kranken- und Verwundetenstation in Pardubitz\u201c<\/strong>:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-24506\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Pardubitz-09-VS-W-Lukan.jpg\" alt=\"Pardubitz-09-VS-W-Lukan\" width=\"700\" height=\"461\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Pardubitz-09-VS-W-Lukan.jpg 700w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Pardubitz-09-VS-W-Lukan-300x198.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><strong>Foto: Prof. Dr. Walter Lukan; Bild oben links: Blick auf ein Aufnahmegeb\u00e4ude und auf die Abteilungen II und III; Bild oben rechts: Krankenbaracken \u2013 im Hintergrund ein Feuerwehrturm; Bild mitte: Gesamtansicht; Bild unten links: Inneres einer Spitalsbaracke; Bild unten rechts: Aufnahmegeb\u00e4ude<\/strong><\/p>\n<p><em>\u201eDas ganze Spital ist in <strong>f\u00fcnf Abteilungen<\/strong> (I, II, III, IV, V) eingeteilt, von denen <strong>jede<\/strong> eine <strong>besondere Gruppe<\/strong> f\u00fcr die Verwaltung, Wirtschafts- und Wohngeb\u00e4ude besitzt.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-24521\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Plan1_Pardubitz.jpg\" alt=\"Plan1_Pardubitz\" width=\"800\" height=\"526\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Plan1_Pardubitz.jpg 800w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Plan1_Pardubitz-300x197.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><strong>Foto: Josef Paroulek 1917<\/strong><\/p>\n<p><em>Zur leichteren <strong>Orientierung<\/strong> in der Anlage sind f\u00fcr die Bezeichnung der einzelnen Abteilungen <strong>verschiedene Farben<\/strong> eingef\u00fchrt und zwar:<br \/>\n<\/em><br \/>\nI. Abteilung VIOLETT<br \/>\nII. Abteilung GR\u00dcN<br \/>\nIII. Abteilung ROT<br \/>\nIV. Abteilung BLAU<br \/>\nV. Abteilung GELB<\/p>\n<p><em>Diese Farben sind an allen <strong>Krankenbaracken <\/strong>und zugeh\u00f6rigen <strong>Verwaltungsgeb\u00e4uden<\/strong> angebracht.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Barackenspital ist mit dem <strong>Bahnhof <\/strong>mittels <strong>zwei Geleisen<\/strong> verbunden. Das <strong>\u201eunreine\u201c Geleis<\/strong> dient zum <strong>Transport <\/strong>der <strong>verwundeten und kranken <\/strong>Soldaten in das Krankenhaus. Das zweite &#8211; <strong>\u201ereine\u201c Ge<\/strong>leis -dient zur Bef\u00f6rderung von <strong>genesenen<\/strong> Soldaten aus dem Spital, sowie zum Transport von <strong>Nahrungsmitteln, Kohle und sonstigen Materialien<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p><em>Die einzelnen <strong>Abteilungen<\/strong> sind untereinander durch <strong>doppelte Drahtz\u00e4une <\/strong>abgetrennt.<\/em><\/p>\n<p><em>Die <strong>Anzahl der Betten<\/strong> f\u00fcr kranke und verwundete Soldaten in den einzelnen Abteilungen sind nach dem <strong>Stande vom 1. Mai 1916<\/strong> wie folgt:<\/em><\/p>\n<p>I. Abteilung : 2.032 Krankenbetten<br \/>\nII. Abteilung: 1.688 Krankenbetten<br \/>\nIII. Abteilung: 1.690 Krankenbetten<br \/>\nIV. Abteilung: 1.900 Krankenbetten<br \/>\nV. Abteilung: 1.900 Krankenbetten<br \/>\nZusammen: 9.210 Krankenbetten<\/p>\n<p><em>Der ganze Komplex des Barackenspitales besitzt eine eigene <strong>Kanalisation<\/strong>, welche an die Kanalisation der Stadt Pardubitz angeschlossen ist.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Nutz- zugleich Trinkwasser<\/em><\/strong><em> ist in <strong>allen<\/strong> Baracken und Geb\u00e4uden eingef\u00fchrt. In den Gassen sind <strong>Feuerhydranten<\/strong> aufgestellt.<\/em><\/p>\n<p><em>Das <strong>Wasser<\/strong> wird teils aus dem Wasserwerk der <strong>Stadt Pardubitz<\/strong>, teils aus einer <strong>eigenen Wasserbeschaffungsanlage<\/strong> bezogen. Aus ersterer werden ca. <strong>500 bis 600 Kubikmeter<\/strong> t\u00e4glich geliefert. Der restliche Bedarf, ca. <strong>1000 bis 1200 Kubikmeter<\/strong>, wird von der eigenen Wasserleitung gedeckt. <\/em><\/p>\n<p><strong><em>Elektrische Beleuchtung<\/em><\/strong><em> ist in s\u00e4mtlichen Baracken eingef\u00fchrt. Ebenso sind <strong>alle Stra\u00dfen und Wege<\/strong> im Spital elektrisch beleuchtet. Der <strong>Strom<\/strong> wird von der \u201e<strong>elektrischen Zentrale\u201c<\/strong> der Stadt Pardubitz, die zu diesem Zwecke entsprechend erweitert wurde, geliefert. F\u00fcr die <strong>Notbeleuchtung<\/strong> der Trottoire und Stra\u00dfen sind \u00fcberdies 50 Kandelaber mit Petroleumlampen aufgestellt. <\/em><\/p>\n<p><em>Die <strong>Heizung<\/strong> erfolgt in allen Baracken mittels <strong>gusseisernen \u00d6fen<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fcr <strong>Fuhrwerke, Autos<\/strong> etc. sind mit <strong>Sturzpflaster<\/strong> versehene Stra\u00dfen von 3-4-5 m Breite in einer Gesamtl\u00e4nge von ca. <strong>6.000 m<\/strong> angelegt worden. F\u00fcr <strong>Fu\u00dfg\u00e4nger<\/strong> wurden mit <strong>Schlackenziegel<\/strong> gepflasterte Trottoire oder mit Schlacken gestampfte Fu\u00dfsteige zwischen den Baracken geschaffen.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-24514\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Pardubitz-05-VS.jpg\" alt=\"Pardubitz-05-VS\" width=\"800\" height=\"536\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Pardubitz-05-VS.jpg 800w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Pardubitz-05-VS-300x201.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><strong>Foto: Reinhard Mundsch\u00fctz;<\/strong><\/p>\n<p><em>Der <strong>Brandschutz<\/strong> wird durch die <strong>st\u00e4ndige Feuerwehr<\/strong> der Station ausge\u00fcbt. Drei <strong>Feuerwehrt\u00fcrme<\/strong> 25 m hoch, zwischen den Baracken aufgebaut und mit oberem <strong>W\u00e4chterh\u00e4uschen<\/strong> versehen, erm\u00f6glichen eine leichte \u00dcbersicht \u00fcber die ganze Station.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-24512\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Pardubitz2.jpg\" alt=\"Pardubitz2\" width=\"800\" height=\"532\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Pardubitz2.jpg 800w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Pardubitz2-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><br \/>\n<strong>Foto: Reinhard Mundsch\u00fctz; Blick auf ein Aufnahmegeb\u00e4ude, im Hintergrund sieht man einen der drei Feuerwehrt\u00fcrme<\/strong><\/p>\n<p><em>Die <strong>W\u00e4chterh\u00e4uschen<\/strong> auf den Feuerwehrt\u00fcrmen sind <strong>telefonisch<\/strong> mit den in der ersten Etage der drei T\u00fcrme sich befindlichen <strong>Wachstuben<\/strong> sowie auch mit jenen auf dem <strong>Bahnhofe<\/strong> und in der <strong>Stadt<\/strong> verbunden.<\/em><\/p>\n<p><em>Unter den <strong>Wachstuben <\/strong>in der ersten Etage befindet sich im Erdgeschosse des Turmes ein <strong>Schupfen<\/strong> f\u00fcr Feuerwehrrequisiten, <strong>Wickelmaschinen<\/strong> und Schl\u00e4uche.\u201c<\/em><\/p>\n<p>In der Folge lesen Sie hier noch die detaillierte Beschreibung der Geb\u00e4ude der I. Abteilung:<\/p>\n<p><strong><em>\u201eI. Abteilung \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a02.032 Krankenbetten<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>8 Beobachtungsbaracken (Nr. 1-8)<\/em><\/strong><em>: Mit Z\u00e4unen untereinander isoliert. Jede Baracke hat <strong>9 <\/strong>isolierte <strong>Einzelzimmer<\/strong> mit separatem <strong>Bad<\/strong> und <strong>Kloset<\/strong> und <strong>1<\/strong> Zimmer mit <strong>Bad<\/strong> und <strong>Kloset<\/strong> f\u00fcr die <strong>Pflegerin<\/strong> (zusammen also f\u00fcr <strong>72 Soldaten<\/strong> und <strong>8 Pflegerinnen<\/strong>).<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-24516\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Plan_Pardubitz.jpg\" alt=\"Plan_Pardubitz\" width=\"605\" height=\"774\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Plan_Pardubitz.jpg 605w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Plan_Pardubitz-234x300.jpg 234w\" sizes=\"auto, (max-width: 605px) 100vw, 605px\" \/><\/p>\n<p><strong><em>42 Spitalsbaracken Nr. 1 bis 42<\/em><\/strong><em>, hievon <strong>1 Baracke (Nr. 7) f\u00fcr Offiziere<\/strong> mit 10 Krankenbetten (in isolierten Zimmern)<\/em><\/p>\n<p><strong><em>10 Baracken<\/em><\/strong><em> f\u00fcr <strong>epidemische und venerische Krankheiten<\/strong>: mit Z\u00e4unen isoliert, a 50 Krankenbetten, zusammen <strong>500 Betten<\/strong> und zwar Baracken <strong>Nr. 8,9,10,11,30,31,32,33,34 und 35<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong><em>1 Baracke<\/em><\/strong><em> f\u00fcr <strong>Verbandzwecke<\/strong> (<strong>Nr. 21<\/strong>)<\/em><\/p>\n<p><strong><em>1 Kapelle<\/em><\/strong><em> (katholisch) und <strong>Lesehalle<\/strong> : in der <strong>Baracke Nr. 22<\/strong> untergebracht.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>29 gew\u00f6hnliche Krankenbaracken<\/em><\/strong><em>: f\u00fcr verwundete und kranke Soldaten, mit je 50 Betten, zusammen <strong>1.450<\/strong> Krankenbetten <\/em><\/p>\n<p><strong><em>1 Empfangsgeb\u00e4ude<\/em><\/strong><em>: mit <strong>Wartehallen, Teek\u00fcchen, Aborte und B\u00e4der<\/strong> und zwar:<\/em><\/p>\n<p><strong><em>14 Wannen<\/em><\/strong><em> und <strong>Duschen<\/strong> in Kabinen<\/em><\/p>\n<p><strong><em>12 Wannen<\/em><\/strong><em> und Duschen in der Halle<\/em><\/p>\n<p><strong><em>12 Duschen<\/em><\/strong><em> in der Halle<\/em><\/p>\n<p><strong><em>8 Fu\u00dfb\u00e4der<\/em><\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-24559\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Padubitz_07.jpg\" alt=\"Padubitz_07\" width=\"800\" height=\"518\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Padubitz_07.jpg 800w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Padubitz_07-300x194.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><strong>Foto: Reinhard Mundsch\u00fctz; Blick auf das Empfangsgeb\u00e4ude; hier wurden Infektionsverd\u00e4chtige und \u2013kranke aufgenommen und erstversorgt<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein <strong>Operationspavillon (f\u00fcr Infektionskrankheiten)<\/strong> enth\u00e4lt:<\/em><\/p>\n<p><strong><em>2 Operationss\u00e4le mit Sterilisationsraum<\/em><\/strong><em>, Wartesaal mit Narkose, Raum f\u00fcr <strong>R\u00f6ntgenisierung<\/strong>, Raum f\u00fcr <strong>\u00c4rzte, Krankenw\u00e4rterinnen<\/strong> und Zugeh\u00f6r<\/em><\/p>\n<p><em>1 Veranda f\u00fcr <strong>Tragbahren bei Operationen<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>1 <strong>Bakteriologische Station<\/strong> und <strong>Seziersaal<\/strong>, nebst <strong>Leichenkammer<\/strong> f\u00fcr <strong>infekti\u00f6se Krankheiten<\/strong>, umfasst: 1 gro\u00dfen <strong>Seziersaal<\/strong>, <strong>Laboratorium<\/strong>, <strong>Arbeitszimmer<\/strong> und <strong>Wohnungen<\/strong> f\u00fcr die Bakteriologen, Wohnung f\u00fcr Diener und Zugeh\u00f6r, sowie ein Raum f\u00fcr die <strong>Ausfertigung der Begr\u00e4bnisse<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p><em>1 Geb\u00e4ude f\u00fcr die <strong>Vivisektion<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>1 <strong>Durchgangsgeb\u00e4ude mit Apotheke mit 20 Duschen<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>1 <strong>Entlassungshaus mit 10 Wannen und 8 Duschen<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>1 <strong>K\u00fcche mit 8 Kesseln<\/strong> a 350 Liter Inhalt, 2 <strong>grosse Sparherde<\/strong>, 1 <strong>Backofen f\u00fcr Mehlspeisen<\/strong>, K\u00fcchenapparate, <strong>Fleischhauerei <\/strong>und Zugeh\u00f6r<\/em><\/p>\n<p><em>3 <strong>\u00dcbergabebaracken<\/strong>: f\u00fcr die <strong>\u00dcbergabe der Speisen aus der K\u00fcche<\/strong> in die Baracken, mit <strong>2 Desinfektoren<\/strong> f\u00fcr die Desinfizierung der Bestecke, <strong>Termoforen<\/strong> etc.<\/em><\/p>\n<p><em>1 <strong>\u201eunreine\u201c W\u00e4scherei<\/strong>: f\u00fcr <strong>infizierte W\u00e4sche<\/strong> mit Desinfektionsstation; mit Kesselhaus und Verbrennungsofen. Eingerichtet f\u00fcr <strong>8.000 kg<\/strong> trockene W\u00e4sche in 12 Stunden, 3 Dampfdesinfektoren, 1 Formalindesinfektor, f\u00fcr <strong>6.000 Kleider<\/strong> und W\u00e4sche in 12 Stunden,<\/em><\/p>\n<p><em>Sortierraum, Einweichbottiche, Zentrifugalmaschinen, Kulissen, Trockenkammern, Mangel und B\u00fcgelstuben. \u2013 Das <strong>Seifenwasser<\/strong> wird in unterirdischen Beh\u00e4ltern <strong>filtriert<\/strong> und neu ben\u00fctzt. <strong>Verbrennungsofen<\/strong> f\u00fcr die Verbrennung der <strong>Abf\u00e4lle und des Kehrichtes<\/strong> und die Desinfizierung der Kehrichtsgef\u00e4sse.<\/em><\/p>\n<p><em>1 <strong>Trockenkamme<\/strong>r bei der Infektionsw\u00e4scherei zum W\u00e4schetrocknen in der freien Luft<\/em><\/p>\n<p><em>1 <strong>Benzin-Magazin<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>1 <strong>Kleider- und W\u00e4sche-Magazin<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>1 <strong>Matratzen-Magazin<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>1 <strong>Wohngeb\u00e4ude f\u00fcr das W\u00e4schereipersonal<\/strong>: 8 Zimmer a 5 Betten = 40 Personen, 2 Zimmer a 1 Bett = 2 Personen (gesamt <strong>42 Personen<\/strong>)<\/em><\/p>\n<p><em>1 <strong>Geb\u00e4ude f\u00fcr m\u00e4nnliches Arbeitspersonal<\/strong>: 12 Zimmer zusammen mit <strong>50 Betten<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>1 <strong>Geb\u00e4ude f\u00fcr weibliches Arbeitspersonal<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong><em>3 Kohlenmagazine<\/em><\/strong><em>: 1 f\u00fcr die K\u00fcche , 1 f\u00fcr die Wohnungsbaracken, 1 f\u00fcr die Spital- und Aufnahme-Geb\u00e4ude<\/em><\/p>\n<p><em>1 <strong>Speisemagazin<\/strong>: f\u00fcr die K\u00fcche<\/em><\/p>\n<p><em>1 <strong>Beamten-Wohngeb\u00e4ude<\/strong>: mit 17 Zimmern f\u00fcr 17 Beamte, 2 Zimmern f\u00fcr 1 Verwalter, 2 Zimmern f\u00fcr 4 Dienstboten (zus.: <strong>22 Personen<\/strong>)<\/em><\/p>\n<p><em>2 <strong>Wohngeb\u00e4ude f\u00fcr \u00c4rzte<\/strong>: 13 Zimmer f\u00fcr <strong>13 <\/strong>\u00c4rzte, 3 Wohnungen f\u00fcr <strong>3 <\/strong>\u00c4rzte (Primarius, Sekundarius + Assistent), 2 Zimmer a 4 Dienstboten (zusammen 20 Personen; daher in 2 Geb\u00e4uden <strong>40 Personen<\/strong>)<\/em><\/p>\n<p><em>2 <strong>Wohngeb\u00e4ude f\u00fcr Pflegerinnen<\/strong>: in einem Geb\u00e4ude 43 Zimmer a 2 Betten = <strong>86 Personen<\/strong>, 1 Zimmer a 3 Betten = 3 Personen, 2 Zimmer a 1 Person = 2 Personen (gesamt in einem Geb\u00e4ude 91 Personen, in <strong>zwei Geb\u00e4uden 182 Personen<\/strong>)<\/em><\/p>\n<p><em>1 <strong>Administrationsgeb\u00e4ude<\/strong>: mit Telefonzentrale der I. Gruppe<\/em><\/p>\n<p><em>1 <strong>Werkst\u00e4ttengeb\u00e4ude<\/strong>: f\u00fcr die <strong>Erhaltung<\/strong> der Baracken, Werkst\u00e4tten f\u00fcr <strong>Tischler, Schlosser, Klempner, Installateure <\/strong>etc.<\/em><\/p>\n<p><em>3 <strong>gemauerte Kehrichtgruben<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>1 <strong>Kaserne f\u00fcr 80 Mann<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>1 <strong>Wachstube mit Gef\u00e4ngnis<\/strong>: Wachstube f\u00fcr 14 Mann; Gef\u00e4ngnis f\u00fcr <strong>6 isolierte<\/strong> Str\u00e4flinge, f\u00fcr <strong>5 gemeinschaftliche<\/strong> Str\u00e4flinge<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Kl\u00e4r- Kanaliserungsgruben<\/em><\/strong><em>: mit Desinfektionsstation System \u201eDittler\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>1 <strong>Schupfen f\u00fcr Gartenger\u00e4te<\/strong>: bei dem \u201eunreinen\u201c Geleise<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-24523\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Pardubitz-08-VS.jpg\" alt=\"Pardubitz-08-VS\" width=\"800\" height=\"525\" srcset=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Pardubitz-08-VS.jpg 800w, https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Pardubitz-08-VS-300x197.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><strong>Foto: Reinhard Mundsch\u00fctz<\/strong><\/p>\n<p>Zum Betrieb des Spitals 1916 lesen Sie bitte auch folgende Artikel:<\/p>\n<p>Aus der k. u. k. Verwundeten- und Krankenstation in Pardubitz <a href=\"http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno?aid=vlz&amp;datum=19160704&amp;seite=2&amp;zoom=33&amp;query=%22pardubitz%22&amp;provider=P02&amp;ref=anno-search\">http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno?aid=vlz&amp;datum=19160704&amp;seite=2&amp;zoom=33&amp;query=%22pardubitz%22&amp;provider=P02&amp;ref=anno-search<\/a><\/p>\n<p>Neuverpachtung der Kantine \u2013 Ausschreibung <a href=\"http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno?aid=pab&amp;datum=19161009&amp;seite=8&amp;zoom=33&amp;query=%22pardubitz%22&amp;provider=P02&amp;ref=anno-search\">http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno?aid=pab&amp;datum=19161009&amp;seite=8&amp;zoom=33&amp;query=%22pardubitz%22&amp;provider=P02&amp;ref=anno-search<\/a><\/p>\n<p>Das Riesenmilit\u00e4rspital in Pardubitz <a href=\"http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno?aid=tsa&amp;datum=19161021&amp;seite=4&amp;zoom=33&amp;query=%22pardubitz%22&amp;provider=P02&amp;ref=anno-search\">http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno?aid=tsa&amp;datum=19161021&amp;seite=4&amp;zoom=33&amp;query=%22pardubitz%22&amp;provider=P02&amp;ref=anno-search<\/a><\/p>\n<p>Text: Reinhard Mundsch\u00fctz<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?cat=1153\">\u201c1. Weltkrieg &amp; Medizin\u201d \u2013&gt;alle Beitr\u00e4ge<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ \/ PARDUBICE in B\u00f6hmen 1914 \u2013 1918 Teil 3.1 &#8211; Das Barackenspital im Fr\u00fchjahr 1916 aus der \u201eSicht des Milit\u00e4rs\u201c Anl\u00e4sslich der \u00dcbergabe des Barackenspitals an die Heeresverwaltung im Juli 1916 war im Fr\u00fchjahr ein genaues Verzeichnis aller Objekte angelegt und eine detailgetreue Beschreibung der Anlage angefertigt worden. Lesen &hellip; <a href=\"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=24505\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">&#8222;1. Weltkrieg &#038; Medizin&#8220; [30]: Das Reservespital Nr. 2 in Pardubitz \/ Pardubice in B\u00f6hmen 1914 &#8211; 1918 (Teil 3.1)<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1153,2,17],"tags":[1272,1169,1273,1277,1270,62,1278,1279,1269,1268,1274,1271,1280,1164,1276,1275],"class_list":["post-24505","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-1-weltkrieg-medizin","category-news","category-news2","tag-1914-1918","tag-erster-weltkrieg","tag-k-u-k-armee-reservespital-nr-2-boehmen","tag-karantena-first-world-war","tag-kriegsspital","tag-medizin","tag-military-healthcare","tag-military-hospital","tag-pardubice","tag-pardubitz","tag-prvni-svetova-valka","tag-quarantaene","tag-quarantine","tag-sanitatswesen","tag-valecna-nemocnice","tag-vojenske-zdravotnictvi"],"views":32088,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24505","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24505"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24505\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24652,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24505\/revisions\/24652"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24505"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24505"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24505"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}