{"id":22847,"date":"2015-05-01T01:42:45","date_gmt":"2015-05-01T00:42:45","guid":{"rendered":"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=22847"},"modified":"2015-09-22T20:57:14","modified_gmt":"2015-09-22T19:57:14","slug":"1-weltkrieg-medizin-22-die-beginnende-ernahrungskrise-im-kriegsjahr-1915-durig-arnold-frankel-sigmund-falta-wilhelm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=22847","title":{"rendered":"&#8222;1. Weltkrieg &#038; Medizin&#8220; [22]: Die beginnende Ern\u00e4hrungskrise im Kriegsjahr 1915 \u2013 Durig Arnold, Fr\u00e4nkel Sigmund, Falta Wilhelm."},"content":{"rendered":"<p><strong>Die beginnende Ern\u00e4hrungskrise im Kriegsjahr 1915 \u2013 Durig Arnold, Fr\u00e4nkel Sigmund, Falta Wilhelm.<\/strong><\/p>\n<p>Bereits in der ersten Jahresh\u00e4lfte 1915 kam es in der Monarchie zu ersten sp\u00fcrbaren Nahrungsmittelengp\u00e4ssen: sichtbar beispielsweise an den Wiener M\u00e4rkten in Form von massiven Teuerungen oder im Aufkommen des Schleichhandels als alternative Wirtschaftsform, Kriegsk\u00fcchen zur Massenausspeisung, Nahrungsmittelsammlungen f\u00fcr Arbeitslose und der Rationierung bestimmter Nahrungsmittel. In den folgenden Jahren, vor allem ab 1917 lie\u00dfen die zunehmende Lebensmittelverknappung soziale Konflikte (Hungerdemonstrationen, Pl\u00fcnderungen u.a.) ausbrechen und stellte nahezu die gesamte Bev\u00f6lkerung t\u00e4glich vor die existenzielle Frage des \u00dcberlebens. Der H\u00f6hepunkt der Ern\u00e4hrungskrise wurde vielerorts, vor allem in den Ballungszentren wie Wien, erst nach dem Krieg in den Jahren 1919\/20 erreicht.<\/p>\n<p>Die zunehmend beginnende Ressourcenverknappung ab dem Jahr 1915 war unter anderem dem Umstand gezollt, dass es keine Bevorratungswirtschaft gab. Hinzu kam der sich bemerkbar machende Erfolg durch die von der Entente 1914 verh\u00e4ngte Blockade, die die Zufuhr von Lebensmitteln unm\u00f6glich machte. Ebenso wirksam war die im Herbst 1914 erfolgte Besetzung weiter Teile Galiziens und der Bukowina durch die russische Armee, die zu einem Totalausfall der Lebensmittelzufuhr aus dieser traditionellen \u201eKornkammer\u201c der Monarchie f\u00fchrte. Weiter sind die rapide sinkende Produktivit\u00e4t der landwirtschaftlichen \u00d6konomien durch den Arbeitsausfall der zum Milit\u00e4rdienst Eingezogenen zu nennen, sowie Ernteausf\u00e4lle durch den explodierenden Bedarf an Nahrungsmitteln der Armee, die noch dazu in den hinter der Front liegenden Gebieten Raubz\u00fcge in Form von Requirierungen und Pl\u00fcnderungen f\u00fcr den Eigenbedarf vollzog.<\/p>\n<p>Hunger, Unterern\u00e4hrung und die damit in Folge auftretenden Krankheiten wurden somit immer mehr zum Lebensalltag einer gegen\u00fcber der Kriegswirtschaft nachrangig gestellten Zivilbev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Fragen der Ern\u00e4hrung waren daher am Beginn des Ersten Weltkrieges zun\u00e4chst ein allgemein gehaltenes Thema, sp\u00e4ter, infolge der massenhaften Unterern\u00e4hrungen und deren Auswirkungen, Gegenstand einer Reihe von Fachdisziplinen.<\/p>\n<p>Im Sommer 1915 erschien vom Physiologen Arnold D\u00fcrig in der Zeitschrift <em>Das \u00f6sterreichische Sanit\u00e4tswesen<\/em>, (Nr. 9-10) ein Aufsatz unter dem Titel: <em>Die Volksern\u00e4hrung w\u00e4hrend des Krieges.<\/em><\/p>\n<p>[Teilbibliothek f\u00fcr Geschichte der Medizin, Sign. 1.754]<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/webapp.uibk.ac.at\/alo_cat\/card.jsp?id=8562579&amp;pos=0&amp;phys\">http:\/\/webapp.uibk.ac.at\/alo_cat\/card.jsp?id=8562579&amp;pos=0&amp;phys<\/a>=<\/p>\n<p><strong>Arnold Durig<\/strong> (*12.11.1872 in Innsbruck\/Tirol, +18.10.1961 in Schruns\/Vorarlberg). Durig studierte zun\u00e4chst Medizin in Graz an der Leopold-Franzens-Universit\u00e4t, wo er 1898 promovierte. Danach arbeitete er als Assistenzarzt an verschiedenen Innsbrucker Kliniken und danach als Landarzt in Nieder\u00f6sterreich. 1900 kam er an das Physiologische Institut der Medizinischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Wien, wo er sich am 25.6.1902 im Fach Physiologie habilitierte. Nach einem Studienaufenthalt in Oxford arbeitete er an der <em>Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin<\/em>. 1903 wurde Durig an die Hochschule f\u00fcr Bodenkultur in Wien berufen und im M\u00e4rz 1904 zum au\u00dferordentlichen, im Januar 1905 zum ordentlichen Professor ernannt. Am 2. Dezember 1918 \u00fcbernahm er als Nachfolger von Siegmund Exner-Ewarten den Lehrstuhl f\u00fcr Physiologie an der Medizinischen Fakult\u00e4t. Am 31. Mai 1938 wurde er als Ordinarius f\u00fcr Physiologie zwangspensioniert und vor\u00fcbergehend verhaftet und unmittelbar nach dem Krieg am 1. Mai 1945 aus Altersgr\u00fcnden in den Ruhestand versetzt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Durig_Arnold\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Durig_Arnold1.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"547\" align=\"left\" \/><\/p>\n<p>Weblog: \u201eVertrieben 1938\u201c: <a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=609\">https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=609<\/a><\/p>\n<p>Im Ersten Weltkrieg war er ab Juli 1915 Abteilungsleiter im Lazarett der Festung Sarajevo. Gegen Kriegsende leitete er als Oberstabsarzt das k. u. k. Kriegsspital Grinzing in Wien, das mit 60 Baracken f\u00fcr 6.000 verwundete Soldaten zum gr\u00f6\u00dften Notspital der Monarchie z\u00e4hlte.<\/p>\n<p>In den Nachkriegsjahren arbeitete er weiter an den Problemen der Volksern\u00e4hrung. In seiner Antrittsvorlesung, am 31. Oktober 1918 an der Universit\u00e4t Wien gehalten, besch\u00e4ftigte er sich mit dem Thema: <em>Physiologie als Unterrichtsgegenstand. Erhebungen \u00fcber die Ern\u00e4hrung der Wiener Bev\u00f6lkerung<\/em>. Abgedruckt in der Wiener Medizinischen Wochenschrift, Nr. 44, 2.11.1918, S. 1925-1949<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=wmw&amp;datum=1918&amp;size=45&amp;page=869\">http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=wmw&amp;datum=1918&amp;size=45&amp;page=869<\/a><\/p>\n<p>Durig Arnold, <em>Moderne Ern\u00e4hrungsfragen<\/em>, in: Wiener Medizinische Wochenschrift, Nr. 8, 19.2.1921, 357-362.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=wmw&amp;datum=1921&amp;page=167&amp;size=45\">http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=wmw&amp;datum=1921&amp;page=167&amp;size=45<\/a><\/p>\n<p>Durig Arnold, Moderne <em>Ern\u00e4hrungsfragen (Teil II)<\/em>, in: Wiener Medizinische Wochenschrift, Nr. 9, 26.2.1921, 409-415.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=wmw&amp;datum=1921&amp;size=45&amp;page=189\">http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=wmw&amp;datum=1921&amp;size=45&amp;page=189<\/a><\/p>\n<p>Durig Arnold, <em>Moderne Ern\u00e4hrungsfragen (Teil III)<\/em>, in: Wiener Medizinische Wochenschrift, Nr. 10, 5.3.1921, 448-415.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=wmw&amp;datum=1921&amp;size=45&amp;page=204\">http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=wmw&amp;datum=1921&amp;size=45&amp;page=204<\/a><\/p>\n<p>Durig Arnold, <em>Moderne Ern\u00e4hrungsfragen (Teil IV und Schluss)<\/em>, in: Wiener Medizinische Wochenschrift, Nr. 12, 19.3.1921, 554-559.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=wmw&amp;datum=1921&amp;size=45&amp;page=249\">http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=wmw&amp;datum=1921&amp;size=45&amp;page=249<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Krieges kam ein eigenes Literaturgenre auf, das kriegsbedingte praktische Koch- und Ern\u00e4hrungshilfen anbot. Dazu z\u00e4hlte das 1915 herausgegebene <em>Gem\u00fcsekochbuch der k.k. Gartenbaugesellschaft in Wien<\/em>, oder das Buch <em>Kriegsk\u00fcche, Praktische und billige Rezepte mit Gerstenmehl, Maismehl, Kartoffelmehl und anderen Ersatzmehlen, Wien 1915<\/em>), das Ratschl\u00e4ge und preiswerte Rezepte samt daf\u00fcr geeigneter Nahrungsmittel einem breiten Publikum zur Lebenserhaltung versprach.<\/p>\n<p>In diesem Kontext erschienen im Herbst 1914 auch in der Zeitschrift der Milit\u00e4rarzt vom <strong>Adolf Cluss<\/strong>, Professor an der Hochschule f\u00fcr Bodenkultur und Mitglied des Lebensmittelbeirates im k.k. Ministerium des Inneren, zwei Aufs\u00e4tze mit \u00dcberlegungen zu alternativen Nahrungs- und Verpflegungsquellen:<\/p>\n<p>Dr. Ad. Cluss, <em>Getrocknete Bierhefe als Nahrungs- und Futtermittel. Ein Beitrag zur Ern\u00e4hrungsfrage in Kriegszeiten<\/em>, in: Der Milit\u00e4rarzt, 5.9.1914, Nr. 18, S. 362-366.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=dma&amp;datum=1914&amp;size=45&amp;page=187\">http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=dma&amp;datum=1914&amp;size=45&amp;page=187<\/a><\/p>\n<p>Dr. Ad. Cluss, <em>Beitr\u00e4ge zu der praktischen Verwendung der Trockenhefe als Nahrungs- und Futtermittel<\/em>, in: Der Milit\u00e4rarzt, 17.10.1914, Nr. 18, S. 461-466.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=dma&amp;datum=1914&amp;page=237&amp;size=45\">http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=dma&amp;datum=1914&amp;page=237&amp;size=45<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Juni ver\u00f6ffentlichte der Physiologe <strong>Wilhelm Falt<\/strong>a einen Aufsatz, der seinen Vortrag, gehalten in der Sitzung der <em>Gesellschaft f\u00fcr die gesamte Therapie<\/em> am 26. Mai 1915 zusammenfasste, unter dem Titel: <em>Krankenern\u00e4hrung w\u00e4hrend des Krieges<\/em> in der Zeitschrift Wiener Medizinische Wochenschrift, Nr. 25, 19.6.1915, S. 949-957.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=wmw&amp;datum=1915&amp;page=482&amp;size=45\">http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=wmw&amp;datum=1915&amp;page=482&amp;size=45<\/a><\/p>\n<p><strong>Wilhelm Falta<\/strong> (*6. 5.1875 Karlsbad, B\u00f6hmen\/Tschechische Republik, +15.7.1950 Obermarkersdorf\/Oberhollabrunn\/ Nieder\u00f6sterreich). Nach dem Studium der Medizin in Prag und Stra\u00dfburg arbeitete er zun\u00e4chst in Prag an der Lehrkanzel f\u00fcr Physiologie und medizinischer Chemie. Weitere Ausbildungsst\u00e4tten waren die Medizinische Klinik im Basler B\u00fcrgerspital, wo er sich 1904 im Fach Innere Medizin habilitierte, und an der Medizinischen Fakult\u00e4t an der Universit\u00e4t Wien an der I. Medizinischen Universit\u00e4ts-Klinik unter Carl von Noorden (1858-1944) und Karel Frederik Wenckebach (1864-1940). 1914 erhielt er hier die a.o. Titularprofessur und 1917 wurde er zum a.o. Professor ernannt. Seine Arbeitsgebiete waren die Erforschung von Stoffwechselerkrankungen, insbesondere der Diabetes mellitus. Von 1917 bis 1944 war Falta als Primararzt und Vorstand an der I. Medizinischen Abteilung des Kaiserin-Elisabeth-Spital t\u00e4tig. (Zun\u00e4chst ab 1918 an der III. Medizinischen Abteilung und danach ab 1922 an der I. Medizinischen Abteilung). Nach der Zerst\u00f6rung seiner Abteilung durch Bombentreffer im Februar 1945 kam es zur Verlegung seiner Abteilung in das Krankenhaus \u201eAm Steinhof\u201c zu verlegen, wo er bis 1947 wirkte. Falta war Mitglied der Gesellschaft der \u00c4rzte und der Gesellschaft f\u00fcr innere Medizin sowie Mitherausgeber der Publikationsreihe <em>Wiener Archiv f\u00fcr Innere Medizin<\/em>.<\/p>\n<p>Von Wilhelm Falter finden sich zahlreiche Publikationen an der Teilbibliothek f\u00fcr Geschichte der Medizin. Darunter:<\/p>\n<p>Falta, Wilhelm<em>, Zur Reform des medizinische Unterrichts.<\/em> In. Wiener klinische Wochenschrift, 1918, Nr. 51, S. 1352. [Teilbibliothek f\u00fcr Geschichte der Medizin, Sign. Abschr. 428]<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/webapp.uibk.ac.at\/alo_cat\/card.jsp?id=12019399&amp;pos=1&amp;phys\">http:\/\/webapp.uibk.ac.at\/alo_cat\/card.jsp?id=12019399&amp;pos=1&amp;phys<\/a>=<\/p>\n<p>Falta Wilhelm, <em>Die Erkrankungen der Blutdr\u00fcsen<\/em> , Berlin 1913.<\/p>\n<p>[Teilbibliothek f\u00fcr Geschichte der Medizin, Sign. 4.756]<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/webapp.uibk.ac.at\/alo_cat\/card.jsp?id=12051656&amp;pos=3&amp;phys\">http:\/\/webapp.uibk.ac.at\/alo_cat\/card.jsp?id=12051656&amp;pos=3&amp;phys<\/a>=<\/p>\n<p>Falta Wilhelm (Hg.), <em>Strahlentherapie.<\/em> Sonder-Bd.\/2.4.5.8.9.12.15.16.19.20., Berlin-Wien 1917-1935.<\/p>\n<p>[Teilbibliothek f\u00fcr Geschichte der Medizin, Sign. 61.713]<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/webapp.uibk.ac.at\/alo_cat\/card.jsp?id=8566597&amp;pos=2&amp;phys\">http:\/\/webapp.uibk.ac.at\/alo_cat\/card.jsp?id=8566597&amp;pos=2&amp;phys<\/a>=<\/p>\n<p>Falta Wilhelm, <em>Die Behandlung innerer Krankheiten mit radioaktiven Substanzen,<\/em> Berlin 1918.<\/p>\n<p>[Teilbibliothek f\u00fcr Geschichte der Medizin, Sign. 4.203]<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/webapp.uibk.ac.at\/alo_cat\/card.jsp?id=12044852&amp;pos=7&amp;phys\">http:\/\/webapp.uibk.ac.at\/alo_cat\/card.jsp?id=12044852&amp;pos=7&amp;phys<\/a>=<\/p>\n<p>Falta Wilhelm, <em>Die Zuckerkrankheit<\/em> , Halle an der Saale 1953.<\/p>\n<p>[Teilbibliothek f\u00fcr Geschichte der Medizin, Sign. 59.495]<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/webapp.uibk.ac.at\/alo_cat\/card.jsp?id=11965913&amp;pos=2&amp;phys\">http:\/\/webapp.uibk.ac.at\/alo_cat\/card.jsp?id=11965913&amp;pos=2&amp;phys<\/a>=<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ebenfalls 1915 erschien von Prof. <strong>Sigmund Fr\u00e4nkel<\/strong>, der in Wien am Laboratorium der Spiegler-Stiftung arbeitete, ein Aufsatz unter dem Titel: <em>Allgemeine Grundprinzipien der Ern\u00e4hrung im Krieg<\/em>, abgedruckt in der: Wiener Medizinische Wochenschrift, Nr. 34, 21.8.1915, S. 1265-1266.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=wmw&amp;datum=1915&amp;page=640&amp;size=45\">http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno-plus?aid=wmw&amp;datum=1915&amp;page=640&amp;size=45<\/a><\/p>\n<p>Sigmund Fr\u00e4nkel (*22.05.1868 Krakau\/Galizien, +07.06.1939 Wien). Nach dem Studium der Medizin in Wien, Freiburg, Prag, Cambridge und Stra\u00dfburg promovierte er 1892 an der Medizinischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Wien. 1896 habilitierte er sich ebenfalls in Wien. Er arbeitete auf dem Gebiet der physiologischen Chemie. 1904 \u00fcbernahm er die Leitung des Laboratoriums der Spiegler-Stiftung. 1916 wurde er zum a.o. Professor f\u00fcr medizinische Chemie an der Universit\u00e4t Wien. Er unternahm zahlreiche Forschungsreisen nach Asien, Afrika und Nordamerika. Fr\u00e4nkel, der auch schon fr\u00fch in der Volksbildung t\u00e4tig war, war zwischen 1919 bis 1927 f\u00fcr die Sozialdemokratische Partei Mitglied des Wiener Gemeinderats. 1919 wurde er vom Wiener B\u00fcrgermeister Reumann wegen des massiven Energiemangels beauftragt Pl\u00e4ne zur Errichtung von Wasserkraftwerken zur Energieversorgung der Stadt zu erstellen. Diese Arbeiten m\u00fcndeten in den Bau der st\u00e4dtischen Wiener Wasserkraftwerke in Opponitz und in Kienberg-Gaming. 1938 war er aufgrund der NS-Rassengesetze der NS-Verfolgung ausgesetzt.<\/p>\n<p>Weitere Arbeiten von ihm, die an der Teilbibliothek f\u00fcr Geschichte der Medizin erhalten sind, sind u.a.:<\/p>\n<p>Fr\u00e4nkel Sigmund, <em>Dynamische Biochemie. Chemie der Lebensvorg\u00e4nge,<\/em> Wiesbaden 1911.<\/p>\n<p>[Teilbibliothek f\u00fcr Geschichte der Medizin, Sign. 9.787]<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/webapp.uibk.ac.at\/alo_cat\/card.jsp?id=8569981&amp;pos=0&amp;phys\">http:\/\/webapp.uibk.ac.at\/alo_cat\/card.jsp?id=8569981&amp;pos=0&amp;phys<\/a>=<\/p>\n<p>Fr\u00e4nkel Sigmund, <em>Praktikum der medizinischen Chemie einschlie\u00dflich der forensischen Nachweise f\u00fcr Mediziner und Chemiker.<\/em> Urban &amp; Schwarzenberg, Berlin\/Wien 1918.<\/p>\n<p>[Teilbibliothek f\u00fcr Geschichte der Medizin, Sign. 56.872]<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/webapp.uibk.ac.at\/alo_cat\/card.jsp?id=8569988&amp;pos=3&amp;phys\">http:\/\/webapp.uibk.ac.at\/alo_cat\/card.jsp?id=8569988&amp;pos=3&amp;phys<\/a>=<\/p>\n<p>Fr\u00e4nkel Sigmund, <em>Die Arzneimittel-Synthese auf Grundlage der Beziehungen zwischen chemischem Aufbau und Wirkung. F\u00fcr \u00c4rzte, Chemiker und Pharmazeuten,<\/em> 3., umgearb. Aufl., Berlin 1912.<\/p>\n<p>[Teilbibliothek f\u00fcr Geschichte der Medizin\/Bibliothek der Gesellschaft der \u00c4rzte, Sign. I\/17.798]<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/webapp.uibk.ac.at\/alo_cat\/card.jsp?id=12332150&amp;pos=3&amp;phys\">http:\/\/webapp.uibk.ac.at\/alo_cat\/card.jsp?id=12332150&amp;pos=3&amp;phys<\/a>=<\/p>\n<p>Text: Walter Mentzel<\/p>\n<p>\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2013<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?cat=1153\">\u201c1. Weltkrieg &amp; Medizin\u201d \u2013&gt;alle Beitr\u00e4ge<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die beginnende Ern\u00e4hrungskrise im Kriegsjahr 1915 \u2013 Durig Arnold, Fr\u00e4nkel Sigmund, Falta Wilhelm. 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