{"id":10156,"date":"2012-01-23T10:56:52","date_gmt":"2012-01-23T09:56:52","guid":{"rendered":"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=10156"},"modified":"2012-01-23T10:56:52","modified_gmt":"2012-01-23T09:56:52","slug":"die-besten-wissenschaftsbucher-sind-gekurt-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ub.meduniwien.ac.at\/blog\/?p=10156","title":{"rendered":"Die besten Wissenschaftsb\u00fccher sind gek\u00fcrt!"},"content":{"rendered":"<p>Die Sieger der Wahl <strong>\u201cDas beste Wissenschaftsbuch\u201d<\/strong> stehen fest.<br \/>\nMehr als 20.000 Votings wurden abgegeben.<br \/>\nIn der Kategorie <strong>\u201cMedizin und Biologie\u201d<\/strong> wurde das Buch von Ren\u00e9e Schroeder zum Siegerbuch gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Die Sieger-AutorInnen erhalten von Wissenschaftsminister Karlheinz T\u00f6chterle am 14. Februar 2012 ihre Auszeichnung. Falls Sie bei dieser Veranstaltung in Wien dabei sein m\u00f6chten, schicken Sie ein E-Mail an araminta.beck@bmwf.gv.at<\/p>\n<blockquote><p>Ren\u00e9e Schr\u00f6der<br \/>\nDie Henne und das Ei. Auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens.<br \/>\nResidenz<br \/>\nRNA, das hat man im Biologie-Unterricht einmal geh\u00f6rt. Was die Ribonukleins\u00e4ure denn nun genau war, ist vielen nicht mehr gel\u00e4ufig. Erstmals erfahren Nicht-Biologen hier von ihrer weltbewegenden Bedeutung. <\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ub-blog.meduniwien.ac.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/schroeder.jpg\" alt=\"schroeder\" title=\"schroeder\" width=\"194\" height=\"300\" align=\"left\" size-full wp-image-10159\" \/> &#8222;\u00dcber das Buch:<br \/>\nAm Anfang war die Henne. Oder doch das Ei? Das Dilemma findet sich in vielen Situationen &#8211; und auch zu Beginn allen Lebens auf der Erde. Aus den Aminos\u00e4uren der Ursuppe mussten vor etwa 3,5 Milliarden Jahren Eiwei\u00dfe entstanden sein. Aber wie? Lange Zeit gab es unter den Wissenschaftlern zwei Lager: Die eine Fraktion argumentierte, die Information f\u00fcr die Produktion der Proteine m\u00fcsse zuerst da gewesen sein, auf DNA (Desoxyribonukleins\u00e4ure) gespeichert wie in unseren Genen. Die andere meinte, ohne Proteine k\u00f6nne es nie DNA gegeben haben. &#8222;Auf einmal kam ein dritter Spieler aufs Feld: die Ribonukleins\u00e4ure, die RNA&#8220; beschreibt Ren\u00e9e Schroeder die m\u00f6gliche L\u00f6sung des Dilemmas: &#8222;Sie kann n\u00e4mlich beides. Sie kann Bauplan sein und den Stoffwechsel antreiben.&#8220; RNA, das ist jener Stoff, der die Information unserer Gene an die Eiwei\u00df-Produktions-Abteilung weitergibt. Die von Schroeder vertretene &#8222;RNA-Welt Hypothese&#8220; besagt, dass sie das erste biologisch aktive Molek\u00fcl auf unserem Planeten war. Zum Beleg dieser Hypothese hat sie selbst einiges beigetragen. Seit \u00fcber 20 Jahren erforscht die Biochemikerin RNA. Heute ist sie Professorin an den Max F. Perutz Laboratories, einem Joint Venture von Uni und Meduni Wien. In ihrem ersten popul\u00e4rwissenschaftlichen Buch blickt die Grundlagen-Forscherin weit voraus in Richtung Anwendungen. Zum Beispiel zur Therapie von Krebs: da k\u00f6nnten RNA-Molek\u00fcle die Botschaft &#8222;Stopp!&#8220; an wuchernde Zellen \u00fcberbringen. Doch die Schroeder geht noch ein paar Schritte weiter. Dass sie ethische Fragen der Genetik er\u00f6rtert, ist nahe liegend &#8211; zumal sie jahrelang der Bioethikkomission angeh\u00f6rte. Weniger zwingend erscheinen ihre Ausf\u00fchrungen zu den Themen Gender und Bildung. Wenn Schroeder ihre eigenen Erziehungsmethoden als Beispiel einbringt, mag sich der Bogen f\u00fcr manchen Leser zu weit spannen. Unbestreitbar ist, dass hier zwischen allgemein anerkannten Ergebnissen und eigener Meinung stets scharf getrennt wird. Was h\u00e4lt, ist der Spannungsbogen. Der Forscherin und ihrer Koautorin, der jungen Journalistin Ursel Nendzig gelingt ein kleines Kunstst\u00fcck: Einerseits ziehen Sie einen roten Faden durch das Buch. Andererseits k\u00f6nnen sie tats\u00e4chlich das zu Beginn gegebene Versprechen halten, man m\u00fcsse es nicht in einem St\u00fcck lesen. Selbst wenn man ein Kapitel mittendrin aufschl\u00e4gt, sind die Dinge so schl\u00fcssig erkl\u00e4rt, dass man auch ohne Vorkenntnisse gut mitkommt. Am Ende des Weges wei\u00df man einiges mehr \u00fcber Genetik und die Entstehung des Lebens im Allgemeinen sowie die wunderbare Wirkungsweise der RNA im Speziellen &#8211; und das ohne sich jemals ernsthaft angestrengt zu haben. <\/p>\n<p><strong>AutorIn <\/strong>Ren\u00e9e Schroeder, geb. 1953 in Brasilien, studierte Biochemie in Wien und New York. Habilitation in Genetik. Seit 2005 leitet sie das Department f\u00fcr Biochemie an der Universit\u00e4t Wien. Seit 2010 ist sie Mitglied des Rates f\u00fcr Forschung und Technologieentwicklung. 2002 war sie \u00d6sterreichische Wissenschaftlerin des Jahres. 2003 erhielt sie den Wittgenstein-Preis und wurde als eine der ersten Frauen wirkliches Mitglied der \u00d6sterreichischen Akademie der Wissenschaften.&#8220;<br \/>\nBild und Text aus der Website <a href=\"http:\/\/www.wissenschaftsbuch.at\/\">http:\/\/www.wissenschaftsbuch.at\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sieger der Wahl \u201cDas beste Wissenschaftsbuch\u201d stehen fest. Mehr als 20.000 Votings wurden abgegeben. In der Kategorie \u201cMedizin und Biologie\u201d wurde das Buch von Ren\u00e9e Schroeder zum Siegerbuch gew\u00e4hlt. Die Sieger-AutorInnen erhalten von Wissenschaftsminister Karlheinz T\u00f6chterle am 14. Februar 2012 ihre Auszeichnung. 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