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„1. Weltkrieg & Medizin“ [53]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.7 – Ärztinnen und Ärzte

Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Folge 8.7 – Ärztinnen und Ärzte

M – N

Die Ärzte im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)

MAIXNER, Emmerich jun.

Geboren 1887 in Prag, studierte Maixner nach Ablegung der Matura an der böhmischen Universität in Prag Medizin und promovierte hier am 21. Dezember 1911.

Nach einer Ausbildung zum Internisten meldete er sich nach Kriegsbeginn zum Dienst in der Beobachtungsstation Chrudim in Böhmen. Von dieser wechselte er am 21. April 1915 in das Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz.

Hier blieb er bis zur Übernahme des Spitals in die Heeresverwaltung und wurde dann zur k. u. k. Armee eingezogen; im Dezember 1916 war er an die Personalsammelstelle Laibach (an die Front) „abgegangen“.

MALY, Vladimir

Geboren im Jahr 1888 war er nach Prag heimatzuständig.

Er arbeitete vor dem Krieg als „externer Arzt“ im Allgemeinen Öffentlichen Krankenhaus in Prag.

Nach Kriegsbeginn meldete er sich zum Dienst im Kriegsspital/Reservespital Nr. in Pardubitz und arbeitete hier vom

15. März 1915 bis 23. Juni 1915 und

— vom 24. März 1916 bis zur Übergabe an die Heeresverwaltung im August 1916

Hierauf wurde er als „invalid“ eingestuft und aus dem Spital entlassen.

MARSCHAL (Marsal), Christian (Kristian)

Geboren 1868 war er heimatzuständig nach Tschelakowitz https://de.wikipedia.org/wiki/%C4%8Cel%C3%A1kovice

Hier war er auch bis zum Kriegsbeginn als praktischer Arzt tätig.

Vom 2. Juli 1915 bis zur Übergabe an die Heeresverwaltung im August 1916 war er im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz angestellt.

MARTIN, Rudolf

Er wurde am 11. März 1873 in Hermannstädtel https://de.wikipedia.org/wiki/He%C5%99man%C5%AFv_M%C4%9Bstec geboren.

Nach einem zehnsemestrigen Studium der Medizin an der böhmischen Universität in Prag promovierte er hier am 29. Dezember 1898 zum Doktor der gesamten Heilkunde. Nach seiner Promotion praktizierte er an verschiedenen Abteilungen des Allgemeinen Öffentlichen Krankenhauses in Prag bis 1903.

Bereits am 28. April 1894 war er als „einjährig freiwilliger Mediziner auf Staatskosten“ zum Infanterieregiment Nr. 87 beim Garnisonspital Nr. 11 in Prag in die k. u. k. Armee eingetreten.

Vor dem Krieg arbeitete er als praktischer Arzt in Pardubitz.

Nach Kriegsbeginn, im Range eines Landsturmassistenzarztes zur aktiven Kriegsdienstleistung einberufen, diente er vom 25. Juli 1914 bis 10. März 1915 beim Spitalszug Nr. 24.

Aufgrund seines Versetzungsgesuches wurde er im März 1915 schließlich dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zugeteilt. Hier versah er seinen Dienst in der 5. Abteilung/Sektion.

MARZIN, Anton

Er wurde in Leitmeritz https://de.wikipedia.org/wiki/Litom%C4%9B%C5%99ice 1868 geboren.

Nach seinem Medizinstudium an der deutschen Universität in Prag, wo er auch am 3. Februar 1900 promovierte, erhielt er bald eine Stelle als Stadtarzt in Bodenbach an der Elbe https://de.wikipedia.org/wiki/D%C4%9B%C4%8D%C3%ADn.

Im Weltkrieg im Jahr 1916 zur Militärdienstleistung einberufen, kam er in das Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz, wo er bis Kriegsende in der 1. Abteilung/Sektion arbeitete.

Er verstarb im Dezember 1922 in Bodenbach.

MAUDR/MAUDER, Anton

Er war vor dem Krieg Arzt in Königgrätz https://de.wikipedia.org/wiki/Hradec_Kr%C3%A1lov%C3%A9

In den Listen des Kriegsspitals/Reservespitals Nr. 2 in Pardubitz wird er Anfang 1918 zum ersten Mal erwähnt – als „Stomatologe“ (=Zahnarzt) in der 2. Abteilung/Sektion.

MESANY, Franz

Er war vor dem Krieg Primarius des Bezirkskrankenhauses in Pardubitz.

Nach Kriegsbeginn arbeitete er im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz als „Chirurg und leitender Arzt“.

Nach Übernahme durch die Heeresverwaltung im August 1916 wurde er allerdings entlassen. Als Grund wurde in einem Bericht vom November 1915 folgendes angegeben:

„…Er versah 1909 [zur Zeit der Bosnischen Annexionskrise  https://de.wikipedia.org/wiki/Bosnische_Annexionskrise] als freiwilliger Arzt bei der serbischen Armee ärztliche Dienste, beherrscht die deutsche Sprache nicht geläufig und es besteht der begründete Verdacht, dass er auch antimilitaristisch gesinnt ist. Er ist wohl ein guter Chirurg, jedoch allgemein als rechthaberisch und unverträglich bekannt…“

Weiteres zu ihm siehe:

  1. November 1909 Jagdunfall des Prinzen Alexander von Taxis

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=lvb&datum=19091117&query=%22dr+mesany%22&ref=anno-search&seite=7

  1. Februar 1911 Ein Bezirkskrankenhaus ohne Ärzte

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19110227&query=%22dr+mesany%22&ref=anno-search&seite=2

 

  1. März 1912 Die Post als Sittenkommission

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19120311&query=%22mesany%22&ref=anno-search&seite=3

  1. März 1912 Die Post als Sittenkommission

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=mtb&datum=19120313&query=%22dr+mesany%22&ref=anno-search&seite=6

  1. Dezember 1913 Verleihung des serbischen St. Sava Orden III. Klasse

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwg&datum=19131203&query=%22franz+mesany%22&ref=anno-search&seite=51

MIKULASEK, Karel/Karl

Geboren 1878 war er heimatzuständig in Bojkowitz      https://de.wikipedia.org/wiki/Bojkovice.

Vor dem Krieg als Badearzt in Luhatschowitz https://de.wikipedia.org/wiki/Luha%C4%8Dovice tätig, arbeitete er seit 5. Oktober 1915 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz.

Als er sich seiner Musterung Anfang Mai 1916 durch unberechtigtes Verlassen seines Arbeitsplatzes entzog, wurde er nach seiner Ergreifung zur „Armee im Felde“ einberufen und nach Zagreb versetzt.

MRACEK, Leopold

Geboren 1868 war er heimatzuständig nach Olmütz https://de.wikipedia.org/wiki/Olm%C3%BCtz.

Vor dem Krieg war er Zahnarzt in Triest.

Nach seinem Dienstantritt am 16. März 1915 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz war er hier dann als „Stomatologe“ in der 6. Abteilung/Sektion tätig.

NOVOTNY, Anton

Geboren 1893, war er heimatzuständig nach Raudnitz an der Elbe https://de.wikipedia.org/wiki/Roudnice_nad_Labem.

Er war dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zumindest im Jahr 1918 dienstzugeteilt.

NUSSEN, Bruno

Geboren 1884.

Von 1914/15 an war er bereits im Sanatorium Hera in Wien als Arzt beschäftigt.

Im Februar 1917 wurde er dann zum Militär einberufen und ins Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz dienstzugeteilt.

Hier war er in der 5. Abteilung/Sektion als Chirurg tätig. Ein Versetzungsansuchen aus gesundheitlichen Gründen nach Wien wurde im Juli 1917 „mit Rücksicht auf die kurze militärische Dienstleistung und auf die relative Jugend des Genannten“ abgelehnt.

Im Jänner 1918 befand er sich krankheitshalber im Reservespital in Chrudim.

Es scheint, dass es ihm noch vor Kriegsende gelungen ist wieder nach Wien zu kommen, da er in der Standesliste vom September 1918 nicht mehr in Pardubitz aufscheint.

Nach dem Krieg war er als „Dr. der gesamten Heilkunde“ von 1919 bis 1922 in Wien in der Löblichgasse 14, Sanatorium Hera, im 9. Bezirk als wohnhaft gemeldet.

Aus dem Jahr 1920 liegt eine Publikation in der Zeitschrift „Medizinische Klinik“ (Bd 16, 1920 S. 705) mit folgendem Titel vor.

—  Über einen Fall von Polyneuritis mit Korsakowscher Psychose nach einer Streptokokkeninfektion.

Text: Reinhard Mundschütz

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„1. Weltkrieg & Medizin“ [52]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.6 – Ärztinnen und Ärzte

Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Folge 8.6 – Ärztinnen und Ärzte

Die Ärzte im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)

L

LAUTERSTEIN, Wolf Wilhelm

Geboren am 29. Oktober 1881 in Lemberg.

Er studierte an der medizinischen Fakultät der Universität Lemberg, wo er am 19. Oktober 1908 promovierte; nach der Promotion war er „Aspirant“ im Allgemeinen Krankenhaus in Lemberg.

Vom 28. Juli 1914 bis 18. September 1914 war er Bataillonschefarzt des Linieninfanterieregiments (LIR) 19.

Seit 12. August 1916 war er dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz als Spezialist für Geschlechtskrankheiten zugeteilt; hier arbeitete er als Abteilungschefarzt an der ersten dermatologisch-venerischen Abteilung der 2. Abteilung/Sektion.

Er richtete später auch die urologische Abteilung ein und übernahm deren Leitung und auch die Leitung der Offiziersabteilung.

Im Oktober 1917 bat er zum ersten Mal um Versetzung nach Lemberg, dann wieder im Frühjahr 1918 – er begründete dies jeweils mit dem schlechten Gesundheitszustand seiner Frau. Im Juli 1918 wurde seinem Ansuchen schließlich entsprochen.

Nach dem Krieg praktizierte er in seiner Heimatstadt Lemberg als Facharzt für Geschlechtskrankheiten.

LEDERER, Julius

Er durchlief seine Karriere vor dem Weltkrieg in der Armee.

 – 1886 wurde er zum Oberarzt im Aktivstand ernannt (als „militärärztlicher Eleve der Reserve 1. Klasse“), eingeteilt im Garnisonspital Nr. 12 in Josefstadt in Böhmen.

– 1888 im September wurde er versetzt vom 54. Infanterieregiment zum Peterwardeiner Infanterieregiment Nr. 70. https://de.wikipedia.org/wiki/Petrovaradin

– 1890 vom Infanterieregiment Nr. 70 zum Infanterieregiment Nr. 28.

– 1908 zum Oberstabsarzt II. Klasse ernannt.

– 1913 im November war er Garnisonschefarzt im Range eines Oberstabsarztes I. Klasse in Budweis. https://de.wikipedia.org/wiki/Budweis

Nach Kriegsbeginn 1914 wurde er dem im Jahr 1914/15 errichteten Kriegsgefangenenlager in Plan/Böhmen https://de.wikipedia.org/wiki/Plan%C3%A1_u_Mari%C3%A1nsk%C3%BDch_L%C3%A1zn%C3%AD  bis Mai 1915 als Oberstabsarzt zugeteilt und dann ans Militärkommando nach Prag versetzt, wo er die Leitung des Reservespitals Nr.3 in Prag übernahm.

Im Jänner 1916 befand er sich „beim kommandierenden General in Bosnien-Herzegowina“ (als Sanitätschef der Quartiermeisterabteilung Nr. 8), von wo er dann schließlich im März 1918 ins Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz vesetzt wurde. 

  1. Mai 1915 Vom [Kriegs]Gefangenenlager in Plan

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pit&datum=19150525&query=%22julius+lederer%22&ref=anno-search&seite=6

LEDERER, Max

Er wurde am 3. Jänner 1867 in Triesch https://de.wikipedia.org/wiki/T%C5%99e%C5%A1%C5%A5 geboren.

Nach seinem späten Medizinstudium an der deutschen Universität in Prag, das er mit der Promotion am 6. Juli 1911 abschloss, fand er eine Beschäftigung im Sanatorium in Veleslavin   https://de.wikipedia.org/wiki/Veleslav%C3%ADn.

Nach Ausbruch des Weltkriegs war er seit 9. September 1915 im Kriegsspital/Reservespital Nr.2 zumindest bis zur Übernahme in die Heeresverwaltung tätig.

Er starb am 19. August 1942 im Konzentrationslager Theresienstadt.

1913 II. Versammlung deutscher Augenärzte Böhmens und Mährens

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=19130003&query=((text:%22dr+max+lederer%22))&ref=anno-search&seite=168

LEVIT, Jan/Johann

Er wurde in Horschitz/Hořice  https://de.wikipedia.org/wiki/Ho%C5%99ice_v_Podkrkono%C5%A1%C3%AD am 14. Juni 1884 geboren und wuchs in einer Arztfamilie auf. Bereits sein Vater und Großvater waren hier Ärzte gewesen.

Nach seiner Promotion 1908 an der deutschen Universität in Prag arbeitete er an der Chirurgischen Klinik von Prof. Otakar Kukula  http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_K/Kukula_Otakar_1867_1925.xml in Prag.

1912/1913 nahm er als Freiwilliger  als Kriegschirurg in einem Feldspital in Belgrad bzw. in Niš an den beiden Balkankriegen  https://de.wikipedia.org/wiki/Balkankriege  auf der Seite Serbiens teil, wofür ihm der serbische Staat den Sava Orden IV., III. und II. Klasse   https://de.wikipedia.org/wiki/St.-Sava-Orden verlieh. 

Nach Kriegsbeginn 1914 wurde er im Range eines Landsturmarztes zur k. u. k. Armee einberufen und  

als Chirurg in mehreren Spitälern des Hinterlandes eingesetzt, und zwar in:

– 1915/16: in der k. u. k. Beobachtungstation Kolin

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19150718&query=%22dr+johann+lewit%22&ref=anno-search&seite=9

– 1916-1918:  im k. u. k. Garnisonspital Nr. 13 in Theresienstadt

Hier behandelte er unter anderem den bosnisch-serbischen Attentäter Gavrilo Princip https://de.wikipedia.org/wiki/Gavrilo_Princip, der am 28. Juni 1914 dem Mordanschlag auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und dessen Frau in Sarajevo verübte. 

– Herbst 1918: schließlich versetzt in das Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz

Nach dem Ersten Weltkrieg nach Prag zurückgekehrt arbeitete er als Chirurg in mehreren Krankenhäusern der Stadt.

1924 erhielt er eine Dozentur für Chirugie an der Karls-Universität in Prag, 1928 wurde er zum außerordentlichen Professor für Chirurgie ernannt.

1931 erhielt er die Stelle als Primarius der chirurgischen Abteilung des Städtischen Krankenhauses der Stadt Prag (Na Bulovce).

Bald nach dem Einmarsch der Deutschen in Prag im März 1939 verlor er seine Arbeit aufgrund seiner jüdischen Herkunft und wurde am 20. Juni 1942 in das Konzentrationslager nach Theresienstadt gebracht. Er starb in Auschwitz, wohin er noch am 12. Oktober 1944 deportiert worden war.

Levit verfasste zahlreiche Artikel, auch im Fach „Kriegschirurgie“.

Eine Auswahl:

Eine neue Methode der Deckung der Luftröhrendefekten

(Archiv für klinische Chirurgie, Berlin 1911)

Die bei der Behandlung der Karbunkel mittels Exzision erzielten Erfolge

(Wiener klinische Rundschau 1912)

  1. Teil

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=klr&datum=1912&page=645&size=45&qid=QVBAA2FJXB7WIQ47DXY4WGLYZF4NPL

  1. Teil

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=klr&datum=1912&page=661&size=45&qid=QVBAA2FJXB7WIQ47DXY4WGLYZF4NPL

Die Resultate der Exzisionstherapie des Karbunkels

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=19130003&query=((text:%22dr+j+levit%22))&ref=anno-search&seite=726

Seltene Brüche

(Časopis lékařů českých 1912/1913)

Radialoperation der Leistenbrüche

(Deutsche Gesellschaft der Chirurgie, Berlin 1913)

Ein seltener Fall eines aus den Musculi arrectores pili hervorgegangenen solitären Leiomyoms (Internationale klinische Rundschau 1914)

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=klr&datum=1914&page=33&size=45&qid=IRVN8Q0C4UJNU40UL9SULTNL0UTLEE

Neue Methode der Bildung der Harnröhre (Časopis lékařů českých 1921)

Neue Methode der Entfernung von Projektilen aus den Knochen

(Časopis lékařů českých 1922)

Freie Omentum-Operationen

(Časopis lékařů českých 1922/23)

Schussverletzungen der oberen Gliedmassen (franz., Belgien 1924)

Schussverletzungen der der Gefäße (engl., 1923)

Sehnenoperationen bei Lähmungen des Nervus radialis

(Rozhledy v chirurgii 1929)

Schussverletzungen der Gelenke

(Rozhledy v chirurgii 1930)

Entfernung der Kniescheibe mit vollständiger Beweglichkeit des Kniegelenkes

(Festschrift für Geheimrat Payr, Archiv für klinische Chirurgie, 1931)

Tumoren des Dünndarmes

(Časopis lékařů českých 1936)

Krampfadernbehandlung

(Časopis lékařů českých 1937)

Chirurgie der Gallenblase

(Časopis lékařů českých 1938)

Herzschussverletzungen

(Časopis lékařů českých 1940)

  Am 7. 4. 1929 erschien in der Prager Presse sein (ausführlicher, 32 Seiten umfassender) Artikel über Theodor Billroth

(„Zur Billroth-Hunderjahrfeier“

Foto von Jan/Johann Levit:

http://www.ghetto-theresienstadt.info/images/prominente/Bild68.gif

Weitere ausgewählte Artikel in der Tagespresse, in denen er erwähnt wird:

  1. Dezember 1912 serbischer Orden

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=rpt&datum=19121228&query=%22dr+lewit%22&ref=anno-search&seite=3

Ein 1915 erschienener Artikel in der Wiener medizinischen Wochenschrift von Wilhelm Klein zu Schussverletzungen, in dem er erwähnt wird.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1915&page=877&size=45&qid=1VWCUNTC3VY7LJ3CTS1YM7PJ7WEH7X

  1. August 1926 Bolschewistische Mordpläne gegen tschechische Politiker?

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=rpt&datum=19260806&seite=2&zoom=33&query=%22dr%2Blewit%22&provider=P03&ref=anno-search

  1. Mai 1930 Sittenbild des tschechischen Staates

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dfr&datum=19300517&query=%22jan+lewit%22&ref=anno-search&seite=2

  1. Jänner 1931 Ministerunfall

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19310108&query=%22dr+lewit%22&ref=anno-search&seite=4

Ordinationsanzeige vom 3. März 1931

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19310303&seite=5&zoom=33&query=%22jan%2Blevit%22&provider=P03&ref=anno-search

Text: Reinhard Mundschütz

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„1. Weltkrieg & Medizin“ [51]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.5.2 – Ärztinnen und Ärzte

Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Folge 8.5.2 – Ärztinnen und Ärzte

 Die Ärzte im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)

 K

KOLAR, Heinrich

Geboren 1881 in Neuhaus/Böhmen https://de.wikipedia.org/wiki/Jind%C5%99ich%C5%AFv_Hradec.

Nach seinem Medizinstudium absolvierte er eine Ausbildung im Fach Interne.  

Mit Kriegsbeginn wurde er zum Kommandanten des Feldmarodenhauses (für leichtkranke und leichtverwundete Soldaten) Nr. 1/9 ernannt (vom 31. Juli 1914 bis 11. November 1914).

Am 1. Juni 1915 in den „Ruhestand versetzt“ wurde er dem Militärkommando Leitmeritz „zur Verfügung„ gestellt.

Zumindest seit Jänner 1917 war er dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zugeteilt, wo er im letzten Kriegsjahr 1918 als Kommandant des „Filialspitals“ eingeteilt war.

KORINEK, Karl

Geboren 1877

Als „Domizil“ wurde bei ihm 1918 Wien angegeben.

War im Felde von 23. Oktober 1916 bis 5. Mai 1917.

Er dürfte als „Internist“ 1917/1918 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 eingeteilt gewesen sein.

KOTESOVEC, Jaromir

Geboren am 23. April 1877 in Königseck https://de.wikipedia.org/wiki/Kun%C5%BEak als Sohn eines „Bürgerschuldirektors“.

Im Juni 1898 in die k. u. k. Armee als Einjährig-Freiwilliger eingetreten, verpflichtete er sich zu einer vierjährigen aktiven Dienstleistung.

Gleichzeitig studierte er Medizin an der „böhmischen“ Universität in Prag und promovierte hier am 1. Februar 1903 zum Doktor der gesamten Heilkunde.

Er diente ab 1. April 1903 im Garnisonspital Nr. 12 in Josefstadt  https://de.wikipedia.org/wiki/Josefov_(Jarom%C4%9B%C5%99), dann beim Infanterieregiment Nr. 36 und war ab 1. April 1904 im Garnisonspital Nr. 1 in Wien.

Hier besuchte er von Oktober 1904 bis Juli 1905 die militärärztliche Applikationsschule. http://woerterbuchnetz.de/Meyers/?sigle=Meyers&mode=Vernetzung&hitlist=&patternlist=&lemid=IM06006.

Ab 1. August 1905 war er dem Garnisonspital Nr. 13 in Theresienstadt zugeteilt, wurde dann im November 1906 zum Infanterieregiment „Freiherr v. Reinländer Nr. 24“ versetzt.

Vor Kriegsbeginn 1914 war er Distriktsarzt in Hermannstädtel/BH Chrudim,   https://de.wikipedia.org/wiki/He%C5%99man%C5%AFv_M%C4%9Bstec

Am 7. März 1915 in die Reserve versetzt.

Nach seiner Einteilung als Chirurg zum Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz absolvierte er am 17. April 1916 einen dreiwöchigen Kurs „behufs Schulung in der mechano-therapeutischen Behandlung Kriegsbeschädigter“ im Reservespital Nr. 11 in Wien. Er leitete in Pardubitz die 3. Abteilung/Sektion.

Zu ihm siehe noch:

  1. März 1909: Erzherzogin Marie Therese als Samariterin – Ein Kurs des Roten Kreuzes zur Heranbildung freiwilliger Krankenpflegerinnen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwj&datum=19090316&seite=3&zoom=33&query=%22dr%2Bkotesovec%22&provider=P03&ref=anno-search

KRASA, Karl

Oberbezirksarzt aus Chrudim https://de.wikipedia.org/wiki/Chrudim, geboren am 16. Dezember 1868 in Beneschau https://de.wikipedia.org/wiki/Bene%C5%A1ov, wurde am 27. November 1886 als einjährig freiwilliger „assentiert“ [=für tauglich zum Militärdienst erklärt] mit der Bestimmung als Mediziner auf 10 Jahre im „stehenden Heer“ https://de.wikipedia.org/wiki/Stehendes_Heer zu dienen.

Er studierte Medizin in Prag, wo er 1892 promovierte.

Er war beteiligt beim Aufbau der k. u. k. Beobachtungsstation in Kolin 1914-15  http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19150718&seite=9&zoom=33&query=%22karl%2Bkrasa%22&provider=P02&ref=anno-search.

1916 wurde er dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zugeteilt und übernahm die Leitung der 4. Abteilung/Sektion.

Siehe auch:

  1. August 1898 Von der Teplitz-Schönauer Curliste

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tsa&datum=18980831&seite=4&zoom=33&query=%22karl%2Bkrasa%22&provider=P02&ref=anno-search

  1. Juli 1915 K. u. k. Beobachtungsstation Kolin

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19150718&seite=9&zoom=33&query=%22karl%2Bkrasa%22&provider=P02&ref=anno-search

KRATOCHVIL, Franz

Geboren 1850 war er heimatzuständig nach Říčany https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%98%C3%AD%C4%8Dany.

Vor dem Krieg ordinierte er als praktischer Arzt in Elbeteinitz   https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BDnec_nad_Labem.

Im Krieg 1915 Spitals-Chefarzt in Ujpest (heute ein Bezirk von Budapest), war er seit 23. März 1916 dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zugeteilt.

Mit Übergabe des Spitals in die Heeresverwaltung im August 1916 wurde er aus „Altersgründen“ entlassen.

KRAUPA, Ernst

Geboren 1884 in Beneschau   https://de.wikipedia.org/wiki/Bene%C5%A1ov_nad_%C4%8Cernou, studierte er an der deutschen Universität in Prag Medizin, wo er am 29. Februar 1908 auch promovierte.

Anschließend war er bis zu seiner Übersiedlung im Jahr 1914 nach Teplitz-Schönau  https://de.wikipedia.org/wiki/Teplice als Assistent an der deutschen Augenklinik in Prag (bei Professor Anton Elschnig   https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Elschnig) beschäftigt.

Im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz war er als „Okulist (Augenarzt)“ zumindest seit Ende Jänner 1917 tätig bis zu seiner Versetzung in ein Kriegsspital nach Wien im Dezember 1917

Verheiratet mit KRAUPA, Marta (geborene RUNK) siehe https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?tag=kraupa-marta-geborene-runk

Siehe auch:

  1. März 1912 Dr. Wilhelm Kraupa (sein Vater) gestorben

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19120308&query=%22dr+kraupa%22&ref=anno-search&seite=19

  1. März 1912 Dr. Wilhelm Kraupa (Nachruf)

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19120312&query=%22dr+kraupa%22&ref=anno-search&seite=2

  1. April 1914 Neuer Arzt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tsa&datum=19140415&query=%22dr+kraupa%22&ref=anno-search&seite=7

  1. Jänner 1915 Die Gefahr der sogenannten ägyptischen Augenkrankheit

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tsa&datum=19150130&query=%22ernst+kraupa%22&ref=anno-search&seite=5

  1. Juni 1916 2. Wissenschaftlicher Vortragsabend der Militärärzte der Garnison Theresienstadt – Vortrag: Über Wesen, Behandlung und Verhütung des Trachoms

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=dma&datum=19170003&query=((text:%22ernst+kraupa%22))&ref=anno-search&seite=8

  1. September 1916 Der II. Kreistag des Kreises Aussig der deutschen Landeskommission für Kinderschutz und Jugendfürsorge i. B.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tsa&datum=19160916&seite=4&zoom=62&query=%22dr%2Bkraupa%22&ref=anno-search

  1. Dezember 1917 als Augenarzt in Wien niedergelassen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=19171229&query=%22ernst+kraupa%22&ref=anno-search&seite=15

  1. Juni 1931 ist er in Brünn

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19310627&query=%22ernst+kraupa%22&ref=anno-search&seite=4

KRAUS, Viktor

Geboren am 5. September 1883 war er heimatzuständig nach Říčany https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%98%C3%AD%C4%8Dany.

Spezialisiert auf die Fächer Innere Medizin und Neurologie, war er Ende 1913 im Allgemeinen Krankenhaus in Prag beschäftigt.

Vom August 1916 bis Anfang März 1918 war er im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz in der 4. Abteilung/Sektion als Neurologe beschäftigt.

Anfang März 1918 wurde er dann an die Italienfront zur 11. Armee versetzt.

In Pardubitz arbeitete er gemeinsam mit dem Neurologen Moritz Pappenheim, der zu dieser Zeit ebenfalls hier tätig war, an einer Studie über Neurosen bei türkischen Soldaten (siehe Beitrag Pappenheim, Moritz).

1942 wurde er in das KZ Theresienstadt gebracht. Seine Spur verliert sich mit einem Transport in eines der Konzentrationslager im Osten.

KREINER, Emanuel

Geboren 1853 war er heimatzuständig nach Lemberg.

Nach dem Medizinstudium war er als praktischer Arzt bis Kriegsbeginn in Lemberg tätig.

Nach seiner Flucht aus der von den Russen besetzten Stadt nach Westen fand er Arbeit im Kriegsspital/Reservespital Nr. in Pardubitz ab 1. Juli 1915.

Nach Übernahme des Spitals in die Verwaltung des österreichischen Militärs im August 1916 wurde sein Vertrag nicht mehr verlängert.

KUCERA, JAROMIR

Geboren 1868 war er heimatzuständig nach Pardubitz. 1891 bis 1895 diente er in der k. u. k. Armee im Garnisonspital Nr. 12 in Josefstadt https://de.wikipedia.org/wiki/Josefov_(Jarom%C4%9B%C5%99).

Vor dem Krieg als praktischer Arzt in Pardubitz tätig, war er seit 1. Dezember 1914 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (eingeteilt als „Stomatologe“ in der 5. Abteilung/Sektion) bis zum Kriegsende tätig.

Im „Verzeichnis der Automobil- und Motorradbesitzer in Böhmen“, das am 12. April 1914 im Prager Tagblatt erschien, wird er als Besitzer eines Autos erwähnt.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140412&seite=87&zoom=33&query=%22jaromir%2Bkucera%22&provider=P02&ref=anno-search

KUCERA, Wenzel

Geboren 1871 war er heimatzuständig nach Liban   https://de.wikipedia.org/wiki/Lib%C3%A1%C5%88.

Vor dem Krieg übernahm er hier die Stelle des Gemeindearztes und wurde auch zum Bürgermeister der Stadt gewählt.

Im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz war er seit 5. Oktober 1915 tätig bis zur Übergabe des Spitals an die Heeresverwaltung.

Text: Reinhard Mundschütz

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„1. Weltkrieg & Medizin“ [50]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.5.1 – Ärztinnen und Ärzte

Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Folge 8.5.1 – Ärztinnen und Ärzte

 Die Ärzte im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)

 I/J – K

 JIRANEK, Franz

Geboren 1886, war er heimatzuständig in Loukonos/Bezirk Neubydžow     
https://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_Neubyd%C5%BEow.

Nach dem Studium der Medizin spezialisierte er sich auf das Fach Innere Medizin. Mit Kriegsbeginn meldete er sich zunächst zum Dienst in der Kranken- und Verwundetenstation Chrudim https://de.wikipedia.org/wiki/Chrudim, von wo er dann am 21. April 1915 in das Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz, in die 1. Abteilung/Sektion, versetzt wurde.

Nach Übernahme des Spitals in die Heeresverwaltung wurde er zum Frontdienst einberufen und Anfang November 1916 zur „Personalsammelstelle (ihnen oblag die Anweisung einzeln Reisender und kleiner Transporte, wie sie am raschesten ihre Bestimmungsstation erreichen konnten. Diese Einrichtung bestand hinter jeder Armee und war aus Geheimhaltungsgründen getroffen worden, damit nicht jedermann wisse, wo sich jede Truppeneinheit befand)“ Debrecen geschickt.

Im Jänner 1917 befand er sich bereits „im Felde.“

JIRASEK, Johann

Er wurde 1867 geboren und war heimatzuständig nach Humpoletz https://de.wikipedia.org/wiki/Humpolec.

Er studierte Medizin an der böhmischen Universität in Prag, wo er 1892 promovierte.

Nach einer Ausbildung in den Fächern Neurologie und Gynäkologie übernahm er eine Stelle als praktischer Arzt in Humpoletz.

Seit 18. März 1915 war er im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz in der 1. Abteilung/Sektion tätig.

Seine Versetzung ins Epidemiespital Bršadin https://en.wikipedia.org/wiki/Br%C5%A1adin bei Vukovar im November 1916 fand nicht statt, da er sich seit 21. Oktober 1916 mit „Lungenentzündung und Muskelrheumatismus im Krankenstand des hiesigen Spitals“ befand.

JODAS, Peter

Er war vor dem Krieg in Dobrowitz https://de.wikipedia.org/wiki/Dobrovice

Fabriks- und Krankenkassenarzt.

Im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz war er im Jahr 1918 in der 3. Abteilung/Sektion tätig.

KAPPER, Ignaz 

Geboren 1865 war er heimatzuständig in CERNIKAU       

https://de.wikipedia.org/wiki/%C4%8Cern%C3%ADkov.

Vor dem Krieg war er praktischer Arzt in Žižkov/Prag https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%BDi%C5%BEkov.

Im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz war er seit 5. Juni 1915 tätig.

Im Ärztestand des Spitals ist er 1918 nicht mehr verzeichnet.

1922 ordiniert er wieder in Prag.

KAPRALIK, Erich

1877 geboren war er heimatzuständig in Czernowitz/Bukowina.

Vor dem Krieg war er Bahnarzt (Oberarzt) der k. k. österreichischen Staatsbahnen.

Im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz war er ab 5. Oktober 1915 als Chefarzt in der internen Abteilung tätig.

Zu ihm siehe auch:

  1. Mai 1904 Heilung der Tuberkulose mit eingeatmetem Tuberculin

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwj&datum=19040526&query=%22erich+kapralik%22&ref=anno-search&seite=6

(dazu siehe: Erich Kapralik und Hermann Schrötter: Erfahrungen über die Wirkung der Einführung von Tuberkulin im Wege des  Respirations-Apparates IN: Wiener Klinische Wochenschrift 1904, Nr. 21-22) 

Biographisches:

  1. Juli 1909: Auszeichnung für den Leiter des Spitals „beim großen Tunnel in Mallnitz (Tauerbahn)“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bup&datum=19090708&seite=3&zoom=33&query=%22erich%2Bkapralik%22&provider=P03&ref=anno-search

  1. Juli 1912 Ordinationseröffnung in Czernowitz
  2. Juni 1913 Vom Zuge überfahren

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bkn&datum=19130620&query=%22doktor+kapralik%22&ref=anno-search&seite=3

  1. April 1914 Schwerer Unfall

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=cer&datum=19140418&query=%22dr+kapralik%22&ref=anno-search&seite=4

  1. Juli 1914 Danksagung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vof&datum=19140715&query=%22erich+kapralik%22&ref=anno-search&seite=4

  1. Juli 1914 Verein der Bahnärzte in der Bukowina

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=cer&datum=19140719&seite=5&zoom=33&query=%22erich%2Bkapralik%22&provider=P02&ref=anno-search

KLABER, Maximilian

In Prag 1884 geboren übernahm er 1915 die Leitung einer Abteilung in der Beobachtungsstation Kolin

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19150718&query=%22beobachtungsstation+kolin%22&ref=anno-search&seite=9

Seit Jänner 1917 war er im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz tätig.

Er verstarb Ende Juli 1922 im 38. Lebensjahr in Prag.

KLEIN, Wilhelm

Geboren 1868 war er heimatzuständig nach Zvěstov (Kreis Beneschau  https://de.wikipedia.org/wiki/Bene%C5%A1ov).

Nach seinem Medizinstudium eröffnete er eine Zahnarztpraxis in Prag.

Im Krieg war er tätig vom:

 – 1. Juli 1915 bis 14. April 1916 als leitender Arzt des k. u. k. Reservespitals Nr. 1 in KOLIN

 – seit 15. April 1916 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz – zuerst 2 Monate auf der 4. Abteilung/ Sektion (interne + neurologische Abteilung) und dann auf der 5. Abteilung/Sektion (chirurgische + interne Abteilung) bis Dezember 1917

1918 wurde er dem Militärkommando in Prag „zur Verfügung“ gestellt.

Er betätigte sich auch als „Schriftsteller“, wobei zwei im Prager Tagblatt 1914 bzw. 1915 erschienene Reportagen besonders lesenswert sind, und zwar über

Die Prager deutschen Kliniken:

Teil 1 vom 31. Mai 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140531&seite=5&zoom=33

Teil 2 vom 7. Juni 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140607&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=6

Teil 3 vom 11. Juni 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140611&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=4

Teil 4 vom 14. Juni 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140614&seite=5&zoom=31

Teil 5 vom 21. Juni 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140621&seite=6&zoom=31

Teil 6 vom 28. Juni 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140628&seite=6&zoom=31

Teil 7 vom 5. Juli 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140705&seite=6&zoom=33&query=%22w%2Bklein%22&ref=anno-search

 Ankündigung vom 19. Juli 1914 Die Prager deutschen Kliniken

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140719&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=4

Die Verwundetenfürsorge in Prag

Teil 1 vom 15. November 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19141115&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=7

Teil 2 vom 22. November 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19141122&seite=7&zoom=33

Teil 3 vom 21. März 1915

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19150321&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=8

Teil 4 vom 28. März 1915

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19150328&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=9

Teil 5 vom 11. April 1915

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19150411&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=6

Weitere interessante Artikel:

Juli 1912 Das Ende der Gifthütte

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19120721&seite=2&zoom=33&query=%22w%2Bklein%22&ref=anno-search

März 1914 Das soziale Elend der Hebammen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140329&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=4

Mai 1914 Das alte Josefstädter Krankenhaus

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140510&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=5

Mai 1914 Purkyne-Reliquien im deutschen physiologischen Institut

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140522&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=6

September 1914 Das Vereinsreservespital des Roten Kreuzes in der Marienanstalt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140916&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=4

September 1914 Verlobung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=19140929&query=%22wilhelm+klein%22&ref=anno-search&seite=4

Dezember 1914 Vermählung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=19141208&query=%22wilhelm+klein%22&ref=anno-search&seite=3

April 1915 Die „Barmherzigen Brüder“ im Dienste des Roten Kreuzes

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19150418&seite=6&zoom=33&query=%22verwundetenf%C3%BCrsorge%22&ref=anno-search

Dezember 1915 Ein neues, einfaches Verfahren zur genauen Bestimmung von Geschossen im Körper

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=gtb&datum=19151206&query=%22dr+wilhelm+klein%22&ref=anno-search&seite=4

April 1922 Von der deutschen Universität

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19220416&query=%22w+klein%22&ref=anno-search&seite=5

Text: Reinhard Mundschütz

Folge 8.5.2 – Ärztinnen und Ärzte–>05.02.2018

Alle Beiträge–> 1.Weltkrieg &Medizin

„1. Weltkrieg & Medizin“ [49]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.4.2 – Ärztinnen und Ärzte

Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Folge 8.4.2 – Ärztinnen und Ärzte  

Die Ärzte im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)

H (2.Teil)

HELLER, Anton

Geboren 1869, heimatzuständig in Prag, studierte er Medizin an der deutschen Universität in Prag, wo er 1894 promovierte.

Vor Kriegsbeginn mit eigener Zahnarztordination in Prag, war er ab 30. Juni 1915 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz tätig.

  1. Februar 1895 Anzeige Ordination Eröffnung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=18950223&query=%22dr+anton+heller%22&ref=anno-search&seite=13

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=18950219&query=%22dr+anton+heller%22&ref=anno-search&seite=6

  1. Oktober 1901 Verlobung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19011030&query=%22dr+anton+heller%22&ref=anno-search&seite=4

  1. November 1902 Geburt eines Sohnes

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19021109&query=%22dr+anton+heller%22&ref=anno-search&seite=6

Publikation „Die geschichtliche Entwicklung des Zahnersatzes“ IN: Österreichische Zeitschrift für Stomatologie 1907

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=19070310&query=%22dr+anton+heller%22&ref=anno-search&seite=42

  1. Februar 1911 tätig für Verein zur Ausspeisung mittelloser israelitischer Mädchen in Prag

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19110205&query=%22anton+heller%22&ref=anno-search&seite=7

HELLER, Erwin

Er wurde 1867 in Pilsen https://de.wikipedia.org/wiki/Pilsen geboren, und studierte Medizin an der deutschen Universität in Prag, wo er am 18. Jänner 1895 promovierte.

Er war, bevor er sich in Pilsen als praktischer Arzt am 1. Oktober 1896 niederließ, „gewesener Externarzt des k. k. allgemeinen Krankenhauses und des Kinderspitals in Prag, sowie der Universitäts-Frauen-Poliklinik in Berlin.“

Im Ersten Weltkrieg zum Militärdienst herangezogen, war er vom 11. Mai 1916 bis 1. Dezember 1916 „im Felde am russischen Kriegsschauplatz“. Im November 1916 wurde er zum Landsturmoberarzt ernannt. 

Im Jänner 1918 wurde er dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zugeteilt, wo er in der 5. Abteilung/Sektion eingesetzt wurde.

Auf sein Ansuchen hin wurde Heller bereits Ende März 1918 dem Militärkommando in Prag für eine „Einteilung in Pilsen“ zugewiesen.

Er war bis zu seinem Tod Mitglied des Bezirksvereines deutscher Ärzte in Pilsen.

Zu seiner Person:

  1. Juli 1902 Unfall

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pit&datum=19020716&query=%22erwin+heller%22&ref=anno-search&seite=3

  1. Dezember 1906 Aus dem Fenster gestürzt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pit&datum=19061221&query=%22erwin+heller%22&ref=anno-search&seite=3

  1. November 1907 Belobende Anerkennung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pit&datum=19071101&query=%22erwin+heller%22&ref=anno-search&seite=3

  1. Jänner 1910 Tod des Schwiegervaters Dr. Samuel Schwarzkopf

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pit&datum=19100107&seite=3&zoom=33&query=%22erwin%2Bheller%22&ref=anno-search

  1. Oktober 1911 Tod der Mutter

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pit&datum=19111004&query=%22erwin+heller%22&ref=anno-search&seite=2

HELLER, Robert

Geboren am 31. Oktober 1876 in Jitschin https://de.wikipedia.org/wiki/Ji%C4%8D%C3%ADn /gestorben am 11. November 1930.

In seinem Ansuchen um Anstellung im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz Ende 1916 schrieb er in seinem Lebenslauf, dass …“er am deutschen Staatsgymnasium in Prag-Altstadt 1896 die Maturitätsprüfung (=Matura) abgelegt [hat], [daraufhin] an der k. k. deutschen Karl-Ferdinands-Universität in Prag sechs Semester Medizin, hierauf nach Ablegung des ersten medizinischen Rigorosums Mathematik und Physik [studierte]. An der gleichen Universität war er durch zwei Jahre als ‚wissenschaftliche Hilfskraft‘ am Institut für theoretische Physik beschäftigt. Später ging er in die Schweiz, wo er an der Zürcher Universität zum Doktor der Philosophie und hernach zum Doktor der Medizin promoviert wurde und die Schweizer Staatsangehörigkeit annahm.

Vom Sommer 1911 bis 1. April 1916 war er als Assistent am gerichtlich-medizinischen Institut der Universität Zürich tätig, dessen selbständige Leitung er während der Erkrankung des Institutsvorstandes Professor Dr. [Heinrich] Zangger https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Zangger zwei Jahre hindurch (1913/1914) innehatte.

Auf wissenschaftlichem Gebiete hat [er] nachstehende Arbeiten veröffentlicht:

1) Beitrag zur Kenntnis der Wirkung elektrischer Ströme auf Mikroorganismen [IN: Österreichische botanische Zeitschrift 1897, Nr. 8]

2) Die Caissonkrankheit. (Eine Monographie) [= Gerichtlich medizinische Dissertation Zürich 1912]

3) Untersuchungen über die Gesammtform

4) Eine neue optische Methode zur Auffindung von Spermaspuren. [1915]

5) Grundzüge einer physiologischen Theorie der psychischen Invarianten [IN:  Pflügers Archiv für die gesamte Physiologie des Menschen und der Tiere, 1915, Heft 7/8, S. 487]

6) Die Fluoreszenz der Haemoglobinderivate und ihre Bedeutung für den forensischen Blutnachweis [IN: Vierteljahrsschrift für gerichtliche Medizin und öffentliches Sanitätswesen, Vol. 51, Heft 3, 1916, S. 219]  

7) Die Fluoreszenz der Alkaloide und ihre Anwendung bei toxikologischen Untersuchungen [IN: Internationale Zeitschrift für physikalische Chemie und Biologie, Vol. 2, 1910, S. 397]

8) Registrierung tachographischer Kurven mit Hilfe des Saitengalvanometers [IN: Pflügers Archiv, Vol. 163, 1913, S. 71-74]

9) Über die Verkennung von Kohlenoxydvergiftungen [IN: Prager medizinische Wochenschrift, Nr. 50, 1914, S.597-598]

10) Instrument zur hygienisch einwandfreien Entnahme kleinster Blutmengen aus dem Körper von Menschen und Tieren (Patentschrift)

Ausser diesen bereits publizierten Arbeiten sind nachfolgende Arbeiten experimentell vollständig abgeschlossen und gelangen in der nächsten Zeit zur Veröffentlichung:

1) Spektrographische Untersuchungen über das Hämoglobin und Hämatoporphyrin

2) Über die Grenzen des forensischen Blutnachweises

3) Das Hämatoporphyrin als Hautpigment von Tieren

4) Über die chemischen Ursachen der Lumineszenz leuchtender Organismen

5) Beziehungen zwischen Phosphoreszenz und Konstitution organischer Bestimmungen

 Der Unterzeichnete ist am 10. April 1916 aus Zürich nach Österreich übersiedelt und war bis 9. November 1916 in Prag mit der Nostrifikation seines medizinischen Doktorstudiums beschäftigt.

Am 8. November 1916 wurde er an der deutschen k. k. Karl-Ferdinands-Universität in Prag zum Doktor der Medizin promoviert.“

Danach suchte er um eine Stelle im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz an.

Sein Ansuchen wurde bewilligt und ihm wurde „nebst der Unterkunft ein Honorar von zwanzig Kronen täglich auf die Dauer seiner Verwendung“ zugestanden.

Am 1. Jänner 1917 trat er seinen Dienst im Reservespital Nr. 2 als „Schweizer Staatsangehöriger“ an und verbleib hier bis zum Kriegsende.

Seit 1910 war er verheiratet mit Dr. med. Est(h)er CHAZREWIN(A) (siehe „1. Weltkrieg & Medizin“ [44]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.1 – Ärztinnen und Ärzte); er war ein Freund von Albert Einstein https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein

Zu seiner Person siehe auch:

  1. November 1930 Sterbeanzeige

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19301115&query=%22dr+robert+heller%22&ref=anno-search&seite=3

HELLER, Rudolf

Er wurde geboren 1866 in Jeschin, im politischen Bezirk Schlan https://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_Schlan.

Nach seinem Medizinstudium ließ er sich in Prag nieder, wo er vor dem Krieg in der Gemeinde Königliche Weinberge https://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_K%C3%B6nigliche_Weinberge eine Ordination als praktischer Arzt betrieb.

Nach Kriegsbeginn war er seit 27. August 1915 bis (zumindest) zur Übergabe des Kriegsspitals/Reservespitals Nr. 2 in Pardubitz an die Heeresverwaltung in der zweiten Hälfte des Jahres 1916 tätig.

Siehe auch:

  1. Februar 1892 Verlobung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=18920204&query=%22rudolf+heller%22&ref=anno-search&seite=6

  1. Juni 1895 niedergelassen in Kgl. Weinberge

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=18950617&query=%22rudolf+heller%22&ref=anno-search&seite=3

  1. Dezember 1917 Tod seines Sohnes

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19171210&query=%22rudolf+heller%22&ref=anno-search&seite=2

  1. Dezember 1917 Begräbnis des gefallenen Sohnes

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19171213&query=%22rudolf+heller%22&ref=anno-search&seite=3

HERŠMAN, Victor/Viktor

Er wurde 1878 geboren und war heimatzuständig nach Nebužel bei Mělník https://de.wikipedia.org/wiki/M%C4%9Bln%C3%ADk.

Vor dem Krieg war er praktischer Arzt in Dolau bei Olmütz.

Seit 20. Mai 1910 hatte er seine Praxis krankheitshalber nicht mehr ausgeübt.

Er arbeitete im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz seit 10. Jänner 1915.

Ab Jänner 1917 war er dann dem Reservespital in Turnau zugeteilt. https://de.wikipedia.org/wiki/Turnov

HIRSCH, Ernst

Geboren 1884 und heimatzuständig nach Karlsbad, studierte er Medizin an der deutschen Universität in Prag, wo er auch am 26. November 1909 promovierte.

1911 war er “Operationszögling“ der deutschen chirurgischen Klinik in Prag.

Am 10. November 1914 war er am Handelsspital in Prag tätig.http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19141110&seite=21&zoom=33&query=%22ernst%2Bhirsch%22&provider=P02&ref=anno-search.

Am 21. April 1916 wurde er von der Beobachtungsstation Chrudim  https://de.wikipedia.org/wiki/Chrudim nach Pardubitz ins Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 versetzt.

Hier war er als Chirurg und auch als Internist in der 5. Abteilung/Sektion – auch noch im Jahr 1917 – tätig.

Publikation: Blutzuckeruntersuchungen bei Diabetes mellitus (Aus dem Prager Handelsspital. [Direktor: Prof. Dr. E. Münzer]) IN: Archiv für Verdauungskrankheiten 1918;Band 24, S. 441–451

HLAVA, Jaroslav

Geboren in Unter-Kralowitz 1855 https://de.wikipedia.org/wiki/Doln%C3%AD_Kralovice.

Er promovierte am 24. Dezember 1879 an der böhmischen Universität in Prag im Fach Medizin.

1883 erhielt er seine Zulassung als Privatdozent für pathologische Anatomie.

1884 wurde er zum außerordentlichen Professor der pathologischen Anatomie ernannt; 3 Jahre später zum ordentlichen Professor

Bald nach Kriegsausbruch übernahm er die Leitung des bakteriologischen Laboratoriums im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz, die er mit Übernahme des Spitals am 1. August 1916 abgeben musste, trotzdem er in einem Brief vom 6. August 1916 an den Generalstabsarzt Dr. Kunz in Wien um Belassung auf seinem Posten ersuchte.

Darin schrieb er folgendes:

„ Nachdem am 1. August [1916] die bakteriologische Abteilung des Pardubitzer Barackenspitals in militärische Verwaltung übernommen wurde, hört die Oberleitung dieses Institutes, die mir vertraut war, auf. Es wäre mir aber lieb, wenn mir die Inspektion dieses von mir kreierten Institutes … [unleserlich] überlassen würde, damit ich einerseits dem dort sezierenden Arzte eine Stütze sein könnte und anderseits damit ich meine Studien über Infektionskrankheiten dort weiter treiben könnte.

Es ist selbstverständlich, daß ich meine Dienste ohne jedwede Honorierung anbiete – nur sachliches Interesse führt mich dazu ebenso wie ich nur aus sachlichem Interesse die Sektionen und bakteriologischen Untersuchungen einiger Prager Militärspitäler schon das dritte Jahre ausführe.“

Die Antwort aus Wien war kurz und knapp:

 „Mit Beziehung auf das Schreiben vom 6 August dieses Jahres erlaubt sich das Kriegsministerium Eure H. für die Bereitwilligkeit, ihre Kraft dem bakteriologischen Laboratorium im Reservespital in Pardubitz auch weiter widmen zu wollen, den besten Dank auszudrücken.

Das Militärkommando in Leitmeritz wird … angewiesen, sich fallweise an E. H. zu wenden, wenn fachliche Fragen ihre konsiliare Mitwirkung nötig machen.“  

Weitere biographische Daten:

http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_H/Hlava_Jaroslav_1855_1924.xml

  1. Dezember 1883 Zulassung als Privatdozent für pathologische Anatomie

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=18831223&query=%22dr+jaroslav+hlava%22&ref=anno-search&seite=3

  1. September 1884 Ernennung zum außerordentlichen Professor der pathologischen Anatomie

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=18840919&query=%22dr+jaroslav+hlava%22&ref=anno-search&seite=1

  1. Mai 1887 Herr Uplavici

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=mbb&datum=18870516&query=%22prof+hlava%22&ref=anno-search&seite=4

  1. Oktober 1887 zum ordentlichen Professor der pathologischen Anatomie an der böhmischen Universität in Prag ernannt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=18871019&query=%22jaroslav+hlava%22&ref=anno-search&seite=4

  1. Juni 1902 Das Mundwasser im Lichte wissenschaftlicher Kritik

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tsa&datum=19020604&query=%22prof+hlava%22&ref=anno-search&seite=8

  1. Juni 1910 Robert Koch und Hofrat Pick

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19100620&query=%22hofrat+hlava%22&ref=anno-search&seite=2

  1. Jänner 1911 Zwei neue Aktiengesellschaften in Prag

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19110131&query=%22jaroslav+hlava%22&ref=anno-search&seite=31

  1. Dezember 1912 Neue Mitglieder des Obersten Sanitätsrates in Prag

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=19121230&query=%22jaroslav+hlava%22&ref=anno-search&seite=3

  1. Juni 1913 Österreichische Gesellschaft für Erforschung und Bekämpfung der Krebskrankheit

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=19130611&query=%22hofrat+hlava%22&ref=anno-search&seite=6

  1. Mai 1914 Verhängnisvolle Versuche mit Blatternserum

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vvf&datum=19140516&query=%22prof+hlava%22&ref=anno-search&seite=5

  1. März 1916 Ernennung zum obersten Sanitätsrat

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19160321&query=%22dr+jaroslav+hlava%22&ref=anno-search&seite=4

  1. November 1924 Todesanzeige

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19241104&query=%22jaroslav+hlava%22&ref=anno-search&seite=5

HOCH, Otto

Geboren 1879, studierte er Medizin in Prag und promovierte hier 1906. Anschließend leistete er einen Teil seiner militärischen Dienstpflicht 1906/1907 im Garnisonsspital Nr. 2 in Wien.

Später bekam er dann eine Stelle in der Poliklinik in Wien und eröffnete – nachdem er sich als Spezialist für „Haut- und Harnkrankheiten“ einen Namen gemacht hatte – noch vor Ende des Krieges eine Ordination in Wien. Er war auch Mitglied der Wiener dermatologischen Gesellschaft.

Im Krieg zur Armee eingezogen, wurde er im Range eines Landsturmoberarztes dem mobilen Reservespital 2/2 (Einsatz in Galizien und Wolhynien 1915/1916) zugeteilt, wo er bis Ende des Jahres 1916 verblieb.

1917/18 ist er dann als „diensttauglich für eine Sanitätsanstalt im Hinterlande“ in der 2. Abteilung/Sektion des Kriegsspitals/Reservespitals Nr. 2 in Pardubitz tätig.

Weiteres zu seiner Person:

  1. Februar 1908 Verlobungsanzeige

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19080223&seite=5&zoom=33&query=%22otto%2Bhoch%22&provider=P03&ref=anno-search

1913: Artikel „Mitteilungen über Gonorrhoe“ zusammen mit Alfred Brandweiner (1875-1932, Dermatologe, Abteilungsvorstand der Wiener Allgemeinen Poliklinik).

http://webapp.uibk.ac.at/alo_cat/card.jsp?id=8438152&pos=12&phys=

  1. August 1915 …“für tapferes Verhalten vor dem Feinde“…beim mobilen Reservespital 2/2

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=fdb&datum=19150830&query=%22otto+hoch%22&ref=anno-search&seite=7

  1. Juli 1921 Vortrag: „Wesen der Geschlechtskrankheiten und Schutz vor diesen“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19210703&query=%22otto+hoch%22&ref=anno-search&seite=11

  1. Februar 1922 Vortrag: „Sexuelle Hygiene“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19220217&query=%22otto+hoch%22&ref=anno-search&seite=9

  1. August 1923 wieder Ordination – vom Urlaub zurück

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=19230811&query=%22dr+otto+hoch%22&ref=anno-search&seite=9

  1. April 1929 Vortrag: „Geschlechtskrankheiten (mit Lichtbildern)“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19290414&query=%22otto+hoch%22&ref=anno-search&seite=16

  1. April 1929 Vortrag: „Die sexuelle Not“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19290416&query=%22otto+hoch%22&ref=anno-search&seite=10

  1. Juni 1929 Vortrag: „Geschlechtskrankheiten (mit Lichtbildern)“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19290623&query=%22otto+hoch%22&ref=anno-search&seite=16

  1. Dezember 1929 Lichtbildervortrag: „Geschlechtskrankheiten“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19291205&query=%22otto+hoch%22&ref=anno-search&seite=10

HYNEK, Paul

Geboren 1888.

Er arbeitete im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz seit November 1915.

Mit Übernahme des Spitals in die Heeresverwaltung wurde er – als „russophil“ https://de.wikipedia.org/wiki/Russophilie eingestuft – entlassen.

HYNEK, Rudolf

Geboren 1881, war er nach seinem Medizinstudium bis Kriegsbeginn Kurarzt in Grado (Hotel „Lacroma“).

Er war „im Felde vom 1. Februar 1916 bis 20. Mai 1918“, und wurde anschließend nach Pardubitz ins Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 versetzt.

Am Ende des Krieges war er bis 2. 11. 1918 „krankheitshalber beurlaubt.“

 März 1911 Tschechen an der Adria

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=gtb&datum=19110325&query=%22dr+r+hynek%22&ref=anno-search&seite=5

  1. Mai 1911 Anzeige (in tschechischer Sprache)

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=cdb&datum=19110520&query=%22dr+r+hynek%22&ref=anno-search&seite=8

Text: Reinhard Mundschütz

Folge 8.4.1

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„1. Weltkrieg & Medizin“ [48]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.4.1 – Ärztinnen und Ärzte

Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Folge 8.4.1 – Ärztinnen und Ärzte  

Die Ärzte im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)

G – H (1.Teil)

GALA, Johann

Geboren 1885.

Er diente im Range eines Assistenzarzt-Stellvertreters vor dem Krieg im Garnisonsspital Nr. 11 in Prag und wurde im Mai 1912 zum Infanterieregiment Nr. 3 versetzt https://de.wikipedia.org/wiki/K.u.k._Infanterieregiment_%E2%80%9EErzherzog_Karl%E2%80%9C_Nr._3. Ende 1913 war er Arzt in der Stadt Podiebrad https://de.wikipedia.org/wiki/Pod%C4%9Bbrady.

Nach Kriegsbeginn wurde er Anfang August 1914 außer Dienst gestellt und dem Korpskommando Nr. 9 in Leitmeritz (als Oberstabsarzt der Reserve) „zur Verwendung bei stabilen Sanitätsanstalten im Mobilisierungsfall“ zur Verfügung gestellt.

  1. August 1914 Außer Dienst werden versetzt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140826&query=%22johann+gala%22&ref=anno-search&seite=5

Nach Übernahme des Kriegsspitals/Reservespitals Nr. 2 in Pardubitz in der zweiten Hälfte des Jahres 1916 war er dem Spital kurze Zeit dienstzugeteilt. 

GASSAUER, Ferdinand

Geboren 1881 in Weschitz (Běšice)  https://www.heimatkreis-kaaden.de/weschitz.htm.

Er promovierte an der deutschen Universität in Prag am 13. Juli 1910 und war vor Kriegsbeginn Badearzt in Karlsbad https://de.wikipedia.org/wiki/Karlsbad.

1913 war er im Kaiser-Franz-Josef-Hospital in Karlsbad   https://de.wikipedia.org/wiki/Karlsbad angestellt.

Im Range eines Landsturmassistenzarztes war er zumindest seit Ende 1917 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz tätig.

  1. Juli 1917 Kriegsbeförderungen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19170703&seite=4&zoom=33&query=%22ferdinand%2Bgassauer%22&provider=P02&ref=anno-search

GELLER, Jakob

Geboren 1872 in Fokschan/Rumänien https://de.wikipedia.org/wiki/Foc%C8%99ani.

Er studierte an der Universität in Wien Medizin und promovierte hier am 16. Juni 1899. Vor dem Kriege war er praktischer Arzt in Sadagora/Bukowina https://de.wikipedia.org/wiki/Sadhora.

Er war dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz seit 15. Juli 1915 als „Okulist“ (altes Wort für Augenarzt) zugeteilt und arbeitete in der 1. Abteilung/Sektion.

 

  1. Dezember 1903 im Hotel „Zum Schwarzen Adler“ in Czernowitz gemeldet; aus Fokschani

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=cer&datum=19031231&query=%22jakob+geller%22&ref=anno-search&seite=5

Nach dem Krieg war er als praktischer Arzt im neunten Bezirk in Wien, Mariannengasse 25, gemeldet (Lehmanns Anzeiger 1919).

GLASER, Heinrich

Geboren 1869 in Wigstadtl/Wegstädtl https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%ADtkove

Er diente vor dem Krieg im Infanterieregiment Nr. 90, wo er auch im Oktober 1900 zum Regimentsarzt 2. Klasse befördert worden war. In seiner Heimatstadt war er vor dem Krieg Fabriksarzt.

Er dürfte im letzten Kriegsjahr 1918 nach einer „Felddienstverwendung“ vom 6. Jänner 1918 bis April 1918 dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zugeteilt gewesen sein, da sein Name im Oktober 1918 im Verzeichnis der hier zugeteilten Ärzte als „krankheitshalber beurlaubt“ angeführt wird.

  1. Juni 1916 Kriegstrauung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19160613&query=%22dr+heinrich+glaser%22&ref=anno-search&seite=14

GÖTTE, Christian Adriaan

Er war holländischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Haarlem https://de.wikipedia.org/wiki/Haarlem, hatte in Leiden https://de.wikipedia.org/wiki/Leiden_(Stadt)     Medizin studiert und 1910 hier promoviert. Er spezialisierte sich auf das Fach Gynäkologie und galt als guter „Gynäkologie-Chirurg“.

Er bat in einem an Professor Anton Eiselsberg         https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_von_Eiselsberg  1916 gerichteten Brief um die Zuteilung als chirurgischer Assistent im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz.

Mitte März 1917 trat er dann seinen Dienst in der 5. Abteilung/Sektion an.

Sein Aufenthalt war jedoch nur von kurzer Dauer; am 12. Juni 1917 bat er das Kriegsministerium in Wien „um seine Entlassung aus [dem] Dienstverhältnisse mit 1. Juli 1917, da er in Existenzangelegenheiten dringend in seine Heimat zurückkehren muss.“

GOLDFELD, Johann

Geboren 1865 in Stanislau   https://de.wikipedia.org/wiki/Iwano-Frankiwsk, studierte er in Graz Medizin, wo er auch 1891 promovierte.

Von 1891 bis 1895 war er dann an der Kinderklinik in Graz beziehungsweise im Krankenhaus Rudolfstiftung in Wien tätig.

1895 ließ er sich dann in Czernowitz/Bukowina nieder und eröffnete hier eine Praxis. Bald hatte er in seiner Ordination einen „transportablen“ Röntgenapparat zur Verfügung und hielt nicht nur in Czernowitz „populäre“ Vorträge über den Einsatz der Röntgenstrahlen in der medizinischen Diagnostik.

Bei Ausbruch des Krieges verlegte er im August 1914 sein Röntgeninstitut ins Landwehrspital in der Landwehrkaserne in Czernowitz.

Die Russen, die bald darauf die Stadt besetzten, zwangen ihn nach Westen zu flüchten.

Im September 1915 finden wir ihn in Mährisch Weisskirchen    https://de.wikipedia.org/wiki/Hranice_na_Morav%C4%9B.

Im Jahr 1916 war er dann im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz tätig. 

  1. November 1895 Anzeige neuer Arzt in Czernowitz

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bup&datum=18951110&query=%22dr+johann+goldfeld%22&ref=anno-search&seite=4

  1. Mai 1898 Studium der Diagnostik mittels Röntgenstrahlen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bup&datum=18980526&query=%22dr+johann+goldfeld%22&ref=anno-search&seite=3

  1. Juni 1898 Der transparente Mensch

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bur&datum=18980626&query=%22dr+goldfeld%22&ref=anno-search&seite=4

  1. Jänner 1899 Der Röntgenapparat transportabel

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bur&datum=18990114&seite=3&zoom=33&query=%22johann%2Bgoldfeld%22&provider=P02&ref=anno-search

  1. Dezember 1899 Die Volksuniversität in Galizien

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bup&datum=18991212&query=%22dr+goldfeld%22&ref=anno-search&seite=3

  1. Mai 1899 Tod der Mutter

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bup&datum=18990525&query=%22dr+goldfeld%22&ref=anno-search&seite=3

  1. März 1901 Vortrag „Über die neuesten Fortschritte der Medizin“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bup&datum=19010310&query=%22dr+goldfeld%22&ref=anno-search&seite=5

1901 Vortrag „Simulation und Unfall“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bup&datum=19011128&query=%22dr+johann+goldfeld%22&ref=anno-search&seite=1

  1. August 1914 Zivilarzt Dr. Goldfeld hat sein Röntgeninstitut ins Landwehrspital verlegt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=cer&datum=19140827&query=%22dr+goldfeld%22&ref=anno-search&seite=5

  1. September 1915 Für die ärztlichen Lesezimmer im Allgemeinen Krankenhausein Wien: er spendet für Guido Holzknecht https://de.wikipedia.org/wiki/Guido_Holzknecht zwanzig Kronen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=19150916&seite=7&zoom=33&query=%22johann%2Bgoldfeld%22&provider=P02&ref=anno-search

HAVELKA, Franz

Geboren am 20. Dezember 1869 in Volanic/Bezirk Neubidschow https://de.wikipedia.org/wiki/Nov%C3%BD_Byd%C5%BEov in Böhmen.

Er studierte an der böhmischen Universität in Prag Medizin, wo er auch promovierte. Seit 1906 verheiratet, wurde er 1910 Vater einer Tochter.

Er schlug die Karriere eines Truppenarztes ein und diente vor dem Krieg in folgenden Garnisonen:

1896 Garnisonspital Nr. 3 in Przemysl

https://de.wikipedia.org/wiki/Przemy%C5%9Bl

1897 – 1907 Ulanenregiment Nr. 6 (u. a. in Rzeszow https://de.wikipedia.org/wiki/Rzesz%C3%B3w und

Debica https://de.wikipedia.org/wiki/D%C4%99bica 

Seit 1. März 1910 war er Chefarzt des Infanterieregiments Nr. 94 und Abteilungschefarzt im Truppenspitale in Reichenberg https://de.wikipedia.org/wiki/Liberec.

Nach Kriegsbeginn war er „im Felde“ vom 28. Juli 1914 bis 25. Juni 1918 (mit einer Unterbrechung von Oktober 1914 bis Mitte Jänner 1915 infolge Verletzung: Splitterbruch des linken Unterschenkels).

Anschließend wurde er dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zur Dienstleistung zugewiesen.

HAŠKOVEC, Ladislav/Ladislaus

  1. Mai 1866 in Bechin https://de.wikipedia.org/wiki/Bechyn%C4%9B, Böhmen; gestorben am 16. Januar 1944 in Prag

Er studierte Medizin an der böhmischen Universität in Prag, wo er 1891 auch promovierte. Nach weiteren Studien in Paris bei dem berühmten Neurologen Jean-Martin Charcot https://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Martin_Charcot in Paris, war er von 1892 bis 1896 Assistent an der psychiatrischen Klinik in Prag. 1896 habilitierte er sich zum Privatdozenten für Neuropathologie an der Psychiatrischen Klinik in Prag; 1906 wurde er zum außerordentlichen Professor, 1919 zum ordentlichen Professor für Nervenkrankheiten an der Universität Prag ernannt. Er war auch Primararzt im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Prag.

Seine zahlreichen Arbeiten umfassen das Gebiet der klinischen, experimentellen, histologischen und sozialmedizinischen Forschung (Schilddrüse, Wirkung des Alkohols auf das Herz, traumatische Neurosen, Tabes dorsalis, Basedow, Akromegalie, Meralgia paraesthetica, Schreibkrampf, soziale Bedeutung der Nervenkrankheiten, Eugenik etc.).

Zur Biographie siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Ladislav_Ha%C5%A1kovec

Im Ersten Weltkrieg war er in der 4. Abteilung/Sektion (Neurologische Abteilung) des Kriegsspitals/Reservespitals Nr. 2 in Pardubitz tätig (1916/1917 war er hier einer der drei diensthabenden Neurologen).

Arbeiten von ihm im Volltext:

Neue Beiträge zur Pathogenese der Basedowschen Krankheit

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1900&size=45&page=35

Weitere Bemerkungen über die Akathisie 2 Teile

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1904&page=281&size=45

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1904&page=309&size=45

Über den Blutdruck bei einigen Nerven- und Geisteskrankheiten 6 Teile

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1905&size=45&page=269

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1905&size=45&page=292

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1905&size=45&page=327

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1905&size=45&page=352

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1905&size=45&page=382

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1905&size=45&page=408

 Weitere Beiträge zur Frage der Alkoholwirkung auf das Herz und den Kreislauf 2 Teile

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1909&size=45&page=247

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1909&size=45&page=281

Herpes zoster und die Innervationssegmente des Rückenmarkes

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1910&size=45&page=1222

Beitrag zur Kenntnis der Läsionen des Thalamus opticus 4 Teile

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1912&size=45&page=1193

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1912&size=45&page=1226

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1912&size=45&page=1261

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1912&size=45&page=1293

Zur Symptomatologie und Diagnose der Störungen der Cauda equina und des Conus medullaris

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1913&size=45&page=33

Pseudogibbus (Pseudokyphosis) traumaticus 2 Teile

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1913&size=45&page=267

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1913&size=45&page=305

Ein Beitrag zur Kenntnis der Zwangsvorstellungen 2 Teile

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1901&page=271&size=45

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1901&page=302&size=45

Haškovec in der Tagespresse:

  1. September 1907 Das Eisenbahnunglück in Neu-Paka – Gutachter

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19070907&seite=8&zoom=33&query=%22dr%2Bhaskovec%22&provider=P03&ref=anno-search

  1. Februar 1911 Der Schädel des Hussitenführers Zizka

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19110217&seite=4&zoom=33&query=%22dr%2Bhaskovec%22&provider=P03&ref=anno-search

  1. November 1913 Ein Irrsinniger ermordet seine Familie. Der Fabrikant Skorkowsky erschießt Frau und Kind, verletzt sein zweites Kind schwer und begeht Selbstmord

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19131105&seite=17&zoom=33&query=%22haskovec%22&ref=anno-search

  1. November 1913 Die Familientragödie in Smichov

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19131106&query=%22haskovec%22&ref=anno-search&seite=7

  1. April 1927 Dr. Franz Dehms Testament – Anfechtung durch die Verwandten – geistig gesund oder geisteskrank?

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19270429&query=%22haskovec%22&ref=anno-search&seite=5

  1. Juni 1929 Klinik Haškovec wird wieder eröffnet

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19290615&query=%22haskovec%22&ref=anno-search&seite=4

  1. Juni 1931 Ärztliches Zeugnis als Voraussetzung der Eheschließung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19310617&query=%22haskovec%22&ref=anno-search&seite=6

  1. Juni 1931 Ehefähigkeitszeugnis

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19310621&query=%22haskovec%22&ref=anno-search&seite=9

  1. September 1931 Der I. Internationale Neurologische Kongreß in Bern

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19310902&query=%22haskovec%22&ref=anno-search&seite=4

  1. Dezember 1931 Zur psychohygienischen Bewegung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19311212&query=%22haskovec%22&ref=anno-search&seite=4

Text: Reinhard Mundschütz

Folge 8.4.2. (H–> 2.Teil–> 08.01.2018)

Alle Beiträge–> 1.Weltkrieg &Medizin

„1. Weltkrieg & Medizin“ [47]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.3.2 – Ärztinnen und Ärzte

Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Folge 8.3.2 – Ärztinnen und Ärzte

Die Ärzte im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)

 F (2.Teil)

FISCHER, Oskar

Geboren am 12. April 1876 in einer deutschsprachigen Familie mit jüdischen Wurzeln in Schlan/Böhmen https://de.wikipedia.org/wiki/Slan%C3%BD, gest. am 28. Februar 1942 im KZ Theresienstadt  https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Theresienstadt.

Er studierte an der medizinischen Fakultät der deutschen Universität in Prag und an der Universität in Straßburg. Seine Promotion feierte er am 19. Mai 1900 in Prag.

Im Juni 1907 erhielt er seine Zulassung als Privatdozent für Psychiatrie an der deutschen Universität in Prag.

In diesem Jahr erschien in der „Monatsschrift für Psychiatrie und Neurologie“ (Band 22, Seite 361-372) sein Aufsatz „Miliare Nekrosen mit drusigen Wucherungen der Neurofibrillen, eine regelmässige Veränderung der Hirnrinde bei seniler Demenz“.

Zur selben Zeit hatte auch der deutsche Psychiater und Neuropathologe Alois Alzheimer https://de.wikipedia.org/wiki/Alois_Alzheimer dieselben Beobachtungen wie Fischer gemacht. Und ebenfalls publiziert. Die Benennung dieser neuen Krankheit (nach Alois Alzheimer) erfolgte allerdings später durch Emil Kraepelin https://de.wikipedia.org/wiki/Emil_Kraepelin in seinem Lehrbuch der Psychiatrie 1911.

Die Spannungen vor dem Zweiten Weltkrieg, der wachsende Antisemitismus und Eifersucht unter Fachleuten aus Prag und aus München, die sich auch mit diesem Problem beschäftigten, führten dazu, dass Oskar Fischers Forschungsergebnisse vergessen wurden. Erst nach dem Krieg wurden sie wieder entdeckt.

Dank dieser Forschungen wurde damals von der Fachöffentlichkeit vorgeschlagen, dass die Krankheit „Alzheimer-Demenz“ in „Alzheimer-Fischer-Krankheit“ umbenannt werden sollte.

Dazu siehe auch:

Oskar Fischer and the study of dementia https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2668940/

1908 erwarb er zusammen mit Dr. Leo Kosak Schloss Weleslawin  http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tsa&datum=19080606&query=%22oskar+fischer%22&ref=anno-search&seite=5 (heute ein Stadtteil von Prag). Beide ließen es dann zu einem „Sanatorium für Nerven- und Geisteskranke“ umbauen, in dem z. B. in den dreißiger Jahren Frau Charlotte Masaryk, Ehefrau von Thomas G. Masaryk https://de.wikipedia.org/wiki/Tom%C3%A1%C5%A1_Garrigue_Masaryk, behandelt wurde.

Im Ersten Weltkrieg wirkte Fischer als Neurologe im Garnisonspital Nr. 11 in Prag, bis er im Jänner 1917 dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zur Verfügung gestellt wurde. Hier arbeitete er in der 4. Abteilung/Sektion (Neurologische Abteilung) bis September 1918.

In diese Zeit fallen:

– 7. November 1917 Ernennung zum außerordentlicher Universitätsprofessor für Psychiatrie an der Deutschen Universität in Prag http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=19171107&seite=3&zoom=33&query=%22dr%2Boskar%2Bfischer%22&provider=P02&ref=anno-search

und

– eine „zweifelhafte Publikation“ von Fischer mit dem Titel „Zur faradischen Therapie der hysterischen Lähmungen“.

In dieser Arbeit sind zwei Todesfälle durch den Gebrauch von Sinusströmen beschrieben, die sich im Jahre 1916 in der deutschen psychiatrischen Klinik in Prag ereignet haben. Anderseits enthielt die Arbeit eine detaillierte Beschreibung der Umstände eines weiteren Todesfalles im k. u. k. Reservespital Leitmeritz (Befund: „funktionelle Neurose“[Hysterie, Neurasthenie]). Hier war der böhmische Infanterist A. S. (der zuvor im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz in medizinischer Behandlung stand) im August 1916 während der elektrischen Behandlung plötzlich verstorben.

Die Veröffentlichung von Fischers Arbeit wurde vom Kriegsministerium als „in der gegenwärtigen Form zur Veröffentlichung als nicht geeignet“ befunden.

Es dauerte allerdings mehr als ein Jahr, bis das Kriegsministerium in Wien (aufgrund Bekanntwerdens eines weiteren Todesfalls im September 1917 in Deutschland) mit folgendem Erlass reagierte:

„Da demnach die Sinusströme selbst bei vorsichtiger Anwendung in unberechenbarer Weise das Leben des Patienten gefährden können, wird die Anwendung des Sinusstromes in den Militärsanitätsanstalten überhaupt verboten und ist diese gefährliche Behandlungsmethode im Bedarfsfalle durch den ungefährlichen faradischen Strom zu ersetzen.“

– 1916 – 1918:Oskar Fischer und Raffael Schermann

https://en.wikipedia.org/wiki/Raffael_Schermann

  1. Mai 1918 Der Fall Schermann

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=fdb&datum=19180530&seite=7&zoom=33&query=%22dr%2Boskar%2Bfischer%22&provider=P02&ref=anno-search

  1. Juni 1918 Spekulation auf niedrige Instinkte – Der Fall „Schermann“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dti&datum=19180604&seite=5&zoom=33&query=%22dr%2Boskar%2Bfischer%22&provider=P02&ref=anno-search

Nach dem Ersten Weltkrieg als Buch erschienen:

  1. November 1924 Buchanzeige Experimente mit Raphael Schermann

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=obc&datum=19241121&query=%22dr+oskar+fischer%22&ref=anno-search&seite=6

Der „Fall Dr. Franz Halbhuber“ – Oskar Fischer als „Anzeiger“ und Zeuge

  1. April 1923 Der Irrsinnige als Kommandant eines Militärspitals – Wer über das Schicksal der Soldaten zu entscheiden hatte – der Fall „Dr. Franz Halbhuber“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19230417&seite=7&zoom=33&query=%22dr%2Boskar%2Bfischer%22&provider=P03&ref=anno-search

  1. April 1923 Enthüllungen über ärztliche Kriegsverbrecher

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19230418&query=%22franz+halbhuber%22&ref=anno-search&seite=1

  1. August 1923 „Franz Halbhuber“ gestorben

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwg&datum=19230811&query=%22franz+halbhuber%22&ref=anno-search&seite=7

Zwei Publikationen aus dem Bestand der Medizinischen Universität Wien/ Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin: http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8568495&pos=98&phys=

http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8568497&pos=99&phys=

Oskar Fischer als Mitglied des „Vereins deutscher Ärzte in Prag“

1903: Verein Deutscher Ärzte in Prag, Sitzung vom 6. Februar 1903

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=klr&datum=19040004&query=((text:%22oskar+fischer%22))&ref=anno-search&seite=744

1904: Verein Deutscher Ärzte in Prag, Sitzung vom 27. Mai 1904

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=klr&datum=19050004&query=((text:%22oskar+fischer%22))&ref=anno-search&seite=717

1904: Verein Deutscher Ärzte in Prag, Sitzung vom 28. Oktober 1904

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=klr&datum=19050004&query=((text:%22oskar+fischer%22))&ref=anno-search&seite=732

Oskar Fischer als „Amateurfotograf:

1906: Oskar Fischer als „Atelierwart des Klubs der deutschen Amateurfotographen in Prag“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19060525&query=%22oskar+fischer%22&ref=anno-search&seite=3

  1. Oktober 1909 Der Klub deutscher Amateurphotographen eröffnet Herbstsaison mit Referat von Oskar Fischer über die „Dresdner Internationale Photographische Ausstellung“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19091010&query=%22oskar+fischer%22&ref=anno-search&seite=12

  1. Oktober 1909 „Ausgezeichneter Bericht von Dr. Oskar Fischer…“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19091017&query=%22oskar+fischer%22&ref=anno-search&seite=12

  1. November 1910: Ankündigung: Oskar Fischer – „Laternbildervortrag über Mikrophotographie“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19101127&query=%22oskar+fischer%22&ref=anno-search&seite=12

  1. Dezember 1919 Bericht über Fischers Vortrag über „Mikrophotographie“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19101218&query=%22oskar+fischer%22&ref=anno-search&seite=11

Biografie (in tschechischer Sprache)

https://cs.wikipedia.org/wiki/Oskar_Fischer

FISCHL, Emil

Er wurde am 15. September 1872 in Prag geboren/gestorben am 28. Februar 1925. Medizin studierte er in Prag, wo er schließlich am 14. Dezember 1896 „sub auspiciis imperatoris“ promovierte. 

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=18961219&query=%22emil+fischl%22&ref=anno-search&seite=5

Bereits vor seiner Promotion war er „Operationszögling an der chirurgischen Klinik des Professor Wölfer in Prag“. https://www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=Anton_W%C3%B6lfler

Im Ersten Weltkrieg leistete er vom 30. September 1914 bis 2. Juli 1916 als „freiwilliger Arzt unentgeltliche Dienste“ im Vereinsreservespital vom Roten Kreuz in Prag.

  1. Februar 1915 Dankschreiben an Dr. Fischl

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19150227&query=%22dr+e+fischl%22&ref=anno-search&seite=5

Vom 2. Juli 1916 bis Mitte April 1917 war er dem Spital – nach neuerlicher Einberufung zum Militär – dann dienstzugeteilt.

Mitte April 1917 wurde er ins Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz versetzt.

Am 13. August 1917 stellte er ein Ansuchen um Versetzung nach Prag, was im September 1917 bewilligt wurde.

 Publikationen:

1897 Über den Einfluß der Abkühlung auf die Disposition zur Infection IN: Zeitschrift für Heilkunde, Band 18, S. 321

1898 Über zwei Fälle einer seltenen Darmverletzung IN: Bruns Beiträge zur klinischen Chirurgie, Band 22, Seite 811

FLESCH, Julius

Geboren am 1. Dezember 1871 in Ungarisch-Wieselburg/Mosonmagyaróvár   https://de.wikipedia.org/wiki/Mosonmagyar%C3%B3v%C3%A1r; gest. 11. Mai 1942 in Maly Trostinec/Weissrussland   https://de.wikipedia.org/wiki/Vernichtungslager_Maly_Trostinez.

Er war praktischer Arzt in Wien, war 20 Jahre lang Assistent an der Wiener Poliklinik und Stellvertreter Professor Moriz Benedikts           https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Moriz_Benedikt.

Er verfasste verschiedene wissenschaftliche Werke und war Mitglied des wissenschaftlichen Ausschusses des Doktorenkollegiums der Universität Wien und Begründer der Wiener Seminare für die Ausbildung von Wiener Ärzten. Fast sämtliche Professoren beteiligten sich an den Seminarvorträgen.

Seine Verwendung im Ersten Weltkrieg:

 – 15. August 1914 bis 1. Mai 1916 freiwillig und unentgeltlich im Reservespital Nr. 11 in Wien

– 1. Mai 1916 bis 1. Dezember 1916: im Reservespital Nr. 18 (Brigittenau) – im Reservespital Nr. 20 (Floridsdorf) – und im Reservespital Nr. 18 (Wien, früher 6., dann 12. Bezirk Rückergasse)

– 1. Dezember 1916 bis 1. Mai 1917 im Kriegsgefangenenlager Wieselburg     https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsgefangenenlager_Wieselburg

– 1. Mai 1917 bis 16. November 1917 als Chefneurologe im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz

– 16. November 1917 bis Anfang Juli 1918 in Theresienstadt im Garnisonspital Nr. 13, auf der internen Abteilung, dann wieder nach Wien versetzt.

Sein bekanntestes Buch:

Berufskrankheiten des Musikers. Ein Leitfaden der Berufsberatung für Musiker, Musikpädagogen, Ärzte und Eltern. Celle 1925

Darüber siehe auch: 15. Mai 1925 Beitrag über sein Buch http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwj&datum=19250515&query=%22dr+flesch%22&ref=anno-search&seite=7

Noch zu seiner Biographie:

  1. Mai 1896 Verlobungsanzeige

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=mzt&datum=18960504&query=%22julius+flesch%22&ref=anno-search&seite=2

  1. Februar 1903 Todesanzeige der Mutter

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwg&datum=19030201&seite=65&zoom=33&query=%22dr%2Bjulius%2Bflesch%22&provider=P03&ref=anno-search

  1. Juli 1907 Todesanzeige des Vaters

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=19070709&seite=8&zoom=33&query=%22dr%2Bjulius%2Bflesch%22&provider=P03&ref=anno-search

  1. Jänner 1909 Zeuge im Prozess gegen „Dr. Eugen de Blowitz“ – Ein vielseitiger Hochstapler

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=krz&datum=19090106&seite=2&zoom=73&query=%22julius%2Bflesch%22&ref=anno-search

  1. März 1911 Ohnmachts-Epidemie in der Telephon-Zentrale

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=krz&datum=19110309&seite=6&zoom=62&query=%22julius%2Bflesch%22&ref=anno-search

  1. September 1924 Wieder ein Prozeß wegen § 144

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19240926&query=%22julius+flesch%22&ref=anno-search&seite=9

  1. Juli 1925 Der nervöse Sänger – Psychopathische Stimmbandstörungen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwj&datum=19250730&query=%22julius+flesch%22&ref=anno-search&seite=8

1931: Sechzigster Geburtstag

2002 wurde ein Julius-Flesch-Institut für Musikergesundheit und Musikermedizin an der Universität Mozarteum in Salzburg gegründet   http://www.musikermedizin-lahme.de/eisam-salzburg/

FREYSTADTL, Desiderius/Desider

Geboren 1870, gestorben 18. Jänner 1938 in New York.

Er war Facharzt für physikalische Therapie und Hydrotherapie (und königlich ungarischer Honved-Regimentsarzt).

Er betrieb ab 1896 in Wien ein Institut für Heilgymnastik und war an der Wiener Poliklinik angestellt.

Im Ersten Weltkrieg war er von Ende 1916 bis Ende Juli 1917 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz in der 4. Abteilung/Sektion tätig gewesen.

Am 28. Juli 1917 suchte er um Versetzung nach Baden bei Wien ins dortige Garnisonsspital Nr. 27 an; nach Bewilligung seines Ansuchens wurde statt ihm der Arzt Emanuel SEDLAK von ebendiesem Spital nach Pardubitz versetzt.

In Baden war er vom 1. Oktober 1918 bis 7. November 1918 Chefarzt der Offiziersabteilung bis zum Kriegsende – als ungarischer Staatsbürger wurde er an diesem Tag aus dem Dienst entlassen.

Weiteres zu seiner Biographie:

  1. November 1896 Eröffnung Institut für schwedische Heilgymnastik und Massage

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=18961119&query=%22freystadtl%22&ref=anno-search&seite=4

  1. März 1898 Anzeige Heilanstalt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwj&datum=18980327&query=%22freystadtl%22&ref=anno-search&seite=15

  1. September 1898 elektrische Lichtbade- und Wasserheilanstalt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=18980904&query=%22freystadtl%22&ref=anno-search&seite=5

FRIEDLÄNDER, Walter

Geboren am 4. Februar 1891 in Wien, gestorben am 15. August 1939 in Schanghai.

Er studierte Medizin in Wien, wo er auch am 12. Jänner 1915 promovierte.

Im Krieg war er in folgenden Spitälern tätig:

– 20. Mai 1915 bis 23. August 1915 im Kriegsgefangenenlager Hart/Amstetten (Chefarzt der Spitalsabteilung für nichtinfektiöse Kranke)

– 23. August 1915 bis 14. Oktober 1916 Arzt im B.J.5 und Sekundararzt (Chirurgie) im Krankenspital der Pulverfabrik Blumau bei Felixdorf

– Februar 1917 bis Juni 1917 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz in der 1. Abteilung/Sektion

FRIEDMANN, Josef

Geboren am 8. August 1879 in Wien, heimatzuständig nach Eibenschitz/Mähren https://de.wikipedia.org/wiki/Ivan%C4%8Dice.

Er studierte Medizin an der Universität in Wien und promovierte hier am 29. April 1904; er spezialisierte sich in den Fächern Dermatologie und Neurologie.

War im Ersten Weltkrieg:

– 25. Juli 1914 bis 30. September 1914 Bataillonschefarzt des LIR Nr. 14

Reservespital Nr. 18 in Wien

– seit 16. Oktober 1916 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz; war hier als Dermatologe tätig

– 1. Oktober 1917 bis 3. September 1918 im Reservespital Nr. 2 in Wien

Ordination in Wien (nach LEHMANN online 1914: Dr. der gesamten Heilkunde, Assistent der Poliklinik, 2. Bezirk, Taborstraße 44)

1922 Aufsatz in der Wiener Medizinischen Wochenschrift: Beitrag zur Kasuistik extragenitaler Primäraffekte

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=1922&page=912&size=45

Siehe auch:

  1. März 1899 als Kassenarzt bei der Czernowitzer Gebietskrankenkasse angestellt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bup&datum=18990326&query=%22edmund+fuchs%22&ref=anno-search&seite=11

  1. April 1909 er war auch für das jüdische Waisenhaus in Czernowitz tätig

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bup&datum=19090401&query=%22edmund+fuchs%22&ref=anno-search&seite=3

FUCHS, Carl Edmund

Geboren 1857, heimatzuständig Papa/Ungarn     https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A1pa- Er war vor dem Krieg Ohren- und Augenarzt in Czernowitz https://de.wikipedia.org/wiki/Czernowitz.

Er war im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz tätig seit 5. Oktober 1915. Mit Übernahme des Spitals in die Heeresverwaltung in der zweiten Hälfte des Jahres 1916 ist er aus dem Dienststand ausgeschieden.

FUCHS, Ernst

Geboren 1878 in Prag, studierte er Medizin an der deutschen Universität Prag und promovierte hier am 16. Juli 1904. Er übersiedelte später nach Karbitz https://de.wikipedia.org/wiki/Chaba%C5%99ovice.

Er arbeitete im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz in der 5. Abteilung/Sektion.

Ende Jänner 1917 war er im Reservespital in Komotau tätig. https://de.wikipedia.org/wiki/Chomutov.

Text: Reinhard Mundschütz

Folge 8.3.1 – Ärztinnen und Ärzte (1.Teil D-F)

Alle Beiträge–> 1.Weltkrieg &Medizin

„1. Weltkrieg & Medizin“ [46]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.3.1 – Ärztinnen und Ärzte

Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Folge 8.3.1 – Ärztinnen und Ärzte

Die Ärzte im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)

D – F (1.Teil)

DEUTSCH, Robert

Geboren 1889; er war heimatzuständig in Aussig https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Ast%C3%AD_nad_Labem.

Nach Beendigung des Medizinstudiums fand er eine Stelle im Allgemeinen Krankenhaus in Aussig als Dermatologe.

Im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz war er seit 5. Juni 1915 in der „Zentralabteilung für Geschlechtskrankheiten“ als Dermatologe und „Syphilitologe“ tätig.

Nach dem Kriege in Aussig als „Fürsorgearzt“ (=Arzt, der in der Gesundheitsfürsorge im Rahmen der öffentlichen Sozialhilfe tätig ist) eingeteilt, wurde er nach dem Einmarsch der Deutschen im November/Dezember 1938 im Konzentrationslager Sachsenhausen https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Sachsenhausen  wegen seiner jüdischen Herkunft festgehalten. Er konnte allerdings nach England flüchten, wo er 1947 die englische Staatsbürgerschaft erwarb (siehe: Tomáš Fedorovič, Vladimír Kaiser: Historie židovské komunity v Ústí nad Labem 2005).

In der „Dermatologische Wochenschrift“ vom 15. November 1919 (Seite 731-732) erschien ein Artikel von ihm mit dem Titel:

Abortivbehandlung der Syphilis mittels Silbersalvarsan  https://de.wikipedia.org/wiki/Arsphenamin

EISELT, Rudolf

Geboren am 28. März 1881 in Prag, gestorben 1950.

Er studierte an der böhmischen Universität in Prag Medizin, wo er im Jahr 1905 promovierte. In der Folge war er Assistent an der I. internen Klinik von Professor Maixner in Prag http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_M/Maixner_Emerich_1847_1920.xml und habilitierte sich schließlich 1912 als Privatdozent für Pathologie und Therapie der inneren Krankheiten.

Er stand dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz seit 13. November 1914 bis Mitte März 1916 zur Verfügung. In diesem Monat übernahm er die Leitung der kurz zuvor eröffneten Lungenheilanstalt für Soldaten auf dem Berge Ples bei Prag.

Zu seiner Biographie siehe:

  1. April 1912 Als Privatdozent für Pathologie und Therapie der inneren Krankheiten an der böhmischen Universität in Prag wurde bestätigt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19120407&seite=5&zoom=33&query=%22rudolf%2Beiselt%22&provider=P03&ref=anno-search

  1. Februar 1916 Eröffnung einer Lungenheilstätte für Soldaten in PLES bei Prag Eiselt als Erster Direktor

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=fdb&datum=19160204&seite=8&zoom=33&query=%22ples%22%2B%22lungenheilst%C3%A4tte%22&ref=anno-search

  1. Juni 1916 Bestellung zum Lehrer der Krankenpflegeschule des k. k. Allgemeinen öffentlichen Krankenhauses mit deutscher Unterrichtssprache in Prag

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19160603&seite=13&zoom=33&query=%22rudolf%2Beiselt%22&provider=P02&ref=anno-search

  1. Mai 1932 Radioübertragung aus Prag; Populär-ärztliche Funkreihe des Radiojournals

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=raw&datum=19320520&seite=70&zoom=87&query=%22dr%2Br%2Beiselt%22&ref=anno-search

Publikationen vor dem Ersten Weltkrieg (in Auswahl):

1910 – Beitrag zu Stoffwechseluntersuchungen bei Morbus Addisonii. IN: Zeitschrift für klinische Medizin, Band 69, Seite 393

1912 – Ein Beitrag zu den biochemischen und chemischen Eigenschaften des tuberkulösen Sputums. IN: Zeitschrift für klinische Medizin, Band 75, Seite 71

Publikation während seiner Tätigkeit im Reservespital Nr. 2:

1916 – Über abnorme Verlaufsarten einiger Infektionskrankheiten (in tschechischer Sprache: Abnormni průběh některých infekčních chorob) IN: Časopis lékařů českých; R. 55, c. 5. Pril.

Publikationen nach dem Ersten Weltkrieg (in Auswahl):

1921 – Specifická therapie tuberkulosy : (tuberkuliny, sera, vakciny), Prag; gedrucktes Buch

1926 – Das Problem der Anaphylaxie (in tschechischer Sprache:  Problém anafylaxe). IN: Časopis lékařů českých; R. 65, c. 8. Pril. 

ENDERLIN, Nino

Arzt aus der Schweiz.

Er war nach seinem medizinischen Staatsexamen 1916 an der Universität Zürich ein Jahr Assistenzarzt in der chirurgischen Klinik von Dr. Hans Brun im Bergli in Luzern. Brun (1874-1946) hatte 1916 auch die Leitung der Schweizer Armeesanitätsanstalt in Luzern https://de.wikipedia.org/wiki/Milit%C3%A4rsanit%C3%A4tsanstalt inklusive des integrierten Spitals für die von der Schweiz aufgenommenen schwerverletzten ausländischen Militärinternierten (Entente/Mittelmächte) übernommen. Hier hatte Enderlin erstmals Gelegenheit, sich mit der Kriegschirurgie vertraut zu machen.

Am 24. September 1917 kam er nach Österreich, um weitere Studien für seine Dissertation direkt an der Front zu machen. Die Militärbehörden Österreichs schickten ihn zunächst nach Leitmeritz und von hier aus ins Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz.

Seinem Ansuchen im Jänner 1918 in einem Feldspital an der Südfront/Italien eingesetzt zu werden, wurde schließlich stattgegeben und er trat seinen Weg am 15. Februar 1918 zur Personalsammelstelle nach Udine an. Aufgrund Ablaufens seines Auslandsurlaubes musste er Ende Februar 1918 in die Schweiz zurückkehren.

Hier beendete er seine Dissertation in Zürich mit dem Titel: Über 17 Spätfälle von Kriegsaneurysmen (Dissertation in Zürich 1918 In: Korrespondenzblatt für Schweizer Ärzte, Band 49, S. 902).

Zu Hans Brun siehe

BRUN Hans.PDF

FALK, Emil

Stammte aus Teplitz? https://de.wikipedia.org/wiki/Teplice

Er war vor der Jahrhundertwende Assistent an der deutschen dermatologischen Klinik von Professor Philipp Josef Pick in Prag. https://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Josef_Pick

Ende 1916 dürfte er an das Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz gekommen sein, wo er bis Mai 1918 in der 2. Abteilung/Sektion tätig war. Er kehrte dann nach Teplitz zurück, um hier wieder in seiner Ordination zu arbeiten.

Siehe auch:

  1. Jänner 1899 Anzeige der Ordinationseröffnung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tsa&datum=18990111&seite=11&zoom=33&query=%22dr%2Bemil%2Bfalk%22&provider=P02&ref=anno-search

Ordinationsanzeige

  1. Jänner 1916 Lichtbildervorträge über Geschlechtskrankheiten

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tsa&datum=19160104&seite=3&zoom=33&query=%22dr%2Bemil%2Bfalk%22&provider=P02&ref=anno-search

  1. Jänner 1916 Die Lichtbildervorträge der Bezirkskrankenkasse in Teplitz-Schönau mit dem Thema : Die Geschlechtskrankheiten, deren Bekämpfung und Verhütung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tsa&datum=19160111&seite=3&zoom=33&query=%22dr%2Bemil%2Bfalk%22&provider=P02&ref=anno-search

Am 1. Juni 1918 hat er seine Praxis in Teplitz-Schönau wieder eröffnet

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tsa&datum=19180525&seite=4&zoom=33&query=%22dr%2Bemil%2Bfalk%22&provider=P02&ref=anno-search

FEIGENBAUM, Dorian (auch Isidor)

Geboren am 19. Mai 1887 in Lemberg/gestorben am 3. Jänner 1937 in New York.

Er studierte Medizin an der Universität in Wien, wo er auch am 23. Oktober 1914 promovierte.

Nach Ausbruch des Krieges meldete er sich freiwillig zum Dienst.

Seine Dienstverwendungen während des Krieges waren (1914-1918):

Vereins-Reserve-Spital Nr. 1 des Roten Kreuzes in der Radetzky-Kaserne in Wien:

  1. September 1914 bis 5. November 1914

Epidemie- und Barackenspital in Ungvar https://de.wikipedia.org/wiki/Uschhorod als „Epidemiearzt“ und Chefarzt der Typhusabteilung:

  1. November 1914 bis 26. August 1915

Feldspital 3/4 (Typhusabteilung):

  1. August 1915 bis 5. September 1915

K. u. k. Feldmarodenhaus 1/5 (Ikra-Front am russischen Kriegsschauplatz):

  1. September 1915 bis 26. Jänner 1917

K. u. k. Reservespital Nr. 1 in Lemberg, als Nervenarzt eingeteilt:

  1. Jänner 1917 bis 25. Juli 1917

– Im k. u. k. Infanterieregiment Nr. 83 „Freiherr von Schikofsky“ (33. Division, 14. Isonzoarmee) als Bataillonschefarzt; er nahm an der 12. Isonzoschlacht beim Durchbruch und Vormarsch in Italien teil https://de.wikipedia.org/wiki/Zw%C3%B6lfte_Isonzoschlacht:

– 25. Juli 1917 bis Anfang Jänner 1918

Ende Dezember 1917 ersuchte das Kriegsministerium in Wien um seine Ablöse, da er als Nervenarzt in Spitälern des „Hinterlandes“ dringend gebraucht wurde.

Anlässlich eines Erholungsurlaubs im Dezember 1917 in Wien erkrankte er, wurde im Vereins-Reserve-Spital Nr. 3 (Rotes Kreuz Spital Rudolfinerhaus) wegen Mastdarmbeschwerden einer Operation unterzogen, und nach seiner Genesung am 24. April 1918 dem Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz im „Range eines Landsturmoberarztes“ zugeteilt.

Nach dem Krieg:

Vom 7. Dezember 1918 bis zum 18. Juni 1919 war er noch in Wien gemeldet. Dann absolvierte er ein psychiatrisches Praktikum in der Schweiz, wo er Mitglied der Schweizer Psychoanalytischen Vereinigung wurde.

Er ging 1920 nach Palästina, wo er im selben Jahr die ärztliche Leitung der Irrenanstalt „Ezrat Nashim“ in Jerusalem übernahm. Daneben war er von 1921 bis 1923 als „psychiatric consultant of the Government of Palestine“ tätig.

Von Jänner 1924 bis Juni 1924 nochmals kurz in Wien emigrierte er in die USA.

Hier arbeitete er als Psychoanalytiker bis zu seinem Tod am „Neurological Institute“ in New York, am „College of Physicians and Surgeons of Columbia University“ und als „lecturer at the New York Psychoanalytic Institute“.

Im April 1932 wurde er Chefredakteur der Zeitschrift „Psychoanalytic Quarterly“.

Mehr über ihn:

Nachruf in Psychoanalytic Quarterly aus dem Jahr 1937

http://pep.gvpi.net/document.php?id=paq.006.0001a&type=hitlist&num=2&query=zone1%2Cparagraphs%7Czone2%2Cparagraphs%7Cwhocitedthis%2Cpsar.017.0159a

  1. Dezember 1921 Aburteilung des Mörders von Israel Fallhändler und seinem Sohne

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=jpr&datum=19211216&query=%22dr+feigenbaum%22&ref=anno-search&seite=4

Werke (Auswahl):

1929: Critique of Bekhterev’s reflexology. New York

1929: Paranoia and magic. Ohne Jahr

1929: The locomotive God. Albany/New York

1931: Die Psychoanalyse und der praktische Arzt. Vortrag gehalten zu Ehren von Prof. Sigm. Freuds 75. Geburtstag in der Deutschen Medizinischen Gesellschaft der Stadt New York am 4. Mai 1931. Leipzig

OHNE Jahr: The legacy of Karl Abraham: 1877-1925

FIALA, Kamil/Camil

Geboren am 31. Juli 1880 in Prag/gest. am 23. November 1930 in Kaschau  https://de.wikipedia.org/wiki/Ko%C5%A1ice.

Nach dem Studium der Medizin an der böhmischen Universität in Prag und seiner Promotion im Jahre 1906 war er Assistent an der ophthalmologischen Klinik in Prag (Leitung: Prof. Dr. Jindrich Chaloupecky; 1864-1918).

Noch 1906 heuerte er als Schiffsarzt beim österreichischen Lloyd an. Im Februar 1907 lief er mit dem 1888 gebauten Passagierdampfer „Imperatrix“ von Triest nach Bombay aus. Auf der Fahrt geriet das Schiff in einen schweren Sturm und sank vor der Küste Kretas https://de.wikipedia.org/wiki/Imperatrix_(Schiff).

Kamil Fiala konnte sich – nach eigenen Angaben – schwimmend ans Ufer retten.

Nach Prag zurückgekehrt arbeitete er als Haut- und Geschlechtsarzt auf der hiesigen Poliklinik. Er hatte auch eine eigene Ordination.

Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs publizierte er auch einige Aufsätze in wissenschaftlichen Zeitschriften (z.B. in Časopis lékařů českých 1910 über „die Anwendung der Kohlensäure in der Therapie von Hautkrankheiten“; eine Zusammenfassung in deutscher Sprache siehe http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=19110003&query=((text:%22dr+k+fiala%22))&ref=anno-search&seite=912).

Zu Kriegsbeginn 1914 rückte er ein und befand sich „im Felde“ vom 25. Juli 1914 bis zum 15. November 1914.

Krankheitshalber länger beurlaubt wurde er nach seiner Genesung Mitte 1915 als „nicht felddiensttauglich“ ins Garnisonsspital Nr. 13 Theresienstadt  https://de.wikipedia.org/wiki/Terez%C3%ADn, dann in die Beobachtungsstation Kolin    https://de.wikipedia.org/wiki/Kol%C3%ADn und schließlich in das Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 nach Pardubitz versetzt.

Hier übernahm er als „Konsiliararzt für Geschlechtskrankheiten“ als Kommandant die Leitung der 2. Abteilung/Sektion.

Biographisches und weitere Quellen:

  1. April 1906 Kamill Fiala zu dieser Zeit dem Garnisonsspital Nr. 11 in Prag zugeteilt, war mit 1. April 1906 zum Assistenzarzt-Stellvertreter ernannt worden

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19060410&seite=6&zoom=33&query=%22kamill%2Bfiala%22&provider=P03&ref=anno-search

  1. Februar 1907 Die Katastrophe eines österreichischen Lloyd-Dampfers – Ein Prager Arzt gerettet

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19070225&seite=6&zoom=33&query=%22dr%2Bfiala%22%2B%22geschlechtskrankheiten%22&provider=P03&ref=anno-search

  1. Februar 1907 Die Katastrophe der „Imperatrix“ – Der gerettete Dr. Fiala

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19070225&seite=14&zoom=33&query=%22dr%2Bfiala%22%2B%22geschlechtskrankheiten%22&provider=P03&ref=anno-search

  1. März 1907 Die Schreckensnacht auf der „Imperatrix“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwg&datum=19070306&seite=6&zoom=33&query=%22kamill%2Bfiala%22&provider=P03&ref=anno-search

  1. März 1907 Der Schiffsarzt Dr. Kamill Fiala

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwb&datum=19070307&seite=13&zoom=33&query=%22kamill%2Bfiala%22&provider=P03&ref=anno-search

  1. Juni 1907 Assistenzarzt der Reserve ernannt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=19070629&seite=3&zoom=33&query=%22kamill%2Bfiala%22&provider=P03&ref=anno-search

  1. Juli 1913 Unglücksfall bei den Pionierübungen in Aschach/Oberösterreich

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tpt&datum=19130718&seite=5&zoom=33&query=%22dr%2Bfiala%22%2B%22regimentsarzt%22&provider=P03&ref=anno-search

Kurzbiografie (in tschechischer Sprache)

https://cs.wikipedia.org/wiki/Kamil_Fiala

Text: Reinhard Mundschütz

–>Folge 8.3.2 – Ärztinnen und Ärzte (2.Teil) –> 4.12.2017

Alle Beiträge–> 1.Weltkrieg &Medizin

„1. Weltkrieg & Medizin“ [45]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.2 – Ärztinnen und Ärzte

Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Folge 8.2 – Ärztinnen und Ärzte

 Die Ärzte im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)

A – C

ADAMI, Severus/Saverio

Geboren 1885 in TESERO https://de.wikipedia.org/wiki/Tesero, war er bis 2. Jänner 1915 im Garnisonspital Nr. 7 in Graz als Assistenzarzt der Reserve tätig und wurde an diesem Tag außer Dienst gestellt. Am 5. August 1915 wurde er dann zur Kriegsdienstleistung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Graz „abkommandiert“.

Siehe: http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=gmz&datum=19160120&query=%22saverio+adami%22&ref=anno-search&seite=2

Aufgrund eines „ehrenrätlichen Verfahrens“, das gegen ihn 1916 eingeleitet worden war, wurde er 1917 zum einfachen Sanitätssoldaten degradiert. Folgende Vergehen wurden ihm zur Last gelegt:

1) Mitglied und Präsident des polizeilich aufgehobenen irredentistischen Vereines  CIRCOLO GIOSUE CARDUCCI  https://de.wikipedia.org/wiki/Giosu%C3%A8_Carducci  zu sein;

2) Mitglied des verbotenen reichsitalienischen Vereins DANTE ALIGHERI (Reichsitaliener: so wurden die Angehörigen des Königreichs Italien bezeichnet) gewesen zu sein und

3) für die in Südtirol seinerzeit von antiösterreichischen Vereinen geplante Errichtung eines CAVOUR-Denkmales https://de.wikipedia.org/wiki/Camillo_Benso_von_Cavour  einen Geldbetrag geleistet zu haben.

Er wurde dann dem Reservespital Nr. 2 in Pardubitz zugeteilt, wo er bis Kriegsende 1918 in der 1. Abteilung/Sektion als einfacher Sanitätssoldat diente.

ALDOR, Siegmund Gottlieb

Geboren am 1. Juni 1870, heimatzuständig in Györ/Raab https://de.wikipedia.org/wiki/Gy%C5%91r.

Er wurde vor dem Krieg, im Dezember 1901, zum Sekundararzt (=Arzt im Krankenhaus ohne eigene Abteilung) im Spital der israelitischen Kultusgemeinde in Wien berufen. Seit 1904 war er in Wien 1180, Witthauergasse 28, gemeldet.

Im Kriegsspital/Reservespital war er seit 5. Oktober 1915 in der 1. Abteilung/Sektion tätig.

Siehe auch:

1903 als Zeuge bei Beschuldigung eines Zahnarztes

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwj&datum=19031205&query=%22dr+aldor%22&ref=anno-search&seite=9

und

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=iwe&datum=19031205&query=%22dr+aldor%22&ref=anno-search&seite=9

AUTRATA, Viktor

Geboren 1891 in Křižanov in Mähren. https://de.wikipedia.org/wiki/K%C5%99i%C5%BEanov, studierte er Medizin an der böhmischen Universität in Prag, wo er am 3. September 1914 promovierte. Kurz darauf meldete er sich freiwillig für den Militärdienst.

Ende Jänner 1917 wurde er als Landsturmassistenzarzt dem Reservespital in KOMOTAU  https://de.wikipedia.org/wiki/Chomutov  zugeteilt.

1917 nach Pardubitz versetzt, leitete er bis Kriegsende als Chefarzt die Infektionsabteilung im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz.

AXAMIT, Jan/Johann

Geboren 1870, verheiratet, Vater zweier Kinder, seit 1898 in Žižkov https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%BDi%C5%BEkov  (Prag) wohnhaft, war er der 1. Abteilung/Sektion des Kriegsspitals/Reservespitals Nr. 2 in Pardubitz als „landsturmpflichtiger Zivilarzt“ zugeteilt.

Im Februar 1918 bittet er um Versetzung nach Prag, was jedoch abgelehnt wurde, da ein Ersatz für ihn wegen Ärztemangel nicht möglich war.

Am 15. Mai 1918 stellte der Ausschuss des „archäologischen Fachrates des königlich böhmischen Landesmuseums in Prag“ an die Zentralkommission für Denkmalpflege in Wien das Ansuchen beim k. u. k. Kriegsministerium zu intervenieren, ihn in ein Militärspital nach Prag zu versetzen, damit er „als bester Kenner der Tetiner Altertümer und k. k. Konservator für die dortige Gegend mit der Leitung der Durchforschung der Tetiner Burg betraut werden könne.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Tet%C3%ADn_u_Berouna.

Es wurde im Juli 1918 vom Kriegsministerium in Wien abgelehnt, worauf er bis zum Kriegsende im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 Pardubitz weiter verblieb.

Siehe auch:

  1. April 1918 Zu Konservatoren der Zentralkommission für Denkmalpflege in Böhmen wurden ernannt:

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=19180409&seite=3&zoom=33&query=%22axamit%22&provider=P02&ref=anno-search

Werke: (in tschechischer Sprache)          http://webapp.uibk.ac.at/alo/cat/card.jsp?id=8767403&pos=4&phys=

 BACK, Robert

Geboren am 23. Juli 1889 in PROSSNITZ /Prostějov https://de.wikipedia.org/wiki/Prost%C4%9Bjov  in Mähren, studierte er Medizin in Wien, wo er auch am 24. Dezember 1913 promovierte.

„Im Felde“ von März 1915 bis 31. Juli 1915; Er wurde am 28. Februar 1917 in die Reserve versetzt und im selben Jahr im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 der 2. Abteilung/Sektion als Dermatologe bis Kriegsende zugeteilt.

1920 in Wien 1090 in der Alserstraße Nr. 4 gemeldet, ist er 1936 als Zahnarzt in 1080 Wien, Kochgasse Nr. 22, zu finden.

Er musste 1938 aus Österreich emigrieren, ging nach China, wo er sich bis zum Ende des 2. Weltkrieges aufhielt.

Er kehrte 1947 nach Wien zurück und war von 1956 bis 1962 als Bibliothekar an der Universitätszahnklinik in Wien tätig. Er verstarb am 2. April 1976.

Über Emigration nach Shanghai siehe:

http://www.exil-archiv.de/grafik/themen/exilstationen/shanghai.pdf

BALCAR, Johann

Geboren 1889 in Rychnov nad Kněžnou      https://de.wikipedia.org/wiki/Rychnov_nad_Kn%C4%9B%C5%BEnou, studierte er an der böhmischen Universität in Prag Medizin, wo er am 21. Dezember 1914 promovierte.

Er arbeitete im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 seit November 1915. Im Mai 1916 war er dann dem Garnisonsspital Nr. 15 in Krakau zugeteilt.

BECK, Guido

Geboren im Jahr 1879, arbeitete er im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz in der 4. Abteilung/Sektion. Mit Übernahme des Spitals durch die Heeresverwaltung 1916 findet er sich nicht mehr unter den beschäftigten Ärzten.

Tätigkeiten vor dem Krieg:

  1. April 1905 als einjährig freiwilliger Mediziner im Garnisonsspital Nr. 11 in Prag

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19050419&query=%22guido+beck%22&ref=anno-search&seite=36

  1. Oktober 1909 Kurarzt in Meran

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19091024&query=%22guido+beck%22&ref=anno-search&seite=13

  1. Juni 1912 Oberbezirksarzt in Karlsbad

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19120618&query=%22dr+guido+beck%22&ref=anno-search&seite=6

BERGER, Martin

Geboren im Jahr 1848, heimatzuständig in CZEGLED   https://de.wikipedia.org/wiki/Cegl%C3%A9d. Er arbeitete seit 10. Juni 1915 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2. Mit Übernahme in die Heeresverwaltung in der 2. Hälfte des Jahres 1916 wurde sein Vertrag nicht mehr verlängert.

BEZDEK, Josef

Geboren im Jahr 1862, heimatzuständig WOLIN https://de.wikipedia.org/wiki/Volyn%C4%9B.

1887 war er im Garnisonsspital Nr. 11 in Prag tätig. Im Jahr 1890 bekleidete er die Stelle eines Gemeindearztes in Prag-Michle.

Nach der Jahrhundertwende nahm er eine Stelle als Bahnarzt http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=obb&datum=1909&qid=O30TCZR4IQ28JDEU3OAY97FDAUB1DP&size=45&page=462 bei der Staatsbahndirektion in Pilsen https://de.wikipedia.org/wiki/Pilsen an.

Nach Kriegsbeginn 1914 zunächst der Beobachtungsstation Mährisch Weisskirchen   https://de.wikipedia.org/wiki/Hranice_na_Morav%C4%9B +  
https://de.wikisource.org/wiki/Aus_dem_Leben_einer_j%C3%BCdischen_Familie/Aus_dem_Lazarettdienst_in_M%C3%A4hrisch-Weisskirchen   zugeteilt, war er ab 25. Juli 1915 in der 1. Abteilung/Sektion des Kriegsspitals/Reservespitals Nr. 2 in Pardubitz tätig. Mit Übernahme des Spitals in die Heeresverwaltung (Mitte 1916) wurde er dann entlassen.

BOHAC, Karl

Geboren 1879 in Leitmeritz, studierte an der deutschen Universität in Prag Medizin und promovierte hier am 22. Juni 1904.

Danach als Assistent tätig an der Deutschen Dermatologische Klinik in Prag, die ab 1906 unter Leitung des aus Graz nach Prag berufenen Dermatologen Karl Kreibich stand. https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Kreibich_(Dermatologe)

Siehe auch:

  1. Juli 1910 „Ehrlich 606“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=apz&datum=19100728&query=%22dr+bohac%22&ref=anno-search&seite=3

  1. Juli 1910 „Ehrlich 606“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=mtb&datum=19100728&query=%22dr+bohac%22&ref=anno-search&seite=6

  1. August 1910 „Das Ehrlichsche Heilmittel in Wien“

 http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19100802&query=%22dr+bohac%22&ref=anno-search&seite=6

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwg&datum=19100802&query=%22dr+bohac%22&ref=anno-search&seite=7

  1. August 1910 „Der Nachtrag von der Klinik Kreibich in Prag“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19100804&query=%22dr+bohac%22&ref=anno-search&seite=7

  1. August 1910 „Die Versuche in Prag“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=19100805&query=%22dr+bohac%22&ref=anno-search&seite=7

Im April 1911 wird im Teplitz-Schönauer Anzeiger gemeldet, dass sich Herr Dr. Karl Bohac, Spezialarzt für Dermatologie und Radiologie, langjähriger erster Assistenzarzt der k. k. deutschen dermatologischen Universitätsklinik in Prag, sich hier niedergelassen hat.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tsa&datum=19110403&seite=3&zoom=33&query=%22karl%2Bbohac%22&provider=P03&ref=anno-search

In Tetschen   https://de.wikipedia.org/wiki/D%C4%9B%C4%8D%C3%ADn ist er im Adressbuch 1914 zu finden unter: Bohac, Karl. M. U. Dr., Arzt, Gartenstraße 685

Er war zumindest seit Ende Jänner 1917 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz tätig.

BONDI, Otto

Er wurde am 19. Jänner 1872 in Iglau (Mähren)  https://de.wikipedia.org/wiki/Jihlava als Sohn eines Spediteurs geboren, „mosaisch, deutsch, etwas böhmisch“, studierte er Medizin an der deutschen Universität in Prag, wo er auch am 15. Mai 1896 promovierte.

Er meldete sich am 5. Jänner 1891 als einjährig freiwilliger Mediziner zur k. u. k. Armee und spezialisierte sich hier in den Fächern Chirurgie und Geburtshilfe. Er diente im Infanterieregiment Nr. 99 Georg I, König der Hellenen, in Znaim und wurde später dem Garnisonsspital Nr. 11 in Prag zugeteilt; 1897 wurde er in den Reservestand versetzt.

Im August 1915 zum Landsturmoberarzt ernannt, kam er im Frühjahr 1917 ins Kriegsspital/Reservespital Nr.2 und arbeitete – obwohl Frauenarzt – in der Chirurgie im Rang eines Landsturmoberarztes in der 1. Abteilung/Sektion.

Am 8. Oktober 1917 beantragte er seine Versetzung nach Prag in sein „Domicil“ und begründete dies mit dem schlechten Gesundheitszustand seiner Frau. Er wurde dem Korpskommando in Prag Ende Oktober 1917 unterstellt.

Siehe auch zu seiner Biographie:

  1. November 1896 „Tod der Mutter“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=neu&datum=18961120&query=%22otto+bondi%22&ref=anno-search&seite=7

  1. Juni 1899 „Ordinations-Anzeige“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=18990606&query=%22otto+bondi%22&ref=anno-search&seite=17

  1. Juni 1899 Ordinationszeiten

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=mbb&datum=18990612&seite=6&zoom=33&query=%22otto%2Bbondi%22&ref=anno-search

  1. April 1914 „Verein zur Errichtung und Erhaltung eines Allgemeinen israelitischen Knabenwaisenhauses für Böhmen“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19140412&query=%22otto+bondi%22&ref=anno-search&seite=10

  1. September 1916 „Sterbefall“ – Tod des Vaters

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19160912&seite=6&zoom=33&query=%22otto%2Bbondi%22&ref=anno-search

1942 nach Theresienstadt, 1943 nach Auschwitz deportiert – hier ermordet

http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/78768-otto-bondi/

Kurzbio: https://www.geni.com/people/Otto-Bondi/6000000023525926960

CERNY, Franz

Geboren 1871, aus Prag.

Er arbeitete in der 4. Abteilung/Sektion des Kriegsspitals/Reservespitals Nr. 2 in Pardubitz bis zum Kriegende 1918.

CIBULKA, Leopold

Geboren in Smichov /Prag   https://de.wikipedia.org/wiki/Sm%C3%ADchov; er studierte an der böhmischen Universität in Prag Medizin und promovierte hier am 23. Oktober 1900. Er arbeitete in der 1. Abteilung/Sektion.

Siehe zu seiner Biographie („Revolverdoktor Cibulka“) folgende lesenswerte Artikel:

  1. Dezember 1902 Misshandlung eines Offiziersdieners – Entgegnung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwj&datum=19021206&query=%22dr+cibulka%22&ref=anno-search&seite=5

  1. September 1903 Gattenmord in Brenditz

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=zwb&datum=19030919&seite=7&zoom=33&query=%22dr%2Bcibulka%22&ref=anno-search

  1. Oktober 1903 Plötzlich gestorben

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=zwb&datum=19031003&query=%22dr+cibulka%22&ref=anno-search&seite=6

  1. Oktober 1903 Med. univ. Dr. Cibulka übersiedelt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=zwb&datum=19031017&query=%22dr+cibulka%22&ref=anno-search&seite=6

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=zwb&datum=19031021&seite=6&zoom=33&query=%22dr%2Bcibulka%22&ref=anno-search

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=zwb&datum=19031024&query=%22dr+cibulka%22&ref=anno-search&seite=7

  1. Januar 1905 Durchgegangene Pferde

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=zwb&datum=19050118&query=%22dr+cibulka%22&ref=anno-search&seite=6

  1. September 1905 Plötzlicher Tod eines kleinen Kindes

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ztb&datum=19050930&query=%22dr+cibulka%22&ref=anno-search&seite=3

  1. November 1905 Nationale Demonstrationen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=zwb&datum=19051129&query=%22dr+cibulka%22&ref=anno-search&seite=4

  1. Dezember 1905 Nationale Demonstrationen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=zwb&datum=19051202&query=%22dr+cibulka%22&ref=anno-search&seite=6

  1. Dezember 1905 Schwere Bestrafungen wegen „Verbrechens der öffentlichen Gewalttätigkeit“

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ztb&datum=19051223&query=%22dr+cibulka%22&ref=anno-search&seite=3

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=zwb&datum=19051223&query=%22dr+cibulka%22&ref=anno-search&seite=5

  1. Juni 1906 Wahlbesprechung

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=zwb&datum=19060623&query=%22dr+cibulka%22&ref=anno-search&seite=6

  1. Oktober 1906 Unsere Tschechen interpellierten

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=zwb&datum=19061017&seite=1&zoom=65&query=%22dr%2Bcibulka%22&ref=anno-search

  1. Jänner 1907 Die neue Znaimer Tschechenbrutanstalt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ztb&datum=19070118&query=%22dr+cibulka%22&ref=anno-search&seite=2

  1. August 1907 Selbstmordversuch und Tobsuchtsanfall

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=zwb&datum=19070821&query=%22dr+cibulka%22&ref=anno-search&seite=6

  1. August 1907 Ein geplanter tschechischer Vorstoß in Znaim

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=zwb&datum=19070828&query=%22dr+cibulka%22&ref=anno-search&seite=4

  1. November 1907 Eine tschechische Zeitung in Znaim

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=zwb&datum=19071113&query=%22dr+cibulka%22&ref=anno-search&seite=5

  1. Jänner 1908 Ein neuer tschechischer Angriff

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ztb&datum=19080103&seite=1&zoom=64&query=%22dr%2Bcibulka%22&ref=anno-search

  1. September 1909 Energische Abwehr tschechischer Eroberungsgelüste

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=zwb&datum=19090901&query=%22dr+cibulka%22&ref=anno-search&seite=1

  1. November 1909 Tschechische Hetzer

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ztb&datum=19091125&query=%22dr+cibulka%22&ref=anno-search&seite=2

  1. Dezember 1909 Cibulka neuer Gemeindarzt für Wolframitzkirchen-Paulitz

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ztb&datum=19091222&query=%22dr+leopold+cibulka%22&ref=anno-search&seite=3

  1. August 1910 Der Schinderknecht

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=zwb&datum=19100813&seite=6&zoom=33&query=%22dr%2Bcibulka%22&ref=anno-search

  1. Oktober 1910 Ein Lebewohl dem Revolverdoktor (Sekundararzt nach Deutsch Brod)

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ztb&datum=19101021&query=%22dr+cibulka%22&ref=anno-search&seite=3

  1. April 1911 Ernennung zum Sekundararzt am Krankenhaus in Deutsch Brod

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19110406&query=%22leopold+cibulka%22&ref=anno-search&seite=4

  1. November 1913 Primararzt Ernennung in Chlumetz

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=19131117&seite=3&zoom=33&query=%22leopold%2Bcibulka%22&provider=P03&ref=anno-search

  1. Juli 1915 zum definitiven Primararzt am allgemeinen öffentlichen Krankenhaus in Chlumetz ernannt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19150722&query=%22dr+leopold+cibulka%22&ref=anno-search&seite=5

CIHAK, Heinrich

Er wurde geboren im Jahr 1889 und war heimatzuständig in Karolinenthal/Prag https://de.wikipedia.org/wiki/Karl%C3%ADn_(Prag).

Vor Kriegsbeginn war er als Sekundärarzt im Allgemeinen Öffentlichen Krankenhaus in Deutsch Brod https://de.wikipedia.org/wiki/Havl%C3%AD%C4%8Dk%C5%AFv_Brod beschäftigt.

Vom 6. November 1914 bis September 1915 war er an der chirurgischen Abteilung der k. k. Beobachtungsstation in Mährisch Weisskirchen https://de.wikipedia.org/wiki/Hranice_na_Morav%C4%9B  tätig.

Ab 15. September 1915 bis Juni 1918 arbeitete er im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz in der 3. Abteilung/Sektion als Chirurg. Auf sein Ansuchen hin wurde er in diesem Monat ins Garnisonsspital Nr. 25 nach Sarajevo versetzt.

CIZEK, Franz

Geboren 1866, heimatzuständig POSTOVIC https://cs.wikipedia.org/wiki/Po%C5%A1tovice

Bezirk Schlan, https://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_Schlan, war er vor dem Krieg als praktischer Arzt in Prag tätig.

Ab 4. Februar 1916 wurde er der 1. Abteilung/Sektion des Kriegsspitals/Reservespitals Nr. 2 in Pardubitz zugeteilt.

  1. August 1897 Ein bedauerlicher Unfall

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pab&datum=18970830&query=%22dr+cizek%22&ref=anno-search&seite=2

Text: Reinhard Mundschütz

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„1. Weltkrieg & Medizin“ [44]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE in Böhmen 1914 – 1918, Folge 8.1 – Ärztinnen und Ärzte

„1. Weltkrieg & Medizin“ [42]: Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Das Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ / PARDUBICE  in Böhmen 1914 – 1918

Folge 8.1 – Ärztinnen und Ärzte

Zum Abschluss werden in den folgenden Beiträgen die Ärztinnen und Ärzte, die während des Krieges im Kriegsnotspital/Reservespital Nr. 2 tätig waren, kurz vorgestellt.

Verwendet wurden dabei ungedruckte Namensverzeichnisse, die vom Korpskommando Nr. 9 in Leitmeritz    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Korps_der_%C3%96sterreichisch-Ungarischen_Armee#9._Korpskommando  zusammengestellt worden waren.

Daneben wurden zahlreiche gedruckte Quellen wie Adressbücher, Zeitungsartikel etc. zum Zweck der Recherche (siehe ANNO http://anno.onb.ac.at/) herangezogen.

Für die Ärztinnen war die ergiebigste Quelle die Dissertation von Angelika STADLER (Ärztinnen im Krieg am Beispiel der Ärztinnen Österreich-Ungarns, Graz 2003).

Generell wird besonderes Augenmerk auf die Tätigkeit der Ärztinnen und Ärzte in der Zeit des Ersten Weltkriegs gelegt. Es finden aber auch Angaben zur weiteren beruflichen Tätigkeit vor bzw. nach dem Ersten Weltkrieg sowie vereinzelt – soweit bekannt – Sterbedaten Eingang.

Das Verzeichnis stellt einen momentanen Wissensstand dar, ein Anspruch auf Vollständigkeit wird nicht erhoben.

Alphabetisches Verzeichnis der Ärztinnen im „Kriegsnotspital/Reservespital  Nr.2„ http://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=24880

Bei Übernahme des Kriegsnotspitals als Reservespital Nr. 2 in die Heeresverwaltung wurden die sogenannten „landsturmpflichtigen“ (=militärpflichtigen) Ärzte dem k. u. k. Kriegsministerium zur Verfügung gestellt.

Die Dienstverträge der übrigen Ärztinnen und Ärzte wurden erneuert bzw. gekündigt. 

*********************************************************************

Die Ärztinnen im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 (1915-1918)

ANTLER, Gustava

Geboren 1888, heimatzuständig (http://www.zwittau.de/verweise/ff/heimatschein.htm) in MONASTYRYSKA https://de.wikipedia.org/wiki/Monastyryska.

Sie studierte an der medizinischen Fakultät in Wien und Prag und promovierte 1915.

Seit 30. Dezember 1915 war sie im Kriegsnotspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz tätig und versah ihren Dienst in der 1. Abteilung/Sektion.

BOBKOVSKA, Helena[e]

Geboren 1882, heimatzuständig: KRAKAU    https://de.wikipedia.org/wiki/Krakau

Sie studierte an der medizinischen Fakultät der Universität in Krakau, an der sie am 31. Juli 1914 promovierte.

  1. August 1914 bis 15. August 1915: tätig im Allgemeinen Krankenhaus in Krakau.
  2. August 1915 bis 30. Juni 1916: Arbeit im Kriegsnotspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz in der 1. Abteilung/Sektion.

Ihr Ansuchen um Versetzung an die Südwestfront (Italien) zog sie zurück, da sie seit 15. Juli 1916 im Reservespital TARNOW    https://de.wikipedia.org/wiki/Tarn%C3%B3w angestellt war.

1922 war sie als Ärztin wieder in Krakau tätig.

CELAREK, Marie Agnes

Geboren 1884, heimatzuständig: CHRZANOW https://de.wikipedia.org/wiki/Chrzan%C3%B3w

Nach Kriegsbeginn arbeitete sie im Epidemiespital Nr. 2 in Krakau.

Seit 2. August 1915 war sie im Kriegsnotspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz in der 1. Abteilung/Sektion tätig.

 HALPERN, Regina

Geboren am 16. Februar 1884, heimatzuständig ZALOSCE   https://de.wikipedia.org/wiki/Saliszi

Nach Kriegsbeginn war sie – nach eigenen Angaben – in folgenden Militärspitälern tätig:

  1. Dezember 1914 – 1. März 1915: Reservespital in TULLN
  2. März 1915 – 28. September 1916: K. u. k. Militärbeobachtungsspital, dann k. u. k. Reservespital in STERNBERG/MÄHREN https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%A0ternberk
  3. September 1916 – 16. Jänner 1917: K. u. k. Epidemiespital in WADOWICE https://de.wikipedia.org/wiki/Wadowice
  4. Jänner 1917 – April 1918: K. u. k. Reservespital Nr. 2 in PARDUBITZ – hier war sie der 5. Abteilung/Sektion zugeteilt.

Im Juli 1917 erhielt sie ein Angebot im besetzten Albanien „zur Behandlung der malariakranken mohammedanischen Bevölkerung“ zu arbeiten; sie lehnte die Stelle aber ab.

Am 25. Dezember 1917 suchte sie um Versetzung nach Wien an, wobei sie folgendes in ihr Gesuch an das Kriegsministerium schrieb:

„…Während der ganzen Kriegsdauer von der Familie, welche in Wien lebt, getrennt, will Gesuchstellerin wieder mit den Angehörigen zusammenleben, zumal die kranke Mutter deren Anwesenheit in Wien erfordert und das nur durch eine Transferierung nach Wien möglich ist…Ich war im Laufe der Zeit sowohl auf internen wie chirurgischen Abteilungen tätig…“

Da eine Versetzung nicht bewilligt wurde, kündigte Regina Halpern schließlich am 15. April 1918 ihren Vertrag mit dem Reservespital Nr. 2 in Pardubitz.

Siehe auch:

Im November 1914 ließ sie über eine Annonce in der Zeitung ihre Schwiegereltern suchen, die aus Lemberg vor den Russen geflüchtet waren. Dazu siehe: http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=19141101&seite=40&zoom=33&query=%22regina%2Bhalpern%22&ref=anno-search

HAMMERSCHLAG, Therese

Geboren 1888, heimatzuständig WIEN

Nach Beendigung ihres Studiums arbeitete sie als Aspirantin im Allgemeinen Krankenhaus in Wien.

Seit 5. Oktober 1915 war sie im Kriegsnotspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz in der 3. Abteilung/Sektion tätig.

Sie verstarb Ende November 1920 in Wien. (Siehe: Wiener Medizinische Wochenschrift vom 4. Dezember 1920, S. 2141)

HELLER, Ester/Else  (geborene CHAZREWIN)

Geboren 1886 in WITEBSK/Weißrussland    https://de.wikipedia.org/wiki/Wizebsk, studierte Medizin in Zürich, wo sie 1910 promovierte (Thema ihrer Dissertation: Klinische Studien über den Gelenkrheumatismus); im selben Jahr heiratete sie Dr. phil. Robert Heller (in Österreich geboren, war er noch vor dem Krieg Schweizer Staatsbürger geworden).

Sie war bei Übernahme des Kriegsnotspitals in die Heeresverwaltung in der 4. Abteilung/ Sektion tätig bis ins Jahr 1918 hinein.

Siehe auch:

Vermählungsanzeige 1910

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19100724&seite=20&zoom=33&query=%22esther%2Bheller%22&provider=P03&ref=anno-search

Promotion ihres Mannes in Prag 1916 

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19161121&query=%22dr+robert+heller%22&ref=anno-search&seite=20

Verkauf der Ordination ihres Mannes 1931

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19310524&query=%22mudr+heller%22&ref=anno-search&seite=25

KRAUPA, Marta (geborene RUNK)

Geboren in TROPPAU https://de.wikipedia.org/wiki/Opava  am 21. Jänner 1887

Sie studierte Medizin an der Deutschen Universität in Prag, wo sie am 13. Juni 1914 promovierte.

Wohnhaft in TEPLITZ https://de.wikipedia.org/wiki/Teplice, meldete sie sich (Schreiben vom 31. Oktober 1916) freiwillig für den Dienst im Kriegsnotspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz, für eine „augenärztliche Tätigkeit“, wie sie schrieb.

Ihr Ansuchen wurde im November 1916 vom k. u. k. Kriegsministerium in Wien befürwortet.

Vermählungsanzeige vom 18. Mai 1914

KASZUBSKA-KUCZKOVSKA/KASENUBSKA-KUCZOWSKA, Vanda/Wanda

Geboren 1884, heimatzuständig WARSCHAU.

Mit Kriegsbeginn tätig in:

Kriegsbeginn 1914 – 5. Juli 1915: Reservespital Nr. 2 in Prag

  1. Juli 1915 – 4. August 1916: Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz (im Ambulatorium für Schwestern und Pflegerinnen)

August 1916 – 15. März 1917: Gynäkologische Abteilung des Barackenlagers Deutsch Brod

https://de.wikipedia.org/wiki/Havl%C3%AD%C4%8Dk%C5%AFv_Brod (Barackenlager für Flüchtlinge aus dem Süden, vor allem für Italiener)

  1. Juni – 8. November 1917: Venerologische Abteilung des Rot Kreuz Spitals in Lublin

Am 11. November 1917 meldete sie sich in einem Schreiben beim k. u. k. Kriegsministerium, Abteilung 14, in Wien für eine Stelle in TRIENT, dort war im September 1917 eine Venerologin angefordert worden.

In ihrem Schreiben gibt sie an, dass sie ihre derzeitige Stellung bereits gekündigt habe. Aus der Aktenlage ist leider nicht zu erkennen, ob sie dort auch wirklich ärztlich tätig wurde.

Mit Stand vom 5. Juli 1918 wurde sie im k. u. k. Reservespital in Leipnik

https://de.wikipedia.org/wiki/Lipn%C3%ADk_nad_Be%C4%8Dvou  als „secundär Ärztin“ der internen Abteilung der Baracken 8, 9, 10, 12, 13 geführt. Sie wird auch als Sekundarärztin der 3. Abteilung/Sektion (Internistin), später Zivil-Ärztin der 3. Internen Abteilung für „Allgemeine Heilkunde nebst Chirurgie“ geführt.

ROTHFELD, Franziska (geborene RAFF)

Geboren in PRZEMYSL 1884,  heimatzuständig in ROHATYN/Galizien https://de.wikipedia.org/wiki/Rohatyn.

Sie studierte Medizin in Lemberg, wo sie am 3. April 1909 promovierte.

Tätigkeit vor und im Krieg:

  1. April 1909 – 1. September 1911: Allgemeines Krankenhaus in Lemberg auf der chirurgischen Abteilung
  2. September 1911 – 1. September 1912: Praktikum der Zahnheilkunde in den Kliniken in Wien und Berlin

September 1912 – zum August 1914:  praktische Ärztin in Lemberg

  1. Oktober 1914 bis Ende Dezember 1914 im Epidemiespital in KASCHAU https://de.wikipedia.org/wiki/Ko%C5%A1ice

Jänner 1915 – 1. November 1915: K. k. Beobachtungsstation in NYÍREGYHÁZA (chirurgische Abteilung) https://de.wikipedia.org/wiki/Ny%C3%ADregyh%C3%A1za,

  1. November 1915 – 1. Juli 1916: Kriegsnotspital/Reservespital Nr. 2, Dienst in der 2. Abteilung/Sektion

RUBLIC-POSVAR/Rublicova-Posvarova, Aloisia/Aloisie

Geboren 1889

Sie studierte Medizin an der böhmischen Universität in Prag, wo sie 1913 auch promovierte.

Sie arbeitete vor dem Krieg im böhmischen Kinderspital in Prag und war 1915 als niedergelassene Ärztin in Prag II, Tyrsova ul., gemeldet.

Ab 23. Oktober 1915 in der Verwundeten- und Krankenstation in Kolin tätig, findet man sie als Ärztin im Jahr 1916 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz, in der 4. Abteilung/ Sektion.

SCHÄRF, Josefine

Geboren 1884 in SELETIN/Bukowina   https://de.wikipedia.org/wiki/Seljatyn,  heimatzuständig in Wien, Tochter eines angesehenen Holzhändlers.

Sie studierte an der medizinischen Fakultät der Universität in Wien, wo sie am 18. November 1911 promovierte. Danach als Sekundarärztin im Allgemeinen Krankenhaus in Wien tätig; Seit 5. Oktober 1915 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz.

Im August 1917 arbeitete sie im Krankenhaus Rudolfstiftung in Wien. Hier war sie von 1913 bis 1922 an folgenden Adressen gemeldet: 1090, Meynertgasse 6; 1090, Alserstraße 4; 1090,Höfergasse 18; 1180, Messerschmidtgasse 46; 1030, Rudolfsgasse 25.

Sie und ihre drei Schwestern waren vor 1914 zum Studium nach Wien gekommen, zwei von ihnen sollten den Kriegsbeginn nicht erleben!

Lesen sie bitte folgende Artikel:

Doppelselbstmord zweier Studentinnen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wsz&datum=19131215&seite=6&zoom=33&query=%22josefine%2Bsch%C3%A4rf%22&provider=P03&ref=anno-search

oder

Tragödie zweier Studentinnen – Doppelselbstmord aus unbekannten Gründen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dmo&datum=19131215&query=%22frau+dr+sch%c3%a4rf%22&ref=anno-search&seite=5

oder

Tragödie zweier Studentinnen

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wnm&datum=19131215&seite=2&zoom=48&query=%22josefine%2Bsch%C3%A4rf%22&provider=P03&ref=anno-search

und

Die Tragödie zweier Studentinnen – gemeinsam beerdigt

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwg&datum=19131217&query=%22anna+sch%c3%a4rf%22&ref=anno-search&seite=52

SCHNEIDER, Marie (geborene KALMUS/KALMUß/KALMUß-SCHNEIDER)

Geboren 1879, zuständig ZNIESIENIE [Vorort von Lemberg] https://pl.wikipedia.org/wiki/Zniesienie_(Lw%C3%B3w)

Sie arbeitete vor dem Krieg als praktische Ärztin in Lemberg.

Seit 22. September 1915 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz tätig.  

Sie gehörte 1909 der „Österreichischen Liga zur Bekämpfung des Mädchenhandels“ an?

http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_SIAK/4/2/1/2011/ausgabe_2/files/Nautz_2_2011.pdf

Siehe auch:

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=bol&datum=19110004&query=((text:%22dr+kalmus%22))&ref=anno-search&seite=29

SEIDMANN, Susanne/Suzanne/Susanna 

Geboren 1888 in CZERNOWITZ, heimatzuständig in Czernowitz.

Sie studierte an der medizinischen Fakultät der Universität Wien, wo sie am 3. Juli 1914 promovierte.

Tätigkeit im Kriege nach ihren eigenen Angaben:

Sie war Aspirantin im Rudolfspital in Wien; sie erwarb sich Kenntnisse auf dem Gebiet der internen Medizin und arbeitete eineinhalb Jahre auf der Infektionsabteilung in der Verwundeten- und Krankenstation in MÄHRISCH-WEISSKIRCHEN https://de.wikipedia.org/wiki/Hranice_na_Morav%C4%9B

Anschließend war sie zwei Jahre in einer chirurgischen Abteilung tätig [wahrscheinlich im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz].

In Pardubitz war sie seit 5. Oktober 1915 – 7. Oktober 1917 in der 3. Abteilung/Sektion [siehe blog-Beitrag Folge 5.3  https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=25431] tätig (da hat sie ihren Vertrag gelöst). Sie hatte bereits im September 1917 um Zuweisung in ein Spital nach Czernowitz angesucht. Nach zwei Tagen Dienst im Reservespital in Czernowitz kündigte sie aber wieder.

Infolge einer Erkrankung an der Lunge wurde sie im November/Dezember 1917 in der Lungenheilanstalt STERNBERG in Mähren behandelt. https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%A0ternberk

Zur Verwundeten- und Krankenstation in Mährisch-Weisskirchen siehe:

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=mtb&datum=19141019&query=%22m%c3%a4hrisch+weisskirchen%22+%22krankenstation%22&ref=anno-search&seite=4

TRYB(OVA), Marie ( geborene VEYBORNY (VEYBORNA)

Sie stammte aus KREMSIER https://de.wikipedia.org/wiki/Krom%C4%9B%C5%99%C3%AD%C5%BE

Sie studierte an der tschechischen Universität in Prag Medizin, wo sie am 21. März 1914 zum Doktor der gesamten Heilkunde promovierte.

Im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 arbeitete sie in der 4. Abteilung/Sektion.

Promotion 1914

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tsa&datum=19140321&seite=4&zoom=33&query=%22marie%2Btryb%22&provider=P02&ref=anno-search

WEISS/WEISZ, Malvine/Malwine

Geboren 1885 in KASCHAU https://de.wikipedia.org/wiki/Ko%C5%A1ice, heimatzuständig nach BJELINA/Bosnien https://de.wikipedia.org/wiki/Bijeljina

Sie studierte an der medizinischen Fakultät der Universität in Wien und promovierte hier am 10. Juni 1910.

1915 war sie in Wien als praktische Ärztin im neunten Bezirk, Alserstraße 4, gemeldet.

Nach Kriegsbeginn arbeitete sie zunächst in der Kranken- und Verwundetenstation in CHRUDIM  https://de.wikipedia.org/wiki/Chrudim und ab 12. Februar 1916 im Kriegsspital/Reservespital Nr. 2 in Pardubitz.

Am 19. November 1917 erging vom k. u. k. Kriegsministerium der Befehl sie zur 1. Isonzoarmee an die Südwestfront zu entsenden. Daraufhin wandte sie sich mit der Bitte in Pardubitz verbleiben zu dürfen an das Armeeoberkommando (AOK), wo ein entsprechendes Telegramm am 12.12.1917 eintraf. Tags darauf, am 13.12.1917, wandte sich das AOK an das zuständige Militärkommando in Leitmeritz und teilte mit, dass die Entscheidung Frau Dr. Weiss zu entsenden, nicht mehr rückgängig gemacht werden könne.

In einer Mitteilung vom Militärkommando Leitmeritz wird allerdings am 18.12.1917 mitgeteilt, dass die Ärztin ohnehin bereits am 28.11.1917 zur Personalsammelstelle LAIBACH gefahren sei.

Text: Reinhard Mundschütz

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